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Montag, 6. März 2023

"Unter Covid war nicht alles schlecht"

Für Leute wie Hans Rauscher und andere, denen der "Unter-Covid-war-nicht-alles-schlecht"-Sermon penetrant aus dem Hirn läuft, möchte ich hier auf einen aktuellen Kommentar eingehen, der vor zwei Tagen in der Tageszeitung "Der Standard" erschienen ist. 


Dass die Maskenpflicht nur lückenhaft kontrolliert wurde, war kein Beleg für Toleranz. Auch in Saudiarabien oder dem Iran wird nicht jede Ehebrecherin gesteinigt. 
Es ging darum, dass sich Viren erwiesenermaßen über Aerosole verbreiten, die weder von chirurgischen noch von FFP-2 Masken zurück gehalten werden. "Virenluft" kann stundenlang in Innenräumen erhalten bleiben. Gesichtsmasken wurden demnach zum Symbol sinnlosen Gehorsams. 

Es war ja nur eine "Aufforderung sich impfen zu lassen" - schreibt Rauscher. Ach ja. Das nächste mal gibts eine Aufforderung, sich einen Code tätowieren zu lassen - oder sich mittels implantiertem Chip auszuweisen. Oder die Pflicht, endlich die Rauch-Entwöhnungs-Kur zu machen oder die Garantiert-Schlank-Pillen zu nehmen. Sonst ist Schluss mit krankenversichert.
Die mRNA-Impfung war zudem nahezu vollständig unwirksam und führte ums ca. hundertfache häufiger zu schweren Nebenwirkungen als "normale" Impfstoffe. Dies war spätestens nach einigen Monaten klar. Die Impfpflicht hingegen wurde nach den niederschmetternden Erfahrungen eines ganzen Jahres eingeführt, was den intellektuellen und moralischen Niedergang der hiesigen Covid-Experten - inklusive des Wissenschaftsjournalismus - dokumentierte. 

Wer zudem weiterhin das Framing von Ivermectin als "Pferdeentwurmungsmittel" bemüht, macht sich insofern lächerlich, als dieses Medikament in der Humanmedizin mit großem Erfolg gegen Flussblindheit und Elephantiasis eingesetzt wird. Die Substanz hat wohl Millionen Menschen das Augenlicht gerettet. 2015 gab es dafür den Medizinnobelpreis. 
Die Evidenz, dass Ivermectin gegen Covid-19 wirkt, wird von der Wissenschaftler-Vereinigung Cochrane um zwei Klassen (auf einer 4-stufigen Skala) besser eingestuft als die Evidenz, dass Masken gegen Covid-19 Sinn machen. Maskenverfechter sollten sich hinsichtlich Ivermectin also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Wir hätten "ein wenig Rücksicht nehmen sollen" auf die Bedürfnisse der Vulnerablen. Uns aus Rücksicht impfen lassen, dauergetestet FFP-2 tragen und trotzdem abstand halten. Die Trauernden beim Begräbnis nicht umarmen, die alte Tante nicht besuchen, die Kinder zu Haus einsperren und die Nachbarn denunzieren, wenn sie unerlaubt Geburtstag feiern. Dies sind die Tugenden, die sich in Wahrheit hinter der von Rauscher eingemahnten "Rücksicht" verbergen. 

Und zu welchem Zweck werden die Infektionen vermieden? Welchen Nutzen hatten Lockdown und NoCovid? - Dachte man, dass die Viren, wenn wir uns in der Wohnung einsperren, draußen verhungern? – Die Stadt Melbourne sperrte ihre Bürger für 262 Tage in einen Weltrekord Lockdown. Im Oktober 21 wurde wieder aufgesperrt - und im November 21 folgte eine Weltrekord-Covid-Welle. 

Was wir in den letzten Jahren erlebt haben, war der überwunden geglaubte, radikale Absturz in faschistoide Ausgrenzung. Zu Beginn war die Politik glaubwürdig überfordert und von Panik getrieben. Doch bald schon wurde deutlich, wie rasch sich die Mächtigen an diktatorische Maßnahmen gewöhnen und wie rasch das süchtig macht.
Die verängstigten Menschen scharten sich nämlich um jene, die am härtesten agierten. Und jene, die am härtesten agierten, waren durch die Umfragen angefeuert, "die Zügel" jedes Mal noch ein wenig kürzer zu ziehen. Schallenberg hat man das gut angemerkt, dass er sich als neuer Dolfuss zunehmend wohl fühlt. 
Ohne den Widerstand beherzter Menschen wären wir schnurstracks in die Diktatur geschlittert. 

Sie, Herr Rauscher, müssen damit leben, dass Sie - entgegen ihrer Selbst-Wahrnehmung als intellektueller Freund der Demokratie – diesen totalitären, bösartigen und vollständig verblödeten Maßnahmen begeistert applaudiert haben. 
Sie haben sich mitschuldig gemacht und verstehen noch immer nichts.


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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage.

Donnerstag, 3. Februar 2022

Von Laer und Wagner: das Dream-Team der Covid-Dauerkrise

Der Mikrobiologe Michael Wagner und die Virologin Dorothee von Laer sind Dauergäste in den Medien, wo sie ohne kritische Gegenfragen ihre kruden Thesen verbreiten dürfen, die alle in eine Richtung laufen: Ein möglichst striktes Lockdown-Regime, Dauer-Testen, Booster-Impfen, Masken tragen.

Von Laer ist mittlerweile berühmt für ihr resolutes Covid-Regime, etwa ihre Vorschläge, die 1G-Regel einzuführen, Schulen zu sperren, "als eine der effizientesten Lockdown-Maßnahmen" oder ihre Forderung, Tirol abzusperren, um damit die Verbreitung von Virus-Varianten zu unterbinden. Delta brauchte rund 4 Wochen, um global zur dominierenden Viren-Variante zu werden. Wie lange hätte van Laers Vorschlag, die Tiroler einzusperren, diesen viralen Siegeszug wohl verlangsamt: um Stunden? Minuten?



Nun fordert die mittlerweile hauptsächlich auf ihrem Gestüt im Burgenland logierende Virologin in mehreren Interviews, es den Deutschen gleich zu tun und die Gültigkeit des "Genesen"-Status im Grünen Pass auf die Hälfte (3 Monate) zu reduzieren. Sie nannte dafür nebulos "eine Studie", die das nahelegen würde. Die diversen Redakteure fragten nicht näher nach. Offenbar ist es Beweis genug, wenn eine Professorin etwas sagt.

Ähnlich die Argumentation des Mikrobiologen Michael Wagner. Er wettert verlässlich gegen alle Erleichterungen von Covid-Maßnahmen, so als wäre er persönlich an der Aufrecht-Erhaltung des Pandemie-Regimes gewinnbringend beteiligt.
Nun gehen ihm die Abschaffung der Masken beim Turnen sowie die Aufhebung der Maskenpflicht für Volksschüler während des Unterrichts gegen den Strich. Er wäre dafür, "damit bis Ostern zu warten", erklärte er gegenüber ORF-Wien. Auch bei ihm gilt Bauchgefühl als oberste wissenschaftliche Expertise. Denn jetzt „werden sich sicherlich mehr Kinder anstecken als mit Masken“.


Mikrobiologe Michael Wagner wurde bekannt als Promoter der Gurgeltests

Auch hier wurden vom Reporter keinerlei wissenschaftliche Begründungen verlangt, was denn schlecht daran wäre, wenn sich Kinder mit den für sie harmlosen Omicron-Viren infizieren und fortan eine sterile Immunität genießen - ganz im Gegenteil zu den Geimpften.
Niemand kam auf die Frage, Wagner mit dem Beispiel Schweden zu konfrontieren, wo es nie Maskenpflicht für Schüler gab. Oder mit Dänemark, der Schweiz, England und anderen Ländern, die trotz deutlich weniger rigiden Covid-Maßnahmen keine schlechteren Zahlen haben als Österreich. Im Gegenteil.

Es ist auch ein Zeichen von Intelligenz, in der Wahl der Experten und Berater vorsichtig zu sein und nicht Extremisten eine ständige Hauptrolle anzubieten. Das gilt für die Politik ebenso wie die Mehrzahl der Medien.

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Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Freitag, 17. Dezember 2021

Numbers #09 - Vom Sinn und Unsinn der Maskenpflicht

Die Maskenpflicht ist eine der Lieblings-Maßnahmen der Politik. Sie erinnert die Bürger daran, dass Pandemie ist und sie sich pandemiemäßig verhalten sollen. Masken kosten zudem nicht ganz so viel wie die Testerei oder die Impferei. 

Auch kleine Kinder müssen in vielen Schulen Masken tragen

Ob sie auch etwas nützen? Tja. Das ist eine schwierige Frage. Vor Covid hieß es, dass Masken außerhalb der Gesundheitsberufe keinen Sinn machen - zumal für gesunde Personen. Doch seither hat sich vieles geändert - und was früher keinen Sinn machte, macht jetzt plötzlich ganz viel Sinn. Doch seht selbst. 

Hier ist das aktuelle Video.


Das Format Numbers gestalte ich für die OVALmedia Berlin. Hier findet Ihr alle bisherigen Numbers Ausgaben


Montag, 9. August 2021

Rätsel, Gerüchte, Impfverträge: Meldungen aus dem Covid-Mittsommerloch

Mitten in der Urlaubszeit steigt bei Politik und Gesundheitsbehörden die Nervosität, was die steigenden Corona-Infektionszahlen wohl bedeuten und wie ihnen zu begegnen ist. Die US-Behörde CDC hat nun die Maskenpflicht in Innenräumen für alle Menschen im Alter über 2 Jahren empfohlen. Für besondere Aufregung sorgte, dass dies auch für bereits geimpfte Personen gilt, weil immer mehr Daten das Nachlassen des Impfschutzes belegen. Dessen ungeachtet sehen viele Experten die Rettung in Impfquoten von mindestens 85%. Angesichts der wachsenden Skepsis in der Bevölkerung sind derartige Quoten ohne gesetzliche Impfpflicht jedoch vollständig illusorisch. 


Normaler wird der Sommer nicht mehr - langsam klingt der Corona-Herbst an (Foto: SJ Golding)


Zur Lage in Israel 

In Israels Krankenhäusern sieht die Belegung mit Covid-Patienten mit Stand vom 6. August so aus.

Ernsthaft Kranke der Altersgruppe über 60 Jahren:
  • 196 sind vollständig geimpft
  • 5 sind einmal geimpft
  • 65 sind ungeimpft
Ernsthaft Kranke der Altersgruppe unter 60 Jahren:
  • 15 sind vollständig geimpft
  • 1 ist einmal geimpft
  • 46 sind ungeimpft
Ende Juli hatte die israelische Gesundheits-Behörde noch verlautbart, dass zwar der Schutz vor Infektionen bei Covid-Geimpften abnimmt (auf zuletzt 39%), dass jedoch der Schutz vor schweren Krankheitsfällen mit 91% unverändert hoch bleibt und die Geimpften zu 88% vor Hospitalisierung abgesichert sind. 
Mit den aktuellen Daten gilt das nicht mehr. In der Gruppe unter 60 Jahren liegt der Schutz vor Covid-bedingter Einweisung ins Krankenhaus zwischen 70 und 80%, in der Gruppe der Menschen über 60 Jahren nur mehr bei 65%. 

Die Gesundheits-Behörde versuchte einer negativen Impf-Stimmung gegenzusteuern, indem sie betonte, dass das Risiko einer Hospitalisierung bei ungeimpften älteren Menschen immer noch signifikant höher ist als bei geimpften. Verschwiegen wird bei dieser Rechnung jedoch, dass in Israel fast nur noch jene älteren Menschen ungeimpft sind, die zu schwach für eine Impfung sind. Dabei handelt es sich um Menschen über 80 mit erheblichen Vorerkrankungen. Und dass diese Gruppe ein höheres Risiko einer schwer verlaufenden Covid-Infektion hat, liegt auf der Hand. 

Besorgniserregend ist der zeitliche Trend des abnehmenden Impfschutzes auch insofern, als sich die Zahl der Covid-positiven Patienten, die täglich in Israels Krankenhäusern aufgenommen werden müssen, seit Anfang Juli von rund 5 pro Tag auf 40 pro Tag vervielfacht hat. 

Seit Anfang Juli steigen die Infektionszahlen in Israel und den USA rasant an

Die Infektionszahlen sind sogar um das Zehnfache angestiegen, liegen derzeit so hoch wie zuletzt Anfang März mit rund 4.000 Fällen pro Tag. Die Kurve weist weiter steil nach oben. Aus dem Expertenkreis des Gesundheitsministerium kommen immer mehr Stimmen, die für die September-Ferien in Israel einen landesweiten Lockdown fordern. 

Geimpfte genauso infektiös wie Ungeimpfte


Die britische Behörde "Public Health England" (PHE) gab bekannt, dass in der Vorwoche veröffentlichte Beobachtungen der US-Behörde CDC aktuell auch auf Großbritannien zutreffen: 
"Einige erste Ergebnisse ... deuten darauf hin, dass die Viruskonzentration bei Menschen, die sich mit Delta infizieren, nachdem sie bereits geimpft wurden, ähnlich hoch sein könnten wie bei ungeimpften Menschen. Dies könnte Auswirkungen auf die Ansteckungsfähigkeit von Menschen haben, unabhängig davon, ob sie geimpft wurden oder nicht."
Von den bestätigten Delta-Fällen, die seit dem 19. Juli ins Krankenhaus eingeliefert wurden, waren laut PHE 55,1% nicht geimpft, während 34,9% zwei Dosen eines COVID-19-Impfstoffs erhalten haben.

Deutscher Zweck-Optimismus

Das Robert Koch Institut (RKI) liefert im Gegensatz zu diesen eher ernüchternden Erkenntnissen einen regelrechten Jubelbericht ab, der die großartigen Effekte der Covid-Impfung feiert. 
Trotz seines Erscheinungsdatums (2. September 2021, online vorab) klingen die präsentierten Daten - im Zuge der aus den Israel, den USA und Großbritannien einlangenden Fakten – schon jetzt überholt.  
Zitat RKI-Bericht:
"Unsere hier präsentierten Daten belegen den überragenden Nutzen der COVID-19-Impfung bereits in den ersten 6,5 Monaten der Impfkampagne in Deutschland 2021. Unter anderem aufgrund einer noch nicht ausreichend hohen Impfquote unter den 18- bis 59-Jährigen und der sich derzeit ausbreitenden Delta-Variante steigen jedoch die Fallzahlen aktuell wieder an und Deutschland steht am Anfang einer vierten Welle. Um das Ausmaß einer vierten Welle so gering wie möglich zu halten, ist es notwendig, dass der Anteil der geimpften Bevölkerung schnellstmöglich erhöht wird, sodass ein vollständiger Impfschutz bei einer möglichst hohen Anzahl an Menschen besteht. Im Rahmen einer mit diesem Modell durchgeführten und früher publizierten Analyse ist hierfür eine Impfquote von 85 % in der Altersgruppe 12 bis 59 Jahre und eine Impfquote von 90 % bei Personen ≥ 60 Jahren notwendig."
Ohne allgemeine Impfpflicht sind solche Impfquoten kaum erreichbar. Doch wozu dienen derart hoch gesteckten Ziele überhaupt, wenn die Impfung schlecht vor SARS CoV-2 Infektionen schützt und damit die Erlangung einer Herdenimmunität in der Bevölkerung vollständig illusorisch macht?

Fauci fordert Impfpflicht

Anthony Fauci, der mittlerweile 80-jährige "Chief Medical Advisor" von US-Präsident Joe Biden liefert keine Antwort auf diese Frage, doch er fordert vehement eine Impfpflicht. Und zwar deshalb, "weil sich sonst das Virus weiter verbreiten und verändern könnte." Und dann, so Fauci, bestehe die Gefahr, dass sich am Ende eine Variante entwickle, die noch problematischer ist als Delta und vor der die aktuellen Impfstoffe gar keinen Schutz mehr bieten. 

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC haben mittlerweile 59 Prozent aller Bürger mindestens eine Impfdosis erhalten. Nach rasantem Start der Impfkampagne kommt sie angesichts verbreiteter Skepsis in der Bevölkerung mittlerweile aber nur noch schleppend voran. US-Präsident Joe Biden und hochrangige Regierungsvertreter rufen die Bevölkerung zunehmend verzweifelt auf, sich impfen zu lassen. Fauci erhöht mit seiner Forderung nach "Impfpflichten auf lokaler Ebene" den Druck. Die CDC hat ihre Forderung nach einer Maskenpflicht in Innenräumen letzten Sonntag auf "alle Menschen ab 2 Jahren" erweitert. 

STIKO soll verschwinden

Seit sich die deutsche STIKO ('Ständige Impfkommission' am Robert Koch Institut in Berlin) gegen eine allgemeine Impfung der Kinder ab 12 Jahren ausgesprochen hat, läuft die Politik Sturm gegen diese widerborstigen Impfexperten, angeführt vom Ulmer Virologen Thomas Mertens.
Manne Lucha, Gesundheitsminister aus Baden-Württemberg, kritisierte beispielsweise, dass die STIKO dazu neigt, Entscheidungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erstmal eher nicht gutzuheißen. „Wir sind der Überzeugung, dass die Impfung für Jugendliche eine große Chance ist, und sind da auch selbstbewusster geworden.“
Der Tenor der politischen Offensive lautet: Wenn die EMA etwas zulässt, dann haben das gefälligst auch die deutschen Impfexperten zu empfehlen. Deshalb wird nun rundum von allen möglichen Bundes- und Landespolitikern die Gründung eines 'Bundesgesundheitsamtes' angeregt - anstelle der STIKO. 
Natürlich könne man sich immer andere Strukturen vorstellen, erklärte STIKO-Chef Mertens. Etwas Neues sollte aber besser sein als das Alte. „Ein Bundesgesundheitsamt gab es ja bereits früher.“
Tatsächlich ist das damalige Bundesgesundheitsamt im Jahr 1994 infolge eines Skandals um kontaminierte Blutpräparate aufgelöst worden. Um ein möglichst unabhängiges, frei von finanziellen Eigeninteressen agierendes Expertengremium zu schaffen, wurde in der Folge die STIKO gegründet. 

"Die wahren Covidioten"

Gereicht hat das Mittsommertheater offenbar dem ehemaligen SPD-Bundesfinanzminister und Ex-Chef der Linkspartei Oskar Lafontaine. Gestern ließ er auf seinem Facebook-Account eine richtige Wutrede los: 
"Als ich die geleakten Verträge mit Pfizer/Biontech auf den NachDenkSeiten gelesen habe, verschlug es mir die Sprache. Dort steht doch tatsächlich: „Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind… Der Käufer erklärt sich hiermit bereit, Pfizer, BioNTech (und) deren verbundene Unternehmen (…) von und gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste, Schäden, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und Ausgaben freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten.”
Die Politiker, die solche Verträge abschließen, sind die wahren Covidioten. 
Unter Machtmissbrauch und Größenwahn fällt die Empfehlung der Gesundheitsminister der Länder, auch Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren Impfstoffe anzubieten. Was fällt diesen politischen Laiendarstellern eigentlich ein? Kennen sie, im Gegensatz zum Hersteller, die langfristigen Wirkungen des Impfstoffs und wissen sie bereits, dass der Impfstoff keine unerwünschten Wirkungen haben wird? Angefangen vom Bankkaufmann, Politikwissenschaftler und Pharmalobbyisten Spahn – auf welche Fachkompetenzen berufen sich diese Damen und Herren eigentlich?"
Diesem "Wort zum Sonntag" von Oskar Lafontaine ist wenig hinzuzufügen. 

Mittwoch, 30. Juni 2021

Inakzeptabel hohe Kohlendioxidwerte unter Gesichtsmasken bei Kindern

Der Kohlendioxidgehalt in der Atemluft steigt bei Kindern unter Gesichtsmasken auf inakzeptabel hohe Werte von über 13.000 parts per million (ppm) schon nach 3 Minuten, fand eine Studie, die heute im renommierten Journal JAMA Pediatrics online publiziert wurde. 

Das könnte erklären, warum über 68% der Kinder einer großen Befragung der Universität Witten/Herdecke über Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung, und schlechte Stimmung klagen. Denn zu viel Kohlendioxid ist schädlich, wie das Umweltbundesamt schon 2008 feststellte: Mehr als 2.000 ppm (oder 0,2 vol%) sollten nicht in der Atemluft vorhanden sein. In der Atemluft im Freien liegt der Kohlendioxidgehalt bei etwa 400 ppm (0,04 vol%).

Jüngere Kinder können sich oft gar nicht mehr
an eine "maskenlose Zeit" erinnern (Foto: Brian Evans)

Die Forschung kam aufgrund einer Elterninitiative zustande und wurde koordiniert von Prof. Harald Walach, der an der Kinderklinik der Medizinischen Universität Poznan in Polen tätig ist, sowie als Gastprofessor an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. „Die Eltern kamen auf uns zu, weil ihre Kinder über Probleme klagten“, sagt der Immunologe und Toxikologe Prof. Stefan Hockertz, der die Studie initiierte und vor Kurzem ein Buch zum Thema publiziert hat („Generation Maske“). Helmut Traindl, promovierter Ingenieur aus Wien führte die Messungen durch, mit denen er langjährige Erfahrung hat. „Wir haben die Methode an Pilotmessungen erprobt“, sagt Traindl. „Die Kinder erhielten einen kleinen Messschlauch in Nasennähe befestigt, so dass wir den Kohlendioxidgehalt in 15 Sekunden-Abständen sauber bestimmen konnten.“ Andreas Diemer und Ronald Weikl, zwei Ärzte, begleiteten die Studie medizinisch. Sie sorgten auch für gute Durchlüftung des Messraumes. Dafür stellte die Kinderpsychotherapeutin Anna Kappes ihre Praxis in Müllheim zur Verfügung. Sie kümmerte sich um das Wohlbefinden der Kinder und der begleitenden Eltern. 

Die Forscher maßen zunächst ohne Maske, dann in zufälliger Reihenfolge mit einer OP-Maske und einer FFP2-Maske, und schließlich nochmals ohne Maske das eingeatmete Kohlendioxid. „Uns interessierte vor allem der Kohlendioxidgehalt der eingeatmeten Luft“, erklärt Dr. Traindl. „Es erstaunte mich, dass dieser so rasch, nämlich bereits nach 1 Minute so hoch anstieg und ohne große Schwankungen auf hohem Niveau stabil verweilte.“ Wie kommt das zustande? „Der Totraum in der Maske ist für Kinder im Verhältnis zu ihrem Gesicht besonders groß. Dort sammelt sich das ausgeatmete Kohlendioxid, mischt sich mit der einströmenden Luft und wird rückgeatmet“, erklärt der Arzt und Physiker Andreas Diemer den Vorgang. „Weil bei Kindern der Atemvorgang schneller geht und auch weniger Druck erzeugt, ist gerade bei ihnen das Problem des mangelnden Gas-Austausches besonders groß“, sagt Diemer. „Auch Kindermasken lösen das Problem nicht. Solche hatten wir nämlich auch“, meint Diemer.

„Die Daten sprechen eine klare Sprache“, sagt Prof. Walach, der Leiter der Studie, der die Daten ausgewertet hat. „Die Effekte sind sehr groß, klinisch hoch bedeutsam und statistisch sehr signifikant. Einen Unterschied zwischen den Masken sehen wir kaum, obwohl die FFP2-Masken mit 13.910 ppm einen höheren Wert erzeugen als die OP-Masken. Aber dieser ist mit 13.120 ppm immer noch mehr als 6-fach über dem, was das Umweltbundesamt als Grenze der Gesundheitsgefährdung einstuft. Daher wäre es aus unserer Sicht ein politisches und juristisches Gebot der Stunde, das Maskentragen bei Kindern als gesundheitsgefährdend einzustufen und keinesfalls mehr als pauschale Maßnahme zu verordnen. Schulen, Ämter und Behörden, die dies verlangen, machen sich aus unserer Sicht der Körperverletzung schuldig“, sagt Professor Walach. Professor Hockertz, der in seinem Buch die vielfältigen Probleme aufzeigt unterstützt dies und sagt: „Es ist ein Skandal, dass unsere Behörden solche Maßnahmen verordnet haben, ohne auch nur einen Anhaltspunkt für die Unbedenklichkeit von Gesichtsmasken bei Kindern gehabt zu haben. Eigentlich hätte eine solche Studie von Oberschulämtern durchgeführt werden müssen. Aber zwei Schulen, in Blaubeuren und im Landkreis Passau, die auf uns zugekommen sind, damit wir diese Studie dort durchführen, erhielten von ihren Oberschulämtern ein Verbot, eine solche Studie durchführen zu lassen. Wir hoffen sehr, dass durch unsere Daten etwas mehr Vernunft und Sachlichkeit in die Debatte kommt. Denn das Risiko für ein Kind, an COVID-19 zu erkranken ist wesentlich geringer, als einen psychischen oder körperlichen Schaden durch das Tragen der Masken zu erleiden“, meint Hockertz. 

„Besonders die kleinen Kinder sind stark betroffen“, sagt Juliane Prentice aus Müllheim, eine der Organisatorinnen. „Das Kind mit den höchsten Kohlendioxidwerten, mit 25.000 ppm in der Einatemluft, also mehr als das 10fache dessen, was das Umweltbundesamt als Gefährdungsgrenze einstuft war nur 7 Jahre alt.“ Insgesamt wurden 45 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren gemessen. „Der Kohlendioxidgehalt der Einatemluft nahm mit dem Alter deutlich ab. Aber selbst das Kind mit den niedrigsten Werten, ein 15-Jähriger, hatte mit 6.000 ppm Kohlendioxidgehalt noch das Dreifache des Grenzwertes in der Einatemluft,“ kommentiert Dr. Ronald Weikl, Arzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde in Passau, der zu den Organisatoren und Betreuern der Studie gehört. „Es führt kein Weg daran vorbei: Das Tragen von Masken bei Kindern ist eine ungeeignete Methode des Gesundheitsschutzes. Es schadet mehr, als es nutzt“, sagt der Arzt.

Zitation:

Walach, H., Weikl, R., Prentice, J., Diemer, A., Traindl, H., Kappes, A., & Hockertz, S. (2021). Experimental assessment of carbon dioxide content in inhaled air with or without face masks in healthy children: A randomized clinical trial. JAMA Pediatrics. doi:10.1001/jamapediatrics.2021.2659, published online 30th June 2021

Bei diesem Artikel handelt es sich um den Abdruck einer Presse-Mitteilung