Samstag, 25. Juni 2022

Die alltägliche Zensur umgehen

Als "Mostviertler Antwort auf Davos", bezeichnete Werner Fally, Herausgeber des momag scherzhaft ein Vernetzungstreffen regionaler Unternehmen. Mehr als 200 Teilnehmer mit vorwiegend Maßnahmen-kritischer Grundeinstellung folgten der Einladung in den Boomerang Actionpark nahe Amstetten. Es ging um die Frage, was uns allen im Herbst bevor steht und wie wir uns darauf vorbereiten - bzw. dagegen wehren können. 

GEA-Chef Heini Staudinger war einer der Impulsgeber am Event

Der Name der Veranstaltung 'Event 226' erinnerte ironisch an die Pandemie-strategischen Planspiele von Gates & Co mit denen die Welt auf die nächste Virenkatastrophe eingestimmt worden war. Beim Amstettner Event stand allerdings die Frage im Vordergrund, wie wir aus dieser mit Bedacht inszenierten Pandemie-Show wieder heraus kommen.

Als Vortragende mit dabei waren unter anderem Servus TV Intendant Ferdinand Wegscheider, der Waldviertler Unternehmer Heini Staudinger und Kabarettist Walter Kammerhofer. Auch ich war eingeladen und eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Impulsreferat zum Thema "Die alltägliche Zensur umgehen".

Hier eine leicht gekürzte Version meines Vortrags:


Guten Tag, 

Seit ungefähr 35 Jahren bin ich nun Journalist, seit 25 Jahren auch Dokumentarfilmer.   

Mein Beruf hatte schon immer einen zweifelhaften Ruf. Nur etwa 30 Prozent der Bevölkerung haben – laut einer repräsentativen Umfrage "sehr viel" oder "viel" Respekt vor Journalisten. "Etwas", "wenig" oder "sehr wenig" Respekt empfinden hingegen 70%. 

Noch schlechter beurteilt werden nur noch die Politiker. 

Bis vor wenigen Jahren haben mich solche Umfragen noch irritiert oder geärgert. Mittlerweile denke ich, dass eine Respektquote von 30 Prozent schmeichelhaft hoch ist. Aber vielleicht bin ich bezüglich der Werte ja auch nicht auf dem aktuellen Stand. Die Umfrage stammt nämlich vom Dezember 2019. Und seither hat sich – wie wir alle wissen – im Journalismus und den Medien wieder einiges getan. 

Gleich von Beginn der Corona-Krise wurde scharf auf alles geschossen, was eine andere Meinung äußerte. Bis dahin angesehene Ärzte und Wissenschaftler wurden über Nacht für vogelfrei erklärt. 

"Ja glaubst Du denn nicht an die Wissenschaft?", wurde mein Krankenpfleger-Sohn gefragt, als er skeptisch war gegenüber der Impfung. – Ja, der "Glaube" war groß - und leider wurde daraus bald Verpflichtung und Zwang. Mit immer absurderen Maßnahmen, bei denen der Glaube, der Gruppendruck oder das Bauchgefühl, mehr Einfluss hatten, als eine halbwegs objektive wissenschaftliche Evidenz.


Ich habe während der Corona-Zeit drei Zeitschriften-Abos abbestellt. Darunter Zeitschriften, für die ich viele Jahre gearbeitet habe. 

Ich habe beispielsweise mehr als 30 Coverstorys für das Magazin "profil" geschrieben. Mittlerweile komme ich selbst in solchen Coverstorys vor, wenn es um Maßnahmengegner oder Verschwörungstheoretiker geht. In der Tageszeitung Standard gelte ich gar nicht mehr als Journalist, sondern wurde kürzlich als "Anti-Impf-Aktivist" bezeichnet. 


Meine Dokus liefen früher bei ORF, ZDF oder ARTE. Jetzt auf Servus TV, Telegram, Odysee oder Nuoflix.

Manchmal auch auf Youtube oder Vimeo.

Allerdings nur für kurze Zeit.

Mein Corona.Film für die Berliner Produktionsfirma OVALmedia wurde nach exakt 1,5 Tagen von Vimeo gesperrt. Am englischen Youtube Kanal lief der Film einen halben Tag länger, bis er vom Netz genommen wurde. 

Beim deutschen Youtube-Kanal waren die Zensoren offenbar unaufmerksam. Denn hier hatte die Doku fast eine Million Zuseher, bis sie endlich gelöscht wurde. 

Da sieht man, wie gefährlich so etwas ist, wenn man nicht aufpasst.


Als ich vergangenes Jahr meinen neuen Dokumentarfilm "Unter die Haut" fertig hatte, wollte ich diesen ursprünglich auch über Vimeo vertreiben. Es handelt sich dabei um eine kritische Wissenschafts-Doku zum Einsatz von Aluminiumverbindungen in Impfstoffen. Im ganzen Film kommen keine Impfgegner vor. Um nicht wieder gesperrt zu werden, fragte ich in der Vimeo-Direktion in den USA an, ob sie eventuell den Film vorab prüfen könnten, um mir mitzuteilen, ob der Film die Zensur besteht. 


Die 6 Gebote des Impfens

Nach einigen Tagen - im Mai 2021 - erhielt ich tatsächlich eine Antwort von der Vimeo-Direktion. Ein gewisser Dan R. aus der Abteilung "Safety & Trust" schrieb, dass sie prinzipiell keine Vorab-Prüfungen von Filmen machen. Aber sie haben für das Thema Impfungen eine Liste von 6 Geboten erstellt, die er mir gerne mitteilt.

Das 1. Gebot lautet, dass nicht behauptet werden darf, dass Impfungen irgend etwas mit Autismus zu tun haben. 

Nun gut, das schaffe ich, denn in meinem Film geht es nicht um Autismus. Doch gleich beim 2. Gebot wurde es schwierig.

Das verbietet nämlich die Behauptung, dass natürliche Immunität einer Impf-Immunität überlegen sei. 

Und das fachlich richtig zu argumentieren ist schlicht unmöglich. Denn nicht nur bei Corona - auch bei fast allen sonstigen Infektionskrankheiten - ist eine natürliche Immunität einer Impf-Immunität massiv überlegen. Da können Sie jeden seriösen Immunologen fragen.

Richtig zum Verhängnis wurde mit allerdings das 3. Gebot. Denn es untersagte die Frage, ob eine Impfung "problematische" oder gar "gefährliche" Inhaltsstoffe enthält. 

Das aber war genau das Thema meines Films. - Denn dort geht es - unter anderem um die Frage, ob der seit 100 Jahren übliche Zusatz von Aluminium-haltigen Wirkverstärkern in Impfstoffen überhaupt jemals auf seine Sicherheit geprüft wurde. 

Ich bin jedenfalls glatt durchgefallen - und schrieb Dan freundlich zurück, dass ich nach seinen Geboten eindeutig in die Kategorie "Sünder" bzw. "Verbrecher" falle und deshalb auf die Dienste von Vimeo verzichten muss. Außerdem regte ich an, die Gebots-Liste noch um einige Punkte zu ergänzen und dann eventuell eine Religion zu gründen. Als Name schlug ich "Vaccinology" vor - um sich an ähnlich kommerziell erfolgreichen Glaubensrichtungen wie "Scientology" zu orientieren. 

Nun gut, Dan hat darauf nicht mehr geantwortet.

Einige Monate später - es war im Oktober 2021 - erhielt ich einen Anruf vom Geschäftsführer eines großen Kinos in St. Pölten, in dem die Film-Premiere von "Unter die Haut" geplant war. Der Mann war verzweifelt. Er sagte, das Kino käme in Teufels Küche, wenn in Zeiten wie diesen ein impfkritischer Film gezeigt würde. Und er sagte die Premiere kurzerhand ab.


Die Kellerkino-Tour

Diese und ähnliche Erfahrungen brachten mich auf die Idee, den Film gänzlich außerhalb des normalen Betriebs zu vertreiben. Ich packe seither bei Veranstaltungen Beamer, Laptop und Lautsprecher ein und sage den Interessenten: Das einzige, was ihr beisteuern müsst, ist ein Raum mit Sitzplätzen, eine Steckdose und eine Leinwand. Zur Not tuts auch eine weiße Mauer. 

Das funktioniert bisher prächtig. 

Ich bin bereits mehrfach quer durch Deutschland und Österreich gefahren. Wir haben den Film bei einer Schneiderin gezeigt, in einem Hotel, in einer Tischlerwerkstatt oder in einer Diskothek. Wir nannten unsere Initiative "Kellerkino-Tour" - als Andenken an die DDR Zeit, wo ja Andersdenkende auch gezwungen waren, sich kulturell und politisch selbstständig zu machen. 

Ein Fliesen-Großhändler, bei dem wir den Film im Schauraum seines Unternehmens zeigten, erklärte mir, dass die Corona-Zeit immerhin etwas Gutes habe: Seither feilschen die Kunden nicht mehr ewig rum, sondern sie zahlen sofort den Preis, der im Angebot steht. - Aus Angst, dass die Ware im nächsten Monat nicht mehr vorrätig ist oder das Doppelte kostet. 


Mir fällt zu Corona nicht viel Positives ein.

Mich erinnern die Ereignisse eher an den alten Chinesischen Fluch "Mögest Du in interessanten Zeiten leben."

Und interessant sind unsere Zeit ja tatsächlich. 

Wer weiß, wo es noch hingeht und was uns im Herbst bevorsteht. 

Ich werde mich jedenfalls dafür einbringen, dass nach wie vor auch "die andere Seite" in den Medien vorkommen. Wenn auch nicht mehr - so wie früher - in den Mainstream Medien.

Und ja, es ist immerhin spannend, Teil einer Widerstands-Bewegung zu sein. Denn wenn sich eines in diesen interessanten Zeiten mit Deutlichkeit heraus gestellt hat, dann dies:

Ich weiß jetzt besser, wer meine wirklichen Freunde sind - und ich habe viele Neue dazugewonnen.

Herzlichen Dank


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Freitag, 17. Juni 2022

Behörde ignoriert 97% der Daten, um Baby-Impfung durchzuboxen

Mit einem Abstimmungs-Verhältnis von 21 zu 0 hat die US-Behörde FDA nun auch die Covid-Impfung für Babys und Kleinkinder empfohlen. Was ist mit den Gesundheitsbehörden los? Was treibt sie an - bzw. WER treibt sie an? Laufend werden Entscheidungen getroffen, die keiner objektiven Prüfung stand halten. 

Nach den Kindern empfehlen die US-Behörden jetzt auch die Impfung von Babys (Foto: Bellamy)

Die deutsche STIKO hat Ende Mai die Covid-Impfung für 5 bis 11-jährige empfohlen. Und das im vollen Wissen, dass der überwiegende Teil dieser Altersgruppe bereits immun ist und die Infektion in den überwiegenden Fällen mild verlief, oder gar nicht erst auffiel. Sehr wohl aufgefallen sind die Nebenwirkungen der Impfung -  wie alle Melde-Daten klar belegen. Die STIKO ignorierte das. 

Besonders Industrie-freundlich ist seit Jahrzehnten die österr. Impfkommission, wo im Prinzip alle Impfungen empfohlen werden, die es gibt. Wer sich in Österreich an die Impfpläne hält bekommt bis zum 18. Geburtstag 50 Injektionen - und da ist Covid noch gar nicht mit gezählt.

Die US-Behörde FDA hat diese Woche wieder einen neue Altersgrenze geknackt und einstimmig die Covid-Impfung der Kleinkinder und Babys von 6 Monaten bis 4 Jahre empfohlen. 

Und das bei Wirksamkeits-  und Sicherheitsdaten, wo es jedem halbwegs vernunftbegabten Menschen die Schuhe auszieht:

In den drei Wochen nach der ersten Dosis sind nämlich in der Impfstoffgruppe 30 % MEHR Fälle von Covid  aufgetreten. Die Behörden ignorierten diese Daten. Sie ignorierten auch die Daten nach der zweiten Dosis, bei der es keinen Nutzen gab. 

Doch schließlich fanden sie doch noch etwas, wo die Impfgruppe überlegen war: 

In der winzigen Gruppe von Babys und Kleinkindern, die bereits 3 Impfdosen erhalten haben, gab es in der Impfgruppe 3 positive Covid-Tests - und in der Placebogruppe immerhin 7. Und das genügte, um daraus eine Wirksamkeit von 80,3% zu basteln und das offiziell zu verkünden. 

Diese Studiendaten lagen den Behörden vor (Quelle)

Dass für diese Aussage 97 % der Covid-Fälle, die in der Studie aufgetreten waren, ignoriert werden mussten, verschwieg die US Arzneimittelbehörde. 

Impfungen die keine Wirkung haben, können immer noch Nebenwirkungen haben, wie beispielsweise das vielfach erhöhte Risiko an Herzmuskelentzündungen zeigt. 

Es wird höchste Zeit, diese Vorgänge vor Gericht oder in einem Untersuchungs-Ausschuss zu beleuchten und die verantwortlichen "Experten", die solche Entscheidungen treffen, öffentlich zu vernehmen. Wenn wir dies weiterhin unterlassen, so riskieren wir, dass die Gesundheit unserer Kinder gefährdet wird und ein großer Teil chronische Krankheiten entwickelt.

Wir brauchen aktive, unabhängige Beamte, deren oberstes Ziel es ist, die Bevölkerung vor Schäden zu bewahren.

Und keine verdeckten, bestochenen Lobbyisten, die ihren Dienst in den Arzneimittel-Behörden nur als Karriere Sprungbrett sehen, um danach einen noch lukrativeren Posten in den Konzernen zu erhalten (wie es z.B. der langjährige Stiko-Vorsitzende Heinz-Josef Schmitt, die CDC-Chefin Julie Gerberding und viele andere vorgemacht haben).

Wir müssen uns die Gesundheitsbehörden zurück holen. Sie liegen schon viel zu lange mit der Industrie im Bett. 


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Montag, 13. Juni 2022

Omicron-Studie zeigt: Ungeimpfte hatten stärkere Risikoreduktion als Geimpfte

Im Journal 'Nature-Medicine' ist eine Studie erschienen, in der Daten einer großen US-Krankenversicherung ausgewertet wurden. Es ging um die Frage, wie sich die Omicron Variante im  Vergleich zu Delta ausgewirkt hat. Die Resultate belegen eindrucksvoll deren milderen Verlauf. 

Die Studie wurde von einem Team um den Epidemiologen Joseph A. Lewnard von der Universität of California in Berkeley durchgeführt. Ausgewertet wurden die Daten von "Kaiser Permanente Southern California", einer Krankenversicherung mit knapp 5 Millionen versicherten Personen. 

Sowohl das Erkrankungs- als  auch das Sterberisiko war demnach bei Omicron-Infizierten deutlich geringer als bei Personen, die mit der Delta-Variante infiziert waren (Risikoreduktion Hospitalisierung: -42%, Tod: -79%).

Ein interessantes Detail der Studie ist die Risikoverteilung nach Impfstatus:

Geimpfte hatten gegenüber Ungeimpften keine Vorteile, denn bei diesen zeigten sich im Schnitt die mildesten Verläufe. In der Zusammenfassung der Resultate heißt es wörtlich: „This reduced severity was starkest among cases not previously vaccinated against COVID-19“. ("Dieser geringere Schweregrad war am deutlichsten bei den Fällen, die zuvor nicht gegen COVID-19 geimpft worden waren.")

Die Gruppe der Ungeimpften hatte die stärkste Risikoreduktion. Das Risiko eines Krankenhaus-Aufenthalts war bei ihnen um 60% reduziert, das Risiko auf tödliche Verläufe der Infektion war um 86% geringer. 


Wie passt das zu den Aussagen der Behörden?

Seit es die Covid-Impfkampagnen gibt, werden wir von den Gesundheitsbehörden jedoch mit vollständig anderen Zahlen versorgt. Sie belegen den enormen Effekt der Impfung. Nicht als Schutz vor Infektion, wie ursprünglich von den Impfexperten angegeben, diese ursprüngliche Behauptung war offenbar sogar von den begabtesten Statistikern nicht mehr zu retten. Dafür galt die Impfung aber immerhin als Schutz vor schwerer Erkrankung und Tod. - Diese Darstellung wurde uns von den Behörden laufend vermittelt und auch in den Medien ständig wieder gegeben. Wir hätten demnach eine Pandemie der Ungeimpften. Diese Gruppe überflutet die Krankenhäuser und Intensivstationen. 

Diese Sicht der Dinge verbreitet beispielsweise ganz massiv das Robert Koch Institut. Sehen wir uns dazu einen Bericht des RKI von Ende April an. Die gestrichelte Linie gibt die angebliche Inzidenz der Ungeimpften an. Und man sieht, dass diese Bevölkerungsgruppe regelrechte Risiko-Gebirge aufbaut, während die Inzidenz der Geimpften vergleichsweise flach und harmlos dahin läuft. 

Diese Risikoverteilung gilt laut RKI auch in der Zeit ab dem Jahreswechsel 2021/22 wo die Omicron Variante binnen kurzem die Delta Variante überflügelte und als dominierender Virentyp mit einer Verbreitung von rund 99% ablöste. 

Aus einem Wochenbericht des RKI: steile Risikokurve für Ungeimpfte

Dieselbe Darstellung liefern auch die österreichischen Behörden. Und wer z.B. den Aussendungen der Stadt Wien Glauben schenkt, wird die Covid-Impfung als großartig wirksame Versicherung gegen Krankheit und Tod wahr nehmen. 

Aussendung der Gemeinde Wien: Ungeimpfte (rote Balken) fluten angeblich die Krankenhäuser

Ich habe Mario Dujakovic - er arbeitet im Büro von Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker - mehrfach gebeten, mir die Daten zu schicken, auf denen seine Grafik beruht oder deren statistischen Hintergrund näher ausführen. Diese Anfrage wurde ignoriert. 

Wunsch-Vorstellung versus Realität

Insgesamt stellt sich die Frage, ob die Corona-Viren sich in Deutschland oder Österreich anders verhalten als in den USA, wo die Nature-Studie durchgeführt wurde.

Tatsächlich gibt es aber auch aus Europa zahlreiche Beispiele aus verschiedenen Ländern, die zeigen, dass die Impfung kein "Gamechanger" war und sich das Hospitalisierungsrisiko von Geimpften und Ungeimpften kaum unterscheidet. Diese Studien stehen in krassem Widerspruch zu den Aussagen der Berliner oder Wiener Behörden. Dazu kommt, dass in Deutschland und Österreich generell ein Daten-Chaos herrscht, der in meinem Blog schon mehrfach Thema war. Zuletzt z.B. hier.

Studien wie die gerade publizierte aus Kalifornien zeigen eindeutig, dass die von RKI oder auch der Stadt Wien verbreiteten Aussagen, dass vor allem Ungeimpfte in den Kliniken lagen, irreführend und falsch waren. 

Bei Ungeimpften verlief die Omicron Infektion mindestens ebenso mild, als bei Personen, die gegen Covid Geimpft waren. 

Das Risiko, an Omicron zu sterben ('case fatality rate') lag - bei den von einer Infektion betroffenen Personen - im Schnitt bei 0,0076 %. Und entspricht damit einer ziemlich normalen Grippe. 


Fehlende Bewertung des Impfrisikos

Was in diesen Risiko-Abschätzungen meist gar nicht berücksichtigt wird, ist das Risiko, an den Folgen der Impfung zu sterben. Dies kann passieren, weil die Impfung unerwünschte Nebenwirkungen hat. Ebenso bedeutsam ist jedoch auch das Risiko, dass die von der Impfung ausgelösten immunologischen Reaktionen den Organismus einer geschwächten Person überfordern können.
Um dieses Risiko überhaupt erfassen zu können, müsste man die Gesamt-Sterbefälle im Zeitraum nach Impfungen mit einem Zeitraum vergleichen, in dem nicht oder deutlich weniger geimpft wurde.

Die behördlichen Statistiker tun dies meist nicht, sondern beschränken sich bei den Sterbefällen auf die Covid-Todesfälle. Und damit ist viel Raum für Verschleierung. Das beginnt schon bei der bekannten Frage, ob jemand mit oder an Covid gestorben ist. 
Noch wichtiger ist jedoch die Gefahr, dass man mit dem Tunnelblick auf Covid einen möglichen Anstieg der Gesamt-Sterbefälle vollständig übersieht. 

Wie enorm das Problem einer impf-bedingten Übersterblichkeit sein kann, hat unter anderem der bayrische Wissenschaftler Christof Kuhbandner in aufwändigen statistischen Verfahren dargestellt. Ich habe darüber mehrfach berichtet. 

Als Erinnerung, wie auffällig der Zusammenhang ist, zeige ich hier zwei Kurven, die jeweils den Zeitraum seit geimpft wird umfassen. 
Ich habe das "Super-Impfland" Israel ausgewählt und die täglich verimpften Dosen der im Land verzeichneten Übersterblichkeit gegenübergestellt. 


Pro Tag in Israel verabreichte Impfdosen 

Übersterblichkeit im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre

Die Ähnlichkeit der Kurven ist frappierend. Ungewöhnlich ist zudem, dass die Sterbezahlen – trotz Impf-Schutz vor den Corona-Viren – fast durchgängig über dem Schnitt der Vorjahre liegen. Während der Impf-Kampagnen werden Übersterblichkeits-Spitzen von 20 bis 40% erreicht. Die kurzen Ausreißer in die Untersterblichkeit passieren ausgerechnet in den Impfpausen im Juni 2021 sowie im Dezember 2021, kurz bevor die Kampagne zu den Booster-Impfungen anläuft. 

Das gewaltige Problem, das sich hier möglicherweise verbirgt, wird von unseren Gesundheitsbehörden bislang vollständig ignoriert. 

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Montag, 16. Mai 2022

Absurdes Gas-Theater mit dramatischen Folgen

Im Zuge des Kriegs in der Ukraine wächst der Druck der USA auf die EU ständig. Hauptforderung ist es, auf russische Energieträger zu verzichten. Nun hat die Ukraine das ihre dazu beigetragen, die Lage weiter zu eskalieren, indem der Durchfluss des Gas-Transfers auf ukrainischem Gebiet zum Teil gestoppt wurde.


Warum sich die EU derart massiv in die Machtspiele der USA reinziehen lassen ist mir ein Rätsel. Denn die daraus entstehenden Folgen für Liefer-Engpässe und den weiteren Anstieg der Preise und der Inflation haben die Europäer zu tragen, nicht die USA. Wir schießen uns gerade – unter gegenseitiger Anfeuerung, Beifall und Jubelrufen – selbst ins Knie. Schuld sind jedoch immer die Russen.
Wie absurd das abläuft, zeigen die aktuellen Gas-Eskapaden.

Wer ist Schuld an den leeren Gasspeichern?

Deutschlands Wirtschaftsminister Habeck beschlagnahmt Anfang April die Gazprom Tochter Germania, die mehrere Gasspeicher - darunter einen im Salzburger Ort Haidach - betreibt. Putin reagiert auf die Sanktionen, zumal viele Länder die für das Gas bezahlten Beträge beschlagnahmt haben. Insgesamt 31 Firmen werden mit einem Liefer-Boykott belegt, darunter Germania. Gazprom liefert kein Gas mehr. Der Speicherstand in Haidach und anderen von Germania betriebenen Speichern sinkt in der Folge auf null. 
Was macht Österreichs Kanzler Nehammer? Anstatt den Kollegen in Berlin anzurufen, setzt er der russischen Gazprom ein Ultimatum, "den Gasspeicher umgehend wieder aufzufüllen". Im Interview mit der Kleinen Zeitung sagte er: "Gazprom merkt den Druck jetzt schon. Wir gehen das entschlossen an. Wenn er nicht gefüllt wird, sollen ihn andere Energieunternehmen nutzen."
Woher die anderen Energieunternehmen, das zusätzliche Gas beziehen sollen, sagte Nehammer nicht. Norwegen hat die Fördermenge bereits ans oberste Limit gedreht. Freie Gas-Mengen sind am Markt derzeit kaum verfügbar.
Europäische Politiker wie der Grüne Habeck verhängen demnach Sanktionen, beschlagnahmen russisches Vermögen - und geben anschließend Russland die Schuld, wenn diese daraufhin ebenfalls Maßnahmen ergreifen. Die Lage spitzt sich mit jeder Woche weiter zu, weil von Seiten der EU keine ernsthaften Friedensverhandlungen geführt werden. 

Ukraine dreht den Gashahn ab

Und gleichzeitig versiegt das Gas aus Russland über die wichtige Pipeline durch die Ukraine. Die maximale Auslastung von 109 Millionen Kubikmetern täglich ist in der letzten Woche auf nur noch 46,8 Millionen Kubikmeter Gas gefallen.
Warum wird so wenig geliefert? An Gazprom liegt es nicht. "Wir kommen unseren Verpflichtungen gegenüber den europäischen Verbrauchern in vollem Umfang nach“, sagte Sergej Kuprijanow, der Pressesprecher von Gazprom.
Des Rätsels Lösung: Die Ukraine hat ein Drittel der Gasmenge, die durch ihr Leitungsnetz läuft, einfach abgedreht. Als öffentliche Begründung nennt die ukrainische Seite "kriegsbedingte Gründe". Wesentlich wahrscheinlicher ist jedoch die Interpretation, dass die Ukraine Druck auf Europa ausüben möchte, die Beitrittsverhandlungen zur EU, sowie den Gas-Boykott gegenüber Russland zu beschleunigen. Dafür spricht eine Aussage des ukrainischen Außenministers Kuleba, der Europa - kurz bevor das Gas abgedreht wurde - in Interviews des Betrugs bezichtigt hat.
Gleichzeitig verschärft die Aktion der Ukraine natürlich den Liefer-Engpass und damit die Konflikte zwischen der EU und Russland.

Totaler Sieg über Russland

Der ärgste Kriegstreiber ist derzeit Polen. Deren wahnwitziger Premierminister Mateuz Morawietzki dreht – zusätzlich zum angestrebten Energie-Boykott – immer mehr an der Eskalations-Schraube. Er träumt offenbar vom totalen Sieg über Russland. In einem Kommentar für den britischen Telegaph schreibt er: „Die russische Welt ist ein Krebsgeschwür, das die russische Gesellschaft auffrisst und eine tödliche Gefahr für ganz Europa darstellt. Es reicht daher nicht aus, die Ukraine in ihrem militärischen Kampf gegen Russland zu unterstützen. Wir müssen diese monströse neue Ideologie vollständig ausrotten.“


Wir befinden uns eindeutig in einer Phase galoppierender Idiotie. Für manche Politiker wäre die Gummizelle derzeit der geeignetste Aufenthaltsort.

Samstag, 9. April 2022

Karls Covid-Chaos: Im Blindflug durch die Pandemie

Wenn Gesundheitsminister Karl Lauterbach seine Weisheit über COVID-19 und die düstere Zukunft der Pandemie verlautbart, bezieht er seine Informationen großteils vom Robert Koch Institut (RKI). Und dessen Zahlen belegen eindeutig den Sinn und die Wirksamkeit der Impfung - sogar noch in Zeiten von Omikron. Deshalb hält Lauterbach - trotz der deutlichen Abstimmungs-Niederlage im Bundestag – auch nach wie vor an der Impfpflicht fest. Vielfach wurden die statistischen Tricks kritisiert, mit denen das RKI operiert, um die Impfungen stets in bestem Licht erscheinen zu lassen. Hier ein markantes Beispiel, wie dünn die Zahlensuppe ist, von der sich der Minister ernährt.


Laut Wochenbericht des RKI vom letzten Donnerstag wurden in Deutschland bisher 172,2 Mio. Impfdosen verabreicht. 48,9 Mio. Deutsche erhielten bisher eine dritte Impfung, 2,7 Mio. sogar eine vierte. Und diese Booster-Impfungen sind derzeit auch am meisten nachgefragt. Aber auf sehr niedrigem Niveau. Während sich am Höhepunkt der Impf-Kampagne zum Jahresende 2021 in einer Woche 7,6 Mio. Personen impfen ließen, waren es in der vergangenen Woche nur 284.000 Personen. Reihenweise sperren Impfzentren wegen der mangelnden Nachfrage sogar zu. Und am wenigsten nachgefragt sind die Erstimpfungen. Jene, die sich bisher der Impfung verweigert haben, halten an ihrem Urteil fest und sind für keine Impfwerbung mehr erreichbar. 

Der Anteil der Ungeimpften in der Bevölkerung sinkt mit dem Alter.

In der Altersgruppe über 18 Jahre haben laut RKI 85,6 Prozent der Deutschen Bevölkerung eine Grundimmunisierung. Das entspricht genau dem Wert von "85%", der vom RKI im Sommer 2021 als "Zielimpfquote" genannt wurde, "um die Covid-19 Pandemie zu kontrollieren." Insofern stellt sich die Frage, wozu es überhaupt noch eine Impfpflicht brauchte. - Offenbar hat man sich von der Impfung deutlich zu viel versprochen.


Woher kommt die deutsche Begeisterung für die Zwangsimpfung?

In den letzten Monaten wurde für alle in diesem Land deutlich sichtbar, dass die Impfung wenig oder gar keinen Schutz bietet. Viele Geimpfte erkrankten selbst, oder kennen Personen im nahen Umfeld, die sich mit der aktuellen SARS CoV-2 Variante Omikron infizierten. Umso paradoxer erschien das Beharren der Regierungs-Koalition auf einer Impfpflicht. 

Außer Österreich hatte kein europäisches Land so eine Regelung eingeführt. Wegen anhaltender Massenproteste auf den Straßen und massiv abstürzender Umfragewerte der Impfpflicht-Parteien wurde das Gesetz aber bereits zwei Wochen nachdem es beschlossen war, von der österreichischen Regierung wieder auf Eis gelegt. Grund dafür war vor allem das Abschneiden der Impfkritiker-Partei "M-F-G" (Menschen-Freiheit-Grundrechte), die von Wahl zu Wahl stärker wurde - und bei Landtags, Gemeinderats- oder kürzlich den Ärztekammer-Wahlen zwischen 6% und 28% der Stimmen erhielt.

Dass die Einführung der Impfpflicht im deutschen Bundestag scheiterte, verwundert, wenn man davor die Debatten-Beiträge gehört hat. Denn nicht nur Lauterbach und die SPD, auch viele Vertreter von Grünen und CDU-CSU waren voll des Lobes für die Impfung. Es war demnach vor allem parteipolitisches Kalkül, dass der Gesetzesentwurf keine Mehrheit erhielt - weniger die Einsicht in den mangelnden Sinn einer Zwangsimpfung.

Woher kommt also die Begeisterung für eine Impfung, die in den meisten Ländern Europas nur noch belächelt und möglichst schnell vergessen wurde? - Wahrscheinlich hat es mit den Zahlen zu tun, die von den Behörden geliefert und von den Massenmedien kritiklos verbreitet werden. 


Deutschland vs. England: Zwei Länder - zwei Covid-Welten

Vergleichen wir die von den deutschen Behörden veröffentlichten Zahlen mit der Situation in England. 

England beschloss mit 1. April die Covid-Tests in der Bevölkerung einzustellen. Dies wurde als Grund genannt, warum mit Ende März zum letzten Mal im Covid-Bericht der Behörden eine Übersicht zum Impfstatus der Covid-Fälle veröffentlicht wurde. Wir bringen im folgenden einen Vergleich der von den englischen und deutschen Gesundheitsbehörden Ende März veröffentlichten Berichte. Beide erschienen jeweils am Donnerstag, dem 31 März und berichteten die Covid Zahlen der letzten vier Wochen.

Die erste Grafik zeigt die prozentuale Verteilung nach Impfstatus bei den in diesem Zeitraum registrierten Covid-Fällen in der Altersgruppe von 18-59 Jahren. 

In beiden Ländern stellen die Geboosterten die Mehrzahl der Infizierten, wenngleich in England der Anteil mit 77% an allen Covid-Fällen noch einmal deutlich höher ist als in Deutschland.

Der Anteil der Ungeimpften ist in Deutschland mehr als doppelt so hoch. Dies erscheint eigenartig, doch sehen wir weiter. 

Nun kommt eine Überraschung. Denn hier ist die Anzahl der Covid-Fälle in absoluten Zahlen:


England hatte demnach im März 2022 fast eine Million Covid-Fälle, Deutschland berichtet im selben Zeitraum nur über 261.000 Fälle. Wie ist das möglich? Immerhin hat Deutschland 83 Millionen Einwohner, England nur 56 Millionen. Und obendrein lag die Covid-Inzidenz während des Monats März in Deutschland mehr als doppelt so hoch wie in England.

Tja, der Unterschied liegt in der Definition. Deutschlands Behörde weist "symptomatische Covid Fälle" aus. Das wären also nur solche mit Covid-typischen Symptomen. 

Was bedeutet das? Dass nur ein Bruchteil der deutschen Infizierten Symptome hatte? - Und falls ja, wie würde das festgestellt? - Untersuchen die RKI-Beamten die Patienten auf Husten, Schnupfen, Heiserkeit? - Wohl kaum.

Deutlich mehr als vier Millionen Deutsche hatten im März einen positiven Corona-Test. Gerade mal 261.000 sollen symptomatisch gewesen sein, - weniger als 7 Prozent? - Das ist extrem unglaubwürdig. Wesentlich wahrscheinlicher ist, dass das RKI nicht imstande war, die Daten der 4 Millionen Covid-Fälle zu erfassen und deshalb nur jene Daten analysiert hat, die beim RKI in Berlin angekommen sind. Wie seriös die Auswahl dieser Stichprobe der "symptomatischen Fälle" erfolgte, wird im Bericht mit keinem Wort erwähnt. Wer demnach den Bericht liest, denkt, dass hier tatsächlich alle symptomatischen Covid-Fälle Deutschlands erfasst wurden. Dies ist eine klare Irreführung.

Das hält das RKI aber nicht davon ab, einen viele Dutzend Seiten dicken Report zu veröffentlichen. 


Hospitalisierte Fälle

Als nächstes betrachten wir den Vergleich der hospitalisierten Patienten mit positivem Covid-Status in der Altersgruppe ab 60 Jahren.


Wieder sind die Unterschiede enorm. Während in Deutschland angeblich etwa gleich viele Geboosterte wie Ungeimpfte auf den Stationen liegen, ist das Verhältnis in England komplett konträr. 
Und wieder hat England deutlich höhere Zahlen. Liegt das vielleicht daran, dass wieder nur die symptomatischen Covid-Fälle gezählt wurden? So steht es zumindest im RKI-Report. Glaubwürdig ist das bei den Hospitalisierten allerdings noch weniger, denn ohne Symptome kommt man selten ins Krankenhaus.


Todesfälle

Und auch bei den Todesfällen sieht es ähnlich aus.


Besonders auffällig ist hier der gegenläufige Trend. Während in Deutschland die Ungeimpften die Mehrzahl der Covid-Todesfälle stellen, machen in England die Geboosterten den Löwen-Anteil aus. Ist ja auch logisch, wenn der Großteil der Menschen über 60 Jahren geimpft ist. - Dennoch ist der Kontrast zu den deutschen Zahlen frappierend. Und auch die wesentlich kleinere Zahl wirkt extrem unglaubwürdig. 

Das RKI produziert demnach Daten, die im internationalen Vergleich ebenso einzigartig wie unglaubwürdig sind. 


Wiener Wunder

Nicht weniger einzigartig sind die Impferfolge, die in Wien erzielt werden, jener Stadt, die international für Aufsehen sorgte, weil dort im letzten Jahr mehr PCR Tests durchgeführt wurden, als in ganz Deutschland. Der Wiener Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker hat erst kürzlich wieder die Impfpflicht als "alternativlos" bezeichnet. Kein Wunder, wenn ihm laufend Graphiken wie diese hier vorgelegt werden, die sein Sprecher Mario Dujakovic auf Twitter verbreitet. Hier wird eine 7-Tage Inzidenz nach Immunstatus präsentiert - und die großen roten Balken sind natürlich die Ungeimpften. 



Wien: Fast nur Ungeimpfte im Krankenhaus?

Die 7-Tage Inzidenz zeigt an, wie viele Personen pro 100.000 Personen mit demselben Immunstatus, in den letzten 7 Tagen hospitalisiert waren. Und es ist hier natürlich von großer Bedeutung, wie groß die Grundgesamtheit ist. Je kleiner die absoluten Zahlen, desto massiver ist der Ausschlag nach oben, weil z.B. von einer Grundgesamtheit von 100 Menschen auf 100.000 hoch gerechnet wird. Wir erinnern uns diesbezüglich an kleinere Orte, wo die Inzidenz in den roten Bereich hüpfte, weil gerade mal eine oder zwei Personen positiv getestet wurden. 

Fragen, auf welche Daten er sich bezieht - und ob er auch die absoluten Zahlen nennen könnte, die diesen Graphiken zugrunde liegen, ließ Dujakovic unbeantwortet. - Und so stellt sich auch hier die Frage, ob diese Aussagen überhaupt praktische Relevanz haben, oder – losgelöst von der Realität – einfach nur den Zweck der Impfwerbung erfüllen. 


Impfdaten von der Märchenfee

Auch vom RKI wurden meine Anfragen zur Datenbasis der Behörde nicht beantwortet. Auf die Frage, wer feststellt, ob positiv getestete Personen Symptome haben oder nicht, schrieb Susanne Glasmacher, die Pressesprecherin des RKI: "Die Angaben zu Symptomen werden vom Gesundheitsamt übermittelt und einzelne Konstellationen können wir nicht bewerten."

Keine Erklärung, warum der Großteil der Covid-Fälle wie in einem Schwarzen Loch verschwinden. Keine Erklärung, warum sich die Resultate so markant von jenen Englands unterscheiden.

Ging es dem RKI in erster Linie darum, den Minister mit aufgehübschten Zahlen zu versorgen? - Dieser Verdacht liegt nahe. 

Und nachdem ja nicht nur ich, sondern auch Karl Lauterbach zweifellos in der Lage wäre, sich die englischen Zahlen zu besorgen, drängt sich ein weiterer Verdacht auf: Der Minister will die richtigen Zahlen gar nicht wissen. Denn sonst hätte er längst dafür gesorgt, dass seine Behörde eine seriöse Datenbasis bekommt. Und nicht mehr Schätzungen bzw. Hochrechnungen auf Basis einer zufällig gefundenen Stichprobe veröffentlichen muss. 

Denn welche Zahlen seriöser sind - die englischen, oder die deutschen - darüber gibt es unter Experten keinen Zweifel. Hat England doch – so wie auch Dänemark, Schweden oder Schottland – ein funktionierendes Impfregister, wo die Impfdaten der Bevölkerung mit Personen-bezogenen Gesundheitsdaten kombiniert und auf Knopfdruck ausgewertet werden können. 

In Deutschland - wie auch in Österreich - wurde der wissenschaftliche Wert eines solchen Impfregisters noch nicht einmal verstanden. Da halten die Gesundheitspolitiker das Register nämlich bloß für ein Werkzeug, um die Bevölkerung an Auffrisch-Impfungen zu erinnern, oder um Impfgegner zu identifizieren und zu gängeln. Unter diesen Prämissen sollte tatsächlich gar kein Impfregister eingeführt werden.

Dass man mit dem Impfregister ein wissenschaftliches Instrument hätte, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfungen zu prüfen und epidemiologische Spitzenforschung zu betreiben, das haben die meisten Politiker intellektuell noch gar nicht erfasst. 

In Deutschland regiert inzwischen weiterhin der Blindflug. Politik aus dem Bauch - Argumente vom Stammtisch - Zahlen aus der Wühlkiste. So ist die traurige Realität.  

Dennoch wird der Bevölkerung über Tagesschau und Co. der Eindruck von Seriosität vermittelt. - Nichts könnte falscher sein. Und so schmückt sich Minister Karl weiterhin mit Impfdaten aus dem Wunschkonzert - an die er womöglich mittlerweile bereits selbst glaubt. 

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Freitag, 8. April 2022

Weg mit der Impfpflicht für Gesundheitsberufe!

 Im deutschen Bundestag wurde gestern überraschend deutlich die allgemeine Impfpflicht abgelehnt. Der von Abgeordneten der Regierungskoalition eingebrachte Gesetzesentwurf erhielt 296 Stimmen. Dagegen stimmten 378 Abgeordnete. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach erklärte nach der Abstimmung, um „unnötige Opfer im Herbst zu vermeiden, sollte der Versuch nicht aufgegeben werden, bis dahin trotzdem eine Impfpflicht zu erreichen“. Olaf Scholz sieht dies offenbar anders. Er finde die Entscheidung des Bundestags „sehr eindeutig“, sagte der Kanzler. „Und es wäre nicht sehr demokratisch, so zu tun, als wäre die Entscheidung ein Unfall oder sowas.“

Dringend nötig wäre es, nun auch noch die Einrichtungs-bezogene Impfpflicht für Gesundheitsberufe abzuschaffen. Ich habe dazu mit einem Team von OVALmedia einen neuen Film gemacht. 

Mit Klick aufs Bild oder hier hin könnt Ihr den Film ansehen. Er dauert eine halbe Stunde.


Anfangs wusste niemand, wie gefährlich das neuartige Corona-Virus war. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte mussten dennoch ihre Arbeit tun. Sie riskierten ihr Leben für ihren Beruf, für ihre Patienten. Viele steckten sich an. Egal ob geimpft oder ungeimpft. 
Nun sind die meisten genesen. Doch für die Politik sind nur geimpfte Pfleger gute Pfleger. Zwei Tage nach der Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler beschloss der deutsche Bundestag als erstes Gesetz die Impfpflicht in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen. Nun soll es umgesetzt werden. Tausenden Gesundheitsberuflern droht die Kündigung. Doch das Klinikpersonal wehrt sich.


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Mittwoch, 9. März 2022

Österreich sagt Impfpflicht ab - Deutschland überlegt noch

Die österreichische Impfpflicht ist nun also mal für 3 Monate ausgesetzt. Und das in einer Phase der Rekord-Inzidenz, die vor kurzem noch dafür ausgereicht hätte, einen superharten Lockdown einzuführen. Wir beobachten den ersten zaghaften Versuch der Politik, sich dem Panikmodus der Experten entgegen zu stellen und die eigenen "Haut-die-Ungeimpften"-Reflexe zu hinterfragen. Kann es sein, dass so etwas wie Vernunft einkehrt in der Blase der Corona-Kampffront?

Grün wechselte den Gesundheitsminister aus - und gab klein bei

Noch im November 2021 war Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer einem heftigen medialen Shitstorm ausgesetzt, als er sich den Forderungen des Krebsarztes, Unternehmers und Lobbyisten Richard Greil nach einem Lockdown entgegen setzte. 


Haslauer entschuldigte sich - der Lockdown kam. Und genutzt hat es gar nichts. Die Infektionskurve verlief in Ländern mit und ohne Lockdown - nahezu deckungsgleich. 

Covid-Fälle in Österreich (grüne Kurve) vs. Ungarn und Kroatien:
Der Lockdown im November 2021 wirkt in der Rückschau ziemlich sinnlos

Originellerweise lag Anfang November, als Greil aktiv wurde, die Inzidenz gerade mal bei einem Drittel der aktuellen Zahlen. Auch die Todesfälle lagen um ein Drittel niedriger als heute. Und dennoch nimmt derzeit kein Politiker das Wort "Lockdown" in den Mund. 

Die Politik hat offenbar eingesehen, dass diese Maßnahmen nichts anderes als hilflose Symbole sind und die Mehrzahl der Bevölkerung nicht mehr zu Logik-befreiten Einschränkungen der Freiheit und der Menschenrechte bereit ist. Einzig am ebenso sinnlosen Maskenzwang hält die Politik einstweilen noch fest. Auch nicht aus Überzeugung, sondern um die letzten Gläubigen in Bevölkerung und Medien nicht mit einer allzu raschen Umkehr zu verschrecken.

Deutschland steht vor Abstimmung 

Mit Interesse werden diese Ereignisse in Deutschland verfolgt, wo ab Mitte März die Impfpflicht für Gesundheitsberufe gilt. Anfang April wird im Bundestag obendrein über eine allgemeine Impfpflicht abgestimmt. SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (Foto) und die Mehrzahl der Grünen befürworten sie noch immer. 

Lauterbach schaffte es kürzlich, in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe gleich eine Sommer- UND eine Herbstwelle anzukündigen. Dafür brauche es eine Impfpflicht. Kontrollieren sollen das die Krankenkassen. "Wer keine Impfung nachweisen kann, würde Besuch vom Ordnungsamt bekommen", drohte der Minister. Ab Mai, so Lauterbach, steht ein Omikron-spezifischer Impfstoff zur Verfügung. Insgesamt wurden von der deutschen Regierung 554 Millionen Dosen bestellt. Das sollte für 80 Millionen Landsleute reichen.

Immer mehr Geboosterte auf Deutschlands Intensivstationen

Mit Ausnahme psychisch auffälliger Politiker und glaubens-starker Journalisten hält diese Impfstoffe jedoch kaum noch jemand für wirksam. Sie sind weder geeignet, um vor Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Viren zu schützen, noch schützen sie vor Weitergabe der Infektion. Und nun zeigt sich, dass sich auch der Schutz vor schweren Verläufen zunehmend in Luft auflöst, wie sogar in den öffentlich rechtlichen Medien nun nachzulesen ist.

Als erste ARD-Anstalt hob der mitteldeutsche Rundfunk (mdr) den bisherigen Denkstreik auf und unterzog die Zahlen des RKI einer kritischen Reflexion. Demnach sinkt die Wirksamkeit der Booster-Impfung gegen schwere Verläufe massiv ab. Binnen nur 6 Wochen ist der Anteil der geboosterten Patienten auf Intensivstationen von 5,8% auf 31,9% gestiegen. Der Anteil der ungeimpften Patienten fiel im selben Zeitraum von 62% auf 34,3% steil ab. Derzeit findet also ein Überholmanöver statt. Bald liegen deutlich mehr vollständig geimpfte als ungeimpfte Patienten auf Deutschlands Intensivstationen.


Die offiziellen Botschaften der Behörde täuschen der Öffentlichkeit jedoch immer noch eine hohe Wirksamkeit der Impfung vor. Die Wissen-Redaktion des mdr kritisiert, dass das Robert Koch Institut für seine Berechnungen auf die Meldungen der Gesundheitsämter zurück greift. Diese kommen aber offenbar überhaupt nicht mehr mit dem Melden nach - die Zahlen liegen deshalb nur noch bei etwa 5% der tatsächlichen Belegung der Intensivstationen. Das mdr nahm deshalb die Zahlen des DIVI Intensivregisters, wo immerhin 80% der Patienten erfasst werden - seit neuestem auch mit Impfstatus. 

Ich finde es ermutigend, dass sich endlich Wissenschaftsjournalisten der öffentlich Rechtlichen wieder auf ihre berufliche Kern-Aufgabe konzentrieren und selbst denken, anstatt offizielle Narrative nachzubeten und die Fakten entsprechend anzupassen. 

Noch verheerender sind die aktuellen Daten aus England. Schottland hat kürzlich sogar aufgehört, offizielle Daten der Behörden zu veröffentlichen, um damit nicht Stoff für die Impfkritik zu bieten.

Daten aus UK: Traurige Bilanz des unwirksamsten Impfstoffs aller Zeiten 


Dass man auf derartigen Zahlen keine Impfpflicht aufbauen kann - weder für die Allgemeinheit, noch für die Gesundheitsberufe –  sollte mittlerweile sogar den allerdümmsten Politikern und Ärztekammer-Funktionären einleuchten.

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