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Freitag, 23. Februar 2018

Orientierung für ein glückliches Alter



So jung bin ich auch nicht mehr. Und nach all den medizinkritischen Filmen und Büchern dachte ich, es wäre mal an der Zeit für ein ausschließlich konstruktives Werk, das folgenden Fragen nach geht: Wie kann man über den persönlichen Lebensstil die besten Voraussetzungen für die zweite Lebenshälfte schaffen? Welche Antworten finden sich dazu in den zahlreichen Langzeitstudien, die bisher durchgeführt wurden? Ich habe aus dieser Motivation heraus ein - wie ich hoffe - ebenso spannendes wie brauchbares Buch geschrieben: Für mich selbst - und natürlich für alle interessierten Leser. Kürzlich ist "Der Methusalem-Code" erschienen. 


Was sind die wichtigsten Zutaten für ein langes glückliches Leben? Auf der Suche nach Antworten habe ich hunderte von wissenschaftlichen Studien durchforstet. Sicherlich ist es schwierig, die Menschen zu normieren und über einen Kamm zu scheren. Medikamente, die bei der Mehrzahl der Patienten nichts nützen oder sogar schaden, können bei dem einen oder anderen durchaus helfen. Es ist nicht möglich Regeln aufzustellen, die für wirklich alle Menschen zutreffen. Und möglicherweise gilt das sogar bei so unbestritten schädlichen Dingen wie dem Rauchen. Kennt nicht jeder – zumindest vom Hörensagen – eine putzmuntere Achtzigjährige, die noch immer „ihr“ Päckchen pro Tag raucht? Oder einen schlohweißen Bergfex, der den Wanderern entgegen lächelt mit der Pfeife in der Zahnlücke, den Vollbart tabakgefärbt, und der urig erklärt: „A G’söchts hoit si länga!" ("Geräuchertes hält länger!"). Ab und zu wird auch jemand beim Joggen von einem Auto erfasst und überfahren. An der grundsätzlichen Wahrheit, dass Rauchen schädlich und Bewegung gesund ist, ändert dies jedoch nichts.

Und so ist es sehr wohl möglich, jene Voraussetzungen zu bestimmen, die 99 Prozent der Menschen nützen. Angenehmer weise sind diese breit gültigen Richtlinien gar nicht so zahlreich und es ist möglich, hier einen Überblick zu gewinnen.

Das Kernthema des "Methusalem-Code" bildet die Erforschung von Glück und Gesundheit in der zweiten Lebenshälfte. Demgemäß ist es besonders interessant, Studien zu Rate zu ziehen, die sich den wahren Experten dieser Frage widmen: nämlich den Menschen, die es geschafft haben, glücklich und gesund alt zu werden. Es gibt mittlerweile weltweit eine ganze Reihe von aussagekräftigen Langzeit-Studien, die Personengruppen seit Jahrzehnten wissenschaftlich begleiten.

Mit Hilfe dieser Fülle von Daten bin ich nun folgenden Fragen nachgegangen:
  • Was unterscheidet jene Menschen, die früh sterben oder chronisch krank werden, von jenen, die glücklich alt werden und eine hohe Lebensqualität genießen? 
  • Wie unterscheidet sich – wenn man in der Datenbank zwanzig, dreißig Jahre zurückgeht – der Lebensstil der Glücklichen von dem der Unglücklichen, die im Alter krank und gebrechlich sind? 
  • Welche Faktoren sind es, die hier bereits im mittleren Lebensalter die Weichen in diese oder jene Richtung stellen?
Forscher, die außergewöhnlich alte Menschen untersuchten, fanden heraus, dass fast alle Hundertjährigen in eine von drei Gruppen passen: Etwa jeder fünfte der Greise gehört zu den „Entwischten“. Das sind jene Glücklichen, die noch nie eine der alterstypischen Erscheinungen oder chronischen Krankheiten hatten. Bei Ihnen hat Gott oder das Schicksal bei der Zusammenstellung der genetischen Grundausstattung scheinbar eine Doppelsechs gewürfelt.

Vier von zehn gehören zu den „Verspäteten“, wo die Alters-Wehwehchen erst mit 85 Jahren langsam angefangen haben. Der Rest gehört zur Gruppe der „Überlebenden“, die bereits Krebs, Herzinfarkt oder eine andere schwere Lebenskrise mitgemacht und überstanden haben.
Aus den genaueren Befragungen ergibt sich schließlich, dass beinahe die Hälfte dieser Hundertjährigen gar kein besonders gesundes Leben geführt haben. Ihr Geheimnis ist eine robuste Natur. Die andere Hälfte jedoch hat irgendwann den Beschluss gefasst, gesund alt zu werden und auch etwas dafür zu tun.

Es wurde auf dieser Welt bereits so vieles gedacht, so vieles ausprobiert. So viele Irrwege sind begangen, so viele geniale Gedanken ersonnen worden. Wir müssen nicht alle Fehler selbst machen. Wir können die richtigen Schlüsse ziehen. Und wir können uns dabei helfen lassen.

Zum Einstieg in die Thematik eignet sich am besten der "Methusalem-Test". Er dauert ungefähr zehn Minuten und liefert Ihnen ein personalisiertes Feedback zu 15 Lebensstil-Bereichen, inklusive der Einschätzung, wie viel Prozent ihres persönlichen Potenzials Sie derzeit ausschöpfen und wie alt Sie werden. Natürlich ist nichts davon fix. Alles ist veränderbar - und im Buch gibt es zahlreiche Tipps von denen doch viele überraschend und unerwartet sind. 

Dienstag, 19. Dezember 2017

Ein begnadeter Extremist

Hat es überhaupt eine messbare Auswirkung, was wir essen? Macht es einen Unterschied, ob wir uns aus der „schnellen Küche“ bedienen oder ausgefeilten Diätplänen folgen? Gibt es Vitamine und Spurenelemente, die uns geistig und körperlich länger fit halten, eine Anti-Alzheimer-, eine Anti-Herztod-Diät? Was bringt der Griff zur Diät-Margarine wirklich? Senkt fettarme Ernährung den Cholesterinspiegel, und wenn ja – ist es überhaupt sinnvoll, den Cholesterinspiegel zu senken? 

Die Lehre von der richtigen Ernährung kann auch ins Absurde ausarten

Die Antworten auf diese Fragen sind nicht leicht zu finden im Dschungel der diversen Ernährungslehren. In kaum einem anderen Fach gibt es derartig wenig Zurückhaltung, sich selbst als Experte aufzuspielen, wie hier. Jede Buchhandlung hat eigene Abteilungen, deren Regale bis zur Decke mit Ernährungsratgebern angefüllt sind. Vom Fünf-Elemente-Kochbuch bis zum Ratgeber für die Darmsanierung, von der klassischen Weight-Watcher-Fibel bis zum aktuellen Fit-mit-Fett-Knaller. Ein regelrechter Overkill an kunterbunten Argumenten mit oft recht drastischen Auswirkungen für empfängliche Gemüter.

Die Verwirrung und der Extremismus der diversen Ernährungslehren erreichte in der Person meines Nachbarn Markus einen einsamen Höhepunkt. Vor zehn Jahren, als er hierher in die Gegend zog, um vom großstädtischen Hotelgewerbe ins Fach des Biobauern zu wechseln, war er gerade Vegetarier geworden. Mit dem Feuereifer des frisch Konvertierten begann er, spätestens nach jedem dritten Satz, mit seinen Brandreden gegen Fleisch und Wurst. Der Mensch sei entwicklungsgeschichtlich ganz eindeutig ein Vegetarier, der Hang zum Fleisch die nicht überwundene Erbschuld aus Kannibalismus- und Raubtiergenen. Mit jedem Bissen belasten wir uns mit dem Leid der Tiere, und energetisch sei Fleisch sowieso minderwertig. Er selbst schaffte sich auf seinem Hof einige Kühe und eine Schar Ziegen an und begann mit der Herstellung von Käse.


"Wer zum Teufel braucht die Böcke?"

Die erste depressive Phase kam, als er seinen Hof bis oben hin voll mit Tieren hatte. „Was soll ich tun?“, fragte er verzweifelt. „Sie brauchen Nachwuchs, sonst geben sie keine Milch. Was aber soll ich mit dem ganzen Nachwuchs anfangen? Und wer, zum Teufel, braucht diese ganzen Stiere und Böcke?“ Schwersten Herzens machte er einen Deal mit dem Nachbarbauern, der ihm den Abtransport und die Schlachtung der überzähligen Tiere abnahm. „Für mein Karma“, meinte Markus, „ist das natürlich eine Katastrophe.“

Dass er mit diesem Dilemma nicht wirklich zu einer befriedigenden Lösung kam, zeigten immer mehr Indizien, die sich in seinem Wohnzimmer ansammelten. Ein Aura-Photo zeigte Markus‘ Kopf in einer rotgelben Wolke, „mit klaren Verunreinigungen, hier an der Peripherie“, wie er mit sorgenvoller Miene erläuterte. Kristalle sollten die bösen Energien blockieren. Und bei allen kniffligen Entscheidungen ernährungs-technischer Art wurde immer häufiger ein Pendel zu Rate gezogen, das entschied, ob bestimmte Speisen des Teufels waren oder nicht. Daneben las er eine Menge Ernährungsbücher und entdeckte bei sich selbst von der Eiweiß-Allergie bis zur Candida-Durchseuchung seines Darmes jede nur denkbare unerwünschte Nahrungsmittel-Nebenwirkung.

Schließlich hatte auch den Milchprodukten die Stunde geschlagen. Sein Ernährungslehrer – eine Kapazität allerersten Ranges – habe davon abgeraten, und er könne das voll nachempfinden. Blöderweise hatte er gerade seine Käserei mit einem EU-Kredit modern ausgebaut, und das Geschäft begann immer besser zu laufen.

Man muss Job und Privatleben trennen können, lautete sein pragmatischer Beschluss. Wenn er gezwungen war, die Käsemischung zu kosten, spuckte er fortan die Reste in die Katzenschüssel.

Kurz darauf bezeichnete sich Markus selbst als „Geprüften Ernährungs-berater“ und hängte zur Beglaubigung eine Urkunde an die Wand. Zu einem Vortrag im Extrazimmer des Kirchenwirtes kamen immerhin dreißig Leute, allesamt Freunde und Kunden, die er wochenlang bei jedem Einkauf auf diesen Termin eingeschworen hatte. Und Markus, der noch nie zu den zurückhaltenden Rednern gehört hatte, legte sich mit Feuereifer rhetorisch ins Zeug und wetterte gegen Fleisch und tierische Fette. Milch und Käse kamen dabei in etwa so gut weg, als wenn ein Mullah über die Segnungen des Alkohols referierte. Der Erfolg war durchschlagend – und die nächste Depression direkte Folge.

„Ich gehe pleite“, klagte er bei meinem Besuch etwa eine Woche nach dem Vortrag. „Du bist bald der einzige, der noch bei mir einkauft.“ Dann folgte eine lange Klage über die Charakterschwäche und Verlogenheit der Menschen, denn er hatte einige seiner Kunden beim Konkurrenz-Käseladen parken sehen. „Wenn es mir wenigstens gelungen wäre, sie zu überzeugen, dass Milchprodukte krank machen. Aber nein, ich habe sie nur verschreckt, sie trauen sich nicht mehr zu mir!“


Das Heidelbeer-Abenteuer

Markus zog daraus zwei Konsequenzen. Auch wenn es ihn wirklich schmerze, müsse er seine Tätigkeit als Ernährungsexperte wohl zurückstellen. Und auch wenn es mich schmerze, müsse er mich leider dringend um ein Darlehen anpumpen. Der einzige Ausweg aus dem Dilemma liege nämlich – wie er nun klar erkannt hatte –, in einer Umstrukturierung seiner Produktpalette. Weg von Käse und Milch, hin zu den Heidelbeeren. Und zwar im großen Stil.

Daraufhin hörte ich einen Privatvortrag über den ungeheuren ernährungsphysiologischen Wert von Heidelbeeren. Keine andere Frucht habe derart hochwertige Inhaltsstoffe, mache gleichzeitig schlank und schütze vor Krebs und Herztod. Falls ich ihm das Darlehen verweigerte, sei er außerdem gezwungen, den Hof zu schließen und als Büßer nach Indien zu ziehen. – Das konnte ich nun wirklich nicht riskieren.

Die Heidelbeer-Plantage steht nun bereits das vierte Jahr und bringt nur Verdruss, wie mir Markus regelmäßig mit unverhohlen vorwurfsvollem Unterton – schließlich habe ich ihn ja erst in dieses Abenteuer hineingeritten – berichtet. Die Beeren gedeihen nämlich nicht. Zwar war er gewarnt worden, dass sie als Heiden- und Waldbewohner ein saures Milieu bräuchten. Dafür habe er aber schließlich auch den ganzen Boden ausgetauscht. Eine Heidenarbeit – und schweineteuer obendrein. Im zweiten Jahr kamen dann die Rehe und fraßen die frischen Triebe bis aufs Holz ab. Da war er gezwungen, in einen Wildzaun zu investieren. Und im Vorjahr, als endlich einige Eimer Ernte einzusammeln gewesen wären, war praktisch über Nacht alles weg. Gestohlen von den Vögeln!

Ob derartige Katastrophen mithalfen, oder ob sich seine Ernährungslehre von allein zum Selbstläufer in den Radikal-Extremismus entwickelte, ist schwer abzuschätzen. Jedenfalls hat es Markus mittlerweile bei den erlaubten Lebensmitteln auf eine Liste gebracht, die er an den Fingern einer Hand aufzählen kann. Aktuellster Neuzugang auf seiner Bannliste ist, wie er kürzlich mit dem Selbstbewusstsein eines tief in seiner eigenen Weisheit ruhenden Fakirs mitteilte, der Dinkel.

Er habe nun erkannt, dass es sich bei diesem Getreide um das ungesunde Resultat jahrhundertelanger Elitezüchtung handle. Die Energie des Ursprünglichen sei dabei völlig verloren gegangen. Er könne deshalb nur noch zwei Getreidesorten guten Gewissens empfehlen: Kamut und Einkorn.

Auch von seiner äußeren Erscheinung her gleicht Markus immer mehr einem drahtigen ledergegerbten Fakir. Den Verkauf seiner Käse-Spezialitäten erledigt er mit der stoischen Abgeklärtheit eines vegetarischen Kellners, der den Gästen Blutwurst servieren muss. Sorgen über Mangelernährung mache er sich – trotz seines radikal eingeschränkten Speiseplanes – aber nicht. Noch nicht.

Denn immerhin setze er große Hoffnungen auf die diesjährige Heidelbeer-ernte. „Apropos Heidelbeeren“, kommt er schließlich auf den Anlass seines Besuches zu sprechen. „Nachdem ja eigentlich du mir die ganze Sache eingebrockt hast, wäre es höchste Zeit, dir mal Gedanken über die Finanzierung eines Vogelschutznetzes zu machen.“

Bei diesem Artikel handelt es sich um den Beginn des Ernährungs-Kapitels aus meinem aktuellen Buch "Der Methusalem-Code", das kürzlich im Verlag Ennsthaler erschienen ist. 

Freitag, 30. November 2012

Petition: Verbot giftiger Aluminium-Verbindungen in allen Lebensbereichen

Diese Bürger-Petition wendet sich an die zuständigen Behörden der EU, sowie die Gesundheitspolitiker der Mitgliedsländer:

Aluminium ist ein bekanntes Nervengift, es manipuliert das Immunsystem und schädigt die Erbsubstanz menschlicher Zellen. Bei zahlreichen ernsthaften Krankheiten gelten toxische Aluminium-Verbindungen als mögliche Auslöser (Alzheimer, Brustkrebs, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Allergien,…) oder wurden bereits eindeutig als Verursacher identifiziert (Dialyse-Demenz, Knochenerweichung, Blutarmut, Aluminiumasthma). 
Deshalb fordern wir…

  1. …dass die Verwendung toxischer Aluminium-Verbindungen in Lebensmitteln, Medikamenten und Kosmetikprodukten verboten wird 
  2. …dass Aluminium-freie Impfstoffe angeboten werden 
  3. …dass Trinkwasser nicht mehr mit Aluminium gereinigt werden darf 
  4. …dass endlich unabhängige wissenschaftliche Forschung finanziert wird, welche die offenen Fragen klärt.

In Kosmetikprodukten werden mehr als 50 verschiedene bioaktive
Alu-Verbindungen eingesetzt: Großteils ohne Nachweis der Sicherheit


Hintergrund:

Aluminium wird in zahlreichen Verbindungen (z.B. Aluminiumhydroxid, Aluminiumchlorid, Aluminiumsulfat,…) in Kosmetikprodukten, Lebensmitteln und Medikamenten verwendet. Niemand - nicht einmal die Vertreter der Alu-Lobby - bestreiten, dass Aluminium giftig ist. Doch es heißt, "dass von den verwendeten niedrigen Dosierungen keine Gefahr ausgeht". Immer mehr Hinweise zeigen jedoch, dass in der Summe keine Rede mehr von "niedrigen Dosierungen" sein kann. Bioaktive Alu-Verbindungen sind nahezu allgegenwärtig. In Deos, in Sonnencreme, in Medikamenten gegen Sodbrennen, in Kaugummi, in Backpulver, in Impfungen. Aluminium ist als Farbstoff zugelassen und sogar zum Reinigen von Trinkwasser. 
Aluminium wird in den sensibelsten Lebensbereichen eingesetzt. Dabei gibt es mehr als 20 Krankheiten, bei denen eine wichtige Verursacher-Rolle von Aluminium vermutet wird, oder bereits erwiesen ist. Immer mehr Wissenschaftler veröffentlichen kritische Arbeiten und Studien zu den negativen Auswirkungen von Aluminium auf die Gesundheit. 
Ich bin Wissenschaftspublizist und Dokumentarfilmer und habe während der letzten beiden Jahre intensiv zu diesem Thema recherchiert. In einem Dokumentarfilm ("Die Akte Aluminium") und einem Buch ("Dirty Little Secret") habe ich den fachlichen Hintergrund der Bedrohung dargestellt. Ich möchte, dass endlich der von den diversen Lobbyisten in Industrie, Medizin und Medien betriebene Forschungs-Boykott bei Aluminium aufgehoben wird und objektive, unabhängige wissenschaftliche Studien finanziert werden.
Bevor wir Aluminium mit ungeheurem Einsatz an Chemikalien und elektrischer Energie aus der Erde geholt haben, war das Leben auf der Erde Aluminium-frei. Aluminium hat keinerlei sinnvolle Funktion im Organismus. Deshalb soll es raschest möglich aus allen sensiblen Lebensbereichen entfernt werden.

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition auf der auf Bürgerpetitionen spezialisierten Seite von avaaz.org.

Donnerstag, 29. November 2012

Dirty Little Secret - Die Akte Aluminium

Dieser Text ist das Vorwort zu meinem Buch "Dirty Little Secret - Die Akte Aluminium" (Verlag Ennsthaler, 2012). Auf Basis dieser Recherche entstand später mein Film "Die Akte Aluminium" (ARTE, ZDF, ORF, SRF, 2013).


DeoWerbung: Hält 96 Stunden frisch und macht auch keine
Aluminium-Streifen auf der Kleidung

Eine meiner erwachsenen Töchter war kürzlich bei einer Freundin zu einer Geburtstagsparty eingeladen. Sonntag rief sie an und bat mich, sie abzuholen. Als ich kam, waren einige der jungen Leute gerade beim Kochen, einige schauten TV – insgesamt „chillten“ etwa acht Freunde, die vom Fest übrig geblieben waren. Ich nahm die Einladung zum Essen zu bleiben an und setzte mich zu ihnen.

Im Fernsehen lief ein Werbespot, der plötzlich zum Gesprächsthema wurde. Dabei ging es um ein Deo, das über den Slogan beworben wurde, dass damit an T-Shirt, Hemd und Blusen „keine weißen Streifen“ mehr unter den Achseln auftreten, so wie das bei anderen Deos passieren kann – und wohl als gefürchteter Toilette-Fehler gilt. Jemand aus der Gruppe fragte, woraus diese „weißen Streifen“ bestünden. Ob das von einem Inhaltsstoff im Deo stamme oder ob das Rückstände von Schweiß seien.
Ich sagte, das sei wohl Aluminium. Daraufhin fragten sie mich, ob ich das ernst meine. Ich erzählte der Gruppe, dass in fast jedem Deo Aluminium als hauptsächlicher Wirkstoff enthalten ist. Dass Aluminium eines der reaktionsfreudigsten chemischen Elemente der Erde ist und es deshalb beispielsweise auch als Raketentreibstoff eingesetzt wird. Für den Start genügt es, feines Aluminiumpulver und Wasser zusammenzubringen und zu zünden. Darauf folgt eine ungeheure energetische Entladung. In Feuerwerken sorgt Aluminium nicht nur für explosive Gemische, sondern ist auch für verschiedene optische Glitter-Effekte zuständig. 

Aluminium-Deos verkleben die Zellen der Haut



ALICE - Rakete, die nur mit ALuminium
und ICE - gefrorenem Wasser betrieben wird
Und ebenso reaktionsfreudig ist Aluminium in Deos. Es reagiert sofort mit den Zellen der Haut und verändert diese radikal in ihrer Form und Funktion. Die Haut wird gestrafft, die Schweißdrüsen verkleben und darauf beruht der Effekt: Wasser kann nicht mehr durch die Poren, man schwitzt kaum noch. „Doch wehe, man hört damit auf“, sagte eine der jungen Frauen in der Runde, „dann stinkt man umso mehr!“ – Das kommt daher, erklärte ich, dass sich die Zellen mühsam vom schädlichen Einfluss des Aluminiums regenerieren. Zahlreiche Zellen haben Schaden erlitten, viele sind abgestorben. Sie befinden sich in diversen Stadien des Recyclings – und verströmen dementsprechend üblen Geruch. Viele Konsumenten fürchten sich regelrecht davor, wenn ihnen das Deo ausgeht. Ein Absetzen der Produkte wird nahezu unmöglich. Das wiederum ist ein Effekt, der den Herstellern ganz gut gefällt.
Die Zuhörer waren entsetzt, dass Kosmetik-Produkte solche Substanzen enthalten dürfen. Ich erzählte, dass ich vor habe, ein Buch über Aluminium zu schreiben, über dieses wohl seltsamste und vielleicht auch gefährlichste aller chemischen Elemente. Ich erläuterte auch, dass Aluminium nicht nur in Deos enthalten ist, sondern auch in zahlreichen Sonnencremes. Und dass wir uns – wenn wir uns nach den Richtlinien der WHO zum Sonnenschutz orientieren – an einem Tag am Strand ein Gramm Aluminium auf die Haut schmieren.

Alu-freie Impfstoffe
sind Mangelware
In zwei Drittel aller Impfungen ist Aluminium als Adjuvans enthalten: als Wirkverstärker, ohne den die meisten Impfungen deutlich schlechter oder gar nicht funktionieren würden. Und während gutgläubige Wissenschaftler davon ausgehen, dass Aluminium schnellstmöglich vom Organismus wieder ausgeschieden wird, zeigen aktuelle Forschungsarbeiten, dass dem eben nicht so ist. Dass Aluminium aus Impfungen bei vielen Menschen noch Jahre später an der Impfstelle im Muskel vorhanden ist und dort für schwere Irritationen sorgt. Dass die Haut – anders als von Kosmetik-Herstellern beteuert – keineswegs eine undurchdringliche Barriere für Aluminium darstellt und aggressive Aluminiumionen in vielen Organen angereichert werden, darunter auch im Gehirn.
Wir wissen mittlerweile, dass das Element bei bei mehr als 20 häufigen Krankheiten beteiligt ist und seine Verursacher-Rolle entweder feststeht oder es dafür starke Indizien gibt.
Die Belege werden immer überzeugender, dass Aluminium im Hirn Entzündungen auslösen kann und an der Entstehung der Alzheimer-Demenz beteiligt ist. Diese Krankheit verbreitet sich derzeit epidemisch. Sie verdüstert unseren Lebensabend und löscht das Wesen geliebter Menschen aus, noch bevor diese gestorben sind.
Wir wissen ebenso, dass Aluminium die Funktionsweise des Immunsystems schädigen und dauerhaft verändern kann. Möglicherweise liegt hier eine der Ursachen für den alarmierenden Anstieg bei Allergien und Autoimmunkrankheiten.
Und wir wissen, dass die Aluminiumindustrie in den letzten Jahrzehnten massiv in Ablenkungs-Manöver investiert und zahlreiche einflussreiche Wissenschaftler mit lukrativen Aufträgen versorgt und regelrecht eingekauft hat. Die Vorgangsweise erinnert an jene der Tabakindustrie in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Bloß dass hier die Vergehen weitgehend aufgedeckt sind und Milliarden an Strafzahlungen bezahlt werden mussten. Bei Aluminium stecken wir hingegen noch in jener Phase fest, wo darüber debattiert wurde, ob Lungenkrebs mit dem Rauchen tatsächlich etwas zu tun haben könnte.

Lobbys verhindern Aluminium-Forschung

In der Gruppe der Day-After-Party wurde es immer ruhiger. Alle hörten gespannt zu. Schließlich sagte eine Freundin meiner Tochter: „Das ist eine der ärgsten Geschichten, die ich je gehört habe. Wenn das stimmt, dann muss das doch eine der am intensivsten untersuchten Fragen der Wissenschaft sein.“
Ich sagte ihr, dass dieser Schluss wohl logisch wäre – in der Realität aber eher das Gegenteil der Fall ist. Es gibt zwar eine ganze Menge Fachleute, welche die problematischen Eigenschaften von Aluminium mit ihren Forschungsarbeiten belegen. Und dabei handelt es sich nicht um ein paar Außenseiter, sondern um angesehene Wissenschaftler, die in seriösen Journalen publizieren. Dennoch werden deren Thesen in der Öffentlichkeit oft als spekulativ oder als Einzelmeinung abgetan.
Während Abermillionen in die Entschlüsselung von Risikogenen oder in Projekte wie die „Alzheimer-Impfung“ gesteckt werden, liegen die Forschungsgelder auf Eis, wo es um die Wirkung von Aluminium geht. Sobald in einem Forschungsantrag die gesundheitlichen Effekte von Aluminium thematisiert werden, erzählten mir verschiedene Wissenschaftler, steigt die Wahrscheinlichkeit dramatisch, dass ein Projekt nicht gefördert wird. Viele wichtige Jurys in den staatlichen oder privaten Organisationen, welche über die Verteilung der Forschungsgelder bestimmen, sind von Alu-Lobbyisten besetzt. Fast überall hat sich der Slogan der Alu-Lobbyisten durchgesetzt: "Jeder Euro, der in Aluminiumforschung investiert wird, ist ein verlorener Euro: Das Thema ist durch - Aluminium stellt kein Gesundheitsrisiko dar!"
Aluminiumforschung ist deshalb meist nur über Selbstausbeutung oder mit Hilfe von Tricks möglich. Da wird dann aus Aluminium ein „Metall-Östrogen“, um die Aluminium-Lobby nicht aufzuscheuchen, oder es werden andere Projekte so ausgeweitet, dass darin auch Platz für Alu-Forschung ist. Angesichts dieser Schwierigkeiten ist es erstaunlich, dass in der aktuellen Medizinliteratur dennoch eine Studie nach der anderen zu negativen Effekten von Aluminium erscheint. Vielleicht nicht gerade in den absoluten Starjournalen, welche von den großen, von der Pharmaindustrie finanzierten Forschungen zu neuen Wirkstoffen dominiert werden, aber gleich in der zweiten Reihe.
"Pandoras box has been opened - Aluminium has been let out"
Christopher Exley, Professor für bioanorganische Chemie,
Keele University, UK (Foto: Ehgartner)
Man kann die Ergebnisse noch nicht in Wikipedia lesen oder in den Boulevardzeitungen, doch wer nur ein wenig tiefer in die Materie eintaucht und beispielsweise in „pubmed“, der internationalen Medizindatenbank, sucht, wird staunen über die Bandbreite der aktuellen kritischen Alu-Forschung. „Die Belege mehren sich, dass wir mit der Freisetzung von Aluminium aus der Erdkruste eine moderne ‚Büchse der Pandora’ geöffnet haben“, sagt der britische Aluminiumexperte Christopher Exley, der sich zeit seines Forscherlebens mit den Eigenschaften des seltsamen Metalls befasst hat. Aluminium könnte an zahlreichen Krankheiten – darunter solche Schrecken wie der Alzheimer-Krankheit, Parkinson, Brustkrebs oder Multiple Sklerose – ursächlich beteiligt sein.

Verbot Aluminium-haltiger Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Doch der Widerstand, der von den Lobbys geleistet wird, ist immer noch enorm. Und sobald eine positive Tat - im Sinne der Sicherheit der Menschen - gesetzt wird, versuchen sie, die Maßnahme umzudrehen.
Erst im Jahr 2008 hat etwa die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) den Grenzwert für die tolerierbare wöchentliche Aufnahme von Aluminium aus Nahrungsmitteln spektakulär von 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht auf 1 Milligramm abgesenkt.
Begründet wurde diese Maßnahme unter anderem damit, "dass Aluminium das Nervensystem bereits in niedrigeren Dosen beeinträchtigen kann, als bisher angenommen wurde".
Die neuen Richtlinien waren nun allerdings so niedrig angesetzt, dass die Belastungsgrenzen, wie die EFSA Experten auch selbst schreiben, von „einem signifikanten Teil der europäischen Bevölkerung übertroffen werden“. Deshalb wurde empfohlen, einige Aluminium-Zusätze in Lebensmitteln stark zu reduzieren bzw. ganz zu verbieten.
Dies sollte nicht schwer sein, als ja Aluminium im Körper keinerlei sinnvolle Funktion erfüllt und Lebensmittel-Farbstoffe aus Aluminium oder Zusätze, welche beispielsweise die Rieselfreudigkeit von Milchpulver in Kaffeeautomaten erhöhen, nicht wirklich lebensnotwendig wären.
Der Aluminium-Industrie waren derartige Ansätze jedoch ganz und gar nicht angenehm. Bargen sie doch die Gefahr, dass Image schädigende Nachrichten in Umlauf geraten könnten. Die Lobbyisten der Industrie unternahmen deshalb mehrere Anläufe, diese Maßnahme rückgängig zu machen. Dazu bedienten sie sich der Hilfe „freundlich gesinnter“ Wissenschaftler.
Unter anderem wurde eine entsprechende, von der Industrie finanzierte Studie vorgelegt, um zu demonstrieren, dass Aluminium zum überwältigenden Teil über Harn und Stuhl sofort ausgeschieden wird und deshalb für Konsumenten kaum Gefahr besteht. Die Grenzwerte könnten also ruhig wieder angehoben werden.
 Die EFSA-Experten werteten diese Belege in einer Publikation von 2011 jedoch als nicht überzeugend und beharrten auf dem neuen niedrigeren Grenzwert. Im Mai 2012 wurde dann sogar eine Regulation erlassen, welche für alle EU-Mitgliedsstaaten bis spätestens 2014 bindend in die Landesgesetze zu übernehmen ist. Darin werden nun tatsächlich einige Aluminiumquellen wie Bentonite (E 558), Calcium Aluminium Sulfat (E 556) oder Kaolin (E 559) definitiv verboten. Die Lebensmittel-Behörden schlagen hier also einen Weg ein, der sich positiv abhebt von der sonst praktizierten Ignoranz.

"Aluminium is not a health problem"
Prof. Nicholas Priest, Toxikologe
(Foto: Langbein & Partner Media)
Doch auch die Lobbyisten machen weiter Druck. Der in Kanada tätige Toxikologie-Professor Nicholas Priest, einer der prominentesten industrienahen Wissenschaftler, erklärte mir im August 2012, dass die Grenzwerte definitiv wieder angehoben werden. Denn es sei ja schön und gut, vorsichtig zu sein, bei Aluminium bestehe dazu aber überhaupt kein Grund: „Wir wissen, dass von Aluminium keine Gefahr ausgeht – das Thema ist tot.“

Von den EU-Lebensmittelbehörden abgesehen, scheinen sich auch die meisten an diesen Grundsatz zu halten. Anstatt dem Verdacht nachzugehen und den Einfluss von Aluminium auf die sogenannten Zivilisationskrankheiten offensiv zu untersuchen, wird viel Geld in alternative Erklärungsmodelle – möglichst weit weg von Aluminium – investiert. Und so gilt heute das Interesse mehr der Jagd nach dem nächsten und übernächsten Multiple Sklerose- oder Alzheimer-Gen, statt offensiv die Rolle des Aluminiums aufzuklären.
Dasselbe gilt für die Epidemie an Krankheiten des Immunsystems, von autoaggressiver Diabetes, Morbus Crohn, bis hin zu krankhaften entzündlichen Prozessen im Gehirn, welche als mögliche Ursache für neuzeitliche Phänomene wie Autismus oder ADHS gelten.

Anschließend habe ich mit dem Freundeskreis meiner Tochter gegessen und mich dann verabschiedet. Doch seither ist kein Ende der Nachfragen, wie es mit dem Projekt weitergeht und ob es etwas Neues gibt. Nun kann ich ihnen endlich sagen, dass ich alles dokumentiert und aufgeschrieben habe. Mein Buch bietet einen Überblich zur aktuellen Aluminiumforschung und zeigt, dass Aluminium nahezu in jedem Bereich seiner Förderung, Verarbeitung und Anwendung ernsthafte Probleme macht. Es ist hoch an der Zeit, den Mantel des Schweigens zu einem der wichtigsten Probleme unserer Zivilisation zu lüften und die offene Diskussion voranzutreiben. Das wird schwer genug, da es einflussreiche Parteien gibt, die dabei nur verlieren können.
Die Vertreter von Pharma-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie werden wenig Freude damit haben, wenn die Sicherheit ihrer Produkte in Zweifel gezogen wird und sie möglicherweise in eigene Forschung investieren und Rezepturen ändern müssen. Dasselbe gilt für die Lobbyisten der Aluminium-Industrie, die alles Mögliche unternehmen, damit alles so weiterläuft, wie es bisher gelaufen ist. Vom Mainstream der Medizin ist wenig zu erwarten. In kaum einem Bereich der Wissenschaft ist das Beharrungsvermögen größer. Zudem haben Ärzte keine Freude mit iatrogenen Krankheiten, wie es ein befreundeter Wissenschaftler lakonisch formulierte. Sie sind also nicht sehr heiß darauf, sich selbst als Verursacher von Gesundheitsstörungen zu outen.
Auch bei unseren Gesundheitsbehörden ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie auf der Bremse stehen, statt Gas zu geben und für eine offensive Aufklärung einzutreten. Haben sie doch über Jahrzehnte viele Alarmzeichen ignoriert und sich bereitwillig von den Lobbyisten einlullen lassen.

Die drei Dogmen des Aluminium-Zeitalters

Bis heute sind zahlreiche – sogar rezeptfreie – Arzneimittel im Umlauf, die große Mengen an Aluminium enthalten. Bei Impfungen gibt es kaum Alternativen zu den aluminiumhaltigen Wirkverstärkern. Und sogar Trinkwasser wird in manchen Gebieten mit Aluminium aufbereitet. 
Sicherlich ist Aluminium nicht der einzige negative Einfluss. Monokausale Erklärungen ergeben in den seltensten Fällen die ganze Wahrheit. Doch umgekehrt kann auch eine Aufklärung nicht funktionieren, wenn Dogmen die wissenschaftliche Arbeit bestimmen und es Tabus gibt, die – nach stillschweigender Übereinkunft – nicht untersucht werden.
 Dass der Aufklärungsprozess rasch und reibungslos passiert, ist nicht zu erwarten. Die globalen Player haben viel zu verlieren und sie werden enorme Summen investieren, damit alles beim Alten bleibt. Dazu benützen sie ein kleines Arsenal von bewährten Argumenten, welche auf den ersten Gedanken durchaus einleuchtend erscheinen und immer wieder vorgebracht werden, sobald über Aluminium diskutiert wird.
Als Haupt-Argument wird gerade seine Häufigkeit angeführt: Wie sollte „das häufigste Metall der Erde“ für den Menschen schädlich sein? Das wäre doch absurd! Aluminium sei überall, wir könnten es nicht einmal vermeiden, wenn wir wollten.

Bauxit ist das einzige Erz, aus dem Aluminium profitabel gewonnen
werden kann: Mit ungeheurem Aufwand an Technik, Chemikalien,
elektrischer Energie - und katastrophalen Folgen für die Umwelt (Foto: Ehgartner)
Bei diesem Argument wird übersehen, dass Aluminium zwar überall, im Lehm, im Ton, im Granit, enthalten ist, dass es allerdings – bildlich gesprochen – die Energie eines Atomkraftwerks bräuchte, um es aus diesen Verbindungen herauszuholen. Es gibt nur ein einziges Erz, aus dem die Erzeugung heute wirtschaftlich möglich ist, nämlich Bauxit. Und auch hier ist der dafür nötige Energieeinsatz enorm.
Sobald dieses Argument genannt wird, machen die Lobbyisten einen radikalen Schwenk und kommen nun plötzlich mit dem Gegenteil. „Die Dosis macht das Gift“, heißt es nun. Und bei den minimalen Mengen, mit denen der Mensch konfrontiert sei, wäre eine Schädigung gar nicht möglich. Falls es aber doch einmal passieren sollte, dass jemand zu viel Aluminium abbekommt, gilt die These, dass das Metall vom Organismus umgehend wieder ausgeschieden wird. Und zwar vollständig.
Als drittes Dogma gilt schließlich die Feststellung, dass Aluminium, falls es – in wirklich ganz außergewöhnlich seltenen Fällen – doch nicht zur Gänze ausgeschieden werden könnte, in biologisch neutralen Depots, z. B. in den Knochen, eingeschlossen werde.
Diese drei Argumente begleiten das „Zeitalter des Aluminiums“ seit vielen Jahren und sie werden bis heute von Seiten der Aluminium-, Kosmetik-, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, aber auch von vielen Medizinern und Behördenvertretern angeführt, sobald von irgendeiner Seite Vorsichts-Maßnahmen gefordert oder auch nur andiskutiert werden. Bei sorgfältiger wissenschaftlicher Analyse erweisen sich – wie wir sehen werden – alle drei „Dogmen des Aluminium-Zeitalters“ als falsch.
Auch minimale Dosen können relevante Schädigungen auslösen, wenn die betroffene Person eine besondere Empfänglichkeit hat oder wenn das Aluminium besonders sensible Bereiche schädigt.

Die Gefährdung geht dabei im Allgemeinen nicht von den Werkstoffen aus, in denen metallisches Aluminium in Legierungen mit anderen Elementen fix gebunden ist, sondern von den biochemisch aktiven Aluminium-Verbindungen, wie sie in Kosmetikprodukten, Nahrungsmitteln und Medikamenten enthalten sind.
 Es ist auch von enormer Bedeutung, wie wir das Aluminium aufnehmen. Der menschliche Organismus ist beispielsweise relativ gut darauf vorbereitet, Gifte und schädliche Inhaltsstoffe in unserer Nahrung zu erkennen, zu isolieren und wieder auszuscheiden. Im Normalfall passiert das über die dafür zuständigen Organe Leber und Niere, mit der nachfolgenden Ausscheidung über Harn oder Stuhl. Bei Vergiftungs-Notfällen wird Erbrechen oder Durchfall ausgelöst. Der Organismus ist aber wesentlich schlechter ausgerüstet, Gifte, die über Kosmetikprodukte in die Haut aufgenommen werden, zu entsorgen. Und er hat im Lauf der Evolution gar keine Gegenstrategien erlernt, wenn Aluminiumsalze – so wie bei Impfungen – tief ins Muskelgewebe injiziert werden.

"Machen Sie sich selbst ein Bild!"

Wir leben im Zeitalter des Aluminiums. Und wie es scheint haben wir das Leichtmetall bislang sträflich unterschätzt. Neben der glänzenden Oberfläche hat das chemische Element eine dunkle Seite, der bisher von der Wissenschaft kaum Bedeutung geschenkt wurde. Die Recherche zu diesem Buch war demnach eine Entdeckungsreise zu den ebenso faszinierenden wie gefährlichen Eigenschaften von Aluminium, sowohl im Bereich der Umwelt, der Energie als auch der Gesundheit. Zentrale These dieses Buches ist es, dass Aluminium jener lange gesuchte Umweltfaktor sein könnte, welcher ursächlich zum rasanten Anstieg der sogenannten Zivilisationskrankheiten beigetragen hat: Von kindlichen Entwicklungsstörungen bis zur vollständigen Entgleisung des Immunsystems. Von Asthma und Allergien als Volkskrankheit bis zum Albtraum der Auflösung des Ichs von geliebten Menschen im Zuge einer immer weiter fortschreitenden Alzheimer-Epidemie.
Das Thema des Buches ist hoch brisant – angesichts einer in der Medizingeschichte noch nie da gewesenen Rate chronisch kranker Menschen. Ich lade Sie ein, die Reise in die Welt von Aluminium mit mir zu gehen. Machen Sie sich selbst ein Bild.

 Dieser Text ist das Vorwort zu meinem aktuellen Buch "Dirty Little Secret - Die Akte Aluminium", das im November 2012 im Verlag Ennsthaler erschienen ist.

Samstag, 25. August 2012

Notbremse bei Aluminium

Was meinen Sie, wo mehr Aluminium erlaubt ist: in Lebensmitteln oder in Impfstoffen?

Abschied von E-559, dem Aluminium-haltigen Lebensmittel-Zusatz Kaolin (Foto Chris73)
In besorgten Kreisen junger Eltern wird oft darüber diskutiert, ob eine Sechsfachimpfung nicht zu viel ist für so ein kleines Baby. Und viele überlegen, ob nicht zwei Dreifach-Impfungen - mit einem ordentlichen Abstand dazwischen - besser verträglich wären.
Bei derartigen Diskussionen wird meist übersehen, dass die Wirkstoff-Mengen in den Impfungen vernachlässigbar gering sind im Vergleich zum Gehalt der so genannten Adjuvantien. Der Hauptanteil am Volumen einer Impfung kommt - abgesehen von Wasser als Lösungsmittel - nämlich von diesen Hilfsstoffen, die als Wirkverstärker dienen. Ohne Adjuvantien würde der Großteil der Impfungen deutlich schlechter oder gar nicht wirken. Doch nicht nur der Anteil am Volumen ist bei den Hilfsstoffen größer, auch die Nebenwirkungen einer Impfung kommen meist von den Adjuvantien und nicht von den tatsächlichen Wirkstoffen (Antigene).

Als Adjuvantien verwendet werden im Normalfall Aluminiumverbindungen. Und Aluminium ist bekannt neurotoxisch - also giftig für das Nervensystem.
Erst vor kurzem, im Jahr 2008, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA: European Food Safety Authority), die tolerierbare wöchentliche Aufnahme für Aluminium in Lebensmitteln von 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht auf 1 Milligramm pro Kilogramm radikal abgesenkt. Das wurde damit begründet, "dass Aluminium bereits in niedrigeren Dosen als bisher angenommen, toxisch auf das sich entwickelnde Nervensystem wirkt."


Der Vergleich: Lebensmittel gegen Babyimpfung

Rechnen wir das mal auf ein 5 kg schweres Baby um: Das wären also ein Höchstwert von 5 mg Aluminium pro Woche. Pro Tag sind das 0,71 mg.
Und nun sehen wir nach, was in Impfstoffen drin ist: Der einzige Sechsfach-Impfstoff am Markt, Infanrix hexa enthält sogar zwei Aluminiumverbindungen: Al-hydroxid und Al-phosphat. Das ergibt laut Produktinformation eine Menge von 0,82 Milligramm Aluminium-Ionen (Al3+).
Wenn die Babys beim Impfarzt - so wie üblich - auch gleich noch die Pneumokokken-Impfung dazu bekommen so erhöht sich die Aluminiummenge (jetzt am Beispiel von Synflorix gerechnet) nochmal um 0,5 mg.
Den Babys werden beim Impfarzt also 1,32 mg einer Substanz injiziert, welche nach Expertise der EFSA "toxisch auf das sich entwickelnde Nervensystem wirkt".
Das ist fast die doppelte Menge, welche für Lebensmittel als tolerierbarer Höchstwert gilt.

Und dann muss man noch wissen, dass in Lebensmitteln - über den mit Giften relativ gut geübten Magen-Darm-Trakt - kaum Aluminium im Körper aufgenommen wird.
Bei der Injektion ins Muskelgewebe verbleibt hingegen rund 100 Mal mehr Aluminium im Organismus.

Eine von der französischen Nationalversammlung eingesetzte Expertenkommission empfahl kürzlich, Aluminium aus Impfstoffen so rasch wie möglich zu entfernen und speziell für die Babys, welche am meisten geimpft werden, Aluminium-freie Alternativen anzubieten. - Mit gutem Grund!


EFSA greift durch

Den Lobbyisten der Aluminiumindustrie schmecken diese Aktivitäten gar nicht. Und so wurde rasch Druck aufgebaut, die Empfehlungen der EFSA zu unterlaufen. Einer der wichtigsten Anläufe war eine von der Industrie vorgelegte und finanzierte Studie, aus der hervorgehen sollte, wie gering die Gefahr einer Aufnahme von Aluminium aus Lebensmitteln ist. Die Experten der EFSA bezeichneten die neuen Informationen als ungenügend und hielten an den niedrigeren Grenzwerten fest.

Die EU-Behörde zur Lebensmittelsicherheit blieb auch weiter am Ball: Weil es schwer ist, unter den derzeitigen Bedingungen die niedrigen Empfehlungen zur Aufnahme von Aluminium aus Lebensmitteln einzuhalten, regten sie an, die Zulassung für einige Aluminium-haltige Lebensmittelzusätze zu streichen. Außerdem sollte eine Deklarierungspflicht eingeführt werden, damit die Konsumenten und auch die weiterverarbeitende Industrie überhaupt die Chance haben, den Gehalt an Aluminium zu bemerken.
Der Chef der EU-Kommission Jose Manuel Barroso unterzeichnete am 3. Mai 2012 eine entsprechende Verordnung, die nun bis spätestens 2014 von den Mitgliedsstaaten in Landesgesetze umgemünzt werden muss. Dabei geht es unter anderem den Aluminium-haltigen Zusätzen E-556 (Kalzium-Aluminium-Silikat), E-558 (Bentonit) und E-559 (Kaolin) an den Kragen.

Vielleicht sollte ich mal anfragen, ob die Lebensmittel-Experten der EFSA ihren Kollegen von der EMA (European Medicines Agency) nicht Aufklärungsunterricht erteilen könnten. Diese hätten es nämlich dringend nötig!



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