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Freitag, 8. Mai 2026

Jährliche Geburtenzahl sinkt auf niedrigsten Stand seit 1946

 

Soziologen sehen Ursache in „Zukunftsängsten“ / Experte: Krisen erklären nicht „dramatische Entwicklung“ der Geburten seit 2022 – minus 16 Prozent im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit / Einbruch der Geburtenzahlen auch bei künstlicher Befruchtung / Arzt: Zeitlicher Zusammenhang von Schwangeren-Impfung und Geburtenrückgang
Die Antwort hieß in den meisten Praxen: "Ja klar doch, unbedingt!"

Berlin / Wiesbaden / Regensburg.

 Mit rund 654.000 Neugeborenen ist die Geburtenzahl im Jahr 2025 laut Statistischem Bundesamt auf den niedrigsten Stand seit 1946 gefallen. Trotz eines deutlichen Bevölkerungszuwachses stellt dies das größte Geburtendefizit in der Nachkriegszeit dar. Der jährliche Sterbeüberschuss in Deutschland stieg damit erneut auf Rekordhöhe. Die Zahl der Geburten sinkt bereits im vierten Jahr hintereinander. 2021 waren noch mehr als 795.000 Kinder in Deutschland geboren worden. Als Hauptursache für den erneuten Rückgang nennt das Statistische Bundesamt, den Eintritt geburtenschwacher 1990er-Jahrgänge ins Elternalter.

Der Zukunftsforscher Ulrich Reinhardt führt die sinkende Geburtenzahl laut MDR auf „Zukunftsängste“ zurück. Der Soziologe Tilmann Knittel erklärte in einem SWR-Interview. Kinder seien immer weniger selbstverständlich. Wie der Berliner Soziologe Martin Bujard im Deutschlandfunk erläuterte, sei der Geburtenrückgang um 3,4 Prozent von 2024 auf 2025 allein nicht dramatisch, sondern vielmehr die dauerhaft niedrige Rate von etwa 1,3 Kindern pro Frau.

Christof Kuhbandner, Leiter des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie an der Universität Regensburg, kritisiert: „Diese Art der Darstellung verschleiert die dramatische Entwicklung, die seit 2022 zu beobachten ist.“ Er plädiert für eine Betrachtung der Zahlen auf Basis der Jahre von 2017 bis 2020: „Hier war die Geburtenzahl relativ stabil und lag im Schnitt bei etwa 780.000 Geburten“, erläutert er auf Anfrage von Multipolar. Nimmt man diese Zahl als Referenz für einen Vergleich, was in den Folgejahren passiert ist, ergibt sich laut Kuhbandner eine Zunahme der Geburten 2021 um 1,9 Prozent und danach ein immer drastischerer Rückgang um 5,4 Prozent 2022, 11,3 Prozent 2023 und 13,3 Prozent 2024. Im Jahr 2025 brach die Geburtenzahl mit Blick auf die Zahlen im Zeitraum zwischen 2017 und 2020 um 16,2 Prozent ein.

Nicht einleuchtend ist für Kuhbandner die Vermutung, dass Paare aufgrund multipler Krisen keine Kinder haben möchten. Eine von Martin Bujard veröffentlichte Analyse der repräsentativen Befragungen des familiendemografischen Panels FReDA zeige, dass die Kinderwünsche von Paaren zwischen 2021 und 2024 konstant geblieben sind. „Was gesunken ist, ist zwar die Intention, in den nächsten drei Jahren ein Kind zu bekommen, aber der Rückgang betrug nur um die drei Prozent, ein Rückgang, der weit unter der Größenordnung des beobachteten Geburtenrückgangs liegt“, betont Kuhbandner gegenüber Multipolar.

Im Übrigen zeige sich auch bei künstlichen Befruchtungen seit Anfang 2022 ein Einbruch: „Laut den Daten des Deutschen In-Vitro-Fertilisation-Registers, welches die Ergebnisse praktisch aller künstlichen Befruchtungen umfasst, ist die Anzahl der Versuche, mittels künstlicher Befruchtung Nachwuchs zu bekommen, nicht gesunken.“ Trotzdem sei auch dort die Anzahl der geborenen Kinder seit Beginn 2022 deutlich zurückgegangen.

Neben Österreich, Italien und Schweden ist die Geburtenrate auch in Frankreich eingebrochen. Bereits 2023 wurden dort so wenige Kinder geboren wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht. Laut ZDF sind inzwischen über drei Millionen Menschen in Frankreich von Unfruchtbarkeit betroffen. In einer Studie hatten dänische, schwedische und tschechische Forscher einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen und niedrigen Geburtenraten in europäischen Ländern festgestellt. Im Untersuchungszeitraum waren die Geburtenraten von Frauen, die vor der Empfängnis gegen Covid-19 geimpft wurden, ab Juni 2021 um den Faktor 1,5 geringer als bei ungeimpften Frauen. Darüber hinaus waren die Geburtenraten für die geimpfte Gruppe deutlich niedriger als aufgrund ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung erwartet. Der Heilpraktiker Florian Schilling hatte im Juli 2023 darauf hingewiesen, dass Schwangere von den ursprünglichen Zulassungsstudien der Corona-Impfstoffe ausgenommen waren. Detaillierte Untersuchungen zur Wirkung der Impfung auf Plazenta, Embryo oder Fötus auf zellulärer Ebene seien ausgeblieben.

Der niedersächsische Kinderarzt Albrecht Jahn hatte im September 2024 erklärt, es bestehe ein erheblicher Verdacht, dass der Corona-Impfstoff die Plazentaschranke überwinde, wodurch das ungeborene Kind mitgeimpft würde. Auf eine aktuelle Anfrage von Multipolar bedauert Albrecht Jahn, dass bis heute über entscheidende Faktoren des immer drastischeren Geburtenrückgangs nicht diskutiert wird: „Der Einbruch der Geburtenzahl steht in zeitlichem Zusammenhang mit der Empfehlung zur Schwangerenimpfung im Herbst 2021.“ Nach seinen Recherchen haben modRNA-Substanzen gravierende Nebenwirkungen in Bezug auf die Fortpflanzung. Spermien könnten genetisch verändert und Eizellen zerstört werden, auch die Plazenta könne sich verändern. Wie bei Contergan sei modifizierte RNA „plazentagängig“. Corona-Spike-Proteine seien bei Untersuchungen bereits in der Plazenta und dem fötalem Kreislauf gefunden worden. Hebammen und Mediziner hatten die Behandlung von Schwangeren mit Corona-mRNA-Präparaten bereits mehrfach kritisiert.

Der Artikel stammt vom Magazin Multipolar, wo er am 6. Mai 2026 veröffentlicht wurde. 

Mittwoch, 4. März 2026

Masern: Wie Journalisten die Impfpflicht apportieren

Vergangenen Freitag brachte die ARD Sendung 'Panorama' einen 12 Minuten langen Beitrag mit dem Titel "Masern: Wie Impfgegner die Impfpflicht boykottieren". Der frühere 'Correctiv' Chefredakteur und nunmehrige 'Investigativ-Chefreporter' Markus Grill rückte mit seinem Team aus, um ärztliche Impfgegner an den Pranger zu stellen. - Dies eröffnet die Frage, ob sich Journalisten heute in erster Linie als Hilfssheriffs und Claqueure der Regierenden verstehen - und damit die Gesellschaft weiter spalten. Anstatt den Unsinn der Impfpflicht darzustellen.

Als erster Fall wurde die Praxis des Allgemeinmediziners Volkhard P. in der Stadt Vilsbiburg im bayrischen Landkreis Landshut besucht. Kein Schild, keine Patienten. Grill klopfte an die Tür. Die Praxis war - offenbar dauerhaft - geschlossen.

Die Reporter fuhren weiter zum Kinderarzt Matthias Hartig, der in derselben Stadt praktiziert. Hartig hatte sich gewundert, dass impfkritische Eltern, die sich vehement gegen die Masernimpfung gewehrt hatten, nun plötzlich Impfeinträge von Volkhard P. im Impfpass ihrer Kinder hatten. Genau dieser Kollege hatte sich während der Pandemie nämlich als großer Kritiker der Covid-Impfungen geoutet: Sollte der nun tatsächlich regelmäßig Masern-Impfungen durchführen? Ausgerechnet bei den Kindern impfkritischer Eltern?
Die Gesundheitsämter wurden informiert. Der Verdacht verdichtete sich. Irgendwie gelangte Hartig an Blutproben dieser Kinder. Und bald stellte sich heraus, dass deren Masern-Titer negativ waren.
Volltreffer! Die Staatsanwaltschaft stellte einen Haftbefehl gegen Volkhard P. aus. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
Volkhart P., der mittlerweile wieder auf freiem Fuß ist, verweigerte den ARD-Reportern ein Interview vor der Kamera.

ARD-Chefreporter Grill auf Impfgegner-Jagd

Als nächstes fuhren die Reporter nach Salzburg, wo Andreas Sönnichsen, Facharzt für Innere Medizin, seine Praxis betreibt. Der gebürtige Hamburger war vorher Professor an verschiedenen Universitäten. Zuletzt als Leiter der Abteilung für Allgemein- und Familienmedizin am Zentrum für Public Health der Universität Wien.


Medial hochgepushte und tatsächliche Gesundheits-Risiken


Ich kenne und schätze Dr. Sönnichsen seit vielen Jahren. Besonders wichtig fand ich sein Engagement im Bereich der Polypharmazie. Darunter versteht man die gleichzeitige, routinemäßige Einnahme von 5 oder mehr Medikamenten. "Ab diesem Pensum kann man davon ausgehen, dass die Nebenwirkungen gravierender sind, als der Nutzen", erklärte mir Sönnichsen. "Wir haben hier gesellschaftlich ein Riesenproblem, aber kaum jemand, der den Menschen Hilfestellung bietet."
Spätestens ab einem Alter von 75 Jahren ist Polypharmazie nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall. Sie gilt als eine der Hauptursachen für Stürze, Knochenbrüche, akutes Nierenversagen, Verwirrtheitszustände und Magenblutungen. Laut Schätzungen sterben jährlich 20.000 bis 50.000 Deutsche an den Folgen.

Als ich Prof. Sönnichsen im Mai 2020 anlässlich einer 'Talk im Hangar' Sendung in Salzburg traf, erzählte er mir, dass sie diesbezüglich nun einen Durchbruch erzielt haben. Ein patientenfreundliches Tool sei fertig, wo man seine Medikamente eintragen kann - und anschließend automatisiertes fachliches Feedback über Unverträglichkeiten oder Mehrfach-Verschreibungen erhält. Da erfährt man zum Beispiel - bei der Analyse der Medikamente älterer Angehöriger - dass gleich mehrere Blutdruck-Senker oder Diabetes Präparate darunter sind. "Solche Fälle sind häufig", erzählte mir Sönnichsen. "Der Hausarzt verschreibt etwas, bei einem Krankenhaus- oder Facharzt-Termin kommt noch etwas dazu und niemand fühlt sich dafür zuständig, ein Medikament auch wieder abzusetzen."

Man merkte Sönnichsen damals an, dass er gerne weiter in Ruhe an diesem Thema gearbeitet hätte - statt sich mit der Pandemie und den immer gravierender werdenden Auswüchsen der Covid-Maßnahmen oder einer drohenden Impfpflicht zu befassen. Aber natürlich mischte er sich ein, debattierte öffentlich und geriet in Widerspruch zur Phalanx der Medien-Experten, die ihre Weisheit mit Kochlöffeln gefressen hatten und über alle Kanäle verbreiteten.

Es war die große Zeit der Hardliner. Die Zeit der Mitläufer. Und die Zeit der akademischen Halsabschneider.

Geriet ins Visier der Impf-Hardliner: Mediziner Andreas Sönnichsen 

Und so musste Sönnichsen 2021 als Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierter Medizin zurücktreten. Und verlor 2022 seine Professoren-Stelle an der Uni Wien. Die Uni Wien verlor das Interesse am Projekt der Polypharmazie-Aufklärung. Und Sönnichsen ist wieder einfacher niedergelassener Arzt.

Saboteur der Impfpflicht

Und jetzt stand der vielfach ausgezeichnete Aufdeckerjournalist Markus Grill mit seinem investigativen TV-Team vor der Tür seiner Salzburger Praxis. Denn Sönnichsen hatte etlichen seiner kindlichen Patienten sogenannte "Impfunfähigkeits-Bescheinigungen" ausgeschrieben. Im Beitrag werden sie als "FakeAtteste" bezeichnet, denn natürlich kommen die meisten Eltern aus Deutschland und legen diese Bescheinigungen später in deutschen Kitas und Schulen vor. Und dort gilt bei Masern die Impfpflicht.

Sönnichsen wird im Beitrag als prominenter Impfgegner vorgestellt, der "von der AfD sogar in den Bundestag eingeladen wurde". Im Beitrag wird aus Sönnichsens Vortrag genau ein Satz mit Bezug auf die Corona-Pandemie zitiert, nämlich dieser: "Das ganze war inszeniert und es ist seit Jahrzehnten vorbereitet, uns zu willfährigen Patienten zu machen, die diesem System dienen."
- "Inszeniert" - "seit Jahrzehnten vorbereitet" - "willfährige Patienten, die dem System dienen" - Das klingt genug nach Verschwörungsideologie, um Sönnichsen einen Stempel aufzudrücken. Und das gut geschulte ARD Publikum in seinen Sofasesseln weiß fortan, was von dem Mann zu halten ist.

Schließlich kommt es noch tiefer: Sönnichsen lebe nicht ohne Grund in Salzburg, erfahren wir. "Denn in Deutschland wäre es strafbar, so pauschale Impfunfähigkeits-Bescheinigungen auszustellen." Man unterstellte ihm demnach, dass er nach Salzburg übersiedelt ist, um aus dem Hinterhalt die Impfpflicht auszutrixen.

Als aufrechter globaler Kämpfer gegen Masern - und offensichtlich krasser Gegensatz zu Sönnichsen, wird im Beitrag der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn anmoderiert, der die Impfpflicht gegen Masern durchgesetzt hatte. "Wir wollen dass niemand mehr an Masern erkranken muss, dass es diese Erkrankung auf der Welt nicht mehr gibt und dafür braucht es dieses Gesetz", sagte Spahn.
Damals waren 96% der Kinder gegen Masern geschützt. Die Offensive Spahns war eine reine Alibiaktion. Er lief - unterstützt von den Medien und dem Fall eines angeblich an Masern verstorbenen Berliner Kleinkinds - offene Türen ein. Schaffte es, die 'Impfgegner' als Feindbild zu benutzen uns sich selbst als Saubermann darzustellen. 

Im Jahr 2020 - kurz vor Einbruch des Covid-Chaos - wurde das Gesetz im Bundestag beschlossen. 30 Jahre nach Abschaffung der DDR hatte Deutschland wieder eine Impfpflicht. Und der ehemalige Pharmalobbyist Spahn grinste feist. 

Nebenbei bemerkt: Seit Impfpflicht herrscht ist die Impfbereitschaft der Deutschen drastisch gesunken. 

Jens Spahn: Vom Pharmalobbyisten zum Gesundheitsminister

Wo sind die Zeiten hin, wo es noch als journalistische Tugend galt, für die Schwächeren einzutreten? Wo ist der Geist der "Bittere Pillen" Ära mit ihrem Bestreben, vor Missbrauch zu warnen und über  Nebenwirkungen aufzuklären? 

Nun gilt als erste journalistische Tugend, Vorurteile zu bedienen, staatliche Propaganda zu unterstützen und auf keinen Fall die Marketing Abteilung des eigenen Medien-Unternehmens zu verärgern. 

Masern Sterberisiko vor und nach Einführung der Impfung

Man hätte dem hysterischen Geschrei über die "lebensgefährliche Masern" auch Fakten gegenüberstellen können, die nicht zum Kanon der Impfpropaganda passen, dafür aber die Realität abbilden.
Atmen wir also tief durch, lassen wir die Hysterie hinter uns und schauen wir uns einige Informationen an, die in der Diskussion über Masern selten zur Sprache kommen. 

Aus den USA gibt es von Seiten der Behörden Sterbezahlen für Masern, die bis an den Beginn des 20. Jahrhunderts reichen. Die Sterbekurve fällt bis 1920 auf etwa 10 Masern-Todesfällen pro 100.000 Einwohner ab. Mit den besser werdenden sozialen Verhältnissen, besserer Ernährung und medizinischer Versorgung brechen die Todesfälle bis zum Beginn der 1960er Jahre regelrecht ein auf  0,2 Fälle pro 100.000 Einwohner, das entsprach etwa 400 bis 500 Todesfällen. Oder anders ausgedrückt: einem Todesfall pro 10.000 Masern-Erkrankungen. 
Rückgang der Masern Mortalität in den USA: Erfolg sozialer und hygienischer Verbesserungen

1963 kam der erste Masern Impfstoff in den USA und anschließend auch in Europa auf den Markt. Es handelte sich um einen inaktivierten Impfstoff, der abgetötete Masernviren enthielt. Er erwies sich später als großteils unwirksam und wurde wieder vom Markt genommen. Trotzdem fiel die Sterbekurve weiter ab, wie man in der Nahaufnahme der Kurve (unten) sehen kann. 

1967 wurde die wesentlich wirksamere Masern Lebendimpfung eingeführt. Doch anfangs wurde sie kaum verwendet. Die Impfquote kletterte nur langsam über 50%. Doch die Masern-Sterbekurve fiel weiter rasant ab. Ab 1972 zählten die US-Behörden jährlich rund 20 Masern-Todesfälle - bei rund 3,5 Millionen Kindern pro Jahrgang. 
Schwung in die Impfkampagne kam erst mit der Präsidentschaft von Jimmy Carter. Er gab das Ziel aus, bis zum Jahr 1979 eine Impfquote von 90% zu erreichen. Was dann auch gelang. 
In der Folge reduzierten sich die Masern-Erkrankungen dramatisch. Bei den Todesfällen konnte sich nicht mehr viel reduzieren. Denn die das war schon längst die Talsohle erreicht. Seit den 1980er Jahren traten nur noch vereinzelt Todesfälle auf - und das blieb so bis heute. 
Die Reduktion der Masern-Erkrankungen ist demnach eindeutig eine Folge der wirksamen Lebendimpfung. Die Reduktion der Masern-Todesfälle ist jedoch nicht auf die Impfung, sondern in erster Linie auf die sozialen und hygienischen Verbesserungen im Lauf des 20. Jahrhunderts zurückzuführen. 
Masern ist eine soziale Krankheit: in Entwicklungsländern mit katastrophalen Lebensverhältnissen kann sie heute noch ein schweres Risiko darstellen. Doch dort wo gute Bedingungen herrschen, ist sie weitgehend harmlos. 

In Europa verlief der Rückgang der Masern-Sterbekurve sehr ähnlich wie in den USA, wie diese Graphik mit Daten der französischen Behörden zeigt.
Masern in Frankreich: als die Impfung kommt, ist das Sterberisiko bereits nahe null

Ähnlich entwickelte sich die Lage in Deutschland. Nach Daten des Robert Koch Instituts starben im Jahr 1961 0,33 von 100.000 Westdeutschen an Masern, 1962 waren es 0,25, 1963 dann 0,2 pro 100.000. 
Tod durch Masern zählte demnach bereits vor Einführung der Impfung zu den extrem seltenen Todesfällen. Das Risiko in der Badewanne zu ertrinken, war dreimal so hoch. Das Risiko eines tödlichen Verkehrsunfalls hundert mal höher. 
Die Masern-Impfung war zwar schon ab den 1960er Jahren verfügbar, setzte sich aber erst während der 1980er Jahre bei der Mehrheit der Bevölkerung durch. Als das Sterberisiko beinahe nicht mehr existent war. 
Die traurigen Fälle, die trotzdem alle paar Jahre passieren, wurden dafür medial aufgeblasen und durch alle Gazetten getrieben. Etwa wenn ein Kind an der tödlichen SSPE erkrankte, einer extrem seltenen Komplikation, die angeblich nur nach Ansteckung aber nie nach Impfung auftritt. Obwohl hier wie dort dieselben Viren vorkommen. 
Oder der tragische Fall eines 18 Monate alten Jungen, der 2015 in der Berliner Charite an Masern verstorben ist. Aus dem Umfeld der behandelnden Ärzte drang bald nach außen, dass der Bub einen schweren angeborenen Herzfehler hatte. Ein Sprecher der Klinik bestätigte das nach der erfolgten Obduktion. Der Fall lieferte dennoch die mediale Steilvorlage für die Impfpflicht. 

Teil 2 des Artikels folgt als Filmprojekt. Dazu startet in kürze ein Crowdfunding. Ziel ist es, die Impfpflichten in den Ländern der EU kritisch zu beleuchten. 
Hier ein erster Plakatentwurf für die Kampagne: 





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Mittwoch, 28. Januar 2026

"Kauft nicht bei Russen!" (Kommentar)

Mit dem Verbot der Einfuhr von russischem Gas in die EU ab 2027 wurde die wirtschaftliche Trennung zwischen Europa und Russland faktisch vollzogen. Ungarn und die Slowakei wurden überstimmt. Die Verordnung tritt sofort in kraft. "Kauft nicht bei Russen", wird zur offiziellen europäischen Doktrin. Die Frage, ob Russenhass ein ähnlicher Charakterzug ist wie Antisemitismus wird möglichst ignoriert. - Eine Spurensuche.


Nach dem zweiten Weltkrieg etablierte sich die USA als unumstrittene Führungsmacht des Westens. Dies gelang umso leichter, als die Sowjetunion für die wenigsten attraktiv war und sich perfekt als abschreckendes Beispiel eignete. 

Besonders eng adoptiert wurde Deutschland. Zum einen sollte damit ein Rückfall in finstere Zeiten verhindert werden. Zum anderen ging es darum, Deutschland - als kommende wirtschaftliche Führungsmacht Europas - politisch zu steuern und als Hilfssheriff der USA in Europa zu installieren. Dies unterstreicht auch eine Aussage des SPD-Urgesteins Egon Bahr: "Von Konrad Adenauer bis Helmut Kohl waren alle Bundeskanzler inoffizielle Mitarbeiter des CIA", sagte Bahr - Minister unter Willy Brandt und Helmut Schmidt - in einem 1996 geführten Interview mit der deutschen Presseagentur.

Die Adoption Deutschlands beschränkte sich nicht auf die Politik. Fast alle großen Medien wurden mit Hilfe der USA gegründet und entsprechend auch die Positionen der Herausgeber und Chefredaktionen mit treuen Transatlantikern besetzt. 

Deren Netzwerke durchfluteten bald alle Staaten Europas und mit Gründung der EU natürlich auch die Spitzen der EU. Ohne das grüne Licht der wichtigen transatlantischen Lobbys war keine große Karriere zu machen. Weder in der Politik noch an der Spitze der EU-Behörden - sei es die Arzneimittelbehörde oder der Finanzsektor. 

Dass die USA unter Trump nun eine Europa-kritische Haltung einnimmt, widerlegt diese Darstellung nicht. Denn was Trump und sein Kabinett irritieren, ist höchstens, dass die Mehrzahl der US-Vasallen von demokratischen Verbindungsleuten angeworben wurden. Sobald das großräumig auf republikanisch umgefärbt ist, wird diesbezüglich wieder alles im Lot sein. Die in letztere Zeit immer deutlicher werdende Hinwendung der AfD zum Trump Lager zeigt, dass die Rekrutierung bereits läuft. 

In der strategischen Grundausrichtung ist zwischen den beiden Parteien ohnehin wenig Unterschied. Biden hasste Nord Stream genauso wie Trump. Weil es im US-Interesse ist, die Europäer von Russland abzuschneiden und stattdessen das eigene Fracking Gas zum dreifachen Preis zu verkaufen. 

Friendly Fire 

Ohne die vollständige Übernahme und Steuerung Europas - sowohl politisch als auch medial - wären viele Aktionen der jüngeren Vergangenheit nicht denkbar. Während der Covid-Jahre konnten WHO, Finanzindustrie und Pharma ungestört durchregieren. Niemand störte sich groß daran, dass die SARS Cov-2 Viren aus der militärischen Biowaffen-Forschung der USA stammten. Sie hatten zwar Millionen Menschen getötet - aber das war friendly fire. Das kann schon mal passieren. 

Die Finanzindustrie brachte die Idee auf, die notleidende Wirtschaft mit Helikopter-Money zu unterstützen. Blackrock hat entsprechende Inspiration noch heute auf seiner Webseite stehen. Die nächste Krise sollte "mittels unkonventioneller Geldpolitik zu einer beispiellosen politischen Koordinierung genutzt werden". Um in der Folge eine Inflation auszulösen. Damit endlich die verhasste Null-Zins Phase ein Ende hätte. Und so geschah es

Auch hier gab es kein Zögern. Sobald der Befehl kam, wurde von der Politik Steuergeld verteilt, als gäbe es kein Morgen. 

70 Jahre antirussische Erziehung

Wie leicht es fiel, nach den schweren Fehlern der Covid-Zeit auf den Ukraine-Krieg umzuschwenken und hier gleich noch schwerere Fehler zu begehen, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Unter dem Hurrah Gebrüll der Medienmeute ging es nun gegen Russland, den alten Feind. 70 Jahre antirussische Erziehung durch die Amerikaner, durch Hollywood und die eigenen Familientraumata aus dem 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit boten das ideale Unterfutter. 

Dass die Russen immer schon ultraböse waren, das musste man der Bevölkerung nicht lange eintrichtern, das fiel auf fruchtbaren Boden. 

Und jegliche Verantwortung zur halbwegs objektiven Information, zur historischen Recherche - oder zumindest der Erinnerung an die historische Schuld Millionen getöteter Russen während der Kriegszeiten. Das alles war schwupps vergessen. Das Bildungssystem hat spektakulär versagt.

Für Antisemitismus gibt es Paragrafen und eigene Regierungs-Beauftragte. Für Russenhass hingegen öffentlichen Applaus. 

Als Beispiel sei nur der Fall der ehemaligen österreichischen Außenministerin Karin Kneissl erwähnt. Sie hatte Wladimir Putin privat zu ihrer Hochzeit eingeladen. Mehr brauchte sie nicht. Seither war sie der Lieblings-Watschenbaum der Qualitätsmedien. Kneissl sah sich gezwungen, nach Russland auszuwandern und lebt heute in St. Petersburg, wo sie auf die "menschlichen Hyänen" aus ihrer Ex-Heimat schimpft. 

Worauf nun Politiker der Neos öffentlichkeitswirksam fordern, Kneissl die österreichische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Keine Gnade für Russenfreunde!


Und folgerichtig wird nun von Seiten unserer genialen EU-Kommission das endgültige Verbot aller Energieimporte aus Russland ab dem Jahr 2027 verkündet. Es hat schon eine gewisse Chuzpe, so etwas ausgerechnet in der kältesten Phase des Winters durchzuziehen, während die Speicherstände bei Gas auf ein gefährlich niedriges Level abfallen und der Gaspreis an der Börse gerade explodiert. Wieder einmal liefert Brüssel perfekte Wahlwerbung für alle EU-kritischen Parteien. Ungarn und die Slowakei schäumen. Aber die wichtigen Länder ziehen das durch. 

Und die Medien legen nach. Immer mehr Politiker und Journalisten fordern, dass es damit noch nicht genug ist. Jeglicher Handel mit Russland muss unterbunden werden. Investigative Recherchen des ARD-Magazins Monitor widmen sich der Frage, ob eventuell deutsche Firmen am Wiederaufbau von Mariupol beteiligt sind. Auf Baggern stehen deutsche Firmennamen. Ebenso auf Dämmstoffen, auf Zementsäcken. Skandal! Der CDU-Sicherheitsexperte Nico Lange forderte folgerichtig, dass "alle Schiffe der russischen Schattenflotte gestoppt werden". Egal unter welcher Flagge sie fahren, egal, was sie geladen haben. Wer einen russischen Hafen angefahren hat, gilt als feindlich. Und Völkerrecht ist sowieso etwas für Weicheier.

Eine Brandmauer der Schande

Wladimir Putin ist mehrfach in die Offensive gegangen: „Von Nord Stream 2 ist noch ein Rohr übrig, es ist nicht beschädigt und kann 27,5 Billionen Kubikmeter Gas liefern", bot er an. "Es bedarf nur einer Entscheidung der deutschen Regierung heute – und morgen drehen wir den Hahn auf. Aber sie treffen diese Entscheidung nicht, weil Washington Nein sagt.“

So ist es. Und so soll es offensichtlich auch weiterhin sein.

Alle rätseln über den Aufstieg von AfD, FPÖ, Front National und sonstiger populistischer Rechtsparteien. Schuld sei die Neidgesellschaft, heißt es. Die Ressentiments der Abgehängten. Der Fremdenhass.

Die wenigsten erkennen die wirklichen Ursachen für diese Massenbewegung: Dass die bislang mächtigen politischen Parteien sich zusammen drängen ließen in den Einheitsbrei - ununterscheidbar wurden und alle Positionen übernahmen, die ihnen aus ihren Transatlantik-Kanälen zugeflüstert wurden. Niemand im Fußvolk merkte, dass sich an der Spitze Lobbyisten breit gemacht hatten. Leute, denen nicht ihr Wählerauftrag als Verpflichtung galt, sondern die Verträge, die sie mit ihren wirklichen Bossen, ihren Karriere-Schmieden abgeschlossen haben. 

Kohl und Adenauer mögen CIA-Agenten gewesen sein. Aber derartig konturlose widerspruchsfreie Vasallen, wie sie nun am Ruder sind, waren sie sicherlich nicht. 

Es gab nur eine Haltung zu Covid, nur eine Haltung zum Ukrainekrieg. Und das war die einzig richtige Haltung. 

Alle Parteien versammelten sich in einem winzigen Meinungseck und errichteten Brandmauern - nicht gegenüber AfD oder FPÖ, wie sie selbst glaubten - sondern gegen Logik, gegen rationales Handeln, gegen eigenständiges Denken, wirtschaftliche Vernunft und die Liebe der Menschen zum Frieden.


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Donnerstag, 6. März 2025

Die EU-Ritter der Kokosnuss meistern die nächste Krise

Seit fünf Jahren stürzt sich Europa - und damit Deutschland und Österreich - in jede Katastrophe, die sich anbietet. Die Resultate ähneln dem berühmten Schwertkampf in Monty Pythons "Ritter der Kokosnuss", wo dem 'Schwarzen Ritter' die linke Hand abgeschlagen wird. Trotzdem kämpft er weiter: "Das ist nur ein Kratzer, du Feigling!" Er verliert auch noch die rechte Hand und gibt dem Gegner einen Fußtritt. Erst als ihm die Beine abgeschlagen werden, gibt er schimpfend nach. "Na gut, einigen wir uns auf unentschieden."

Jedes Mal gab es Warnungen zur Genüge. Doch wie ein ferngesteuerter Schlafwandler blieb Europa auf Kurs. Realitätsverweigerung ist mittlerweile offizielle Politik. 

Der Irrsinn begann in der Covid-Zeit, als alles dem Virus untergeordnet wurde. Die Anweisungen kamen von internationalen Pandemie-Experten wie Bill Gates und seinem ausgezeichnet vernetzten Milliardärs-Club rund um die gekaperte WHO. Und die in Angst und Schrecken versetzten Politiker gehorchten. Grundrechte wurden außer Kraft gesetzt. Die Geld-Druckpressen der Notenbanken liefen heiß. In irrem Ausmaß wurde Helikopter-Geld verteilt - hauptsächlich an die Klientel der Regierenden. Billionen flossen in den Test-Wahnsinn sowie die neuen mRNA-Impfungen. Denn nur sie konnten die Pandemie stoppen. 

Dieses war der erste Streich

Die Pandemie endete schließlich, nachdem alle Menschen mindestens eine Covid-Infektion durchgemacht hatten und sich eine natürliche Herden-Immunität bildete. Ob die Impfungen überhaupt einen Nutzen hatten, bleibt fraglich, zumal die Behörden dazu übergingen, den Medien nicht mehr die realen Zahlen zu melden, sondern ihre Berichte so ausrichteten, wie es den Regierenden gefiel. Auch dies war eine Premiere der Covid-Zeit: erstmals konnte man den Behörden generell nicht mehr trauen. 

Der Mittelstand wurde Almosen-Empfänger, die großen Plattformen wie Amazon sowie die Internet und Social Media Monopolisten machten Umsatzrekorde. Allesamt US-Konzerne.

Schließlich ergab sich als Folge der unendlichen Geldvermehrung die logische Folge: Inflation setzte ein und löste die langjährige - von der Finanzwirtschaft gehasste - Nullzins-Phase ab. 

In Politik und Medien wurden alle Zusammenhänge ignoriert. Die Pandemie sei dank der klugen Strategie gemeistert worden. mRNA Impfungen gelten nach wie vor als Zukunftshoffnung statt als Betriebsunfall. Und die Inflation wird uns als eine Art Naturkatastrophe dargestellt, die über uns hereinbrach wie ein Erdbeben. 


Rüstungs- und Energiekonzerne ziehen nach

Das setzte sich fort mit dem Ukrainekrieg, dem eine mehr als 10 Jahre andauernde Radikalisierung voran ging. Die USA investierte Milliarden aus allen möglichen Geheimdienst-Kanälen in die Instrumentalisierung der Ukraine als Spaltkeil zwischen Russland und Europa. Mit Hilfe der NATO-Fessel und einer EU-Führungsclique  die ihre Karriere ihrer nicht öffentlich deklarierten Mitgliedschaft in transatlantischen Netzwerken verdankt, wurde Europa in die Russland-Sanktionen getrieben. Nicht mal offene terroristische Aktionen wie die Sprengung der Nordstream Pipelines konnte der Nibelungentreue der europäischen Vasallen etwas anhaben. Der Energiekrieg eskalierte vollends.

Der Gaspreis schoss ungezügelt in die Höhe und dank dem genialen "Merit-Order-Prinzip", wonach die teuerste Energiesparte den Preis bestimmt, zogen Strom und Öl rasch nach. Ein Liter Treibstoff kostete an den Zapfsäulen mehr als 2 Euro, die Strompreis verdoppelte sich. 

Und alles zusammen befeuerte den weiteren Anstieg der Inflation. 

Nach Amazon, Google & Co., der Pharma-Wirtschaft und dem Finanzwesen schlossen sich nun auch die Rüstungs- und Energiekonzerne dem großen Umverteilungsspiel der Steuergelder in Richtung globalisierter Hochfinanz an.



Rätsel über Rätsel

Und wieder wurde in den Parlamentsdebatten und Talkshows gerätselt, was hier eigentlich passiert. Und welches Unglück so plötzlich über uns herein gebrochen ist. Putin war schuld. Das war klar. 

Doch was sind die genauen Gründe für die massive Abfolge von Konkursen in der europäischen Wirtschaft? Wie hält man die De-Industrialisierung auf? Wann kommt endlich wieder Wachstum und Aufschwung? 

Rätsel über Rätsel. Über Wirtschaft wurde ähnlich schicksalsergeben diskutiert wie über eine monatelange Dürrephase. 

Und die maroden - von Regierungsinseraten und Presseförderung abhängigen - Medien gaben brav und ohne jegliche kritische Recherche überall ihren konformistischen Senf dazu. 

Und nun - die Hände sind bereits abgeschlagen - stehen wir da. Immerhin stehen wir noch. Aber jetzt ist die  nächste - vollständig alternativlose - Heldentat an der Reihe. 




Mit Applaus und Anfeuerung in den Abgrund

Wir müssen Europa maximal aufrüsten und die Ukraine gleich mit! Zunächst braucht es 800 Milliarden Euro, vielleicht aber auch noch viel mehr. Jetzt gehts um alles, sagt Frankreichs Macron. Koste es was es wolle. Denn sonst greift Russland weiter und immer weiter an. Frankreich und ganz Europa ist bedroht. 

So sieht es auch Friedrich Merz, der mit allerlei dreisten Lügen ("die Schuldenbremse bleibt!") seinen Wahlkampf bestritten hat, und nun endlich den Held spielen darf, der er eigentlich immer schon war. 

Es geht voran, voran, voran.

Der Ukrainekrieg wird verlängert. Europas Wirtschaft auf Kriegswirtschaft umgestellt, die restliche Wirtschaft geht den Bach hinab. 

Wir leiten eine große Phase des Niedergangs und der Armut ein. Und von überall hört man Applaus und Anfeuerung. 


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Dienstag, 28. Januar 2025

Der talentierte Herr Drosten

 John Ratcliffe, der neue CIA-Chef, gab in seiner ersten Amtshandlung bekannt, dass die SARS CoV-2 Viren mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Labor stammen. Dass sie also absichtlich von Wissenschaftlern im Rahmen der so genannten 'Gain of Function' Forschung fabriziert worden sind. Zeitgleich schwenkte auch Deutschlands Obervirologe Christian Drosten in Richtung Laborherkunft um. Bei SARS-1 habe China den natürlichen Ursprung  dieser Viren eindeutig nachgewiesen, erzählte Drosten. Das dauere nun aber schon zu lange. „Je mehr Zeit vergeht, desto skeptischer werde ich", sagte Drosten im Interview mit der taz
"Drostens Positionen mutieren schneller als das Virus", kommentierte das die 'Welt'-Redakteurin Elke Bodderas auf X


2020 hatte Drosten die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus aus dem Labor kommt, noch kategorisch ausgeschlossen und es - gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern - in einem offenen Brief im Journal 'Lancet' als "Verschwörungstheorie" bezeichnet. Besonders originell war dabei, dass einige der Unterzeichner des Lancet Briefs im dringenden Verdacht stehen, dass sie an der Entwicklung der Viren beteiligt waren. Beispielsweise Peter Daszak, der über seine 'Eco-Health Alliance' die nötigen Forschungsgelder beigesteuert hat. 

Auch Drosten selbst gehörte zu den öffentlichen Verteidigern der  gefährlichen Experimente. Der Ausdruck 'Gain of Function' bezeichnet den  Versuch, Viren mit Hilfe gentechnischer Eingriffe gefährlicher zu machen, also ihnen beispielsweise jene Proteine einzubauen, die das Virus braucht, um auch Menschen zu infizieren. Das sei nötig, weil sich Viren auch durch Mutationen selbst radikalisieren können, argumentieren die Befürworter. Und darauf will man vorbereitet sein. 

Die Gegner dieser gefährlichen Labor-Experimente sehen das als Ausrede und gehen davon aus, dass es sich bei 'Gain of Function' vorwiegend um Biowaffen-Forschung der Militärs handelt. Denn natürlich wären krank machende Viren, die statt Fledermäuse plötzlich auch Menschen befallen, eine potente Waffe, die gegnerischen Mächten schweren personellen und wirtschaftlichen Schaden zufügt. 

Moderna - eine Gründung der US-Militärs?

Deshalb wird 'Gain of Function' Forschung meist gemeinsam mit der Entwicklung von Impfstoffen betrieben, welche die eigenen Soldaten bzw. die eigene Bevölkerung schützen sollen. Lange schon besteht der Verdacht, dass es sich z.B. beim Konzern Moderna, wo bereits parallel zu den Experimenten in Wuhan an entsprechenden Impfstoffen geforscht wurde, um eine Firma handelt, die dem US-Militär sehr nahe steht. Wie konkret hier der Zusammenhang ist, wäre noch aufzuklären.  

Der Gesinnungswandel von Christian Drosten deutet an, dass er damit rechnet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Labor-Herkunft endgültig bewiesen wird. Deshalb rückt er rechtzeitig von seiner Position ab, bevor er selbst ins Zentrum der weiteren Recherchen gerät. 

Denn das ist nun zu erwarten: Ohne Drostens Ruck-Zuck-PCR-Tests, die er angeblich ohne internes Vorwissen und mit viel Glück binnen weniger Tage entwickelt hat, wäre es nicht gelungen, die Welt mit einer derart umfassenden Viren-Hysterie zu überziehen. 

Vielleicht war das ja die Rolle, die dem talentierten Herrn Drosten im internen Planspiel der Pandemie zugewiesen war. 

Untauglicher PCR-Test garantiert mediale Aufmerksamkeit

Ein Indiz dafür ist die von Drosten für den Test vorgeschlagene Zyklusschwelle (Ct-Wert). Sie bezeichnet die Umläufe der PCR-Tests, bei denen das identifizierte Genmaterial jeweils verdoppelt wird. Bei 25 Umläufen liegt die Genauigkeit des Tests bei etwa 75%. Je höher der Ct Wert, desto ungenauer ist der Test und desto höher ist das Risiko falsch positiver Resultate. Bei einem Ct-Wert von 35 sinkt die Genauigkeit auf weniger als 3%. 

Christian Drosten hatte für seinen PCR-Test jedoch einen Ct-Wert von 45 vorgesehen. 

"Ein Analyseergebnis mit einem Ct-Wert von 45 ist wissenschaftlich und diagnostisch absolut bedeutungslos", heißt es in einem Gutachten zu Drostens Vorgangsweise. 

Klar ist jedoch, dass Drostens Test dazu diente, möglichst viele positive Resultate zu liefern und damit in der ersten Phase der Pandemie die höchste mediale Aufmerksamkeit zu garantieren.

Dass Christian Drosten beim Ct-Wert ein Missgeschick passiert ist, als er den weltweit ersten Test zu den brandneuen Viren gebastelt hat, ist eher unwahrscheinlich. Dass es eine gute Idee wäre, ihn bei weiteren Ermittlungen zum Ursprung der Viren als Mitwisser und Verdächtigen zu behandeln, liegt hingegen auf der Hand.


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Samstag, 4. Januar 2025

Wir brauchen weder Egoisten noch Glaubenskrieger, sondern Diener des Staates (Kommentar)

Die österreichischen Koalitionsverhandlungen sind unter anderem daran gescheitert, dass der Wunsch der NEOS, das Pensionsalter anzuheben, überraschenderweise von den Pensionisten-Parteien ÖVP und SPÖ abgelehnt worden ist. Insgesamt waren die Verhandlungen bisher ein großes Brainstorming, wo überall eingespart werden könnte und welche neuen Einnahmen man generieren könnte, um das riesige Budgetdefizit halbwegs in den Griff zu kriegen. Das Grundproblem wird dabei aber übersehen. 


Wer löffelt die Suppe aus, die uns in den letzten Jahren eingebrockt wurde? (Foto: Krone)


Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer sagte heute im ORF-Interview, dass es vielen Leuten gefallen hat, dass sie im Zuge der Corona- und Energiekrise staatliche Geschenke erhalten haben. Aber das sei nun nicht mehr leistbar. 
Ich denke, dass hier der entscheidende Punkt liegt. Aber verkehrt herum. Denn schuld sind sicherlich nicht die Beschenkten. Das Problem besteht in Politikern, die mit Steuergeld herumwarfen und sich als Weihnachtsmänner und -frauen inszeniert haben als gäbe es kein Morgen. 

Diese Grundhaltung gab es schon vor COVID. Und sie ist mit Beginn der Pandemie vollständig ausgeartet, als wichtige internationale Institutionen, sowie die Führung der EU die große finanzielle Gießkanne gepredigt haben und die Gelddruckmaschinen der Notenbanken 24 Stunden durchliefen. 
Da gabs gar kein Halten mehr und Politiker, die für derartige Aktionen immer schon anfällig waren, sind vollständig ausgezuckt. Als hätten sie die Erlaubnis bekommen, fortan mit der goldenen Kreditkarte der Eltern ohne Limit einkaufen zu gehen und alle Freunde und Bekannten zu beglücken.

Dass die COVID- und gleich darauf die Energiekrise - im Auftrag der internationalen Finanzindustrie - absichtlich genutzt wurde, um eine Inflation zu inszenieren und der ungeliebten Nullzins-Politik ein Ende zu machen, haben wahrscheinlich die wenigsten Politiker verstanden. So wie auch die Hintergründe des Ukraine-Kriegs nie aufgeklärt oder öffentlich erörtert wurden. Allem voran die strategischen Interessen der USA an einer dauerhaften politischen und wirtschaftlichen Trennung Europas von Russland. Um das zu verstehen und den Menschen nahe zu bringen, hätte es unabhängige kritische Medien gebraucht, die wir aus verschiedenen Gründen nicht haben. 

Es braucht in Wahrheit keine Erhöhung des Pensionsalters und auch sonst keine weitere Aufblähung der Steuern und Abgaben. Die sind jetzt schon viel zu hoch.  
Was es bräuchte, wären Politiker, die sich als Dienstleister an der Bevölkerung verstehen. An der gesamten Bevölkerung - nicht nur ihrer eigenen Klientel. Politiker, die von der Bevölkerung gewählt sind und ihr - gut bezahltes - Amt als Verpflichtung verstehen, dafür als Gegenleistung erstklassige Arbeit zu leisten. Dann gäbe es auch in Österreich häufiger Volksabstimmungen zu wichtigen Fragen - und einen Mehrwertsteuersatz von 8% statt 20%. So wie in der Schweiz. 

Was stattdessen bei uns im Parlament sitzt, sind zu einem hohen Anteil Lobbyisten, die von Interessensgruppen in ihre Position gehoben wurden und denen sie verpflichtet sind. Politiker, die für ihre Zukunft - nach der Politik - arbeiten und sich darauf durch Anbiederung an die Industrie oder sonstige Lobbys vorbereiten. Politiker, die man mieten und kaufen kann. 
Neben den egoistisch für ihren finanziellen Vorteil agierenden Apparatschiks gibt es die zweite Gruppe der Überzeugungstäter, die auf Grund einer persönlichen Agenda in die Politik gegangen sind. Deren Antrieb sind moralische oder soziale Prinzipien, die sie mit aller Kraft und möglichst rasch umsetzen wollen. Das können die Klimaziele ebenso sein wie das arbeitslose Grundeinkommen oder die Aufrüstung der Ukraine bis zum Endziel der Niederlage Russlands. Ihren Antrieb beziehen diese Personen aus persönlichen Einstellungen - ihre Macht aus Netzwerken, welche von diesen Interessen profitieren. 

Beiden Gruppierungen ist gemein, dass es ihnen nie um die gesamte Bevölkerung des Landes geht. Im Gegenteil: bestimmte Gruppierungen lehnen sie vehement ab, betrachten einen Teil der eigenen Bevölkerung als Feinde und Gegner. 
Eine generelle Pro-Österreich Haltung ist ihnen fremd. 
Dies ist das Grundproblem unserer Politik. Längere Arbeitszeiten für die Menschen oder weitere Steuererhöhungen würden diese schädliche Mentalität nur verstärken. 

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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. 
Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage. Eine Übersicht zu den aktuellen öffentlichen Auftritten, Vorträgen oder Filmvorführungen finden sich hier

Dienstag, 19. November 2024

Long Covid Studie erfolglos beendet

Mit großen Hoffnungen haben viele betroffene Patienten eine Studie verfolgt, in der ein Medikament gegen eine Autoimmunerkrankung getestet wurde. Es handelt sich um den Wirkstoff mit dem Kürzel "BC-007", der in der Lage ist, Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren zu neutralisieren. Die Frage, die in den Studien geprüft werden sollte, war, ob sich dadurch eine Besserung der Symptome der Patienten ergibt. Die Symptome gleichen jenen von CFS/ME - dem chronischen Müdigkeitssyndrom.
 
Ursprünglich wurden die gefährlichen Antikörper vor allem bei Impfschäden gefunden

Die Firma 'Berlin Cures', die den Wirkstoff herstellt und die Studie durchgeführt hat, teilte vor einigen Tagen auf ihrer Webseite mit, dass die Teilnehmer der Studiengruppe keine besseren Ergebnisse erzielt haben als jene der Placebogruppe.
"Weitere detaillierte Analysen wurden nicht durchgeführt," heißt es. "Aufgrund finanzieller Engpässe war die Berlin Cures GmbH gezwungen, alle Aktivitäten einzustellen."
 
Ich verfolge diese Angelegenheit schon seit 8 Jahren. Damals recherchierte ich zu meinem Film "Unter die Haut" zu Impfschäden, die nach der HPV-Impfung aufgetreten sind. Der dänische Wissenschaftler Jesper Mehlsen hatte hunderte betroffene Frauen und Mädchen untersucht, die nach der Impfung nicht mehr in der Lage waren, ihr normales Leben weiter zu führen. Viele waren schwer geschädigt und konnten kaum noch das Bett verlassen. Und die Mehrzahl dieser Patientinnen waren positiv auf die oben erwähnten Autoantikörper.
 
Die Firma war finanziell nicht in der Lage, eine eigene Studie zu finanzieren. Doch dann kam COVID-19 und auch hier hatten viele Impfgeschädigte dieselben Antikörper im Blut. Auch bei Long-COVID Patienten fanden sich bei etwa jedem dritten solche Antikörper. Deutsche Ärzte forderten eine Studie und Gesundheitsminister Karl Lauterbach gab Forschungsgelder dafür frei. Die Studie war allerdings nur für Long COVID Patienten zugänglich. Nicht für impfgeschädigte.
Ich habe damals einen Vorstand von Berlin Cures für ein Interview telefonisch erreicht und fragte ihn, was es mit dieser Einschränkung auf sich hat. Er antwortete, dass klinische Studien sehr teuer seien und sie auf Fördermittel angewiesen sind. "Und weil Impfschäden kein gutes Image haben, schrieben wir unsere Förderanträge für Long Covid."

Long Covid ist ein Sammelsurium verschiedenster Symptome - viele davon mit psychosomatischer Komponente. Kann es an dieser Beschränkung liegen, dass die Studie keinen Erfolg zeigte? Man wird es wohl nie erfahren, denn gegen die Herstellerfirma 'Berlin Cures' wurde nun ein Konkursverfahren eingeleitet.

Mittwoch, 13. November 2024

Teure Energie: Das Spiel der Lobbys

In den letzten vier Jahren hat sich unser politisches und wirtschaftliches Umfeld in einem gewaltigen Ausmaß verändert. Die Covid-Pandemie ist über die Grundrechte der Bürger gefegt wie ein Flächenbrand. Eine massive Inflation hat die lange Phase der Nullzins-Politik abgelöst. Energiepreise haben sich vervielfacht. Und alle Länder betreiben Aufrüstung - als gelte es, möglichst rasch den 3. Weltkrieg zu starten. Immer mehr Indizien belegen, dass es sich hierbei nicht um Entwicklungen handelt, die zufällig über uns gekommen sind. Stattdessen zeigen sie eine Trendwende an: Die Geschicke der westlichen Demokratien werden nicht mehr vom Willen der Bevölkerung und der lokalen Politik, sondern von übermächtigen Konzernlobbys bestimmt.

Die Strompreise spielen derzeit wieder vollkommen verrückt. In Österreich liegt der durchschnittliche Börsenpreis für eine Kilowattstunde heute bei 27,5 Cent - mit Tagesspitzen von 49,5 Cent. In Deutschland gings gestern rauf auf 38 Cent, heute auf 27 Cent. 

Ich suche in meiner Buchhaltung nach den Stromabrechnungen vor der Pandemie und finde die Jahresabrechnung unseres damaligen Stromversorgers 'Maxenergy'. Im Durchschnitt der Saison 2018/19 lag der Preis bei - heute unvorstellbaren - 4,48 Cent pro Kilowattstunde, inklusive Steuern. 

Es war einmal: ein durchschnittlicher Energie-Arbeitspreis von 3,82 Ct/kWh (4,48 Ct. incl Steuer)

In der Saison 2019/20 lag der Durchschnittspreis bei 5,82 Ct/kWh (6,86 Ct. incl. Steuer).

Ab der zweiten Jahreshälfte 2021 stiegen die Energiepreise merkbar an. Richtig aus dem Ruder lief der Höhenflug nach den Sanktionen gegen Russland ab März 2022. Zunächst hob der Gaspreis ab und zog anschließend alle anderen Energiepreise mit. Auslöser der Kettenreaktion war das so genannte 'Merit Order Prinzip', wonach sich die Energiepreise stets an der teuersten Energieform orientieren. Die Preise für Strom, Öl, Pellets, Brennholz, etc. vervielfachten sich. Der "freie Markt" hatte sich mit dem Merit Prinzip demnach ein Tool geschaffen, das jegliche Krise finanziell belohnt. Und Krisen gab es genug. 

Der Anbieter Maxenergy kündigte uns in der Folge den Vertrag, weil seine Preise aus marktwirtschaftlicher Sicht viel zu niedrig waren. Wir mussten in einer Zeit, wo die Auswahl gering war, wechseln und wählten die niederösterreichische Landesgesellschaft EVN. Hier lag der Energie-Arbeitspreis  im November 2022 beim Zehnfachen des alten Max-Tarifs von 2019, nämlich bei 46 Cent brutto. Und stieg 2023 auf mehr als 55 Cent an. 

Damals wurde von der Politik ein Netz an diversen Stromkostenzuschüssen geschaffen, um den Schock der Strom-Kunden etwas zu dämpfen, bzw. den Überblick über den tatsächlichen Preisanstieg zu erschweren.

Übersicht der Strompreise von Eurostat (incl. Netzgebühren und Steuern)

Das neue Energiepreis-Nivau

Nun sieht es so aus, als seien wir in der krassen neuen Energie-Realität angekommen. Zumal die meisten staatlichen Zuschüsse - etwa die Stromkostenbremse - auslaufen. Der budgetäre Spielraum ist längst ausgeschöpft, die Konjunkturprognosen extrem schlecht. Eben wegen der hohen Energiepreise, welche in Deutschland und Österreich die Wirtschaft belasten. 

Konzerne sperren inländische Produktionsbetriebe zu und wandern in Länder mit deutlich niedrigeren Energiepreisen ab. 

Beispielsweise in die USA, wo es nach wie vor Energie im Überfluss zu günstigen Preisen gibt. Die USA war es auch, welche die EU 2022 nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs zu Sanktionen gegen Russland gedrängt hatte. Mit der Sprengung der Nordstream Gaspipelines wurde der Energieaustausch zwischen Russland sowie Deutschland und Österreich – die ÖMV war auch Mitbetreiber und Finanzier der Nordstream Pipelines – noch einmal nachhaltig gestört. 

Nun plant Deutschland den Bau von drei weiteren LNG-Terminals, um dort Flüssiggas einleiten zu können. Darunter auch von Tankern aus den USA, wo Gas vorwiegend mit Hilfe der problematischen Fracking-Methode gewonnen wird. Den Aufwand für den Bau der Terminals - ca. eine Milliarde Euro pro Anlage - trägt natürlich Deutschland. Der Gewinn geht nach Übersee. 

Doch auch für die hiesigen Energiekonzerne kam die Situation einem warmen Geldregen gleich. Der österreichische VERBUND freute sich 2023 über einen bisher noch nie da gewesenen Rekord-Gewinn von 2,6 Milliarden Euro. Die Dividenden flossen in fast allen Energieunternehmen reichlich. 

Auch in Deutschland feiert die Branche ihre Bilanzzahlen. Das Unternehmen RWE meldete ein Nettoergebnis von 4,5 Mia. Euro. Der Energieriese Vattenfall Deutschland erreichte 2023 den höchsten Umsatz seiner Geschichte und lag mit 31,3 Milliarden Euro beim dreifachen Ergebnis wie 2020 (10,26 Mia).


Netzgebühren verdoppeln sich

Und nun kommt die nächste Strompreis-Erhöhung auf uns zu. Diesmal betrifft es die Netzgebühren. Sie werden in Österreich mit Jahresbeginn 2025 um durchschnittlich 23 Prozent steigen. Schon jetzt machen die diversen Gebühren rund 50% einer durchschnittlichen Stromrechnung aus. Die restlichen 50% ergeben sich durch den tatsächlichen Stromverbrauch. 

Die Arbeiterkammer warnt, dass dieser Anstieg nur den Beginn einer Kostenlawine darstellt. Bis 2030 werden sich - nach deren Prognose - die Netzkosten glatt verdoppeln. 

Grund dafür ist der Investitionsbedarf auf Grund der Energiewende. Tausende von Photovolatik-Anlagen machen eine General-Überholung der Netze notwendig. Und statt diese aus den Gewinnen der letzten Jahre zu bezahlen, greift man offensichtlich lieber auf die Geldbörse der Stromkunden zurück.


Die selbst gebastelte Inflation

Wer denkt, dass die Situation, in der wir uns derzeit befinden, wie Naturkatastrophen auf uns zukamen, die vom Zufall bestimmt waren, irrt gewaltig. 

Jahrelang hatte sich in der internationalen Finanzbranche Unmut über die nicht enden wollende Nullzins-Phase angestaut. Der Gigant Blackrock - mit einem verwalteten Vermögen von 8.600 Milliarden US-Dollar der weltgrößte Investmentfonds - riet deshalb im August 2019 im Anschluss an eine Konferenz des internationalen Finanzwesens zu 'unkonventionellen Maßnahmen'. Unter anderem sollte 'die nächste Krise' dafür genutzt werden, massenhaft Geld in den Ländern zu verteilen. Dieses so genannte 'Helicopter Money' sollte frisch gedruckt und den Wirtschaftsbetrieben im Land mehr oder weniger aufgedrängt werden. Damit, so die Finanzstrategen im Blackrock-Papier, könnte eine Inflation angezettelt werden, welche die Nullzins-Politik für längere Zeit beendet. 

Und siehe da, gerade mal sechs Monate später war es soweit. Die Covid-Pandemie brach aus und lief nach den gut eingeübten Pandemie-Vorsorgeplänen ab. Bald wurden auch die 'unkonventionellen Maßnahmen' umgesetzt: Die Gelddruck-Pressen der Notenbanken liefen 24 Stunden im Dauerbetrieb. Die Politik inszenierte sich als Big Spender und Milliarden an Helicopter Money fluteten die Wirtschaft. 

Es kam wie prognostiziert, die Inflation setzte ein, die Zinsen stiegen und mit ihnen auch die Gewinne von Banken und Finanzsektor. 


Rüstungs- und Energiekonzerne als Kriegs-Profiteure

Finanz und Pharma waren demnach die größten Gewinner infolge  der Covid-Pandemie. Mit der Ukraine-Krise waren schließlich die nächsten Branchen dran: Rüstungs- und Energiekonzerne. 

Diese vier Branchen sind die hauptsächlichen Finanziers der beiden politischen Parteien in den USA. Ohne deren Millionenspenden wäre kein erfolgreicher Wahlkampf möglich. Sie beschäftigen ein Heer aus zehntausenden Lobbyisten, welche die Politik umschwärmen und versuchen, die Ziele der Konzerne durchzusetzen. Dabei erinnern sie an die Versprechen, die an die Spenden geknüpft waren. Denn nach den Wahlen muss die Politik zurückzahlen und die Interessen der Geldgeber bedienen. 

Unzählige Multiplikatoren sorgen dafür, dass die Botschaft ankommt und über die Medien weltweit verteilt wird. Dafür sorgen einflussreiche Nachrichtenagenturen, von denen halb Europa abschreibt, sowie ein Medien-Netzwerk, das als 'Atlantikbrücke' fungiert und US-Interessen mit Vehemenz in Europa durchsetzt. 

Über Jahrzehnte wurde in den liberalen Demokratien verabsäumt, die Macht und das ungezügelte Wachstum dieser multinationalen Konzerne zu beschränken. Niemand ist heute noch in der Lage oder Willens, deren Umtriebe zu kontrollieren. Ab und zu kommt es zu einer Finanzstrafe für einen Internet-Riesen, eine Steuer-Nachzahlung für Amazon oder eine gerichtliche Verurteilung für einen Pharma-Konzern. Doch sind diese Aktionen meist nur Schauspiel, um den Bürgern vorzugaukeln, dass die demokratischen Institutionen noch aktiv sind. Es bleibt bloße Symbolik. 

Denn die Konzerne haben sich längst zu monströsen Parasiten entwickelt, welche den Wohlstand der Länder absaugen. Alles was zählt, ist deren Konzern-interne Logik, die sich ausschließlich an Profit orientiert und ohne Moral auskommt. Sehr viel Moral wird dagegen über Marketing-, Propaganda- und mediale Zerstreuung verbreitet, um den Anschein der 'alten Welt' mit ihren Prinzipien von Freiheit und Gerechtigkeit zumindest in der Fantasie weiter aufrecht zu halten. 

Und in den Thinktanks werden inzwischen bereits die nächsten Akte des laufenden Welttheaters angedacht. Soll es wieder eine Pandemie sein oder besser ein zusätzlicher militärischer Konflikt? Wie leitet man die Milliarden-Investitionen in den Klimaschutz am besten in die eigenen Kanäle? Und wie werden die letzten Hindernisse demokratischer Einmischung und Kontrolle im Ansatz zerstört...


PS: Mein neues Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten" habe ich geschrieben, um im Dschungel des Impfwesens Orientierung zu geben und wichtige Fakten für eine informierte Entscheidungsfindung zu liefern. 

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Dienstag, 20. August 2024

Der gesundheitliche Absturz einer Impf-Lobbyistin

Wie ist das, wenn man jahrelang Impfungen aggressiv - und auch lukrativ bewirbt - und dann an einer möglichen Impffolge leidet? Die Ärztin, Homöopathie-Gegnerin und Impf-Lobbyistin Natalie Grams ist an ME/CFS erkrankt und hat nun darüber ein Buch veröffentlicht.

Natalie Grams postete diese Gegenüberstellung auf ihrer Instagram Seite

Es ist ein Drama, wenn jemand am ME/CFS erkrankt. Die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue Syndrom ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad körperlicher Behinderung führt. Während der Covid-Pandemie hat sich die Zahl der Betroffenen, die für Deutschland auf 250.000 geschätzt wurde, glatt verdoppelt.

Impfungen als Auslöser des Angriffs auf das eigenen Nervensystem

Ich habe in den letzten zehn Jahren eine ganze Reihe von Patientinnen - es waren ausschließlich Frauen - kennen gelernt. Einige konnten das Bett nicht mehr verlassen und liegen seit Jahren im abgedunkelten Zimmer. Kleinste Anstrengungen, wie der Gang auf die Toilette können schwerste Folgen haben. Deshalb ist auch eine Rehabilitation mit körperlichen Übungen oder aktivierenden Fitness-Spaziergängen hier oft kontraproduktiv. Bei den Dreharbeiten für meinen Film "Unter die Haut" hatte ich mit Patientinnen zu tun, die schon vorher wussten, dass sie die Anstrengungen beim Filmen wahrscheinlich mit einer mindestens einwöchigen Bettruhe bezahlen werden.
Die betroffenen jungen Frauen waren nach der HPV Impfung erkrankt. Diese Impfung richtet sich gegen humane Papillomaviren, die als mögliche Auslöser von Gebärmutterhalskrebs und anderer seltener Krebsarten gelten. ME/CFS ist eine Autoimmunerkrankung, wo ein hoch aggressives Immunsystems verschiedene Bereiche des eigenen autonomen Nervensystems attackiert und dort Schäden verursacht. Die HPV Impfung wurde wahrscheinlich deshalb zum Auslöser einer ganzen Epidemie von solchen Krankheitsfällen, weil sie spezielle Aluminium-verstärkte "Adjuvantien" enthält, die eigens entwickelt worden sind, um das Immunsystem besonders heiß auf die Viren zu machen. In meinem Film zeige ich, mit welchen miesen Tricks diese nebenwirkungsreichen Impfstoffe zugelassen wurden, obwohl jede 43. Teilnehmerin an den Gardasil-Zulassungsstudien während der Studienzeit Autoimmunerkrankungen entwickelt hat.

Krank nach Covid-Impfungen

Als es mit den Covid-Impfungen losging hatte ich plötzlich mit denselben Schicksalen zu tun. Auch hier gab es unzählige ME/CFS Opfer. Aus lebenslustigen jungen Menschen wurden nach der Impfung Dauer-Patienten, die nun - statt am Wochenende Klettertouren in den Alpen zu machen - mit dem Rollator vor die Haustür stolpern und nicht fassen können, in welchem Horrorfilm sie gelandet sind.
Auch Natalie Grams lebt nun unter solchen Umständen. Sie ist im November 2023 erkrankt, erzählte sie jüngst in einem Interview mit der Kleinen Zeitung:
"Zusammen mit meinem Partner habe ich sechs Kinder, von denen vier regelmäßig bei uns im Haushalt leben, wir haben drei Hunde und sind an den Wochenenden gern in den Bergen unterwegs. Durch die Erkrankung hat sich mein Aktivitätsniveau mit einem Mal auf quasi null zurückgefahren. Ich bin froh, wenn ich mal eine halbe Stunde sitzen oder für wenige Schritte mit dem Rollator aus dem Haus kann. Das sind die guten Tage. An den schlechten Tagen liege ich in einem komplett abgedunkelten Raum im Bett und kann gar nichts mehr tun. Außer atmen."

Ihr Anfang August erschienenes Buch heißt "Entschuldigen Sie, wenn ich störe, aber wir müssen über Long Covid und ME/CFS reden". Grams schildert darin, dass sie im November 2023 ihre zweite Covid-Infektion hatte. Noch wenige Tage davor war sie auf einem wissenschaftlichen Meeting aufgetreten (linkes Foto). Und seither ist alles anders (rechtes Foto).

Von den Impfungen als möglichem Auslöser ihrer Krankheit erwähnt sie gar nichts. Wahrscheinlich wäre es psychologisch verheerend, den Gedanken zuzulassen, dass sie selbst mit ihren Impfentscheidungen zu ihrem Zustand beigetragen hat.
Zumal Natalie Grams sich seit vielen Jahren als - teils recht aggressive - Influenzerin für das Impfen und gegen die Homöopathie einsetzt. In zahlreichen Funktionen betrieb sie hier Lobbying und ließ sich auch gut dafür bezahlen.

Lukrative Auftritte im Sinne der Covid-Impfwerbung

Beispielsweise bei ihren öffentlich finanzierten Auftritten zum 'Impf o Mat' wo sie zusammen mit dem Mediziner und Komiker Eckard von Hirschhausen Fragen um die Covid-Impfung beantwortete. Kritische Info war da nicht zu erwarten: „Wir möchten mit diesem Angebot weitere Menschen für die Corona-Schutzimpfung erreichen und die Impflücke größtmöglich verkleinern“, erklärte Grams damals.

Jubel über Kinderimpfung

Auch für die Impfung der Kinder trat Grams ein, sobald die Kinderimpfung möglich war. In ihren Beiträgen warb sie dafür sogar mit dem Beispiel ihrer eigenen Kinder. Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel für das "Spektrum der Wissenschaft" vom Dezember 2021:
"Für mich sind – nach zwei Jahren Pandemie und ohne konsequente Schutzkonzepte für Kinder – auch diese Punkte impfentscheidend: Die Sorgen, dass jeder kleine Schnupfen der Kinder das erste Anzeichen einer Corona-Infektion sein könnte, das Unbehagen, die Kinder trotz der hohen Inzidenzen jeden Tag in die Schule schicken zu müssen, die Frage, wie lange wir als große Patchworkfamilie in Quarantäne müssten, wenn es einen oder eine von uns erwischt. Die Erschöpfung der letzten Wochen und Monate. Die Hoffnung auf ein bisschen Entspannung und Erholung über die Weihnachtsferien. Die Freude die Großeltern bald mit mehr Sicherheit wiedersehen zu können, vielleicht wieder gemeinsam feiern zu können."


Homöopathie als Treiber von Impfskepsis

Sogar ihre feindliche Sicht der Homöopathie begründete sie mit der daraus oftmals folgenden Impfskepsis.
"Gerade die Homöopathie, das Flaggschiff der Pseudomedizin, kann wegen ihrer Verbreitung und vor allem wegen ihres ungerechtfertigten Ansehens, das sie nach wie vor weithin genießt, den 'Einstieg zum Ausstieg aus dem kritischen Denken' immens befördern", schrieb sie in einem Beitrag für Trillium-Immunologie und warnte: "Ein paar Globuli fürs Baby von der Hebamme können doch nicht schaden. Und muss die erste Impfung wirklich so früh sein? So fängt es doch an. Und wir haben das viel zu lange toleriert."

Studien mit Brett vorm Kopf

Nun versucht Frau Grams, sich für mehr Forschung und Unterstützung für die Opfer von ME/CFS einzusetzen. Zweifellos eine gute Sache. Die Frage ist nur, ob es im derzeitigen - auch von ihr selbst mit-geschaffenen wissenschaftlichen Umfeld - überhaupt möglich ist, die Ursachen dieser Krankheit objektiv zu erforschen.
Der derzeit vielversprechendste Wirkstoff zur Therapie von ME/CFS wurde vom Berliner Unternehmen 'Berlin Cures' entwickelt. Unter dem Kürzel 'BC-007' wird er im Rahmen mehrerer wissenschaftlicher Studien seit dem Vorjahr auf seine Eignung geprüft. "Patienten, die angeben, dass sie nach der Impfung an ME/CFS erkrankt sind, werden jedoch nicht für die Studie zugelassen", beschwerte sich bei mir eine Patientin. Den Vorrang bekamen Betroffene, die nach der Covid-Infektion an Long Covid erkrankt waren. Auch wenn das Krankheitsbild genau dasselbe war.
Ich habe daraufhin einen der Vorstandsmitglieder von 'Berlin Cures' kontaktiert und ihn nach den Gründen für dieses Vorgehen gefragt. "Off the records" - und deshalb hier anonym - antwortete er mir: "Ja, das ist natürlich ungerecht. Aber wir sind diesbezüglich auch von staatlichen Förderungen abhängig. Zulassungsstudien sind teuer - und Impfschäden haben leider ein schlechtes Image."


PS: Mein neues Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten" habe ich geschrieben, um im Dschungel des Impfwesens Orientierung zu geben und wichtige Fakten für eine informierte Entscheidungsfindung zu liefern. 

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