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Mittwoch, 8. Juli 2026

Deutschland wählt den Weg in den Finanz-Harakiri (Kommentar)

Zu Beginn dieser Woche hat die deutsche Bundesregierung den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und den Finanzplan bis 2030 beschlossen. Er enthält eine enorme Aufwertung der Verteidigungs-Ausgaben, und eine Schuldenlast, die den nächsten Generationen ein vergiftetes Erbe hinterlässt. Allein die Zinsen für die Schulden liegen künftig beim Dreifachen der Ausgaben für die Ressorts Gesundheit und Bildung. Wie ist es möglich, dass so etwas durchgeht?

Strahlende Zukunft für Rheinmetall und seinen größten Aktionär Blackrock

Die Ausgaben für Verteidigung haben sich bereits seit der ersten Amtszeit von Donald Trump ab 2017 (37 Milliarden EUR) mehr als verdoppelt. In den nächsten Jahren sollen sie kontinuierlich weiter steigen: Von 82,7 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 183,7 Milliarden im Jahr 2030.

Insgesamt werden in den nächsten vier Jahren 610,27 Milliarden Euro ausgegeben, um damit die von Merz und Pistorius gewünschte 'stärkste Armee Europas' aufzupäppeln. 

Im selben Zeitraum sollen die Ausgaben für Gesundheit von 21,8 Milliarden auf 14,7 Milliarden reduziert werden. 

Die Ausgaben für Bildung und Familie fallen von 16,7 Milliarden auf 13,8 Milliarden.



Der Schuldendienst- das sind die Zinsausgaben für bestehende Schulden - steigt von 33,6 Milliarden in diesem Jahr auf 82,2 Milliarden im Jahr 2030. 

Deutschland gibt dann also dreimal so viel für Zinsen aus wie für die beiden Ressorts Bildung und Gesundheit zusammen.

Nicht enthalten sind hier die neu aufgenommenen Schulden, die der Bevölkerung unter dem Tarnbegriff 'Sondervermögen' untergejubelt werden. Sie betragen noch einmal 500 Milliarden Euro und werden ab 2037 dem Bundesbudget zugeschlagen. 

Eine weitere Bombe im Keller sind die an die Ukraine vergebenen Milliardenkredite der EU, wo Deutschland etwa ein Viertel des Ausfall-Risikos trägt. Und dieses Risiko liegt bei etwa 100 Prozent.

Beinahe ebenso rasch wie die Schulden steigt der Stellenabbau in der deutschen Industrie. Speziell betroffen ist die Automobil- und Zulieferindustrie, der Maschinenbau und die Chemische Industrie.

2024 gingen rund 70.000 Arbeitsplätze  verloren. 2025 waren es 124.000.

Offenbar will man das Heer der Arbeitslosen künftig ins Militär umleiten. 

Das Dumme an diesem Wirtschaftsmodell ist, dass sich Investitionen ins Militär nur dann amortisieren, wenn andere Länder überfallen, erpresst oder ausgeraubt werden. Die USA praktizieren dieses Modell seit vielen Jahrzehnten. Mit Ausgaben von knapp 1000 Milliarden US-Dollar (2025) geben sie dreimal so viel fürs Militär aus wie China, das auf Rang 2 liegt. 

Will Deutschland dieses "Erfolgsmodell" übernehmen?

Dann müssten sie nach Ländern suchen, die man überfallen und ausrauben kann. 

Oder geht es nur um Abschreckung gegenüber Russland? 

Einem Land, das seit vier Jahren im Ukraine-Debakel fest steckt und heuer - bei enormen Verlusten an Menschenleben und gigantischen Kosten - gerade mal ein paar hundert Quadratkilometer erobert hat. 

Einem Land, das derart die Schnauze voll hat von Krieg, dass es - nach der Eroberung des Donbass – der Mindestanforderung, um der eigenen Bevölkerung einen "Sieg" zu verkaufen -  wohl sofort einen Friedensvertrag unterzeichnen würde. 

Aber egal, wie irrational dieses Argument ist: Abschreckung gegen Russland wird offiziell als Grund für die Notwendigkeit der Aufrüstung angegeben. 

Volkswirtschaftlich sind Investitionen ins Militär jedoch ein reiner Minusposten. Jets, Panzer, Drohnen und Raketen bringen keinen Mehrwert. Sie schießen, explodieren oder sie verrosten. 

Und das Geld ist weg.

Gerade hier tut sich aber eine dritte Möglichkeit auf. Und wahrscheinlich ist das die wichtigste Motivation für den ganzen Irrsinn:

Bereits seit seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump Deutschland und die anderen NATO Staaten massiv unter Druck gesetzt, wesentlich mehr Geld in die Verteidigung zu investieren. Ein Großteil dieser Investitionen fließen in die USA.

Die politische Führung Deutschlands erfüllt im Verbund mit der EU-Kommission nun den politischen Auftrag, möglichst viel an deutschem Volksvermögen in die Kassen der Rüstungs- und Finanzkonzerne umzuleiten.

Die europäischen Spitzenpolitiker verdanken ihre Posten im wesentlichen den Transatlantischen Netzwerken. Donald Trump nützt diese Abhängigkeit (ebenso wie davor Joe Biden) aus. Die Politiker werden dazu gedrängt, ihre eigene Bevölkerung zu verraten, die über Generationen in die Schuldenfalle gerät. Doch sie haben offenbar ihren Bluteid geleistet und wissen, wem sie dienen. Und sie wissen, dass diese Netzwerke verlässlich sind und ihnen notfalls Flucht-Jets zur Verfügung stellen, mit denen sie sich rechtzeitig absetzen können.

Und nach ihnen die Sintflut.


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Freitag, 14. Februar 2025

Die USA zieht ab - die EU bleibt weiter auf Kriegskurs (Kommentar)

Drei Jahre lang gab es von Seiten der EU keinerlei ernst zu nehmende Friedensinitiative bzgl der Ukraine. Kontakt zu Russland wurde abgelehnt. Deutschlands Außenministerin Baerbock weigerte sich sogar, mit dem russischen Amtskollegen Lawrow überhaupt zu sprechen.

Als es im April 2022 ernstzunehmende Friedensverhandlungen gab und die Parteien Kiew und Moskau kurz vor dem Abschluss standen, wurde die Initiative auf Betreiben von UK und USA abgelehnt. "Die Kriegsziele sind noch nicht erfüllt", hieß es. Und die Europäer applaudierten. Denn im Vertrag wäre die Ukraine zur Neutralität verdonnert worden. Unmenschlich! Wo kommen wir da hin, wenn das die Russen diktieren!

Und nun stehen sie da wie belämmerte Affen. Die Kriegshetzer und Flintenweiber. Die Schreibtisch-Strategen und moralischen Massenmörder. Hunderttausende Soldaten sind in der Ukraine gestorben. Eine ganze Generation verloren und traumatisiert. Die Infrastruktur zerstört. Während ihre Polit-Elite im Schnaps- und Kokstaumel ihre abgezweigten Millionen feiern.


Die Ukraine sind das unglücklichste und am meisten missbrauchte Land dieser Welt. Deren Selbstbestimmung wurde spätestens mit dem von den USA forcierten Maidan-Putsch abgeschafft. Nun konnte ein dauerhafter Keil zwischen Europa und Russland getrieben werden. Die Ukraine wurde benutzt, um das eigene teure Fracking Gas exportieren zu können. Nebenher konnte das Land mit seinen Bodenschätzen und fruchtbaren Äckern weiterhin aufgekauft und ausgebeutet werden. Nirgendwo gab es - an der Schnittstelle ukrainischer Oligarchen und westlicher Abnehmer - so viel zu verdienen, wie hier. Nicht umsonst trieb sich Bidens Sohn jahrelang geschäftlich in der Ukraine rum.

Von unseren Poltikern hörte man - mit Ausnahme von AfD, BSW und FPÖ - nichts von diesen Hintergründen. Auch nicht aus den Medien, obwohl es vor wenigen Jahren sehr wohl noch kritische Reportagen und Dokumentationen zu diesen Themen gab. Nun war US-Propaganda auf allen Kanälen angesagt.
Und Politiker wie Scholz, Merz oder Habeck, die allesamt ihre Karriere transatlantischen Netzwerken verdanken, beschränkten ihre Initiative auf Waffenhilfen und die Forderung nach immer stärkeren und weiter reichenden Waffensystemen. Stolz waren die Deutschen auf ihre neue Ost-Offensive. Die Moralkriegerin Baerbock erinnerte sich mit feuchten Augen an ihren Nazi-Großvater, der dort so heldenhaft gekämpft hatte. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Pistorius wurde sie - hochgepusht von der antirussischen Medien-Propaganda zu Deutschlands beliebtester Politikerin.

Seit Trump nun im Amt ist und seine Emissäre bei der Münchner Sicherheitskonferenz die neue Linie verkünden, fällt den hiesigen Kriegstreibern die Lade herunter. Der Krieg ist verloren. Die Ukraine zerstört, bankrott und korrupter denn je. Und die Amerikaner lassen die Europäer mit dem ganzen Elend allein.

Dass die Europäer durch all den Schaden klüger geworden wären, dazu reichte es aber noch lange nicht. Man setzt nun alles daran, den wirtschaftlichen Niedergang der EU durch ein weiteres Hochschalten der Ukrainehilfe und der Militärbudgets nochmal zu beschleunigen. Denn wenn die untreuen Amerikaner gehen, so kann man das Land ja alleine adoptieren und vielleicht den Krieg gegen Russland noch ein paar Wochen oder sogar Monate weiter führen. Vielleicht doch noch zumindest ein paar Taurus liefern und Richtung Moskau schießen.
Unter einem neuen Kanzler Merz wird das durchaus möglich. Denn wenn Trump in den USA mit dem Deep State aufräumt, so bleiben dessen Überbleibsel in Europa bislang unangetastet. Und die EU ist voll mit derartigen Agenten. Angefangen ganz oben bei Ursula von der Leyen, die ganz offiziell als Kandidatin für die NATO Spitze galt.

Das einstige Friedensprojekt EU ist zu einem ferngesteuerten narkotisierten Monster verkommen, das von Repräsentanten geleitet wird, die alles mögliche repräsentieren - die Rüstungsindustrie, die Geheimdienste, die Energiekonzerne und viele andere Interessen - aber nicht das europäische Volk.


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Mittwoch, 13. November 2024

Teure Energie: Das Spiel der Lobbys

In den letzten vier Jahren hat sich unser politisches und wirtschaftliches Umfeld in einem gewaltigen Ausmaß verändert. Die Covid-Pandemie ist über die Grundrechte der Bürger gefegt wie ein Flächenbrand. Eine massive Inflation hat die lange Phase der Nullzins-Politik abgelöst. Energiepreise haben sich vervielfacht. Und alle Länder betreiben Aufrüstung - als gelte es, möglichst rasch den 3. Weltkrieg zu starten. Immer mehr Indizien belegen, dass es sich hierbei nicht um Entwicklungen handelt, die zufällig über uns gekommen sind. Stattdessen zeigen sie eine Trendwende an: Die Geschicke der westlichen Demokratien werden nicht mehr vom Willen der Bevölkerung und der lokalen Politik, sondern von übermächtigen Konzernlobbys bestimmt.

Die Strompreise spielen derzeit wieder vollkommen verrückt. In Österreich liegt der durchschnittliche Börsenpreis für eine Kilowattstunde heute bei 27,5 Cent - mit Tagesspitzen von 49,5 Cent. In Deutschland gings gestern rauf auf 38 Cent, heute auf 27 Cent. 

Ich suche in meiner Buchhaltung nach den Stromabrechnungen vor der Pandemie und finde die Jahresabrechnung unseres damaligen Stromversorgers 'Maxenergy'. Im Durchschnitt der Saison 2018/19 lag der Preis bei - heute unvorstellbaren - 4,48 Cent pro Kilowattstunde, inklusive Steuern. 

Es war einmal: ein durchschnittlicher Energie-Arbeitspreis von 3,82 Ct/kWh (4,48 Ct. incl Steuer)

In der Saison 2019/20 lag der Durchschnittspreis bei 5,82 Ct/kWh (6,86 Ct. incl. Steuer).

Ab der zweiten Jahreshälfte 2021 stiegen die Energiepreise merkbar an. Richtig aus dem Ruder lief der Höhenflug nach den Sanktionen gegen Russland ab März 2022. Zunächst hob der Gaspreis ab und zog anschließend alle anderen Energiepreise mit. Auslöser der Kettenreaktion war das so genannte 'Merit Order Prinzip', wonach sich die Energiepreise stets an der teuersten Energieform orientieren. Die Preise für Strom, Öl, Pellets, Brennholz, etc. vervielfachten sich. Der "freie Markt" hatte sich mit dem Merit Prinzip demnach ein Tool geschaffen, das jegliche Krise finanziell belohnt. Und Krisen gab es genug. 

Der Anbieter Maxenergy kündigte uns in der Folge den Vertrag, weil seine Preise aus marktwirtschaftlicher Sicht viel zu niedrig waren. Wir mussten in einer Zeit, wo die Auswahl gering war, wechseln und wählten die niederösterreichische Landesgesellschaft EVN. Hier lag der Energie-Arbeitspreis  im November 2022 beim Zehnfachen des alten Max-Tarifs von 2019, nämlich bei 46 Cent brutto. Und stieg 2023 auf mehr als 55 Cent an. 

Damals wurde von der Politik ein Netz an diversen Stromkostenzuschüssen geschaffen, um den Schock der Strom-Kunden etwas zu dämpfen, bzw. den Überblick über den tatsächlichen Preisanstieg zu erschweren.

Übersicht der Strompreise von Eurostat (incl. Netzgebühren und Steuern)

Das neue Energiepreis-Nivau

Nun sieht es so aus, als seien wir in der krassen neuen Energie-Realität angekommen. Zumal die meisten staatlichen Zuschüsse - etwa die Stromkostenbremse - auslaufen. Der budgetäre Spielraum ist längst ausgeschöpft, die Konjunkturprognosen extrem schlecht. Eben wegen der hohen Energiepreise, welche in Deutschland und Österreich die Wirtschaft belasten. 

Konzerne sperren inländische Produktionsbetriebe zu und wandern in Länder mit deutlich niedrigeren Energiepreisen ab. 

Beispielsweise in die USA, wo es nach wie vor Energie im Überfluss zu günstigen Preisen gibt. Die USA war es auch, welche die EU 2022 nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs zu Sanktionen gegen Russland gedrängt hatte. Mit der Sprengung der Nordstream Gaspipelines wurde der Energieaustausch zwischen Russland sowie Deutschland und Österreich – die ÖMV war auch Mitbetreiber und Finanzier der Nordstream Pipelines – noch einmal nachhaltig gestört. 

Nun plant Deutschland den Bau von drei weiteren LNG-Terminals, um dort Flüssiggas einleiten zu können. Darunter auch von Tankern aus den USA, wo Gas vorwiegend mit Hilfe der problematischen Fracking-Methode gewonnen wird. Den Aufwand für den Bau der Terminals - ca. eine Milliarde Euro pro Anlage - trägt natürlich Deutschland. Der Gewinn geht nach Übersee. 

Doch auch für die hiesigen Energiekonzerne kam die Situation einem warmen Geldregen gleich. Der österreichische VERBUND freute sich 2023 über einen bisher noch nie da gewesenen Rekord-Gewinn von 2,6 Milliarden Euro. Die Dividenden flossen in fast allen Energieunternehmen reichlich. 

Auch in Deutschland feiert die Branche ihre Bilanzzahlen. Das Unternehmen RWE meldete ein Nettoergebnis von 4,5 Mia. Euro. Der Energieriese Vattenfall Deutschland erreichte 2023 den höchsten Umsatz seiner Geschichte und lag mit 31,3 Milliarden Euro beim dreifachen Ergebnis wie 2020 (10,26 Mia).


Netzgebühren verdoppeln sich

Und nun kommt die nächste Strompreis-Erhöhung auf uns zu. Diesmal betrifft es die Netzgebühren. Sie werden in Österreich mit Jahresbeginn 2025 um durchschnittlich 23 Prozent steigen. Schon jetzt machen die diversen Gebühren rund 50% einer durchschnittlichen Stromrechnung aus. Die restlichen 50% ergeben sich durch den tatsächlichen Stromverbrauch. 

Die Arbeiterkammer warnt, dass dieser Anstieg nur den Beginn einer Kostenlawine darstellt. Bis 2030 werden sich - nach deren Prognose - die Netzkosten glatt verdoppeln. 

Grund dafür ist der Investitionsbedarf auf Grund der Energiewende. Tausende von Photovolatik-Anlagen machen eine General-Überholung der Netze notwendig. Und statt diese aus den Gewinnen der letzten Jahre zu bezahlen, greift man offensichtlich lieber auf die Geldbörse der Stromkunden zurück.


Die selbst gebastelte Inflation

Wer denkt, dass die Situation, in der wir uns derzeit befinden, wie Naturkatastrophen auf uns zukamen, die vom Zufall bestimmt waren, irrt gewaltig. 

Jahrelang hatte sich in der internationalen Finanzbranche Unmut über die nicht enden wollende Nullzins-Phase angestaut. Der Gigant Blackrock - mit einem verwalteten Vermögen von 8.600 Milliarden US-Dollar der weltgrößte Investmentfonds - riet deshalb im August 2019 im Anschluss an eine Konferenz des internationalen Finanzwesens zu 'unkonventionellen Maßnahmen'. Unter anderem sollte 'die nächste Krise' dafür genutzt werden, massenhaft Geld in den Ländern zu verteilen. Dieses so genannte 'Helicopter Money' sollte frisch gedruckt und den Wirtschaftsbetrieben im Land mehr oder weniger aufgedrängt werden. Damit, so die Finanzstrategen im Blackrock-Papier, könnte eine Inflation angezettelt werden, welche die Nullzins-Politik für längere Zeit beendet. 

Und siehe da, gerade mal sechs Monate später war es soweit. Die Covid-Pandemie brach aus und lief nach den gut eingeübten Pandemie-Vorsorgeplänen ab. Bald wurden auch die 'unkonventionellen Maßnahmen' umgesetzt: Die Gelddruck-Pressen der Notenbanken liefen 24 Stunden im Dauerbetrieb. Die Politik inszenierte sich als Big Spender und Milliarden an Helicopter Money fluteten die Wirtschaft. 

Es kam wie prognostiziert, die Inflation setzte ein, die Zinsen stiegen und mit ihnen auch die Gewinne von Banken und Finanzsektor. 


Rüstungs- und Energiekonzerne als Kriegs-Profiteure

Finanz und Pharma waren demnach die größten Gewinner infolge  der Covid-Pandemie. Mit der Ukraine-Krise waren schließlich die nächsten Branchen dran: Rüstungs- und Energiekonzerne. 

Diese vier Branchen sind die hauptsächlichen Finanziers der beiden politischen Parteien in den USA. Ohne deren Millionenspenden wäre kein erfolgreicher Wahlkampf möglich. Sie beschäftigen ein Heer aus zehntausenden Lobbyisten, welche die Politik umschwärmen und versuchen, die Ziele der Konzerne durchzusetzen. Dabei erinnern sie an die Versprechen, die an die Spenden geknüpft waren. Denn nach den Wahlen muss die Politik zurückzahlen und die Interessen der Geldgeber bedienen. 

Unzählige Multiplikatoren sorgen dafür, dass die Botschaft ankommt und über die Medien weltweit verteilt wird. Dafür sorgen einflussreiche Nachrichtenagenturen, von denen halb Europa abschreibt, sowie ein Medien-Netzwerk, das als 'Atlantikbrücke' fungiert und US-Interessen mit Vehemenz in Europa durchsetzt. 

Über Jahrzehnte wurde in den liberalen Demokratien verabsäumt, die Macht und das ungezügelte Wachstum dieser multinationalen Konzerne zu beschränken. Niemand ist heute noch in der Lage oder Willens, deren Umtriebe zu kontrollieren. Ab und zu kommt es zu einer Finanzstrafe für einen Internet-Riesen, eine Steuer-Nachzahlung für Amazon oder eine gerichtliche Verurteilung für einen Pharma-Konzern. Doch sind diese Aktionen meist nur Schauspiel, um den Bürgern vorzugaukeln, dass die demokratischen Institutionen noch aktiv sind. Es bleibt bloße Symbolik. 

Denn die Konzerne haben sich längst zu monströsen Parasiten entwickelt, welche den Wohlstand der Länder absaugen. Alles was zählt, ist deren Konzern-interne Logik, die sich ausschließlich an Profit orientiert und ohne Moral auskommt. Sehr viel Moral wird dagegen über Marketing-, Propaganda- und mediale Zerstreuung verbreitet, um den Anschein der 'alten Welt' mit ihren Prinzipien von Freiheit und Gerechtigkeit zumindest in der Fantasie weiter aufrecht zu halten. 

Und in den Thinktanks werden inzwischen bereits die nächsten Akte des laufenden Welttheaters angedacht. Soll es wieder eine Pandemie sein oder besser ein zusätzlicher militärischer Konflikt? Wie leitet man die Milliarden-Investitionen in den Klimaschutz am besten in die eigenen Kanäle? Und wie werden die letzten Hindernisse demokratischer Einmischung und Kontrolle im Ansatz zerstört...


PS: Mein neues Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten" habe ich geschrieben, um im Dschungel des Impfwesens Orientierung zu geben und wichtige Fakten für eine informierte Entscheidungsfindung zu liefern. 

Wenn Ihnen mein Blog interessant und wichtig erscheint, freue ich mich sehr über eine Spende, die meine Arbeit unterstützt.




Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. 
Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet alle Informationen zu den Angeboten auf seiner Homepage. Eine Übersicht zu den aktuellen öffentlichen Auftritten, Vorträgen oder Filmvorführungen finden sich hier

Montag, 22. August 2022

Impfwerbung auf der Pharma-Alm

Solche Aussagen muss man sich erst mal machen trauen: Florian Thalhammer, der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten erklärte am Samstag im Rahmen der "Open Alm" dem Höhepunkt der "PRAEVENIRE Gesundheitsgespräche" im Tiroler Alpbach: 
"Wer sich nicht gegen Covid-19 impfen lässt, wird auf der Intensivstation enden und über die Pathologie nach Hause gehen. Das muss man, glaube ich, klar aussprechen."

Und weiter: 

"Der 'vierte Stich' ist für alle Altersgruppen ab dem fünften Lebensjahr ganz klar empfohlen. Die Wirksamkeit ist mit 95 Prozent extrem hoch."

 

Die "Covid-Experten" in Alpbach (Foto: Gattinger)

Diese Aussagen entbehren jeglicher Evidenz und sind vollkommen unwissenschaftlich. Die dramatische Prophezeiung, alle ungeimpften würden an Covid-19 sterben, war schon immer falsch. Doch spätestens seitdem die Omicron-Variante vorherrscht, ist die Behauptung obendrein auch noch absurd und lächerlich. 

In einer in der aktuellen September-Ausgabe von "Lancet - Regional Health Europe" veröffentlichten Fall-Kontroll-Studie mit knapp 14.000 Covid-Infizierten war beispielsweise der Verlauf bei 99,1% der Betroffenen mild. Zweimal geimpfte hatten zudem ein höheres Infektionsrisiko als gar nicht geimpfte.

Für Thalhammers zitierte Aussage gibt es keinerlei realen Hintergrund. Es handelt sich demnach um grobe Falsch-Information. 

Auf seiner Webseite bewirbt Thalhammer seine Antibiotika-App
sowie seine Privat-Ordination in Wien-Döbling 

Falsche Impfempfehlungen

Ähnlich daneben ist Thalhammers Aussage, die 4. Impfung sei für "alle Altersgruppen ab 5 Jahren" ganz klar empfohlen. 

Sogar das ohnehin sehr pharma-nahe nationale Impfgremium empfiehlt die 4. Impfung erst ab einem Alter von 60 Jahren allgemein. In den aktuellen Impfempfehlungen vom 10. August 2022 heißt es:

"Eine Auffrischungsimpfung (4. Impfung) verbessert bei immunkompetenten Personen bei den derzeit zirkulierenden Virusvarianten nur eingeschränkt und kurzfristig die Schutzwirkung gegen eine SARS-CoV-2-Infektion, bzw. eine milde Form der COVID-19-Erkrankung. Eine Auffrischungsimpfung wird daher für gesunde, immunkompetente Personen in der Altersgruppe von 12 bis 59 Jahren derzeit nicht allgemein empfohlen".

Und für Kinder ab 5 Jahren schon gar nicht.

Wenn Thalhammer obendrein noch "eine Wirksamkeit von 95%" herbei-phantasiert wäre die Quelle für diese Aussage interessant. Und auch das Ablaufdatum dieser Wirksamkeit. Bislang lag die Haltbarkeit derartiger Angaben - falls sie überhaupt jemals real waren - bei wenigen Wochen.


Natürlich erworbene Immunität zählt nicht

Durchgemachte Covid-Infektionen, so Thalhammer, seien zwar "immunologische Ereignisse", dürften aber nicht so verstanden werden, dass sie eine Impfung ersetzen: "Hier sind die Empfehlungen glasklar, eine Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen."

Dass eine natürliche - über eine Infektion - erworbene Immunität einer Impf-Immunität weit überlegen ist, wird im Rahmen der Expertenrunde, zu der u.a. auch der Epidemiologe Gerald Gartlehner, Christa Wirthumer-Hoche (Leiterin der AGES-Medizinmarktaufsicht) und Andreas Huss (Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse) gehören, gar nicht erwähnt. Niemand aus der Runde widerspricht zudem den fachlich falschen Aussagen Thalhammers. Oder der/die zuständige RedakteurIn hat es nicht für nötig befunden, das im Bericht zu erwähnen.

Im Schluss-Absatz des (redaktionell bearbeiteten) Berichts der Austria Presse Agentur (APA)  kommt dann auch die redaktionelle Haltung des Mediums (vienna.at) klar durch. Denn hier wird nicht mehr zitiert, sondern beklagt, dass es speziell bei Jugendlichen noch einen erheblichen Aufholbedarf bei der Impfung gäbe, seien doch "in der Zielgruppe der Zwölf- bis 14-Jährigen weniger als 30 Prozent geimpft".

Keine Rede vom hohen Nebenwirkungs-Risiko der Impfung (z.B. Herzmuskelentzündung) speziell für diese Altersgruppe, das in keinem Verhältnis zum (minimalen) Risiko der Infektion steht. Keine Rede davon, dass z.B. die dänischen Behörden gar keine Impfung mehr für Personen im Alter unter 18 Jahren anbieten.

Und keine Rede von den finanziellen Interessenskonflikten der Veranstalter. Denn das wohl klingende "PRAEVENIRE Gesundheitsforum" gehört zur "Peri-Gruppe" von Robert Riedl, der mit seinen zahlreichen Firmen und einer Heerschar angeheuerter Lobbyisten seit Jahrzehnten das Pharma-Marketing in Österreich dominiert. 


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Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf seiner Homepage


Montag, 17. August 2015

Autismus und Impfungen: Ein CDC-Insider packt aus

Die USA wird von einer Autismus-Epidemie unvorstellbaren Ausmaßes erfasst. Die noch vor drei Jahrzehnten extrem seltene Entwicklungsstörung betrifft heute bereits jedes 68. Kind. Die Ursachen für die Katastrophe liegen völlig im Dunklen. 
William Thompson, ein führender Forscher der US-Gesundheitsbehörde CDC konnte die Praktiken seiner Behörde mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren und machte nun mehr als 100.000 Seiten interner Unterlagen für die Öffentlichkeit zugänglich. Diese Daten belegen, wie sehr die CDC versuchte, einen möglichen Einfluss von Impfungen bei der Entstehung von Autismus zu vertuschen. Wie Thompson und seine Kollegen dafür sogar Daten gefälscht und relevante Ergebnisse vertuscht haben. Ende August erscheint nun "Vaccine Whistleblower" mit seiner Anklage. Thompson belegt darin, wie voreingenommen, wissenschaftsfeindlich und korrupt die weltweit einflussreichste Gesundheitsbehörde tickt. 

Whistleblower William Thompson packt aus 
Dass es innerhalb der CDC brodelte - ähnlich einer kriminellen Vereinigung, die wusste, dass Feuer am Dach ist - das erfahren wir staunend. Und zwar über einen langjährigen Mitarbeiter, der als Chef-Epidemiologe und Statistiker zur Führungs-Riege im „Nationalen Impfprogramm“ gehörte: William Thompson.
Im August 2014 wandte er sich über das Anwaltsbüro Morgan Verkamp, das einen guten Ruf als Rechtsbeistand für Whistleblower genießt, mit einem schockierenden Statement an die Öffentlichkeit. Er gab in seiner Nachricht zu, dass er und andere Kollegen der CDC in ihren Studien betrogen, Daten unterschlagen und Resultate gefälscht hatten, um Impfungen vom Ruf frei zu waschen, sie könnten irgend etwas mit der Autismus-Epidemie zu tun haben. Thompson selbst hatte an mehreren Dutzend Arbeiten zur Sicherheit von Impfungen mitgearbeitet, darunter drei Studien, welche jeglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus glatt widerlegten.


"Ich gehe jetzt durch die Hölle…"

Thompson begründete seinen Schritt an die Öffentlichkeit mit schlechtem Gewissen. In mehreren auf Band aufgezeichneten Gespräch mit Brian Hooker, einem befreundeten Wissenschaftler, der selbst Vater eines autistischen Sohnes ist, legte er seine Beichte ab. Über die Konsequenzen sei er sich im klaren, sagte Thompson, doch das werde er schon durchstehen. Er könne es nicht mehr länger verantworten zu schweigen.  „Für mich bedeutet es nur, dass ich ein paar Monate durch die Hölle gehe, wenn das jetzt alles öffentlich wird. Aber was ist das schon im Vergleich zu einer Familie, zu einem Kind, das tagein tagaus leidet. So sehe ich das. Ich bin zutiefst beschämt, was ich getan habe.“

Ende August 2015 erscheint ein Buch, zusammen gestellt von Anwalt Kevin Barry, das Thompsons komplette Aussagen zusammen fasst. Thompson gibt darin sich und seinen Kollegen die Schuld, „dass wir mindestens zehn Jahre Forschung versäumt haben, ein Jahrzehnt, in dem die CDC wie gelähmt war und ihr Wissen nicht transparent gemacht hat.“ 
Thompson erzählt von der in internen Sitzungen ausgegebenen Parole, „dass wir niemals zugeben werden, dass Autismus eine tatsächliche Nebenwirkung von Impfungen ist“. Dass in diese Richtung keine öffentlichen Förderungsgelder  ausbezahlt werden sollten, stand sogar in offiziellen Publikationen zu lesen, etwa des „Institute of Medicine“ (IOM), dem obersten wissenschaftlichen Beratungsgremium der US-Politik.


Jeder 42. Junge in den USA ist Autist


Barack Obama: "Wir werden niemals genug Geld haben,…"

Derartige Dinge muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Ein Land steht inmitten einer verheerenden Gesundheits-Katastrophe, die hunderttausende Familien schwerstens belastet. Wo Babys erkranken, die ihr ganzes Leben lang spezielle Therapie und Pflege brauchen. Wo niemand sagen kann, wie das jemals finanziert werden soll. Auch Präsident Barack Obama erwähnte in einer Rede vor Journalisten, „dass wir - wenn die Autismus-Zahlen weiter so explodieren - niemals genug Geld haben werden, um diesen enormen Betreuungsaufwand leisten zu können.“  Und die wissenschaftlichen Berater des Präsidenten schließen gleichzeitig eine vorurteilsfreie Suche nach möglichen Ursachen der Katastrophe von vornherein aus. 

Das beste Beispiel für diese Forschungsstrategie liefert die CDC selbst mit ihrem „SEED-Projekt“, der, wie auf der CDC Webseite stolz angekündigt wird „bislang größten amerikanischen Studie zur Erforschung von Risikofaktoren für Entwicklungsstörungen im Kindesalter“. 
Zur Information der Öffentlichkeit über den Fortschritt der Studie veröffentlicht die CDC Halbjahres-Berichte. In der zuletzt erschienenen 11. Ausgabe dieser SEED-Berichte gibt es Informationen über die Wichtigkeit von Bewegung für die Gesundheit der Kinder. Weiteres ein Bericht über einen autistischen Jugendlichen, der auf Konferenzen motivierende Vorträge hält und kürzlich sogar ein Buch veröffentlicht hat. Und schließlich News aus der wissenschaftlichen Praxis, wo es um das Verständnis geht, welche Gene bei der Entstehung der verschiedenen Störungen des autistischen Spektrums beteiligt sein könnten.


Thompson platzt der Kragen

Hinter diesen weitgehend nichtssagenden Berichten für die Öffentlichkeit stehe aber „eine wahre Goldmine, ein Disneyland an Daten“, berichtet William Thompson. Unter anderem „die Gesundheitsakten von rund 1.200 Kindern mit bestätigter Autismus-Diagnose inklusive alle Impfdaten der Kinder und sogar ihrer Eltern.“ Gerade diese Akten werden aber bislang „unter Verschluss gehalten und weggesperrt“.

Es sei beabsichtigt, damit in Zukunft zu arbeiten und es gibt laut Thompson auch schon rund 60 Forschungsanträge von Wissenschaftlern, welche Studien mit dem SEED-Datensatz machen möchten. „Aber keine einzige davon befasst sich mit Impfungen, keine einzige.“ Im aufgezeichneten Gespräch mit Hooker merkt man Thompson an, wie sehr ihn diese Ignoranz empört: 1.200 Kinder mit Autismus, dazu eine Kontrollgruppe, alle Daten, die man sich nur wünschen kann, das ergäbe alle Zutaten zur Beantwortung der lange gesuchten Frage, ob Impfungen in der Entstehung von Autismus eine Rolle spielen oder nicht. Er sei in der Behörde aktiv geworden und habe die Kollegen gelöchert, sie konfrontiert: „Wie werdet Ihr Euch rechtfertigen, dass ihr niemals die Impfungen untersucht habt?“ - Dass niemand diese „Hauptader der Goldmine“ mit ihm fördern und wissenschaftlich auswerten wollte, gab möglicherweise den letzten Anlass, dass Thompson resignierte und keine andere Chance mehr sah, als einen Schlussstrich hinter seine Karriere zu ziehen und sich an die Öffentlichkeit zu wenden.


Drei Inhaltsstoffe unter Verdacht

Bislang sind drei Inhaltsstoffe von Impfungen mit der Entstehung von Autismus in Verbindung gebracht worden: die Lebendviren aus der MMR-Impfung, sowie die Metallverbindungen von Aluminium und Quecksilber (Thiomersal). Alle drei haben unterschiedliche Funktionen, unterschiedliche Wirkmechanismen und damit auch ein unterschiedliches Gefahrenpotenzial. Forschungsfragen gäbe es wahrlich genug.

In den USA und den meisten Entwicklungsländern, sind noch immer Thiomersal-haltige Impfstoffe am Markt. In Europa wird Quecksilber als Konservierungsmittel nur noch „im Notfall“ - wie es heißt - in Impfstoffen eingesetzt. Zuletzt war dies bei der Schweinegrippe Pandemie der Fall. Thompson erzählt von Experimenten mit Ratten, wo gezeigt wurde, dass die Tiere - wenn man die Dosierung etwas erhöhte - ein deutlich höheres Sterberisiko hatten. In den USA muss man sich bloß gegen Influenza impfen lassen und man bekommt eine Dosis Quecksilber. „Ich weiß nicht, warum sie das immer noch für schwangere Frauen empfehlen“, sagt Thompson, „das ist die letzte Personengruppe, denen ich Quecksilber spritzen würde.“

In Studien zum Zusammenhang von MMR und Autismus war Thompson persönlich beteiligt. Diese Studien, erklärt Thompson, waren gedacht als Antwort auf die Wakefield Diskussion und den Vertrauensverlust in deren Sicherheit. Dummerweise ergab sich bei der Auswertung ein signifikant höheres Autismus-Risiko für Jungen afroamerikanischer Herkunft, die - entsprechend dem offiziellen Impfplan - im Alter unter drei Jahren gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft wurden. „Das war ein Resultat, das wir nicht erwartet hatten und es wurde endlos darüber diskutiert, wie wir das wieder los werden.“ Schließlich, deutet Thompson an, hätten sie eine Gruppe von Teilnehmern und deren Daten einfach aus dem Protokoll gestrichen - und damit war das Ergebnis nicht mehr auffällig. „Ich war Komplize“, gesteht Thompson, „wir haben niemandem von den signifikanten Resultaten erzählt. Wenn ich jetzt Familien mit autistischen Kindern treffe, dann fühle ich eine riesengroße Scham. Denn ich habe möglicherweise dazu beigetragen.“


"Reporter plappern korrupten Gesundheitsbeamten wie Papageien nach"

Das Vorwort zum Buch stammt von Boyd E. Haley, einem Professor für Chemie an der Universität von Kentucky, der als Experte für die Toxikologie von Inhaltsstoffen der Impfstoffe gilt. Er appelliert, dass jeder Kinderarzt dieses Buch lesen sollte, um gemeinsam eine medizinische Untersuchung einzuleiten. „Die Vorwürfe von Dr. Thompson sind so gravierend, dass die Frage der Sicherheit von Impfungen vollständig neu geprüft werden muss.“

Der Anwalt und Autor Robert F. Kennedy Jr. unterstützt diese Forderung Haleys in einem weiteren Vorwort und greift die US-Medien frontal an, weil sie bislang zu den Vorgängen um die CDC weitgehend geschwiegen haben: „Die Reporter plappern die Sprechblasen, die ihnen von korrupten Gesundheitsbeamten und den Sprechern der Impfstoff-Industrie hingeworfen werden, kritiklos nach wie Papageien.“ Dies sei wohl nur damit zu erklären, schrieb Kennedy, dass sich die Medienkonzerne als Komplizen der pharmazeutischen Industrie sehen, von deren Anzeigen sie finanziell abhängig seien.



Das Müllsack-Meeting

Besonders bildlich wird Thompsons Bericht, wo es um die Vertuschung des ganzen Skandals geht. „Die Autoren der Studie vereinbarten einen Termin, wo alle Dokumente im Zusammenhang mit der Studie zerstört werden sollten. Wir waren zu viert und einer brachte in den Konferenzraum einen riesigen Müllsack mit. Dann gingen wir durch alle Dokumente und entschieden, welche wir entsorgen. Das geschah auch. Allerdings hatte ich damals schon Bedenken, dass das illegal ist, was wir hier tun. Und ich behielt von allen Dokumenten Kopien in meinem Büro. Sowohl in Papier als auch am Computer.“

Genau diese Aussage von Thompson las der republikanische Kongress-Abgeordnete aus Florida, Bill Posey, am 29. Juli 2015 im US-Repräsentantenhaus öffentlich vor. Thompson hatte ihm, als Abgeordneter seines Vertrauens, mehr als 100.000 Seiten der brisanten CDC Unterlagen zukommen lassen.

Posey erklärte in seiner Rede, dass er dazu beitragen möchte, dass dieser Skandal aufgeklärt wird. Wer immer möchte - ob Politiker oder Vertreter der Medien - brauche nur in seinem Büro anzurufen und könnte bei ihm sofort die Kopien von Thompsons Unterlagen erhalten.
Der Applaus auf seine Rede war schwach.
Bis heute haben weder Politiker noch Journalisten aus den großen Medienhäusern sein Angebot wahr genommen.


Nachtrag

Seit 1998 ist die pharmazeutische Industrie zum mit Abstand größten Sponsor der beiden großen politischen Parteien der USA aufgestiegen. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 3,15 Milliarden US-Dollar offiziell als Ausgaben für politisches Lobbying verbucht. Bei den Zuwendungen für die Demokraten und Republikaner hat sich im Lauf der letzten Jahre ein interessanter Wechsel ergeben. Während im Jahr 2000 nur 36 Prozent der Zuwendungen der Pharmaindustrie an die Demokraten gingen und 2004 gar nur 31 Prozent, brachte der Wahlkampf von Barack Obama im Jahr 2008 den Umschwung. Von den 20 Millionen US-Dollar, die offiziell von Big Pharma an die Kandidaten gespendet wurden, waren nun beide Parteien etwa gleich stark bedacht. Barack Obama erhielt in diesem Jahr mit 848.000 US-Dollar die mit Abstand höchsten Zuwendungen als Einzelperson.

Die beiden größten Impfstoff-Hersteller der USA, Merck und Pfizer gaben im Jahr 2014 jeweils mehr als 8 Millionen US-Dollar für politisches Lobbying aus und stehen damit an der Spitze aller Branchen, noch weit vor Öl- oder Rüstungsfirmen oder den großen Versicherungsunternehmen.

Montag, 9. Dezember 2013

HPV-Impfung: Schmutzige Tricks & Kranke Mädchen

In Frankreich hat eine staatliche Komission den Hersteller der HPV-Impfung Gardasil zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet, weil eine Schülerin kurz nach der Impfung an Multipler Sklerose erkrankt ist. In Japan hat eine Task-Force des Gesundheitsministeriums 38 Fälle schwerer Nebenwirkungen untersucht und darauf hin überraschend die gültige Impfempfehlung für Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren zurück gezogen. In fast allen Melderegistern für mögliche Impfschäden führt die HPV-Impfung die Listen mit großem Vorsprung an. Doch statt diese seit ihrer Zulassung im Jahr 2006 höchst umstrittene Impfung endlich einer unabhängigen Sicherheits-Prüfung zu unterziehen, sorgen Pharma-Lobbyisten für die immer weitere Verbreitung. 

Mika Matsufuji, Sprecherin einer Elterninitiative in Japan, berichtete in einer Pressekonferenz von den Leiden der betroffenen Mädchen (Foto: Japantimes.co.jp)

Ab Februar 2014 wird die rund 400 Euro teure Impfung auch in Österreich auf Steuerkosten angekauft und dann als "Gratis"-Impfung an den Schulen angeboten. Die einflussreiche "Österreichische Krebshilfe", welche von der Pharmaindustrie (darunter die Vermarkter von Gardasil) massiv finanziell unterstützt wird, hatte diesen Schritt - zusammen mit anderen Pharma-Lobbyisten – jahrelang gefordert. Geschäftsführerin Doris Kiefhaber jubelte: "Endlich ist diese Impfung auch in Österreich für alle zugänglich!"
Auf rund 30 Millionen Euro pro Jahr wurde in einer Studie des Ludwig Boltzmann Institutes von 2007 der finanzielle Aufwand für diese Impfung geschätzt, wenn beide Geschlechter geimpft werden. Mittlerweile dürfte der Preis etwas gesunken sein. Doch mit einem Jahresumsatz von zuletzt 1,78 Milliarden US-Dollar für Gardasil hat sich der Impfstoff des US-Konzerns Merck ohnedies zu einem der umsatzstärksten Arzneimittel aller Zeiten entwickelt. In Europa wird Gardasil in Kooperation mit dem französischen Konzern Sanofi Pasteur vermarktet. Cervarix, der etwas später zugelassene zweite HPV Impfstoff des Konzerns GSK bringt es immerhin noch auf 581 Umsatz-Millionen.


Wahrscheinlicher Auslöser für Multiple Sklerose

Seit Jahren begleiten unangenehme Nachrichten über Todesfälle und schwere Erkrankungen den finanziellen Siegeszug. So auch jetzt wieder:
Ende November 2013 hatte eine staatliche medizinische Kommission in Bordeaux (CRCI) die Impfung als wahrscheinlichen Auslöser bezeichnet, dass die 18-jährige Océane an Multipler Sklerose erkrankt ist. Das Mädchen war vor drei Jahren geimpft worden und konnte seither kaum noch in die Schule. Es leidet an ständiger extremer Müdigkeit und schweren Krankheits-Schüben.  Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, wo ein entfesseltes Immunsystem die eigenen Nerven angreift und zerstört.
Die Pariser Anwältin Camille Kouchner, welche Océane vertritt, kündigte an, dass sie in kürze weitere Schadenersatz-Klagen einbringen wird, weil drei andere junge Frauen, ebenfalls nach Gardasil, schwer erkrankt sind. Der Hersteller-Konzern Sanofi Pasteur MSD wies alle Vorwürfe als unbegründet zurück und beschuldigte die französische CRCI, das Vertrauen in ihren Impfstoff zu untergraben und damit die Frauen dem Risiko von HPV-bedingten Krankheiten auszusetzen.


Nebenwirkungen um das 20- bis 30 fache häufiger

In Japan war es eine Elterninitiative, die schließlich die Einsetzung einer staatlichen Untersuchung erreichte. Deren Sprecherin Mika Matsufuji vertritt 38 Mädchen und junge Frauen, die nach der HPV Impfung schwer erkrankt sind. Ihre eigene Tochter wurde 2011 geimpft, berichtete Matsufuji auf einer Pressekonferenz (siehe Foto), daraufhin verlor sie die Fähigkeit zu gehen und sitzt seither im Rollstuhl. Gemeinsam sind allen Betroffenen chronische starke Schmerzen.
Zur Jahresmitte 2013 gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt, dass die Impfung nicht mehr empfohlen werden sollte. Die Untersuchung ergab unter anderem, dass die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaften Nebenwirkung bei den HPV-Impfstoffen um das 20 bis 30 fache höher liegt als bei der Influenza-Impfung.
Im Oktober wurde ein großes Studienprogramm beschlossen, an dem 17 japanische Kliniken teilnehmen. Eine Forschergruppe widmet sich der Frage, wie diese Impfungen auf das Nervensystem wirken. Eine zweite Gruppe versucht therapeutische Ansätze zu finden, wie die chronischen Schmerzen der betroffenen Mädchen und Frauen gelindert werden können und betreibt hier auch Ursachenforschung. Mit den Resultaten ist allerdings erst in einigen Jahren zu rechnen.


Gardasil ist bekannt für Nebenwirkungen 

Fragen zu den HPV-Impfstoffen gibt es genug. In den USA führt Gardasil in der jeweiligen Altersgruppe mit weitem Abstand die Liste der schweren Nebenwirkungen im Melderegister an. Chris Shaw und Lucija Tomljenovic von der University of British Columbia in Vancouver wiesen in ihrer Analyse der letzten sechs Meldejahre nach, dass Gardasil involviert war bei…

  • 60,9 Prozent der schweren Nebenwirkungen (gesamt 2.157 Fälle)
  • 64,9 Prozent der lebensgefährlichen Ereignisse (gesamt 456)
  • 61,9 Prozent der Todesfälle (gesamt 63)
  • 81,9 Prozent der Ereignisse mit bleibendem Schaden (gesamt 589)

In der deutschen Datenbank des Paul Ehrlich Institutes für Verdachtsfälle von schweren Nebenwirkungen finden sich für Gardasil 1.356 Meldungen (darunter 5 Todesfälle).

Derartige passive Meldesysteme haben eine bekannt hohe Dunkelziffer. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass nur zwischen 1 und 5 Prozent der tatsächlich auftretenden Fälle damit erfasst werden können. 


Schmutzige Tricks bei der Zulassung

Wie hoch der Anteil der ursächlichen Nebenwirkungen ist, sollte eigentlich aus den Zulassungsstudien eines Arzneimittels hervor gehen. Das Studiendesign mit der höchsten Aussagekraft ist eine so genannte Placebo-kontrollierte randomisierte Studie. Dabei werden die Teilnehmer per Los in die Wirkstoffgruppe oder in die Placebogruppe zugewiesen. Weder die Forscher noch die Probanden dürfen dabei wissen, welche Gruppe die Impfstoff-Gruppe ist ("Doppelblind-Design"). 

So weit so gut. - Wer einen Blick auf die Zulassungsstudien bei Gardasil wirft, wird den Eindruck gewinnen, dass hier tatsächlich das oben beschriebene beste Design angewandt wurde. Erst auf den zweiten Blick eröffnet sich dann jedoch ein schmutziger Trick, wo es mich heute noch wundert, wieso vernunftbegabte Menschen dem zustimmen konnten. Die Behörden hatten aber kein Problem, ein haarsträubendes Design abzusegnen, das von den Strategen des Konzerns Merck vorgeschlagen worden war.

Doch der Reihe nach. Kommen wir zuerst zu den besonderen Herausforderungen, denen die Impfstoff-Hersteller ausgesetzt waren.


Immunsystem hält HP-Viren nicht für gefährlich

Es gibt knapp einhundert unterschiedliche Typen der Humanen Papillomaviren. Gardasil richtet sich gegen vier, Cervarix gegen zwei dieser HPV-Typen. Diese Viren sind extrem verbreitet. 80 Prozent der Menschen sind zumindest vorübergehend mit ihnen besiedelt. Das Immunsystem pflegt im Normalfall einen recht entspannten Umgang mit ihnen, da diese Viren anscheinend als wenig gefährlich eingestuft werden. Es war deshalb eine der schwierigsten Herausforderungen für die Impfstoff-Entwickler, das Immunsystem auf die Viren scharf zu machen, damit es überhaupt zu einer Immunreaktion kommen kann.
Der Impfstoff besteht aus abgetöteten humanen Papillomaviren, die aus Sicherheitsgründen noch zusätzlich von ihrer Erbsubstanz befreit wurden. Diese "virus-like particles" sind die Wirkstoffe der HPV-Impfung, die so genannten "Antigene".
Da diese Viren - wie erwähnt - schon als Wildtypen vom Immunsystem kaum als Feinde gesehen werden, gilt das für die ausgehöhlten und abgetöteten Virentrümmer erst recht.

Es brauchte deshalb einen besonderen Hilfsstoff, der in der Lage sein musste, dem Immunsystem einen derartigen Schock zu versetzen, dass sogar die seltsamen Partikel im HPV-Impfstoff als Verdächtige hopps genommen und gegen sie Antikörper entwickelt würden.
Die bisher für diese Aufgabe eingesetzten Hilfsstoffe (Adjuvantien) Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphat erwiesen sich jedoch als zu "sanft". Beide Impfstoff-Hersteller mussten deshalb eigene verstärkte Aluminium-Verbindungen entwickeln, welche in der Lage sein mussten, das Immunsystem so zu manipulieren, dass seine Aggressivität geweckt würde und es kampfeslustig gegen die Virus-ähnlichen Partikel ausschwärmt.

GSK erfand für sein "Adjuvant System 04" (AS-04) eine Kombination aus Aluminiumhydroxid und den Oberflächen-Proteinen von Salmonellen. Eine rabiatte Kombination, welche das Immunsystem im ganzen Körper in Alarmzustand versetzt.
Der in Gardasil verwendete Wirkverstärker heißt "Amorphes Aluminium Hydroxyphosphat Sulfat" - kurz AAHS. Eine Eigenentwicklung von der die Merck-Wissenschaftler schwärmen, dass diese chemische Komposition eine deutlich stärkere und länger andauernde Immunreaktion auslöst.

Keine Sicherheitstests nötig

Normalerweise sollte man annehmen, dass derartige Neuentwicklungen sorgfältig auf ihre Sicherheit getestet werden müssen. Doch Fehlanzeige! Bei Alu-Verbindungen gibt es nämlich eine Art behördlichen Freibrief, weil Aluminium-Salze schon seit den 1920er Jahren in Impfstoffen eingesetzt werden. Deshalb dürfen diese Chemikalien sofort nach der "Dosisfindung" im Tierversuch in die Impfstoffe für den Menschen gemixt werden.

Seit Jahren weiß man aus zahlreichen Arbeiten, dass es die Aluminiumverbindungen sind, welche den Großteil der Nebenwirkungen der Impfstoffe auslösen. Das betrifft die spontanen Reaktionen nach der Impfung wie z.B. Entzündungen und Verhärtungen an der Einstichstelle oder Fieber.
Außerdem stehen diese Aluminiumverbindungen seit Jahren unter Verdacht, dass sie bei genetisch empfänglichen Personen Allergien oder Autoimmunerkrankungen auslösen können. 

Bei neuartigen verstärkten Aluminiumverbindung gilt dieser Verdacht umso mehr.

Und den Impfstoff-Herstellern war dieses Risiko offensichtlich wohl bewusst. 

Welches Design schlugen also z.B. die Merck-Strategen den Behörden vor?

Sie schlugen vor, die neuartigen Alu-Booster auch in der Placebogruppe einzusetzen, also den Teilnehmerinnen, welche in die Kontrollgruppe gelost werden, mit Aluminium versetztes Wasser zu spritzen. 


Aluminium-Wasser als Placebo-Impfung

In Wikipedia wird ein Placebo folgendermaßen definiert:
Ein Placebo (lat. „ich werde gefallen“) ist im engeren Sinn ein Scheinarzneimittel, welches keinen Arzneistoff enthält und somit auch keine durch einen solchen Stoff verursachte pharmakologische Wirkung haben kann.
Bei Impfungen würde also z.B. eine physiologisch neutrale Salzwasser-Lösung diesen Zweck erfüllen. Mit so einer Kontrollgruppe wäre zweifelsfrei zu erkennen, welche Nebenwirkungen auf die Impfung und deren Wirk- und Inhaltsstoffe zurückzuführen sind.

Die Behörden verzichteten jedoch darauf, dieses unangefochten beste Design durchzusetzen und genehmigten den absurden und jeglicher wissenschaftlichen Redlichkeit widersprechenden Vorschlag des Gardasil-Herstellers. 

Und so geschah es: Abgesehen von einer kleinen Studie, wo tatsächlich eine physiologisch neutrale Saline-Lösung als Placebo-Impfung verwendet wurde, bekamen 95 Prozent der insgesamt rund 20.000 Teilnehmerinnen demnach die neuartigen Alu-Booster gespritzt.

Damit wurde also eine Substanz, die nie am Menschen auf ihre Sicherheit getestet worden ist, gleich im Impfstoff angewendet, der auf den Markt kommen sollte. Und um sicher zu gehen, dass keine Probleme damit auftreten, spritzte man die neu entwickelte Alu-Verbindung auch gleich den Teilnehmerinnen der Kontrollgruppe.

Damit waren also alle Nebenwirkungen, die vom "Amorphen Aluminium Hydroxyphosphat Sulfat" ausgehen mochten, vollständig maskiert und unsichtbar gemacht.

GSK ging bei seinem AS-04 System ähnlich vor, hatte aber immerhin den Anstand, seinen Impfstoff Cervarix mit dem Alu-Salmonellen-Gemisch zumindest gegen eine herkömmliche Aluminium-Verbindung in der Kontrollgruppe zu testen.

Doch sehen wir, wie es beim Marktführer Gardasil weiter ging:


Fast 500 Gardasil-Studienteilnehmerinnen erkrankten

Ein Konzern, der eine wissenschaftliche Studie finanziert, hat kein Interesse daran, dass mögliche Krankheiten von Studienteilnehmern dem eigenen Arzneimittel zugeschrieben werden. Deshalb werden vor der Aufnahme in eine wissenschaftliche Studie alle Teilnehmer gründlich untersucht, ob sie auch wirklich vollkommen gesund sind.

Umso erstaunlicher ist es, dass bei den Gardasil Studien laut Behörden-Protokoll im Lauf von rund 18 Monaten bei insgesamt 463 der etwas mehr als 20.000 Teilnehmerinnen "neue Krankheiten mit potenziell autoimmunem Hintergrund" auftraten. 
Dabei handelte es sich in der Mehrzahl um Gelenksentzündungen (Arthritis) sowie diverse Erkrankungen der Schilddrüse. 17 Teilnehmerinnen erkrankten an Morbus Crohn bzw. Colitis Ulcerosa, 7 an autoimmunem Diabetes, 6 an Multipler Sklerose und 4 an Lupus Erythematodes.

Insgesamt betrug also das Risiko binnen etwas mehr als einem Jahr von völliger Gesundheit in chronische Krankheit zu schlittern 1 zu 41. Das bedeutet einen Anteil von 2,3 Prozent.

Wie viele dieser neu aufgetretenen Erkrankungen nun tatsächlich auf die Impfungen zurück zu führen sind und wie viele auch ohne diese medizinische Intervention passiert wären, ist schwer zu sagen.
HPV-Experten und Lobbyisten weisen darauf hin, dass diese 2,3 Prozent wohl der Anteil der jeweiligen Bevölkerung sind, welcher in diesem Zeitraum ohnedies erkrankt wären.

Wenn diese jährliche Rate an Neuerkrankungen tatsächlich der Realität entsprechen würde, müsste allerdings bereits die halbe Bevölkerung an Autoimmunerkrankungen laborieren.
Soweit sind wir aber doch (noch?) nicht.

Jedenfalls wird von den HPV-Lobbyisten zur Untermauerung dieser Behauptung auf eine Studie der Schweizer Impfexpertin Claire-Anne Siegrist verwiesen. Sie kam - etwa zeitgleich zur Veröffentlichung der Gardasil-Studien - mit einer eigenartigen Arbeit an, welche sich auf Daten großer Versicherungen bezog und zeigte, dass junge Frauen relativ häufig von Autoimmunerkrankungen betroffen sind.
Die Arbeit trug den bezeichnenden Untertitel: "Eine Kohortenstudie, um zu illustrieren, welche Ereignisse irrtümlich für Nebenwirkungen gehalten werden könnten" (!)

Ein Finanzier ist in dieser Studie - im krassen Gegensatz zu den Kriterien für seriöse wissenschaftliche Arbeit - nicht angegeben. Da Frau Professor Siegrist in der Vergangenheit aber auf der Honorarliste von fast allen großen Impfstoff-Konzernen stand, nehmen wir mal nicht an, dass sie die Arbeit gratis und unbezahlt in ihrer Freizeit durchführen musste. 


War Bestechung im Spiel?

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: 
Zunächst wird unter Komplizenschaft der Gesundheitsbehörden der USA und der EU ein bekannter Risikofaktor für Autoimmunerkrankungen "entschärft", indem diese Chemikalie auch der "Placeboimpfung" beigemischt wird. 
Anschließend wird eine - strategisch vorab geplante und zeitgleich publizierte - Studie vorgelegt, welche den Eindruck erwecken soll, dass ohnedies viele Frauen und Mädchen - auch ohne Impfung - diese Krankheiten entwickeln.

Seither wird bei allen Anfragen oder Bedenken zur Sicherheit von Gardasil von der Herstellerfirma sowie den HPV-Lobbyisten sofort auf die Siegrist Studie verwiesen. Auf strategisch aufbereitete Daten aus Versicherungs-Archiven, die überhaupt nichts mit den Impfstudien zu tun haben. 

Ein prächtiges Ablenkungsmanöver, dass wohl von folgender Frage ablenken soll:

Wie viele der 463 Frauen und Mädchen, die an den Gardasil-Studien teilgenommen haben, sind auf Grund der neuartigen Wirkverstärker erkrankt? 

Wir wissen es nicht!

Das wäre nur zu klären gewesen, wenn die Impfung gegen eine biologisch neutrale Salzwasser-Lösung als Placebo-Impfung getestet worden wäre.
Das heraus zu finden lag jedoch nicht in der Absicht von Merck & Co.

Also fließen Milliarden an Steuergeldern für einen organisierten Trickbetrug in die Konzernkassen.
Als Gegenleistung werden gesunde Jugendliche und junge Erwachsene dem Risiko ausgesetzt, dass sie nach der Impfserie dauerhaft krank sind. 

Es wäre höchste Zeit für die Einberufung einer Untersuchungs-Kommission, um die rationalen Argumente für die Beweggründe der involvierten Behörden aufzuklären. Vor allem interessiert mich die Kernfrage, wie sie diesem wissenschaftlich absurden Design zustimmen konnten. 

Möglicherweise waren diese "rationalen Argumente" ja ganz profane Bestechungsgelder. 

Eines ist jedenfalls klar: Wenn der Anteil der durch HPV-Impfungen geschädigten Mädchen und Frauen auch nur annähernd den Bereich von einem Prozent erreicht, dann geht von der Impfung ein vielfach höheres Risiko aus als von den HP-Viren. 

(Zumal bei einem guten organisierten Screening Programm zur frühzeitigen Erkennung von Gebärmutterhals-Krebs, wie es etwa in Finnland praktiziert wird, in den allermeisten Jahren keine Zervixkarzinom-Todesfälle bei Frauen unter 50 Jahren auftreten.
Ob die Wirkung der HPV-Impfungen überhaupt länger als drei Jahrzehnte anhält, um dann eventuell das Krebsrisiko zu reduzieren, steht derzeit vollständig in den Sternen.)


Wenn Ihnen dieser Artikel interessant und wichtig erscheint, würde

ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen. 

Montag, 14. Oktober 2013

Wie unabhängig ist die Wissenschaft?

"Geniale junge Menschen werden uns mit jeder Generation geschenkt. - Diese herausragenden Talente können wir weder planen noch anschaffen, aber wir können sie sehr wohl kaputt machen."
So lautet die Warnung des in Graz geborenen Biochemikers Gottfried Schatz, der nach einer Karriere in den USA und der Schweiz die aktuelle Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses in Österreich kritisch beurteilt:
"Wir bieten heute jungen Forschern ganz miserable Karrierestrukturen, die weder fair, noch transparent, noch vernünftigerweise planbar sind."
Die Universitäten leiden unter Finanznot, die Notwendigkeit der Einwerbung von Drittmittel steht im Anforderungsprofil jeder akademischen Führungsposition. Doch wie sehr darf sich die Wissenschaft verkaufen, ohne dass sie ihre Unabhängigkeit vollständig verliert? Welche internen Kontroll-Mechanismen hat die Wissenschaft, um sich gegen den immer stärker werdenden Einfluss der Lobbys zu wehren? Ich habe für das Wissenschaftsmagazin "Newton" eine Sendung gestaltet, in der diese spannenden Fragen Thema sind.
Besonders habe ich mich auf den Spagat zwischen angewandter Forschung im Auftrag von Industriepartnern sowie der Grundlagenforschung konzentriert, welche nachhaltige Lösungen abseits kurzfristiger Rendite sucht.
Die akademischen Pole reichen dabei von der Montanuniversität Leoben, die als Darling der Industrie gilt, bis zum brandneuen Institute of Science and Technology (IST) in Gugging, wo hunderte Millionen Euro an Steuergeld in die Hoffnung investiert werden, dass die Grundlagenforschung irgendwann Früchte trägt und dabei Patente oder gar ein Nobelpreis abfallen.

Zwischen diesen elitären Polen liegt der Sumpf des akademischen Alltags mit vielfach prekären Lebensumständen von Jungwissenschaftlern. Viele müssen sich von Auftrag zu Auftrag hanteln und werden ohne längerfristige Perspektiven dann - gut und teuer ausgebildet - aus Österreich regelrecht vertrieben.

"Was derzeit überhaupt nicht passt ist die Situation bei den Jungen", sagt Renée Schröder, Professorin am Department für Biochemie der Max F. Perutz Laboratories in Wien. Sie plädiert für eine neue "Entlassungskultur":
"Das System ist brutal geworden. Die Universitäten haben nicht den Mut, den Leuten längerfristige Verträge zu geben, weil sie Angst haben, sie können sie dann nicht entlassen, wenn sie die Leistung nicht bringen. Das ist für die Jungen ganz schlimm, wenn sie viel leisten und keine Aussicht auf eine Stelle haben. Und neben ihnen sitzen zwei auf permanenten Stellen, die nichts leisten."

Die Sendung kann eine Woche lang in der TV-Thek des ORF angesehen werden.


Newton Moderator Matthias Euba

Donnerstag, 24. September 2009

Schweinegrippe: So geht Lobby

Unter Druck der Pharmakonzerne haben die Politiker zugeschlagen und um rund eine Milliarde Euro Schweinegrippe-Impfstoff bestellt. Zwei Drittel der Deutschen wollen sich aber "sicher nicht" gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Das restliche Drittel überlegt noch.
Jörg Böcker, Moderator eines sehenswerten Beitrages des ARD Magazins "Plusminus" schlägt eine Alternative vor: "Wie schön wäre es, wenn sich die Politiker gegen die Lobbyisten der Pharmaindustrie impfen lassen könnten."


Auch Harald Schmidt hat sich dem Thema Schweingrippe gewidmet.
Auf sehr amüsante Weise: