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Dienstag, 4. August 2026

Autismus und Impfungen - Im Wandel der Zeit

 Noch vor wenigen Jahren - am Höhepunkt der Fakten-Checkerei - hätte jemand, der Autismus als mögliche Folge von Impfungen darstellt, eine lange Sperre oder den kompletten Ausschluss bei Facebook, Twitter & Co. riskiert. Im Bereich der Wissenschaft sind zahlreiche Karrieren ruiniert worden, wenn sich jemand für eine stärkere Prüfung des Zusammenhangs aussprach. Am bekanntesten war der Fall des britischen Mediziners Andrew Wakefield. Aber auch der de fakto Rauswurf von 'Mr. Aluminium' Christopher Exley von der Keele University hängt eng mit seiner Kritik am fehlenden Sicherheits-Nachweis aluminium-haltiger Babyimpfstoffe zusammen. Heute schaut man auf die Seite der US-Behörde CDC und findet im Kapitel "Autismus und Impfungen" in der Zusammenfassung dies:


Übersetzt heißt das: 

  • Die Behauptung, dass „Impfungen nicht zu Autismus führen”, ist nicht evidenzbasiert, da Studien die Möglichkeit, dass Impfungen bei Säuglingen Autismus auslösen, nicht ausgeschlossen haben.
  • Studien, die einen Zusammenhang belegen, wurden von Gesundheitsbehörden ignoriert.


Jahrzehntelang ist die Häufigkeit von Autismus angestiegen. Jahrzehntelang haben die immer gleichen Impfexperten alles getan, um das Impfwesen aus der Verantwortung zu nehmen. Auch Anthony Fauci zählte natürlich zu dieser Experten-Klüngel: Die Nebenwirkungen von Impfungen seien beinahe nicht messbar, hatte er in vielen Interviews betont. Autismus habe überhaupt nichts mit Impfungen zu tun.

Wenn man die 'anderen' Experten befragt, die geplagten Mütter und Väter, deren Kinder eine Autismus-Diagnose bekommen, sieht die Sache schon anders aus.

Etwa 50% der Betroffenen erklären in den Surveys nämlich, dass die Symptome ihrer Kinder erstmals nach den Säuglings-Impfungen aufgetreten sind und sie davor gesund und unauffällig waren.

Solche Aussagen wurden bisher als 'unwissenschaftlich' abgekanzelt und komplett ignoriert.

Und das trotz vieler naheliegender Einflüsse: Bei der Mehrzahl der Autismus Fälle liegt der Auslöser in Gehirn-Entzündungen in Folge einer Attacke des Immunsystems. Die Vernetzung wichtiger Gehirn-Areale kann dadurch unterbrochen und dauerhaft gestört werden.

Was greift nun in die Funktion des Immunsystems ein? Sicherlich tun das auch Antibiotika, Cortison-Präparate, Ernährung, Mobilstrahlung und sonstige Begleiterscheiungen des modernen Lebens.

Doch den erklärten Vorsatz, gezielt ins Immunsystem einzugreifen, verfolgen vor allem Impfungen – und das mit den besten Absichten. Sie sollen das Immunsystem aktivieren und möglichst lebenslange Immunität vermitteln.

Wenn das allerdings schief geht, kann daraus auch ein lebenslanger Impfschaden resultieren.


Enorme zeitliche Korrelation

Die CDC Seite führt aus, dass im Jahr 1986 in den USA für Kinder im ersten Lebensjahr gerade mal fünf Dosen von Impfungen vorgesehen waren: Zweimal die Schluckimpfung gegen Polio und dreimal die Kombi-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten.

Im Impfplan von 2025 waren drei Dosen Rotavirus empfohlen, sowie jeweils drei injizierte Dosen von HepB, DTaP, Hib, PCV und IPV bis zum Alter von sechs Monaten, zwei injizierte Dosen Influenza bis zum Alter von sieben Monaten und injizierte Dosen von Hib, PCV, MMR, Varizellen und Hepatitis A im Alter von zwölf Monaten.

Der Zunahme der Impfungen korreliert zeitlich gut mit dem enormen Anstieg von Autismus. Natürlich ist Korrelation kein Ursachenbeweis. Aber - so die CDC - "Auch wenn die Ursachen von Autismus wahrscheinlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen sind, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage, um einen möglichen Auslöser vollständig auszuschließen."


Es gab nie einen Nachweis für die Entlastung von Impfungen

Entgegen der öffentlichen Propaganda finden sich über viele Jahre in den Unterlagen der CDC keinerlei Belege für die Entlastung der Impfungen.

  • 1991 ergab eine Untersuchung des 'Institue of Medicine' (IOM), dass keine Daten existieren, die sich mit der Frage befassen, ob die Diphtherie-Tetanus-Pertussis Impfung zum Autismus-Risiko beiträgt.
  • 2012 schrieb das IOM: „Die vorliegenden Erkenntnisse reichen nicht aus, um einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfstoffen, die Diphtherie-Toxoid, Tetanus-Toxoid oder azelluläres Pertussis-Toxoid enthalten, und Autismus zu bestätigen oder zu widerlegen.“ Und das, obwohl die einzige Studie, die das konkret geprüft hat, sehr wohl einen Zusammenhang gefunden hat.
  • 2014 wiederholte eine Untersuchung des Gesundheitsministeriums diese Stellungnahme ("Erkenntnisse reichen nicht aus..."). Obwohl diesmal eine neue Studie dazu kam, die Kinder mit einer Hepatitis B Impfung im ersten Lebensmonat mit Kindern verglich, die keine oder eine spätere Heptatits B Impfung erhalten haben. Die Studie fand ein dreifach erhöhtes Autismus-Risiko bei früh geimpfen Kindern. Die Studie wurde heftig attackiert und musste zurückgezogen werden.
  • 2021 kam es abermals zu einer ähnlichen Einschätzung des Gesundheitsministeriums. ("Die wissenschaftlichen Belege reichten weiterhin nicht aus, um einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Impfstoffen und Autismus zu bestätigen oder zu widerlegen.")


Die Neugestaltung der CDC Webseite ist demnach also keine Extravaganz des Gesundheitsministers Robert F. Kennedy, Jr, sondern schlicht der Wissensstand der letzten 35 Jahre.

Man wusste es nie. Und wollte es nicht wissen. Und wenn in Studien dennoch Verdachtsmomente aufgetaucht sind, so wurden diese Studien ignoriert oder mussten zurückgezogen werden..


Kein Richtungswechsel - Hohes Zensur-Risiko

In Europa sind die Behörden noch im Stadium der kompletten Verweigerung dieser Debatte.

Immerhin wird man nicht mehr gesperrt, wenn man solche Beiträge postet.

Aber auch nur dank der Sorge der EU-Kommission, dass Donald Trump oder JD Vance wieder auszucken, wenn die Zensur-Bestrebungen im Internet so hoch gefahren würden, wie sich von der Leyen, Merz und Co. das sehnlichst wünschen.


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Mittwoch, 8. Juli 2026

Deutschland wählt den Weg in den Finanz-Harakiri (Kommentar)

Zu Beginn dieser Woche hat die deutsche Bundesregierung den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und den Finanzplan bis 2030 beschlossen. Er enthält eine enorme Aufwertung der Verteidigungs-Ausgaben, und eine Schuldenlast, die den nächsten Generationen ein vergiftetes Erbe hinterlässt. Allein die Zinsen für die Schulden liegen künftig beim Dreifachen der Ausgaben für die Ressorts Gesundheit und Bildung. Wie ist es möglich, dass so etwas durchgeht?

Strahlende Zukunft für Rheinmetall und seinen größten Aktionär Blackrock

Die Ausgaben für Verteidigung haben sich bereits seit der ersten Amtszeit von Donald Trump ab 2017 (37 Milliarden EUR) mehr als verdoppelt. In den nächsten Jahren sollen sie kontinuierlich weiter steigen: Von 82,7 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 183,7 Milliarden im Jahr 2030.

Insgesamt werden in den nächsten vier Jahren 610,27 Milliarden Euro ausgegeben, um damit die von Merz und Pistorius gewünschte 'stärkste Armee Europas' aufzupäppeln. 

Im selben Zeitraum sollen die Ausgaben für Gesundheit von 21,8 Milliarden auf 14,7 Milliarden reduziert werden. 

Die Ausgaben für Bildung und Familie fallen von 16,7 Milliarden auf 13,8 Milliarden.



Der Schuldendienst- das sind die Zinsausgaben für bestehende Schulden - steigt von 33,6 Milliarden in diesem Jahr auf 82,2 Milliarden im Jahr 2030. 

Deutschland gibt dann also dreimal so viel für Zinsen aus wie für die beiden Ressorts Bildung und Gesundheit zusammen.

Nicht enthalten sind hier die neu aufgenommenen Schulden, die der Bevölkerung unter dem Tarnbegriff 'Sondervermögen' untergejubelt werden. Sie betragen noch einmal 500 Milliarden Euro und werden ab 2037 dem Bundesbudget zugeschlagen. 

Eine weitere Bombe im Keller sind die an die Ukraine vergebenen Milliardenkredite der EU, wo Deutschland etwa ein Viertel des Ausfall-Risikos trägt. Und dieses Risiko liegt bei etwa 100 Prozent.

Beinahe ebenso rasch wie die Schulden steigt der Stellenabbau in der deutschen Industrie. Speziell betroffen ist die Automobil- und Zulieferindustrie, der Maschinenbau und die Chemische Industrie.

2024 gingen rund 70.000 Arbeitsplätze  verloren. 2025 waren es 124.000.

Offenbar will man das Heer der Arbeitslosen künftig ins Militär umleiten. 

Das Dumme an diesem Wirtschaftsmodell ist, dass sich Investitionen ins Militär nur dann amortisieren, wenn andere Länder überfallen, erpresst oder ausgeraubt werden. Die USA praktizieren dieses Modell seit vielen Jahrzehnten. Mit Ausgaben von knapp 1000 Milliarden US-Dollar (2025) geben sie dreimal so viel fürs Militär aus wie China, das auf Rang 2 liegt. 

Will Deutschland dieses "Erfolgsmodell" übernehmen?

Dann müssten sie nach Ländern suchen, die man überfallen und ausrauben kann. 

Oder geht es nur um Abschreckung gegenüber Russland? 

Einem Land, das seit vier Jahren im Ukraine-Debakel fest steckt und heuer - bei enormen Verlusten an Menschenleben und gigantischen Kosten - gerade mal ein paar hundert Quadratkilometer erobert hat. 

Einem Land, das derart die Schnauze voll hat von Krieg, dass es - nach der Eroberung des Donbass – der Mindestanforderung, um der eigenen Bevölkerung einen "Sieg" zu verkaufen -  wohl sofort einen Friedensvertrag unterzeichnen würde. 

Aber egal, wie irrational dieses Argument ist: Abschreckung gegen Russland wird offiziell als Grund für die Notwendigkeit der Aufrüstung angegeben. 

Volkswirtschaftlich sind Investitionen ins Militär jedoch ein reiner Minusposten. Jets, Panzer, Drohnen und Raketen bringen keinen Mehrwert. Sie schießen, explodieren oder sie verrosten. 

Und das Geld ist weg.

Gerade hier tut sich aber eine dritte Möglichkeit auf. Und wahrscheinlich ist das die wichtigste Motivation für den ganzen Irrsinn:

Bereits seit seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump Deutschland und die anderen NATO Staaten massiv unter Druck gesetzt, wesentlich mehr Geld in die Verteidigung zu investieren. Ein Großteil dieser Investitionen fließen in die USA.

Die politische Führung Deutschlands erfüllt im Verbund mit der EU-Kommission nun den politischen Auftrag, möglichst viel an deutschem Volksvermögen in die Kassen der Rüstungs- und Finanzkonzerne umzuleiten.

Die europäischen Spitzenpolitiker verdanken ihre Posten im wesentlichen den Transatlantischen Netzwerken. Donald Trump nützt diese Abhängigkeit (ebenso wie davor Joe Biden) aus. Die Politiker werden dazu gedrängt, ihre eigene Bevölkerung zu verraten, die über Generationen in die Schuldenfalle gerät. Doch sie haben offenbar ihren Bluteid geleistet und wissen, wem sie dienen. Und sie wissen, dass diese Netzwerke verlässlich sind und ihnen notfalls Flucht-Jets zur Verfügung stellen, mit denen sie sich rechtzeitig absetzen können.

Und nach ihnen die Sintflut.


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Mittwoch, 8. Januar 2025

Zuckerberg folgt Musk - und schafft die Faktenchecker ab (Kommentar)

Während die europäische Politik weiter auf die reinigende Kraft der Faktenchecker baut, macht der Meta Konzern mit Facebook und Instagram eine 180 Grad Wendung und wirft - so wie Twitter/X nach der Übernahme durch Musk - den Großteil der Zensoren raus.

Mark Zuckerberg will zurück zu den Wurzeln der freien Meinungsäußerung

Es seien zu viele Fehler passiert, sagte Mark Zuckerberg in seinem aktuellen Video Statement. Die angeheuerten Zensoren waren politisch zu voreingenommen. Es sei ein Fehler gewesen, dass die US-Regierung Druck auf die sozialen Medien ausgeübt hat und er dem nachgegeben habe. Unter einem Präsident Trump soll deshalb Free Speech wieder Vorrang haben.

Zuckerberg kündigt an, dass die ganze Zensur-Abteilung in Kalifornien aufgelöst wird. Sie soll abgespeckt - mit dem Auftrag, nur noch tatsächlich strafrechtlich relevante Posts zu ahnden - in Texas neu rekrutiert werden. 

Zuckerberg spricht die EU an, wo von der Kommission eine regelrechte Regulierungswut ausgehe. Das führt nach seiner Ansicht in die falsche Richtung und Facebook sowie Instagram mache da nicht mehr mit.

Eine erstaunliche Entwicklung. Man wird sehen, wie sich das in der Praxis auswirkt. Speziell in Europa ist man ja noch stolz auf den "Digital Services Act", den die EU im Oktober 2022 beschlossen hat. Seither wird laufend den sozialen Medien mit Milliardenstrafen gedroht, wenn 'hate speech' und 'fake news' nicht ausreichend bekämpft werden. In der Praxis hat sich der Druck auf die sozialen Medien allerdings vor allem durch die Zensur abweichender Meinungen ausgewirkt. 

Es ist vielleicht schon vergessen oder verdrängt: Die Zeit der großen Zensur begann damals parallel zur Covid-Pandemie im Jahr 2020 als ein gewisser Herr Drosten - zusammen mit anderen eigenartigen Wissenschaftlern - in großen internationalen Medien ganzseitige Inserate schalten ließ, in der die Regierungen dazu aufgefordert wurden, so genannte Fake News im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu ahnden. Die US-Regierung nahm daraufhin Meta, Twitter & Co. in die Pflicht. Die EU-Kommission folgte begeistert dem Vorbild. Tausende Zensoren mussten eingestellt werden. So genannte Faktenchecker wie Correctiv & Co. hatten Hochkonjunktur und freuten sich über Großaufträge. 

Millionen von Usern wurden gesperrt. Relevante Kritik unterdrückt. Die Fake News der Regierungen hingegen gepusht.


Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft

Nach Covid setzte sich diese Praxis gleich beim nächsten Anlass, dem Ukraine Krieg, fort. Die sozialen Medien wurden auf die Unterstützung des Abwehrkampfes gegen Russland getrimmt. So genannte 'Putintrolle' wurden ebenso gesperrt wie 'rechtsextreme' Aussagen. Was darunter fiel, entschieden die Zensoren - die wiederum vorrangig aus dem links-grünen Umfeld stammten. Dieses Vorgehen führte zu einer ständig ansteigenden Polarisierung im Netz und verfestigte die Spaltung in der Gesellschaft.

Es ist kein Geheimnis - und Elon Musk hat das ja oft genug gepostet - dass er sich auch deshalb für Donald Trump als Präsident eingesetzt hat, weil unter demokratischer Führung Twitter/X wahrscheinlich verboten worden wäre. Bereits die Übernahme von Twitter hat er damit begründet, dass er die 44 Milliarden Dollar, die ihn das gekostet hat, als seinen Beitrag zur internationalen Meinungsfreiheit ansah. 

Dass Mark Zuckerberg seinem Konkurrenten nun folgt ist überraschend. Wahrscheinlich sah er es als Gefahr an, dass X vermehrt mit 'freier Meinungsäußerung', Facebook und Instagram hingegen zunehmend mit Meinungsterror und Zensur assoziiert würde. Und das konnte in den USA unter der neuen Führung rasch geschäftsschädigend werden. 

Der Umschwung trifft Europa, das zunehmend paranoider wird und darauf mit stalinistischer Gesinnungskontrolle reagiert, auf dem falschen Fuß. 

Die Auswahl der EU-Führungspositionen den transatlantischen Netzwerken zu überlassen und den USA politisch und wirtschaftlich hinterher zu hecheln, scheint auf die Dauer kein Erfolgsrezept.


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Freitag, 15. November 2024

Paukenschlag: RFK Jr. wird US Gesundheitsminister (Kommentar)

Dass Robert F Kennedy Jr. nun Gesundheitsminister der USA werden soll, ist die spannendste Personalentscheidung in Trumps Regierungsteam. Und sicherlich auch die umstrittenste.

Rundum wird er in den Medien als Halbirrer porträtiert, als Impfgegner, Verschwörungstheoretiker und Querulant.
Die Wahrscheinlichkeit, dass gegen ihn massive langwierige Kampagnen laufen, liegt bei 100%.


Die Einschätzung der meisten Mainstream Medien steht bereits fest

Denn er hat sich mit seinen Ansagen, Amerika wieder gesund zu machen und mit der Korruption im Pharma- und Gesundheitsbereich aufzuräumen, die mächtigsten Feinde gemacht, die rundum zu finden sind.

Tatsächlich ist die Gesundheit der US-Bevölkerung - und speziell auch der Kinder und Jugendlichen - ein Drama. Etwa die Hälfte der unter 18-jährigen hat eine behandlungsbedürftige chronische Krankheit, 30% haben zwei oder mehr.

Noch nie gab es eine derart kranke Junge Generation.
Und das in einem Land, das mit Abstand das meiste Geld für ‚Gesundheit‘ ausgibt, nämlich 16,6% des Bruttoinlandprodukts. Deutschland, das an zweiter Stelle rangiert, folgt mit 12,6%. Österreich investiert 11,4% des BIP in Gesundheit.

Gerade jenes Land, das jeden zweiten Nobelpreis gewinnt und unglaublich stolz auf seine Wissenschaft und High-Tech Medizin ist, bringt mehr kranke Kinder hervor, als die alten Elends- und Seuchenzeiten. Und niemand fand das einer näheren Analyse wert. Man gewöhnte sich daran und schob es auf den modernen Lebensstil und die persönliche Verantwortung der Familien.

RFK Jr. legt den Finger nun genau in diese Wunde. Er thematisiert z. Bsp. die Rolle der unzähligen vorgeschriebenen Impfungen („no vaccination - no school“) als mögliche Ursachen von Autismus, Asthma oder kindlichem Krebs. Dinge für die man in den USA üblicherweise geteert und gefedert aus der Stadt gejagt wurde, bevor man B sagen konnte.
Spannende Zeiten.


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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. 
Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage. Eine Übersicht zu den aktuellen öffentlichen Auftritten, Vorträgen oder Filmvorführungen finden sich hier

Donnerstag, 29. Juni 2023

Den Medien misstrauen - speziell in Kriegszeiten

Mit jeder Kriegswoche wird der Frieden unwahrscheinlicher. Mit jedem Treffer wächst der Groll. Jeder Tote verbindet die Hinterbliebenen mit Hass. Jedes bösartige Gerücht schürt die Vorurteile, bis alle sie schließlich für Wahrheit halten: So sind sie! Tod den elenden Feinden!

Springer Verlag Grundregel: "Wir unterstützen das transatlantische Bündnis" (Foto: 7CO)

Frieden beginnt dort, wo wir an die anderen denken. Dort, wo wir einfache Menschen in den Soldaten sehen, die sich vor Angst in die Hosen scheißen - die nichts lieber wollen, als weg von der Front. Nach Hause zu den Liebsten.

Frieden beginnt dort, wo wir die Kriegstreiber erkennen und an ihren Erzählungen zweifeln.

In jedem verdammten Krieg wird gelogen, was das Zeug hält.

Journalisten vertrauen den Agenturen, das war schon immer so. Jeder Praktikant beginnt damit, Agenturmeldungen umzuschreiben und passend einzukürzen. Journalisten sehen sich auch jetzt nicht als Betrüger, sie schreiben ja - so wie immer - nur die Agenturmeldungen ab. Bilden sich daraus selbst ihre Meinung.

Das zu hinterfragen oder zu ändern ist ihnen zu kompliziert. Wie sollte das gehen? Selbst nach Bachmut fahren? Dafür gibt es Spezialisten. Und die arbeiten für die Agenturen.

Doch wer verfasst diese Meldungen?

In Kriegszeiten werden diese Nachrichten von den Militärs und ihren Diensten verfasst.

Sie bringen News von der Front, sie bringen rührende Storys, brutale Storys. Sie vermitteln „Experten“ in Talkshows, sie intervenieren beim Herausgeber, sie kontrollieren die KI Armee der Social Media Bots. Allein das Pentagon beschäftigt zehntausende Journalisten, Autoren, Filmemacher, NGO- und Thinktank-Mitarbeiter, Influencer und Wissenschaftler im Dienst der Propaganda.

Die Russen machen das genauso, auch wenn sie in dieser Medienschlacht hoffnungslos unterlegen sind - und speziell im Westen mit ihren Botschaften so gut wie gar nicht durchdringen.

Der erste Weg zum Frieden, ist es, den Nachrichten zu misstrauen. Das ist zugegeben hart. Das widerspricht Traditionen. Jahrzehnte Tagesschau oder Zeit im Bild haben Einstellungen geprägt. Zweifel bringen feste Denkgebäude ins Wanken. Und das fällt nie leicht.

Doch es ist Tatsache: 

Derzeit kontrollieren die „Masters of War“ die großen Medien. 

Lösen wir uns von dem Gedanken, dass wir auf der Seite der Guten stehen und einen gerechten Krieg führen.

Das wurde der eigenen Seite in jedem Krieg vermittelt.

Es gibt keinen gerechten Krieg.

Stopp der Waffenlieferungen.

Friedensverhandlungen jetzt!

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Montag, 20. März 2023

Vor 20 Jahren startete der US-Angriffskrieg auf den Irak

Heute vor 20 Jahren hat die USA den Irak angegriffen. Bis zum Abzug der US-Truppen im Jahr 2011 sind - nach verschiedenen Schätzungen - zwischen 120.000 und 1 Million Menschen gestorben. Präsident Saddam Hussein wurde im Rahmen eines Schauprozesses zum Tod verurteilt und hingerichtet. US Firmen übernahmen irakische Ölfelder - und bestätigten damit den Verdacht, dass Öl einer der wichtigsten Gründe für den Angriffskrieg war. Die angeblichen Bio-Waffen von Saddam haben sich rasch als Fake erwiesen. 
Nachdem sich der Aufbau einer stabilen Nachkriegs-Ordnung als zu kompliziert erwies, verloren die USA zunehmend das Interesse am Irak. Ähnlich wie in Afghanistan oder Libyen hinterließen sie einen elenden Scherbenhaufen mit Warlords und Paramilitärs, welche die Menschen bis heute terrorisieren.  

Rana und Aqeel auf der Suche nach Frieden (Foto: Ehgartner)

Der Krieg hat die ganze arabische Welt destabilisiert. Aus den Resten des Polizei und Militärapparats von Saddam bildete sich schließlich auch noch der "Islamische Staat", der den USA weitere Vorwände lieferte, ihren "Krieg gegen den Terror" nach Gutdünken fortzusetzen und auch noch nach Syrien auszuweiten. Dass der Terror eine Eigenzüchtung war, wurde dabei geflissentlich verschwiegen. 

Eine weitere Folge des Angriffskriegs war eine bis dahin nie gesehene Flucht-Bewegung. Für Millionen Menschen waren die Lebens-Grundlagen zerstört. Bei uns im Haus haben für knapp zwei Jahre Rana und Aqeel, ein irakisches Ehepaar gewohnt, die uns in vielen Gesprächen die Gründe für ihre Flucht geschildert haben. 

Niemand in ihrem Umfeld war ein Anhänger Saddams, erzählten die beiden. Aber die Lage war stabil, das Leben gut. Rana war schwanger. Sie waren dabei eine Familie zu gründen. 

Saddam selbst war Führer der sunnitischen Baath Partei. Oberstes Prinzip war es, den Frieden zwischen den beiden großen religiösen Gruppen des Irak - zwischen Sunniten (ca 30% der Bevölkerung) und Schiiten (ca. 60% der Bevölkerung) nicht zu gefährden. Religiös motivierte, feindliche Äußerungen oder Handlungen wurden strengstens geahndet. In dem Viertel Bagdads wo Aqeel und Rana wohnten, lebten die beiden Gruppen ohne Probleme zusammen. 

Nach dem Angriff durch die USA änderte sich das massiv. Sunnitische Parteien und Organisationen wurden von den US-Militärs entmachtet, Schiiten gefördert. Es breitete sich ein enormer Hass aus. 

Den entscheidenden Anlass zur Flucht bot eine Fahrt von Aqeel zur Universität, wo der Bus von Milizen aufgehalten wurde. Die Pässe wurden kontrolliert und alle Männer mit sunnitisch klingenden Nachnamen mussten aussteigen. Aqeel hatte das Glück, dass sein Name in beiden religiösen Gruppen vorkommt. Er konnte bleiben, während die anderen Sunniten mit Waffen aus dem Bus getrieben wurden. Von seinen Mit-Studenten hat er nie wieder etwas gehört. Auf der dramatischen Flucht aus Bagdad hatte Rana in der Folge eines Verkehrsunfalls eine Fehlgeburt und verlor ihr Kind. 

Österreich erlebten Rana und Aqeel als sicheren Ort, wo sie endlich zur Ruhe kommen konnten. Sie haben rasch deutsch gelernt und sich eingelebt. Aqeel - von Beruf Lehrer - rechnete sich gute Chancen aus, dass er mit geflüchteten arabischen Kindern arbeiten, sie zweisprachig unterrichten könnte. Rana wurde wieder schwanger. Endlich wollten sie ihre Familie gründen.

Doch alle Asyl-Anträge wurden abgelehnt. Aufgenommen wurden großteils nur Syrer. Denn im Irak - so hieß es - sei es nun nicht mehr so schlimm. Rana und Aqeel wurden abgeschoben.

Sie leben heute in der Türkei. Zurück nach Bagdad zu gehen, haben sie nicht gewagt. "Das würde ich nicht lange überleben", sagte Aqeel.

Während die Nachbarstaaten sowie Europa die Folgen der Massenflucht zu bewältigen hatten, kam kaum ein Politiker der EU auf die Idee, die USA zumindest zu einer finanziellen Beteiligung an den Kosten aufzufordern. Wir stemmten das alles allein. Die Rolle der USA als Verursacher von millionenfachem Elend und Tod wurde ganz einfach unter den Tisch gekehrt.

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Mittwoch, 21. September 2022

Ukraine-Krieg: Der "alternativlose" Weg in den Abgrund

Nun geht es also in die nächste Stufe der Eskalation. Mit der Teil-Mobilmachung hat Putin heute einen Schritt gesetzt, den er - ohne Verlust seines Ansehens in Russland - nicht mehr zurück nehmen kann. Das nächste ist dann General-Mobilmachung, offener Krieg mit der NATO und Atomschläge. Unsere Politiker und die Medien singen einstweilen das alte Corona-Lied, dass alle bisherigen Aktionen alternativlos waren. 

Maßnahmen unter dem Motto der "Bedingungslosen Solidarität" (Foto: Berg

Alternativlos! Der Energie-Boykott gegen Russland ebenso wie die enorme Aufrüstung der Ukraine. Noch vor einem Jahr hatte man gedacht, dass auch die Serie der Lockdowns alternativlos sei, um die Ausbreitung der Coronaviren und die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Dies gilt mittlerweile längst als widerlegt. Schweden hatte keinen einzigen Lockdown und eine deutlich bessere Covid-Bilanz als die meisten Hardliner-Länder.  Erst jetzt – am Beispiel der jüngsten Lockdowns in China – klang sogar in den westlichen Medien durch, wie abgrundtief dumm und menschenverachtend diese Maßnahmen waren.
Dieselben Medien hatten davor Kritik an der Regierungslinie als "Verschwörungstheorie" oder "rechtsextrem" diskreditiert. 

Und niemand hat dazugelernt. Schwarz/Weiß Denken ist der intellektuelle Trend der 20er Jahre. Ein Narrativ wird formuliert und dann von allen Medien verbreitet. Wer außerhalb eines festgelegten Spektrums argumentiert wird gnadenlos ausgegrenzt. Denn es gilt die bedingungslose Solidarität. Zuvor mit der Risikogruppe der Alten und Schwachen - jetzt mit der Ukraine. "Haltung" hat Logik und unabhängige Recherche zu 100 Prozent ersetzt.  Menschen, die dazu aufrufen, endlich ernsthaft mit Russland zu verhandeln, werden als "Handlanger des Kreml" abqualifiziert. Kritik an den milliardenschweren Waffenlieferungen an die Ukraine kommt ausschließlich von "Putinverstehern". Denn die Lage ist schon wieder alternativlos. 

Ja, es wäre gut, die Motive Putins zu verstehen, wenn man an einer Konfliktlösung interessiert ist. Es wäre obendrein gut, zumindest die Geschichte der letzten 30 Jahre nachzulesen. Denn nur dann erfährt man die Vorgeschichte des "verbrecherischen Angriffskriegs gegen die Ukraine". Und dann ergibt sich auch ein anderer Blick auf die Motive der Ukraine und ihrer strategischen Berater.

Trotz alledem war der Angriff auf die Ukraine ein schweres Verbrechen und eine strategische Wahnsinnstat. Wahrscheinlich sind Putin die Erfolge in Syrien gegen die dortigen strategischen Umtriebe der USA in den Kopf gestiegen. Sonst hätte er vielleicht noch einige Jahre lang versucht, mit Selenskyj und seinen Strippenziehern aus heimischer Oligarchie und zugereister CIA zu verhandeln. Und sich noch einige Abfuhren bezüglich der Einhaltung der von allen Parteien unterzeichneten Minsker Friedenspläne geholt.  Stattdessen entschloss sich die russische Führung, den ständigen Provokationen militärisch zu begegnen. Eine ganz schlechte Idee.

Die von den USA initiierte Antwort, Russland dafür mit den strengsten Sanktionen ever zu belegen, wurde von der EU-Elite begeistert aufgenommen. Jedem Sanktionspaket folgte ein noch strengeres. Ebenfalls keine gute Idee. Wir schossen uns mit Begeisterung in beide Knie und sind jetzt vollständig verblüfft, dass die Folgen uns - und nicht Russland - weh tun.
Und auch die USA stehen vergleichsweise fein da, wie etwa der Vergleich des dortigen Gaspreises mit dem zehnmal höheren in der EU zeigt. Nun drohen den deutschen Bürgern wie Wirtschaftsminister Robert Habeck kürzlich ankündigte, "vierstellige Preise" auf der Gasrechnung. Und vielen Unternehmen droht die Insolvenz. Auch wenn das, wie Habeck in einem mittlerweile berühmt gewordenen Interview mit Sandra Maischberger erklärt, vermeidbar wäre, "denn die Firmen könnten ja aufhören zu produzieren."  

Der Absturz der Grünen: "Was interessiert mich, was ich bei der letzten Wahl plakatiert habe?" 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lobte bei ihrem Kiew Besuch vor wenigen Tagen die militärischen Erfolge der Ukraine und versicherte Präsident Selenskyj, dass alle EU-Staaten einen identen Ansatz verfolgen und "die Notwendigkeit einsehen, das Land weiter mit militärischer Ausrüstung zu unterstützen". Selenskyj zeichnete sie daraufhin mit dem Orden von "Jaroslav dem Weisen" aus.

Die europäische Politik-Elite, die uns die aktuelle Situation eingebrockt hat, erscheint ähnlich abgebrüht und ferngesteuert wie der ukrainische Präsident, der derzeit den härtesten - und wohl auch best-bezahlten - Schauspiel-Auftrag seines Lebens durchzieht.
Alles zu Lasten der Menschen - sowohl in der Ukraine als auch in der EU.

Jeder bodenständige Bürgermeister, jede vernunftbegabte Bürgermeisterin, hätte in Abstimmung mit dem örtlichen Gemeinderat wohl eine bessere Politik gemacht, als diese von Lobbys dominierte, vollständig von der Bevölkerung abgehobene Polit-Kaste, die derzeit intensiv daran arbeitet, Europa in den Abgrund zu führen. 


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Montag, 16. Mai 2022

Absurdes Gas-Theater mit dramatischen Folgen

Im Zuge des Kriegs in der Ukraine wächst der Druck der USA auf die EU ständig. Hauptforderung ist es, auf russische Energieträger zu verzichten. Nun hat die Ukraine das ihre dazu beigetragen, die Lage weiter zu eskalieren, indem der Durchfluss des Gas-Transfers auf ukrainischem Gebiet zum Teil gestoppt wurde.


Warum sich die EU derart massiv in die Machtspiele der USA reinziehen lassen ist mir ein Rätsel. Denn die daraus entstehenden Folgen für Liefer-Engpässe und den weiteren Anstieg der Preise und der Inflation haben die Europäer zu tragen, nicht die USA. Wir schießen uns gerade – unter gegenseitiger Anfeuerung, Beifall und Jubelrufen – selbst ins Knie. Schuld sind jedoch immer die Russen.
Wie absurd das abläuft, zeigen die aktuellen Gas-Eskapaden.

Wer ist Schuld an den leeren Gasspeichern?

Deutschlands Wirtschaftsminister Habeck beschlagnahmt Anfang April die Gazprom Tochter Germania, die mehrere Gasspeicher - darunter einen im Salzburger Ort Haidach - betreibt. Putin reagiert auf die Sanktionen, zumal viele Länder die für das Gas bezahlten Beträge beschlagnahmt haben. Insgesamt 31 Firmen werden mit einem Liefer-Boykott belegt, darunter Germania. Gazprom liefert kein Gas mehr. Der Speicherstand in Haidach und anderen von Germania betriebenen Speichern sinkt in der Folge auf null. 
Was macht Österreichs Kanzler Nehammer? Anstatt den Kollegen in Berlin anzurufen, setzt er der russischen Gazprom ein Ultimatum, "den Gasspeicher umgehend wieder aufzufüllen". Im Interview mit der Kleinen Zeitung sagte er: "Gazprom merkt den Druck jetzt schon. Wir gehen das entschlossen an. Wenn er nicht gefüllt wird, sollen ihn andere Energieunternehmen nutzen."
Woher die anderen Energieunternehmen, das zusätzliche Gas beziehen sollen, sagte Nehammer nicht. Norwegen hat die Fördermenge bereits ans oberste Limit gedreht. Freie Gas-Mengen sind am Markt derzeit kaum verfügbar.
Europäische Politiker wie der Grüne Habeck verhängen demnach Sanktionen, beschlagnahmen russisches Vermögen - und geben anschließend Russland die Schuld, wenn diese daraufhin ebenfalls Maßnahmen ergreifen. Die Lage spitzt sich mit jeder Woche weiter zu, weil von Seiten der EU keine ernsthaften Friedensverhandlungen geführt werden. 

Ukraine dreht den Gashahn ab

Und gleichzeitig versiegt das Gas aus Russland über die wichtige Pipeline durch die Ukraine. Die maximale Auslastung von 109 Millionen Kubikmetern täglich ist in der letzten Woche auf nur noch 46,8 Millionen Kubikmeter Gas gefallen.
Warum wird so wenig geliefert? An Gazprom liegt es nicht. "Wir kommen unseren Verpflichtungen gegenüber den europäischen Verbrauchern in vollem Umfang nach“, sagte Sergej Kuprijanow, der Pressesprecher von Gazprom.
Des Rätsels Lösung: Die Ukraine hat ein Drittel der Gasmenge, die durch ihr Leitungsnetz läuft, einfach abgedreht. Als öffentliche Begründung nennt die ukrainische Seite "kriegsbedingte Gründe". Wesentlich wahrscheinlicher ist jedoch die Interpretation, dass die Ukraine Druck auf Europa ausüben möchte, die Beitrittsverhandlungen zur EU, sowie den Gas-Boykott gegenüber Russland zu beschleunigen. Dafür spricht eine Aussage des ukrainischen Außenministers Kuleba, der Europa - kurz bevor das Gas abgedreht wurde - in Interviews des Betrugs bezichtigt hat.
Gleichzeitig verschärft die Aktion der Ukraine natürlich den Liefer-Engpass und damit die Konflikte zwischen der EU und Russland.

Totaler Sieg über Russland

Der ärgste Kriegstreiber ist derzeit Polen. Deren wahnwitziger Premierminister Mateuz Morawietzki dreht – zusätzlich zum angestrebten Energie-Boykott – immer mehr an der Eskalations-Schraube. Er träumt offenbar vom totalen Sieg über Russland. In einem Kommentar für den britischen Telegaph schreibt er: „Die russische Welt ist ein Krebsgeschwür, das die russische Gesellschaft auffrisst und eine tödliche Gefahr für ganz Europa darstellt. Es reicht daher nicht aus, die Ukraine in ihrem militärischen Kampf gegen Russland zu unterstützen. Wir müssen diese monströse neue Ideologie vollständig ausrotten.“


Wir befinden uns eindeutig in einer Phase galoppierender Idiotie. Für manche Politiker wäre die Gummizelle derzeit der geeignetste Aufenthaltsort.

Samstag, 3. Oktober 2015

Amokläufer USA - und die Rolle der Medien

Dass derzeit Millionen Menschen auf der Flucht sind, hat eine wesentliche Ursache im "Krieg gegen den Terror", dem die USA seit 14 Jahren mit Eifer nach gehen. Irak, Syrien und Afghanistan sind die hauptsächlich betroffenen Länder. Und überall gab es zuvor massive Interventionen der USA. Doch statt aus diesem Dilemma zu lernen und die Propaganda von NATO und USA kritisch zu hinterfragen, folgt die Berichterstattung in den Medien immer noch dem alten Schwarz/Weiß Muster. Und trägt damit dazu bei, dass die nächsten Katastrophen folgen.  

Der von den USA unterstützte Aufstand gegen Assad - forderte bislang mehr als 160.000 Todesopfer 
"Das Vertrauen der Amerikaner in die Beteuerungen der Russen ist schwer erschüttert", sagte gestern die USA-Korrespondentin des ORF mit Bezug auf die aktuellen Kämpfe in Syrien. Angeblich hätten die russischen Flieger nämlich nicht nur die Truppen des IS, sondern auch die "gemäßigten Rebellen" attackiert - jene der "freien syrischen Armee".
Auch mein Vertrauen ist schwer erschüttert. Allerdings geht es bei mir um das Vertrauen in die Berichterstattung. Ich finde es absolut widerlich, wie bereitwillig und vollständig kritiklos unsere Medien nach wie vor die Position der Nato bzw. der Amerikaner einnehmen.

Das Irak Abenteuer der Amerikaner war unmittelbarer Auslöser der Entstehung des Islamischen Staates - und ohne einen Funken Anstand oder Verstand wurde gleich im nächsten Staat - in Syrien - weiter gezündelt - wird Präsident Assad doch von den bösen Russen und dem noch böseren Iran unterstützt. Die US-finanzierten Söldner, das sind hingegen die "gemäßigten Rebellen".

Ständig wird offen oder verdeckt interveniert unter der Führung der Schutzmacht des Kapitalismus, die sich als moralisch überlegener Weltpolizist begreift. Und wenn politischer Druck, Diplomatie oder Handelsembargos nichts fruchten, um die Interessen der großen Konzerne auf einen „freien Warenverkehr“ durchzusetzen, wird auch militärisch zugeschlagen.

Seit dem zweiten Weltkrieg hat die USA unzählige Diktatoren unterstützt oder selbst etabliert, demokratische Bewegungen zunichte gemacht und deren Spitzen ermordet. Ganz Südamerika galt als US-Hinterhof und es wurden von Bolivien bis Chile, von El Salvator bis Nicaragua, von Grenada bis Kuba unzählige Geheimdienst-Aktionen und Militär-Schläge durchgeführt. Als Vorwand galt stets der Kampf gegen den Kommunismus - im Hintergrund standen massive wirtschaftliche Interessen. Und fast jedes Mal stand das „Land der Freien und Mutigen“ auf der Seite rechter Regimes, einer Clique rund um Diktatoren und konservativer Wirtschaftsbonzen, die den Militärapparat zur Unterdrückung des eigenen Volkes einsetzten.

Selbst Nazi-Deutschland genoss lange Zeit die Sympathien einflussreicher Kreise der USA. Hätte Hitler sich in seinen militärischen Aggressionen auf den „Lebensraum im Osten“ und die Sowjetunion beschränkt, das Deutsche Reich wäre womöglich über viele Jahre ein freundlicher Verbündeter geblieben - zumindest solange es wirtschaftlich kooperiert hätte.


Die neuen Religionskriege

Seit dem Niedergang des „real existierenden Kommunismus“ mit dem Zusammenbruch der UdSSR ist der „islamistische Terror“ das neue Feindbild geworden. Und auch hier waren die wirtschaftlichen und politischen Interessen stets der Motor der Kriegsaktionen. Etwa bei den Kriegen gegen den Irak. Vorwände, die sich in den internationalen Medien gut verkaufen ließen, fanden sich immer. Oder wurden in einer raffinierten Werbe-Maschinerie selbst produziert. Etwa das Gerücht, dass Saddam Hussein hinter dem 9/11 Anschlag steckt - oder dass er geheime Biowaffen-Laboratorien betreibt und aus dunklen Kanälen des ehemaligen Ostblocks Pockenviren organisiert hat.

Seit dem Al-Kaida Anschlag im September 2001 hat die USA acht Länder bombardiert. Kein anderes Land kommt auch nur annähernd auf diese Zahl.

Und jedesmal schafft eine Aggression unzählige Keime für Gegen-Aggressionen. So wie der „Islamische Staat“ in Wahrheit eine Gegenreaktion der von den USA und seiner Helfer gedemütigten Kriegsverlierer darstellt, die jetzt mit Brachialgewalt unter dem gemeinsamen Schirm eines kriegerischen Islam den Aufstand wagen. Genährt von jungen Männern, die mangels Perspektiven in Scharen zum „gerechten Krieg“ strömen und weniger eine anarchische Terrorgruppe als eine Revolutionsarmee der Entwurzelten und Hoffnungslosen darstellen.

Mangels anderer Gemeinsamkeiten eint hier die von den Hasspredigern missbrauchte und nationalistisch instrumentalisierte Religion. So wie sich auch in den USA der schrankenlose Kapitalismus sehr eng an eine bigott-aggressive Deutung des Christentums anlehnt und ihre imperialistischen Bestrebungen mit der Verbreitung der „christlichen Werte“ gerechtfertigt hat. Wir befinden uns in Wahrheit heute auch inmitten eines Zeitalters der neuen Religionskriege. Das Gute kämpft gegen das Böse, das Andere, das Fremde.


Land der Amokläufer

Die Aggressivität richtet sich jedoch nicht nur gegen außen. Die USA hält einen Anteil von 5 Prozent an der Weltbevölkerung, doch einen Anteil von 31 Prozent bei den öffentlichen Amokläufen mit Waffengebrauch, errechnete Adam Lankford, Professor für Kriminalstrafrecht an der Universität von Alabama anhand einer Analyse aller öffentlichen Amokläufe der letzten beiden Jahrzehnte. Die USA sind aber nicht nur Spitzenreiter bei den Amokläufen - die betreffenden Personen sind auch deutlich besser bewaffnet als überall sonst: Mehr als die Hälfte der US-Amokläufer hatten zwei oder mehr Waffen dabei. 

Der 26-jährige Amokläufer besaß 13 Waffen - alle vollständig legal erworben
Chris Harper, der am Donnerstag dieser Woche neun Menschen in einem College in Oregon erschossen hat, nahm vier Waffen zu seinem Amoklauf mit. Mehr konnte er offenbar nicht tragen. 
Zu Hause hatte der 26-jährige noch neun weitere Waffen lagernd. Alle waren legal erworben. Die USA führt die Liste der Waffen pro Einwohner mit großem Vorsprung an. „Bei uns sind um 200 Millionen mehr private Feuerwaffen im Umlauf als in jedem anderen Land“, erklärt Gewaltforscher Lankford.

Lankfords Analyse der weltweiten Amokläufe zeigt noch einen weitere US-spezifische Eigenheit: Während die Gefahr in anderen Ländern eher von übergeschnappten Soldaten in Militäreinrichtungen ausgeht, drehen in den USA vorwiegend die "normalen" Bürger durch. Und zwar nicht in den Kasernen, sondern in Schulen, Kaufhäusern und Bürogebäuden. 

„In den Vereinigten Staaten werden die Menschen damit sozialisiert, dass sie in ihrem Leben sehr erfolgreich sind und sich den ‚amerikanischen Traum’ erfüllen werden.“ Das führe zu einer enormen Anspannung, wenn die Leute merken, dass ihre hohen Ziele unrealistisch sind. Sehr leicht können sie sich dann von ihrem Umfeld, den Kollegen im Büro oder ihrem Boss blockiert fühlen, erklärt Lankford. Und dann knallen plötzlich alle Sicherungen durch. „Das ist eine sehr gefährliche Mischung, die es in keinem anderen Land in dieser Konzentration gibt: Ein omnipräsentes Versprechen von Glück und Wohlstand, das bei psychisch labilen Personen Größenwahn und Aggressionen fördert." - Und die Waffen zur Wutabfuhr liegen gleich nebenan im Schrank.


Jeb Bush: "Sowas passiert halt mal…"

Während Präsident Barack Obama sichtlich berührt war und in einer wütenden emotionalen Rede den Wahnsinn seines Landes anprangerte, zeigte der konservative Gouverneur Jeb Bush, sein möglicher Nachfolger als Präsident, wie wohl die Mehrheit im Land tickt.
Jeb Bush reagierte, als er von einem Reporter spontan auf das Massaker angesprochen wurde mit der Floskel "stuff happens", die am treffendsten mit "sowas passiert halt mal" übersetzt wird.

Mit Jeb Bush als nächstem US-Präsidenten können wir jedenfalls sicher sein, dass sich in der Selbstwahrnehmung der USA sowie ihrem Rollenbild in der Welt wenig ändern wird. 

Donnerstag, 4. Juni 2009

Panik + Epidemie = Pandemie

Angesichts der bevorstehenden Ausrufung der höchsten Pandemie-Warnstufe durch die WHO erinnern sich auch in den USA immer mehr Mediziner und Politiker daran, dass die Schweinegrippe schon mal ein Thema war (siehe "Das Schweinegrippe-Debakel").
Der Kongress-Abgeordnete Ron Paul war damals einer von nur zwei Politikern, die gegen die staatlichen Maßnahmen - einer generellen Durchimpfung der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe votierten.




Hier zum Ausgleich ein Beispiel für die Art von Information die von der US-Behörde CDC generell (abseits der Schweinegrippe) zum Thema Influenza geliefert wird.
Ein propagandistisches Plädoyer für die Impfung, das unter die Haut geht und als Konsequenz der Verweigerung den Tod der eigenen Kinder androht.
Natürlich ohne jegliche Hinweise über mögliche Nebenwirkungen der Impfung - oder über den laut Cochrane-Metaanalyse fehlenden Nachweis einer Wirkung der Grippe-Impfung im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.

Zitat:
In children under the age of two, the efficacy of inactivated vaccine was similar to placebo.

In dieser britischen Studie wurde die Wirksamkeit der Influenza-Impfung bei Kindern zwischen 6 und 59 Monaten im Verlauf von zwei Influenza-Saisonen (2003/04 + 2004/05) getestet.

Zitat:
Significant influenza VE (vaccine effectiveness) could not be demonstrated for any season, age, or setting after adjusting for county, sex, insurance, chronic conditions recommended for influenza vaccination, and timing of influenza vaccination (VE estimates ranged from 7%-52% across settings and seasons for fully vaccinated 6- to 59-month-olds).

Von all diesen Fakten ist im Propaganda-Machwerk der CDC keine Rede. Hier wird stattdessen in übelster Manier - und als Hohn auf die Forderung nach "informierter Entscheidungsfindung" bei medizinischen Interventionen – Stimmung gemacht.
Und das von jener Behörde, die nun, im Verbund mit der WHO, auch bei der Influenza A/H1N1 (vormals Schweinegrippe) die weltweite Vorgehensweise bestimmt:



(Dieser Beitrag erschien am 5. 5. 2009 auf meinem alten Blog)