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Mittwoch, 18. Januar 2023

Die Kaperung unseres Immunsystems durch die Konzerne

Die Pipelines der Konzerne sind gut gefüllt mit neuen Impfungen. In den Nachrichten wurden wir bereits wieder an einen neuen Namen gewöhnt: die RS-Viren (Respiratorische Synzytial-Viren) gehen um. Und bald gehört die Dreifach-Impfung gegen die "Tripledemic" vor dem Winter zum obligaten Sicherheits-Paket. Der Billionen-Plan von der Fernsteuerung des menschlichen Immunsystems durch die Pharmaindustrie schreitet in großen Schritten voran. 


Seit der Massen-Impfaktion herrscht massive Übersterblichkeit 

In Österreich lag die Übersterblichkeit nun 17 Wochen in Folge über jener des Jahres 2019, meldet die Statistik Austria. Rund um Weihnachten eskalierte die Lage mit einem Plus bei den Sterbezahlen von 36% (KW 52) bzw. 42% (KW 51). Ähnlich ist die Lage in Deutschland, wo im Oktober und im Dezember 2022 die Übersterblichkeit im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre 19% betrug. Auf die Frage nach den Ursachen dieser Entwicklung herrscht allgemeines Achselzucken. Sicher ist nur: An den Covid-Impfaktionen lag es nicht. Sicher nicht.
Allen offiziellen Aussagen in diese Richtung haftet allerdings das Manko an, dass es ja wohl schwierig wäre, einen derartigen Zusammenhang zuzugeben. Hatten doch Behörden, Politik und Medien in seltener Einigkeit gepredigt, dass die Impfstoffe sicher seien. So sicher, dass man sie notfalls auch zwangsweise verabreichen wollte. Wie also soll man nun sagen: "Sorry, wir haben uns geirrt, es gab doch beträchtliche Probleme mit deren Sicherheit." So etwas wird man nicht hören; auch nicht, wenn es stimmen sollte. 

Die kleinen Dienste der Wissenschaft

Die Hersteller der Covid-Impfungen glauben weiterhin felsenfest an die Vorteile ihrer Produkte. Die Pfizer Managerin Janine Small zitierte beispielsweise bei einer Befragung vor dem EU-Parlament dazu Modellrechnungen des Imperial College London mit ihrem Vordenker Neil Ferguson, die ergeben hatten, dass die Impfungen 20 Millionen Menschenleben gerettet haben. So etwas lässt man sich doch gerne nachsagen. 
Dass Ferguson und das Imperial College einen enorm schlechten Nachruf haben, was Vorhersagen betrifft, wird dabei geflissentlich verschwiegen: 
  • 2002 sagte Ferguson voraus, dass bis zu 50.000 Menschen in Großbritannien am Rinderwahn (Creutzfeldt Jakob Syndrom) sterben. Falls die Seuche auch auf Schafe übergreift wären es sogar bis zu 150.000. - Geworden sind es dann insgesamt 178 Todesopfer.
  • 2005 übertraf sich Ferguson anlässlich der Vogelgrippe H5N1 und warnte, dass weltweit bis zu 200 Millionen Menschen daran sterben werden. Als die WHO 2006 Bilanz zog, waren es dann insgesamt 78 Vogelgrippe Opfer.
  • 2009 beriet Fergusons Expertengruppe die britische Regierung und prognostizierte 65.000 Todesfälle durch die aktuelle Schweinegrippe. Es wurden dann 457.
Dass das Imperial College beim Aufbauschen der Risiken ebenso übertreibt, wie beim Nutzen der pharmazeutischen Gegenwehr, liegt möglicherweise auch an den Sponsoren der akademischen Einrichtung, wo sich zahlreiche Konzerne und auch z.B. die Gates-Foundation mit Millionenbeiträgen in die goldenen Bücher eingetragen haben. 

"Corona hat einmal mehr klargemacht, wie willfährig akademische Institutionen sich mit den Vorgaben der Politik synchronisieren und wie stark auf Universitäten und Akademien Konformismus und Duckmäusertum vorherrscht", beschreibt der Schriftsteller und Wissenschafts-Forscher Jan David Zimmermann in der Berliner Zeitung die aktuellen Zustände.

Die Kurve der weltweiten Covid-Todesfälle zeigte sich vom massenhaften Einsatz
der Covid-Impfung relativ unbeeindruckt (Quelle: Hart-Group)


Modernas zweiter Streich

Die Pharmaindustrie hat jedenfalls keinen Grund, nun zaghafter zu werden. Im Gegenteil, die Impfstoff-Hersteller und hier wieder speziell jene, die sich der mRNA Technologie verschrieben haben, erlebten ja zuletzt einen wahren Goldrausch. Und mittlerweile gibt es neue Fundstellen.

Die US-Firma Moderna hat soeben die Studien für einen mRNA-Impfstoff gegen RS-Viren für ältere Menschen abgeschlossen. RS-Viren zählen zu den Erkältungsviren und haben ein ähnliches Risikoprofil wie Influenza-Viren. Da es bisher keinen Impfstoff zu bewerben gab, kennt aber kaum jemand diese Viren.
Das ändert sich nun. 37.000 Personen nahmen an der Moderna Studie teil. Die Wirksamkeit der Impfung wird mit 83,7% angegeben.  Moderna möchte unbedingt zeigen, dass es nicht nur ein One-Hit-Wonder bleibt. Der RSV-Impfstoff wäre nach 'Spikevax' das zweite Produkt des US-Unternehmens. Moderna-Präsident Stephen Hoge zeigte sich bei der Präsentation der aktuellen Resultate jedenfalls in Feierlaune: "Wir glauben wirklich, dass wir zur Spitzenklasse gehören - 84 % ist eine hervorragende Wirksamkeit." Was Hoge dabei verschweigt: Diese Angabe beruht gerade mal auf 64 RSV-Infektionen. Es handelt sich demnach um eine Hochrechnung mit gewaltiger Schwankungsbreite. 

Modernas Börsewert stieg dennoch gleich um 7%. Moderna rechnet im Lauf von einigen Monaten mit einer positiven Antwort der Zulassungsbehörden in den USA und anschließend auch in Europa. Die Konzerne Pfizer und GSK befinden sich mit eigenen RSV-Impfungen ebenfalls in der Zielgeraden. Die Analysten prophezeien ein globales Marktvolumen von mehr als 10 Milliarden US$ - und das nur für die Impfung für Erwachsene. 
Der zweite große Markt sind die Kinderimpfungen. 
Und auch hier gibt es einige Produkte in der Pipeline - unter anderem einen Antikörper-Wirkstoff für Neugeborene namens 'Nirsevimab'. Er wurde von AstraZeneca gemeinsam mit Sanofi entwickelt und ist in der EU bereits zugelassen. 

mRNA Impfstoff auch bei Influenza

Bei Influenza ist ebenfalls eine Neuerung in Arbeit: eine Impfung auf mRNA Basis, die nicht mehr jährlich an die umlaufenden Viren angepasst werden muss, sondern gleich gegen alle bekannten Influenza-Subtypen wirkt. So erfreut sich das "World Economic Forum" auf seiner Webseite über diese Ankündigung gibt, so bekannt klingen die Einschränkungen:
"Es wird nicht erwartet, dass der Impfstoff eine so genannte sterilisierende Immunität verleiht, die eine Infektion vollständig verhindert", heißt es. "Vielmehr ermöglicht er es dem Körper, ein Gedächtnis für sein Immunsystem aufzubauen, das es ihm ermöglicht, sein Wissen abzurufen und sich schnell an neue Pandemiestämme anzupassen."
Das klingt schon weniger grandios. Den ersten Teil kennen wir von den Covid-Impfstoffen. Für den zweiten Teil der Aussage bräuchte es eigentlich keine Impfung, weil das die ganz normale Funktionsweise des Immunsystems beschreibt. 
Aber egal, es geht um die Marktchancen und die sind zweifellos intakt. Zumal die Konkurrenz der saisonalen Grippe-Impfstoffe keine allzu große Hürde darstellen sollte. Deren Wirksamkeit - die nicht auf Hochrechnungen, sondern auf dem tatsächlichen Vergleich von Influenza-geimpften mit Ungeimpften beruht – ist überschaubar. 
Laut Einschätzung des Robert Koch Instituts gab es in den Jahren 2012 bis 2019 gerade dreimal eine signifikante Wirksamkeit der saisonal angepassten Influenza-Impfung. Dies bezog sich jedoch nicht auf die 'ganze' Impfung, sondern lediglich auf einen der drei darin enthaltenen Subtypen. Dessen Wirksamkeit lag hier zwischen 48% und 61%.
Bei allen anderen 18 Komponenten waren die Nachweise über die Wirksamkeit nicht signifikant und damit wenig aussagekräftig. Interessant ist auch die Spannweite dieser Nicht-Wirksamkeit, die weit in den negativen Bereich hinein reicht. Wer sich etwa 2018 impfen ließ, hatte tendenziell ein 28% höheres Risiko an Influenzaviren des Subtyps H3N2 zu erkranken als nicht geimpfte Personen. Wer sich 2013 impfen ließ, hatte sogar ein 66% höheres Risiko auf einen Krankenstand.
Erklärt - oder erwähnt - werden derartige Effekte nicht. Schwächen die Influenza-Impfungen die körpereigenen Abwehrkräfte? Möglich wäre es.
Gesundheitsminister Lauterbach freute sich auf Twitter dennoch riesig, dass man sich künftig mit drei Impfungen – gegen Covid, RSV und Influenza – auf den Winter vorbereiten kann. Im Englischen wird dieses Trio Infernal bereits unter dem Schlagwort "Tripledemic" vermarktet. 

Tierfabriken als fragwürdiges Fernziel

Gesundheitsprävention mittels "Stärkung des Immunsystems durch Impfungen" wird immer mehr zum Verkaufsschlager. Doch hier ist eindeutig noch nicht der Gipfel des Möglichen erreicht. Bayer und Monsanto haben am Beispiel des Saatguts aufgezeigt, wie man dessen Nachhaltigkeit brechen und die Konsumenten in eine künstliche Abhängigkeit von jährlich neu einzukaufendem Hybrid-Saatgut treiben kann, dass dann im optimalen Fall auch gleich mit den darauf abgestimmten Herbi-, Fungi- und Pestiziden angeboten wird.

Am besten sieht man in der Veterinärmedizin, wohin es führt, wenn die Logik der Konzerne ohne Widerstand oder Kontrolle wuchern kann: Das Resultat ist dann eine Art Leasing-Immunität, bei der Medikamente und Impfungen das Immunsystem der Tiere ersetzen. Das funktioniert dann meist auch recht gut. Zumindest für den kurzen Zeitraum - bis die Tiere ihr Schlachtgewicht erreicht haben - und für spezielle Viren und Bakterien, gegen die Impfungen oder sonstige Medikamente verfügbar sind.
Die meisten Tiere in den Fleisch-, Milch- und Eierfabriken würden es heute allerdings nicht mehr überleben, wenn sie einen Tag in freier Wildbahn verbringen müssten. Aber nicht, weil sie gefressen oder überfahren werden, sondern weil ihr von der Pharmaindustrie ferngesteuertes Immunsystem mit fremdartigen Wiesen-Viren oder Schlamm-Bakterien heillos überfordert wäre. 

No-Vogelgrippe für Hühner

In diese Richtung geht auch die in Österreich derzeit gültige Stall-Pflicht für Freiland-Hühner.
Argumentiert wird diese Maßnahme mit der Vogelgrippe, welche die Hühnerwirtschaft gefährdet. Es geht also darum, die Tiere in den Fabriken zu schützen. Weil es derzeit noch keinen Impfstoff gegen die Vogelgrippe gibt, fällt den Veterinär-Behörden nichts besseres ein, als das meist recht robuste Freiland-Geflügel einzusperren.
Die Viren "auszuhungern" ist so eine Art No-Covid Ansatz und hat noch nie irgendwo funktioniert. Außerdem zirkulieren die Viren in Wildvögel, denen sie sonderbarerweise nichts anhaben. Wozu also diese Maßnahme? Genauso wenig, wie ein Wildvogel in die Putenmast-Anlage eindringt, tut dies ein Sulmtaler Hahn vom Bauernhof. Die Stallpflicht für Hühner ist vollständig unlogisch.  
Wahrscheinlich geht es den Veterinär-Behörden eher darum, eine Ausrede zu haben, falls 100.000ende Massenhaltungs-Hühner oder Puten eingehen. Schuld wären dann nämlich nicht die Haltungs-Bedingungen und die Über-Medikation sondern – so wie in der Pandemie – die bösen Ungeimpften: die rund ums Haus pickende Hühnerschar, die keinerlei Probleme mit den Keimen hat, die sich auf Wiese oder Misthaufen rumtreiben.
Eigentlich müsste man Veterinäre, die diese Linie vertreten auf ein wissenschaftliches Umerziehungslager schicken. Als Tierfabrik-Doktor ist man aber zugegeben arm dran, wenn es für irgendein Problem keine Medikamente oder Impfungen gibt. Dann hilft meist nur noch die Keulung, das vorsorgliche Töten der Tiere. 

Der Billionen-Dollar Plan

Auch bei den Menschen geht es in eine ähnliche Richtung: Geplant ist die Übernahme und Steuerung der Funktionen des Immunsystems durch die Pharmaindustrie. Hier gibt es ein weites Feld an Möglichkeiten. Das ist der Billionen-Dollar Plan für die nächsten Jahrzehnte. 
Während früher Schmerzmittel, Schlafmittel oder Diabetes-Medikamente zu den Umsatzbringern zählten finden sich unter den Top Ten heute vorwiegend Mittel zur Beeinflussung des Immunsystems sowie Krebsmedikamente. Angeführt wird die Liste von Humira das mit einem jährlichen Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar gegen "entzündliche Prozesse des Immunsystems" verschrieben wird, beispielsweise bei Schuppenflechte. Eine einzige Injektion kostet rund 880 Euro. Weitere Produkte unter den Top Ten sind die Impfung gegen Pneumokokken, diverse Immunmodulatoren sowie Anti-Rheumatika. Auch bei den Krebsmitteln handelt es sich meist um Antikörper, die ins Immunsystem eingreifen.
Diese teuren Mittel stehen oft am Ende der Therapie, wenn es um die Behandlung der Krankheits-Symptome geht. Heilen kann kaum eines dieser Medikamente, sondern bestenfalls den Fortschritt der Krankheit hemmen oder die Beschwerden lindern. 

Ausgelöst werden die Probleme meist durch den ungezügelten Eingriff vieler Medikamente in das kindliche Immunsystem. Fiebersenker sabotieren es unmittelbar in seiner Arbeit. - Antibiotika-Kuren legen das so wichtige Zusammenspiel mit dem Mikrobiom im Darm lahm. Kleine Kinder sind nach  mehrfacher Antibiotika-Gabe oft regelrecht steril und müssen ihre Bakterienflora vollständig neu aufbauen.
Und auch das Thema Impfen wird in seinen Auswirkungen weder verstanden noch untersucht. 
Viele Impfstoffe - wie etwa Tetanus, Diphtherie, Polio oder FSME - sind seit vielen Jahrzehnten, weitgehend unverändert im Einsatz. Nie wurden diese Impfstoffe auf ihren Nutzen evaluiert. Stattdessen kommen laufend neue Impfstoffe dazu. Etwa die HPV Impfung, die sich speziell gegen den Viren-assoziierten Gebärmutterhalskrebs richtet. Oder die brandneue Herausforderung der mRNA-Impfstoffe. Wer sich z.B. in Österreich an die Empfehlungen des aktuellen Impf-Kalenders hält, mutet seinen Kindern bis zum 18. Geburtstag mindestens 50 Einzelspritzen zu.

"Alle modernen Krankheiten haben als Ursache ein hyperaggressives oder unreifes Immunsystem", erklärte mir dazu der deutsche Kinderarzt und Bestseller-Autor Herbert Renz-Polster. Herumgesprochen hat sich diese Weisheit noch nicht. Und beherzigt wird sie ebenso wenig. 
Und somit sind - mitten im Wohlstand - mindestens ebenso viele Kinder krank, wie in den alten Seuchenzeiten. Einzig die Art der Krankheiten hat sich von den Infektionen in den Bereich der chronischen Leiden verschoben. Sicherlich, daran stirbt man nicht so rasch. Doch auch hier ist die Bandbreite zwischen Heuschnupfen und immunbedingtem Krebs enorm.
In den USA haben mittlerweile bereits 50% der Kinder und Jugendlichen mindestens eine behandlungsbedürftige chronische Krankheit. 33% haben zwei oder mehr behandlungsbedürftige Krankheiten. 
In Europa liegen wir bei etwas über 30%. Doch auch hier zeigt die Tendenz auf: rasant steigend.

Die gezielte "Verkrankung" der Bevölkerung

Verwunderlich ist diese katastrophale Entwicklung nicht, liegt es doch in der internen Logik gewinn-orientierter Unternehmen, den Profit zu maximieren. Das bedeutet für den Gesundheitsbereich, dass möglichst viele Menschen über möglichst lange Zeit zu Kunden gemacht werden. Im Idealfall beginnt das bereits bei der Geburt mit Kaiserschnitt - und endet mit der finalen Chemotherapie. 
Auch wenn dieses Geschäftsziel nicht offiziell ausgesprochen wird, laufen alle internen Anreize und Algorithmen in diese Richtung. Was Gewinne verschafft, wird vermehrt angeboten - was die Gewinne schmälert wird fortan unterlassen. 
Dies ist auch gut daran erkennbar, dass in der wissenschaftlichen Forschung kaum noch nach Heilansätzen für Krankheiten gesucht wird. Stattdessen haben sich die Studien in die Richtung verschoben, wo die Milderung von Symptomen, oder die Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit als therapeutisches Ziel gilt. Offiziell wird deshalb aber niemand verkünden: "Wir wollen keine Heilung, sondern einen chronisch kranken Patienten, weil das für uns profitabler ist." Die meisten Mitarbeiter der Pharma-Konzerne werden diese Argumentation für sich persönlich auch zurückweisen. Das sei keinesfalls ihre Absicht. Doch darum geht es nicht: Konzernlogik funktioniert in vielen kleinen Schritten - so wie das Ticken einer großen Maschine. Niemand hat den konkreten Befehl ausgegeben, dass Heilung fortan nicht mehr erwünscht ist. Die Trendumkehr in der medizinischen Forschung ist in vielen kleinen Schritten passiert. Und wenn diese Schritte in eine profitable Richtung führten, wurden sie von der internen Konzernlogik verstärkt - wenn es in die Gegenrichtung ging, wurden sie eingebremst.
Für Einzelpersonen ist es schwer möglich, hier gegenzusteuern, weil Mitarbeiter, die sich gegen höhere Gewinne wehren, rasch identifiziert werden und ihren Job verlieren. Auch ein Direktoren-Job hilft da wenig, weil die meisten Konzerne von Shareholdern kontrolliert werden. Und wenn die Gewinne fallen, geht es zuerst dem Management an den Kragen.

Es wäre demnach Aufgabe von Gesundheitspolitik und Behörden, diesem unausgesprochenen Ziel der "Verkrankung" der Bevölkerung Grenzen zu setzen und eine wirksame Kontrolle auszuüben. Doch davon sind wir weit entfernt. 
Zum einen liegt das daran, dass die Konzerne über umfangreiche finanzielle Mittel verfügen, um Politik und Behörden mit einer Heerschar bestens ausgebildeter Lobbyisten zu belagern. Sie verfügen auch über den nötigen Hintergrund, die geeigneten Narrative in Umlauf zu bringen. Das können perfekt mit Zahlen untermalte PR-Konzepte sein, Modellrechnungen oder einfache Appelle an den Hausverstand. So wurde der simple Slogan "Vorbeugen ist besser als Heilen" zum Motiv, eine ganze Präventions-Industrie aus dem Boden zu stampfen, die es nunmehr ermöglicht, auch vollständig gesunde Menschen zu therapieren. "Gesund ist nur, wer nicht ausreichend untersucht ist", lautet die zynische Interpretation dieses Vorsorge-Gedankens.
Im Wettrüsten der Ideen, wie die Gesundheits-Ausgaben gesteuert werden sollten, ist die Politik derzeit auf verlorenem Posten. "Sinnvolle strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen sind wegen des Widerstands der Lobby-Verbände nicht möglich", erklärte dazu der ehemalige deutsche Gesundheitsminister Horst Seehofer. 
Wenn doch einmal versucht wurde, Kontrolle auszuüben, so folgte darauf eine massive Gegenreaktion. Der Mediziner Peter Sawicki hatte sich beispielsweise in seiner Funktion als Leiter des Kölner "Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen" (IQWiG) ab dem Jahr 2005 bei der Pharma-Lobby unbeliebt gemacht, weil einige teure Medikamente nicht mehr von den Kassen ersetzt wurden. Daraufhin geriet Sawicki ins Visier von Politikern wie Jens Spahn (CDU) oder Philipp Rösler (FDP), die eine Neuausrichtung des IQWiG zu Gunsten der Pharmaindustrie forderten. Zwei Wochen nach der Vereidigung des neuen Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler wurde eine  Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, Sawickis Spesenquittungen zu untersuchen. Dabei kam zum Vorschein, dass Peter Sawicki Rasenmäher-Benzin dienstlich abgerechnet hatte. Die Vorwürfe wurden an die Medien weiter gereicht - und Rösler sprach daraufhin die Kündigung Sawickis aus, die im Sommer 2010 erfolgte. 
Peter Sawicki arbeitete daraufhin wieder als Hausarzt in Duisburg. Der Freund der Pharmaindustrie Philipp Rösler wechselte 2014 nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag auf Einladung von Klaus Schwab in den Vorstand des World Economic Forum und übersiedelte in die Schweiz. 
Bei Jens Spahn stellte sich heraus, dass er zum Zeitpunkt der Aktion gegen Sawicki ebenfalls als Pharma-Lobbyist tätig war. Erst 2010 verkaufte er seine Anteile an der Lobby-Agentur mit der Begründung „er habe den Eindruck eines möglichen Interessenkonfliktes vermeiden wollen.“ Der nunmehrige Ex-Lobbyist Spahn brachte es schließlich sogar noch zum deutschen Gesundheitsminister (2018-2021).

Von Analyse oder Aufarbeitung dieser skandalösen Zustände keine Spur. Die meisten Menschen erkennen nicht einmal das Problem



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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet die Kontaktdaten auf seiner Homepage.

Mittwoch, 9. März 2022

Österreich sagt Impfpflicht ab - Deutschland überlegt noch

Die österreichische Impfpflicht ist nun also mal für 3 Monate ausgesetzt. Und das in einer Phase der Rekord-Inzidenz, die vor kurzem noch dafür ausgereicht hätte, einen superharten Lockdown einzuführen. Wir beobachten den ersten zaghaften Versuch der Politik, sich dem Panikmodus der Experten entgegen zu stellen und die eigenen "Haut-die-Ungeimpften"-Reflexe zu hinterfragen. Kann es sein, dass so etwas wie Vernunft einkehrt in der Blase der Corona-Kampffront?

Grün wechselte den Gesundheitsminister aus - und gab klein bei

Noch im November 2021 war Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer einem heftigen medialen Shitstorm ausgesetzt, als er sich den Forderungen des Krebsarztes, Unternehmers und Lobbyisten Richard Greil nach einem Lockdown entgegen setzte. 


Haslauer entschuldigte sich - der Lockdown kam. Und genutzt hat es gar nichts. Die Infektionskurve verlief in Ländern mit und ohne Lockdown - nahezu deckungsgleich. 

Covid-Fälle in Österreich (grüne Kurve) vs. Ungarn und Kroatien:
Der Lockdown im November 2021 wirkt in der Rückschau ziemlich sinnlos

Originellerweise lag Anfang November, als Greil aktiv wurde, die Inzidenz gerade mal bei einem Drittel der aktuellen Zahlen. Auch die Todesfälle lagen um ein Drittel niedriger als heute. Und dennoch nimmt derzeit kein Politiker das Wort "Lockdown" in den Mund. 

Die Politik hat offenbar eingesehen, dass diese Maßnahmen nichts anderes als hilflose Symbole sind und die Mehrzahl der Bevölkerung nicht mehr zu Logik-befreiten Einschränkungen der Freiheit und der Menschenrechte bereit ist. Einzig am ebenso sinnlosen Maskenzwang hält die Politik einstweilen noch fest. Auch nicht aus Überzeugung, sondern um die letzten Gläubigen in Bevölkerung und Medien nicht mit einer allzu raschen Umkehr zu verschrecken.

Deutschland steht vor Abstimmung 

Mit Interesse werden diese Ereignisse in Deutschland verfolgt, wo ab Mitte März die Impfpflicht für Gesundheitsberufe gilt. Anfang April wird im Bundestag obendrein über eine allgemeine Impfpflicht abgestimmt. SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (Foto) und die Mehrzahl der Grünen befürworten sie noch immer. 

Lauterbach schaffte es kürzlich, in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe gleich eine Sommer- UND eine Herbstwelle anzukündigen. Dafür brauche es eine Impfpflicht. Kontrollieren sollen das die Krankenkassen. "Wer keine Impfung nachweisen kann, würde Besuch vom Ordnungsamt bekommen", drohte der Minister. Ab Mai, so Lauterbach, steht ein Omikron-spezifischer Impfstoff zur Verfügung. Insgesamt wurden von der deutschen Regierung 554 Millionen Dosen bestellt. Das sollte für 80 Millionen Landsleute reichen.

Immer mehr Geboosterte auf Deutschlands Intensivstationen

Mit Ausnahme psychisch auffälliger Politiker und glaubens-starker Journalisten hält diese Impfstoffe jedoch kaum noch jemand für wirksam. Sie sind weder geeignet, um vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Viren zu schützen, noch schützen sie vor Weitergabe der Infektion. Und nun zeigt sich, dass sich auch der Schutz vor schweren Verläufen zunehmend in Luft auflöst, wie sogar in den öffentlich rechtlichen Medien nun nachzulesen ist.

Als erste ARD-Anstalt hob der mitteldeutsche Rundfunk (mdr) den bisherigen Denkstreik auf und unterzog die Zahlen des RKI einer kritischen Reflexion. Demnach sinkt die Wirksamkeit der Booster-Impfung gegen schwere Verläufe massiv ab. Binnen nur 6 Wochen ist der Anteil der geboosterten Patienten auf Intensivstationen von 5,8% auf 31,9% gestiegen. Der Anteil der ungeimpften Patienten fiel im selben Zeitraum von 62% auf 34,3% steil ab. Derzeit findet also ein Überholmanöver statt. Bald liegen deutlich mehr vollständig geimpfte als ungeimpfte Patienten auf Deutschlands Intensivstationen.


Die offiziellen Botschaften der Behörde täuschen der Öffentlichkeit jedoch immer noch eine hohe Wirksamkeit der Impfung vor. Die Wissen-Redaktion des mdr kritisiert, dass das Robert Koch Institut für seine Berechnungen auf die Meldungen der Gesundheitsämter zurück greift. Diese kommen aber offenbar überhaupt nicht mehr mit dem Melden nach - die Zahlen liegen deshalb nur noch bei etwa 5% der tatsächlichen Belegung der Intensivstationen. Das mdr nahm deshalb die Zahlen des DIVI Intensivregisters, wo immerhin 80% der Patienten erfasst werden - seit neuestem auch mit Impfstatus. 

Ich finde es ermutigend, dass sich endlich Wissenschaftsjournalisten der öffentlich Rechtlichen wieder auf ihre berufliche Kern-Aufgabe konzentrieren und selbst denken, anstatt offizielle Narrative nachzubeten und die Fakten entsprechend anzupassen. 

Noch verheerender sind die aktuellen Daten aus England. Schottland hat kürzlich sogar aufgehört, offizielle Daten der Behörden zu veröffentlichen, um damit nicht Stoff für die Impfkritik zu bieten.

Daten aus UK: Traurige Bilanz des unwirksamsten Impfstoffs aller Zeiten 


Dass man auf derartigen Zahlen keine Impfpflicht aufbauen kann - weder für die Allgemeinheit, noch für die Gesundheitsberufe –  sollte mittlerweile sogar den allerdümmsten Politikern und Ärztekammer-Funktionären einleuchten.

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Mittwoch, 29. Dezember 2021

Omikron ist vor allem ein Problem der Geimpften

Experten wie Geert Vanden Bossche haben vorher gesagt, dass die Covid-Massenimpfungen mit nicht perfekten - nicht sterilisierenden Impfungen - ständig neue Immunflucht-Varianten hervorbringen. Auch der neue virale Shooting-Star Omikron ist wieder ein wenig besser auf die Impfungen eingestellt und entkommt den auf die Spikes des Virus ausgerichteten Impf-Antikörpern. Daten aus Dänemark belegen, dass Omikron vor allem ein Problem der Geimpften ist. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Omikron erweist sich in der großen Mehrzahl der Fälle als banaler Infekt mit etwas Schnupfen, Kopfweh und Müdigkeit als vorherrschende Symptome. 

Speziell Geimpfte sind empfänglich für Omikron - dennoch startet Israel jetzt mit der 4. Impfdosis


Die dänischen Gesundheitsbehörden bieten europaweit die beste Übersicht zur Verbreitung und Auswirkung der neuen SARS CoV-2 Variante Omikron. Diese neue Immunescape-Variante setzt sich mit rasender Geschwindigkeit durch und verdrängt die anderen SARS-CoV-2 Varianten. 
Am 27. November gab es gerade mal 2 Meldungen über Omikron. Zu Weihnachten hielt Dänemark bereits bei 17.800 bestätigten Infektionen mit einer Altersspanne von 2 bis 92 Jahren. Der Anteil von Omikron ist in derselben Zeit von 0% auf knapp 50% linear angestiegen. 

Binnen weniger Wochen ersetzte Omicron die Delta-Variante

Der Bericht der dänischen Behörden zeigt, dass die Impfung kaum vor einer Infektion schützt. Von den 17.800 gesicherten Omikron-Fällen traten 89,7% bei doppelt oder dreifach geimpften Personen auf. Nur 8,5% fielen auf Ungeimpfte. 

Bei Infektionen mit der Delta Variante waren hingegen 24% der Betroffenen ungeimpft. Es sieht also so aus, als ob Geimpfte für Omikron wesentlich anfälliger sind, als für Delta. Im Vergleich zu Ungeimpften ergibt sich sogar eine negative Wirksamkeit. Das heißt, Geimpfte sind anfälliger für Infektionen.

Das ist ein Trend, den auch die britischen Behörden bereits seit Monaten berichten, der sich nun aber offenbar noch deutlich verschärft. 

"Es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie, die nachvollziehbar darlegt, wie so ein Impfstoff, der es nicht mal schafft, die Viren dauerhaft zu neutralisieren, die Pandemie eindämmen soll", erklärte dazu der belgische Impf-Experte Geert Vanden Bossche. "Wie manche Länder unter diesen Umständen eine Impfpflicht ausrufen können, ist wissenschaftlich absurd."


Hauptsymptome: Schnupfen, Husten, Heiserkeit

Die gute Nachricht: Insgesamt mussten nur 47 der 17.800 Omikron-positiv getesteten Personen stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden, weniger als 5 auf Intensivstationen. Der Eindruck, dass Omikron relativ mild verläuft, bestätigt sich also. 

Dies zeigen auch Daten aus Südafrika. Seit die Omikron-Variante dominiert ist die Fall-Sterblichkeit spektakulär abgestürzt.

Südafrika verzeichnet einen dramatischen Rückgang des Sterberisikos 

Die dänische Behörde teilte mit, dass die positiven Proben ab sofort nicht mehr sequenziert werden. Nachdem sich im Zeitraum der letzten Wochen der Omikron Anteil von 0% auf 50% gesteigert hat, nimmt man wohl an, dass das so weiter geht. Auch Delta hat ja weltweit nur etwas mehr als 1 Monat gebraucht, um die mit Abstand dominierende SARS-CoV-2 Variante zu werden. 

Was lernen wir nun daraus?

Interessant war die Stellungnahme von Stefan Aust, dem Herausgeber der Welt. In einem TV-Kommentar sagte Aust, dass es wohl ein Fehler war - und noch immer ist - die Menschen außerhalb der Risikogruppen zu isolieren und Omikron an der Verbreitung zu hindern. Denn, so billig - und wenig riskant - war die natürliche Immunität noch nie zu haben: Sowohl für Ungeimpfte als auch für Geimpfte. 


Israel startet die Kampagne zur 4. Impfdosis

Gänzlich gegensätzlich sind die Empfehlungen der meisten Impfexperten.  Den Vorreiter macht wieder einmal Israel, wo die meisten Bürger bereits ihre dritte Impfdosis hinter sich haben. Doch binnen weniger Monate ist der Impfschutz schon wieder verpufft. Nun will die Regierung auf Rat ihres Expertengremiums so rasch wie möglich mit der 4. Dosis starten. 

Doch wohin führt das? Auch in Israel wächst der Widerstand und immer mehr Experten warnen öffentlich vor diesem Schritt. Omikron sei durch natürliche Selektion so optimal auf die Impfung angepasst, dass die Viren den Spike-spezifischen Antikörpern mit Leichtigkeit entkommen. Gewiss sei bloß, dass nach der 4. Dosis der Impfschutz noch kürzer anhält. Und da bleibt nicht mehr allzu viel übrig. Aktuelle Daten aus England zeigen - dass der Schutzeffekt der dritten Dosis bereits nach rund zehn Wochen versickert. Eine 4. Dosis von BioNTech bringt den Schutz mit Müh und Not gerade noch über die 50% Marke. Moderna schafft nicht einmal mehr 40%. Und dann geht es – so ist anzunehmen – rapide zum Nullpunkt, oder sogar darunter. 

Der etwas schlauere Teil der israelischen Experten warnt deshalb vor einer neuerlichen Boosterung. Auch deshalb, weil der immer gleiche Stimulus zu einer generellen Ermattung des Immunsystems führen kann.  Und damit würden auch banale Infekte für die Geimpften zur Gefahr. Es gibt ja nicht nur Corona, sondern hunderte andere Erkältungsviren. Wenn die Impfung Abwehrschwäche bei ohnehin vulnerablen alten Menschen auslöst, so hätte das dramatische Konsequenzen.  

Österreich: Symbolpolitik jenseits aller Logik

Österreichs Bundeskanzler Nehammer hat heute eine bezeichnende Aussage getroffen, deren Brisanz er sich aber selbst wahrscheinlich gar nicht bewusst ist. Es ging um den Widerstand der Wirte und Hoteliers gegen die auf 22:00 Uhr vorgezogene Sperrstunde - speziell im Hinblick auf Silvester-Veranstaltungen. 

Nehammer sagte, er versteht den Unmut. Doch man müsse auch verstehen, dass die Regierung heftig kritisiert worden wäre, wenn sich später herausstellt, dass sich viele Personen bei den Silvester-Partys infiziert haben. – Nehammer hat damit das Kernproblem der gesamten Covid-Maßnahmen dargestellt: Es geht um Symbolpolitik. Die Regierung ist aus taktischen Überlegungen heraus gezwungen, irgendwelche Maßnahmen zu setzen, um hinterher - wenn Kritik von Opposition oder besonders schlauen Experten kommt - sagen zu können, man habe eh Maßnahmen gesetzt. In dieser Armseligkeit spielt sich unsere Corona-Politik ab!

Österreich überholt Schweden bei den Covid-Todesfällen 

Dass Österreich ab Februar die Impfpflicht für die gesamt Bevölkerung einführen will, passt ebenso zur absurden Situation, wie ein aktualisierter Vergleich mit der Lage in Schweden. 18 Monate haben Experten und Medien die vielen Covid-Todesfälle in Schweden als Argument für die Notwendigkeit scharfer Maßnahmen angeführt. 

Gerade in der Phase des seit November geltenden Lockdowns hat Österreich hier aber kräftig aufgeholt und am 23. Dezember war es so weit: Österreich hat Schweden in dieser traurigen Bilanz still und leise überflügelt und ist bei den Covid-Sterbefällen vorbei gezogen. 

"Österreich, eines der repressivsten europäischen Länder während der Coronavirus-Pandemie, hat Schweden in Bezug auf die Gesamtmortalität an Covid-19 kürzlich überholt und zeigt, dass fast alle staatlichen Interventionen wirkungslos und ungerechtfertigt waren", lautet der diesbezügliche Kommentar von Swiss Policy Research, einer von Wissenschaftlern betriebenen Schweizer Informations-Plattform.

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Freitag, 17. Dezember 2021

Numbers #09 - Vom Sinn und Unsinn der Maskenpflicht

Die Maskenpflicht ist eine der Lieblings-Maßnahmen der Politik. Sie erinnert die Bürger daran, dass Pandemie ist und sie sich pandemiemäßig verhalten sollen. Masken kosten zudem nicht ganz so viel wie die Testerei oder die Impferei. 

Auch kleine Kinder müssen in vielen Schulen Masken tragen

Ob sie auch etwas nützen? Tja. Das ist eine schwierige Frage. Vor Covid hieß es, dass Masken außerhalb der Gesundheitsberufe keinen Sinn machen - zumal für gesunde Personen. Doch seither hat sich vieles geändert - und was früher keinen Sinn machte, macht jetzt plötzlich ganz viel Sinn. Doch seht selbst. 

Hier ist das aktuelle Video.


Das Format Numbers gestalte ich für die OVALmedia Berlin. Hier findet Ihr alle bisherigen Numbers Ausgaben


Montag, 22. November 2021

Geert Vanden Bossche warnt eindringlich vor Covid-Impfung bei Kindern: "Wir zerstören ihre natürliche Immunität"

Voller Lockdown! Impfpflicht für alle! Österreich hat es wieder mal in die weltweiten Schlagzeilen geschafft. Kein anderes EU-Land hat bislang viermal den bundesweiten Lockdown verhängt. Die Verzweiflung ist groß und schuld sind – nach offizieller Darstellung – die Ungeimpften. Denen soll es nun ab 1. Februar an den Kragen gehen. Als Vorreiter der Zwangsimpfung ist Österreich in illustrer Gesellschaft. Das haben bisher nur der Vatikan, sowie die autoritär geführten zentralasiatischen Republiken Tadschikistan und Turkmenistan eingeführt. 
Sobald die Covid-Situation eskaliert, setzen sich bei den österreichischen Politikern regelmäßig die Ratschläge jener Experten durch, die den radikalsten Ansatz predigen. – Doch Moment, waren das nicht genau jene Fachleute, die auch davor schon gezeigt haben, dass ihre Pandemie-Rezepte nutzlos und kontraproduktiv sind?
Ich habe stattdessen mit einem Impfexperten Kontakt aufgenommen, dessen Prognosen sich seit März dieses Jahres weitgehend erfüllt haben: mit dem belgischen Wissenschaftler Geert Vanden Bossche. Und seine Botschaft geht in die komplette Gegenrichtung:  "Wir müssen die Impfung der Kinder und jungen Leute unbedingt verhindern!"

Vanden Bossche: "Ohne Massenimpfungen hätte es von der Wuhan-Pandemie
zur Pandemie der Delta-Variante über hundert Jahre gebraucht."

Der belgische Wissenschaftler Geert Vanden Bossche hat eine schillernde Karriere hinter sich. Neben seiner Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten arbeitete er unter anderem für die Gates-Foundation sowie als Leiter der Abteilung für Adjuvantien-Technologie beim Impfstoff-Hersteller GSK (GlaxoSmithKline). 
In einem ausführlichen Interview, das er kürzlich dem "Highwire"-Moderator Del Bigtree gab,  erklärte er, warum er sich von diesen lukrativen Jobs zunehmend entfremdet hat. "Den letzten Anlass gab meine Mitarbeit an Studien für einen Ebola-Impfstoff." - Dabei, erklärt Bossche, wurden so genannte Ring-Impfungen an allen Personen im regionalen Umfeld eines Ausbruchs durchgeführt. "Das ist extrem gefährlich, weil mit Ebola infizierte Menschen ohnehin schon mit der Immunreaktion auf die Viren schwer zu kämpfen haben. Wenn ich in diese Phase auch noch rein impfe, eskaliere ich die Immunreaktion und bringe die Geimpften mutwillig in Lebensgefahr." 
Als später die Studie erschien, suchte man die Resultate der Ringimpfungen vergebens, alle Sofortreaktionen waren im Bericht unterschlagen. Trotz wiederholter Nachfrage, wie viele Todesfälle aufgetreten sind, erhielt Vanden Bossche von der WHO niemals eine Auskunft. 
Und das reichte ihm dann erstmal. Seither arbeitet er als unabhängiger wissenschaftlicher Berater. 

Prognose hat sich bewahrheitet

Zur Covid-Problematik äußerte sich Geert Vanden Bossche erstmals zu Beginn dieses Jahres. Er veröffentlichte auf seiner Webseite ein zweiminütiges Video, in dem er die zuständigen Personen der WHO eindringlich dazu aufforderte, sofort eine offene wissenschaftliche Debatte über die weltweiten Impfaktionen einzuleiten. Diese würden nämlich zwangsläufig zur Entstehung so genannter "Immune-Escape-Varianten" führen, die "einen Tsunami an Krankheiten und Todesfällen" nach sich ziehen. 

In vielen weiteren Interviews und Fachartikeln machte Vanden Bossche an Hand zahlreicher wissenschaftlicher Belege die Ernsthaftigkeit seiner Sorge deutlich. Behörden und Experten warf er vor, sich dem starken Wunsch der Politik zu beugen, rasch ein Wundermittel aus der Tüte zu zaubern, ohne die wissenschaftlichen Hausaufgaben gemacht zu haben. "Es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie, die nachvollziehbar darlegt, wie so ein Impfstoff, der es nicht mal schafft, die Viren dauerhaft zu neutralisieren, die Pandemie eindämmen soll", erklärt der belgische Impf-Experte. Und als kleine Botschaft an die Österreicher fügt er hinzu: "Unter diesen Umständen eine Impfpflicht auszurufen ist wissenschaftlich absurd."

Tatsächlich hat sich Vanden Bossches Warnung auf mehrfache Weise bestätigt: Mitte des Jahres kam es nach Alpha-, Beta- und Gamma-Variante zu einer weiteren fulminanten Umwälzung des viralen Geschehens. Die Delta-Variante eroberte binnen weniger Wochen die globale Vorherrschaft und liefert in den Sequenzierungen heute rund 99% der SARS-Cov-2 Befunde. Der Versuch, sich über Grenzschließungen oder Lockdowns vor den neuartigen Varianten zu schützen erwies sich als hoffnungslos lächerlich.

"Setze niemals eine Massenimpfung mitten in einer Pandemie ein, wenn diese Impfung nicht fähig ist, eine sterilisierende Immunität zu erzeugen." - Dies ist laut Vanden Bossche das erste Gebot. Und es wurde fahrlässig missachtet: 
"Massenimpfungen mitten in der Pandemie erzeugen einen enormen immunologischen Druck, der bei den Viren zu einer natürlichen Selektion führt. Nur die fittesten Viren überleben - und zwar jene, die gegen die Spike-spezifischen Impfantikörper resistent sind. Die Spikes sind jene viralen Proteine, die dessen Infektiosität ausmachen. Wenn ich nun einen Spike-spezifischen Impfstoff massenhaft anwende, dann selektiere ich die Viren sozusagen nach jener Art, die den spitzesten Stachel hat. Aus dieser Variante, die vorher vielleicht nur einen winzigen Bruchteil der Virenpopulation ausgemacht hat, wird schließlich der dominierende Virenstamm. Ohne Massenimpfungen hätte es von der Wuhan- zur Delta-Variante mindestens hundert Jahre gebraucht."


"Die Immunität der Ungeimpften verbessert sich laufend"

Geert Vanden Bossche versteht es exzellent, den Unterschied zwischen natürlich erworbener Immunität und künstlicher Impf-Immunität zu erklären. Das Immunsystem besteht im groben aus zwei Teilen: aus der angeborenen Abwehr und dem erworbenen, lernenden Immunsystem. Speziell bei Kindern und jüngeren Erwachsenen ist das angeborene Immunsystem topfit. Es besteht aus verschiedenen Zell-Typen, die untereinander kommunizieren und jeweils spezielle Fähigkeiten haben. Dazu zählen etwa Makrophagen, Natürliche Killerzellen, Antigen-präsentierende Zellen oder bestimmte B-Zellen, die auch Antikörper erzeugen können. 
"Die angeborene Immunabwehr lässt sich sogar trainieren. Mit jedem neuen Virenkontakt sind gesunde Leute geübter und die Viren haben überhaupt keine Chance mehr, ihren Wirt krank zu machen. Die Immunabwehr sorgt für eine sterilisierende Immunität, keine Viren überleben. Die Ansteckungsgefahr ist binnen kurzer Zeit gebannt.
Gesunde Leute haben wenig oder gar keine Symptome. Die Immunität der Ungeimpften verbessert sich mit jedem neuen Viren-Kontakt."

Dazu trägt auch bei dass sich die natürliche Immunreaktion auf das gesamte Virus mit seinen rund 20 Proteinen und Antigenen bezieht. Somit fällt es leicht, die Viren wieder zu erkennen - einzelne Mutationen machen es nicht unsichtbar.
Vollständig anders verläuft das bei den Geimpften. Hier prägt sich über die Impfung eine einzige dominante Reaktion ins Gedächtnis des Immunsystems, die vor allem über die Spike-spezifischen Antikörper abläuft.  Diese erlernte Antwort overruled das angeborene Immunsystem – es wird über die Covid-Impfung sozusagen in Ruhepause geschickt. 
Dies ist jedoch fatal, wenn die nunmehr allein verantwortliche Immunabwehr nichts mehr ausrichten kann, weil die Delta-Variante der Viren veränderte Spike-Proteine besitzen, die über die auf die Wuhan-Variante gepolten Impf-Antikörper nicht mehr neutralisiert werden können.
Dadurch ergibt sich die Gefahr, dass diese zu Infektions-verstärkenden Antikörpern (Antibody-Dependent Enhancement, ADE) werden. Diese binden an die Oberfläche von Viren, neutralisieren sie jedoch nicht. Stattdessen erleichtern sie die Aufnahme des Virus in die Zelle und verstärken die Infektion.

Geimpfte ziehen die Viren magnetisch an

Vanden Bossche führt als Beispiel für den Wandel, der sich in den letzten Monaten ereignet hat, die Situation in Großbritannien an. Und er zeigt dazu die Daten der UK-Gesundheitsbehörden. Die Balken geben dabei an, wie viele Personen unter jeweils 100.000 Geimpften (dunkel) oder Ungeimpften (hell) dieser Altersgruppe im vorangegangenen Monat in Großbritannien einen positiven SARS-CoV-2 Test erhalten haben. Die britischen Behörden können diese Daten zuverlässig erheben, weil bereits seit vielen Jahren ein elektronisches Register eingeführt wurde, wo alle Impfungen der Versicherten gespeichert werden. 
Im Wochenbericht 36 ergab sich folgendes Gesamtbild der Covid-Infektionen. 

 
Hier erkennt man, dass die Ungeimpften bis zum Alter von 40 Jahren noch ein deutlich höheres Infektionsrisiko haben, als die Geimpften. 
Nur zehn Wochen später - Mitte November - hat sich die Situation vollständig verändert. 
Nun sieht es so aus: 


In der Altersgruppe von 30 bis 80 Jahren haben die vollständig geimpften Personen nun ein teils deutlich höheres Infektionsrisiko als Ungeimpfte. 
Dies liegt liegt laut Vanden Bossche am Trainingseffekt durch die wiederkehrenden Viren-Kontakte, den die Ungeimpften und Genesenen mitgemacht haben. "Mit ihrer sterilisierenden Immunität sorgen Ungeimpfte für einen verlässlichen Herdenschutz", erklärt er. "In den Entwicklungsländern Afrikas, wo kaum Impfkampagnen abgehalten wurden, sieht man diesen Effekt deutlich." 
In den Industrieländern stellen jedoch die Geimpften die Mehrheit. Und von ihnen, so Vanden Bossche, geht keinerlei Herdenschutz aus. Im Gegenteil, sie scheinen die Viren magnetisch anzuziehen. 
"Personen, die geimpft werden, verlieren mit jeder Woche mehr von ihrem Infektionsschutz. Sie haben mittlerweile ein höheres Infektionsrisiko als die Ungeimpften. Letzte Bastion sind jetzt die Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Hier gibt es noch Infektionen, hier erwerben sie ihren natürlichen Immunschutz mit der sterilisierenden Immunität. Wenn nun die unter 18 Jährigen ebenfalls geimpft werden, wird sich das rasch umdrehen. Und in ein paar Monaten wird es auch in dieser Altersgruppe bei den Geimpften mehr Infekte geben als bei den Ungeimpften."
Vanden Bossche schildert, was uns nun bevor steht, wenn massenhaft Kinder geimpft werden, so wie das besonders eifrige Länder und Städte bereits vor machen. Wien hat 'off label' sogar mit der Impfung der Kinder von 5 bis 12 Jahren begonnen. Der Andrang sei riesig, verkünden die Stadtpolitiker hoch erfreut. "Bis Jahresende sollen mehr als 50.000 Wiener Kinder vor Covid geschützt sein."

Vanden Bossche sieht das anders: 

"Wir steuern mit den Impfkampagnen bei den Kindern und jungen Leuten auf ein vollständiges Desaster für die individuelle Gesundheit, aber auch die Volksgesundheit zu.
Aus folgenden 3 Gründen:
1) Wenn wir jetzt die Kinder Impfen, dann nehmen wir ihnen die Fähigkeit der sterilisierenden Immunität, die sie jetzt haben, für immer weg. Dann können wir die Herdenimmunität komplett vergessen.
2) Wir haben eine weitere Brutstätte für resistente Virenarten
3) Die resistenten Stränge breiten sich aus - und wenn sie wieder kommen, so wird bei den Geimpften die vorher vorhandene angeborene Immunabwehr unterdrückt, weil sie von den über die Impfung erworbenen Antikörpern overruled werden. Diese Impf-Antikörper sind jedoch vollständig sinnlos, weil die Viren dagegen längst resistent sind."

"Falls ich mich irre, können Sie mich einsperren"


Im Interview mit Del Bigtree unterstrich Geert Vanden Bossche seine Aussage mit dem drastischen Satz: "Falls ich mich irre, können Sie mich einsperren."
Und er begründete das folgendermaßen: 

"Ich stehe zu meinem Wort und mache meinen Standpunkt klar. Aber hört man das irgendwo von einem der Experten, die jetzt die Linie vorgeben? Sagt da irgend jemand: 'Wenn etwas schief geht mit der Massenimpfung der Kinder, dann könnt Ihr mich einsperren.' Niemand sagt das!
Ich sage es, weil ich überzeugt bin und meine Hausaufgaben gemacht habe.
Es ist eine schwierige, komplexe Thematik und für Laien nicht einfach. Jeder will das beste für seine Kinder, das ist klar. Und ich möchte, dass zumindest alle Menschen die Chance hatten, diese Warnung zu hören. Das sehe ich als meine Aufgabe. Wir müssen die Impfung der Kinder unbedingt verhindern, das ist unsere letzte Hoffnung."


PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Dienstag, 19. Oktober 2021

Wenn die Alarmglocken läuten...

Während die Wirkung der Covid Impfstoffe rasch verpufft, kann man das von manchen Nebenwirkungen nicht behaupten. Noch nie in der Geschichte der Impfstoffe sind so viele Schadensmeldungen bei den Behörden eingegangen. Doch anstatt die Warnsignale ernst zu nehmen und seriös zu untersuchen, erhöht die Politik den Impfdruck. Während die erwachsene Bevölkerung zu Booster-Impfungen genötigt wird, steht nun bereits die Impfung für Kinder im Alter von 5-12 Jahren kurz vor der Zulassung.

In vielen Ländern gibt es Meldesysteme für Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach Impfungen. Damit soll frühzeitig erkannt werden, wenn ein Impfstoff unsicher ist. 

Als Pionier gilt das US-Meldesystem VAERS ("Vaccine Adverse Events Reporting System"), das bereits 1990 etabliert wurde. Seit gegen Covid geimpft wird, gibt es eine Meldeflut, die in der Medizingeschichte einmalig ist. 

In normalen Jahren werden hier zwischen 20.000 und 50.000 mögliche Impfschäden gemeldet. Bis Ende August 2021 gingen hingegen mehr als 470.000 Verdachtsmeldungen ein.  

Die Folien stammen aus einem Vortrag von Dr. Jessica Rose

Ganz ähnlich ist der Trend bei den gemeldeten Todesfällen nach Impfungen.
In den Vorjahren wurde nie die Zahl 200 erreicht - und nun sind es mehr als 7000



Wie reagieren die Behörden auf diese Meldeflut?
Großteil mit Ignoranz. Stattdessen unterstützen sie die von vielen Politikern forcierten Pläne für Zwangsimpfungen bzw. für Schikanen, welche die Leute zu Impfungen und Auffrischungen zwingen.

Numbers #04


Diesem Thema habe ich mich in der aktuellen Ausgabe von Numbers #04 gewidmet. (Alle Numbers-Beiträge findet Ihr auf dieser Seite von ovalMEDIA.)



Laut VAERS mündet jede 2000ste Impfung in einer ernsthaften Nebenwirkung. Die kanadische Wissenschaftlerin Jessica Rose widmet sich in sehenswerten Vorträgen allen Details dieses Meldesystems. Sie spricht von einer Entwicklung, bei der alle Alarmglocken läuten sollten.  

Zudem in solchen passiven Meldesystemen bei weitem nicht alle aufgetretenen Fälle auch tatsächlich gemeldet werden. Wie im Film dargestellt, wird z.B. nur etwa jeder 100. Todesfall, der im Zeitraum von vier Wochen nach einer Impfung auftritt, auch tatsächlich als Verdachtsfall einer Nebenwirkung gemeldet. 

Insofern sind Meldesysteme von Bedeutung, bei denen jeder aufgetretene Todesfall - egal welcher Ursache - gezählt wird. Denn hier gibt es kein "Underreporting". Allerdings tritt dann natürlich wieder die Frage auf, wodurch eine gemessene Übersterblichkeit ausgelöst wurde. 

Dazu werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen bei EuroMOMO. 


Warnsignal auf EuroMOMO

„Ziel des EuroMOMO-Projekts ("European monitoring of excess mortality for public health action") ist es, in möglichst vielen europäischen Ländern eine koordinierte, zeitnahe Mortalitätsüberwachung und -analyse durchzuführen“, heißt es auf der Webseite von euromomo.eu.

„EuroMOMO zielt darauf ab, die europäischen Kapazitäten zur Bewertung und Bewältigung schwerwiegender Risiken für die öffentliche Gesundheit wie Grippepandemien und andere neu auftretende Infektionen zu verbessern. Die Daten können als Frühwarnung vor drohenden Katastrophen dienen und eine rasche Bewertung der Auswirkungen von Bedrohungen ermöglichen, um die weitere Planung und das Risikomanagement zu steuern.“

Interessant ist die Entwicklung der Übersterblichkeit bis zur aktuellen Kalenderwoche 40. In der kumulativen Darstellung wird Woche für Woche die Zahl der aufgetretenen übermäßigen Sterbefälle (im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre in der jeweiligen Altersgruppe) ermittelt und addiert. 

Sieht man sich die Übersterblichkeit der einzelnen Altersgruppen des heurigen Jahres an, so verläuft die Kurve der Kinder (0-14 Jahre) für das Jahr 2021 (hellblau) weitgehend unter der "Baseline". Bis zur Kalenderwoche 25 gab es demnach sogar Untersterblichkeit verglichen mit dem Durchschnitt der Vorjahre.


In der Altersgruppe von 15-44 Jahren wird es seltsam. Zunächst verläuft die hellblaue Linie noch weitgehend parallel zu den Vorjahren - mit Kalenderwoche 12 wird die graue Linie (2019) abgeschüttelt und ab Ende Juni (KW 25) steigt sie auch deutlich über das Niveau von 2020. Bis Mitte Oktober ergibt sich demnach eine Übersterblichkeit, die um rund 2.000 bzw. 3.300 Todesfälle über jener der Vorjahre liegt. 


 In der nächsten Kategorie (45-64 Jahre) liegt 2021 von Beginn an vorne. Im starken Anstieg zu Jahresbeginn zeigen sich möglicherweise die Covid-bedingten Todesfälle, so wie das im Jahr davor (2020, dunkelblau) ab Ende März sichtbar ist, als die erste Covid-Welle Europa erfasste. 

Doch während die Kurve ab Mitte Mai 2020 weitgehend gerade weiterlief - ohne größeren Anstieg - stieg die Kurve ein Jahr später nahezu linear über den Sommer bis in den Herbst weiter an. Aktuell zählen wir in den an EuroMOMO beteiligten Ländern und Regionen rund 12.000 überzählige Todesfälle mehr als im Vorjahr und 23.000 mehr als 2019.

Nahezu dasselbe Bild ergibt sich in der Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren. Bloß mit dem Unterschied, dass hier der Abstand zu den Vorjahren mit einem Plus von rund 16.500 Todesfällen zu 2020 und 36.500 zu 2019 nochmal größer wird. Wieder steigt über den Sommer die hellblaue Linie ungewöhnlich an.

 

Kommen wir nun zur Altersgruppe von 75 bis 84 Jahren. Hier sieht man den massiven Einfluss von Covid im Frühjahr 2020 noch deutlicher. Die beiden blauen Linien kreuzen sich. Doch abermals holt die 2021-er Kurve das Vorjahr bis Oktober ein.  


Die meisten überzähligen Todesfälle traten in der Altersgruppe ab 85 Jahren auf. Hier liegt das Pandemie-Jahr 2020 klar voran. 

 

Fassen wir also zusammen: Nur bei den Kindern hatten die beiden Pandemiejahre keine sichtbaren Auswirkungen auf die Sterblichkeit. Und nur in dieser Altersgruppe liegt das Jahr 2019 in der Übersterblichkeits-Statistik noch immeer voran. 

Am anderen Ende, bei den ganz Alten über 85 Jahren, ist der Einfluss von Covid massiv und schlägt sich deutlich in der Übersterblichkeit nieder. 

Was aber geschah in den Altersgruppen dazwischen?

Warum flachte sich die Sterbekurve im Jahresverlauf nicht ab - so wie 2020, sondern stieg weiter linear an?

An Covid kann das nicht mehr liegen. Denn ab Mitte April fielen die Infektions-bedingten Sterbezahlen in Europa stark ab, wie die Graphik zeigt:



Zeigt sich hier die Post-Covid-Depression, die sich in einigen Ländern in einer höheren Selbstmord-Rate niederschlug?

Oder gab es mehr Autounfälle, weil die Lockdowns aufgehoben wurden? - Nun, dies hätte sich aber auch in den Kurven von 2019 zeigen müssen, als es noch keinerlei Lockdowns gab.

Oder hat die Covid-Impf-Kampagne Einfluss auf die Übersterblichkeit? Bloß nicht wie gewünscht in positiver, sondern in negativer Hinsicht.

 Anfang Mai waren 10% der Bevölkerung vollständig geimpft, Ende August bereits 60%.

Liegt hier ein verborgener Einfluss auf die fortgesetzte Übersterblichkeit während des Sommers?

Unterstützt wird diese These, durch die Übersterblichkeit in der jüngeren Altersgruppe (15-44 Jahre), die parallel zur Impfkampagne erst später – ab Juni – deutlich ansteigt. (siehe oben).


Dasselbe Phänomen wird in GB beobachtet. Dort kam es ab Mai 2021 – parallel zum Beginn der Impfkampagne in dieser Altersgruppe – zu einer um bis zu 47 Prozent überhöhten Sterblichkeit insbesondere in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen. Betroffen waren vor allem junge Männer. Ebenso war ein deutlicher Anstieg der Notrufe wegen Herz- und Atemstillstand sowie Bewusstlosigkeit zu verzeichnen.

Achtung: Updates folgen

Ich habe diesen Artikel an mehrere Wissenschaftler verschickt und um Erklärungen für die beschriebenen Phänomene gebeten. Sobald hier Antworten kommen, werde ich das im Text ergänzen. 

Gerne könnt auch Ihr in den Kommentaren Eure Thesen zu dieser Frage darstellen:

Welchen Einfluss hat die Impfkampagne auf die Gesundheit der Bevölkerung und wie müsste ein wissenschaftlicher Ansatz aussehen, der diesen Einfluss zweifelsfrei misst. 

Zensur auf Facebook

Facebook hat das aktuelle Numbers Video noch um Mitternacht desselben Tages gelöscht und mich für 7 Tage gesperrt. Gründe wurden dafür, wie üblich, nicht genannt. 


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Freitag, 3. September 2021

Covid: Bereits 40% Impfdurchbrüche in Deutschland

Laut Wochenbericht des Robert Koch Instituts vom 2. September befinden sich unter den aktuellen Covid-Erkrankungen bei Menschen im Alter über 60 Jahren erstmals mehr als 40% vollständig geimpfte. Seit Anfang August – als der Anteil noch bei 27,5% lag – sind die Impfdurchbrüche  demnach dramatisch gestiegen. Damit wiederholen sich in Deutschland die Erfahrungen anderer Länder, wo ebenfalls ein starker Abfall der Wirksamkeit der Impfungen beobachtet wurde. 

Wenn Sie den Inhalt dieses Artikels lieber als Video sehen: Hier geht es zu "Numbers 01"

Jeden Donnerstag veröffentlicht das Robert Koch Institut einen ausführlichen Wochenbericht zur aktuellen Lage der Pandemie und der Gegenmaßnahmen. Gestern dauerte es ziemlich lange, erst spät abends war der Bericht online. Und die Nachrichten waren nicht sonderlich gut. 

Sowohl in der Altersgruppe 60+ als auch bei den 18-59jährigen ist der Anteil der Impfdurchbrüche neuerlich gestiegen. 


Der nachlassende Infektionsschutz der Covid-Impfungen wird angesichts einer Flut internationaler Daten mittlerweile nicht mehr geleugnet. Allerdings manchmal recht gut getarnt: Österreichs Behörde AGES gibt zum Beispiel keine aktuellen Vergleichsdaten an, sondern nennt die Impfdurchbrüche immer im Verhältnis zur Gesamtzahl der bisher aufgetretenen Covid-Fälle. Die 2.871 registrierten Impfdurchbrüche entsprechen laut Behörden demnach einem Anteil von lediglich 1,91%. Und das klingt deutlich besser als die aktualisierten deutschen Zahlen, die sich jeweils auf den Vormonat beziehen.


Impfpropaganda ersetzt seriöse Information

Weiterhin aufrecht bleibt die Behauptung, dass die Impfung nach wie vor großartig vor schweren Verläufen und Hospitalisierung schützt. 

Auf der Facebook-Seite der deutschen Bundesregierung wurde am 25. August folgende Graphik gepostet: 

Irreführende Impfpropaganda by Bundesregierung

Der Anteil der Impfdurchbrüche wird hier bei den stationär behandelten Fällen mit 8,1% (261 Fälle von 3.235) angegeben, auf den Intensivstationen mit 5,5% (17 Fälle von 309).

Damit ergibt sich - allein über die optische Aufmachung - der Eindruck einer überragenden Schutzwirkung der Impfung. Ungeimpfte, so die Botschaft der Bundesregierung, belegen mehr als 90% der Betten auf den Covid-Stationen der Krankenhäuser. 

Tatsächlich ist die Graphik jedoch sehr manipulativ, weil der rote Kreis nicht aufgeschlüsselt wird. Es wird suggeriert, dass dies die Ungeimpften seien. Doch hier sind auch die unvollständig geimpften inkludiert, ebenso wie Personen, zu denen keine Informationen über den Impfstatus erhältlich waren. Ein erschütterndes Beispiel öffentlicher Informationspolitik, das purer Impfpropaganda gleich kommt.

Wie unplausibel die Daten sind, erkennt man an einem Vergleich zum August des Vorjahres, als bei einer Impfquote von 0% deutlich weniger Intensivbetten (im Schnitt rund 240) belegt waren als heuer. 

Wären Ungeimpfte tatsächlich so gefährdet, wie mit obiger Graphik suggeriert wird, hätten im Vorjahr nicht weniger, sondern deutlich mehr Patienten auf den Intensivstationen liegen müssen. 

Diesen Artikel gibt es auch als Videobeitrag


Impf-Optimismus vs. Realität

Nur eine Woche nach dem Facebook-Posting der Bundesregierung finden sich im aktuellen RKI Bericht über den Monat August (Stand vom 1. September 2021) ganz andere Zahlen:

Bei den über 60-jährigen Patienten auf Normalstation wird der Anteil der Impfdurchbrüche bereits mit 18,8% angegeben. Auf Intensivstationen liegt er bei 15,9%. Der Anteil der Patienten, die an einem wahrscheinlichen Impfdurchbruch verstorben sind, wird mit 26% angegeben.

Und auch diese Zahlen können zu impf-optimistisch sein und täuschen, erklärt das RKI im Kleingedruckten: "Da die Angaben zu den Impfungen der COVID-19-Fälle teilweise unvollständig sind und somit eine Untererfassung der geimpften COVID-19-Fälle wahrscheinlich ist, wird die Wirksamkeit der Impfstoffe eher überschätzt", heißt es im Bericht. Auch das unterschiedliche Testverhalten bei Geimpften und Ungeimpften (die viel häufiger getestet werden) sei eine mögliche Fehlerquelle. 

Und schließlich ist auch noch die Definition von "Impfdurchbruch" relevant: Laut RKI gilt ein Impfdurchbruch nämlich nur dann als solcher, wenn eine Covid-typische Symptomatik vorliegt. Ist eine Person zwar im Test positiv, hat aber keine Symptome, wird sie demnach nicht als Impfdurchbruch gewertet. Wo solche Fälle dann allerdings mitgezählt werden, bleibt ein Geheimnis.


Ausschnitt aus dem RKI 'Wochenbericht'

Geimpfte als "Tarnkappen-Bomber"

Der Virologe Alexander S. Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) hält es unter diesen Umständen für unverantwortlich, Geimpfte zu bevorzugen und Ungeimpfte – etwa durch die 2G-Regel – von öffentlichen Aktivitäten auszuschließen. 

"Während die häufig proklamierte 'Welle der Ungeimpften' anhand der Tests und Krankenhauseinweisungen sichtbar und berechenbar ist", schreibt er in einem Kommentar im Focus, "rauscht die Welle der Geimpften wie ein Tarnkappen-Bomber durch die Bevölkerung."


Impf-Musterland Israel auf Schwedens Bannliste

Besonders pikant ist unter diesen Umständen eine Mitteilung der schwedischen Regierung. Sie erließ mit Gültigkeit ab 6. September ein Einreiseverbot für die Angehörigen einiger Länder mit aktuell hoher Inzidenz, allen voran Israel und die USA. Gerade das Impf-Musterland Israel, das sich die exklusive Vorab-Belieferung mit Impfstoffen von BioNTech/Pfizer damit sicherte, indem es rund den doppelten Kaufpreis hinlegte, wird nun von einem Land gebannt, das lange als Lockdown-Verweigerer und 'Outlaw' gebrandmarkt worden war. 

Israel verzeichnet derzeit die höchste Covid-Inzidenz seit Beginn der Pandemie

Bereits Ende Juli ist ein alarmierender Bericht der israelischen Behörden erschienen, wonach die Wirksamkeit der Impfung gegen Covid-Infektion auf 39%, jene gegen symptomatische Erkrankung auf 41% abgefallen ist. Personen, die zur ersten Impfgruppe gehörten und bis zum Januar geimpft waren, verfügen sogar nur noch über einen Impfschutz von 16%. 

Die israelischen Behörden beruhigen zwar, dass der Schutz vor schwerer Erkrankung und Hospitalisierung immer noch hoch sei, doch auch hier zeigt die Schutzrate deutlich nach unten. 

"Dritte Dosis dringend notwendig"

Während bei uns die Ungeimpften als Haupt-Risikogruppe gelten und der Druck auf sie ständig erhöht wird, ist Israel bereits einen Schritt weiter: Ministerpräsident Naftali Bennett bekam bereits seine dritte Dosis. Kürzlich wandte er sich in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung und verkündete: "Es gibt viele junge geimpfte Patienten in den Krankenhäusern, die ernsthaft krank sind." Gerade die zweimal Geimpften erklärte Bennett seien nun die am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe. Und zwar deshalb, weil sie rumlaufen, am normalen Leben teilnehmen und sich geschützt wähnen. Das jedoch sei ein großer Irrtum. Denn wegen Delta sei die Wirksamkeit der Impfung so stark zurück gegangen, dass die zweimal Geimpften jetzt ein hohes Risiko auf schwere Verläufe und Hospitalisierung haben. Deshalb sei es dringend notwendig, sich sofort die 3. Dosis geben zu lassen. 

Die Altersgruppe ab 60 Jahren ist mittlerweile großteils durch, derzeit laufen in Israel die Impfungen für Personen ab 40 Jahren. Dass der Absturz der Wirksamkeit nach der 3. Dosis ausbleibt, glaubt allerdings niemand. Insofern erweist sich das Impfprogramm als Abonnement auf unbestimmte Zeit. 

Ein Ausstieg aus dem Abonnement scheint schwierig, denn Geimpfte haben nur eine eingeschränkte Immunität - verglichen mit Genesenen. Denn Genesene erwerben eine wahrscheinlich jahrzehntelang anhaltende Immunität gegen das gesamte Virus mit seinen verschiedenen Proteinen. Geimpfte hingegen nur gegen die Spike-Proteine. Wenn die Viren an dieser Stelle mutieren, stürzt die Schutzrate ab. Und es braucht wieder neue Impfstoffe mit angepasstem Schutz gegen die neuartigen Spike-Varianten. 


PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
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