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Montag, 9. Dezember 2013

HPV-Impfung: Schmutzige Tricks & Kranke Mädchen

In Frankreich hat eine staatliche Komission den Hersteller der HPV-Impfung Gardasil zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet, weil eine Schülerin kurz nach der Impfung an Multipler Sklerose erkrankt ist. In Japan hat eine Task-Force des Gesundheitsministeriums 38 Fälle schwerer Nebenwirkungen untersucht und darauf hin überraschend die gültige Impfempfehlung für Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren zurück gezogen. In fast allen Melderegistern für mögliche Impfschäden führt die HPV-Impfung die Listen mit großem Vorsprung an. Doch statt diese seit ihrer Zulassung im Jahr 2006 höchst umstrittene Impfung endlich einer unabhängigen Sicherheits-Prüfung zu unterziehen, sorgen Pharma-Lobbyisten für die immer weitere Verbreitung. 

Mika Matsufuji, Sprecherin einer Elterninitiative in Japan, berichtete in einer Pressekonferenz von den Leiden der betroffenen Mädchen (Foto: Japantimes.co.jp)

Ab Februar 2014 wird die rund 400 Euro teure Impfung auch in Österreich auf Steuerkosten angekauft und dann als "Gratis"-Impfung an den Schulen angeboten. Die einflussreiche "Österreichische Krebshilfe", welche von der Pharmaindustrie (darunter die Vermarkter von Gardasil) massiv finanziell unterstützt wird, hatte diesen Schritt - zusammen mit anderen Pharma-Lobbyisten – jahrelang gefordert. Geschäftsführerin Doris Kiefhaber jubelte: "Endlich ist diese Impfung auch in Österreich für alle zugänglich!"
Auf rund 30 Millionen Euro pro Jahr wurde in einer Studie des Ludwig Boltzmann Institutes von 2007 der finanzielle Aufwand für diese Impfung geschätzt, wenn beide Geschlechter geimpft werden. Mittlerweile dürfte der Preis etwas gesunken sein. Doch mit einem Jahresumsatz von zuletzt 1,78 Milliarden US-Dollar für Gardasil hat sich der Impfstoff des US-Konzerns Merck ohnedies zu einem der umsatzstärksten Arzneimittel aller Zeiten entwickelt. In Europa wird Gardasil in Kooperation mit dem französischen Konzern Sanofi Pasteur vermarktet. Cervarix, der etwas später zugelassene zweite HPV Impfstoff des Konzerns GSK bringt es immerhin noch auf 581 Umsatz-Millionen.


Wahrscheinlicher Auslöser für Multiple Sklerose

Seit Jahren begleiten unangenehme Nachrichten über Todesfälle und schwere Erkrankungen den finanziellen Siegeszug. So auch jetzt wieder:
Ende November 2013 hatte eine staatliche medizinische Kommission in Bordeaux (CRCI) die Impfung als wahrscheinlichen Auslöser bezeichnet, dass die 18-jährige Océane an Multipler Sklerose erkrankt ist. Das Mädchen war vor drei Jahren geimpft worden und konnte seither kaum noch in die Schule. Es leidet an ständiger extremer Müdigkeit und schweren Krankheits-Schüben.  Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, wo ein entfesseltes Immunsystem die eigenen Nerven angreift und zerstört.
Die Pariser Anwältin Camille Kouchner, welche Océane vertritt, kündigte an, dass sie in kürze weitere Schadenersatz-Klagen einbringen wird, weil drei andere junge Frauen, ebenfalls nach Gardasil, schwer erkrankt sind. Der Hersteller-Konzern Sanofi Pasteur MSD wies alle Vorwürfe als unbegründet zurück und beschuldigte die französische CRCI, das Vertrauen in ihren Impfstoff zu untergraben und damit die Frauen dem Risiko von HPV-bedingten Krankheiten auszusetzen.


Nebenwirkungen um das 20- bis 30 fache häufiger

In Japan war es eine Elterninitiative, die schließlich die Einsetzung einer staatlichen Untersuchung erreichte. Deren Sprecherin Mika Matsufuji vertritt 38 Mädchen und junge Frauen, die nach der HPV Impfung schwer erkrankt sind. Ihre eigene Tochter wurde 2011 geimpft, berichtete Matsufuji auf einer Pressekonferenz (siehe Foto), daraufhin verlor sie die Fähigkeit zu gehen und sitzt seither im Rollstuhl. Gemeinsam sind allen Betroffenen chronische starke Schmerzen.
Zur Jahresmitte 2013 gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt, dass die Impfung nicht mehr empfohlen werden sollte. Die Untersuchung ergab unter anderem, dass die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaften Nebenwirkung bei den HPV-Impfstoffen um das 20 bis 30 fache höher liegt als bei der Influenza-Impfung.
Im Oktober wurde ein großes Studienprogramm beschlossen, an dem 17 japanische Kliniken teilnehmen. Eine Forschergruppe widmet sich der Frage, wie diese Impfungen auf das Nervensystem wirken. Eine zweite Gruppe versucht therapeutische Ansätze zu finden, wie die chronischen Schmerzen der betroffenen Mädchen und Frauen gelindert werden können und betreibt hier auch Ursachenforschung. Mit den Resultaten ist allerdings erst in einigen Jahren zu rechnen.


Gardasil ist bekannt für Nebenwirkungen 

Fragen zu den HPV-Impfstoffen gibt es genug. In den USA führt Gardasil in der jeweiligen Altersgruppe mit weitem Abstand die Liste der schweren Nebenwirkungen im Melderegister an. Chris Shaw und Lucija Tomljenovic von der University of British Columbia in Vancouver wiesen in ihrer Analyse der letzten sechs Meldejahre nach, dass Gardasil involviert war bei…

  • 60,9 Prozent der schweren Nebenwirkungen (gesamt 2.157 Fälle)
  • 64,9 Prozent der lebensgefährlichen Ereignisse (gesamt 456)
  • 61,9 Prozent der Todesfälle (gesamt 63)
  • 81,9 Prozent der Ereignisse mit bleibendem Schaden (gesamt 589)

In der deutschen Datenbank des Paul Ehrlich Institutes für Verdachtsfälle von schweren Nebenwirkungen finden sich für Gardasil 1.356 Meldungen (darunter 5 Todesfälle).

Derartige passive Meldesysteme haben eine bekannt hohe Dunkelziffer. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass nur zwischen 1 und 5 Prozent der tatsächlich auftretenden Fälle damit erfasst werden können. 


Schmutzige Tricks bei der Zulassung

Wie hoch der Anteil der ursächlichen Nebenwirkungen ist, sollte eigentlich aus den Zulassungsstudien eines Arzneimittels hervor gehen. Das Studiendesign mit der höchsten Aussagekraft ist eine so genannte Placebo-kontrollierte randomisierte Studie. Dabei werden die Teilnehmer per Los in die Wirkstoffgruppe oder in die Placebogruppe zugewiesen. Weder die Forscher noch die Probanden dürfen dabei wissen, welche Gruppe die Impfstoff-Gruppe ist ("Doppelblind-Design"). 

So weit so gut. - Wer einen Blick auf die Zulassungsstudien bei Gardasil wirft, wird den Eindruck gewinnen, dass hier tatsächlich das oben beschriebene beste Design angewandt wurde. Erst auf den zweiten Blick eröffnet sich dann jedoch ein schmutziger Trick, wo es mich heute noch wundert, wieso vernunftbegabte Menschen dem zustimmen konnten. Die Behörden hatten aber kein Problem, ein haarsträubendes Design abzusegnen, das von den Strategen des Konzerns Merck vorgeschlagen worden war.

Doch der Reihe nach. Kommen wir zuerst zu den besonderen Herausforderungen, denen die Impfstoff-Hersteller ausgesetzt waren.


Immunsystem hält HP-Viren nicht für gefährlich

Es gibt knapp einhundert unterschiedliche Typen der Humanen Papillomaviren. Gardasil richtet sich gegen vier, Cervarix gegen zwei dieser HPV-Typen. Diese Viren sind extrem verbreitet. 80 Prozent der Menschen sind zumindest vorübergehend mit ihnen besiedelt. Das Immunsystem pflegt im Normalfall einen recht entspannten Umgang mit ihnen, da diese Viren anscheinend als wenig gefährlich eingestuft werden. Es war deshalb eine der schwierigsten Herausforderungen für die Impfstoff-Entwickler, das Immunsystem auf die Viren scharf zu machen, damit es überhaupt zu einer Immunreaktion kommen kann.
Der Impfstoff besteht aus abgetöteten humanen Papillomaviren, die aus Sicherheitsgründen noch zusätzlich von ihrer Erbsubstanz befreit wurden. Diese "virus-like particles" sind die Wirkstoffe der HPV-Impfung, die so genannten "Antigene".
Da diese Viren - wie erwähnt - schon als Wildtypen vom Immunsystem kaum als Feinde gesehen werden, gilt das für die ausgehöhlten und abgetöteten Virentrümmer erst recht.

Es brauchte deshalb einen besonderen Hilfsstoff, der in der Lage sein musste, dem Immunsystem einen derartigen Schock zu versetzen, dass sogar die seltsamen Partikel im HPV-Impfstoff als Verdächtige hopps genommen und gegen sie Antikörper entwickelt würden.
Die bisher für diese Aufgabe eingesetzten Hilfsstoffe (Adjuvantien) Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphat erwiesen sich jedoch als zu "sanft". Beide Impfstoff-Hersteller mussten deshalb eigene verstärkte Aluminium-Verbindungen entwickeln, welche in der Lage sein mussten, das Immunsystem so zu manipulieren, dass seine Aggressivität geweckt würde und es kampfeslustig gegen die Virus-ähnlichen Partikel ausschwärmt.

GSK erfand für sein "Adjuvant System 04" (AS-04) eine Kombination aus Aluminiumhydroxid und den Oberflächen-Proteinen von Salmonellen. Eine rabiatte Kombination, welche das Immunsystem im ganzen Körper in Alarmzustand versetzt.
Der in Gardasil verwendete Wirkverstärker heißt "Amorphes Aluminium Hydroxyphosphat Sulfat" - kurz AAHS. Eine Eigenentwicklung von der die Merck-Wissenschaftler schwärmen, dass diese chemische Komposition eine deutlich stärkere und länger andauernde Immunreaktion auslöst.

Keine Sicherheitstests nötig

Normalerweise sollte man annehmen, dass derartige Neuentwicklungen sorgfältig auf ihre Sicherheit getestet werden müssen. Doch Fehlanzeige! Bei Alu-Verbindungen gibt es nämlich eine Art behördlichen Freibrief, weil Aluminium-Salze schon seit den 1920er Jahren in Impfstoffen eingesetzt werden. Deshalb dürfen diese Chemikalien sofort nach der "Dosisfindung" im Tierversuch in die Impfstoffe für den Menschen gemixt werden.

Seit Jahren weiß man aus zahlreichen Arbeiten, dass es die Aluminiumverbindungen sind, welche den Großteil der Nebenwirkungen der Impfstoffe auslösen. Das betrifft die spontanen Reaktionen nach der Impfung wie z.B. Entzündungen und Verhärtungen an der Einstichstelle oder Fieber.
Außerdem stehen diese Aluminiumverbindungen seit Jahren unter Verdacht, dass sie bei genetisch empfänglichen Personen Allergien oder Autoimmunerkrankungen auslösen können. 

Bei neuartigen verstärkten Aluminiumverbindung gilt dieser Verdacht umso mehr.

Und den Impfstoff-Herstellern war dieses Risiko offensichtlich wohl bewusst. 

Welches Design schlugen also z.B. die Merck-Strategen den Behörden vor?

Sie schlugen vor, die neuartigen Alu-Booster auch in der Placebogruppe einzusetzen, also den Teilnehmerinnen, welche in die Kontrollgruppe gelost werden, mit Aluminium versetztes Wasser zu spritzen. 


Aluminium-Wasser als Placebo-Impfung

In Wikipedia wird ein Placebo folgendermaßen definiert:
Ein Placebo (lat. „ich werde gefallen“) ist im engeren Sinn ein Scheinarzneimittel, welches keinen Arzneistoff enthält und somit auch keine durch einen solchen Stoff verursachte pharmakologische Wirkung haben kann.
Bei Impfungen würde also z.B. eine physiologisch neutrale Salzwasser-Lösung diesen Zweck erfüllen. Mit so einer Kontrollgruppe wäre zweifelsfrei zu erkennen, welche Nebenwirkungen auf die Impfung und deren Wirk- und Inhaltsstoffe zurückzuführen sind.

Die Behörden verzichteten jedoch darauf, dieses unangefochten beste Design durchzusetzen und genehmigten den absurden und jeglicher wissenschaftlichen Redlichkeit widersprechenden Vorschlag des Gardasil-Herstellers. 

Und so geschah es: Abgesehen von einer kleinen Studie, wo tatsächlich eine physiologisch neutrale Saline-Lösung als Placebo-Impfung verwendet wurde, bekamen 95 Prozent der insgesamt rund 20.000 Teilnehmerinnen demnach die neuartigen Alu-Booster gespritzt.

Damit wurde also eine Substanz, die nie am Menschen auf ihre Sicherheit getestet worden ist, gleich im Impfstoff angewendet, der auf den Markt kommen sollte. Und um sicher zu gehen, dass keine Probleme damit auftreten, spritzte man die neu entwickelte Alu-Verbindung auch gleich den Teilnehmerinnen der Kontrollgruppe.

Damit waren also alle Nebenwirkungen, die vom "Amorphen Aluminium Hydroxyphosphat Sulfat" ausgehen mochten, vollständig maskiert und unsichtbar gemacht.

GSK ging bei seinem AS-04 System ähnlich vor, hatte aber immerhin den Anstand, seinen Impfstoff Cervarix mit dem Alu-Salmonellen-Gemisch zumindest gegen eine herkömmliche Aluminium-Verbindung in der Kontrollgruppe zu testen.

Doch sehen wir, wie es beim Marktführer Gardasil weiter ging:


Fast 500 Gardasil-Studienteilnehmerinnen erkrankten

Ein Konzern, der eine wissenschaftliche Studie finanziert, hat kein Interesse daran, dass mögliche Krankheiten von Studienteilnehmern dem eigenen Arzneimittel zugeschrieben werden. Deshalb werden vor der Aufnahme in eine wissenschaftliche Studie alle Teilnehmer gründlich untersucht, ob sie auch wirklich vollkommen gesund sind.

Umso erstaunlicher ist es, dass bei den Gardasil Studien laut Behörden-Protokoll im Lauf von rund 18 Monaten bei insgesamt 463 der etwas mehr als 20.000 Teilnehmerinnen "neue Krankheiten mit potenziell autoimmunem Hintergrund" auftraten. 
Dabei handelte es sich in der Mehrzahl um Gelenksentzündungen (Arthritis) sowie diverse Erkrankungen der Schilddrüse. 17 Teilnehmerinnen erkrankten an Morbus Crohn bzw. Colitis Ulcerosa, 7 an autoimmunem Diabetes, 6 an Multipler Sklerose und 4 an Lupus Erythematodes.

Insgesamt betrug also das Risiko binnen etwas mehr als einem Jahr von völliger Gesundheit in chronische Krankheit zu schlittern 1 zu 41. Das bedeutet einen Anteil von 2,3 Prozent.

Wie viele dieser neu aufgetretenen Erkrankungen nun tatsächlich auf die Impfungen zurück zu führen sind und wie viele auch ohne diese medizinische Intervention passiert wären, ist schwer zu sagen.
HPV-Experten und Lobbyisten weisen darauf hin, dass diese 2,3 Prozent wohl der Anteil der jeweiligen Bevölkerung sind, welcher in diesem Zeitraum ohnedies erkrankt wären.

Wenn diese jährliche Rate an Neuerkrankungen tatsächlich der Realität entsprechen würde, müsste allerdings bereits die halbe Bevölkerung an Autoimmunerkrankungen laborieren.
Soweit sind wir aber doch (noch?) nicht.

Jedenfalls wird von den HPV-Lobbyisten zur Untermauerung dieser Behauptung auf eine Studie der Schweizer Impfexpertin Claire-Anne Siegrist verwiesen. Sie kam - etwa zeitgleich zur Veröffentlichung der Gardasil-Studien - mit einer eigenartigen Arbeit an, welche sich auf Daten großer Versicherungen bezog und zeigte, dass junge Frauen relativ häufig von Autoimmunerkrankungen betroffen sind.
Die Arbeit trug den bezeichnenden Untertitel: "Eine Kohortenstudie, um zu illustrieren, welche Ereignisse irrtümlich für Nebenwirkungen gehalten werden könnten" (!)

Ein Finanzier ist in dieser Studie - im krassen Gegensatz zu den Kriterien für seriöse wissenschaftliche Arbeit - nicht angegeben. Da Frau Professor Siegrist in der Vergangenheit aber auf der Honorarliste von fast allen großen Impfstoff-Konzernen stand, nehmen wir mal nicht an, dass sie die Arbeit gratis und unbezahlt in ihrer Freizeit durchführen musste. 


War Bestechung im Spiel?

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: 
Zunächst wird unter Komplizenschaft der Gesundheitsbehörden der USA und der EU ein bekannter Risikofaktor für Autoimmunerkrankungen "entschärft", indem diese Chemikalie auch der "Placeboimpfung" beigemischt wird. 
Anschließend wird eine - strategisch vorab geplante und zeitgleich publizierte - Studie vorgelegt, welche den Eindruck erwecken soll, dass ohnedies viele Frauen und Mädchen - auch ohne Impfung - diese Krankheiten entwickeln.

Seither wird bei allen Anfragen oder Bedenken zur Sicherheit von Gardasil von der Herstellerfirma sowie den HPV-Lobbyisten sofort auf die Siegrist Studie verwiesen. Auf strategisch aufbereitete Daten aus Versicherungs-Archiven, die überhaupt nichts mit den Impfstudien zu tun haben. 

Ein prächtiges Ablenkungsmanöver, dass wohl von folgender Frage ablenken soll:

Wie viele der 463 Frauen und Mädchen, die an den Gardasil-Studien teilgenommen haben, sind auf Grund der neuartigen Wirkverstärker erkrankt? 

Wir wissen es nicht!

Das wäre nur zu klären gewesen, wenn die Impfung gegen eine biologisch neutrale Salzwasser-Lösung als Placebo-Impfung getestet worden wäre.
Das heraus zu finden lag jedoch nicht in der Absicht von Merck & Co.

Also fließen Milliarden an Steuergeldern für einen organisierten Trickbetrug in die Konzernkassen.
Als Gegenleistung werden gesunde Jugendliche und junge Erwachsene dem Risiko ausgesetzt, dass sie nach der Impfserie dauerhaft krank sind. 

Es wäre höchste Zeit für die Einberufung einer Untersuchungs-Kommission, um die rationalen Argumente für die Beweggründe der involvierten Behörden aufzuklären. Vor allem interessiert mich die Kernfrage, wie sie diesem wissenschaftlich absurden Design zustimmen konnten. 

Möglicherweise waren diese "rationalen Argumente" ja ganz profane Bestechungsgelder. 

Eines ist jedenfalls klar: Wenn der Anteil der durch HPV-Impfungen geschädigten Mädchen und Frauen auch nur annähernd den Bereich von einem Prozent erreicht, dann geht von der Impfung ein vielfach höheres Risiko aus als von den HP-Viren. 

(Zumal bei einem guten organisierten Screening Programm zur frühzeitigen Erkennung von Gebärmutterhals-Krebs, wie es etwa in Finnland praktiziert wird, in den allermeisten Jahren keine Zervixkarzinom-Todesfälle bei Frauen unter 50 Jahren auftreten.
Ob die Wirkung der HPV-Impfungen überhaupt länger als drei Jahrzehnte anhält, um dann eventuell das Krebsrisiko zu reduzieren, steht derzeit vollständig in den Sternen.)


Wenn Ihnen dieser Artikel interessant und wichtig erscheint, würde

ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen. 

Donnerstag, 8. November 2012

Diane M. Harper: "Es kann sein, dass von Aluminium ein Langzeitschaden ausgeht"

Die US-Medizinerin Diane M. Harper war an den Zulassungsstudien der beiden HPV-Impfstoffe Gardasil und Cervarix führend beteiligt. Speziell Gardasil - ein Produkt des Konzerns Merck - entwickelte sich zum weltweiten Bestseller. Doch seit ihrer Zulassung sorgen die HPV-Impfstoffe immer wieder für Schlagzeilen, wenn zuvor gesunde Mädchen und Frauen plötzlich schwer erkranken oder sterben. Eine aktuelle Analyse des US-Meldesystems VAERS zeigt, dass Gardasil in der Altersgruppe der Geimpften für mehr als die Hälfte der schweren Nebenwirkungen und bleibenden Schadensfälle bei Mädchen und jungen Frauen verantwortlich sein könnte. 
Im Interview mit Prof. Harper habe ich speziell nach ihrer Einschätzung der Sicherheit dieser Impfungen - und hier vor allem der Wirkverstärker gefragt, welche bei beiden Impfungen neuartige Aluminium-Verbindungen enthalten.


Wissen wir genug über die Auswirkungen von aluminiumhaltigen Substanzen auf das Immunsystem? Wie ist dazu Ihre Meinung?

Harper: Ich denke, dass wir dem unsere Aufmerksamkeit zuwenden müssen. Adjuvantien wurde eine sehr lange Zeit einfach übersehen. Es stimmt, dass Menschen, die mit Impfungen arbeiten, nicht lange über Adjuvantien nachdenken. Stattdessen widmen sie sich lieber den Antigenen – also den Wirkstoffen, die darin verwendet werden. Doch für Wissenschaftler ist es enorm wichtig, Fragen zu stellen und sich auch in heikle Dinge reinzuknien, die in der Vergangenheit als unantastbar gegolten haben. Wir wissen, es sind schlimme Dinge passiert mit Menschen, die geimpft wurden. Wir wissen nicht immer, warum so etwas auftritt, und vielleicht ist wirklich das Aluminium-Adjuvans dafür verantwortlich. Es kann sein, dass vom Aluminium ein Langzeitschaden ausgeht, der sich über die Zeit akkumuliert. Wir wissen, dass es eine Epidemie an Demenzkrankheiten gibt, von der die erste Babyboomer-Generation betroffen ist, die nun ins Rentenalter kommt. Wir wissen, dass diese Generation zu den meistgeimpften in der Geschichte der Menschheit gehört. Es wäre dumm, wenn die Wissenschaft hier die Augen verschließen würde. Die Aluminium-Belastung aus allen Quellen – inklusive der Mengen aus den Impfungen – gehört evaluiert. Wir müssen diese wichtigen Fragen stellen und wir werden sie wohl nicht mit einer Studie beantworten können. Es wird eine ganze Generation von Wissenschaftlern brauchen, die hier Daten sammeln müssen, um die medizinische Praxis zu ändern. Aber wenn wir nicht irgendwann damit anfangen, werden wir das niemals erreichen.

Die Behörden schreiben derzeit keine eigenen Sicherheitstests am Menschen für neuartige aluminiumhaltige Adjuvantien vor. Ist das nicht höchst fahrlässig?

Harper: Natürlich sollten die Behörden sich auch über die Sicherheit der Adjuvantien Sorgen machen und nicht von Haus aus annehmen, dass diese wohl ohnehin keinerlei Schaden anrichten können.

Noch einmal zurück zu den Zulassungsstudien bei Gardasil: Sowohl in der Impfgruppe als auch in der Kontrollgruppe sind bei exakt 2,3 Prozent der Teilnehmerinnen "neue Krankheiten mit potenziell autoimmunem Hintergrund" aufgetreten. Diese Nebenwirkungen können vom Aluminium verursacht worden sein, das auch in den Kontrollgruppen zugesetzt wurde. Würden Sie das als gutes Studiendesign bezeichnen, wenn Nebenwirkungen derart maskiert werden?

Harper: Es stimmt, dass auch die Placebogruppe das Aluminium-Adjuvans gespritzt bekam. Es gab kein Salzwasser-Placebo. Wenn also das Aluminium-Adjuvans die 2,3 Prozent Nebenwirkungen verursacht hat, so würden wir das tatsächlich in beiden Gruppen sehen. Es gibt weder einen Beweis, dass es das Aluminium war, noch einen Beweis zu dessen Entlastung. Es gab tatsächlich keine Studie, die sich in irgendeiner Art um den Effekt des Aluminiums kümmerte. Wir hätten eine Salzwasser-Kontrolle gebraucht.

Sie waren doch prominent beteiligt an diesen Studien. Warum haben Sie das nicht gefordert?

Harper: Ich hatte keinen Einfluss auf das Design. Das wurde zwischen dem Pharmakonzern Merck und den Arzneimittelbehörden ausgehandelt. Die US- und die EU-Behörden hätten bloß auf einer Salzwasser-Kontrolle bestehen müssen. Dann wäre das geschehen. Die Behörden sind derzeit aber überhaupt nicht besorgt wegen der Adjuvantien und wollten nur wissen, ob die Antigene lokale Rötungen oder Schwellungen machen.

Waren es nicht taktische Gründe: Dass es für die Impfung nicht gut ausgesehen hätte, wenn sie gegen eine neutrale Wasserlösung hätte antreten müssen. Dann wäre der Unterschied bei den Nebenwirkungen wohl deutlich höher gewesen.

Harper: Ja. Viele Studien zeigen, dass eine Injektion mit Aluminium deutlich mehr lokale Nebenwirkungen produziert, als eine Injektion mit Salzwasser.

Die Behörden haben also ein falsches Placebo zugelassen, das die negativen Effekte der Adjuvantien versteckt hat. Die Konsumenten wollen aber wissen, welche Nebenwirkungen die ganze Impfung hat – und nicht nur die Antigene.

Harper: Das ist richtig. Es wäre interessant, das zu wissen. Aber wir haben keine Chance, das zu erfahren.

Denken Sie, dass Merck zu nahe Beziehungen zu den Behörden pflegt? Gibt es zu wenig Kontrolle?

Harper: Dr. Julie Gerberding war die frühere Direktorin der CDC (Anm: US-Behörde „Centers for Disease Control“) und jetzt ist sie die Präsidentin der Impf-Abteilung bei Merck. Merck macht das generell gerne, dass sie Führungspersonen der Behörden abwerben.

In den letzten Jahren zeigten einige Studien, speziell jene der dänischen Forschergruppe um Peter Aaby aus Westafrika, dass aluminiumhaltige Impfungen die Gesundheit der Kinder gefährden können. Wissen wir genug über solche Effekte?

Harper: Peter Aabys Arbeit ist so wichtig! Wir haben derzeit nicht genug gut gemachte Studien, um das zu beantworten. Dieses Feld ist sehr jung und wir müssen Finanziers ermutigen, hier rigorose Forschung zu ermöglichen. Wir müssen auch Regierungen und Krankenkassen ermutigen, diese Forschung zu unterstützen. Es gibt hinreichend Belege für schwere Reaktionen, die wohl vom Aluminium stammen.

Die Behörden empfehlen seit vielen Jahrzehnten Impfstoffe, die Aluminium als Hilfsstoff enthalten. Sie sitzen diesbezüglich mit den Herstellern im Boot und würden enorme Kritik ernten, wenn sich herausstellen sollte, dass vom Aluminium eine Gefahr ausginge.

Harper: Das würden sie mit Sicherheit. Man kann sich aber nicht auf ewig hinter dem verstecken, was gewesen ist und was man einmal getan hat. Deshalb sollten sie besser mutig sein und einen Schritt vorwärts tun: Wir müssen diese Fragen dringend beantworten und wir müssen uns auch die alten Impfpläne hernehmen, um zu sehen, was davon gut und was schlecht ist.
Kennen Sie die Harry-Potter-Filme? Die Gesundheitsbehörden sollten sich nicht so anstellen wie Dolores Umbridge mit ihrer Doktrin „Stell ja meine Autorität nicht in Frage, es wird so bleiben, wie es immer war!“ Ich hoffe, die Behörden haben das Rückgrat, hier einen wirklich unvoreingenommenen Blick zu werfen und das alles aufzuarbeiten, was jetzt schon an Fakten vorliegt. Jedenfalls braucht es Ermutiger und Leute, die Fragen stellen, so dass eine Generation junger Wissenschaftler sich dieser Aufgabe stellt und für sich beschließt, diese Fragen zu klären. Es wird viel Leidenschaft brauchen, sich dieser Herausforderung und den Konflikten, die das mit sich bringt, zu stellen.

Diane M. Harper (Foto: privat) ist Medizinerin und Inhaberin zweier Master-Abschlüsse in Public Health und Science. Sie ist Professorin und Leiterin der Forschungsabteilung an der Universität Kansas City in Missouri. Einer ihrer Arbeits-Schwerpunkte liegt im Bereich der Prävention gynäkologischer Krebserkrankungen. Hier befasste sie sich früh mit humanen Papillomaviren (HPV) und deren Auswirkungen auf krankhafte Veränderungen an der Zervix. Ab 1997 war sie als "Principle Investigator" an den Zulassungsstudien von Gardasil und Cervarix, den beiden HPV-Impfstoffen beteiligt. Das Forschungs-Team, das Harper leitete, begleitete rund 3.000 Mädchen und Frauen als Studien-Teilnehmerinnen. 
Das Interview ist in meinem aktuellen Buch "Dirty Little Secret - Die Akte Aluminium" veröffentlicht worden.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Impfstoff-Sicherheit: Tierversuche genügen!

In etwa zwei Drittel der derzeit verwendeten Impfstoffe für Babys, Jugendliche und Erwachsene sind Wirkverstärker (Adjuvantien). Das sind vor allem Aluminium-, in selteneren Fällen auch Squalene-Verbindungen (z.B. bei den zuletzt in Europa angebotenen Schweinegrippe-Impfstoffen). Eine ganze Reihe neuartiger Adjuvantien befindet sich derzeit in den diversen Teststadien.

Die derzeit zugelassenen Wirkverstärker verursachen an der Einstichstelle Entzündungen und sorgen damit für eine Alarmierung des Immunsystems. Ohne diese Wirkverstärker würden die meisten Impfungen nicht oder deutlich schlechter funktionieren. Ohne Wirkverstärker wäre die Antikörper-Bildung, nach der die Wirkung der meisten Impfungen bemessen wird schwächer oder gar nicht vorhanden.

Man weiß aus zahlreichen Studien, dass eben diese Wirkverstärker hauptverantwortlich für Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle sind und die nach Impfungen häufig auftretenden systemischen Reaktionen wie z.B. Fieber, etc. auslösen.
Durch die vorwiegend über die Wirkverstärker ausgelöste Immunreaktion entstehen bei allen Impflingen - neben der erwünschten Bildung von Antigen-spezifischen Zellen der Immunabwehr - auch autoaggressive T- oder B-Zellen bzw. Antikörper, die sich an körpereigene Zellen haften und diese fälschlicherweise als "fremd" und "gefährlich" markieren und damit für die Immunabwehr als Angriffsziele frei geben. Einer der dafür verantwortlichen Mechanismen ist "molecular mimicry" - darunter versteht man Verwechslungs-Prozesse auf molekularer Ebene.
Autoaggressive Zellen werden meist über die Selbstschutz-Mechanismen des Immunsystems identifiziert und unschädlich gemacht. Wenn bei empfänglichen Menschen dieser Mechanismus versagt, kann das jedoch auch zur Bildung von bleibenden Autoimmun-Störungen führen. Entweder unmittelbar nach der Impfung oder auch als schleichender Prozess mit zeitlicher Verzögerung.

Aluminium-Verbindungen werden seit mehr als 70 Jahren in Impfstoffen verwendet. Sie gelten als "Dirty little Secret" der Immunologie, weil die längste Zeit vollkommen unbekannt war, wie sie konkret wirken. Erst in den letzten zehn Jahren hat man hier einige Mechanismen aufklären können. So weiß man z.B. nun, dass die Alarmierung des Immunsystems über die Zerstörung von Körperzellen an der Einstichstelle abläuft, indem diese zerstörten Zellen als internes Alarmsignal Harnsäure frei setzen, welche dann massenhaft Immunzellen an die Einstichstelle rufen. Wer sich näher über die Effekte informieren möchte, empfehle ich den Artikel "The immunbiology of aluminium adjuvants: how do they really work" der im März 2010 im Journal "Trends in Immunology" erschienen ist.

Während auf der einen Seite also endlich damit begonnen wird, die biologischen Mechanismen der alten Aluminium-Adjuvantien aufzuklären, wirft die Industrie bereits neuartige, verstärkte Aluminium-Verbindungen auf den Markt.

Sie kamen erstmals in Gardasil und Cervarix, den beiden Impfstoffen gegen Humane Papillomaviren (HPV) bei Mädchen ab 12 Jahren in den Massen-Einsatz. Diese neuartigen Aluminium-Verbindungen heißen beim Produkt Cervarix von GlaxoSmithKline (GSK) "AS04" ("Adjuvans System 04") und beim Marktführer Gardasil von Sanofi Pasteur MSD "AAHS" („amorphous aluminum hydroxyphosphate sulfate“).
AAHS unterscheidet sich - laut Firmen-eigenem Forschungsbericht - sowohl vom Aufbau als auch von der Funktion wesentlich von den bisher eingesetzten Aluminiumsalzen und wurde speziell wegen seiner deutlich stärkeren immunogenen Eigenschaften für die HPV-Impfung ausgewählt.
Noch neuer und in seiner Komposition origineller ist der Wirkverstärker AS04. GSK setzt dabei auf das Alarmpotenzial einer Fettverbindung, die aus der Oberfläche von Salmonellen gewonnen wurde und kombiniert es mit Aluminiumhydroxid. Im direkten Vergleich mit Gardasil zeigte sich, dass AS04 tatsächlich eine explosive Kombination ist und einen um das zwei- bis sechsfach höheren Antikörper-Titer bei den Geimpften erzeugt.

Doch kommen wir nun zum Kernthema:
Wie werden diese neuartigen Wirkverstärker getestet??

Ich fragte Hugues Bogaerts, den für Cervarix zuständige Produktmanager des belgischen Konzerns GSK nach den Sicherheits-Studien für sein neuartiges Adjuvans, das bisher noch in keinem Massen-Impfstoff eingesetzt worden ist. Seine Antwort lautete: „Eigene Sicherheitsstudien am Menschen sind bei einem neuen Adjuvans nicht vorgesehen. Das wird in den großen klinischen Studien gleich in der fertigen Impfstoff-Kombination getestet.“

Wie ich hier schon mehrfach kritisiert habe, wurde bei den großen Studien (mit 40.000 Teilnehmerinnen) zu Gardasil und Cervarix jedoch auch in den Kontrollgruppen Aluminium-haltige Wirkverstärker eingesetzt, bei Gardasil sogar komplett dieselben wie sie auch in der Impfung enthalten sind.

Das bedeutet, dass die Mädchen, die nun - in Deutschland als Gratis-Leistung der Krankenkassen - gegen HP-Viren zur Vorsorge gegen ein späteres Zervix-Karznom - geimpft werden, mit biochemisch hoch aktiven Substanzen behandelt werden, die zuvor nur im Labor, bzw. in Tierversuchen auf ihre Funktion und Verträglichkeit getestet wurden.
Und nicht mal diese Tests sind öffentlich in den Datenbanken nachlesbar.

In den Beipacktext des Marktführers Gardasil musste auf Geheiß der US-Behörde FDA im Dezember 2008 die Information aufgenommen werden, dass bei 2,3 Prozent der Studien-Teilnehmerinnen während des Beobachtungszeitraumes von rund zwei Jahren "neue Krankheiten aufgetreten sind, die möglicherweise auf eine systemische Autoimmun-Störung" hinweisen. In Europa fehlt dieser Hinweis in der Impfstoff-Aufklärung.

Ich habe mich in dieser Angelegenheit sowohl an die STIKO als auch das zuständige Paul-Ehrlich Institut gewandt und Aufklärung verlangt, wie es zur Empfehlung bzw. Zulassung dieser Impfungen kommen konnte. Trotz fehlender Sicherheits-Studien, trotz alarmierender Studien-Ergebnisse.
Ich habe keinerlei Antwort erhalten. Die Chefs der österreichischen Zulassungsbehörden wussten auf meine diesbezüglichen Fragen nicht mal, dass es sich bei den in den HPV-Impfstoffen enthaltenen Wirkverstärkern um neuartige Aluminium-Verbindungen handelte.

Wahrscheinlich teilen sie alle die Meinung, die auch der Wiener Impfexperte Wolfgang Maurer mir gegenüber kürzlich öffentlich vertreten hat: (Firmen-interne, meist nicht öffentlich publizierte) Laborexperimente und Tierversuche genügen, um Impfstoffe mit neuartigen Wirkverstärkern massenhaft an gesunden Mädchen und jungen Frauen anzuwenden.

Sicherheitstests am Menschen? - Fehlanzeige!
Das wäre für die Firmen wohl zu riskant, denn da könnte ja - über die Aufklärung des konkreten Risikos - ein Milliardengeschäft gefährdet werden!

Unsere gesamte Impfexperten-Bürokratie scheint folgerichtig der Meinung, dass dieses Gesundheits-Risiko doch besser die Geimpften tragen sollen.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Schnellschuss mit Risiko

Auf Rat der Impfexperten investierte Deutschland Hunderte Millionen Euro Steuergeld in die Vorsorge gegen Schweinegrippe und das Zervix-Karzinom. Gesunde Menschen werden mit schlecht getesteten Impfstoffen gefährdet, die hoch riskante Wirkverstärker enthalten.


Manche Menschen sterben nach der Schweinegrippe, manche nach der Schweinegrippe-Impfung. Während im ersten Fall die tragischen Ereignisse dazu benützt werden, die weitere Impfbereitschaft medial anzukurbeln und die Experten betonen, wie wichtig und sinnvoll die Ausrufung der Pandemie war, ist im zweiten Fall stets Beruhigung angesagt: Fall für Fall tritt das Paul Ehrlich Insitut (PEI) zur Entlastungsoffensive an. Die Impfung stehe keinesfalls in ursächlichem Zusammenhang mit den schweren Nebenwirkungen oder den Todesfällen, ließ PEI-Sprecherin Susanne Stöcker via „Bild-Zeitung“ wissen: „Wenn nach der Impfung etwas geschieht, so heißt das nicht, dass es durch die Impfung geschieht.“
Ein Kleinkind, das nach der H1N1-Impfung mit dem Impfstoff Pandemrix einen tödlichen Lungeninfarkt erlitt, war schwer krank. Eine 65 jährige, ein 55 jähriger und ein 46 jähriger, die kurz nach der Impfung am Herzinfarkt starben, hatten zuvor schon chronische Beschwerden. Eine weitere 65 jährige war Diabetikerin, ein 66 jähriger Asthmatiker. Gelang es mal nicht, eine Vorerkrankung als Todesursache zu identifizieren, so wurde angenommen, „dass dieses Ereignis zwar ein seltenes ist, aber angesichts der Vielzahl von verabreichten Impfungen dennoch rein zufällig aufgetreten ist“.
Im umgekehrte Fall handelte es sich – auch wenn die Betroffenen ebenfalls in den meisten Fällen an chronischen Krankheiten litten – stets um Opfer der Schweinegrippe. Wären sie geimpft gewesen, so die Unterstellung, hätten sie mit ihrem Asthma oder ihrer sonstigen Organschwäche noch viele Jahre glücklich weiter gelebt.
Wilde Grippeviren sind demnach grundsätzlich böse und gefährlich, wurden diese Viren jedoch abgetötet, über Wirkverstärker biochemisch reanimiert und dann in den Muskel injiziert, so stand der gute Wille fürs Werk: da kann doch kaum etwas schief gehen.

Problematische Wirkverstärker
Weltweit wird bei der Entwicklung neuer Impfstoffe derzeit massiv der Einsatz innovativer Adjuvantien erprobt. Diese Wirkverstärker sollen auch dort eine Immunantwort provozieren, wo bislang das Impfkonzept versagte. Zu diesen Problembereichen gehört auch die Influenza. Nach den Übersichtsarbeiten der unabhängigen Cochrane-Gruppe dümpelt der Grippe-Impfstoff vom Kinder- bis zum Erwachsenenalter bei mittlerer Wirksamkeit dahin – je nachdem wie gut die Antigene im Impfstoff mit den tatsächlich zirkulieren Grippeviren überein stimmen. Bei Babys und Kleinkindern, sowie den älteren Menschen finden sich jedoch zwei schwarze Löcher der Wirksamkeit.
Novartis hat mit „Fluad“ – das mit dem Squalene-haltigen Hilfsstoff MF59 versetzt ist – bereits vor Jahren einen speziellen verstärkten Senioren-Impfstoff auf den Markt gebracht. Dieser ist nun auch im Schweinegrippe-Imfpstoff „Focetria“ enthalten. Der Konzern GlaxoSmithKline (GSK) setzte mit seinem „Adjuvans-System 03“ (AS03) bei „Pandemrix“ auf ein ähnliches Konzept.
Ich habe über intensive Recherchen versucht, Studien zu finden, in denen die Sicherheit und Verträglichkeit dieser neuartigen Adjuvantien eindeutig gezeigt wird. Die gibt es aber nicht. Beide Wirkverstärker kamen über eine in-vitro-Testphase im Labor, sowie ein paar Tierversuche unmittelbar in die Impfstoffe und werden nun bei Menschen verwendet.
Dasselbe gilt für die ebenso neuartigen Wirkverstärker, die in Gardasil und Cervarix, den beiden Impfstoffen gegen Humane Papillomaviren (HPV), verwendet werden. Hier kommen die neuartigen Aluminium-Verbindungen AS04 (Cervarix) und Gardasils AAHS („amorphous aluminum hydroxyphosphate sulfate“) zum Einsatz. Besonders originell ist der Wirkverstärker AS04. GSK setzt dabei auf das Alarmpotenzial einer Fettverbindung, die aus der Oberfläche von Salmonellen gewonnen wurde und kombiniert es mit Aluminiumhydroxid. Im direkten Vergleich mit Gardasil zeigte sich, dass AS04 tatsächlich eine explosive Kombination ist und einen um das zwei- bis sechsfach höheren Antikörper-Titer bei den Geimpften erzeugt. Das seien „exzellente Ergebnisse“ freute sich Hugues Bogaerts, der für Cervarix zuständige Produktmanager des belgischen Konzerns GSK. Ich fragte ihn nach den Sicherheits-Studien für sein neuartiges Adjuvans, das bisher noch in keinem Massen-Impfstoff eingesetzt worden ist. Seine Antwort lautete: „Eigene Sicherheitsstudien am Menschen sind bei einem neuen Adjuvans nicht vorgesehen. Das wird in den großen klinischen Studien gleich in der fertigen Impfstoff-Kombination getestet.“
Wenn man sich diese Studien ansieht, so ist das Erstaunen groß. Denn in den großen placebokontrollierten Zulassungsstudien von Gardasil und Cervarix mit ihren insgesamt mehr als 40.000 Teilnehmerinnen wurden die Impfstoffe nicht gegen "wirkliche" Placebos – das wäre im Normalfall eine physiologisch neutrale Salzwasser-Lösung – getestet, sondern gegen Pseudo-Placebos, also entweder gegen andere Aluminium-haltige Impfungen (bei Cervarix) oder gleich gegen eine pure Wasser-Aluminium-Lösung (bei Gardasil). Kritiker, wie der Aluminium-Experte Christopher Exley von der britischen Keele University finden dies fahrlässig, „weil Aluminium-Verbindungen bei zahlreichen Autoimmun-Prozessen beteiligt sind.“

Krank durch die Impfung?
Tatsächlich musste im September 2008 auf Geheiß der US-Behörde FDA in die Produktinformation von Gardasil der Hinweis aufgenommen werden, dass bei jeder 43. Teilnehmerin der Studien Krankheiten mit möglicherweise autoimmunem Hintergrund neu aufgetreten sind. In der deutschen Fachinformation ist davon nichts zu lesen.
Es ist seit langem bekannt, dass Aluminiumsalze die Immunantwort der Geimpften „in eine allergische Richtung“ manipulieren. Aber auch die Art der Immunreaktion kann – speziell bei genetischer Empfänglichkeit – dauerhaft verändert werden. Daraus resultiert die Gefahr, dass das Immunsystem auf nachfolgende Infekte falsch reagiert – und ansonsten harmlose Viren plötzlich mit einer überschießenden Immunreaktion beantwortet werden, die in den betroffenen Organen schweren Schaden anrichtet. Ebenfalls ist bekannt, dass jede Impfung auch Auto-Antikörper erzeugt, die an körpereigenes Gewebe binden und dieses in der Folge für die Fresszellen des Immunsystems als Angriffsziele markieren. Im Normalfall sollten diese fehlgesteuerten Antikörper, sowie auch T-Zellen mit autoimmuner Ausrichtung von den körperinternen Kontroll-Mechanismen erkannt und beseitigt werden. Doch diese Entwicklung kann außer Kontrolle geraten.
Normalerweise sollten bei Impfungen, die im Normalfall eine vorbeugende medizinischen Intervention bei Gesunden darstellen - die allerhöchsten Sicherheits-Kriterien gelten. Doch irgend eine Schraube setzt hier im ansonsten so sehr auf Kontrolle und Risiko-Minimierung bedachten behördlichen Apparat aus. Möglicherweise ist es das über historische Verdienste wie die Ausrottung der Pocken erworbene gute Image, das hier die Impfungen unter eine Art schützende Käseglocke stellt.
Dabei war gerade das Impfen traditionell immer eine eher intuitive Maßnahme, denn eine wissenschaftliche. Wir haben schon gegen virale Krankheiten geimpft, als man noch nicht mal wusste, dass es Viren gibt. Und wir haben dauerhaft ins Immunsystem eingegriffen, als vom Immunsystem noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs aufgetaucht war und so gut wie gar nichts von den näheren biologischen Mechanismen verstanden wurde, die hier ablaufen. Allein die Tatsache, dass wir uns heute inmitten einer tatsächlichen Pandemie der Krankheiten des Immunsystems befinden, wie die ständig steigenden Zahlen bei Asthma, Diabetes Typ 1, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder rheumatoider Arthritis zeigen, sollte uns sehr skeptisch machen.

Autoimmunkrankheiten: erste Schritte zum Verständnis
Was bei der Entstehung von Autoimmunkrankheiten im Organismus konkret abläuft, steht erst seit sehr kurzer Zeit im Fokus der wissenschaftlichen Forschung. Wobei sich die weitaus meisten Arbeiten weniger mit den Ursachen befassen, denn mit der Linderung der Symptome. Neue Arzneimittel gegen Rheuma oder Multiple Sklerose gehören zu den internationalen Bestsellern am Pharmamarkt. Mit der Ursachenforschung ist weniger zu verdienen und möglicherweise stehen wir auch deshalb beim Verständnis noch weitgehend in den Kinderschuhen. Erst 2005 erschien beispielsweise die erste Arbeit (Harrington et al.), die mit der so genannten Th17-Reaktion einen zentralen Schlüsselfaktor im Autoimmunprozess identifizierte. Hier wird – vor allem im Zusammenspiel mit regulatorischen T-Zellen auf der besänftigenden, sowie Interleukin 6 auf der aggressiven Seite – festgelegt, ob sich das Immunsystem in seiner Antwort tolerant oder autoaggressiv verhält.
Es trägt nicht eben zu Beruhigung bei, wenn man weiß, dass viele Adjuvantien speziell die Produktion von Interleukin 6 ankurbeln, wie dies beispielsweise eine vom Hersteller selbst finanzierte Studie zum Novarits Adjuvans MF59 eindrucksvoll belegte (Valensi et al.). Diese ist allerdings bereits 1994 publiziert worden, zu einem Zeitpunkt, wo die Th17-Reaktion noch vollständig unbekannt war.
Der MF59 haltige Grippe-Imfpstoff Fluad wurde bereits millionenfach an ältere Menschen verimpft. Ohne vorherige Sicherheitsstudien, die über dessen autoimmunes Potenzial Aufschluss gaben. Nun wird damit argumentiert, dass er eben deshalb sicher ist, weil es schon so oft verimpft wurde und bisher keine auffällige Häufung von Nebenwirkungs-Meldungen beim Paul Ehrlich Institut registriert wurde. Wer jedoch meint, dass die Behörden davon erfahren würden, wenn ein geimpfter Rentner drei Monate nach der Fluad-Injektion einen Rheumaschub bekommt, überschätzt das Meldewesen enorm.  – Hier geht die Wahrscheinlichkeit praktisch gegen Null. Sobald eine Impfung einmal am Markt ist, muss sich schon etwas ziemlich Auffälliges ereignen, damit das von den Behörden registriert würde.
„Die Ärzte, die gesetzlich verpflichtet sind, diese Meldungen zu machen, wissen ja zum Großteil überhaupt nicht, dass Impfungen überhaupt Autoimmunreaktionen auslösen können“, sagt der Wiesbadener Mediziner Klaus Hartmann, der zehn Jahre beim Paul Ehrlich Institut für die Bewertung von Impfschäden zuständig war und nunmehr als gerichtlicher Impfschadens-Gutachter tätig ist. „Damit die Ärzte melden, müsste man diese erst mal intensiv informieren und an ihre Meldepflicht erinnern. Doch das ist gar nicht erwünscht.“
Squalen-haltige Adjuvantien werden sogar dazu verwendet, um Tiermodelle für bestimmte Autoimmunkrankheiten zu erzeugen. Barbro C. Carlson zeigte mit einem Team von Rheuma-Experten des schwedischen Karolinska Instituts beispielsweise, dass eine einzige Injektion von Squalen unter die Haut bei Ratten chronische Gelenksentzündungen auslösen kann (Carlson 2000). Damit zu beruhigen, dass die Dosis das Gift macht und in den Impfungen für Menschen ja wesentlich niedrigere Squalen-Dosierungen enthalten sind, halte ich in Abwesenheit jeglicher Evidenz für verantwortungslos.
 Zumal es immer individuelle Empfänglichkeit gibt, wo dann auch eine niedrige Dosierung zum Problem werden kann.

"Unkontrollierter Menschenversuch"
Als „unkontrollierten Menschenversuch“ bezeichnete auch Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des arznei-telegramm die zurückliegenden Impfaktionen. Scheinbar werde versucht über die Massenanwendung der Squalen-haltigen impfstoffe Fakten zu schaffen, um dann – nach demselben Muster wie bei „Fluad“ – mit deren Verträglichkeit und Sicherheit argumentieren zu können. Die US-Gesundheitsbehörden sind diesbezüglich deutlich strenger als die Behörden der EU. Dort sind bislang nur herkömmlich – ohne Wirkverstärker – hergestellte Schweinegrippe-Imfpstoffe am Markt.
Warum bei einer Influenza die milder verläuft als in vielen anderen Saisonen überhaupt die Pandemie ausgerufen wurde, hat viel mit der Entwicklung der Weltgesundheits-Organisation (WHO) zu tun, die in den letzten Jahrzehnten sehr stark unter einem Zwang zum gesundheitspolitischen Aktionismus laboriert und sich immer mehr als globale Seuchenpolizei versteht. Angesichts von Malaria, Tuberkulose und Durchfall-Krankheiten, die vor allem in den Entwicklungsländern jährlich Abermillionen an Todesfälle verursachen, wundern sich viele Experten über die enorme Bedeutung, welche die WHO vergleichsweise harmlosen Erregern wie den Influenzaviren zumisst. Dazu kommt eine Budgetstruktur, die zunehmend von "Private-Public Partnerships" dominiert ist. Durch die Etablierung dieser Industrie-Partnerschaften wuchs der Anteil der „gespendeten“ finanziellen Mittel am WHO Haushalt im letzten Jahrzehnt überproportional. Lag das Verhältnis 1998 bei einem Verhältnis von 842 Millionen US Dollar regulärem Haushalt zu 804 Spendermillionen noch halbwegs ausgeglichen, so betrugen die privaten Zuwendungen bereits 2004 mehr als das doppelte des regulären Haushaltes. Und damit stand den Vertretern der Industrie Tür und Tor offen. Bei allen Besprechungen zur Pandemie waren – wie selbstverständlich – auch die Impfstoff-Hersteller geladen.
Es ist kein allzu gewagter Schluss, dass die H1N1 Pandemie von WHO und Impfstoff-Herstellern als eine Art "Feuerwehrübung" für den theoretischen Ernstfall einer wirklich verheerenden Influenza-Pandemie inszeniert wurde. Andernfalls wären ja auch die vielen Millionen, die anlässlich der Vogelgrippe (H5N1) in die Entwicklung pandemischer Impfstoffe gesteckt wurden, fehlinvestiert gewesen. Es wurde demnach – so meine Einschätzung – das nächstbeste Influenzavirus genommen, das kam, um die Tauglichkeit der Infrastruktur zur raschen Herstellung der Impfstoffe zu testen.
Die Frage der Sicherheit wird von der Industrie hingegen weder bei den Schweinegrippe, noch bei den HPV-Impfstoffen freiwillig geklärt werden. Hier bräuchte es endlich Druck der Öffentlichkeit auf die Gesundheitspolitik und damit auf die zuständigen Behörden. Es bräuchte endlich öffentlich finanzierte unabhängige Studien, um die Rolle der Wirkverstärker in Impfungen wissenschaftlich zu klären. Und vielleicht käme damit auch endlich Licht in die einzige derzeit wirklich grassierende ernsthafte  Pandemie – nämlich die Flut an Allergien und Autoimmunkrankheiten die bereits ein Drittel der Bevölkerung in den Industrieländern erfasst hat.

Dieser Artikel erschien als Coverstory in der aktuellen Ausgabe des Magazins Paracelsus.

Mittwoch, 30. September 2009

14-jährige starb nach HPV-Schulimpfung

In Großbritannien ist eine heftige Diskussion über die Gefährlichkeit der HPV-Impfung ausgebrochen, nachdem am Montag, unmittelbar nach dem Impftermin in einer Schule in Coventry, ein 14-jähriges Mädchen gestorben ist. Eine weitere Schülerin musste ärztlich versorgt werden und ist - laut Auskunft ihrer Mutter - in nach wie vor schlechtem Zustand. Die Behörden unterbrachen die Impfkampagne und die Herstellerfirma GlaxoSmithKline zog die betroffenen Impf-Chargen - insgesamt 200.000 Dosen - ein.

Die 14-jährige Natalie Morton (Foto: Daily Mail) wurde Montag vormittag, im Rahmen einer Impfaktion in ihrer Schule, gegen Humane Papilloma Viren (HPV) geimpft. Binnen kurzem wurde sie blass. Sie sagte, ihr ist schlecht und sie kollabierte im Klassenzimmer. Der Notarzt wurde gerufen, sie wurde in die Klinik gebracht, ihr Zustand verschlechterte sich rapide. Bereits wenige Stunden nach dem Impftermin mussten die Ärzte den Kampf um das Leben des Mädchens verloren geben.
In einer ersten Untersuchung der Todesursache verlautbarte eine Sprecherin der staatlichen Gesundheitsbehörden, dass es einen Verdacht auf eine vorhandene schwere Gesundheitsstörung bei Natalie gebe, die für den Tod des Mädchens verantwortlich sein könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Impfung den Tod unmittelbar ausgelöst hatte, sei gering. Nähere Angaben zu dieser Gesundheitsstörung wollten die Behörden aber derzeit noch nicht machen.

Die Tageszeitung Daily Mail berichtet über eine zweite Schülerin, die nach der Impfung zusammen brach und medizinisch behandelt werden musste. Nach Auskunft der Mutter liegt das Mädchen derzeit mit starken Brust- und Rückenschmerzen zu Hause.
In den 18 Monaten, die nun in Großbritannien gegen HPV geimpft wird, sind 1,4 Millionen Impfstoff-Dosen verimpft worden. In 4.557 Fällen wurden Nebenwirkungen an die Behörden gemeldet. Vor allem handelte es sich dabei um Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Dass Mädchen nach der HPV-Impfungen häufig ohnmächtig werden, ist bekannt. Es wurden aber auch schwerere Verdachtsfälle gemeldet. Ein Mädchen aus Liverpool litt etwa an Lähmungen und war für sechs Monate auf einen Rollstuhl angewiesen.

Die in Großbritannien von den Behörden aufgekaufte und gratis angebotene HPV Impfung ist Cervarix vom europäischen Hersteller GlaxoSmithKline. Im Gegensatz zum Marktführer Gardasil ist Cervarix von der US-Arzneimittelbehörde FDA bisher noch immer nicht für den US-amerikanischen Markt zugelassen. Als Ursache dafür werden Sicherheitsbedenken der US-Behörden genannt, weil Cervarix mit seinem Adjuvantiensystem "AS04" einen neuartigen Hilfsstoff enthält, der bisher noch nie in einer Massenimpfung enthalten war.
Bei AS04 handelt es sich um eine Verbindung aus Aluminiumhydroxid und einem Protein, das der Hülle von Salmonellen entnommen wurde. Es verstärkt die Immunreaktion auf die in Cervarix enthaltenen Wirkstoffe. Dabei handelt es sich um die abgetöteten und ausgehölten Hüllen der HPV-Typen 16 und 18, so genannte "virus-like particles".
Cervarix stellt die stärkere Immunreaktion, die es auslöst, in den Mittelpunkt seiner "Aufholjagd" gegenüber dem Konkurrenten Gardasil. Dass mit der biochemisch verstärkten Immunreaktion immer auch eine gewisse Gefahr einher geht, dass diese Reaktion "entgleist" und gesundheitlichen Schaden anrichtet, ist bekannt - und auch einer der Gründe für die bisherige Vorsicht der FDA.

Wie sich Cervarix konkret gesundheitslich auswirkt, und wie breit sein Nebenwirkungs-Spektrum ist, ist schwer zu beurteilen, weil es in den großen klinischen Tests, wo dies geprüft hätte werden können, jeweils nur gegen andere - ebenfalls über Aluminiumsalze verstärkte - Impfstoffe getestet wurde. Die von den Hilfsstoffen ausgehenden Nebenwirkungen waren damit maskiert, weil sie ja sowohl in der Cervarix- als auch in der Kontrollgruppe enthalten waren.
Für das neuartige Adjuvantiensystem selbst sind keine eigenen Sicherheits-Tests am Menschen vorgesehen. Hier genügen den Behörden Ergebnisse aus Tierversuchen.
Immer mehr Mediziner und Wissenschaftler kritisieren diese Vorgangsweise als verantwortungslos und fordern eine wissenschaftliche Klärung des Risikos, das von diesen Impfverstärkern ausgeht. Und zwar in eigenen Sicherheits-Studien unter Verwendung wirklicher Placebo-Impfstoffe - etwa eine physiologisch neutrale Salzwasser-Lösung - in den Kontrollgruppen.

Sonntag, 28. Juni 2009

Die Sicherheit der HPV-Impfstoffe

Mit der Devise „stärker und länger“ wirbt der Pharmakonzern GSK für seinen Impfstoff Cervarix und versucht gegen den Marktführer Gardasil Terrain aufzuholen. Inzwischen mehren sich aber Bedenken um die möglichen Risiken der in den HPV-Impfstoffen enthaltenen neuartigen Zusätze, die vor ihrem Einsatz am Menschen gar nicht eigens getestet werden mussten.


2007, gleich im ersten Jahr seiner Zulassung, erreichte Gardasil, der erste Impfstoff zur Vorsorge gegen das Zervix-Karzinom, den Spitzenrang der umsatzstärksten Arzneimittel in Deutschland. Ein Jahr danach brachte der europäische Hersteller GSK sein Konkurrenzprodukt Cervarix auf den Markt. Und seit kürzlich bei der internationalen Papillomaviren-Konferenz in Malmö die ersten direkten Vergleichsdaten präsentiert wurden, ist zwischen den beiden Pharmagiganten Merck (Gardasil) und GSK der Wettstreit um den lukrativen Markt voll entbrannt.
Bei einer von GSK finanzierten Vergleichsstudie der beiden Impfstoffe unter 1.000 Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren erwies sich Cervarix als weitaus immunogener. Es erzeugte einen um das zwei- bis sechsfache höheren Titer neutralisierender Antikörper gegen die beiden wichtigsten HPV-Typen 16 und 18 als Gardasil, sowie fast dreimal so viele Gedächtniszellen. „Diese exzellenten Ergebnisse weisen auf einen lange andauernden Schutz“, freute sich GSK-Sprecher Hugues Bogaerts und bläst mit der Devise „stärker und länger“ nun zur Aufholjagd auf den Marktführer.

Bislang ist es – nach den Studienergebnissen - beiden Arzneimitteln gelungen, die von den HPV-Viren ausgelösten Krebs-Vorstufen an der Zervix-Schleimhaut drastisch zu reduzieren. Die am längsten laufende Studie überblickt derzeit aber erst einen Zeitraum von rund sieben Jahren. Und weil die Mehrzahl der Krebs-Todesfälle in der zweiten Lebenshälfte auftritt, dauert es noch lange Zeit, bis sich konkret nachweisen lässt, dass die Zielgruppe der heute 12 bis 17 jährigen Mädchen dann auch tatsächlich einen relevanten Überlebens-Vorteil hat.


"Da braucht man kein Gehirn…"

Bis heute sind etwa die Hälfte der Mädchen dieser Altersgruppe in Deutschland geimpft. Die Kosten dafür betrugen rund eine halbe Milliarde Euro und werden auf Grund der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für die Impfung von den Kassen übernommen. „Das ist ein absoluter No-Brainer“, argumentierte deren Vorsitzender Heinz-Josef Schmitt damals für die Eil-Aufnahme in den deutschen Impfplan, „da braucht man kein Gehirn dafür, wenn man sich diese Daten ansieht.“
Kritiker sahen dies von Beginn an deutlich weniger rosig. Von „schwacher Datenbasis“ war die Rede, ebenso von „enormer Industrie-Freundlichkeit der STIKO“. Dass Schmitt kurz nach der STIKO-Empfehlung einen Top-Job bei einem Impfstoff-Hersteller annahm und andere STIKO Mitglieder bis heute ungeniert auf der Honorarliste der Konzerne stehen, führte zu einem enormen Ansehensverlust der Expertenkommission.
Den bisherigen Höhepunkt der Kontroverse bildete ein „HPV-Manifest“, das im vergangenen November von 13 deutschen Wissenschaftlern unterzeichnet wurde. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), höchstes Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, forderte in der Folge die STIKO in einem detaillierten Fragekatalog auf, zu den einzelnen Kritikpunkten Stellung zu nehmen.
Sehr überzeugend sind die Antworten bislang wohl nicht ausgefallen. Bei der monatlich im Anschluss an die G-BA Sitzungen abgehaltenen Pressekonferenz am 18. Juni in Berlin kritisierte Ulrike Faber, Pharmazeutin und Patientenvertreterin im G-BA die STIKO jedenfalls heftig. Es würden „nur jene Fakten heran gezogen, die in den Kram passen“. Die Schlussfolgerungen seien entsprechend zweifelhaft und widersprüchlich. So würde, folgt man der STIKO „die Impfung fast doppelt so viele Fälle von Krebsvorstufen verhindern wie möglicherweise überhaupt vorkommen“, sagte Faber.
Bleiben die gravierenden Einwände an der Argumentation der STIKO bestehen, könnte der G-BA die Impfung auch wieder aus dem Erstattungskatalog der Kassen herausnehmen. „Sobald die umfassende Antwort der STIKO vor liegt“, erklärt Kai Fortelka, Pressesprecher des G-BA, „berät das bei uns sofort der zuständige Ausschuss.“ Die Entscheidung sei eine Frage weniger Wochen.


"Dirty little secret"
Während sich bislang die Debatte vor allem auf die Wirksamkeit konzentrierte, wird nun zunehmend auch die Sicherheit der HPV-Impfstoffe zum Thema. Gardasil und Cervarix unterscheiden sich vor allem durch die Funktionsweise ihrer Hilfsstoffe. Diese so genannten Adjuvantien werden in etwa drei Viertel aller Impfstoffe eingesetzt, weil sie ansonsten gar nicht, oder deutlich schlechter wirken würden.
Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Aluminium-Verbindungen. Bereits 1931 publizierte Alexander Thomas Glenny seine Entdeckung eines an Aluminiumhydroxid gebundenen Diphtherie-Impfstoffs. Trotz dieser enormen Anwendungserfahrung ist das Verständnis der Wirkmechanismen der Aluminiumsalze auf das Immunsystem bis heute noch weitgehend ungeklärt. Charles Jeneway Jr., Immunologe der Yale University in New Haven bezeichnete Aluminium deswegen als „dirty little secret“, als „schmutziges kleines Geheimnis“ der Immunologen.

Der Vorteil von Aluminiumsalzen ist, dass sie als Immunreaktion eine starke Antikörperbildung hervorrufen. Danach wird in den meisten Studien auch die Wirksamkeit der Impfungen bemessen. Die ebenso wichtige zelluläre Immunantwort stimulieren die meisten Adjuvantien hingegen nur gering. „Dadurch können sie das immunologische Gleichgewicht langfristig beeinträchtigen“, erklärt der Wiesbadener Impfschadens-Gutachter und langjährige Mitarbeiter des Paul Ehrlich Institutes, Klaus Hartmann.
Wie groß dieses Risiko konkret ist, kann derzeit nicht seriös beantwortet werden, weil es - aus ethischen Gründen - kaum Vergleichsstudien zwischen Geimpften und Ungeimpften gibt. „Aber selbst dort, wo dies möglich gewesen wäre, wurde die Chance von den zuständigen Behörden nicht genützt“, kritisiert Hartmann.

Aluminium-Verbindungen unter Verdacht
Tatsächlich wurde in den großen Zulassungsstudien von Gardasil und Cervarix mit ihren insgesamt mehr als 40.000 Teilnehmerinnen die Impfstoffe nicht gegen physiologisch neutrale Salzwasser-Lösungen getestet, sondern entweder gegen andere Aluminium-haltige Impfungen oder gleich gegen eine pure Wasser-Aluminium-Lösung. Kritiker, wie der Aluminium-Experte Christopher Exley von der britischen Keele University finden dies fahrlässig, „weil Aluminium-Verbindungen bei zahlreichen Autoimmun-Prozessen unter Verdacht stehen.“
Auf Geheiß der US-Behörde FDA musste in die Produktinformation von Gardasil der Hinweis aufgenommen werden, dass bei jeder 43. Teilnehmerin der Studien Krankheiten mit möglicherweise autoimmunem Hintergrund neu aufgetreten sind. In der deutschen Fachinformation ist davon nichts zu lesen.

Sowohl von STIKO als auch von Behördensprechern kam umgehend Entwarnung. Die Aluminium-haltigen Adjuvantien, hieß es stereotyp, würden schließlich schon seit Jahrzehnten Milliardenfach angewendet und hätten ihre Sicherheit klar demonstriert.

„Übersehen wurde dabei allerdings, dass sowohl in Gardasil als auch in Cervarix relativ ungewöhnliche und neuartige Hilfsstoffe enthalten sind“, kritisiert Klaus Hartmann. Der Konzern GlaxoSmithKline (GSK) setzt auf die Alarmpotenzial von Salmonellen und verwendet für sein „Adjuvant System 04“ (AS04) Monophospholipid (MLP), eine gereinigte Fettverbindung, die aus der Oberfläche von Salmonellen isoliert wurde (siehe Interview). Aluminiumhydroxid wird auch bei AS04 noch benötigt, allerdings nur als eine Art Mörtel, der die HPV-Antigene und MLP bindet und an der Injektionsstelle festhält. Auch im Konkurrenz-Produkt Gardasil ist mit Aluminium Hydroxyphosphat Sulfat eine verstärkte Aluminium-Verbindung enthalten, die mit den traditionell verwendeten Substanzen wenig gemeinsam hat.
Beide Substanzen kamen nach einer kurzen Testphase im Labor, sowie in Tiermodellen gleich unmittelbar in die Impfstoffe. Eigene Sicherheitstests am Menschen sind bei Adjuvantien generell nicht vorgesehen.

Foto by fortinbras (Creative Commons)




„Exzellente Ergebnisse“

Interview mit Hugues Bogaerts, dem für Cervarix zuständigen Produktmanager des belgischen Konzerns GSK über das neuartige Wirksystem seines Impfstoffes gegen Humane Papillomaviren.

Ehgartner: In einer Vergleichsstudie zwischen den beiden HPV-Impfstoffen hat Ihr Produkt Cervarix eine deutlich stärkere Immunantwort erzielt als der Marktführer Gardasil. Wie erreichten Sie diesen Effekt?

Bogaerts:
Mit der herkömmlichen Impf-Technologie sind wir an Limits gestoßen. Für manche Krankheiten gibt es noch immer keine Impfungen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen braucht es einen starken Immun-Booster. Davon hängt es ab, ob eine Impfung funktioniert und wie lange der Schutz anhält. Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren intensiv mit innovativen Adjuvant-Systemen und haben für unsere HPV-Impfung mit dem Produkt AS04 eine adäquate Methode entwickelt.

Ehgartner: Wie unterscheidet sich dieser Hilfsstoff von den bisher hauptsächlich verwendeten Aluminium-Verbindungen?

Bogaerts: AS04 enthält als wirksamen Bestandteil MPL, das ist ein gereinigtes bakterielles Fett aus der Zellwand von Salmonellen. Diese sind bekannt dafür, dass sie eine sehr starke Immun-Antwort auslösen. Tatsächlich ist MPL sogar zu stark, so dass wir die Substanz chemisch anpassen mussten, um sie überhaupt in Impfstoffen verwenden zu können. Wir haben bestimmte Teile dieser recht großen Moleküle abgeschnitten, um die toxische Wirkung zu reduzieren.

Ehgartner: Warum verwenden Sie in Cervarix trotzdem noch immer Aluminium?

Bogaerts: Aluminium brauchen wir als eine Art Mörtel, um alle Bestandteile der Impfung an der Injektionsstelle zusammen zu halten. Wenn man den Impfstoff tief in den Muskel injiziert, so bleibt er - dank des Aluminiums - dort, und es gibt einen regen Austausch mit den Zellen des Immunsystems.

Ehgartner: In den USA ist Cervarix noch immer nicht zugelassen. Es heißt, dass die Arzneimittelbehörde FDA wegen Ihres neues Adjuvant-Systems Bedenken hatte und zusätzliche Sicherheits-Daten verlangt hat?

Bogaerts: Nein, es gab keine Probleme. Wir haben als europäischer Konzern mit unseren vorläufigen Resultaten zuerst bei der Europäischen Behörde EMEA eingereicht. In den USA haben wir eine enorme Wettbewerbs-Situation, weil sich unser Konkurrenzprodukt Gardasil bereits seit drei Jahren am Markt befindet. Also überlegten wir, unser Produkt mit den bestmöglichen Daten zu präsentieren und auf die fertigen Resultate der Studien zu warten. Wir haben nun exzellente Ergebnisse präsentiert und erwarten die Zulassung in den USA für Ende des Jahres.

Ehgartner: Welche Studien sind denn nötig, um ein neues Adjuvans lizensieren zu können?

Bogaerts: Die meisten Tests werden ‚in vitro‘ im Labor durchgeführt. Aber es gibt auch bestimmte Tiermodelle. Eigene Sicherheitsstudien am Menschen sind bei einem neuen Adjuvans nicht vorgesehen. Das wird in den großen klinischen Studien gleich in der fertigen Impfstoff-Kombination getestet.

Ehgartner: Warum haben Sie hier in den Kontrollgruppen keine physiologisch neutrale Salzwasser Lösung als Placebo verwendet, sondern entweder eine andere Impfung oder eine Aluminiumhydroxid-Wasser-Verbindung?

Bogaerts: Wir hätten das in der Tat mit einem Salzwasser-Placebo vergleichen können. Aber wir sind nach dem Prinzip vorgegangen, dass wir Cervarix mit dem "standard of care" vergleichen. Also mit dem, was derzeit den allgemeinen Standard bei Impfstoffen darstellt.


Der Mediziner Hugues Bogaerts ist in der Zentrale des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) in Rixensart (Belgien) für den HPV-Impfstoff Cervarix, das Konkurrenzprodukt des Marktführers Gardasil (Sanofi Pasteur MSD), zuständig.

Freitag, 26. Juni 2009

HPV-Impfungen: Autoimmun-Reaktionen in den Studien absichtlich verschleiert?

Hier ein Mail, das ich eben an Gerd Antes, den Leiter des Deutschen Cochrane-Zentrum an der Univ. Freiburg, geschickt habe:

Sehr geehrter Herr Dr. Antes,

wir haben vorgestern am Präventions-Kongress in Baden über Sicherheits-Bedenken bezüglich der in den HPV-Impfstoffen verwendeten ungewöhnlichen und auch relativ neuen Adjuvantien gesprochen. Sie haben sich als Mitglied der STIKO dafür interessiert und mich ersucht, Ihnen dazu Unterlagen zu schicken, die Sie an die HPV-Fachexperten der STIKO weiterleiten wollen.

Heute ist in der Gesundheits-Beilage verschiedener deutscher Tageszeitungen (Berliner Morgenpost, Hannoversche Allgemeine, Leipziger Volkszeitung, Hamburger Abendblatt) ein Artikel von mir erschienen, der die Bedenken zusammen fasst.
Hier finden Sie die Online Version.

In der Anlage sende ich Ihnen eine Review der FDA zu Gardasil, die im September 08 veröffentlicht wurde und im Dezember zu einer Änderung in der US-Produktinformation führte. Dort muss jetzt vermerkt sein, dass bei den Teilnehmern der Gardasil-Studien im Beobachtungszeitraum bei 2,3% "new medical conditions potentially indicative of a systemic autodimmune disorder" aufgetreten sind. (Table 5 in der beiliegenden Produktinformation von Gardasil, Seite 141f. der clinical review der FDA)

Außerdem finden Sie in der Anlage eine Aussendung von GSK zum neu-entwickelten Adjuvans-System, das bislang nur im verstärkten Hepatitis B Impfstoff (spezieller Impfstoff für Patienten mit Nierenproblemen) Fendrix, sowie in Cervarix eingesetzt wird, sowie einen Artikel von Merck-Wissenschaftlern (Caulfield et al. 2007), der die Eigenschaften des Merck Adjuvans Aluminium Hydroxyphosphate Sulfate (AAHS) beschreibt.

Als Gegenargument zum möglicherweise erhöhten Risiko von Autoimmunreaktionen bei Geimpften wird meist auf eine Studie von Siegrist et al. verwiesen, die von den Herstellern finanziell unterstützt wurde.
Siegrist wertet darin Daten einer großen US-Versicherung aus und stellt fest, dass Autoimmun-Krankheiten in der Allgemeinbevölkerung relativ häufig sind. Dies könnte dazu führen, dass diese fälschlicherweise für Impfreaktionen gehalten würden.

Ich finde es bemerkenswert, dass auf diese Art und Weise scheinbar eine Art Pseudo-Kontroll-Gruppe erzeugt werden sollte, um den Verdacht eines erhöhten Risikos zu entkräften.

Wesentlich redlicher und auch beweiskräftiger wäre es gewesen, wenn in den Zulassungsstudien eine wirkliche Placebo-Impfung mit einer physiologisch neutralen Salzwasser-Lösung verwendet worden wäre, und nicht eine andere Impfung (Hepatitis A Impfung bei Cervarix) bzw. ein Adjuvans-Gemisch (bei Cervarix: Aluminiumhydroxid, bei Gardasil: AAHS). Ein Design mit einer saline-Placebo-Impfung wurde jedoch nur in einer einzigen - und sehr kleinen Studie (Reisinger et al. 2007) in den Gardasil-Studien verwendet. (Hier wurde in der saline-Gruppe keine Autoimmunstörung beobachtet).

Bei einer - in der FDA-Review erwähnten - Rate von 2,3% von neu aufgetretenen potenziellen Autoimmunstörungen, wären die zusammen weit mehr als 40.000 Teilnehmerinnen der HPV-Studien weitaus ausreichend gewesen, um einen derartigen Verdacht vollständig zu entkräften, bzw statistisch signifikant zu untermauern.

So besteht jedoch der begründete Verdacht, dass das Risiko erhöhter Autoimmunreaktionen den Herstellern der HPV-Impfstoffe bereits im Vorfeld bekannt war - und durch die Wahl der Studiendesigns absichtlich verschleiert werden sollte.

Herzliche Grüße, Bert Ehgartner

Donnerstag, 4. Juni 2009

Sichere Impfstoffe, unsichere Behörden

"Impfstoffe sind sicherer als 'normale' Arzneimittel", lautete der Titel einer APA Meldung, die unter anderem vom online-standard übernommen wurde. Der Artikel bezieht sich auf eine Veranstaltung der österr. Arzneimittel-Behörde AGES PharmMed, zu der gestern die Presse geladen war. Ich war auch dort.

Anlass für die Einladung war die Renovierung und Wiedereröffnung des OMC-Labors (Official Medicines Control Laboratory) in der Wiener Possingergasse. Der Titel der APA-Meldung ergab sich als Antwort auf die Frage des APA Redakteurs Wolfgang Wagner an Gerhard Beck, den Leiter der AGES PharmMed-Zweigstelle.

Hier die entsprechende Passage:
"Schwere Nebenwirkungen, abgesehen von Rötungen oder Schwellungen an der Impfstelle oder Fieberreaktionen, treten bei der Gabe von Impfstoffen seltener als bei synthetischen Arzneimitteln auf. Synthetisch hergestellte Arzneimittel wirken systemisch (im ganzen Körper, Anm.) und haben viel mehr Nebenwirkungen. Impfstoffe werden lokal gegeben, mit Antigenen haben wir ja täglich Kontakt. Sie imitieren im Grunde einen natürlichen Vorgang", sagte Gerhard Beck


Ich halte das für eine höchst erstaunliche Aussage, die fachlich unhaltbar ist.

Ein synthetisches Arzneimittel - sagen wir ein Schmerzmittel oder eine Blutdruck-Pille - wirkt also systemisch (im ganzen Körper).
Ein Impfstoff hingegen nur lokal?

Ist es nicht die Aufgabe eines Impfstoffes, einen bleibenden Eindruck im Immunsystem zu hinterlassen, der im Idealfall ein ganzes Leben lang andauert?

Wie lange hält im Vergleich dazu die Wirkung eines Aspirins an?

Oder um es umzudrehen: Wie lange kann die Nebenwirkung eines Aspirins anhalten - verglichen mit der Nebenwirkung einer Impfung?

Ein Arzneimittel, das keine Nebenwirkung hat, sagte AGES-PharmMed Chef Marcus Müllner, hat auch keine Wirkung.

Das Ziel einer Impfung ist die günstige Beeinflussung des Immunsystems. Eine wesentlich problematischere Nebenwirkung als die simple "Rötung an der Impfstelle" wäre die ungünstige Beeinflussung des Immunsystems. Beispielsweise in Richtung einer dauerhaft falschen Immunreaktion.


Allergien und Autoimmunkrankheiten

Wir leben inmitten einer weltweiten "Pandemie" von Krankheiten des Immunsystems. Etwa ein Drittel der Bevölkerung in den Industrieländern ist beeits von Allergien oder Autoimmunkrankheiten betroffen.
Befragt nach den Gründen für diesen rasanten Anstieg innerhalb weniger Jahrzehnte, nennen die Experten "unbekannte Umwelteinflüsse" oder diffuse "genetische Ursachen".
Man weiß es also nicht.

Kommt die Rede jedoch auf die - parallel zu dieser Krankheitswelle - ebenso rasant gestiegene Anzahl von Impfungen, so heißt es sofort: Das hat damit nichts zu tun, das sei doch erwiesen.

Ich würde mir hier etwas mehr Vorsicht wünschen. Denn geimpft werden im Regelfall vollständig gesunde Menschen. Babys und Kleinkinder, deren Eltern voller Vertrauen zum Impfarzt gehen, und sich von dieser Maßnahme ein Mehr an Gesundheit und Sicherheit erwarten. Und die ein Recht darauf haben, dass Risiken auf das nicht mehr vermeidbare unterste Limit reduziert werden.

Von Seiten der Behörden ist deshalb ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit gefordert. Eine vorsorglich kritische - besser sogar eine überkritische Einstellung, die sich auch nicht vom – in der fernen Vergangenheit unter gänzlich anderen Umständen erworbenen – guten Image der Impfungen blenden und lähmen lässt.

Denn machen wir uns nichts vor: Es gibt zwar eine große Zahl von Indizien dafür, dass Impfungen nichts mit dem beschriebenen Anstieg von Krankheiten des Immunsystems zu tun haben, es gibt aber keine Beweise. Denn Beweise sind schwer zu beschaffen. Das würde bedeuten, dass man Studien unternehmen müsste, in der das Los entscheidet, ob ein Mensch geimpft wird oder nicht.
Und solche Studien sind zurecht ethisch nicht verantwortbar.

Es gibt im Gegenteil aber auch eine Reihe von Hinweisen, dass Impfungen - etwa bei genetisch empfänglichen Menschen - dauerhafte Schädigungen des Immunsystems auslösen können. Dass so etwas möglich ist, streitet kein ernst zu nehmender Immunologe ab. Umstritten ist bloß, wie groß dieses Risiko ist.


Wenn das Potenzial von Nebenwirkungen so pauschal verniedlicht und abgetan wird, wie von Gerhard Beck, so stellt sich die Frage, ob hier mit dem nötigen Verantwortungsgefühl gearbeitet wird. Wer keine Gefahr vermutet, wird auch keine Gefahr entdecken.


Erschreckender Wissensstand

Unter den Bestandteilen einer Impfung machen die Adjuvantien den massivsten Eingriff ins Immunsystem. Dies ist auch ihre Aufgabe, weil die Antigene - also die wesentlichen Bestandteile der Impfung - ohne diese Hilfsstoffe vom Immunsystem meist gar nicht wahr genommen würden. Dazu fehlt es den ausgehöhlten Viren oder den abgetöteten Bakterienteilen einfach an Gefährlichkeit. Sie würden bloß von den körperinternen Putztrupps gesammelt, in die Einzelteile zerlegt und recycled oder beseitigt und ausgeschieden. Also braucht es ein Signal, der das Immunsystem täuscht, einen Schock, der so eindrucksvoll ausfällt, dass eine Alarmaktion ausgelöst wird. Derart aufgescheucht finden die Zellen der Immunabwehr dann die Antigene der Impfung, halten diese für die Auslöser der Aufregung, verhaften diese und schleppen sie in die zentralen Sammelstellen - z.B. die Lymphknoten, wo dann der bekannte immunologische Lerneffekt stattfindet.

Soweit die Theorie.
Doch jeder Feuerwehrmann weiß, dass bei einer Alarmübung etwas schief gehen kann. Und auch Immunologen finden zunehmend heraus, was an unerwünschten Reaktionen möglich ist.
Die aufgescheuchten Kämpfer der Immunabwehr können sich beispielsweise irren und körpereigene Proteine für die Übeltäter halten. Für diese Fehlreaktion wurde der Ausdruck „molecular mimicry“ geprägt. Ergebnis der Verwechslung wäre eine Autoimmunkrankheit. Zum Beispiel eine chronische Uveitis - eine oft folgenschwere Entzündung der Regenbogenhaut des Auges - in der Literatur beispielsweise nach BCG-Impfung beschrieben. Oder eine systematische Schädigung der Nervenzellen durch Angriff des Immunsystems auf deren Myelinschichten, wie sie etwa nach Heptatis-B-Impfungen beobachtet und heftig pro und contra debattiert wurden.

Jedenfalls sollte es sich schon bis zu den Behörden durchgesprochen haben, dass Adjuvantien durchaus ein potenzielles Risiko darstellen und besonders penibel auf ihre Sicherheit geprüft werden sollten.

Ich habe also ein paar Zwischenfragen zur Sicherheit der Adjuvantien gestellt, und wählte als aktuelle Beispiele die derzeit so heftig beworbenen und heiß diskutierten HPV-Impfstoffe Gardasil und Cervarix.

Ich wollte wissen, ob den Mitarbeitern der AGES PharmMed Studien bekannt sind, in denen die Sicherheit dieser beiden - im Vergleich zum traditionell verwendeten Aluminiumhydroxid - recht neuartigen Aluminium-Verbindungen geprüft und bestätigt wurde.

Die Antwort war nein.

Ich wollte wissen, warum die Europäische Arzneimittelbhörde EMEA kein Problem darin sah, Cervarix zuzulassen, während die US-amerikanische FDA das - wegen kolportierter ungenügender Sicherheitsdaten des darin verwendeten neuartigen Adjuvantiensystems - abgelehnt hatte.

Die Experten waren sichtlich verwundert zu erfahren, dass Cervarix in den USA nicht zugelassen war.

Ich fragte weiter, ob es ihrer Meinung nach in Ordnung sei, dass in den Zulassungsstudien von Cervarix und Gardasil die Adjuvantien nicht nur in den Impfstoff-Gruppen, sondern gleich auch in den Placebogruppen verimpft worden waren.

Selbstversändlich nicht, sagte Gerhard Beck. Das wäre höchstens dann zu verantworten gewesen, wenn es sich dabei um das altbekannte Aluminiumhydroxid gehandelt hätte. "Hat es aber scheinbar nicht", fragte er zurück. Ich verneinte.

Ich stellte die abschließende Frage, ob es nicht die Aufgabe einer Arzneimittel-Behörde sei, sich über derartige Risiken zu informieren und diese penibel zu prüfen, zumal ich dieselben Fragen auch schon zwei Wochen vor der gestrigen Veranstaltung schriftlich an die Leiter der AGES PharmMed gestellt habe.

Die Antwort darauf fiel etwas kleinlaut aus.

Und jedenfalls deutlich unklarer als die Blanko-Unbedenklichkeits-Erklärung welche die APA-Aussendung zierte.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Cervarix vs. Gardasil: "Stärker und länger"

Bei der derzeit laufenden "25. Internationalen Papillomaviren Konferenz" in Malmö präsentierte GlaxoSmithKline erstmals einen direkten Vergleich zwischen dem eigenen HPV-Impfstoff Cervarix und dem Konkurrenzprodukt und Marktführer Gardasil von Merck. Ergebnis: Cervarix erzeugt deutlich mehr neutralisierende Antikörper und auch wesentlich mehr Gedächtniszellen. Mit der Botschaft "stärker und länger" will der Europäische Konzern mit Hauptsitz in Belgien nun gegen den US-Multi eine Aufholjagd um den Milliardenmarkt starten.



An der bislang noch unveröffentlichten Studie nahmen 1000 Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren teil. Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, wie stark der immunogene Effekt der beiden Impfungen ist. Davon, so die These, hängt die Wirkdauer wesentlich ab, und damit auch unmittelbar die Frage, ob die HPV-Impfung überhaupt in der Lage ist, den in der Werbung vermittelten Schutz vor der Ausbildung eines Zervix-Karzinoms zu bieten. Schließlich ist die Impfung derzeit für 12 bis 17 jährige Mädchen empfohlen, die Mehrzahl der tödlichen Krebsfälle tritt hingegen erst im Alter über 60 Jahren auf.

Gemessen an diesen Kriterien, ist Cervarix deutlich überlegen. Gegen HPV-16, den mit Abstand häufigsten Virentyp bilden sich mehr als doppelt so viele neutralisierende Antikörper wie in der Gardasil-Kontrollgruppe, gegen HPV-18 sogar sechsmal so viele. Zudem finden sich nahezu dreimal so viele Gedächtniszellen, die bei neuerlichem Kontakt mit den Viren die Antikörperproduktion gleich wieder starten könnten.

"Diese Studie liefert erstmals Beweise dafür, dass die beiden Impfstoffe nicht dieselbe Immun-Antwort erzeugen", freute sich GSK-Sprecher Thomas Breuer in der Presse-Aussendung und ist nun "zuversichtlich dass diese Resultate nun das Potenzial von Cervarix demonstrieren."

Nachdem beide Produkte auf der Antigen-Technologie der "virus-like-particles" basieren, muss dieser Unterschied durch einen anderen Bestandteil der Impfung bewirkt werden: die unterschiedlichen Adjuvantien.

Mehr als zwei Drittel aller Impfungen benötigen Adjuvantien, um überhaupt eine relevante Wirkung zu erzielen, weil das menschliche Immunsystem die abgetöteten Viren- oder Bakterienteile ansonsten gar nicht als Bedrohung auffassen, sondern folgenlos entsorgen würde. Wenn diese Antigene jedoch zusammen mit einem Hilfsstoff gegeben werden, der dem Immunsystem einen Schock versetzt, so werden im Zug der Alarmaktion auch die harmlosen Antigene für Täter gehalten - und über sie eine "immunologische Akte angelegt".

Doch Adjuvantien sind nicht unproblematisch. Um eine Immunreaktion auszulösen, müssen sie immer auch eine Gefahr darstellen. Aluminiumhydroxid, das bislang häufigste und am längsten verwendete Adjuvans sorgt an der Einstichstelle für einen begrenzten Gewebeschaden. Die geschädigten und sterbenden Zellen setzen Harnsäure frei, das als internes Alarmsignal die Immunreaktion auslöst.
Problematisch ist, dass Aluminium-haltige Adjuvantien immer auch die Art der Immunreaktion beeinflussen und - manchmal sogar nachhaltig - verändern. Aluminiumhydroxid manipuliert das Immunsystem in eine eher Th2-dominierte Richtung. Es forciert also eher die Antikörper-Bildung und nicht die Th1-gesteuerte zelluläre Immunität. Derzeit sind aber auch eine ganze Reihe neuer Adjuvantien in der Entwicklungs-Pipeline, die dem entgegen steuern sollen. Je nach Einsatzziel soll damit künftig das geeignete Adjuvans zur Verfügung stehen.

Merck verwendet als Gardasil-Adjuvans eine verstärkte Version von Aluminiumhydroxid. Cervarix ist hier schon einen gewaltigen Schritt voraus. Ihr Adjuvant System 04 (AS04) benötigt das Aluminium nur noch als eine Art biochemischen "Klebstoff", der das Antigen an Ort und Stelle hält, bis die Immunzellen kommen. Angelockt werden diese aber von einem Bestandteil, der aus der Hülle von Salmonellen isoliert wurde. Diese neue Komponente nennt sich chemisch Monophospholipid A und erinnert das Immunsystem wohl an eine massive Salmonellen-Invasion.
Demnach heftig erfolgt die Reaktion. Die GSK-Techniker mussten ihr Wundermolekül sogar künstlich kappen, weil es sonst zu toxisch gewesen wäre.

Haben wir es also mit einer medizinischen Erfolgsgeschichte zu tun?
Nicht unbedingt. Denn weder bei Gardasil noch bei Cervarix gibt es ausreichend veröffentlichte Daten zur Sicherheit ihrer Adjuvantien. Dies ist insofern unverständlich, weil es ja gerade diese Substanzen sind, die viel mehr noch als die Impf-Antigene selbst, massiv ins Immunsystem eingreifen, und sowohl Allergien als auch Autoimmunreaktionen auslösen, oder dieses Risiko zumindest verstärken können.

In den USA ist die Gesundheitsbehörde FDA bei Cervarix kräftig auf die Bremse gestiegen. In der Branche wird gemunkelt, dass AS04, das neuartige Adjuvantien-System der FDA suspekt war. GSK bestreitet jeglichen Zusammenhang, hält sich über die wahre Ursache aber bedeckt. Das vor mehr als zwei Jahren eingereichte Ersuchen um Zulassung ist jedenfalls noch immer nicht bewilligt. Erst mit Ende 2009, hofft GSK, soll nun mit den ebenfalls in Malmö präsentierten Phase III Daten über einen Beobachtungszeitraum von mehr als sieben Jahren, endlich der Markteintritt in den USA - und damit die ganz große Aufholjagd möglich werden.

In Europa gab es weder für Gardasil noch für Cervarix Probleme mit der Zulassung. Und wer hier im blog bereits etwas länger mitliest, weiß auch um meinen Ärger darüber, dass die Behörden keinerlei Einwände hatten, als in den großen Zulassungsstudien sowohl die Impfgruppen, als auch die "Placebogruppen" mit den potenziell problematischen Adjuvantien geimpft wurden. Damit war es natürlich unmöglich, sich zur Sicherheit und Verträglichkeit der Adjuvantien ein halbwegs objektives Bild zu machen.

Ist schon klar, dass manche Fakten nicht in die aufwändigen Werbe-Kampagnen passen könnten. Doch warum die Behörden dabei mitspielen ist mir ein Rätsel. Das Gesundheitsrisiko tragen nun die jungen Mädchen und Frauen, die sich vertrauensvoll impfen lassen.