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Donnerstag, 20. Juni 2024

Das Keuchhusten Dilemma

Europa wird derzeit von einer Keuchhustenwelle mit Fallzahlen ähnlich jenen der Vor-Impf-Ära heimgesucht. Besonders extrem ist die Lage in Österreich, wo bis Mitte Juni rund 6.000 Fälle gemeldet wurden. Das sind mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr, das auch bereits einen Rekord geliefert hatte. Anstatt endlich das Komplett-Versagen der aktuellen Impf-Politik einzugestehen, fordern Mediziner noch mehr Impfungen. 

Keuchhusten sind die einzige Alltags-relevante Krankheit der Sechsfach-Impfung
für Babys. Und ausgerechnet sie versagt vollständig (Foto: deepai.org)

In Österreich wurde die Keuchhusten-Impfung ab Einführung der Dreier-Kombination zusammen mit Diphtherie und Tetanus im Jahr 1964 zur damals häufigsten Impfung für Babys. Zur Basis-Immunisierung gehörten vier Impfdosen, die spätestens zu Beginn des 3. Lebensjahres abgeschlossen werden sollten. Die Impfquote war jedoch noch bis in die 70er Jahre bescheiden und lag deutlich unter 50%. Erwachsene wurden damals so gut wie gar nicht geimpft. 

Das änderte sich gewaltig. Zuletzt meldeten die Europäischen Länder für dieselben Impfungen Quoten von durchschnittlich 93% bei Kindern. Und auch die Erwachsenen sind zu mehr als 50% nach den offiziellen Empfehlungen geimpft. 

Und dennoch fällt der Vergleich mit der impf-freien Vergangenheit nicht wirklich günstig aus. Für das Jahr 1960 berichtete die Statistik Austria nämlich gerade mal 2.761 Keuchhusten Fälle, im Jahr 1970 waren es 1.438 Fälle, 1975 nur noch 388 Fälle. 

Dagegen wirken die 6.079 Fälle, die laut österreichischem Gesundheitsministerium bis Mitte Juni angefallen sind, wie eine ausgewachsene Epidemie. Wenn sich die Entwicklung so fort setzt, ergibt sich bis Jahresende ein Allzeit-Rekord, der die Sinnhaftigkeit der gesamten Impf-Kampagne in Frage stellt. 


Mehr Impfen - speziell auch in der Schwangerschaft

Die Expertinnen des heimischen Impfwesens sehen das jedoch anders und geben den Eltern der betroffenen Kinder die Schuld. Laut einem Bericht der europäischen Behörde ECDC hatte Österreich im Jahr 2022 mit 84% Beteiligung an der 3. Keuchhusten-Impfung die niedrigste Impfrate Europas. Die Medizinerin Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Abteilung Impfwesen im Gesundheitsministerium, erklärte im Morgenjournal: "Wir sind immer schon impfskeptisch gewesen und am Beispiel der Keuchhustenimpfung sieht man nicht, dass das jetzt anders wäre." 

Auf den Einwand der Reporterin, dass die Eltern möglicherweise Sicherheitsbedenken haben, sagte Paulke-Korinek: "Die Keuchhusten Impfung ist eine richtig alte Impfung, die schon seit Jahrzehnten am Markt ist. Es gibt da keinerlei Bedenken, ganz im Gegenteil." 

Deshalb sollten sich alle an den Impfplan halten. Nach der Basis-Immunisierung mit 3 Impfungen folgt eine Auffrischung im Volksschulalter. Dann sollte alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Ab dem Alter von 60 Jahren ist alle fünf Jahre ein weiterer Booster fällig. Besonders wichtig, so Paulke-Korinek, sei die Impfung der Schwangeren, weil damit die Antikörper der Mutter auf das Baby übertragen würden. 

Tatsächlich zeigt z.B. eine 2020 publizierte Studie mit 700 Teilnehmerinnen, dass die schwangeren Frauen nach der Impfung hohe Antikörper-Titer entwickeln und das auch an die Babys weiter geben. Ob dies jedoch von Relevanz ist und die Kinder deshalb weniger an Keuchhusten erkranken, konnte nicht untersucht werden. Dafür wären deutlich mehr Teilnehmerinnen und eine längere Studiendauer notwendig gewesen. Ebenso für eine zuverlässige Bewertung der Sicherheit dieser Maßnahme, zumal in der Impfgruppe deutlich mehr Nebenwirkungen aufgetreten sind, als in der Kontrollgruppe, wo ein Placebo verabreicht wurde.

Auch Ursula Wiedermann-Schmidt, Mitglied des österreichischen Nationalen Impfgremiums sowie der deutschen Impfkommission STIKO, bestätigt im ORF-Interview eine "dramatische Situation".  Mit einer aktuellen Inzidenz von 30 Fällen pro 100.000 Bewohnern, so die Impfexpertin, "erreichen wir Werte, die wir hatten, bevor es überhaupt ein Impfprogramm gab." 

Als Ursachen für die Explosion der Keuchhustenfälle nennt sie die kurze Wirksamkeit der Impfung, deshalb sei es unbedingt notwendig, aufzufrischen. "Wir sehen aber, dass die 3. Impfung oftmals vergessen oder zu weit nach hinten verschoben wird. Das heißt, dass die Kinder frühzeitig ihren Schutz verlieren und die Kinder im Kindergarten oder der Volksschule eine Ansteckung bekommen." Wiedermann-Schmidt betonte abermals die Wichtigkeit der Impfung in der Schwangerschaft und kritisierte, dass sich 70% der Schwangeren trotz aller Aufrufe nicht impfen ließen. 


"Verschwörungen und Impfleugner haben Menschen verunsichert"

Einem einigermaßen kritischen Interviewer wäre zu diesem ganzen Schwall an Halb-Argumenten eventuell die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Impfung eingefallen, zumal sich der Anstieg der Keuchhusten ja nicht auf das angebliche "Impfmuffel-Land" Österreich beschränkt, sondern weltweit auftritt. ORF-Redakteur Rainer Hazivar fiel nichts dergleichen ein. Stattdessen betonte er abschließend, dass "Impfen das beste Mittel gegen Keuchhusten" ist. 

Einen ähnlichen Stil verfolgt auch der ORF Niederösterreich. Dort wird mit dem Vertrauens-Einbruch während der Corona-Pandemie argumentiert. Hier ein Ausschnitt:

Die Impfskepsis in der Bevölkerung hat sich seither massiv verstärkt, heißt es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Demnach seien die Impflücken zuletzt größer geworden. „Die vielen Falschinformationen bis hin zu Verschwörungstheorien aus dem Eck der Impfleugner haben sich über die digitalen Kanäle wie ein Lauffeuer verbreitet und Menschen verunsichert“, so Königsberger-Ludwig. Krankheiten würden sich aber nur durch Impfungen ausrotten lassen.

Die Berichterstattung des ORF ist demnach ein hübsches Beispiel für den Echokammer-Effekt, bei dem sich Gleichgesinnte aus Politik, Wissenschaft und Medien gegenseitig ihre Vorurteile bestätigen. Deprimierend ist speziell der Wissensstand der Journalisten, bei denen man die Angst merkt, sich mit kritischen Fragen oder Kommentaren selbst angreifbar zu machen. Insofern ziehen es die meisten vor, den Sermon der Expertinnen hinzunehmen und jede geäußerte Meinung – und sei sie noch so schräg – als Fakt abzunicken. 


Keuchhusten-Impfung sorgt für Milliardenklagen

Dass die Keuchhusten Impfung seit jeher ein Problemkind des Impfwesens darstellt, erwähnte in der aktuellen Debatte niemand. Bei der ersten Keuchhusten-Impfung, die ab den 60er Jahren zur Anwendung kam, handelte es sich um ein relativ simples Impfkonzept: abgetötete Bakterien wurden mit Aluminiumverbindungen kombiniert und den Kindern verabreicht. Leider war dieser Impfstoff sehr unsicher. Es kam zu zahlreichen schweren Nebenwirkungen. In den USA wurden hunderte Strafverfahren mit einer Schadenssumme, die in die Milliarden ging, gegen die Impfstoff-Hersteller angestrengt. Einige stellten daraufhin die Produktion von Keuchhusten-Impfstoffen ein. Impfstoffe waren ein Niedrigpreis-Segment und für die Konzerne von geringer Bedeutung. Sie drohten damit, gar keine Impfstoffe mehr zu produzieren, wenn sie vor den Milliardenklagen nicht geschützt würden. Daraufhin knickte die US-Politik ein und erließ im Jahr 1986 ein Gesetz, das es seither verbietet, Impfstoff-Hersteller direkt zu klagen. Damit erlangte die Impfstoff-Industrie einen Sonderstatus und die Branche begann zu boomen. Immer mehr und immer teurere Impfungen machten den Impfbereich zu einer der wertvollsten Branchen im gesamten Pharma-Business. Unter den Top 20 umsatzstärksten Medikamenten weltweit rangieren mittlerweile auch zwei Impfstoffe. (Es handelt sich um die Pneumokokken-Impfung 'Prevenar' von Pfizer sowie die HPV Impfung 'Gardasil' von Merck.)


Deutschland macht 16 Jahre Impfpause

Einen anderen Weg ging Deutschland, wo ebenfalls beträchtliche Probleme der Keuchhusten-Impfung registriert wurden, zumindest in Westdeutschland. Während in der DDR eine Impfpflicht galt, setzte die BRD von 1975 bis 1991 die Impfempfehlung für Keuchhusten gänzlich aus. Die Ständige Impfkommission STIKO (!) lieferte dafür eine ausführliche Begründung. Zum einen gäbe es bei Keuchhusten einen starken Zusammenhang zwischen Komplikationen und sozialer Lage. Der entscheidende Rückgang der Todesfälle sei - dank besserer Hygiene und in Abwesenheit von Elend und Krieg - bereits vor der Einführung der Impfungen passiert. Die Impfung sei außerdem kein Garant für Schutz, ihre Wirkdauer zu kurz. 

Der Vergleich zwischen Ländern, in denen geimpft wurde und impfskeptischen Ländern wie der BRD, Japan, England, Schweden oder Russland ergab kaum Unterschiede. Dennoch führte Deutschland nach der Wiedervereinigung die Keuchhusten-Empfehlung wieder ein. 


Sicher, aber unwirksam

Ab 1995 lieferten die Impfstoff-Hersteller auf vielfachen Wunsch der Behörden endlich eine neue verträglichere Impfung. Sie enthielt nun keine Keuchhusten-Bakterien mehr sondern nur noch verschiedene Oberflächen-Proteine. Anfangs waren alle begeistert von dieser azellulären Impfung, da sie tatsächlich wesentlich verträglicher war. Mit den Jahren zeigte sich allerdings die Schwachstelle in der Wirksamkeit, die immer deutlicher hervor trat. Die Behörden begegneten dem Problem mit einer Ausweitung der Impfdosen. Zuerst wurde im Jahr 2000 eine Auffrischung im Teenager-Alter eingeführt. 2006 kam eine weitere Auffrischung zum Schulbeginn dazu. Genutzt hat es jedoch wenig. Seit 2010 steigen die Fallzahlen kontinuierlich an. Und zwar weltweit. Es gibt zahlreiche Studien über Keuchhusten-Ausbrüche an Schulen, bei denen 100% der betroffenen Kinder vollständig geimpft waren. 

Nun läuft die Krankheit wieder so ab wie in der Vorimpf-Ära, schreiben Benjamin M. Althouse und Samuel Scarpino vom Santa Fe Institute in New Mexico. "Damals zog etwa alle vier Jahre eine kräftige Keuchhusten-Welle durchs Land." Besorgniserregend sei, dass vor allem die Geimpften heute die Treiber der Infektion sind, erklärten die  US-Wissenschaftler. 

Warum dies so ist, zeigte ein Experiment mit Pavianen, welche einen ähnlichen Krankheitsverlauf wie Menschen haben, allerdings nur kurz und unkompliziert erkranken. Nach durchgemachter Infektion hatten die Tiere eine starke Immunität und die Bakterien wurden unschädlich gemacht. Anders war es bei geimpften Tieren. Nach der alten Ganzzell-Impfung dauerte es 20 Tage, bis die Infektion abgewehrt war. Bei der azellulären neuen Impfung wurden zwar die Symptome etwas abgeschwächt, doch die Bakterien konnten sich über 42 Tage ansiedeln und die Atemwege kolonisieren. Geimpfte blieben damit über lange Zeit aktive Überträger der Bakterien, länger als Ungeimpfte. 

Es wäre demnächst höchste Zeit, diese großteils unwirksame Tot-Impfung vom Markt zu nehmen, bis es eine sinnvolle Alternative gibt. Tatsächlich gibt es viel versprechende Versuche mit dem Konzept einer Lebendimpfung, bei der abgeschwächte Keuchhusten-Bakterien mittels Spray in die Nase gesprüht werden. Sie war gut wirksam und sicher. Im Tierversuch zeigten sich sogar positive unspezifische Effekte auf das Immunsystem, wie sie auch von anderen Lebendimpfungen bekannt sind. Doch weil die großen Konzerne wenig Ambition zeigten, die teuren Zulassungsstudien zu finanzieren, gab es hier jahrelange Verzögerungen. 

Solange Behörden und Impfexperten die Schuldigen nur bei den Impfmuffeln sehen und ständig neue Auffrischungen der problematischen Impfung in die Impfpläne drücken, werden die Hersteller wenig Anreiz verspüren, endlich aktiv zu werden und in sinnvolle Innovationen zu investieren. 


PS: Mein neues Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten" habe ich geschrieben, um im Dschungel des Impfwesens Orientierung zu geben und wichtige Fakten für eine informierte Entscheidungsfindung zu liefern. 

Wenn Ihnen mein Blog interessant und wichtig erscheint, freue ich mich sehr über eine Spende, die meine Arbeit unterstützt.




Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. 
Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage. Eine Übersicht zu den aktuellen öffentlichen Auftritten, Vorträgen oder Filmvorführungen finden sich hier

Freitag, 4. Februar 2022

Covid-Impfpflicht ist nur Generalprobe für weitere Zwangsimpfungen

Eine seltsame Rolle im Wettstreit der Interessen spielt die Bioethik. In Deutschland ebenso wie in Österreich stellen sich diese Kommissionen meist vollständig hinter die Covid-Maßnahmen und fordern sogar deren Verschärfung bzw. Ausweitung, Impfpflicht inklusive.

Die Juristin Christine Druml ist seit 2007 Vorsitzende der österreichischen Bioethik-Kommission. Sie hat sich bereits im Frühjahr 2020 – lange bevor es Covid-Impfungen gab – für eine Impfpflicht stark gemacht. Nun geht sie noch ein Stück weiter und sieht die Covid Impfpflicht als Generalprobe für noch ein paar weitere Impfpflichten.


IInterview mit dem Nachrichtenmagazin Profil nennt sie Keuchhusten, Masern und Influenza als Beispiele für "überflüssige Krankheiten" und mögliche weitere Kandidaten für eine Impfpflicht. 
Zur Influenza meint sie: „Es bestehe definitiv ein gesellschaftliches Interesse daran, unnötige Grippewellen zu vermeiden.“ Druml weist darauf hin, dass die Pharmaindustrie bereits an Kombinationsimpfstoffen gegen Covid-19 und Influenza arbeitet.

Sich mit den bisherigen "Erfolgen" der Influenza-Impfung vertraut zu machen, sah Druml offenbar nicht als notwendig an. Interessant wäre beispielsweise eine im Juni 2021 publizierte Studie eines finnischen Wissenschaftlerteams zur Wirksamkeit der Influenza-Impfung in der Haupt-Risikogruppe der Menschen über 65 Jahren. Während der letzten 8 Jahre kam die Impfung dabei kein einziges Mal auf eine Wirksamkeit von zumindest 50%. 

"Influenza ist unnötig" - genügt als Argument für die Impfpflicht

In vier der acht Jahre war es zudem nicht mal gewiss, ob die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen schützt, oder – im Gegenteil – diese sogar fördert

Druml weiß offensichtlich auch nicht, dass die Keuchhusten-Impfung in der internationalen Community der Impfexperten heftig unter Beschuss steht, weil sie - wenn überhaupt - nur sehr kurz wirkt. Seit vor rund 25 Jahren die derzeit verwendeten azellulären Impfstoffe auf den Markt kamen, hat sich zwar die Verträglichkeit gegenüber den davor verwendeten Ganz-Zell-Impfstoffen verbessert, die Wirksamkeit ist aber drastisch zurück gegangen

Je mehr Keuchhusten-Impfungen - umso mehr Keuchhusten-Fälle

In Österreich kletterten die Keuchhusten-Fälle von einem Minimum zur Jahrtausendwende bis 2019 massiv an und erreichten das Niveau der Zeit vor den Impfungen. Und das trotz ständiger Ausweitung der Impfdosen - mit Booster im Volksschulalter - und für Erwachsene (alle 10 Jahre, bzw. alle 5 Jahre ab dem Alter von 60 Jahren).
Weltweit ist die Lage ähnlich. Aus den USA werden regelmäßig Keuchhusten-Ausbrüche an Schulen gemeldet, die eine Impfquote von 100% aufweisen. "Auf Basis der aktuellen Wirksamkeit der Keuchhusten Impfung ist anzunehmen, dass jeder Mensch - ob geimpft oder ungeimpft - zumindest einmal im Leben eine Keuchhusten-Erkrankung durchmacht", erklärt der Münchner Kinderarzt Martin Hirte.

Viel versprechende Versuche, eine Keuchhusten-Lebendimpfung zu entwickeln, stocken seit vielen Jahren, obwohl die Resultate im Tierversuch  und ersten Studien am Menschen eine hohe Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit ergeben haben. "Doch wir bekommen kaum Förderungen - speziell die Konzerne sind leider wenig daran interessiert, in Forschung zu investieren", erklärte mir Camille Locht, die Leiterin eines französischen Wissenschaftler-Teams der Universität Bordeaux, die seit Jahren an einer inhalierbaren Pertussis-Lebendimpfung forscht. 

"Vaccinology" gleicht zunehmend einer Sekte

Nennenswerte Recherche braucht es für "Bioethikerin" Druml offensichtlich nicht, um sich ein Bild zu machen. Je größer der Glaube an die segensreiche Wirkung der Impfungen ist, desto schneller wird der Ruf nach einer Impfpflicht laut. Denn schließlich sollen alle an den Segnungen teil haben. Auch jene, die zu dumm sind, das Impfmirakel zu erkennen. 
Die „Wissenschaft“ vom Impfen wird immer mehr zum Magnet für Gläubige und Populisten, denen es darum geht, das historisch erworbene gute Image für ihr eigenes Ansehen zu nutzen, oder ihm zu huldigen. 
Dass jede Impfung anders ist wird dabei ignoriert. 
Auf komplizierte Details, dass es sich z.B. bei der mRNA-Technik um ein vollständig neuartiges Verfahren handelt, das mit der bisher verwendeten Definition von Impfstoffen kaum noch etwas gemeinsam hat, will sich weder Druml noch sonst jemand aus der Clique einlassen. Wichtiger ist es, das Markenzeichen "Impfung" zu pflegen und alle Kritik vorsorglich nieder zu machen. 

So schart sich ein Rudel Gläubiger um die Vaccinology und fordert, dass ihre Religion – mittels Pervertierung des bisherigen Verständnisses von Wissenschaft – zur Staatsreligion erklärt wird.  Ungläubige müssen bestraft und notfalls zwangs-getauft werden. 


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Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Donnerstag, 27. September 2018

Peter Aaby: "Mein Versuch, das Impfprogramm zu reparieren"

Der dänische Wissenschaftler Peter Aaby stellt mit seinen Studien zu den Auswirkungen von Impfungen das bisherige Denkgebäude radikal in Frage. Aaby und sein Team zeigten in zahlreichen Studien, dass Impfungen deutlich mehr machen, als nur vor spezifischen Krankheiten zu schützen. Für viel wichtiger hält er deren unspezifischen Auswirkungen auf das Immunsystem. Und die können in zwei Richtungen gehen: Lebendimpfungen – wie die Masern-, die orale Polio- oder die Tuberkulose-Impfung – trainieren das Immunsystem und stärken die Abwehrkräfte. Impfstoffe mit abgetöteten Erregern – wie die Tetanus-, Diphtherie-, oder Keuchhusten-Impfung – haben hingegen einen negativen Effekt - und können gefährlicher sein, als die Krankheiten vor denen sie schützen sollen.
Peter Aaby kritisiert vehement die Impfpolitik der WHO (Foto: Ehgartner)
Dass in den deutschen Medien über "Eingeimpft" – den aktuellen Dokumentarfilm von David Sieveking – ein Sturm der Entrüstung niederging, lag speziell auch daran, dass Aabys Thesen im Film eine zentrale Rolle spielen. Zwar lassen Sieveking und seine Partnerin Jessica de Rooij ihre Kinder am Ende impfen, aber weit weniger und später als laut deutschem Impfkalender empfohlen. Und - nach dem Rat Aabys - mit einer abschließenden Lebendimpfung, welche negative Effekte der Totimpfstoffe halbwegs reparieren soll. Solche negativen Effekte werden von der WHO und den behördlichen Impfexperten nicht anerkannt. Aaby wirft ihnen Ignoranz vor. 

Auch in meinem aktuellen Buch "Gute Impfung - Schlechte Impfung", das in den nächsten Tagen in den Buchhandel kommt, ist Aabys Forschung ein großes Kapitel gewidmet. Ich verfolge seine wissenschaftliche Arbeit seit fast 20 Jahren und habe Peter Aaby in Guinea-Bissau – in dem von ihm vor 40 Jahren gegründeten "Bandim Health Project" – besucht.

Hier der erste Teil eines Interviews, das ich vor einigen Tagen mit Peter Aaby geführt habe.


Peter Aaby mit der Medizinerin Christine Benn, die das Forschungszentrum leitet (Foto: Ehgartner)

Hat Ihnen der Film "Eingeimpft" von David Sieveking gefallen?
Aaby: Ich habe den Film in Kopenhagen gesehen mit englischen Untertiteln. Er behandelt die Frage, ob man seine Kinder impfen lassen soll, recht ausgewogen und offen in alle Richtungen. Danach gab es eine längere Diskussion mit einer Menge guter Fragen aus dem Publikum. Jemand kritisierte, dass die WHO nicht zu meiner Kritik an deren Impfpolitik gefragt wurde. Doch sie waren schon eingeladen, sie wollten aber nicht Stellung nehmen.
Waren Sie damit zufrieden, dass Davids Kinder am Ende geimpft wurden?
Aaby: Ja, an sich schon. Ich halte es für wichtig, dass die Reihenfolge der Impfungen beachtet wird. Am Ende einer Impfserie sollte stets eine Lebendimpfung gegeben werden.
Kann man Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den „unspezifischen Effekten“ von Impfungen wirklich auf diesen einen Ratschlag an die Eltern eindampfen: "Zuletzt eine Lebendimpfung geben!"
Aaby: Die inaktivierten Impfstoffe schützen vor Krankheiten, die potenziell gefährlich oder sogar tödlich sein können. Insofern ist es gut, hier einen gewissen Schutz zu haben. Es handelt sich allerdings um schlechte Impfungen und sie können negative Konsequenzen haben, die bei vielen Kindern ernsthafter sind, als nicht geimpft zu sein. Mein Vorschlag, eine Lebendimpfung am Ende zu geben, ist eine Art Versuch, das derzeitige Impfprogramm notdürftig zu reparieren. 
Wenn wir beispielsweise dazu raten würden, die Pertussis-Impfung weg zu lassen, würden wir wahrscheinlich einen Sturm der Empörung auslösen, dass wir schuld sind, wenn unzählige Kinder an Keuchhusten sterben.
Tatsache ist, dass derzeit in einigen Ländern - wie den USA aber auch in Europa - so viele Keuchhusten-Fälle auftreten wie zu Zeiten, als noch gar nicht geimpft wurde. Die Impfung scheint also ohnehin nicht zu funktionieren?
Aaby: Die Pertussis-Impfung war schon immer eine schlechte Impfung. Meine Hoffnung liegt auf einem neuen französischen Impfstoff, der lebende abgeschwächte Keuchhusten-Bakterien enthält. Im Tierversuch hat sich gezeigt, dass er positive unspezifische Effekte hat - und es gibt auch bereits einige Studien am Menschen.
Wie steht es um die anderen Impfstoffe? - Manche sind fast 100 Jahre alt. Wäre es Zeit für eine Evaluierung, was heute noch Sinn macht?
Aaby: Das wäre zweifellos eine gute Idee. Ich kann das aus afrikanischer Perspektive aber schlecht beurteilen. Wir haben meist nicht mal die Möglichkeit, Fälle von Diphtherie eindeutig zu diagnostizieren, falls welche auftreten sollten. Wir wissen nicht, wie relevant diese Krankheit heute ist. Auch bei Tetanus wissen wir das nicht wirklich. Wenn wir aufhören zu impfen, könnten eventuell Krankheiten zurückkommen. Was wir jedoch bräuchten wäre eine breite Evaluierung der spezifischen und unspezifischen Effekte aller derzeit verabreichten Impfungen.
Unterstützt die WHO dieses Vorhaben?
Aaby: Die WHO hat ganz andere Pläne. Sie propagiert derzeit die Erfassung der Kinder im zweiten Lebensjahr um hier zusätzliche Gesundheitsinterventionen zu setzen. In Entwicklungsländern definiert sich die gesundheitliche Hilfe vor allem über die Frage, wie viele Impfungen die Kinder bekommen. Und nun sollen eben im zweiten Lebensjahr zusätzliche Impfungen gegeben werden. Geplant ist etwa eine Booster-Dosis von Diphtherie-Tetanus-Pertussis - und Studien haben gezeigt, dass danach die Sterblichkeit ansteigt, speziell bei den Mädchen. - Und nun wollen sie zusätzlich noch eine Meningitis und die Malaria-Impfung einführen. Ebenfalls inaktivierte Impfstoffe mit negativen Effekten. Das sind gefährliche Pläne. Bei der Malaria-Impfung kommt noch dazu, dass die Impfung wahrscheinlich auch einen negativen Effekt auf die Ausbildung einer natürlichen Immunität hat.
Was ist denn dann gefährlicher, die Malaria Krankheit oder die Malaria Impfung?
Aaby: Die Impfung ist eindeutig gefährlicher. Die Studien zeigten bisher  eine bescheidene Wirksamkeit von rund 50% - doch gleichzeitig eine 10 bis 20% höhere Sterblichkeit in der Impfgruppe. Das war zwar nicht signifikant, doch  – wenn die Impfung vor Malaria schützt – sollte man eigentlich annehmen, dass der Trend in die andere Richtung geht und das Sterberisiko sinkt. 
Wir wollten die Daten für beide Geschlechter haben, weil wir wissen, dass Mädchen von den unspezifischen Effekten auf das Immunsystem stärker betroffen sind. Doch wir bekamen sie nicht. Schließlich hat uns doch jemand diese Daten zugespielt. Und wir sahen, dass die Mädchen danach ein doppelt so hohes Sterberisiko hatten. Derzeit laufen neue Studien in Malawi, Kenia und Ghana.
Was denken Sie, ist die biologische Basis dieser unspezifischen Effekte: handelt es sich um immunologische Abläufe, hormonelle Einflüsse oder ist das eine Reaktion auf problematische Zusätze wie die Aluminium-haltigen Wirkverstärker?
Aaby: Ich denke, dass es sich dabei um eine immunologische Reaktion handelt. Das Immunsystem ist ein lernendes System, es speichert Informationen über die gemachten Erfahrungen - und daraus entwickeln sich immunologische Muster für künftige Infekte. 
Einen konkreten Hinweis liefert eine aktuelle holländische Studie mit Medizinstudenten, die für einen Afrika-Aufenthalt eine Gelbfieber-Impfung brauchten. Das ist eine Impfung, die lebende Viren enthält. Ein Teil der Studenten bekam davor die BCG-Impfung gegen Tuberkulose, ebenfalls eine Lebendimpfung mit Bakterien. Es zeigte sich, dass die BCG-Impfung die Art wie das Immunsystem auf den nachfolgenden Kontakt mit den Gelbfieber-Viren reagiert, verändert. Das Immunsystem wurde aktiviert, die gemessene virale Ladung war signifikant geringer.  Hier zeigt sich der grundlegenden Mechanismus der unspezifischen Effekte. 
Bei Lebendimpfungen hat es das Immunsystem mit normalen Viren oder Bakterien zu tun. Bei inaktivierten Impfstoffen wird die Reaktion erzwungen über die Provokation mit chemischen Substanzen, die eine Art Schockreaktion auslösen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Aaby: Ja, in der Tat. Eine holländische Gruppe hat kürzlich am Beispiel von drei Impfungen gezeigt, dass inaktivierte Impfstoffe das Immunsystem zu einer Art falscher Toleranz verleiten und rasche Reaktionen des angeborenen Immunsystems abschwächen. Adjuvantien auf Basis von Aluminium oder anderer Verbindungen sind wahrscheinlich Teil dieses Prozesses. Dadurch dass es sich nicht um lebende Organismen handelt, induzieren sie wahrscheinlich eine gänzlich andere Vermittlung von Immungedächtnis. Diese Impfungen mögen vor den spezifischen Krankheiten schützen, aber sie schwächen die Abwehrkraft gegen andere nachfolgende Infekte.
Welchen Abstand empfehlen Sie nach der letzten inaktivierten Impfung zur abschließenden Lebendimpfung?
Aaby: Normalerweise wird ein Mindestabstand von vier Wochen empfohlen. Ich denke, dass sechs oder acht Wochen besser wären, weil dann die Masernimpfung ihr volles Potenzial entfalten kann.
Oft hört man das Argument, dass Ihre Resultate in Afrika unter gänzlich anderen Bedingungen erzielt wurden - und nicht auf Europa übertragbar sind.
Aaby: Natürlich sind die Effekte in Afrika stärker, weil dort die Kinder sterben. In Europa können die meisten dieser fatalen tropischen Krankheiten – z.B. Durchfall oder Lungenentzündung – adäquat medizinisch behandelt werden. Wir haben jedoch gezeigt, dass nahezu alle Beobachtungen, die wir in Afrika gemacht haben, in den Einkommens starken Ländern ebenso gelten. Wir zeigten in Dänemark, dass die MMR Impfung das Risiko einer Einweisung ins Krankenhaus wegen einem Atemwegsinfekt signifikant reduziert. Das ist ein klarer unspezifischer Benefit. Die US-Behörde CDC hat kürzlich unsere These ebenfalls getestet und der Effekt in den USA ist sogar noch deutlich stärker: Nach einer Lebendvirus Impfung hatten die Kinder nur ein halb so hohes Risiko auf eine Krankenhaus-Einweisung als nach einer inaktivierten Impfung. Ähnliche Resultate gibt es aus Italien und Holland.
Der dänische Anthropologe Peter Aaby, 73, gründete vor 40 Jahren das "Bandim Health Center" in Guinea Bissau in Westafrika. Er veröffentlichte mit seinem Team Hunderte von Studien zu den Lebensbedingungen in einem Hochrisikoland. Er arbeitet in Kooperation mit dem Statens Serum Institut in Kopenhagen.
Peter Aaby (l.) im Gespräch mit Bert Ehgartner (Foto: Georg Brodegger)

In Teil 2 des Interviews erklärt Peter Aaby seine Haltung zur Impfpflicht und bietet eine Wette an: 
Demnächst hier im Blog. 
Bert Ehgartners Buch "Gute Impfung - Schlechte Impfung" erscheint im Verlag Ennsthaler und wird am 1. Oktober an den Buchhandel ausgeliefert. Es hat 420 Seiten und kostet 24,90 €.


Freitag, 26. Juni 2015

Keuchhusten: Cocooning Strategie gescheitert

Derzeit treten international so viele Fälle von Keuchhusten auf, wie schon seit langer Zeit nicht. In den USA muss man bis in die 50er Jahre zurück gehen, um auf ähnliche Zahlen zu kommen. In Großbritannien kommt man auf Fallzahlen wie zuletzt in der impffreien Zeit der 70er und 80er Jahre. 

Kind mit Keuchhusten (Foto: CDC)
Eine jetzt im Journal BMC-Medicine veröffentlichte Studie von Benjamin M. Althouse und Samuel V. Scarpino, zwei Wissenschaftlern des Santa Fe Institute in New Mexico untersuchte mehrere mögliche Erklärungen für diesen rasanten Anstieg:
  • Die Immunität nach Impfung verschwindet noch rascher als befürchtet. 
  • Die Impfrate ist gesunken 
  • Die Bakterien haben sich verändert, sind entweder mutiert - oder haben anderen Stämmen Platz gemacht, welche durch die Impfung nicht erfasst werden 
 Gesunken ist die Impfrate nicht. Auch die Auslöser der Krankheit scheinen sich nicht wesentlich verändert zu haben. Und dass die Immunität rascher als gedacht verschwindet, ist ein Faktum. Jugendliche, die seit dem Babyalter alle empfohlenen Keuchhusten-Impfungen erhalten haben, kommen kurz nach der letzten Impfung auf einen Spitzenwert von knapp über 70 Prozent Wirksamkeit, der binnen zwei bis vier Jahren auf eine Schutzraten von 34 Prozent abfällt. Dies ergab die Analyse von aktuellen Ausbrüchen in den USA. Doch dieses Phänomen allein kann die hohen Fallzahlen in vollständig geimpften Populationen nicht erklären.  

Am wahrscheinlichsten ist nach Ansicht der Studienautoren ein vierter Erklärungsansatz: Geimpfte mit aufrechtem Schutz erkranken zwar seltener, doch sie übertragen die Keuchhusten-Bakterien in einem Ausmaß, das man bisher nicht für möglich gehalten hatte.
Als Beleg nennen die Autoren eine Reihe von Beobachtungen, welche den Schluss nahe legen, dass die Ansteckungsgefahr heute vor allem von Geimpften ausgeht. Schuld daran seien die seit mehr als zehn Jahren verwendeten "azellulären" Impfstoffe, die offenbar deutlich schlechter wirken als ihre Vorgänger.
Die aktuellen Impfstoffe enthalten als Wirkstoff nicht mehr die abgetöteten Bakterien, so wie die alten "Ganzzell-Impfstoffe", sondern nur noch Teile der Oberfläche der Keuchhusten-Bakterien.
Der Wechsel war notwendig geworden, weil die alten Impfstoffe im Verdacht schwerer Nebenwirkungen - wie etwa Gehirnentzündungen - standen. Sie wurden in mehreren Ländern Europas vom Markt genommen, bzw. die Impfempfehlungen ausgesetzt. In Deutschland war die Keuchhusten-Impfung beispielsweise 17 Jahre lang nicht empfohlen. Die modernen azellulären Impfstoffe gelten als verträglicher, doch offenbar sind sie auch weniger wirksam.

Die Wissenschaftler zeigten in ihrer Arbeit unter anderem, dass wir uns seit dem Wechsel der Impfstoffe wieder dem Muster annähern, wie Keuchhusten in der Vor-Impf-Ära aufgetreten ist. Etwa alle vier Jahre zog damals - und zieht auch heute wieder - eine Keuchhusten-Welle durch.

Auch die Cocooning-Strategie (Impfung des Umfeldes: Eltern, Geschwister,…) z.B. zum Schutz ungeimpfter Kinder, Neugeborener, etc. ist - wie die Autoren schreiben - "vielfach gescheitert".

Die Wissenschaftler setzen ihre Hoffnung nun auf neue bessere Impfstoffe. Inzwischen, schlagen sie vor, könnte man - zumindest für die erste Impfdosis - wieder zu den alten Ganzzell-Impfstoffen zurück kehren.
Für impfkritische Eltern wird - angesichts dieser Informationen – die Möglichkeit attraktiver ganz auf die Keuchhusten-Impfung zu verzichten.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden 
wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen. 

Freitag, 13. April 2012

Keuchhusten: Impfschutz schwindet rasch

Die Analyse eines Keuchhusten-Ausbruchs in den USA zeigt, dass der Schutz durch die Impfung schneller schwindet, als bisher gedacht. Anstatt Ursachenforschung zu betreiben, fordern Impfexperten nun häufigere Auffrischungen. 



Einige Krankheiten vor denen die Sechsfachimpfung schützt (z.B. Diphtherie, Polio), sind so selten, dass ein Flugzeug-Absturz in den eigenen Vorgarten vergleichsweise wahrscheinlicher ist. Andere Krankheiten (z.B. Hepatitis B) mit bestimmtem Risikoverhalten oder besonders elenden Lebensbedingungen verbunden. Die Infektion mit Keuchhusten-Bakterien ist im Vergleich dazu relativ häufig, spezielle Risikofaktoren sind nicht bekannt. Es kann jeden treffen und speziell für Babys im ersten Lebensjahr ist das mitunter lebensgefährlich.

Nun ist seit langem bekannt, dass die Impfung erst recht langsam den nötigen Immunschutz aufbaut. Erst mit der letzten Teilimpfung, die rund um den ersten Geburtstag gegeben wird, erreicht sie eine Schutzrate von mehr als 90 Prozent.
Wenn die Impfung erst im zweiten Lebensjahr eine gute Wirksamkeit erreicht, so eignet sie sich wenig, Spitalseinweisungen, Komplikationen und Todesfälle während der schwierigsten Zeit - in den ersten zwölf Monaten - zu vermeiden.

Nun zeigte die genaue Analyse eines großen Keuchhusten-Ausbruchs in den USA, dass die Wirkung der Impfung auch deutlich kürzer anhält, als bisher angenommen wurde. In der Altersgruppe von 2 bis 7 Jahren liegt die Schutzrate demnach bei 41%, im Alter von 8 bis 12 Jahren (wo die meisten Fälle auftraten) bei katastrophalen 24% und erst mit den Auffrischungsimpfungen in der Schule steigt die Schutzrate in der Gruppe der 13 bis 18 jährigen wieder auf 78%.

Diese Daten stammen "aus dem Leben" und nicht aus dem relativ künstlichen Umfeld einer von den Herstellern kontrollierten Zulassungs-Studie. Und wenn Impfexperten verlautbaren, dass die Keuchhusten-Impfung generell eine Schutzwirkung von "deutlich über 90 Prozent" habe, so wissen wir nun, dass diese Angabe bestenfalls für die Zeit kurz nach der Impfung gilt.


Konsequenz: "Mehr impfen!"

Die Autoren der US-Studie empfehlen als Konsequenz aus diesen Ergebnissen, den Impfplan zu überprüfen und häufiger gegen Keuchhusten zu impfen. Auch in der EU raten Impfexperten zu zusätzlichen Auffrischungs-Impfungen.
Nun werden in den USA bis zum 18. Lebensjahr aber bereits sechs Keuchhusten-Impfungen empfohlen. In Deutschland und Österreich stehen fünf auf den Impfplänen. Zudem gilt seit kurzem für Erwachsene die Empfehlung, die Impfung alle fünf Jahre aufzufrischen.
Eine Solo-Keuhhusten-Impfung wird derzeit jedoch gar nicht angeboten. Wer die Empfehlung befolgen möchte, muss die Dreierkombi (mit Diphtherie und Tetanus) oder die Viererkombi (inkl. Polio) kaufen. Und da scheuen sogar besonders impffreudige Menschen zurück, weil bei Diphtherie und Tetanus ein zu kurzer Abstand zwischen den Auffrischungen das Risiko unangenehmer Nebenwirkungen erhöht.

Ein interessanter Aspekt ergibt sich durch die Aussage des Leiters der erwähnten US-Studie David Witt in einem Artikel der Agentur Reuters. Dort heißt es:
In early 2010, a spike in cases appeared at Kaiser Permanente in San Rafael, and it was soon determined to be an outbreak of whooping cough -- the largest seen in California in more than 50 years. Witt had expected to see the illnesses center around unvaccinated kids, knowing they are more vulnerable to the disease. "We started dissecting the data. What was very surprising was the majority of cases were in fully vaccinated children. That's what started catching our attention," said Witt.

Besonders überrascht war Witt also, dass die Mehrzahl der Fälle in voll geimpften Kindern aufgetreten sind, und nicht, so wie von ihm erwartet, bei nur unvollständig oder gar nicht geimpften Kindern.
Demnach stellt sich die Frage, ob die vielmalige Impfung der Kinder möglicherweise den Aufbau eines nachhaltigen Immunschutzes vielleicht sogar behindert.


Als die Keuchhusten-Impfung verbannt war

Die meisten Menschen, die mit den Pertussis-Bakterien in Kontakt kommen, scheinen nicht - oder nur sehr leicht zu erkranken. Dies zeigte sich, als von den 70er bis in die 90er Jahre in einigen Ländern - wie etwa Deutschland, Japan, England, Schweden und Russland über einen längeren Zeitraum nicht gegen Keuchhusten geimpft wurde. Grund für die Maßnahme waren heftige öffentliche Diskussionen über gemeldete schwere Nebenwirkungen nach Pertussis-Impfung und der Verdacht, dass die damalige Ganzzell-Impfung vermehrt Gehirnentzündungen auslösen könnte.
Die Industrie reagierte und entwickelte besser verträgliche azelluläre Impfstoffe gegen Keuchhusten. In der Zwischenzeit war die öffentliche Stimmung umgeschlagen. Die Presse schrieb nun nicht mehr über Nebenwirkungen, sondern über Keuchhusten-Ausbrüche.
Und der Reihe nach nahmen fast alle Länder die neue azelluläre Impfung wieder in ihre nationalen Impfpläne auf.

Die impffreie Zeit unterschied sich in den Ländern beträchtlich, betrug beispielsweise in Japan cirka sieben, in (West-) Deutschland sogar 17 Jahre.
In dieser Zeit kam es zwar vermehrt zu Ausbrüchen von Keuchhusten. Dennoch stieg die Inzidenz - laut Robert Koch Institut - aber im schlimmsten Jahr gerade mal auf 0,16 Prozent an (160 Fälle auf 100.000 Einwohner).
In den russischen Statistiken ist während der impffreien Zeit zwar ein größeres Auf und Ab bei den Fällen - im Schnitt aber kaum ein Anstieg zu erkennen. In Japan war der Zenit bei Keuchhusten bei einer Inzidenz von rund 0,01 Prozent erreicht, um danach wieder deutlich abzufallen.
Und obwohl sicherlich zahlreiche Keuchhusten-Fällen von den Ärzten übersehen und nicht gemeldet wurden - die Dunkelziffer also wohl beträchtlich ist - war von einer massenhaften Ausbreitung der Krankheit wenig zu merken.  Wie die Krankheits-Zahlen zeigen, erkrankte nur ein Bruchteil der Menschen an Keuchhusten. Ganz im Gegensatz beispielsweise zu den Windpocken, die ungeimpft fast jedes Kind durchmacht.

Es muss also Schutzfaktoren vor Keuchhusten geben, wenn die Infektion vom Immunsystem der meisten Menschen problemlos abgewehrt wird oder so wenig Symptome verursacht, dass niemand an Keuchhusten denkt.

Mich würde brennend eine gute wissenschaftliche Aufarbeitung jener impffreien Jahre interessieren. Die meisten Publikationen, die mir dazu bekannt sind, widmeten sich lediglich der Zunahme an Keuchhusten-Fällen und forderten mit kaum verhohlener Empörung die Wieder-Einführung der Impfung.
Was aber ist mit den Verdachtsfällen bezüglich der Gehirnentzündungen? - Hat sich das bestätigt?
Wie hat sich die Impfpause sonst ausgewirkt?
Gab es auffällige Gemeinsamkeiten bei jener Minderheit der Kinder und Erwachsenen, die an Keuchhusten erkrankten?
Was könnten hier Schutz- was könnten Risikofaktoren sein?

Und wer ist nun im Lauf des Lebens besser vor Keuchhusten geschützt:
Ungeimpfte Kinder, welche die Infektion unauffällig - mit leichtem Husten - durch gemacht haben, oder geimpfte Kinder, bei denen der Impfschutz nachgelassen hat oder gänzlich verschwunden ist?

Das wären alles interessante Fragen für neugierige Gesundheitswissenschafter.

Status Quo ist allerdings, dass niemand irgend einen Handlungsbedarf sieht, "weil es eh eine Impfung gibt."
Nur ab und zu zeigt eine wissenschaftliche Arbeit, wie trügerisch dieser Schutz ist und wie wenig wir in Wahrheit über diese Krankheit wissen.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden 
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Freitag, 8. Januar 2010

Untröstliches Weinen nach Sechsfachimpfung

Eine Mutter schreibt, dass sie bei ihrem Baby nach der ersten Sechsfachimpfung folgendes erlebte:
Danach hat sie 2 Wochen lang sehr viel geweint und hatte ca 2 Monate eine Störung mit ihrem linken Arm.
Daraus zog sie gemeinsam mit ihrem Mann, diesen Schluss:
Deshalb haben wir nicht weitergeimpft, zu große Angst vor weiteren Nebenwirkungen.
Ich halte das für eine mutige und verantwortungsvolle Entscheidung - auch wenn das von vielen Impfexperten wahrscheinlich genau gegenteilig beurteilt wird, so in dem Sinne: "Was ist schon ein bisschen Wehweh gegen eine echte teuflische Diphtherie??"

Ich halte das "bisschen wehweh" hingegen für wesentlich bedeutsamer. Denn das untröstliche Kind mit der dauerhaften Störung im Arm - das ist REAL. Dieses Ereignis hat konkret stattgefunden.
Das Risiko ungeimpft an einer Diphtherie oder Polio oder Tetanus, etc. zu erkranken und einen dauerhaften Schaden zu erleiden, das hingegen ist ein theoretisches Risiko, wo niemand so genau weiß, wie groß - oder besser gesagt - wie klein dieses Risiko ist:
  • Eins zu einer Million?
  • Eins zu einer Milliarde?
Es weiß - zumindest bei diesen Uralt-Impfungen - auch niemand, wie sich das Risiko in den letzten 50 bis 70 Jahren, seit es diese Impfungen gibt, verändert hat. Man weiß ja nicht mal, wie hoch der Schutz ist, den diese Impfungen bieten - hier wird nur der Antikörper-Titer geprüft, und dieser Wert ist - wie sich oft schon gezeigt hat - ein sehr unzuverlässiger Parameter für den tatsächlichen Schutz im Ernstfall.

Wir haben also weder gesicherten Daten zum Risiko der Krankheit noch zur Wirksamkeit der Impfung.
Die Wichtigkeit und die Bedeutung der Impfung beruht vor allem auf Indizien aus ferner Vergangenheit, die heute nicht mehr nachprüfbar sind, bzw. wo niemand daran denkt, das ernsthaft wissenschaftlich zu prüfen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die erwähnten Krankheits-Gespenster längst von den verbesserten Sozial- und Hygienestandards verdrängt wurden, ist jedenfalls groß. (So wie auch Typhus, Cholera, TBC, etc. ohne Impfung verschwunden sind.) Bei Diphtherie, Tetanus und Polio haben wir das bloß noch nicht gemerkt und impfen auf ewig weiter.

Das was ich hier schreibe, ist meine persönliche Einschätzung und meine Meinung, die ich mir auf Basis vieler Indizien gebildet habe. Beweise habe ich nicht. Vielleicht irre ich mich ja - und z.B. die Tetanus-Impfung ist tatsächlich eine sehr notwendige und hilfreiche Maßnahme.

Dann sollte es aber auch ab und zu eine Untersuchung dazu geben, die das zeigt. So wie es aussieht, wird die Pflicht, eine medizinische Intervention an der gesunden Gesamtbevölkerung von Zeit zu Zeit auf ihren Nutzen und Schaden zu prüfen und an die veränderten Gegebenheiten anzupassen, aber gar nicht wahr genommen. Das wird von niemandem geprüft.
Und die Babys werden auf ewige Zeiten so weitergeimpft, mit dem Argument, dass ja z.B. der Tetanus-Erreger überall im Schmutz zu finden ist.
Das mag schon sein, aber:

  • dieser Erreger hat keine Chance, das Tetanus-Gift zu produzieren, wenn die Wunde - zumindest halbwegs gut - versorgt wird
  • in den extrem seltenen Fällen, wo dennoch ein Wundstarrkrampf auftritt, kann das heute medizinisch versorgt und folgenlos ausgeheilt werden

Gute Information über Wundbehandlung bei Kindern - sowie Informationen über das frühzeitige Erkennen von Wundstarrkrampf-Symptomen - wären also eine denkbare Alternative zur Impfung.
Speziell für jene Kinder, welche die Impfung nicht vertragen und für die eine Impfung ein konkretes Gesundheitsrisiko darstellt.

Denn eines sei den Leuten schon gesagt, die in solchen Fällen nach dem Motto "wird schon nichts passieren…" kritiklos zum Weiterimpfen raten:

  • Es gibt eine ganze Reihe von Hinweisen, dass unstillbares Schreien sehr wohl ein Symptom für interne Entzündungsprozesse im Zentralnervensystem sein könnten, die sich im späteren Leben als bleibende Gesundheitsstörungen manifestieren.
  • Es gibt weder von Seiten der Impfstoff-Hersteller, noch von Seiten der Impfexperten, noch der Behörden bislang irgendwelche ernst zu nehmende Arbeiten, welche diesen Zusammenhang untersuchen und den Verdacht entkräften. Das ist eine extrem verantwortungslose Vorgehensweise, die ich seit langem kritisiere! Über Stunden anhaltendes untröstliches Schreien ist eine der häufigsten ernsthaften Impf-Nebenwirkungen. Dies einfach als "vorübergehende Schmerzen an der Einstichstelle" abzutun, ist ein bewusstes Negieren möglicher unerwünschter Impffolgen - ein fahrlässiges Missachten der Alarmsymptome bei hilflosen Babys.
  • Es gibt auch eine ganze Reihe von Hinweisen, dass Aluminiumsalze - das sind die in etwa zwei Drittel der Impfstoffe enthaltenen Wirkverstärker - äußerst problematische Folgen haben können: Manche Menschen haben eine (geerbte?) Ausscheidungsschwäche für Metalle und es gelingt nicht das toxische Aluminium über Nieren oder Darm los zu werden. Bei anderen - aus irgendwelchen unbekannten Gründen - empfänglichen Personen können Aluminiumsalze die Reaktionsweise des Immunsystems dauerhaft stören - so dass daraus eine chronische Allergie oder Autoimmunkrankheit entsteht. 
  • Auch hier ist die Forschung noch ganz am Anfang. Eine ernsthafte vorurteilslose Untersuchung wird von der wissenschaftlichen Community eher hintertrieben als gefördert. Ursache dafür ist die Befürchtung, dass etwaige Ergebnisse dem "Impfgedanken" schaden könnten.

Aus allen diesen Gründen gratulierte ich diesen Eltern zu ihrem verantwortungsvollen Entschluss mit dem sie auch Zivilcourage bewiesen und - entgegen den Ratschlägen mancher Kinderärzte - die Sicherheit und Gesundheit Ihres Kindes an die erste Stelle setzten.

Mehrfach hatte ich schon mit Impfschäden zu tun, wo es ganz anders ablief. Und wo man sich - in den Gerichtsakten - durch eine monate- und jahrelange Katastrophengeschichte liest und dabei aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt, warum die Eltern nicht und nicht aufgehört haben zu impfen, obwohl es offensichtlich war, dass Ihr Kind die Impfungen nicht verträgt. Wo sogar nach lebensgefährlichen Episoden - auf Anraten der Impfärzte - immer weiter gemacht wurde mit der nächsten Impfung, damit die - ach so lebenswichtige - Grundimmunisierung abgeschlossen werden kann. Es wurde immer schlimmer - mit jeder neuen Impfung, Impfärzte und Eltern liefen sehenden Auges in die Katastrophe. Doch Schema ist Schema - und das muss durchgezogen werden - manchmal bis zur vollständigen lebenslangen Behinderung...

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