Mittwoch, 18. Januar 2023

Die Kaperung unseres Immunsystems durch die Konzerne

Die Pipelines der Konzerne sind gut gefüllt mit neuen Impfungen. In den Nachrichten wurden wir bereits wieder an einen neuen Namen gewöhnt: die RS-Viren (Respiratorische Synzytial-Viren) gehen um. Und bald gehört die Dreifach-Impfung gegen die "Tripledemic" vor dem Winter zum obligaten Sicherheits-Paket. Der Billionen-Plan von der Fernsteuerung des menschlichen Immunsystems durch die Pharmaindustrie schreitet in großen Schritten voran. 


Seit der Massen-Impfaktion herrscht massive Übersterblichkeit 

In Österreich lag die Übersterblichkeit nun 17 Wochen in Folge über jener des Jahres 2019, meldet die Statistik Austria. Rund um Weihnachten eskalierte die Lage mit einem Plus bei den Sterbezahlen von 36% (KW 52) bzw. 42% (KW 51). Ähnlich ist die Lage in Deutschland, wo im Oktober und im Dezember 2022 die Übersterblichkeit im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre 19% betrug. Auf die Frage nach den Ursachen dieser Entwicklung herrscht allgemeines Achselzucken. Sicher ist nur: An den Covid-Impfaktionen lag es nicht. Sicher nicht.
Allen offiziellen Aussagen in diese Richtung haftet allerdings das Manko an, dass es ja wohl schwierig wäre, einen derartigen Zusammenhang zuzugeben. Hatten doch Behörden, Politik und Medien in seltener Einigkeit gepredigt, dass die Impfstoffe sicher seien. So sicher, dass man sie notfalls auch zwangsweise verabreichen wollte. Wie also soll man nun sagen: "Sorry, wir haben uns geirrt, es gab doch beträchtliche Probleme mit deren Sicherheit." So etwas wird man nicht hören; auch nicht, wenn es stimmen sollte. 

Die kleinen Dienste der Wissenschaft

Die Hersteller der Covid-Impfungen glauben weiterhin felsenfest an die Vorteile ihrer Produkte. Die Pfizer Managerin Janine Small zitierte beispielsweise bei einer Befragung vor dem EU-Parlament dazu Modellrechnungen des Imperial College London mit ihrem Vordenker Neil Ferguson, die ergeben hatten, dass die Impfungen 20 Millionen Menschenleben gerettet haben. So etwas lässt man sich doch gerne nachsagen. 
Dass Ferguson und das Imperial College einen enorm schlechten Nachruf haben, was Vorhersagen betrifft, wird dabei geflissentlich verschwiegen: 
  • 2002 sagte Ferguson voraus, dass bis zu 50.000 Menschen in Großbritannien am Rinderwahn (Creutzfeldt Jakob Syndrom) sterben. Falls die Seuche auch auf Schafe übergreift wären es sogar bis zu 150.000. - Geworden sind es dann insgesamt 178 Todesopfer.
  • 2005 übertraf sich Ferguson anlässlich der Vogelgrippe H5N1 und warnte, dass weltweit bis zu 200 Millionen Menschen daran sterben werden. Als die WHO 2006 Bilanz zog, waren es dann insgesamt 78 Vogelgrippe Opfer.
  • 2009 beriet Fergusons Expertengruppe die britische Regierung und prognostizierte 65.000 Todesfälle durch die aktuelle Schweinegrippe. Es wurden dann 457.
Dass das Imperial College beim Aufbauschen der Risiken ebenso übertreibt, wie beim Nutzen der pharmazeutischen Gegenwehr, liegt möglicherweise auch an den Sponsoren der akademischen Einrichtung, wo sich zahlreiche Konzerne und auch z.B. die Gates-Foundation mit Millionenbeiträgen in die goldenen Bücher eingetragen haben. 

"Corona hat einmal mehr klargemacht, wie willfährig akademische Institutionen sich mit den Vorgaben der Politik synchronisieren und wie stark auf Universitäten und Akademien Konformismus und Duckmäusertum vorherrscht", beschreibt der Schriftsteller und Wissenschafts-Forscher Jan David Zimmermann in der Berliner Zeitung die aktuellen Zustände.

Die Kurve der weltweiten Covid-Todesfälle zeigte sich vom massenhaften Einsatz
der Covid-Impfung relativ unbeeindruckt (Quelle: Hart-Group)


Modernas zweiter Streich

Die Pharmaindustrie hat jedenfalls keinen Grund, nun zaghafter zu werden. Im Gegenteil, die Impfstoff-Hersteller und hier wieder speziell jene, die sich der mRNA Technologie verschrieben haben, erlebten ja zuletzt einen wahren Goldrausch. Und mittlerweile gibt es neue Fundstellen.

Die US-Firma Moderna hat soeben die Studien für einen mRNA-Impfstoff gegen RS-Viren für ältere Menschen abgeschlossen. RS-Viren zählen zu den Erkältungsviren und haben ein ähnliches Risikoprofil wie Influenza-Viren. Da es bisher keinen Impfstoff zu bewerben gab, kennt aber kaum jemand diese Viren.
Das ändert sich nun. 37.000 Personen nahmen an der Moderna Studie teil. Die Wirksamkeit der Impfung wird mit 83,7% angegeben.  Moderna möchte unbedingt zeigen, dass es nicht nur ein One-Hit-Wonder bleibt. Der RSV-Impfstoff wäre nach 'Spikevax' das zweite Produkt des US-Unternehmens. Moderna-Präsident Stephen Hoge zeigte sich bei der Präsentation der aktuellen Resultate jedenfalls in Feierlaune: "Wir glauben wirklich, dass wir zur Spitzenklasse gehören - 84 % ist eine hervorragende Wirksamkeit." Was Hoge dabei verschweigt: Diese Angabe beruht gerade mal auf 64 RSV-Infektionen. Es handelt sich demnach um eine Hochrechnung mit gewaltiger Schwankungsbreite. 

Modernas Börsewert stieg dennoch gleich um 7%. Moderna rechnet im Lauf von einigen Monaten mit einer positiven Antwort der Zulassungsbehörden in den USA und anschließend auch in Europa. Die Konzerne Pfizer und GSK befinden sich mit eigenen RSV-Impfungen ebenfalls in der Zielgeraden. Die Analysten prophezeien ein globales Marktvolumen von mehr als 10 Milliarden US$ - und das nur für die Impfung für Erwachsene. 
Der zweite große Markt sind die Kinderimpfungen. 
Und auch hier gibt es einige Produkte in der Pipeline - unter anderem einen Antikörper-Wirkstoff für Neugeborene namens 'Nirsevimab'. Er wurde von AstraZeneca gemeinsam mit Sanofi entwickelt und ist in der EU bereits zugelassen. 

mRNA Impfstoff auch bei Influenza

Bei Influenza ist ebenfalls eine Neuerung in Arbeit: eine Impfung auf mRNA Basis, die nicht mehr jährlich an die umlaufenden Viren angepasst werden muss, sondern gleich gegen alle bekannten Influenza-Subtypen wirkt. So erfreut sich das "World Economic Forum" auf seiner Webseite über diese Ankündigung gibt, so bekannt klingen die Einschränkungen:
"Es wird nicht erwartet, dass der Impfstoff eine so genannte sterilisierende Immunität verleiht, die eine Infektion vollständig verhindert", heißt es. "Vielmehr ermöglicht er es dem Körper, ein Gedächtnis für sein Immunsystem aufzubauen, das es ihm ermöglicht, sein Wissen abzurufen und sich schnell an neue Pandemiestämme anzupassen."
Das klingt schon weniger grandios. Den ersten Teil kennen wir von den Covid-Impfstoffen. Für den zweiten Teil der Aussage bräuchte es eigentlich keine Impfung, weil das die ganz normale Funktionsweise des Immunsystems beschreibt. 
Aber egal, es geht um die Marktchancen und die sind zweifellos intakt. Zumal die Konkurrenz der saisonalen Grippe-Impfstoffen keine allzu große Hürde darstellen sollte. Deren Wirksamkeit - die nicht auf Hochrechnungen, sondern auf dem tatsächlichen Vergleich von Influenza-geimpften mit Ungeimpften beruht – ist überschaubar. 
Laut Einschätzung des Robert Koch Instituts gab es in den Jahren 2012 bis 2019 gerade dreimal eine signifikante Wirksamkeit der saisonal angepassten Influenza-Impfung. Dies bezog sich jedoch nicht auf die 'ganze' Impfung, sondern lediglich auf einen der drei darin enthaltenen Subtypen. Dessen Wirksamkeit lag hier zwischen 48% und 61%.
Bei allen anderen 18 Komponenten waren die Nachweise über die Wirksamkeit nicht signifikant und damit wenig aussagekräftig. Interessant ist auch die Spannweite dieser Nicht-Wirksamkeit, die weit in den negativen Bereich hinein reicht. Wer sich etwa 2018 impfen ließ, hatte tendenziell ein 28% höheres Risiko an Influenzaviren des Subtyps H3N2 zu erkranken als nicht geimpfte Personen. Wer sich 2013 impfen ließ, hatte sogar ein 66% höheres Risiko auf einen Krankenstand.
Erklärt - oder erwähnt - werden derartige Effekte nicht. Schwächen die Influenza-Impfungen die körpereigenen Abwehrkräfte? Möglich wäre es.
Gesundheitsminister Lauterbach freute sich auf Twitter dennoch riesig, dass man sich künftig mit drei Impfungen – gegen Covid, RSV und Influenza – auf den Winter vorbereiten kann. Im Englischen wird dieses Trio Infernal bereits unter dem Schlagwort "Tripledemic" vermarktet. 

Tierfabriken als fragwürdiges Fernziel

Gesundheitsprävention mittels "Stärkung des Immunsystems durch Impfungen" wird immer mehr zum Verkaufsschlager. Doch hier ist eindeutig noch nicht der Gipfel des Möglichen erreicht. Bayer und Monsanto haben am Beispiel des Saatguts aufgezeigt, wie man dessen Nachhaltigkeit brechen und die Konsumenten in eine künstliche Abhängigkeit von jährlich neu einzukaufendem Hybrid-Saatgut treiben kann, dass dann im optimalen Fall auch gleich mit den darauf abgestimmten Herbi-, Fungi- und Pestiziden angeboten wird.

Am besten sieht man in der Veterinärmedizin, wohin es führt, wenn die Logik der Konzerne ohne Widerstand oder Kontrolle wuchern kann: zu einer höchst artifiziellen Vorsorge, bei der Medikamente und Impfungen das Immunsystem der Tiere bereits weitgehend ersetzt haben.
Die meisten Tiere in den Fleisch-, Milch- und Eierfabriken würden es heute wahrscheinlich nicht mehr überleben, wenn sie einen Tag in freier Wildbahn verbringen müssten. Aber nicht, weil sie gefressen oder überfahren werden, sondern weil ihr von der Pharmaindustrie ferngesteuertes Immunsystem mittlerweile vollständig inkompetent ist. Und mit fremdartigen Wiesen-Viren oder Schlamm-Bakterien heillos überfordert wäre. 

No-Vogelgrippe für Hühner

In diese Richtung geht auch die in Österreich derzeit gültige Stall-Pflicht für Freiland-Hühner.
Argumentiert wird diese Maßnahme mit der Vogelgrippe, welche die Hühnerwirtschaft gefährdet. Es geht also darum, die Tiere in den Fabriken zu schützen. Weil es derzeit noch keinen Impfstoff gegen die Vogelgrippe gibt, fällt den Veterinär-Behörden nichts besseres ein, als das meist recht robuste Freiland-Geflügel einzusperren.
Das ist so eine Art No-Covid Ansatz und hat noch nie irgendwo funktioniert. Die Viren "auszuhungern" wird schwer möglich sein, solange es Wildvögel gibt. Und genauso wenig, wie ein Wildvogel in die Putenmast-Anlage eindringt, tut dies ein Sulmtaler Hahn vom Bauernhof. Die Maßnahme ist also vollständig Logik-befreit.  
Es geht den Veterinär-Behörden aber wohl eher darum, eine Ausrede zu haben, falls 100.000ende Massenhaltungs-Hühner oder Puten eingehen. Schuld sind dann die Hobby Hühnerhalter mit ihrer pickenden Schar im Hinterhof. 
Eigentlich müsste man Veterinäre, die diese Linie vertreten auf ein wissenschaftliches Umerziehungslager schicken. Als Tierfabrik-Doktor ist man aber zugegeben arm dran, wenn es für irgendein Problem keine Medikamente oder Impfungen gibt. Dann hilft meist nur noch die Keulung, das vorsorgliche Töten der Tiere. Oder Beten. 

Der Billionen-Dollar Plan

Auch bei den Menschen geht es in eine ähnliche Richtung: Geplant ist die Übernahme und Steuerung der Funktionen des Immunsystems durch die Pharmaindustrie. Hier gibt es ein weites Feld an Möglichkeiten. Das ist der Billionen-Dollar Plan für die nächsten Jahrzehnte. 
Während früher Schmerzmittel, Schlafmittel oder Diabetes-Medikamente zu den Umsatzbringern zählten finden sich unter den Top Ten heute vorwiegend Mittel zur Beeinflussung des Immunsystems sowie Krebsmedikamente. Angeführt wird die Liste von Humira das mit einem jährlichen Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar gegen "entzündliche Prozesse des Immunsystems" verschrieben wird, beispielsweise bei Schuppenflechte. Eine einzige Injektion kostet rund 880 Euro. Weitere Produkte unter den Top Ten sind die Impfung gegen Pneumokokken, diverse Immunmodulatoren sowie Anti-Rheumatika. Auch bei den Krebsmitteln handelt es sich meist um Antikörper, die ins Immunsystem eingreifen.
Diese teuren Mittel stehen oft am Ende der Therapie, wenn es um die Behandlung der Krankheits-Symptome geht. Heilen kann kaum eines dieser Medikamente, sondern bestenfalls den Fortschritt der Krankheit hemmen oder die Beschwerden lindern. 

Ausgelöst werden die Probleme meist durch den ungezügelten Eingriff vieler Medikamente in das kindliche Immunsystem. Fiebersenker sabotieren es unmittelbar in seiner Arbeit. - Antibiotika-Kuren legen das so wichtige Zusammenspiel mit dem Mikrobiom im Darm lahm. Kleine Kinder sind nach  mehrfacher Antibiotika-Gabe oft regelrecht steril und müssen ihre Bakterienflora vollständig neu aufbauen.
Und auch das Thema Impfen wird in seinen Auswirkungen weder verstanden noch untersucht. 
Viele Impfstoffe - wie etwa Tetanus, Diphtherie, Polio oder FSME - sind seit vielen Jahrzehnten, weitgehend unverändert im Einsatz. Eine Evaluation und Neubewertung ihres Nutzens findet nie statt. Stattdessen kommen laufend neue Impfstoffe dazu. Etwa die HPV Impfung, die sich speziell gegen den Viren-assoziierten Gebärmutterhalskrebs richtet. Oder die brandneue Herausforderung der mRNA-Impfstoffe. Wer sich z.B. in Österreich an die Empfehlungen des aktuellen Impf-Kalenders hält, mutet seinen Kindern bis zum 18. Geburtstag mindestens 50 Einzelspritzen zu.

"Alle modernen Krankheiten haben als Ursache ein hyperaggressives oder unreifes Immunsystem", erklärte mir dazu der deutsche Kinderarzt und Bestseller-Autor Herbert Renz-Polster. Herumgesprochen hat sich diese Weisheit noch nicht. Und beherzigt wird sie ebenso wenig. 
Und somit sind - mitten im Wohlstand - mindestens ebenso viele Kinder krank, wie in den alten Seuchenzeiten. Einzig die Art der Krankheiten hat sich von den Infektionen in den Bereich der chronischen Leiden verschoben. Sicherlich, daran stirbt man nicht so rasch. Doch auch hier ist die Bandbreite zwischen Heuschnupfen und immunbedingtem Krebs enorm.
In den USA haben mittlerweile bereits 50% der Kinder und Jugendlichen mindestens eine behandlungsbedürftige chronische Krankheit.
In Europa liegen wir bei etwas über 30%. Doch auch hier zeigt die Tendenz auf: rasant steigend.
Von Analyse oder Aufarbeitung dieser skandalösen Zustände keine Spur. Die meisten Menschen erkennen nicht einmal das Problem



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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet die Kontaktdaten auf seiner Homepage.

Sonntag, 8. Januar 2023

Warum haben Myokarditis-Patienten ungebundene intakte Spikes im Blut?

Zwei aktuelle Studien widmen sich dem Risiko einer Herzmuskelentzündung nach SARS CoV-2 Impfung. Die erste zeigt, dass sich in den Wochen nach der Impfung bei einem Drittel der geimpften Jugendlichen Spike-Proteine im Blut nachweisen lassen. Die zweite Studie untersuchte 5.000 Schüler während eines Impfprogramms und fand bei 1% der Teilnehmer auffällige EKG-Werte.

Neu gebildete Spikes an der Oberfläche der 'befallenen' Zelle (Video: Vaccine makers)

Bis vor kurzem galt es noch als Fake-News, dass durch die Covid-Impfung erzeugte Spike-Proteine im Blut zirkulieren und sich im ganzen Körper verteilen können. Die Impfstoff-Hersteller hatten behauptet, dass die Spikes gar nicht aus der Zelle rauskönnen, in der sie mittels Gentransfer künstlich hergestellt wurden, sondern auf deren Oberfläche hängen bleiben. (Siehe dazu z.B. dieses Video). 

Politiker und Pseudo-Experten wie Karl Lauterbach hatten das noch getoppt, indem sie Nebenwirkungen von Impfungen prinzipiell abstritten. „Impfungen sind mehr oder weniger nebenwirkungsfrei, das muss immer wieder gesagt werden“, erklärte er im Februar 2022 in einer Talkshow mit Anne Will.
Ähnliche Aussagen kamen von österreichischen Politikern und Experten, z.B. vom Gesundheitsminister und Arzt Wolfgang Mückstein bei seinem Appell an die jüngere Bevölkerung, sich unbedingt impfen zu lassen. Auf einer Pressekonferenz „zum Anlass der 10-Millionsten Impfung“ am 11. August 2021 sagte er: „Impfungen sind sicher. Riskieren Sie nichts, lassen Sie sich impfen.“

Riskiert man – speziell als Jugendlicher – wirklich nichts, wenn man sich gegen SARS-CoV-2 impfen lässt? 

Derartige Aussagen können nun Evidenz-basiert als Fake-News bezeichnet werden. Eine Anfang Januar 2023 im Journal der US-Herzgesellschaft publizierte Studie liefert dafür die bislang am besten dokumentierten Beweise.

Heftiger Spike-Verkehr im Blut

Die Studie, die von Medizinern und Wissenschaftlern im Umfeld der Harvard Universität in Bosten durchgefährt wurde, umfasste 16 Myokarditis Patienten im Alter zwischen 12 und 21 Jahren. 13 waren männlich, drei weiblich. Diese Patienten wurden mit einer Kontrollgruppe von 45 etwa gleich alten Personen verglichen. Alle Teilnehmer hatten die Covid-Impfungen erhalten. Die Wissenschaftler nahmen ihnen teils mehrfach Blut ab und analysierten es auf zahlreiche Antikörper und sonstige Parameter, auch auf isolierte Spikes, die ohne ihr natürliches Anhängsel, die SARS CoV-2 Viren - im Kreislauf unterwegs waren. Es handelte sich demnach eindeutig um Spikes, die von der Impfung - und nicht von einer etwaigen Covid-Infektion - stammten. 
Und genau solche Spikes wurden im Blut der Mehrzahl der Myokarditis-Patienten in großer Zahl gefunden. 

In der gesunden Kontrollgruppe hatte kein Teilnehmer solche vollständigen Spikes im Blut. Dort fanden sich hingegen bei einem Drittel der Teilnehmer geteilte Spikes (S1). Den Spikes wurde von den Impfstoff-Entwicklern eine Sollbruchstelle eingebaut. Wenn die Spikes versuchen, an Körperzellen anzudocken und dabei in Kontakt mit speziellen Enzymen kommen, teilt sich das Protein etwa in der Hälfte in ein S1 und ein S2 Teil. Der S1 Teil besitzt die Möglichkeit an Zellen zu docken - doch genau dort greifen auch die Impf-Antikörper an und neutralisieren das nunmehr halbe Spike. 
Genau dies war bei 34 % der Kontrollgruppe und bei 29% aus der Myokarditis-Kohorte geschehen. In beiden Gruppen waren nur Jugendliche davon betroffen. Bei Erwachsenen fanden sich keine solchen S1 Spikes. Warum dies so ist, konnten die Forscher nicht erklären. 
Dass überhaupt Spikes im Organismus unterwegs waren, widerspricht zwar auch den Angaben der Impfstoff-Hersteller, doch immerhin waren sie - wie man das nach einer Impfung erwarten sollte - an spezifische Antikörper gebunden, welche die Spikes neutralisieren, so dass diese keinen Schaden mehr anrichten - und im Lauf der Zeit über die Nieren ausgeschieden werden.

Bei der Mehrzahl der Myokarditis-Patienten wurden jedoch auch noch andersartige Spikes gefunden. Diese Spikes hatten noch die volle Länge und waren nicht durch Spike-spezifische Antikörper gebunden. 

Was heisst das nun?

Für die Autoren stellt dieser Befund ein vollständiges Rätsel dar. Alle Patienten hatten erhöhte Troponin-Werte, wie dies bei Myokarditis üblich ist. Außerdem auch erhöhte Werte des Entzündungs-Markers CRP. Doch sonst zeigten sich kaum Unterschiede in den verschiedenen Parametern - und auch keine Auto-Antikörper. Der einzige Unterschied waren die ungebundenen Spike-Proteine.

Gegen Ende ihrer Arbeit schlagen die Autoren vor, den Patienten passende Antikörper zu verabreichen, um die Spikes zu neutralisieren. 
Aber waren die Patienten nicht gerade deshalb geimpft worden? Damit sie eben jene SARS CoV-2 -spezifischen Antikörper gegen die Spikes der Viren entwickeln. Warum ist das nicht geschehen?

Die Impfungen lagen bei den Patienten zwischen einem und 19 Tagen zurück, als ihnen zum ersten Mal Blut abgenommen wurde. Spätere Blutmessungen fanden die Spikes auch noch nach drei Wochen. Es ist demnach wahrscheinlich, dass es noch längere Zeit Zellen gab, die unbehelligt vom Immunsystem Spikes produzierten. Und nachdem es sich bei allen betroffenen Personen um Myokarditis Patienten handelt, werden die befallenen Zellen wohl zum Herzmuskel gehören. Die Entzündung des Herzens wäre damit also noch immer akut, weil es das Immunsystem sicherlich nicht duldet, dass sich dort Virenfabriken einnisten. Darauf weisen auch die erhöhten CRP-Werte hin.


Möglicherweise wird dieses Problem aber auch durch die Therapie ausgelöst, die neben der Gabe von Antibiotika auch Immun-hemmenden Substanzen wie Cortison einschließt. Die Mediziner befinden sich hier in einem Dilemma, da bei einer überschießenden Immunreaktion am Herzen Lebensgefahr besteht. Wird die Immunantwort aber unterdrückt, läuft eventuell die Spike-Produktion weiter. 
Warum sich gerade bei den Myokarditis Patienten keine Antikörper an die vollständigen Spikes gekümmert haben, bleibt ein Rätsel. Ebenso bleibt es ein Rätsel, warum nur die jüngeren Studienteilnehmer - in beiden Gruppen - Spikes im Blut hatten. 
Die Autoren der Studie schreiben, dass eine Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung mit 1 bis 2 Fällen pro 100.000 Geimpften sehr selten vorkommt. Allerdings könnte es sich hierbei um eine Unter-Erfassung handeln, weil nur die schwersten Fälle bekannt werden. 

Ein auffälliger EKG Befund pro 100 geimpften Jugendlichen

In Taiwan wurden im Rahmen einer Studie, die ebenfalls Anfang Januar erschienen ist, knapp 5.000 Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren während der Impfkampagne vor und nach den Impfungen untersucht und auch an ein EKG angeschlossen. 763 Schüler (17,1%) berichteten nach der Impfung über kardiale Symptome. Zumeist handelte es sich um Brustschmerzen sowie Herzrasen. 51 Schüler – immerhin 1% der Studiengruppe – hatten abnormale EKG-Werte. Bei einem wurde eine Myokarditis diagnostiziert, bei fünf weiteren signifikante Herzrhythmusstörungen. Die Symptome waren jedoch in der Regel mild und besserten sich - mit Abstand zur Impfung rasch. Insgesamt lag die Quote von Myokarditis und signifikanter Rhythmusstörungen in der Studiengruppe bei 0,01%. Die Studie zeigt also, dass neben den schweren Fällen, bei denen eine stationäre Behandlung notwendig ist, eine ganze Reihe von milderen Verläufen auftreten und eine von 100 geimpften Jugendlichen messbare Reaktionen am Herzen zeigt.

Generell bleiben beim Thema Myokarditis nach Impfungen Fragen über Fragen. Es ist angesichts dieser bereits seit langem diskutierten Problematik vollkommen unverständlich, warum Länder wie Deutschland und Österreich die Covid-Impfung - für Kinder und Jugendliche - trotzdem empfohlen haben. 

Klar ist nur, dass das gigantische Menschheitsexperiment größenwahnsinniger Bio-Ingenieure uns noch viele Jahre mit komplizierten Kollateralschäden beschäftigen wird.

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Montag, 7. November 2022

Die Pandemie ist zu Ende: Trotz Impfung

Prognosen sind bekanntlich schwierig - speziell wenn sie die Zukunft betreffen. Der gnadenlose Schiedsrichter von Expertenschaft und Politik ist deshalb das Archiv. Hier zeigt sich, ob die einst wortgewaltig und mit großer Zuversicht geäußerten Vorhersagen auch tatsächlich eingetroffen sind. Beim Thema Covid-19 - soviel ist gewiss - haben sich die jeweiligen Meinungsmacher nicht mit Ruhm bekleckert.  

Karl Lauterbach setzt unverdrossen auf die Impfung und fordert zum 4. Stich auf

Im heurigen März hielt Gesundheitsminister Karl Lauterbach eine besonders dramatische Rede im deutschen Bundestag. Er warb für die Impfpflicht, nicht nur für Gesundheitsberufe, sondern für alle Bürger. Und er übte sich auf Basis seines wissenschaftlichen Sachverstandes als Prophet (unterstützt auch von Vorhersagen des Virologen Christian Drosten, den er zitiert). 
Lauterbach zählte in seiner Rede einige drastische Entwicklungen für den Herbst 2022 auf: Es sei möglich, dass die Delta-Welle wieder zurück kommt, oder dass Omicron gefährlicher wird, indem die Viren tiefer in die Lunge eindringen, oder ähnliches.
Ab Minute 1:12 sagt er: 
"Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im kommenden Herbst eine dieser Varianten sehen, liegt bei fast 100 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir keine Probleme mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie haben, liegt bei fast null Prozent, das ist fast so wahrscheinlich, als dass wir gar keinen Herbst bekämen."

Und dann ergeht er sich in seiner Rolle als Corona-Stratege: 
"Was müssen wir schließen? Wie gehen wir mit den Geschäften um? Was können wir unseren Kindern erneut zumuten? Sind die Pflegekräfte da, die wir benötigen?"

Und damit ist er beim Kern des Problems angekommen, auf das er die ganze Zeit hingesteuert hat. Er benennt die Schuldigen:
"Wir können den vielen Ungeimpften – die dann Behandlung brauchen und sie auch bekommen werden – denen können wir ja nicht sagen, ihr hättet euch ja impfen können, wir behandeln euch nicht! Wir sind eine zivilisierte Gesellschaft. Wir werden diese Menschen, die zum größten Teil selbst schuld sind, behandeln müssen. Und dann wird erneut das ganze Land in der Geiselhaft dieser Gruppe von Menschen sein, die sich gegen die weltweite wissenschaftliche Evidenz richten und noch stolz darauf sind, dass das Land auf sie wartet, ob sie sich impfen lassen oder nicht. Das können wir uns aus meiner Sicht nicht mehr leisten."
Und er schließt mit dem Aufruf: 
"Zum ersten Mal sind wir für das Jahr 2022 in der Lage die Pandemie in Deutschland mit der Impfpflicht zu beenden. Lassen Sie uns diese Gelegenheit ergreifen."
Der Wunsch Lauterbachs ging nicht in Erfüllung, wie wir wissen, die allgemeine Impfpflicht wurde vom Bundestag abgelehnt. Einzig die Impfpflicht für Gesundheitsberufe ist nach wie vor in kraft. Dieses Gesetz wird in vielen Bundesländern aber gar nicht exekutiert, um die teils verheerende Personalsituation in vielen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen nicht noch weiter zu verschlimmern.
 

Prognose und Realität

Und jetzt haben wir also den Herbst 2022: Was ist aus Lauterbachs vollmundigen Ankündigungen geworden?
Nichts ist daraus geworden, er hat sich - auf Basis seines Sachverstandes - zu hundert Prozent geirrt.
Die Pandemie ist zu Ende gegangen. Aber trotz Impfung - und nicht wegen der Impfung.
Beinahe die gesamte Bevölkerung hat sich - teils mehrfach - infiziert. Damit wurde eine Herdenimmunität jenseits von 95% erreicht. Und nun sind die meisten Menschen immun und vor ernsthaften Verläufen geschützt.

Wenn man den aktuellen RKI Monatsbericht vom 3. November ansieht, so zeigt sich das auch deutlich in den Zahlen. Im gesamten Monat Oktober mussten in Deutschland insgesamt 20 Personen der Altersgruppe 18-59 Jahre aufgrund von Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden. Davon waren nur 2 Personen ungeimpft. 
In der Altersgruppe über 60 Jahren mussten 79 Personen wegen Covid-bedingter Beschwerden auf einer Intensivstation behandelt werden. Davon waren 21 Personen ungeimpft, 7 Personen zweifach, 29 Personen dreifach und 23 Personen vierfach geimpft.

Aus dem RKI-Monatsbericht vom 3. November 2022

Die eigentlichen Schwurbler  

Lauterbach gibt jetzt vereinzelt Fehler zu. Zum Beispiel den Irrtum, dass Kinder ein Treiber der Infektion waren. Kitas und Schulen hätten nicht geschlossen werden müssen. Auch hier hatte Drosten den wissenschaftlichen Einflüsterer gespielt - und damit Lauterbach und viele andere Politiker getäuscht.
Lauterbachs Haltung mag dadurch etwas ins Wanken geraten sein. Doch er ist noch weit davon entfernt, sein Generalproblem anzuerkennen: dass er auf Basis seines eigenen Sachverstandes und dem seiner Experten auf ganzer Ebene daneben lag. 
Bereits im März hätte Lauterbach - wenn er sich dafür interessiert hätte - wissen müssen, dass ein Großteil der Bürger - teils mehrfach - mit den SARS CoV-2 Viren infiziert war. Längst gab es eine Herdenimmunität, wodurch die Infektionswellen rasch versiegten. Bei jenen, die dennoch erkrankten waren die Verläufe über Kreuz-Protektion meist mild.  Dies lag jedoch nicht an den großteils unwirksamen Impfungen, sondern an den durchgemachten Infekten, die eine robuste bevölkerungsweite Immunität erzeugten. 
Weder Lauterbach noch seine Experten vom Robert Koch Institut hatten Wert darauf gelegt, diesen Immunstatus der Bevölkerung frühzeitig solide zu erheben - auch aus der Strategie heraus, die natürlich erworbene Immunität ja nicht hervorzuheben und aufzuwerten. 
Erst im September erschienen dann die Resultate größerer Studien (z.B. vom Helmholtz Zentrum und der Universität Münster), die zeigten, dass 95% der Deutschen längst hohe Antikörper Titer aufweisen. 
Doch sogar hier reagierte Lauterbachs laufend zitierter Lieblings- Experte, Leif Erik Sander von der Berliner Charité, noch skeptisch. "Das Ergebnis ist interessant", erklärte der Virologe gegenüber dem ZDF. "Aber der alleinige Nachweis von Antikörpern ist leider nicht gleichzusetzen mit einer Immunität im Sinne eines Infektionsschutzes." 

Lauterbach mit einem seiner Lieblings-Experten: Leif Eric Sander von der Charité

Kein Wort davon, dass dieser Infektionsschutz aber jedenfalls noch besser ist, als jener nach Impfung. Stattdessen setzt Sander nach wie vor auf unreflektierte Impfwerbung: „Die aktuellen Infektionszahlen zeigen, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, die eigene Immunantwort mit einer Auffrischungsimpfung zu verbreitern.“

Derart beraten lief Lauterbach in die Falle seiner eigenen Vorurteile, die immer nur die Impfung als einzigen Ausweg sah.
Diese war aber nie der ersehnte Gamechanger. Sie hatte - wenn überhaupt - nur eine Wirkungsdauer von wenigen Wochen. Dafür aber so viele Nebenwirkungen, dass die Lebensqualität vieler tausend einst gesunder Menschen dauerhaft schwer geschädigt worden ist.
 
Und das hätte man wissen können, wenn man die Warnungen vor einer überhasteten Zulassung ernst genommen hätte. Wenn kritische Wissenschaftler nicht als "Außenseiter" denunziert oder gleich als "Schwurbler", "Querdenker" oder "Nazifreunde" abqualifiziert worden wären.
Denn nun stellt sich Tag für Tag deutlicher heraus, wer die eigentlichen Schwurbler waren und noch immer sind.
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Informationen zu Bert Ehgartners aktuellem Film "Unter die Haut" findet Ihr auf der Webseite zum Film. Wer an einem Interview, einem Vortrag oder einer Filmvorführung mit Bert Ehgartner interessiert ist, findet die Kontaktdaten auf seiner Homepage.

Samstag, 29. Oktober 2022

Österreichs Vaccinology-Sekte empfiehlt die Covid-Impfung von Babys

Das österreichische nationale Impfgremium (NIG) hat gestern wieder eine neue Covid-Impfempfehlung veröffentlicht: und zwar für Babys ab dem Alter von 6 Monaten. Es gibt nämlich von Pfizer/BioNTech und Moderna neue Baby-Impfungen mit einer verringerten Dosis. Das Gesundheitsministerium hat gleich zugeschlagen und 326.000 Dosen bestellt. Während Thomas Mertens, der Vorsitzende der deutschen Impfkommission STIKO die Pandemie wegen der hohen Immunität in der Bevölkerung und dem geringen Risiko kürzlich für beendet erklärt hat, gehen die Österreicher damit wieder mal alleine voraus. 

Die Corona-Impfung ist - speziell für Kinder - extrem umstritten (Credit)

Speziell empfohlen ist die geringer dosierte Babyimpfung für Risikogruppen im Alter von 6 Monaten bis zum 5. Geburtstag. Da pro Jahr in Österreich nur rund 86.000 Babys geboren werden, fragt man sich, warum gleich 326.000 Impfungen bestellt wurden. So viele Risikokinder gibt es wohl nicht. 

Darauf hat das NIG natürlich auch eine Antwort. "Entsprechend der Zulassung kann auch gesunden Kindern ab dem vollendeten 6. Lebensmonat bis zum vollendeten 5. Lebensjahr ohne erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von Covid-19 unter Berücksichtigung der persönlichen Situation sowie des individuellen Umfelds (z.B. Gemeinschaftseinrichtungen) eine Impfung angeboten werden", argumentieren die Impfexperten. Übersetzt heißt das: "Wenn es schon Babyimpfungen gibt, dann impfen wir doch gleich alle." 

Was der Verweis auf die Gemeinschaftseinrichtungen soll, bleibt ein Rätsel. Heißt dies, dass die Babys und Kleinkinder geimpft werden sollen, um die anderen Kinder in einer Krabbelgruppe zu schützen? - Oder sollen die geimpften Kinder vor Infektionen in Babykrippe oder Kindergarten geschützt werden? 

Beides vermag die Impfung nicht. Weder schützt sie vor Infektion noch schützt sie vor Weitergabe einer Infektion. Zumindest nicht länger als ein paar Wochen. (Siehe die "Apotheken-Studie" weiter unten)


Schützt die Impfung Risikogruppen überhaupt?

Im Zuge der Recherchen für "Im Stich gelassen" - meiner Reportage für Servus TV - bin ich einigen plötzlichen und unerwarteten Todesfällen nach Covid-Impfung nachgegangen. Ein junger Mann starb nach der Impfung an Herzmuskelentzündung. Er war Asthmatiker - aber vor der Impfung gut eingestellt und weitgehend beschwerdefrei. Weil er als Asthmatiker aber der "Risikogruppe" angehörte, empfahl ihm sein Arzt dringen die Impfung..

Besonders dramatisch war die Situation bei einem neunjährigen Jungen aus Tirol, der kurz nach der Covid-Impfung plötzlich verstorben ist. Ich habe lange in seinem Umfeld recherchiert. Er war ein begeisterter Fußballer und auch Eishockey Spieler. Ich sah einige Fotos des Jungen - wie er mit seinen Freunden über Siege jubelt - oder strahlend einen Pokal entgegen nimmt.
Ich kontaktierte seine Trainer, fragte Menschen im Umfeld der Familie. Und habe schließlich davon Abstand genommen, die Eltern anzurufen. Der Bub litt nämlich an einer Erbkrankheit. Auch er gehörte damit zur "Risikogruppe". Die Eltern, so wurde mir geschildert, sind vollständig am Boden. Sie wollten natürlich nur das beste für ihr Kind - und haben sich überzeugen lassen, dass die Impfung so eine Art Gesundheitsversicherung für ihren Sohn darstellt. Sie erwies sich dann aber leider als das Gegenteil. 

Auf Basis welcher Studien das NIG die Impfung speziell für Risikogruppen empfiehlt, wurde nicht bekannt gegeben. Mir wären diesbezüglich keine Arbeiten bekannt. Wahrscheinlich geht es hier wieder nach "Bauchgefühl". Impfungen sind schließlich der größte Erfolg der Medizin. Und als solches müssten sie eigentlich besonders jene schützen, die besonders gefährdet sind. "Bauchgefühl" und "Hausverstand" sind ja in Zeiten der Pandemie zu den hervorstechendsten Merkmalen wissenschaftlicher Entscheidungsfindung gereift. Sobald eine Einschätzung zur vorherrschenden Erzählung passt, wird sie unwidersprochen akzeptiert und als wahr empfunden. Die "Vaccinology" - die Wissenschaft vom Impfen - erinnert damit immer mehr an "Scientology", eine Kirche, die starken Glauben und gewinnbringende Geschäfte ideal kombiniert.  Dies wird auch insofern gefördert, als alle Studien von den Herstellern selbst kontrolliert werden. 

Eine unabhängige Prüfung mit Herausgabe der dafür notwendigen Daten, wie sie von kritischen Wissenschaftlern seit langem gefordert werden, ist meist nicht möglich. Und dort wo dies trotzdem gelingt - wie z.B. in den Studien des US-Wissenschafters Peter Doshi - zeigen sich deutlich mehr Nebenwirkungen als zuvor in den Pharma-eigenen Berichten. 

Obendrein ergaben sich bei diesen Recherchen haarsträubende Details. So wurden z.B. die aktuellen Omicron Impfstoffe von Pfizer/BioNTech lediglich an 8 Mäusen getestet. Das genügte den Behörden für die Eil-Zulassung. Eigene pharma-unabhängige Studien durchzuführen wird generell als nicht notwendig angesehen. 


Die Kreuzschiff-Studie

Wirkliche Evidenz kommt in Zeiten wie diesen oft zufällig und von unerwarteter Seite. In der Anfangszeit der Covid-Pandemie waren dies z.B. die Kreuzschiff-Studien. Etwa die "Diamond Princess", die – nachdem ein Passagier positiv getestet worden war– am 3. Februar 2020 von den japanischen Behörden für 14 Tage unter Quarantäne gesetzt wurde. 


Von den insgesamt 3.711 Passagieren und Crew-Mitgliedern wurden knapp mehr als 700 positiv getestet. Ein Fünftel hatte keinerlei Symptome. Unter den erkrankten Personen verstarben im Lauf der nächsten Wochen 7 Menschen. Demnach lag die Sterberate (Case Fatality Rate, CFS) bei einem Prozent. Die WHO nannte zu dieser Zeit den mehr als dreimal so hohen Wert von 3,4 Prozent. 

"Solche Zahlen erzeugen Horror und Angst", schrieb John Ioannidis zu Beginn der Pandemie, "doch sie sind in Wahrheit bedeutungslos." Angesichts des hohen Durchschnittsalters der Betroffenen auf der Diamond Princess errechnete Ioannidis stattdessen eine CFS von 0,125%. Er geriet daraufhin ins Zentrum eines weltweiten Shitstorms und wurde bösartig in seinem Ruf geschädigt. Heute wissen wir, dass er mit dieser Einschätzung - im Gegensatz zu den Zahlen der Behörden - von Anfang an richtig lag. 


Die Apotheken-Studie

Aktuellere Evidenz kommt von ebenso unerwarteter Stelle. Walgreens ist eine große Pharmazie-Kette in den USA. Sie bietet ihren Kunden an mehr als 5.000 Niederlassungen Covid-Tests an und veröffentlicht jeweils die aktuellen Wochenberichte.
Interessant ist dabei, dass Impfstatus und Zeitpunkt der letzten Impfung der Kunden erfasst wird. Und so zeigt sich der Anteil der positiv getesteten - aufgeschlüsselt nach Impfstatus. Das ist natürlich auch ein Indikator für die Wirksamkeit der Impfung.
Die Zahlen in der Graphik sind - z.B. bei den Ungeimpften - so zu lesen: Von ihnen stammten...
  • 23,4% der ausgewerteten Tests
  • 16,7% der positiven Resultate
oder bei den Geimpften, deren letzte Impfung länger als 12 Monate zurück liegt. Von ihnen kamen...
  • 31,2% der ausgewerteten Tests
  • 33,6% der positiven Resultate



Wenn man nun die Wirksamkeit der Impfung gegen Infektion errechnet, so ergibt sich damit - jeweils im Vergleich zu den Ungeimpften - ein nicht sehr schmeichelhafter Wert.
Diese Werte liegen nämlich durchwegs im Minus.
Wenn die Impfung länger als 1 Jahr zurück liegt, ist der Schutz gegen Infektion um 50,9% geringer als bei Ungeimpften.
Wurde vor 9 bis 11 Monaten zuletzt geimpft liegt der negative Schutzeffekt sogar bei 69,8%
Das heißt, das Infektionsrisiko der Geimpften ist um 50,9 bzw. 69,8% höher als jenes von Ungeimpften.
Sogar dort, wo man bislang zumindest einen kurzzeitigen Schutzeffekt gegen Infektion annahm - bei den gerade erst geimpften der letzten 3 Monate - ergibt sich bereits ein negativer Effekt.
Wie man unter diesen Umständen eine große Werbekampagne für Booster-Impfungen starten kann, erschließt sich mir nicht. Eine Erklärung wäre ein komplettes Datenchaos, aus der keine seriöse Interpretation ableitbar ist - das Bauchgefühl der Gesundheitspolitik aber eher zum Impfen tendiert (z.B. "weil damit immerhin Pocken ausgerottet wurde", oder "weil Impfen der größte Erfolg der Medizin ist",...).
Eine zweite Möglichkeit – die mir mittlerweile sogar etwas wahrscheinlicher erscheint – wäre die schleichende charakterliche Verwandlung der österreichischen (und auch deutschen) Gesundheitsbehörden in Harry Pottersche Zaubereiministerien, wo eine einmal eingeschlagene Linie gnadenlos fortgesetzt wird, weil ein Irrtum bekanntlich niemals zugegeben werden darf.


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Mittwoch, 21. September 2022

Ukraine-Krieg: Der "alternativlose" Weg in den Abgrund

Nun geht es also in die nächste Stufe der Eskalation. Mit der Teil-Mobilmachung hat Putin heute einen Schritt gesetzt, den er - ohne Verlust seines Ansehens in Russland - nicht mehr zurück nehmen kann. Das nächste ist dann General-Mobilmachung, offener Krieg mit der NATO und Atomschläge. Unsere Politiker und die Medien singen einstweilen das alte Corona-Lied, dass alle bisherigen Aktionen alternativlos waren. 

Maßnahmen unter dem Motto der "Bedingungslosen Solidarität" (Foto: Berg

Alternativlos! Der Energie-Boykott gegen Russland ebenso wie die enorme Aufrüstung der Ukraine. Noch vor einem Jahr hatte man gedacht, dass auch die Serie der Lockdowns alternativlos sei, um die Ausbreitung der Coronaviren und die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Dies gilt mittlerweile längst als widerlegt. Schweden hatte keinen einzigen Lockdown und eine deutlich bessere Covid-Bilanz als die meisten Hardliner-Länder.  Erst jetzt – am Beispiel der jüngsten Lockdowns in China – klang sogar in den westlichen Medien durch, wie abgrundtief dumm und menschenverachtend diese Maßnahmen waren.
Dieselben Medien hatten davor Kritik an der Regierungslinie als "Verschwörungstheorie" oder "rechtsextrem" diskreditiert. 

Und niemand hat dazugelernt. Schwarz/Weiß Denken ist der intellektuelle Trend der 20er Jahre. Ein Narrativ wird formuliert und dann von allen Medien verbreitet. Wer außerhalb eines festgelegten Spektrums argumentiert wird gnadenlos ausgegrenzt. Denn es gilt die bedingungslose Solidarität. Zuvor mit der Risikogruppe der Alten und Schwachen - jetzt mit der Ukraine. "Haltung" hat Logik und unabhängige Recherche zu 100 Prozent ersetzt.  Menschen, die dazu aufrufen, endlich ernsthaft mit Russland zu verhandeln, werden als "Handlanger des Kreml" abqualifiziert. Kritik an den milliardenschweren Waffenlieferungen an die Ukraine kommt ausschließlich von "Putinverstehern". Denn die Lage ist schon wieder alternativlos. 

Ja, es wäre gut, die Motive Putins zu verstehen, wenn man an einer Konfliktlösung interessiert ist. Es wäre obendrein gut, zumindest die Geschichte der letzten 30 Jahre nachzulesen. Denn nur dann erfährt man die Vorgeschichte des "verbrecherischen Angriffskriegs gegen die Ukraine". Und dann ergibt sich auch ein anderer Blick auf die Motive der Ukraine und ihrer strategischen Berater.

Trotz alledem war der Angriff auf die Ukraine ein schweres Verbrechen und eine strategische Wahnsinnstat. Wahrscheinlich sind Putin die Erfolge in Syrien gegen die dortigen strategischen Umtriebe der USA in den Kopf gestiegen. Sonst hätte er vielleicht noch einige Jahre lang versucht, mit Selenskyj und seinen Strippenziehern aus heimischer Oligarchie und zugereister CIA zu verhandeln. Und sich noch einige Abfuhren bezüglich der Einhaltung der von allen Parteien unterzeichneten Minsker Friedenspläne geholt.  Stattdessen entschloss sich die russische Führung, den ständigen Provokationen militärisch zu begegnen. Eine ganz schlechte Idee.

Die von den USA initiierte Antwort, Russland dafür mit den strengsten Sanktionen ever zu belegen, wurde von der EU-Elite begeistert aufgenommen. Jedem Sanktionspaket folgte ein noch strengeres. Ebenfalls keine gute Idee. Wir schossen uns mit Begeisterung in beide Knie und sind jetzt vollständig verblüfft, dass die Folgen uns - und nicht Russland - weh tun.
Und auch die USA stehen vergleichsweise fein da, wie etwa der Vergleich des dortigen Gaspreises mit dem zehnmal höheren in der EU zeigt. Nun drohen den deutschen Bürgern wie Wirtschaftsminister Robert Habeck kürzlich ankündigte, "vierstellige Preise" auf der Gasrechnung. Und vielen Unternehmen droht die Insolvenz. Auch wenn das, wie Habeck in einem mittlerweile berühmt gewordenen Interview mit Sandra Maischberger erklärt, vermeidbar wäre, "denn die Firmen könnten ja aufhören zu produzieren."  

Der Absturz der Grünen: "Was interessiert mich, was ich bei der letzten Wahl plakatiert habe?" 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lobte bei ihrem Kiew Besuch vor wenigen Tagen die militärischen Erfolge der Ukraine und versicherte Präsident Selenskyj, dass alle EU-Staaten einen identen Ansatz verfolgen und "die Notwendigkeit einsehen, das Land weiter mit militärischer Ausrüstung zu unterstützen". Selenskyj zeichnete sie daraufhin mit dem Orden von "Jaroslav dem Weisen" aus.

Die europäische Politik-Elite, die uns die aktuelle Situation eingebrockt hat, erscheint ähnlich abgebrüht und ferngesteuert wie der ukrainische Präsident, der derzeit den härtesten - und wohl auch best-bezahlten - Schauspiel-Auftrag seines Lebens durchzieht.
Alles zu Lasten der Menschen - sowohl in der Ukraine als auch in der EU.

Jeder bodenständige Bürgermeister, jede vernunftbegabte Bürgermeisterin, hätte in Abstimmung mit dem örtlichen Gemeinderat wohl eine bessere Politik gemacht, als diese von Lobbys dominierte, vollständig von der Bevölkerung abgehobene Polit-Kaste, die derzeit intensiv daran arbeitet, Europa in den Abgrund zu führen. 


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Freitag, 2. September 2022

Pharma-nahes Impfgremium macht Österreich zum Impf-Europameister

Während die internationalen Behörden im Schnellverfahren neue Covid-Impfstoffe zulassen, steigt die Skepsis bei den nationalen Impfgremien, wie sie damit umgehen sollen: gab es doch in der Geschichte des Impfwesens noch nie Impfstoffe, die schlechter wirksam und gleichzeitig so unsicher waren. Nur zwei Länder hängen weiter unverdrossen am Impftropf fest: Deutschland und Österreich. 

Der eifrige Impf-Promoter Herwig Kollaritsch 


Die Argumente der Gesundheits-Politik in Deutschland und Österreich gleichen sich in ihrer Absurdität immer mehr an. Erst vor einigen Tagen hatte Minister Karl Lauterbach der Bevölkerung erklärt, dass Geimpfte rascher erkranken und früher Symptome entwickeln als Ungeimpfte. Wenn Geimpfte rascher erkranken als Ungeimpfte, so würde man das normalerweise als Beleg dafür nehmen, dass die Impfung unwirksam und unnötig ist. Nicht jedoch Lauterbach. Er sieht diesen Aspekt positiv, weil "die Geimpften bleiben dann zu Hause noch bevor sie wirklich ansteckend sind." Die bösen Ungeimpften hingegen stecken schon rundum alle an, bevor sie überhaupt Symptome zeigen. "Das", so Lauterbach "ist einer der Gründe, warum die Impfungen die Pandemie begrenzen."

Der Mediziner Herwig Kollaritsch, Sprecher des österreichischen "Nationalen Impfgremiums" (NIG) zeigte sich in seiner Art der Argumentation kongenial mit dem deutschen Minister, als er am Mittwoch dieser Woche die neuen Impfempfehlungen bekannt gab. "Bei der Omicron-Variante ist der Impfschutz schwächer, was bedeutet, dass wir letztlich durch eine verstärkte Aufmerksamkeit bezüglich der Impfabstände dem gegensteuern müssen", erklärte Kollaritsch.  

Bisher hat die Impfempfehlung nur für Risikogruppen und für Menschen ab 60 Jahren gegolten. Nun jedoch ist die 4. Covid-Impfung bereits für alle ab 12 Jahren empfohlen. Und auch die Impfabstände werden verkürzt. Vier Monate genügen.

Die aktualisierte Impfempfehlung des NIG sei laut Kollaritsch „der Versuch, ein einfaches, einprägsames und für alle gültiges Impfschema“ zu schaffen. Deshalb solle sofort damit aufgehört werden, eine natürlich durchgemachte Infektion, wie sie auch der Großteil der Geimpften bereits hinter sich hat, mitzuzählen. "Denn das verwirrt nur."

Weil die Impfung schwächer wirkt, sollen also mehr Leute in kürzeren Abständen geimpft werden. Und während 5-jährige nach Ratschlag des NIG zunächst mal ihre Grundimmunisierung mit 3 Dosen absolvieren sollen, können 12-Jährige bereits zum 4. Stich antreten. 

Lauterbach wird nicht schlecht gestaunt haben, als er von den Empfehlungen der Nachbarn hörte. So etwas hätte nicht mal er sich getraut, zumal - angesichts der Harmlosikeit der natürlich durchgemachten Omicron Infektion und des hohen Risikos von schweren Nebenwirkungen - kaum ein Land die Impfung für Kinder und Jugendliche überhaupt noch allgemein empfiehlt. Mit dieser Taktik steht Österreich ebenso allein da, wie kürzlich mit der Einführung der nationalen Impfpflicht. 


50 Spritzen bis zum 18. Geburtstag

Österreichs Impfexperten haben sich auch in der Vor-Covid-Ära bereits dadurch ausgezeichnet, dass sie normalerweise jede Impfung empfehlen, die es gibt. Während Deutschland beispielsweise eine Meningokokken-Impfung empfiehlt, stehen im österreichischen Impfkalender gleich drei. Während die Influenza-Impfung ab 60 Jahren allgemein empfohlen ist, sollen sich österreichische Babys bereits ab 6 Monaten impfen lassen. Wer sich an diese Ratschläge hält kommt bei einem Kind bis zu dessen 18. Geburtstag immerhin auf 50 Spritzen. Damit ist Österreich Impf-Europameister.

Falls sich jemand daran hält. Im Gegensatz zur Impf-Euphorie der NIG-Experten, regiert in der Bevölkerung eine gesunde Skepsis. Während Schweden beispielsweise eine Rekordquote von rund 80 Prozent bei der saisonalen Influenza-Impfung erreicht, kam Österreich in den Vor-Corona-Jahren gerade mal auf 8 Prozent. Und das hatte auch seine Vorteile: Impf-Nebenwirkungen wie Narkolepsie, die 2009/10 im Zuge der Schweinegrippe-Pandemie in Skandinavien tausende Menschen betrafen, kamen in Österreich - so wie auch in Deutschland - gar nicht vor. Und wenn es doch vorgekommen ist, wäre es nicht aufgefallen, weil das Thema Impfstoff-Sicherheit mangels Impfregister und mangels Interesse so gut wie gar nicht existiert. 


Die STIKO: einen Skandal voraus

Dass die österreichischen NIG-Experten die deutschen Kollegen von der STIKO an Impfeifer überflügeln, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Deutschland bereits eine heftige mediale Debatte über die mögliche Bestechlichkeit der STIKO hinter sich hat. Über viele Jahre wurde dieses Gremium nämlich vom Mainzer Professor Heinz-Josef Schmitt geleitet, der keinerlei Probleme hatte, nebenher für die Industrie zu arbeiten. Nahezu jährlich kamen auf sein Betreiben neue Impfungen in den deutschen Kalender: Pneumokokken, Meningokokken, Windpocken und schließlich im Jahr 2007 - als erstes Land der EU - auch noch die HPV-Impfung, die mit einem Preis von 450 EUR pro Grundimmunisierung alle Grenzen sprengte. Schmitt hatte keinerlei Bedenken, vom Hersteller der Impfung noch mal rasch einen "Preis zur Förderung des Impfgedankens" anzunehmen, der mit einer Summe von 10.000 EUR dotiert war. "Das sind doch öffentliche Bestechungen", empörte sich damals Wolfgang Becker-Brüser der Herausgeber des "arznei-telegramm" und auch andere Journalisten übten heftige Kritik. Daraufhin dankte Schmitt als STIKO-Vorsitzender ab, gab auch gleich seinen Professoren-Job in Mainz auf und wechselte ganz zur Industrie, wo er bei Novartis und später bei Pfizer im Vorstand saß. 

Ex-STIKO-Chef Heinz-Josef Schmitt wechselte in den Vorstand von Pfizer

Pharma-nahe Impfexperten

Derartige öffentlichkeitswirksame Vorfälle gab es in Österreich nicht. Und so hat sich im Impfwesen eine Clique von recht pharmanahen Persönlichkeiten etabliert. Dies erkennt man auch an den aktuellen Aktivitäten: 

Am Mittwoch dieser Woche gab Herwig Kollaritsch die neuen Empfehlungen des NIG bekannt, am kommenden Dienstag erklärt er seine "Gedanken zu COVID-19 Impfschemata" in einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte. Im Rahmen dieser "Webinare" treten auch andere Kollegen aus dem Kreis des NIG auf. Karl Zwiauer, der ehemalige Leiter der St. Pöltner Kinderklinik, referiert z.B. zur Pneumokokkenimpfung, die Wiener Virologin Monika Redlberger-Fritz über das RS-Virus, zu dem Pfizer zufällig vergangene Woche eine Impfung zur Zulassung bei den US-Behörden angemeldet hat. 

Auch NIG-Mitglied Karl Zwiauer sieht seine Haupt-Aufgabe in der Impfwerbung 

Seit langem ist es üblich, dass die Fortbildung für Ärzte von der Pharmaindustrie bezahlt wird. So auch hier. Sponsoren der Veranstaltungen sind folgerichtig Impfstoff-Konzerne wie Pfizer, Merck, Janssen - oder, wie bei der Veranstaltung zu den aktuellen Covid-Impfstoffen, die französisch-österreichische Firma Valneva, deren Totimpfstoff gerade von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen worden ist.

Wissenschaftlicher Leiter dieser Fortbildung-Reihe ist Florian Thalhammer, Vorstand der Universitätsklinik für Urologie an der Meduni Wien. Der Urologe ist nebenher auch Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (ÖGIT) und damit erklärt sich wohl auch seine Kompetenz in der Impfthematik. 

Im Rahmen der "Open Alm", dem Höhepunkt der im August abgehaltenen "PRAEVENIRE Gesundheitsgespräche" im Tiroler Alpbach erklärte Thalhammer (laut einem Artikel von apa/vienna.at): "Wer sich nicht gegen Covid-19 impfen lässt, wird auf der Intensivstation enden und über die Pathologie nach Hause gehen. Das muss man, glaube ich, klar aussprechen." 

Wie Thalhammer - speziell in Zeiten von Omicron - zu einer derart absurden Ansicht kommt, die von keinerlei Evidenz gedeckt ist, erklärte er nicht.

Auch hier braucht man sich keine Sorgen machen, dass Thalhammer auf eigene Kosten nach Tirol fahren musste, um seine Weisheiten loszuwerden. Denn das so seriös klingende "PRAEVENIRE Gesundheitsforum" gehört zur "Peri-Gruppe" von Robert Riedl, der mit seinen zahlreichen Firmen und einer Heerschar angeheuerter Lobbyisten seit Jahrzehnten das Pharma-Marketing in Österreich dominiert. 


"Dann kann ich zusperren..."

Wie viele andere hat Herwig Kollaritsch seine Karriere weitgehend auf der Bewerbung von Impfungen aufgebaut. Pharmanähe ist seit langem eine Grund-Bedingung für akademisches Arbeiten. Dies erlebte ich ganz konkret bei der Recherche zu einem Profil Artikel vor mehr als 20 Jahren. 

Damals - kurz nach der Jahrtausendwende - gab es Schwierigkeiten mit dem neuen FSME-Impfstoff "TicoVac" gegen die von Zecken übertragene Infektionskrankheit. Speziell Kinder und erstmals Geimpfte reagierten oftmals mit Fieberkrämpfen und hoher Temperatur. Deutschland sagte im Folgejahr sogar die "Zeckenimpfung" für Kinder ganz ab, "weil wir", so Johannes Löwer, der damalige Präsident des Paul Ehrlich Instituts, "damit die Impffreudigkeit der Bevölkerung gefährden würden."

Österreichs Behörden kannten hier weniger Bedenken und brachten - ohne eigene Zulassungsstudien - eine neue Version der FSME-Impfung auf den Markt, die gleich direkt an den Geimpften erprobt wurde. Herwig Kollaritsch hatte damals eine Studie zu TicoVac fertig gestellt, die vom Hersteller der FSME-Impfung, dem US-Konzern Baxter bezahlt worden war. Die Resultate zeigten, dass die Geimpften ein signifikant erhöhtes Fieber-Risiko hatten. Der Sponsor hatte kein Interesse an einer öffentlichen Diskussion dieser Problematik, und verweigerte die Publikation. Kollaritsch war darüber sehr verärgert und sagte im Gespräch mit mir unter anderem: "Baxter ist ein Monopolist, der macht was er will." 

Als ich ihm die Abschrift des aufgezeichneten Interviews schickte, verlangte Kollaritsch, dass dies gestrichen wird. Ich war nicht erfreut und fragte nach dem Grund - schließlich hatte er das wortwörtlich so gesagt. Daraufhin wurde er ganz aufgeregt und bettelte regelrecht: "Bitte - wenn Baxter seine Förderungen zurückzieht, kann ich mein Institut zusperren."

Nun, dies geschah nicht. Dafür wurde Baxter von Pfizer übernommen und Herwig Kollaritsch empfiehlt nach wie vor Impfstoffe. 


Dieser Artikel erschien in leicht veränderter Form als Kommentar auf tkp.at

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Donnerstag, 25. August 2022

Übersterblichkeit in den Zeiten von Corona

 Welches Land stärker unter Covid-19 gelitten hat, war Gegenstand heftiger Debatten. Ebenso die Frage, welche Länder die wirkungsvollsten Maßnahmen zur Gegenwehr getroffen haben. 

Hier gab es ja deutliche Unterschiede. Länder mit besonders strenger Corona-Taktik zeigten beispielsweise mit dem Finger auf Schweden, weil es dort nie einen Lockdown gab, die Schulen fast durchgängig offen waren und auch die meisten Maßnahmen, wie das Tragen von Masken, etc. stets freiwillig blieben. 

Laufend wurden für die Überlegenheit der einen wie der anderen Taktik "Beweise" vorgelegt. 

Die von mir seit langem sehr geschätzte Gesundheitswissenschaftlerin Ingrid Mühlhauser geht in einem Bericht im "EBM-Netzwerk" auf diese Probleme ein.

Irreführend und unvollständig sei jedenfalls die Beschränkung allein auf die Zahl der offiziellen "Covid-Toten". Dies deshalb, weil hier Definition und Zählweise von Land zu Land stark variieren und nicht vergleichbar sind.

Aber auch innerhalb eines Landes, ist die Zahl der "Covid-Toten" wenig aussagekräftig, weil andere Sterbefälle ohne positiven Test dabei ignoriert werden. Wesentlich sinnvoller, so Mühlhauser, sei deshalb der Vergleich der Gesamt-Sterbezahlen. 

Diese Daten sind einfach zu erheben - abgesehen von Nachmeldungen gibt es hier kaum Ungenauigkeiten. Die Definition eines toten Menschen ist überall gleich. 

Mühlhauser verweist auf täglich aktualisierte Daten des "Economist", der in Kooperation mit "ourworldindata" einen weltweiten Überblick zur Übersterblichkeit in den Zeiten von Corona  (Zeitspanne seit 1.1. 2020 im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre).

Hier eine Auswahl (großteils) europäischer Länder mit Stand vom 23. August 2022.



Man erkennt enorme Unterschiede in der Übersterblichkeit. Der Vatikan ist das einzige Land in der Auswahl, wo weniger Menschen gestorben sind als im Schnitt der Vorjahre. Doch bei einer Bevölkerungsgröße von gerade mal 618 Staatsbürgern kann das auch Zufall sein. 
China, das Land von dem die Pandemie ihren Ausgang nahm, schneidet vergleichsweise ebenso gut ab wie Dänemark oder Schweden. Deutschland, die Schweiz und vor allem Österreich haben eine deutlich höhere Übersterblichkeit zu verzeichnen. Noch höher waren die Sterbezahlen in Portugal, dem Land mit einer der höchsten Impfquoten Europas. Durchgehend hoch sind die Sterbezahlen in Ost-Europa (siehe Webseite). Bulgarien bringt es beispielsweise auf 1.040 zusätzliche Todesfälle pro 100.000 Einwohnern.

Was nun in welchem Ausmaß zum Sterberisiko beigetragen hat, bleibt weiterhin ein Streitthema. Von einer objektiven Evaluierung des Einflusses der Maßnahmen, sowie der Impfungen sind wir jedenfalls noch weit entfernt. Sicher ist bislang nur, dass es der Impfkampagne nicht gelungen ist, die Übersterblichkeit zu senken. Im Vergleich zum ersten Covid-Jahr 2020 sind die Sterbezahlen in den Impfjahren 2021 und 22 nämlich gestiegen statt gesunken. 


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Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf seiner Homepage