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Dienstag, 4. August 2026

Autismus und Impfungen - Im Wandel der Zeit

 Noch vor wenigen Jahren - am Höhepunkt der Fakten-Checkerei - hätte jemand, der Autismus als mögliche Folge von Impfungen darstellt, eine lange Sperre oder den kompletten Ausschluss bei Facebook, Twitter & Co. riskiert. Im Bereich der Wissenschaft sind zahlreiche Karrieren ruiniert worden, wenn sich jemand für eine stärkere Prüfung des Zusammenhangs aussprach. Am bekanntesten war der Fall des britischen Mediziners Andrew Wakefield. Aber auch der de fakto Rauswurf von 'Mr. Aluminium' Christopher Exley von der Keele University hängt eng mit seiner Kritik am fehlenden Sicherheits-Nachweis aluminium-haltiger Babyimpfstoffe zusammen. Heute schaut man auf die Seite der US-Behörde CDC und findet im Kapitel "Autismus und Impfungen" in der Zusammenfassung dies:


Übersetzt heißt das: 

  • Die Behauptung, dass „Impfungen nicht zu Autismus führen”, ist nicht evidenzbasiert, da Studien die Möglichkeit, dass Impfungen bei Säuglingen Autismus auslösen, nicht ausgeschlossen haben.
  • Studien, die einen Zusammenhang belegen, wurden von Gesundheitsbehörden ignoriert.


Jahrzehntelang ist die Häufigkeit von Autismus angestiegen. Jahrzehntelang haben die immer gleichen Impfexperten alles getan, um das Impfwesen aus der Verantwortung zu nehmen. Auch Anthony Fauci zählte natürlich zu dieser Experten-Klüngel: Die Nebenwirkungen von Impfungen seien beinahe nicht messbar, hatte er in vielen Interviews betont. Autismus habe überhaupt nichts mit Impfungen zu tun.

Wenn man die 'anderen' Experten befragt, die geplagten Mütter und Väter, deren Kinder eine Autismus-Diagnose bekommen, sieht die Sache schon anders aus.

Etwa 50% der Betroffenen erklären in den Surveys nämlich, dass die Symptome ihrer Kinder erstmals nach den Säuglings-Impfungen aufgetreten sind und sie davor gesund und unauffällig waren.

Solche Aussagen wurden bisher als 'unwissenschaftlich' abgekanzelt und komplett ignoriert.

Und das trotz vieler naheliegender Einflüsse: Bei der Mehrzahl der Autismus Fälle liegt der Auslöser in Gehirn-Entzündungen in Folge einer Attacke des Immunsystems. Die Vernetzung wichtiger Gehirn-Areale kann dadurch unterbrochen und dauerhaft gestört werden.

Was greift nun in die Funktion des Immunsystems ein? Sicherlich tun das auch Antibiotika, Cortison-Präparate, Ernährung, Mobilstrahlung und sonstige Begleiterscheiungen des modernen Lebens.

Doch den erklärten Vorsatz, gezielt ins Immunsystem einzugreifen, verfolgen vor allem Impfungen – und das mit den besten Absichten. Sie sollen das Immunsystem aktivieren und möglichst lebenslange Immunität vermitteln.

Wenn das allerdings schief geht, kann daraus auch ein lebenslanger Impfschaden resultieren.


Enorme zeitliche Korrelation

Die CDC Seite führt aus, dass im Jahr 1986 in den USA für Kinder im ersten Lebensjahr gerade mal fünf Dosen von Impfungen vorgesehen waren: Zweimal die Schluckimpfung gegen Polio und dreimal die Kombi-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten.

Im Impfplan von 2025 waren drei Dosen Rotavirus empfohlen, sowie jeweils drei injizierte Dosen von HepB, DTaP, Hib, PCV und IPV bis zum Alter von sechs Monaten, zwei injizierte Dosen Influenza bis zum Alter von sieben Monaten und injizierte Dosen von Hib, PCV, MMR, Varizellen und Hepatitis A im Alter von zwölf Monaten.

Der Zunahme der Impfungen korreliert zeitlich gut mit dem enormen Anstieg von Autismus. Natürlich ist Korrelation kein Ursachenbeweis. Aber - so die CDC - "Auch wenn die Ursachen von Autismus wahrscheinlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen sind, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage, um einen möglichen Auslöser vollständig auszuschließen."


Es gab nie einen Nachweis für die Entlastung von Impfungen

Entgegen der öffentlichen Propaganda finden sich über viele Jahre in den Unterlagen der CDC keinerlei Belege für die Entlastung der Impfungen.

  • 1991 ergab eine Untersuchung des 'Institue of Medicine' (IOM), dass keine Daten existieren, die sich mit der Frage befassen, ob die Diphtherie-Tetanus-Pertussis Impfung zum Autismus-Risiko beiträgt.
  • 2012 schrieb das IOM: „Die vorliegenden Erkenntnisse reichen nicht aus, um einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfstoffen, die Diphtherie-Toxoid, Tetanus-Toxoid oder azelluläres Pertussis-Toxoid enthalten, und Autismus zu bestätigen oder zu widerlegen.“ Und das, obwohl die einzige Studie, die das konkret geprüft hat, sehr wohl einen Zusammenhang gefunden hat.
  • 2014 wiederholte eine Untersuchung des Gesundheitsministeriums diese Stellungnahme ("Erkenntnisse reichen nicht aus..."). Obwohl diesmal eine neue Studie dazu kam, die Kinder mit einer Hepatitis B Impfung im ersten Lebensmonat mit Kindern verglich, die keine oder eine spätere Heptatits B Impfung erhalten haben. Die Studie fand ein dreifach erhöhtes Autismus-Risiko bei früh geimpfen Kindern. Die Studie wurde heftig attackiert und musste zurückgezogen werden.
  • 2021 kam es abermals zu einer ähnlichen Einschätzung des Gesundheitsministeriums. ("Die wissenschaftlichen Belege reichten weiterhin nicht aus, um einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Impfstoffen und Autismus zu bestätigen oder zu widerlegen.")


Die Neugestaltung der CDC Webseite ist demnach also keine Extravaganz des Gesundheitsministers Robert F. Kennedy, Jr, sondern schlicht der Wissensstand der letzten 35 Jahre.

Man wusste es nie. Und wollte es nicht wissen. Und wenn in Studien dennoch Verdachtsmomente aufgetaucht sind, so wurden diese Studien ignoriert oder mussten zurückgezogen werden..


Kein Richtungswechsel - Hohes Zensur-Risiko

In Europa sind die Behörden noch im Stadium der kompletten Verweigerung dieser Debatte.

Immerhin wird man nicht mehr gesperrt, wenn man solche Beiträge postet.

Aber auch nur dank der Sorge der EU-Kommission, dass Donald Trump oder JD Vance wieder auszucken, wenn die Zensur-Bestrebungen im Internet so hoch gefahren würden, wie sich von der Leyen, Merz und Co. das sehnlichst wünschen.


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Mittwoch, 8. Juli 2026

Deutschland wählt den Weg in den Finanz-Harakiri (Kommentar)

Zu Beginn dieser Woche hat die deutsche Bundesregierung den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und den Finanzplan bis 2030 beschlossen. Er enthält eine enorme Aufwertung der Verteidigungs-Ausgaben, und eine Schuldenlast, die den nächsten Generationen ein vergiftetes Erbe hinterlässt. Allein die Zinsen für die Schulden liegen künftig beim Dreifachen der Ausgaben für die Ressorts Gesundheit und Bildung. Wie ist es möglich, dass so etwas durchgeht?

Strahlende Zukunft für Rheinmetall und seinen größten Aktionär Blackrock

Die Ausgaben für Verteidigung haben sich bereits seit der ersten Amtszeit von Donald Trump ab 2017 (37 Milliarden EUR) mehr als verdoppelt. In den nächsten Jahren sollen sie kontinuierlich weiter steigen: Von 82,7 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 183,7 Milliarden im Jahr 2030.

Insgesamt werden in den nächsten vier Jahren 610,27 Milliarden Euro ausgegeben, um damit die von Merz und Pistorius gewünschte 'stärkste Armee Europas' aufzupäppeln. 

Im selben Zeitraum sollen die Ausgaben für Gesundheit von 21,8 Milliarden auf 14,7 Milliarden reduziert werden. 

Die Ausgaben für Bildung und Familie fallen von 16,7 Milliarden auf 13,8 Milliarden.



Der Schuldendienst- das sind die Zinsausgaben für bestehende Schulden - steigt von 33,6 Milliarden in diesem Jahr auf 82,2 Milliarden im Jahr 2030. 

Deutschland gibt dann also dreimal so viel für Zinsen aus wie für die beiden Ressorts Bildung und Gesundheit zusammen.

Nicht enthalten sind hier die neu aufgenommenen Schulden, die der Bevölkerung unter dem Tarnbegriff 'Sondervermögen' untergejubelt werden. Sie betragen noch einmal 500 Milliarden Euro und werden ab 2037 dem Bundesbudget zugeschlagen. 

Eine weitere Bombe im Keller sind die an die Ukraine vergebenen Milliardenkredite der EU, wo Deutschland etwa ein Viertel des Ausfall-Risikos trägt. Und dieses Risiko liegt bei etwa 100 Prozent.

Beinahe ebenso rasch wie die Schulden steigt der Stellenabbau in der deutschen Industrie. Speziell betroffen ist die Automobil- und Zulieferindustrie, der Maschinenbau und die Chemische Industrie.

2024 gingen rund 70.000 Arbeitsplätze  verloren. 2025 waren es 124.000.

Offenbar will man das Heer der Arbeitslosen künftig ins Militär umleiten. 

Das Dumme an diesem Wirtschaftsmodell ist, dass sich Investitionen ins Militär nur dann amortisieren, wenn andere Länder überfallen, erpresst oder ausgeraubt werden. Die USA praktizieren dieses Modell seit vielen Jahrzehnten. Mit Ausgaben von knapp 1000 Milliarden US-Dollar (2025) geben sie dreimal so viel fürs Militär aus wie China, das auf Rang 2 liegt. 

Will Deutschland dieses "Erfolgsmodell" übernehmen?

Dann müssten sie nach Ländern suchen, die man überfallen und ausrauben kann. 

Oder geht es nur um Abschreckung gegenüber Russland? 

Einem Land, das seit vier Jahren im Ukraine-Debakel fest steckt und heuer - bei enormen Verlusten an Menschenleben und gigantischen Kosten - gerade mal ein paar hundert Quadratkilometer erobert hat. 

Einem Land, das derart die Schnauze voll hat von Krieg, dass es - nach der Eroberung des Donbass – der Mindestanforderung, um der eigenen Bevölkerung einen "Sieg" zu verkaufen -  wohl sofort einen Friedensvertrag unterzeichnen würde. 

Aber egal, wie irrational dieses Argument ist: Abschreckung gegen Russland wird offiziell als Grund für die Notwendigkeit der Aufrüstung angegeben. 

Volkswirtschaftlich sind Investitionen ins Militär jedoch ein reiner Minusposten. Jets, Panzer, Drohnen und Raketen bringen keinen Mehrwert. Sie schießen, explodieren oder sie verrosten. 

Und das Geld ist weg.

Gerade hier tut sich aber eine dritte Möglichkeit auf. Und wahrscheinlich ist das die wichtigste Motivation für den ganzen Irrsinn:

Bereits seit seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump Deutschland und die anderen NATO Staaten massiv unter Druck gesetzt, wesentlich mehr Geld in die Verteidigung zu investieren. Ein Großteil dieser Investitionen fließen in die USA.

Die politische Führung Deutschlands erfüllt im Verbund mit der EU-Kommission nun den politischen Auftrag, möglichst viel an deutschem Volksvermögen in die Kassen der Rüstungs- und Finanzkonzerne umzuleiten.

Die europäischen Spitzenpolitiker verdanken ihre Posten im wesentlichen den Transatlantischen Netzwerken. Donald Trump nützt diese Abhängigkeit (ebenso wie davor Joe Biden) aus. Die Politiker werden dazu gedrängt, ihre eigene Bevölkerung zu verraten, die über Generationen in die Schuldenfalle gerät. Doch sie haben offenbar ihren Bluteid geleistet und wissen, wem sie dienen. Und sie wissen, dass diese Netzwerke verlässlich sind und ihnen notfalls Flucht-Jets zur Verfügung stellen, mit denen sie sich rechtzeitig absetzen können.

Und nach ihnen die Sintflut.


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Montag, 3. November 2025

Mehr Pneumokokken-Lungenentzündungen trotz gratis Pneumokokken-Impfungen

Personen ab 60 Jahren können sich in Deutschland und Österreich gratis gegen Pneumokokken impfen lassen. Die Ärztekammern kritisierten kürzlich, dass Menschen, die sich impfen lassen wollen, häufig abgewiesen werden müssen, weil die Impfstoffe nicht verfügbar sind. Andererseits verschafft das Zeit, sich die Sache zu überlegen. Denn obwohl seit vielen Jahren auf hohem Niveau geimpft wird, steigen die gemeldeten Pneumokokken-Fälle - sowohl bei Babys als auch bei älteren Menschen - massiv an.

Impfkampagnen bewerben die "Gratisimpfung"


Woran das liegen könnte, zeigt eine im Oktober 2025 erschienene Studie aus Spanien, die alle Fälle von Lungenentzündung während des Jahres 2019 in der Provinz Katalonien analysiert hat. Untersucht sollte werden, welchen Schutz die beiden angebotenen Pneumokokken-Impfstoffe geboten haben. Eingeschlossen waren die Daten von 2,2 Mio. Katalanen im Alter über 50 Jahren. Insgesamt waren hier im Jahr 2019 etwas mehr als 15.000 Fälle von Lungenentzündungen (Pneumonien) aufgetreten.
Wie im restlichen Europa standen damals zwei Pneumokokken-Impfungen zur Auswahl: Die altbekannte 23-valente Polysaccharid-Impfung (PPSV), sowie ein moderner Konjugat-Impfstoff (PCV). Dieser stammt meist von Pfizer und wird unter dem Namen 'Prevenar' vertrieben. 2019 gab es ihn noch in der 13-valenten Version, mittlerweile wirbt die Herstellerfirma Pfizer damit, dass Prevenar "Schutz" vor 20 Pneumokokken Typen bietet.
Die Anführungszeichen setze ich deshalb, weil sich der Begriff "Schutz" in dieser Studie als nicht wirklich zutreffend erwiesen hat.
Es zeigte sich nämlich, dass der alte 23er Impfstoff das Risiko einer Lungenentzündung nicht reduziert, sondern - im Gegenteil - erhöht hat. Wenn Pneumokokken die Auslöser der Pneumonie waren, so stieg das Risiko für geimpfte Personen um 21 Prozent, das Risiko für Pneumonien aller Erregertypen stieg um 24 Prozent.

Beinahe doppelt so viele Pneumokokken-Fälle bei Geimpften

Und wie schlug sich die moderne Pneumokokken-Impfung Prevenar, die der Herstellerfirma Pfizer verlässlich jedes Jahr Milliardenumsätze beschert und zu den 20 umsatzstärksten Arzneimitteln weltweit zählt?
Noch wesentlich schlechter.
Bei Pneumonien, die von Pneumokokken ausgelöst worden sind (also genau jenen Bakterien, vor denen die Impfung schützen sollte), stieg das Risiko für Geimpfte um 83 Prozent an. Bei Pneumonien aller Erregertypen stieg das Risiko um 55 Prozent.

Die Autoren der Studie waren einigermaßen erschrocken über diese Resultate. Als mögliche Ursache nannten sie die verbesserungsbedürftige Zulassungspraxis. Impfstoffe werden nur sehr selten in wirklich guten randomisierten kontrollierten Studien getestet. Üblich sind stattdessen Vergleichsstudien, wo speziell ausgesuchte – besonders gesunde – Teilnehmer die neue Impfung erhalten und diese mit einer Kontrollgruppe verglichen werden, welche zum Beispiel die Vorgänger-Impfung oder eine Impfung der Konkurrenz verabreicht bekommen.
Studien mit neutralen Salzwasser-Placeboimpfungen werden meist vermieden, um den Erfolg der neuen Impfung nicht zu gefährden. Wenn diese dann aber in der 'echten Welt' zum Einsatz kommt, können die artifiziellen Resultate aus den Zulassungsstudien oftmals nicht wiederholt werden.

Möglicherweise, so die Autoren, waren die geimpften Personen auch von Haus aus wesentlich kränker als die nicht geimpften Personen. Allerdings haben die Wissenschaftler natürlich versucht, diesen möglichen Fehler durch viele Adjustierungen in der statistischen Auswertung auszugleichen.
Es hat aber nicht wirklich etwas verändert am Ergebnis.
Die Autoren schreiben: "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass weder PPSV23 noch PCV13 mit einem verringerten Risiko für Krankenhausaufenthalte oder Todesfälle aufgrund von Pneumokokken aller Art oder Lungenentzündung aller Ursachen in Verbindung gebracht werden konnten."


"Keine wirksame Vorbeugung"

Die alte Pneumokokken-Impfung PPSV23 gibt es schon seit den 1970er Jahren. Sie soll zwar gegen 23 von insgesamt mehr als 90 Pneumokokken Typen schützen. Ihre Wirksamkeit wurde aber schon oft bemängelt. Bereits 2009 war der Schweizer Epidemiologe Matthias Egger mit seinem Team der Universität Bern in einer Metaanalyse von 22 Einzelstudien zu einem ernüchternden Resultat gekommen: "Die Pneumokokken-Impfung scheint selbst bei Bevölkerungsgruppen, für die der Impfstoff derzeit empfohlen wird, keine wirksame Vorbeugung gegen Lungenentzündung zu sein."
Dennoch wurde munter weiter geimpft. Erst 2023 erneuerte die STIKO die allgemeine Impfempfehlung diesbezüglich nicht mehr.

Bei den Babys kam jedoch immer nur der moderne Konjugat-Impfstoff zum Einsatz. Den Beginn machte Prevenar-7, das 2001 zugelassen wurde. Als immer häufiger andere Erregertypen Krankheiten auslösten und ein "Verdrängungs-Effekt" nicht mehr zu leugnen war, wurde Prevenar 2009 auf 13 Typen, im Jahr 2024 sogar auf 20 Typen aufgerüstet. Die Konkurrenzfirma Merck brachte 2009 ihren Impfstoff Synflorix, der gegen 10 Typen wirken sollte, erhöhte später auf 15 Typen und brachte kürzlich sogar einen 21-valenten Impfstoff unter dem Namen 'Capvaxive' auf den europäischen Markt, der allerdings bislang nur für Erwachsene zugelassen ist.

Pneumokokken Impfstoffe werden bei Babys meist parallel zu den Sechsfach-Impfungen verabreicht. Die Basis-Immunisierung erfordert laut Impfplan drei Dosen.
Laut WHO ist in Europa in der Zeit von 2010 bis 2024 die Impfquote gegen Pneumokokken von 37% auf 86% gestiegen.

Melderekorde bei invasiven Erkrankungen

Ich habe die deutschen Meldezahlen für invasive Pneumokokken-Erkrankungen für diesen Zeitraum in der RKI-Datenbank SurvStat nachgesehen. Zu beachten ist, dass es sich dabei meist um schwere Krankheiten handelt. Zu rund 80% sind es Lungenentzündungen - oft noch in Verbindung mit einer Sepsis (Blutvergiftung). Ich betone das deshalb, weil diese Fälle sich massiv von den Meldungen unterscheiden, wie wir sie z.B. aus der Covid-Zeit kennen, wo vielfach gesunde Personen Antikörper- oder PCR-Tests machen mussten, die auch eine beträchtliche Fehlerquote haben. 
Bei Verdachtsfällen invasiver Pneumokokken-Erkrankungen sind die Patienten hingegen längst im Krankenhaus. Dort wird eine Blut- oder Liquor-Probe genommen und ins Labor geschickt. Und wenn der Befund positiv für Bakterien der Art 'Staphylokokkus pneumoniae' ist, besteht laut Infektionsschutzgesetz Meldepflicht. Hinter jeder Meldung steht also ein tatsächlicher schwerer Krankheitsfall.

Die Tendenz zeigte mehrere Jahre leicht nach oben. Ab 2021 begann ein massiver Anstieg mit jährlichen Melderekorden. Auch für 2025 liegen Anfang November die Fallzahlen bereits über der Gesamtzahl des Vorjahres. Wahrscheinlich wird heuer die Marke von 10.000 Meldungen deutlich überschritten.


Ab einem Alter von 55 Jahren steigen die Fallzahlen stark an und erreichen im Alter über 80 Jahren ihren Höhepunkt.

Sieht man sich die Situation bezogen auf die Babys und Kleinkinder im Alter unter fünf Jahren an, so zeigt sich eine beinahe idente Situation. Die Pneumokokken Impfung wurde von der STIKO im Jahr 2006 erstmals allgemein empfohlen. Ich wähle für die Grafik den Zeitraum von 2001 bis 2024 um auch ein Bild über die Lage vor der Impfempfehlung zu geben.


Beim RKI wird vermutet, dass die "Zunahme der Fälle unter anderem mit dem Rückgang von Impf- und Hygienemaßnahmen nach der Corona-Pandemie erklärt werden kann."
Dem widerspricht die Lage in Österreich, aus der klar ersichtlich ist, dass der Trend über die Jahre ziemlich linear nach oben zeigt. (Quelle AGES)



Schon wieder neue Bakterien-Typen

Die mit Abstand meisten Fälle wurden laut Pneumokokken Jahresbericht 2024 von Bakterien des Typs 3 verursacht. Dieser Typ ist jedoch bereits seit langem in den Impfstoffen (PCV13, PCV15) enthalten. Ebenso wie der häufig diagnostizierte Typ 19A.
Die Typen 8, 10A und 22F wurden jetzt in die neu entwickelten Impfstoffe aufgenommen. Doch das Verdrängungs-Spiel geht weiter. Denn mit 23A, 24F und 38 drängen sich – bei Babys wie bei Senioren – schon wieder neue Bakterientypen in den Vordergrund, die bisher von keiner Impfung abgedeckt werden.

So wie sich die Sache allerdings darstellt, sollte wohl erst mal die Frage beantwortet werden, ob das derzeitige Impfkonzept überhaupt in der Lage ist, das Problem zu lösen.


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Dienstag, 23. September 2025

Kommt nun das Aus für Aluminium in Impfstoffen?

Im Gesundheitswesen der USA weht ein neuer frischer Wind. Dinge sind plötzlich möglich, die davor unveränderlich erschienen. Im Fokus steht dabei das Impfwesen. Für Gesundheitsminister Robert F. Kennedy und sein Team aus Pharma-unabhängigen Fachleuten gilt die einstige 'Heilige Kuh' der Medizin nicht mehr als unantastbar. Präsident Trump hat gestern sogar angekündigt, dass nach Quecksilber bald auch Aluminium aus Impfstoffen verbannt wird. 

Seit vielen Jahren berichte ich über Impfstoffe, deren Inhaltsstoffe und deren Nebenwirkungen. Zur Impfthematik kam ich in den 90er Jahren im Zuge der Diskussion über Quecksilber, das vielen Impfstoffen als Konservierungsmittel beigemischt wurde. Ich interviewte dazu Fachleute, die warnten, dass durch die Zunahme der Impfungen die Quecksilber-Menge, die den Babys zugemutet wurde, längst alle Grenzwerte überschritten hatte. Lange tat sich gar nichts. Die Behörden und viele 'Impfexperten' versuchten zu beruhigen. Es hieß, dass man dann auch keinen Fisch mehr essen dürfte, denn da sei noch viel mehr Quecksilber drin. Unzählige Nebelbomben wurden geworfen. Kritiker als fanatische Impfgegner diffamiert. 

Eingeführt wurde der Zusatz von Quecksilber in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals kamen die Impfärzte mit einem Behälter Impfstoff und impften dann die ganze Schule, wo die Schüler im Gänsemarsch antreten mussten. Der Impfstoff wurde bei jedem Kind eigens aufgezogen und die Spritze so lange verwendet, bis die Nadeln stumpf waren. Anschließend wurde der restliche Impfstoff in die Speisekammer gestellt, um am nächsten Tag in einer anderen Schule weiter verwendet zu werden. 

Bei einer solchen Impfaktion kam es zur Vergiftung zahlreicher Kinder. Bakterien hatten sich im Eimer vermehrt, es gab mehrere Todesfälle. Und das war dann der Anlass, hier mit Quecksilber abzuhelfen. Denn Quecksilber ist giftig genug, um bakterielle Kontaminationen zu verhindern. 


Schüler stehen für die Diphtherie/Tetanus/Keuchhusten-Impfung Schlange (New York, 1944)

Diese Methode wurde mehr als 60 Jahre lang beibehalten. Laufend kamen neue Quecksilber-haltige Impfstoffe auf den Markt. Und kaum jemand hinterfragte den Status Quo. Obwohl mittlerweile längst bessere Hygiene und überall Kühlschränke zur Verfügung standen. Und niemand mehr die Spritze aus Eimern aufzog, sondern mit Einzeldosen-Injektionen impfte. 

Dann endlich, zur Jahrtausendwende, reagierte die US-Gesundheitspolitik und erließ ein Verbot dieses toxischen Konservierungsmittels. Es dauerte einige Jahre, bis endlich das Quecksilber aus allen Herstellungs-Routinen raus war. Aber dann war Schluss. Und niemand vermisste es. Denn es war vollständig unnötig gewesen. 


"Aluminium ist genauso toxisch, aber chemisch wesentlich aggressiver"

Ich berichtete über diese Neuerung, die auch von Europa übernommen wurde. Ein Immunologe der Meduni Wien sagte mir im Interview, dass es ja schön und gut sei, dass nun Quecksilber weg war. "Ein anderer Inhaltsstoff macht mir aber noch viel mehr Sorgen, weil es ebenso toxisch aber chemisch wesentlich aggressiver ist." Und das, so der Professor, war Aluminium. 

Ich erinnere mich noch gut, wie überrascht ich damals war. Aluminium in Impfungen? Ich hatte dieses Element bisher eher mit Coladosen oder billigen Kochtöpfen verbunden. 

Impfungen schienen eigenartige Geheimnisse zu bergen. Ich war jedenfalls angefixt. Das Impfwesen wurde zu einem wichtigen Thema meiner journalistischen Laufbahn. Ich ging deshalb sogar nochmal an die Uni und absolvierte Lehrgänge über Evidenz-basierte Medizin und wissenschaftliches Arbeiten. Ich lernte Studien zu analysieren und nebenher medizinisches Englisch, da alles in englischer Fachsprache verfasst war. 

Zur Impfthematik habe ich mittlerweile eine Reihe von Filmen gedreht und einige Bücher geschrieben. "Die Akte Aluminium" lief 2013 auf ARTE und erreichte ein Millionen-Publikum. Mein Film "Unter die Haut - Was macht Aluminium in Impfungen?" erschien 2021 und beschreibt Funktionsweise und Gefahren dieses Zusatzstoffs. 

Zwei Drittel der heute empfohlenen Impfstoffe enthalten Aluminium-Verbindungen. Und wieder funktioniert es nach demselben Muster. Auf kritische Einwände folgen Beruhigung und Abwertung. Die Behörden verweisen auf die bald 100 jährige Tradition dieses "Wirkverstärkers". (Im Jahr 1926 sind Aluminiumverbindungen erstmals als Zusatz in Diphtherie Impfstoffen eingesetzt worden). 

"Jeder Mensch nimmt tagtäglich Aluminium in gebundener Form über die Luft, das Trinkwasser und die Nahrung auf", schreibt das Paul Ehrlich Institut auf seiner Webseite. "Die zusätzliche Aufnahme von Aluminiumverbindungen über Impfungen im Leben eines Menschen ist im Vergleich dazu minimal." - Dass der Magen-Darm-Trakt evolutionär hervorragend darauf eingestellt ist, toxische Bestandteile der Nahrung zu erkennen und schnellstmöglich wieder auszuscheiden, wird bei diesem Vergleich allerdings unterschlagen. Denn während vom Aluminium, das über den Mund aufgenommen wird, nur etwa 1 Prozent im Körper verbleibt, sind es bei Impfungen, die tief in den Muskel injiziert werden, immer 100 Prozent. Und wohin dieses Aluminium im Körper wandert und was es dort anstellt, ist vollkommen unbekannt. 

Gesichert ist hingegen, dass Aluminium - ähnlich wie Quecksilber, Cadmium und andere Giftstoffe - in der Evolution des Lebens als 'unbrauchbar und gefährlich' ausgeschieden wurden. Vom kleinsten Bakterium bis rauf zum Menschen gibt es keinen einzigen bekannten Bio-Mechanismus, wo Aluminium eine sinnvolle Rolle spielt. Im Gegenteil: Mittlerweile sind mehr als 100 Mechanismen bekannt, wo Aluminium-Ionen die Abläufe im Organismus stören und Schäden anrichten. 

Solche Details werden von den Behörden nicht an die große Glocke gehängt. 


"Wer zur Hölle möchte das in seinen Körper gespritzt bekommen?"

Anders ist die Lage seit kurzem in den USA. Der Anwalt Robert F. Kennedy hat sich in den letzten Jahren ein profundes Wissen im Bereich des Impfwesens angeeignet und dazu auch eine Reihe von Büchern geschrieben. Seit er im Kabinett von Donald Trump als Gesundheitsminister tätig ist, hat er sein Ressort mit Fachleuten besetzt, die den Pharma-hörigen Beamtenapparat massiv aufmischen. 


Präsident Trump kündigte gestern das baldige Aus für Aluminium in Impfstoffen an

Überraschend ist Präsident Trump gestern bei einer Pressekonferenz, in der es um die in den USA grassierende Autismus-Epidemie ging, auf das Thema Aluminium in Impfstoffen umgeschwenkt. 

"Ihr wisst, was Quecksilber ist, Ihr wisst was Aluminium ist: Wer zur Hölle möchte das in den Körper gespritzt bekommen?", fragte Trump die anwesenden Reporter. "Wir haben Quecksilber aus Impfstoffen entfernt und wir sind nun im Prozess, dasselbe mit Aluminium zu tun."

Wie das abläuft, wird sicherlich spannend. Denn während Quecksilber ja nichts anderes war als ein Konservierungsmittel, ist die Lage bei Aluminium wesentlich komplexer. Denn ohne diesen Zusatz wirken die meisten Impfstoffe gar nicht oder wesentlich schlechter. Das liegt an der Beschaffenheit dieser Impfungen. Sie enthalten keine lebenden abgeschwächten Keime, sondern abgetötete Proteine, die das Immunsystem nicht als Gefahr ansieht und deshalb keine Immunreaktion einleitet. Hier braucht es das Aluminium, das an der Einstichstelle massenhaft Zelltod und eine massiver Entzündung verursacht. Erst dadurch werden die Zellen des Immunsystems alarmiert und nehmen dann auch die herumliegenden toten Proteine als mögliche Verursacher des Schadens wahr. 

Wenn Aluminium aus den Impfstoffen verbannt wird, ist die Industrie gezwungen, alternative Wirkverstärker (Adjuvantien) zu erproben. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Kandidaten. Doch wenn die Impfstoffe verändert werden, braucht es neue Zulassungsstudien. Und dann müssten die teils uralten Impfstoffe neu bewertet werden. Und da sind jede Menge weitere Überraschungen möglich. Denn niemand weiß, ob diese Impfstoffe im Zuge einer objektiven Evaluierung die Tests überhaupt bestehen.  - Dann stellt sich vielleicht heraus, dass es diese Impfstoffe gar nicht (mehr) braucht - und - so wie bei Quecksilber - bloß ein paar Jahrzehnte lang vergessen wurde, sie vom Markt zu nehmen. 


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Freitag, 4. Juli 2025

Kennedy nennt Studie von Peter Aaby als Grund für den Förderungs-Stop der globalen Impfallianz GAVI

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy rührt ordentlich um. Vor drei Wochen hat er alle 17 Mitglieder des Beratungsgremiums für Kinderimpfungen der Behörde CDC raus geschmissen. Er warf ihnen Korruption und einen allzu Industrie-freundlichen Umgang vor. Besonders störe ihn,  "dass bei keiner der Kinderimpfungen sorgfältige Sicherheitsstudien durchgeführt worden sind". Nun legte RFK nochmal nach und strich die Milliarden-Förderung für die internationale Impfallianz GAVI, die im Jahr 2000 von Bill Gates gegründet worden ist. Als Begründung nannte Kennedy eine Studie von Peter Aaby. Das ist jener dänische Wissenschaftler, der im Mittelpunkt meines neuen Dokumentarfilms 'DEAD OR ALIVE - THE VACCINE PARADOX' steht. 

"GAVI hat die Schlüsselfrage der Impfstoffsicherheit vernachlässigt"

Robert Kennedy weiß, mit wem er sich anlegt. Die Pharmaindustrie hat die Öl- und Gasindustrie, sowie die Rüstungsindustrie längst hinter sich gelassen und gilt als einflussreichste Lobby in den USA. Auch deshalb, weil sie nicht nur Milliarden für Wahlkämpfe investiert, sondern durch ihre Kontrolle über Medien (50 bis 70 % der Werbeeinnahmen) und die Behörden (sie bezahlt ca. 75 % des Budgets für die Arzneimittelregulierung) eine beispiellose Reichweite hat.  Insofern ist es auch kein Wunder, dass hohe Summen zur Verfügung gestellt wurden, um eine Kampagne gegen Robert Kennedy zu starten und ihn möglichst rasch zu neutralisieren, wie eine Publikation des Brownstone Instituts vom 1. Juli nahe legt. 

Den Rauswurf der 17 Mitglieder des 'Beratenden Ausschusses für Impfpraktiken' ('Advisory Committee on Immunization Practices, ACIP') hat Kennedy auf der Plattform X ausführlich begründet. Unter anderem mit der ständig steigenden Impfbelastung für Kinder: 

"Heute erhält ein vorschriftsmäßig geimpftes amerikanisches Kind bis zum 18. Lebensjahr zwischen 69 und 92 Routineimpfungen (je nach Marke und vorgeschriebener Dosierung). Im Jahr 1986 waren es noch 11 Impfungen. Der ACIP hat jede dieser zusätzlichen Impfungen empfohlen, ohne dass für irgendeine dieser Impfungen placebokontrollierte Studien durchgeführt wurden. Das bedeutet, dass niemand wissenschaftlich feststellen kann, ob diese Produkte mehr Probleme verhindern als sie verursachen."


Impfungen können Sterberisiko erhöhen


Als Begründung für den Förderungs-Stop bei der Impfallianz GAVI nannte RFK jun., dass diese "die Schlüsselfrage der Impfstoffsicherheit vernachlässigt hat". Auch hier erhebt er den Vorwurf, dass kritische Studien nie durchgeführt oder ignoriert worden sind. 

Die GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunisation) wurde im Jahr 2000 am Weltwirtschaftsforum (WEF) gegründet, "um den rückläufigen Impfquoten in den ärmsten Ländern der Welt zu begegnen". Die Bill & Melinda Gates Foundation stellte anfänglich 750 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Mittlerweile kommen die Gelder von Industrieländern und Institutionen wie der Weltbank, die auf regelmäßigen 'Geberkonferenzen' eingesammelt werden. Die GAVI hat ihren Sitz in der Schweiz, das ihr seit 2009 Immunität und diplomatische Behandlung zusichert und die Allianz von den Steuern befreit.

Was hat RFK jr. nun mit seinem Vorwurf gemeint?
Er bezog sich dabei auf eine Studie aus dem Jahr 2017, die in 'e-bio-medicine' einem Journal der Lancet-Gruppe peer reviewed veröffentlicht worden ist. Die Studie hatte ergeben, dass Kinder, die mit dem Impfstoff gegen DTP (Diphtherie, Tetanus und Pertussis/Keuchhusten) geimpft worden sind, ein vielfach höheres Sterberisiko hatten, als Kinder, die nicht damit geimpft wurden. Speziell betroffen waren Mädchen. 
In den Schlussfolgerungen der Studie schreiben die Autoren: 
Die DTP-Impfung war mit einer 5-fach höheren Sterblichkeit verbunden als die Nichtimpfung. Leider ist DTP der am weitesten verbreitete Impfstoff, und der Anteil der DTP-Geimpften wird (von der WHO) weltweit als Indikator für die Leistungsfähigkeit der nationalen Impfprogramme verwendet. Besorgniserregend ist, dass die Wirkung von Routineimpfungen auf die Gesamtmortalität nie in randomisierten Studien untersucht wurde. Alle derzeit verfügbaren Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der DTP-Impfstoff möglicherweise mehr Kinder durch andere Ursachen tötet, als er durch Diphtherie, Tetanus oder Keuchhusten rettet. Obwohl ein Impfstoff Kinder gegen die Zielkrankheit schützt, kann er gleichzeitig die Anfälligkeit für nicht damit zusammenhängende Infektionen erhöhen.

Peter Aabys Entdeckung der überraschenden Effekte von Kinderimpfungen


Organisiert und durchgeführt wurde die Studie von Peter Aaby, Christine Benn und ihrem Team. Die beiden sind auch die Haupt-Protagonisten meines neuen Dokumentarfilms "DEAD OR ALIVE - THE VACCINE Paradox". 
Peter Aaby gründete im Jahr 1978 das 'Bandim Health Project' in Guinea-Bissau. Es handelt sich um ein Gesundheitsprojekt mit aktuell rund 170 Mitarbeitern, das eine Bevölkerung von rund 200.000 Menschen betreut. Neben der akuten Gesundheits-Versorgung liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der wissenschaftlichen Erfassung der Ursachen für die hohe Kindersterblichkeit in Guinea-Bissau. Christine Stabell Benn ist Professorin für Globale Gesundheit an der Universität von Süd-Dänemark und aktuelle Leiterin des Projekts. Das Team um Aaby und Benn hat bislang weit mehr als 1000 wissenschaftliche Studien und Artikel in angesehenen Journalen veröffentlicht. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit verlagerte sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend auf die Effekte von Kinderimpfungen. 

Christine Benn, die aktuelle Leiterin und Peter Aaby, der Gründer des Bandim Health Projekts


Die von Peter Aaby entdeckten "unspezifischen Effekte von Impfungen" besagen, dass Impfungen weit mehr im Organismus machen als nur gegen spezifische Krankheiten zu schützen, wie das von der Wissenschaft bisher angenommen wurde. "Impfungen beeinflussen das Immunsystem und haben lang anhaltende Auswirkungen auf die Abwehrkräfte der Kinder", erklärt Aaby. "Bei Lebendimpfungen sind diese Auswirkungen durchwegs postitiv - bei Totimpfungen mit inaktivierten Wirkstoffen hingegen negativ."

Die positiven Effekte der Lebendimpfungen wurden gerne akzeptiert. Aabys Entdeckung wurden beispielsweise in die 'Nature Milestones' des Impfwesens aufgenommen (siehe 'Milestone 13') - zusammen mit anderen Errungenschaften wie z.B. der Ausrottung der Pocken. 
Bei den negativen Effekten gab es hingegen heftigen Widerstand.  Die WHO finanzierte sogar Studien um diese negativen Effekte zu widerlegen. 

Mein aktueller Film beschreibt diesen Kampf von Peter Aaby und seinem Team gegen die mächtige WHO und ihr weltweites Netzwerk. Mehr als einmal stand das Bandim Health Projekt vor dem Aus. Bill Gates und seine Foundation verweigerten bis heute jeglichen Kontakt. Aaby und Benn galten zunehmend als 'Unruhestifter' im Impfbetrieb, wo nach außen stets versucht wurde, ein glorioses Bild vom Nutzen aller Impfungen zu zeichnen. 

Dass nun eine Studie von Aaby und Benn den Ausschlag gaben, dass die mächtige Impfallianz GAVI mit ihren Haupt-Trägern Gates Foundation und WHO eine Milliardenförderung verlor, scheint wie eine verrückte Volte der Medizingeschichte. 
Dass Robert F. Kennedy nun noch mehr Widerstand entgegen schlagen wird, ist anzunehmen. Wie die Sache ausgeht, ist völlig offen. 


TRAILER ZUM FILM


Hier könnt Ihr den Trailer zur englischen Ausgabe von 'DEAD OR ALIVE - THE VACCINE PARADOX' sehen. Die deutsche Fassung ist noch in Arbeit.

Wir haben den Film bei mehreren Dokumentar-Film Festivals eingereicht. Gleich bei der ersten Einreichung - beim 'Berlin Indie Film Festival' erhielten wir die Auszeichnung als 'Best Health and Medicine Subject Related Film". 


 

Es dauert noch einige Zeit, bis der Film öffentlich zugänglich ist. Bitte habt noch etwas Geduld. 
Ich werde Euch über diesen Blog - sowie meine Facebook und Telegram Seite am laufenden halten. 


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Donnerstag, 23. Januar 2025

Journalisten als Gatekeeper - ein Beispiel (Kommentar)

Manche Journalisten fühlen sich nicht in erster Linie ihrem Publikum und ihrer professionellen Neugier verpflichtet, sondern verstehen sich als 'Gatekeeper'. Sie bestimmen, welche Informationen zum Publikum durch gelassen werden und bemühen sich damit, ihre eigene Haltung, jene ihrer Chefs oder der ihnen nahe stehenden Politik zu verteidigen. Und dazu gehört auch, dass ihr Publikum nichts von Dingen erfahren soll, welche die eigenen Positionen gefährden. Ein gutes Beispiel für diese Art der Berufsauffassung ist die ORF-Redakteurin Barbara Schieder. 

Sehr gut ist mir Schieders 'kämpferische' Haltung während der Pandemie in Erinnerung. Man spürte förmlich ihre Angst, ihre Loyalität zur praktizierten Politik und ihren Zorn auf Kritiker der diversen Maßnahmen oder die Gegner der heftig diskutierten und dann auch im Parlament beschlossenen Impfpflicht. Es gab meist nur schwarz oder weiß. Und sie wusste genau, wo die Grenze lag. 

Heute hatte Barbara Schieder im Ö1-Morgenjournal den Virologen Florian Krammer zu Gast. Krammer, der hauptsächlich in New York forscht - und dort beispielsweise mit Millionenförderung der Gates Foundation an neuen Influenza-Impfstoffen arbeitet - hat nun auch einen Teilzeitjob in Wien: Er ist Chef eines neu geschaffenen Ludwig Boltzmann-Instituts zur „Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge“.


Anlass des Interviews war die Neu-Ausrichtung der Trump-Regierung unter einem impfkritischen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy, Jr. Ebenso spannend ist die Rolle des Stanford Professors und künftigen Chefs des Nationalen Gesundheitsinstituts (NIH) Jay Bhattacharya. Er hatte gemeinsam mit anderen hochrangigen Wissenschaftlern die 'Great Barrington Declaration' veröffentlicht.  Darin forderten sie den „gezielten Schutz“ der Risikogruppen, während der übrigen Bevölkerung erlaubt werden sollte, ihr normales Leben zu führen, bis durch natürliche Ansteckungen eine Herdenimmunität erreicht sei. Dadurch sollten die durch Lockdowns und ähnliche Maßnahmen verursachten Kollateralschäden vermieden werden. 


Wie man ein spannendes Interview vermeidet

Diese Personalentscheidungen Donald Trumps könnten demnach der Startschuss zu einer globalen Corona-Aufarbeitung sein und im Sinne des proklamierten Slogans 'make Amerika healthy again' eine vollständig neuartige Gesundheitspolitik einläuten. 

Das hätte also ein sehr spannendes Interview werden können. 

Das Problem dabei war allerdings, dass man dafür auch die Positionen der beiden Personen hätte darlegen müssen. Positionen, die nach Ansicht von Barbara Schieder offenbar gemeingefährlich waren und das Publikum irritiert hätten. Das wurde also einfach ignoriert. Das Gespräch waberte in der Folge oberflächlich dahin. Krammer sagte, die Wissenschaft sollte entpolitisiert werden und ähnliches. Schieder fragte, ob Europa nach dem Ausstieg der USA aus der WHO dort mehr Geld zuschießen soll und Krammer bejahte das. Schieder fragte, ob wir für die nächste Pandemie gerüstet seien. Und Krammer sagte, das wisse er nicht genau, aber kommen würde sie auf jeden Fall. 

Auf diesem Niveau spielte sich das Gespräch ab. 

Betriebsunfall "Gain of Function"

Dann fragte Schieder nach einem Dekret, in dem laut Wall Street Journal die staatliche Finanzierung der Virenforschung in den USA zumindest vorübergehend ausgesetzt werden soll. "Schrillen da bei Ihnen die Alarmglocken?" 

Krammer antwortet, dass es sich dabei wahrscheinlich um die "Gain of Function" Experimente handle, "mit der man Viren gefährlicher macht, um rauszufinden, was das für Auswirkungen hat. Und da gibts natürliche heiße Diskussionen darüber". 

Schieder hatte offensichtlich mit etwas ganz anderem gerechnet, zum Beispiel einer bösen wissenschaftsfeindlichen Offensive zum Verbot von Impfstoff-Forschung oder ähnlichem. Beim Stichwort "Gain of Function" verschlug es ihr die Sprache und sie wechselte abrupt das Thema. 

Dabei hätte es hier speziell interessante Nachfragen gegeben. Etwa jene, ob es stimmt, dass die US-Forschung durch ihre Experimente selbst die SARS CoV II Viren geschaffen und damit die Pandemie mit Millionen Todesopfern ausgelöst hat. 

Robert Redfield, der damalige Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, hatte diese These im November 2024 in einem Podcast ausführlich erläutert. Er sagte, das Virus sei "absichtlich als Teil eines Bioverteidigungs-Programms entwickelt worden" und die Rolle der Vereinigten Staaten dabei sei erheblich gewesen. Er fuhr fort, dass der "wissenschaftliche Kopf hinter der Forschung" Dr. Ralph Baric von der Universität von North Carolina in Chapel Hill ist. "Es ist durchaus möglich", sagte der Ex-CDC-Direktor, "dass der Geburtsort des Virus Chapel Hill war."

Puh, geh weg du böse Realität. Solche Sachen sind doch pure Verschwörungstheorie. Barbara Schieders Weltbild - und das ihres Publikums - blieb weiß. 


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Freitag, 15. November 2024

Paukenschlag: RFK Jr. wird US Gesundheitsminister (Kommentar)

Dass Robert F Kennedy Jr. nun Gesundheitsminister der USA werden soll, ist die spannendste Personalentscheidung in Trumps Regierungsteam. Und sicherlich auch die umstrittenste.

Rundum wird er in den Medien als Halbirrer porträtiert, als Impfgegner, Verschwörungstheoretiker und Querulant.
Die Wahrscheinlichkeit, dass gegen ihn massive langwierige Kampagnen laufen, liegt bei 100%.


Die Einschätzung der meisten Mainstream Medien steht bereits fest

Denn er hat sich mit seinen Ansagen, Amerika wieder gesund zu machen und mit der Korruption im Pharma- und Gesundheitsbereich aufzuräumen, die mächtigsten Feinde gemacht, die rundum zu finden sind.

Tatsächlich ist die Gesundheit der US-Bevölkerung - und speziell auch der Kinder und Jugendlichen - ein Drama. Etwa die Hälfte der unter 18-jährigen hat eine behandlungsbedürftige chronische Krankheit, 30% haben zwei oder mehr.

Noch nie gab es eine derart kranke Junge Generation.
Und das in einem Land, das mit Abstand das meiste Geld für ‚Gesundheit‘ ausgibt, nämlich 16,6% des Bruttoinlandprodukts. Deutschland, das an zweiter Stelle rangiert, folgt mit 12,6%. Österreich investiert 11,4% des BIP in Gesundheit.

Gerade jenes Land, das jeden zweiten Nobelpreis gewinnt und unglaublich stolz auf seine Wissenschaft und High-Tech Medizin ist, bringt mehr kranke Kinder hervor, als die alten Elends- und Seuchenzeiten. Und niemand fand das einer näheren Analyse wert. Man gewöhnte sich daran und schob es auf den modernen Lebensstil und die persönliche Verantwortung der Familien.

RFK Jr. legt den Finger nun genau in diese Wunde. Er thematisiert z. Bsp. die Rolle der unzähligen vorgeschriebenen Impfungen („no vaccination - no school“) als mögliche Ursachen von Autismus, Asthma oder kindlichem Krebs. Dinge für die man in den USA üblicherweise geteert und gefedert aus der Stadt gejagt wurde, bevor man B sagen konnte.
Spannende Zeiten.


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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. 
Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage. Eine Übersicht zu den aktuellen öffentlichen Auftritten, Vorträgen oder Filmvorführungen finden sich hier

Mittwoch, 24. Januar 2024

Wie man heraus findet, ob eine Impfung Sinn macht

Kürzlich bekam ich eine Anfrage, wie man am besten heraus findet, ob eine bestimmte Impfung Sinn macht. "Wenn ich den Empfehlungen der STIKO folge, und meine Kinder durch einen Impfschaden bleibend in ihrer Entwicklung gestört würden, könnte ich es mir nicht verzeihen", schrieb ein Familienvater aus Deutschland. "Andererseits will ich meine Kinder natürlich nicht durch Krankheiten gefährden, die durch eine Impfung mutmaßlich vermeidbar wären." – Hier meine Antwort.

Impfen oder nicht Impfen? - Ein Drama (Foto: Thomas Hackl)

Wenn man wissen möchte, ob eine bestimmte Impfung Sinn macht, führt man am besten eine Risikoanalyse durch. Man geht ähnlich vor, wie bei der Abwägung, ob eine bestimmte Versicherung sinnvoll wäre. Objektive Fakten zur Gefährlichkeit der Krankheit werden mit der Frage kombiniert, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass mein Kind, wenn es ungeimpft bliebe, die Krankheit bekommt.  Das wird nun mit der Wirksamkeit und Sicherheit der jeweiligen Impfung gegengerechnet und dann noch auf individuelle gesundheitliche Besonderheiten der zu impfenden Person abgestimmt. Und schon hat man ein Ergebnis, - oder besser gesagt: hätte man ein Ergebnis.

Man muss hier leider im Konjunktiv bleiben. Denn im Gegensatz zur Versicherungsmathematik, wo man bei Hochwasser oder Hagel genaue Fallzahlen mit konkreten Schadenssummen abrufen kann, die im Zehn-Jahres-Schnitt ein regional kalkulierbares individuelles Risiko ergeben, hat man es im Impfwesen mit einer Gleichung mit unzähligen Unbekannten zu tun. 

Wieviele Krankenstands-Tage spare ich mir durch die Grippe-Impfung?

Das schwarze Loch der Evidenz liegt in der Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung. Nur in den wenigsten Fällen gibt es aussagekräftige Studien, die diese Fragen klar beantworten. Man weiß beispielsweise bis heute nicht, wie viele Krankenstands-Tage man einspart, wenn man sich regelmäßig die saisonale Influenza-Impfung geben lässt - oder ob man, wie viele Berichte nahelegen, nach der Impfung sogar ein höheres Krankheitsrisiko hat.

Seit Jahrzehnten fordern unabhängige Wissenschaftler, dass diese Frage endlich durch eine gut gemachte, öffentlich finanzierte Studie für alle Altersgruppen geklärt wird. Immerhin fließt eine Menge Steuergeld in geförderte Impfprogramme. Doch nichts geschieht und man gewinnt den Eindruck, dass sich die Auftraggeber vor den möglichen Resultaten fürchten.  

Impfstudien auf Knopfdruck

Mit einem digitalen Impfregister, das Impfdaten und Gesundheitsdaten Personen-bezogen verknüpft, ließe sich hervorragend wissenschaftlich arbeiten. Es wäre dann beispielsweise auf Knopfdruck möglich, die Frage zu beantworten, ob 100.000 FSME-geimpfte mehr oder weniger an FSME erkranken, als eine ungeimpfte Kontrollgruppe. Oder ob sie nach der Impfung vermehrt Allergien und Autoimmunerkrankungen entwickeln. Doch so ein Impfregister ist bislang in Deutschland nicht umgesetzt. Und wenn es doch mal von Politikern forciert wird - wie etwa dem Arzt Andrew Ullmann, der für die FDP während der Covid-Zeit im Gesundheitsausschuss des Bundestages saß - dann nicht wegen der wissenschaftlichen Verwendbarkeit, sondern als Mittel der Repression, um damit Ungeimpfte ausfindig zu machen und unter Druck zu setzen.  


Es gibt keinen politischen Auftrag zur Kontrolle

Von behördlicher Seite kommt gar kein Vorstoß zu einer möglichst objektiven Evaluation der Impfungen. Dies hat auch damit zu tun, dass die Gesundheitsbehörden von der Politik den Auftrag bekamen, Impfungen zu bewerben. Und wenn die Behörde dann diese Impfungen auch noch auf mögliche Schäden kontrollieren soll, so ergibt sich ein Dilemma. Denn die wenigsten Menschen - und schon gar keine Institutionen - sind so charakterstark, ihre eigenen Empfehlungen in Frage zu stellen oder hinwegzufegen. 

Ich habe Andreas Hensel, den langjährigen Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) mal gefragt, warum sein Institut nicht selbst Studien durchführt, um wissenschaftliche Streitfragen zu klären. Immerhin verfügt das BfR über 1.112 Mitarbeiter, darunter mehr als 500 bestens ausgebildete Wissenschaftler. "Das wäre uferlos und viel zu teuer, obendrein gibt es dazu keinen politischen Auftrag", wies Hensel meine Frage brüsk zurück. "Die Industrie muss belegen, dass ihre Produkte sicher sind."


Druck aus den USA

Was passiert, wenn eine Behörde ausschert und die Pharmaindustrie nachhaltig verärgert, sah man am Beispiel des streitbaren Mediziners Peter Sawicki, der von 2004 bis 2010 das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen - kurz IQWiG - geleitet hatte. Dessen Auftrag war es, den Nutzen von Arzneimitteln einer objektiven Bewertung zu unterziehen und Sawicki nahm diesen Auftrag ernst. Er zeigte systemische Schwächen auf und prangerte Missbrauch an. Speziell angetan hatten es ihm diverse universitäre „Mietmäuler“, die ihre Expertise an den Meistbietenden verkauften. In ihren Gutachten kam das IQWiG häufig zu Ergebnissen, welche die Industrie massiv verärgerten, weil dies auch direkte Auswirkungen auf die Verschreibe-Praxis hatte. Denn bei einem negativen IQWiG-Bescheid zahlten die Kassen nicht. 

Mit diesem Vorgehen wurde Peter Sawicki zum Hauptfeind des Verbands der US-Pharmaindustrie. Am Höhepunkt des Konflikts forderte diese von Präsident Barack Obama allen Ernstes, Deutschland neben Vertretern wie Nordkorea oder dem Iran auf eine "Priority Watch List" von "Schurkenstaaten" aufzunehmen, weil das IQWig die Interessen der US-Industrie so massiv schädige. Obama besprach die Kausa Sawicki bei seinem ersten Deutschland Besuch mit Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Philipp Rösler. Und binnen kurzem war die Karriere von Peter Sawicki beendet. 


Freier Zugang für Lobbyisten

Nach diesem "Betriebsunfall" kann man sich nun ziemlich sicher sein, dass die Behörden es mit der Kontrolle nicht mehr übertreiben. Dazu trägt auch die Zusammensetzung der "Ständigen Impfkommission" STIKO bei, die derzeit von Gesundheitsminister Karl Lauterbach kräftig umgebaut wird. Eine öffentliche Ausschreibung der einflussreichen Posten ist nicht vorgesehen. Und das obwohl die Impf-Empfehlungen der STIKO ein Steuervolumen von mehreren Milliarden Euro pro Jahr und die Gesundheit von Millionen Menschen beeinflussen. Offiziell wird die zeitintensive Tätigkeit in diesem Expertengremium nicht honoriert. Aber natürlich ist jedes Mitglied ein heftig umworbenes Ziel für Pharma-Lobbyismus. 

Wichtigstes Auswahl-Kriterium scheint nach wie vor ein von Zweifeln unbeflecktes "Bekenntnis zum Impfgedanken". Perfekt ausgedrückt hat das der Berliner Kinderarzt Martin Terhardt, der in der ARD-Sendung 'Plantet Wissen' gefragt wurde, wie man STIKO-Mitglied wird. Und Terhardt antwortete tatsächlich: "Ich glaube, ich bin in die STIKO berufen worden, weil ich vorher schon die Impfungen unterstützt habe."


Gigantisches Medizin-Verbrechen


Was wir mit dem weitgehenden Verzicht auf eine strenge Sicherheits-Kontrolle im Bereich der Impfungen riskieren, ist nicht wenig. Zumal schwere Verläufe von Infektionskrankheiten bei Kindern im Lauf der Jahrzehnte immer seltener geworden sind. Dank sozialer und hygienischer Fortschritte sank die Sterbekurve meist schon lange bevor die Impfungen auf den Markt kamen, stark ab. 

Ganz anders verläuft der Trend bei chronischen Krankheiten wie Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Entwicklungsstörungen, deren gemeinsame Ursache meist in einer Störung des Immunsystems liegt. 30 bis 50 Prozent der Kinder in Industriestaaten leiden an so einer behandlungsbedürftigen Krankheit und müssen regelmäßig Medikamente nehmen oder Therapie machen. Wie hoch der Anteil ist, den Impfungen hier verursachen, ist unbekannt. Nachdem es ihre ureigenste Aufgabe ist, ins Immunsystem einzugreifen, muss man sie jedoch zweifellos zu den Haupt-Verdächtigen zählen. 

Hier eine kritische Untersuchung und jegliche Kontrolle zu verweigern, wird als gigantisches Medizin-Verbrechen unseres Zeitalters in die Geschichte eingehen. 

Mein neues Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten" habe ich geschrieben, um im Dschungel des Impfwesens Orientierung zu geben - und soweit das möglich war - notwendige Fakten für eine informierte Entscheidungsfindung zu liefern. 


PS: Wenn Ihnen mein Blog interessant und wichtig erscheint, freue ich mich sehr über eine Spende, die meine Arbeit unterstützt.



Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage.

Dienstag, 5. Dezember 2023

Das Impfwesen als sich selbst bestätigendes System - ohne Kontrolle

Mein neues Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten" ist vor einigen Tagen vom Hamburger Klarsicht Verlag ausgeliefert worden und überall im Buchhandel erhältlich. Es handelt sich um die vollständig überarbeitete und um 200 Seiten ergänzte Neuauflage meines Buches "Gute Impfung - Schlechte Impfung". Der Verlagswechsel war notwendig geworden, weil kritische Berichterstattung zum Impfwesen mittlerweile als höchst verdächtig und geschäftsschädigend gilt - und mein alter Verlag dieses Risiko nicht mehr weiter tragen wollte. 
Wie erbärmlich es um die Diskussionskultur beim Thema Impfen steht, zeigen laufend die Medien. Und auch Reporter, die mit ihrem Ruf als Aufdecker kokettieren, erweisen sich hier als aggressive Blockierer und Bewahrer des Status Quo. Ohne Kontrolle gibt es jedoch auch keinen Konsumenten- oder Verbraucherschutz. Die daraus resultierende Narrenfreiheit für die Impfstoff-Hersteller bildet eine zunehmen größere Gefahr für jene, die sich und ihre Kinder im besten Vertrauen impfen lassen. 


Der TV-Sender AUF1 brachte vor ein paar Tagen ein Interview mit dem bayrischen Gynäkologen Ronny Weikl. Dieser Arzt, den ich auch persönlich sehr schätze, wurde bekannt durch seine kritische Haltung während der Corona-Zeit. Er wurde angezeigt, weil er "falsche Maskenatteste" ausgestellt haben soll. Die Staatsanwaltschaft verlangte eine 3-jährige unbedingte Haft. Weikl erklärte seine Beweggründe und sprach über die Schädlichkeit der Masken – speziell bei Kindern. 
Im zweiten Teil des Gesprächs wurde der Gynäkologe zur aktuellen Kampagne für die HPV Impfung befragt. Die WHO hat kürzlich das Ziel ausgegeben, hier eine Durchimpfungsrate von 90% zu erreichen. Weikl äußerte sich kritisch zu dieser Impfung. Er bezweifelte, dass sie dazu beiträgt, die Fälle von Zervix-Karzinom (Gebärmutterhalskrebs) zu reduzieren und warnte vor teils schweren Nebenwirkungen.

Gestern nahm Falter Chefredakteur Florian Klenk bezug auf dieses Gespräch. Er ging dabei auf kein einziges von Weikls Argumenten ein, sondern formulierte seine Kritik - wie soll man es sagen - eher von hinten herum. 


Zunächst wird AUF1 als FPÖ nahes Hetzmedium denunziert. Konkrete fachliche Kritik an der HPV-Impfung wird von Klenk - vollständig argumentationslos – als "Fake News" abgetan, vergleichbar der religiös begründeten Leugnung der Evolutionslehre. 
So ein formidables Schwarz-Weiß Weltbild muss man erst mal hin bekommen. Impfungen gelten bei ihm offensichtlich als sakrosankt. Wer hier Kritik äußert, stellt sich außerhalb der Wissenschaft und wird zusätzlich auch gleich politisch als "rechts außen" abqualifiziert. 

Impfen als Fanklub von Insidern

Diese von Klenk hier prototypisch verkörperte Haltung ist mittlerweile globaler Mainstream. Sie trägt dazu bei, dass das Impfwesen weitgehend unkontrolliert - in einem sich selbst bestätigenden System - existiert. Konsumentenschutz wird dadurch ausgehebelt. Wer von einem Impfschaden betroffen ist, macht sich verdächtig und wird vom Medizinpersonal wie eine heiße Kartoffel weiter gereicht. Die an sich gesetzlich vorgeschriebene Meldepflicht für Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen wird bei Impfungen meist vollständig ignoriert. 
Das behördliche Umfeld wurde im Lauf der Jahrzehnte strikt auf Linie gebracht. Nur wer bewiesen hat, dass er/sie absolut pro Impfung eintritt, wird als Experte/Expertin in die nationalen Impfgremien aufgenommen. Staatliche Forschungsförderung erhalten vorwiegend Studien von impffreundlichen Wissenschaftlern. Sie bringen zuverlässig impffreundliche Resultate, worauf die Behörden – auf Basis dieser Resultate – keinerlei Probleme mit irgendwelchen unerwünschten Nebenwirkungen sehen und laufend neue Impfungen in die staatlichen Impfprogramme aufnehmen. 

Rundum wurden zudem neue gesetzliche Impfpflichten erlassen. Im Jahr 2017 hat beispielsweise Italien die Impfpflicht für Kinder deutlich ausgeweitet. Sie müssen gegen zwölf Krankheiten geimpft werden, darunter Keuchhusten, Masern, Röteln und Windpocken. Wenn die Impfungen beim Eintritt in Kindergarten oder Schule nicht nachgewiesen werden können, müssen die Eltern hohe Bußgelder zahlen. 
Ein Jahr später folgte Frankreich mit einer Ausweitung der Impfpflicht auf elf Krankheiten. Bis dahin waren nur drei Impfungen vorgeschrieben, nämlich gegen Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung. 
In Deutschland ist die Impfpflicht gegen Masern mit 1. 3. 2020 in kraft getreten. Originellerweise gibt es aber gar keinen Einzelimpfstoff gegen Masern. Das einzig verfügbare Präparat aus Indien war kurz nach Einführung der Impfpflicht in Deutschland nicht mehr lieferbar. Deshalb gilt die Impfpflicht de fakto auch für Mumps und Röteln (MMR-Impfung).
Österreich führte im Februar 2022 die Impfpflicht für Covid ein - hob das Gesetz aber fünf Monate später wieder auf. 


Umbau der STIKO

In Deutschland lässt Gesundheitsminister Karl Lauterbach gerade zwei Drittel der STIKO-Mitglieder austauschen. Mutmaßlich deshalb, weil der Minister während der Covid-Zeit mehrfach in seinem Impfeifer von der STIKO brüskiert worden ist. Der bisherige STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens wies im Sommer 2022 etwa Lauterbachs Rat zurück, junge Menschen sollten sich ein viertes Mal impfen lassen. Er kenne keine Daten, die das rechtfertigten, sagte Mertens damals: „Ich halte es für schlecht, medizinische Empfehlungen unter dem Motto ‚Viel hilft viel‘ auszusprechen.“
Die Kandidaten, die als neue Mitglieder gehandelt werden, sind allesamt treue Impf-Apostel. Besonderer Wert wird auf psychologische Schützenhilfe und die gute Kommunikation der Impf-Empfehlungen gelegt. 
Generell wird der "Kampf gegen die Desinformation" derzeit massiv voran getrieben. Soeben hat etwa die US-Behörde CDC einen mit 2 Mio. Dollar subventionierten Bericht mit dem Titel "Using Psychological Science to Understand and Fight Health Misinformation" ("Mithilfe der Psychologie die Fehlinformationen im Gesundheitsbereich verstehen und bekämpfen") veröffentlicht. Und auch hier geht es - ganz im Klenkschen Sinne - um den Kampf gegen die Verbreitung von kritischen Informationen, die dem "System" nicht in den Kram passen. Inklusive der Einbindung und Verpflichtung der sozialen Medien zur Kontrolle und Zensur der über sie vermittelten Beiträge. 

Die konkreten Auswirkungen dieser Strategie

Zur HPV Impfung habe ich einen Dokumentarfilm ("Unter die Haut") gedreht. Als ich 2016 mit den Dreharbeiten für diesen Film begonnen habe, waren alle darin vorkommenden kritischen Wissenschaftler noch angesehen Vertreter ihrer Fachrichtungen. Inzwischen haben fast alle ihren Job verloren. Der Aluminium-Experte Prof. Christopher Exley wurde von der englischen Keele University raus geschmissen, der Leiter des HPV-Zentrums in der Kopenhagener Frederiksberg Klinik, Jesper Mehlsen, verlor seinen Job, weil er die Europäische Arzneimittelbehörde EMA mit einer Sicherheitswarnung zur HPV-Impfung nervte. Und Peter Goetzsche, der Mitbegründer der Cochrane Collaboration, wurde bei Cochrane raus geschmissen, weil er eine negative Stellungnahme zur Sicherheit der HPV Impfungen veröffentlicht hatte. Einzig der spanische Pathologie-Professor Lluis Lujan ist noch im Amt - wahrscheinlich weil er pragmatisiert ist. 


HPV-Impfungen: Kein Effekt zu erkennen

In meinem neuen Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten" zeige ich, welche miesen Tricks die Herstellerfirmen in ihren Zulassungsstudien anwandten, um die HPV-Impfung überhaupt zugelassen zu bekommen. Seit 2007 ist die – mit Kosten von rund 450 Euro für die Basis-Immunisierung – teuerste Impfung aller Zeiten nun am Markt. Während dieser 16 Jahre ist es nicht gelungen, einen sichtbaren Erfolg  bei der Reduzierung der Krebsrate zu erreichen. Zwar gibt es zahlreiche impf-freundliche Studienresultate, die auf Basis von Modellierungen oder der Auswertung von Pap-Abstrichen einen großen Erfolg der HPV-Impfungen propagieren, die nackten Zahlen aus den verschiedenen Krebs-Registern bestätigen davon jedoch nichts. 

Im Gegenteil: Während über viele Jahrzehnte die Krebskurve beim Zervix-Karzinom - dank eines hervorragenden Früherkennungs-Programms mittels des so genannten Pap-Abstrichs - stark abgefallen ist, verläuft sie nun seit vielen Jahren flach. Wenn man die verschiedenen Altersgruppen  vergleicht, so zeigt sich, dass dieser negative Effekt vorwiegend auf die jüngeren Frauen beschränkt ist. Bei den älteren - ungeimpften - Frauen läuft der Rückgang der Krebsrate nämlich nach wie vor weiter. Eine Auswertung des schwedischen Krebsregisters zeigt dies besonders deutlich. Da haben die jüngeren - bereits zu einem hohem Prozentsatz geimpften Frauen - mittlerweile ein höheres Krebsrisiko als ältere Frauen. 


Eine im Vorjahr veröffentlichte Studie aus den USA zeigt zudem, dass bei den jüngeren Frauen der Krebs zunehmend ernsthafter verläuft und häufiger metastasiert. Hier habe ich die Nutzen-Schadensbilanz zur HPV-Impfung mit vielen Literaturhinweisen zusammen gefasst. 


Mit Hilfe ausgewogener Informationen selbst Entscheidungen treffen

In meinem neuen Buch habe ich die verschiedenen Impfungen nach möglichst objektiven Kriterien bewertet. Vielen könnten diese Kriterien als streng oder überkritisch erscheinen. Das mag sein. Ich habe mich an den Vorsatz gehalten, dass für Arzneimittel, die gesunden Menschen gegeben werden, nur die strengste Bewertung zulässig ist. Auf dass unsere Kinder und wir selbst nach dem Impftermin genauso gesund sind wie davor. 
Wir haben einen Teil des Impfwesens, der ganz gut funktioniert. Impfungen, die tatsächlich das tun, was man von ihnen erwartet: Sie wirken und sie sind sicher. Diese Impfstoffe haben die großen historischen Erfolge eingefahren, welche das Ansehen und den guten Ruf des Impfens begründet haben. 
Doch auch bei diesen Impfungen gibt es Verbesserungsbedarf. Man kann an der Verabreichung feilen, die natürlichen Infektionswege nachahmen und die Zusammensetzung der Wirkstoffe optimieren. Wer sagt denn, dass in Impfungen Antibiotika, Stabilisatoren und problematisches Zellgewebe enthalten sein müssen. In einer Zeit, wo der Biomarkt boomt, wird es höchste Zeit, dass wir auch bei der Rezeptur der Arzneimittel, die wir unseren Kindern geben, die besten Inhaltsstoffe und ein gesundheitliches Optimum anstreben. 
Es gibt keinen Zugzwang. Die alten Seuchenzeiten sind vorbei. Druck oder Drohungen sind das letzte, was es im Impfwesen braucht. Deshalb ist es auch sinnvoll, sich vorzubereiten, wenn wir zum Impftermin gehen und uns eine eigene Meinung bilden. Oberstes Prinzip sollte es sein, die Gesundheit unserer Jüngsten nicht fahrlässig zu gefährden durch unüberlegte Eingriffe in ein sensibles heranwachsendes System. Jedes Arzneimittel, das wir unseren gesunden Kindern geben - und auch selbst nehmen – sollte den höchsten Qualitätsansprüchen genügen. 

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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage.

Freitag, 3. Februar 2023

HPV-Impfung: Nutzen/Schadens Bilanz eines Milliarden-Blockbusters

Die erste HPV-Impfung gegen humane Papillomaviren wurde 2006 in den USA zugelassen und als 'Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs' international massiv beworben. Diese mit Kosten von rund 200 EUR pro Dosis 'teuerste Impfung aller Zeiten' erfüllt bisher vor allem die Erwartungen der Hersteller, indem sie Milliarden-Umsätze in die Kassen spült. Dass in der Abwägung von Nutzen und Schaden die Vorteile überwiegen, konnte bisher jedoch nicht eindeutig belegt werden. 
Dennoch setzen einige Länder mit niedriger Impfquote auf Nachhol-Impfaktionen. In Österreich startete diese Kampagne am 1. Februar. 

Die Werbung für die HPV-Impfung setzte massiv auf Angst: "Wenn Du Deine Tochter
nicht impfen lässt, stirbt sie an Krebs." (Foto aus der Doku "UNTER DIE HAUT")

Hört man auf die so genannten Impfexperten, so handelt es sich bei der Entscheidung für eine HPV-Impfung um eine klare Sache. "Die HPV Impfung ist der einzige Schutz vor Infektionen und damit auch vor den dadurch ausgelösten Karzinomen", erklärt der Wiener Gynäkologe Elmar Joura

Die HPV-Impfung – "da braucht man kein Gehirn dafür."

Noch absoluter formulierte es Heinz-Joseph Schmitt, der frühere Vorsitzende der deutschen Impfkommission STIKO: "Das ist ein No-Brainer, – da braucht man kein Gehirn dafür, um das zu entscheiden." Deutschland folgte damals Schmitts Expertise und war 2007 das erste EU-Land, das die HPV-Impfung gratis anbot. Damals noch ausschließlich für Mädchen und junge Frauen.

In Österreich gab es die HPV-Impfung erst ab 2014 gratis. Dafür erstmals in Europa auch für Burschen. Bisher wurde sie vor allem im Rahmen von Schulimpfungen für Kinder der 4. Klasse Volksschule angeboten.  Seit 1. Februar ist sie nun im Rahmen einer Nachhol-Aktion für alle bis zum Alter von 21 Jahren gratis zu haben. Krebshilfe und Ärztekammer haben eine Reihe von Impfaktionen angekündigt, unter anderem auch für die Soldaten beim Bundesheer. 

Pro Jahr erkranken in Österreich rund 400 Frauen an Gebärmutterhalskrebs (Zervix Karzinom), rund 150 Frauen sterben daran. "Mit der kostenlosen HPV-Impfung ersparen wir jedes Jahr Hunderten Menschen in Österreich eine Krebserkrankung und retten viele Leben“, freute sich Gesundheitsminister Johannes Rauch bei der Präsentation der Impf-Aktion. Und Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferates der Österreichischen Ärztekammer fügte hinzu: "Die Impfung verhindert Krebs und hilft, unnötige Operationen zu vermeiden." 
Elmar Joura, der seit vielen Jahren im Auftrag des US-Konzerns Merck die Wirksamkeit des HPV-Bestsellers Gardasil untersucht, nennt konkrete Zahlen: "Die HPV-Impfung macht einen Unterschied für die Bevölkerung: 5 Prozent weniger Krebs, das ist eine gute Chance." 

Elmar Joura leitete im Auftrag des US-Konzerns Merck
die Zulassungsstudie für den HPV-Bestseller Gardasil 9 (Foto: Ehgartner)

5 Prozent weniger Krebs? – Das wäre tatsächlich ein Argument. 

Nun sehen wir mal, wie sich die Situation anhand der öffentlich zugänglichen Zahlen der Gesundheitsbehörden darstellt. In Österreich starben im Schnitt der letzten Jahre etwa 21.000 Personen an Krebs. Die durchschnittlich 150 Todesfälle am Zervix-Karzinom machen rund 1,6% der Krebs-Todesfälle bei Frauen und 0,7% der Gesamt-Todesfälle bei Krebs aus. 
Ähnlich lautet das Verhältnis bei den Neuerkrankungen. Rund 400 der jährlich rund 20.000 bei Frauen auftretenden neuen Krebs-Fälle haben die Diagnose Zervix Karzinom. Diese machen also rund 2% der Krebs-Fälle bei Frauen aus. 
Sogar wenn die Impfung 100% aller Zervix-Karzinome verhindern würde, wären wir also noch recht weit von Juras 5%-Marke entfernt. 

Nun werden humane Papillomaviren zwar auch noch mit anderen, selteneren Krebsarten wie Anal-, Penis- oder Vulva-Karzinom assoziiert. Am besten dokumentiert ist aber ihre Rolle beim Gebärmutterhals-Krebs. Der deutsche Krebsforscher Harald zur Hausen wurde für seinen Nachweis der starken Korrelation zwischen HPV-Infektionen und Zervix-Karzinomen im Jahr 2008 sogar mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. "Für mich ist es zwingend, dass der Impfstoff empfohlen wird", sagte zur Hausen damals der Pharmazeutischen Zeitung. Kritik von Fachkollegen an mangelnder Wirksamkeit der Impfung wies er brüsk zurück.

Und auch Elmar Joura sieht bezüglich Wirksamkeit keinerlei Probleme. Als die 4-fach Impfung durch Gardasil 9 abgelöst wurde sagte Jura: "Man erwartet sich davon eine Erhöhung der Schutzrate beim Zervixkarzinom von 70 auf 90 % und bei Krebs­vorstufen von 50 auf 85–90 %." 
Am besten, so Joura, wirkt die Impfung, wenn die Mädchen noch keine HPV Infektion haben.  "Wir wissen heute, dass die Wirkung der Impfung in der Vorbeugung bei 97 bis 100 Prozent liegt", erklärte Joura in einem Interview, das ich mit ihm für meinen Dokumentarfilm "UNTER DIE HAUT" geführt habe. "Damit werden also praktisch alle Neuinfektionen verhindert."
Solche eindrucksvolle Erfolge müssten sich - nach 15 Jahren impfen - auch in den Gesundheits-Statistiken bemerkbar machen, sollte man meinen.

Nutzen der HPV Impfung zeigt sich in den Krebskurven nicht

Prüfen wir also, wie sich die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs in Österreich vor und nach Einführung der HPV-Impfung entwickelt hat. 

Starker Rückgang der Neuerkrankungen - dann Stagnation

Während von den 90er bis zur Mitte der Nuller-Jahre die Anzahl der jährlichen Neuerkrankungen von mehr als 700 auf die Hälfte abfiel, herrscht seither Stagnation. 
Auch bei den Todesfällen zeigt sich ein ähnlicher Trend.

Von 1980 bis 2000 fallen die Sterbezahlen steil ab - seither Stagnation

Ein ähnliches Bild zeigen die Sterbezahlen für Gebärmutterhalskrebs in Deutschland. Von 1980 bis 2005 fielen die Zahlen stark ab. Seither läuft die Kurve horizontal.

Deutsche Todesursachen-Statistik für Gebärmutterhalskrebs

In Deutschland und Österreich beklagen Kritiker eine geringe Impfquote von nur knapp 50 Prozent. Vielleicht lässt sich ja in den deutlich besser geimpften Ländern Skandinaviens ein Einfluss der Impfung erkennen: Hier zunächst die Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner) aller nordischen Länder zusammen.

Neuerkrankungen am Zervix-Karzinom in den Ländern Skandinaviens

Auch hier ist das Bild also ähnlich wie in Deutschland und Österreich. Ab der Jahrtausendwende flacht der Rückgang der Neuerkrankungen ab und steigt mittlerweile sogar wieder leicht an. 

Interessant wäre es nun zu sehen, ob sich das Krebsrisiko für alle Frauen gleich entwickelt, oder ob es Unterschiede gibt. 

Bei älteren Frauen sinkt das Krebsrisiko – bei jüngeren nicht

Dies ist die Kurve der Neuerkrankungen in den Ländern Skandinaviens nach Altersgruppen:

Steiler Anstieg bei Zervix-Karzinom-Fällen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren 

Es ist auffällig, dass die Krebsfälle bei Skandinavischen Frauen ab dem Alter von 20 Jahren stark ansteigen und mit Ende Dreißig einen Höhepunkt erreichen. 
Das Krebsrisiko ist demnach für die jüngere Altersgruppe höher als für ältere Frauen. 
War dies schon immer so?

Sehen wir uns dazu das gut zugängliche Schwedische Krebsregister an. 
Ich erstelle aus den Daten eine Inzidenz-Kurve von jungen Frauen (25 bis 34 Jahre) und vergleiche diese mit den Krebs-Inzidenzen von älteren Frauen (65 bis 74 Jahre). Wie hat sich deren Risiko von Gebärmutterhalskrebs im Lauf der letzten Jahrzehnte entwickelt?

Bei den älteren Schwedinnen sank das Krebsrisiko im Lauf der Jahrzehnte

Der Zeittrend zeigt eine erstaunliche Entwicklung: Während der 70er Jahre hatten ältere Frauen noch ein etwa doppelt so hohes Risiko, am Zervix-Karzinom zu erkranken als jüngere Frauen. Ab etwa 2010 kreuzen sich die Kurven und in den meisten Jahren haben seither die jüngeren Frauen ein höheres Krebs-Risiko.

Schweden gehört in der Rangliste der bestgeimpften Länder zum Spitzenfeld. Während in Deutschland zuletzt nur 47% der Mädchen geimpft waren, liegt diese Rate in Schweden schon seit mehr als zehn Jahren beständig über 80%. Zuletzt waren laut WHO 89% der 15-jährigen Schwedinnen vollständig gegen HPV geimpft. 

Während bei den älteren, ungeimpften Frauen also das Krebsrisiko im Lauf der Jahre stark gesunken ist, stieg es bei den jüngeren stark geimpften Frauen sogar leicht an. Im Jahr 2021 erkrankten 28 von 100.000 jungen Frauen (25-34 J.) am Zervixkarzinom, aber nur 22 pro 100.000 älteren Frauen (65-74 J.).

Dies ist natürlich kein kausaler Beweis, dass die HPV-Impfungen hier ursächlich verantwortlich sind. Aber zum Hochlied auf den märchenhaft guten Einfluss der HPV-Impfungen, wie es von den Impfexperten gesungen wird, passen die Zahlen schon gar nicht. 

Zudem gibt es weitere aktuelle Resultate aus den USA, die den Anlass zur Sorge noch verstärken.

Gefährliche Krebsfälle steigen bei jungen Frauen stark an

Bei Gebärmutterhalskrebs gibt es in den USA zwei gegenläufige Trends:
  • Fälle von lokalisiertem Krebs (blaue Kurve) nehmen ab und werden seltener
  • Fälle von Krebs im Spätstadium (orange Kurve) mit Metastasen in anderen Organen nehmen zu


Die weniger gefährliche Variante von Krebs im Frühstadium ist bislang zwar noch immer um das etwa Vierfache häufiger als die gefährliche Variante mit den Metastasen, dennoch ist der Trend Besorgnis erregend. Denn im Spätstadium sind die Therapie-Optionen begrenzt, die 5-Jahres-Überlebens Rate liegt hier im Schnitt nur bei 17 Prozent.

Ein Wissenschaftler-Team der University of California in Los Angeles untersuchte nun die Lage auf Basis der nationalen Krebsdaten genauer. Die Studie ist im September 2022  im 'International Journal of Gynecological Cancer' erschienen. 

Insgesamt - über alle Altersgruppen und Ethnien - stiegen die Fälle von metastasierendem Zervix-Karzinom im Zeitraum von 2001 bis 2018 jährlich um 1,3%.
Am stärksten war der Anstieg in der jüngsten untersuchten Altersgruppe der Frauen von 30 bis 34 Jahren mit jährlich 3,2%. Insgesamt hat sich hier die Anzahl der jährlichen Krebs-Patientinnen im Spätstadium von 2001 bis 2018 beinahe verdoppelt. 
Am stärksten betroffen sind 'nicht spanische schwarze' Frauen mit einer jährlichen Inzidenz von rund 15 Fällen pro Million. Bei Frauen mit spanischer Abstammung treten diese Tumore mit einer Inzidenz von 10, bei 'nicht-spanischen weißen' Frauen mit 9 und bei asiatisch-stämmigen Frauen mit 7 pro Million auf. 
Die stärkste Zunahme im Zeitverlauf fanden die Wissenschaftler jedoch bei jüngeren weißen Frauen. 

Gegensteuern durch mehr Impfungen

Und was machen nun die Autoren aus diesen Ergebnissen?
Ihre Daten beinhalten keine Angaben über den Impfstatus der betroffenen Frauen. Dennoch wird – wie selbstverständlich – angenommen, dass die Impfquote einen positiven Einfluss auf das Krebsrisiko hat. In diese Richtung wird auch die Zunahme der schweren Krebsfälle speziell bei weißen Frauen gedeutet. Dafür wird "Teenvaxview"– eine jährlich durchgeführte Umfrage unter Teenagern – heran gezogen, bei der weiße Teenager im Alter von 13-17 Jahren die niedrigsten Impfquote angeben. Sie liegen mit 66,1% hinter spanischen (75,3), schwarzen (74,6%) und asiatischen (68,1%) Teenagern.  
Weil weiße Teenager in einer Umfrage eine um ein paar Prozent niedrigere Impfwilligkeit angeben, soll dies also die Rate der zunehmenden schweren Krebsverläufe bei jüngeren Frauen erklären? - Wenn es nach den Autoren der US-Studie geht, dann offenbar schon: "Unsere Resultate betonen die Wichtigkeit der HPV-Impfungen", ist dort nämlich abschließend zu lesen. 

Wäre es nicht genauso möglich, die alarmierenden Trends bei jüngeren Frauen in die Gegenrichtung zu deuten? Immerhin sollte die Impfung ja einen spürbaren positiven Effekt bei den Krebs- Erkrankungen und Todesfällen - speziell in der jüngeren, geimpften Altersgruppe - auslösen. Wir erinnern uns dazu an Elmar Jouras Statement, dass die HPV-Impfung die Gesamt-Krebslast der Bevölkerung um 5% reduziert. Insofern sollte man doch zumindest beim Zervix-Karzinom, dem wichtigsten Ziel dieser Impfung einen Effekt merken.

In den USA begann die HPV-Impfkampagne im Jahr 2006 und richtete sich zunächst speziell an Mädchen und Frauen im Alter zwischen 11 und 26 Jahren. Die Werbekampagne war extrem auffällig und teils auch manipulativ. Sie suggerierte beispielsweise, dass Eltern, welche die Ausgaben von rund 200 US Dollar pro Impfdosis scheuen, schuld wären, wenn ihre Töchter später an Krebs sterben.

Die Drohungen wirkten. Im Jahr 2007, ein Jahr nach Start der Kampagne, waren bereits 8% der Mädchen und Frauen in der Zielgruppe geimpft. Im Alter von 13 bis 20 liegt die Impfquote durchwegs über 10%. Aber auch unter den 26-jährigen ließen sich 5% gegen HPV impfen.
Im Jahr 2009 waren je nach Region bereits 15% (Mississippi) bis 65% (Rhode Island) der Teenager-Mädchen geimpft. Und zehn Jahre später zeigt die 'Teenvaxview' Umfrage eine Impfquote von 34 bis 82%. 

Anstieg der Impfquote in verschiedenen Regionen der USA (Quelle: CDC, Teenvaxview)

Wenn der Großteil der jungen Frauen mittlerweile gegen HPV geimpft ist, sollten die Fälle von Zervix-Karzinomen - zumindest in der jungen Altersgruppe - runter gehen und nicht rauf. 
Die weltweiten Trends weisen - wie die kurze Untersuchung hier zeigt - aber deutlich in die Gegenrichtung. 


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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage.