Freitag, 3. September 2021

Covid: Bereits 40% Impfdurchbrüche in Deutschland

Laut Wochenbericht des Robert Koch Instituts vom 2. September befinden sich unter den aktuellen Covid-Erkrankungen bei Menschen im Alter über 60 Jahren erstmals mehr als 40% vollständig geimpfte. Seit Anfang August – als der Anteil noch bei 27,5% lag – sind die Impfdurchbrüche  demnach dramatisch gestiegen. Damit wiederholen sich in Deutschland die Erfahrungen anderer Länder, wo ebenfalls ein starker Abfall der Wirksamkeit der Impfungen beobachtet wurde. 

Jeden Donnerstag veröffentlicht das Robert Koch Institut einen ausführlichen Wochenbericht zur aktuellen Lage der Pandemie und der Gegenmaßnahmen. Gestern dauerte es ziemlich lange, erst spät abends war der Bericht online. Und die Nachrichten waren nicht sonderlich gut. 

Sowohl in der Altersgruppe 60+ als auch bei den 18-59jährigen ist der Anteil der Impfdurchbrüche neuerlich gestiegen. 


Der nachlassende Infektionsschutz der Covid-Impfungen wird angesichts einer Flut internationaler Daten mittlerweile nicht mehr geleugnet. Allerdings manchmal recht gut getarnt: Österreichs Behörde AGES gibt zum Beispiel keine aktuellen Vergleichsdaten an, sondern nennt die Impfdurchbrüche immer im Verhältnis zur Gesamtzahl der bisher aufgetretenen Covid-Fälle. Die 2.871 registrierten Impfdurchbrüche entsprechen laut Behörden demnach einem Anteil von lediglich 1,91%. Und das klingt deutlich besser als die aktualisierten deutschen Zahlen, die sich jeweils auf den Vormonat beziehen.


Impfpropaganda ersetzt seriöse Information

Weiterhin aufrecht bleibt die Behauptung, dass die Impfung nach wie vor großartig vor schweren Verläufen und Hospitalisierung schützt. 

Auf der Facebook-Seite der deutschen Bundesregierung wurde am 25. August folgende Graphik gepostet: 

Irreführende Impfpropaganda by Bundesregierung

Der Anteil der Impfdurchbrüche wird hier bei den stationär behandelten Fällen mit 8,1% (261 Fälle von 3.235) angegeben, auf den Intensivstationen mit 5,5% (17 Fälle von 309).

Damit ergibt sich - allein über die optische Aufmachung - der Eindruck einer überragenden Schutzwirkung der Impfung. Ungeimpfte, so die Botschaft der Bundesregierung, belegen mehr als 90% der Betten auf den Covid-Stationen der Krankenhäuser. 

Tatsächlich ist die Graphik jedoch sehr manipulativ, weil der rote Kreis nicht aufgeschlüsselt wird. Es wird suggeriert, dass dies die Ungeimpften seien. Doch hier sind auch die unvollständig geimpften inkludiert, ebenso wie Personen, zu denen keine Informationen über den Impfstatus erhältlich waren. Ein erschütterndes Beispiel öffentlicher Informationspolitik, das purer Impfpropaganda gleich kommt.

Wie unplausibel die Daten sind, erkennt man an einem Vergleich zum August des Vorjahres, als bei einer Impfquote von 0% deutlich weniger Intensivbetten (im Schnitt rund 240) belegt waren als heuer. 

Wären Ungeimpfte tatsächlich so gefährdet, wie mit obiger Graphik suggeriert wird, hätten im Vorjahr nicht weniger, sondern deutlich mehr Patienten auf den Intensivstationen liegen müssen. 


Wie auch immer:

Nur eine Woche nach dem Facebook-Posting der Bundesregierung finden sich im aktuellen RKI Bericht über den Monat August (Stand vom 1. September 2021) ganz andere Zahlen:

Bei den über 60-jährigen Patienten auf Normalstation wird der Anteil der Impfdurchbrüche bereits mit 18,8% angegeben. Auf Intensivstationen liegt er bei 15,9%. Der Anteil der Patienten, die an einem wahrscheinlichen Impfdurchbruch verstorben sind, wird mit 26% angegeben.

Und auch diese Zahlen können zu impf-optimistisch sein und täuschen, erklärt das RKI im Kleingedruckten: "Da die Angaben zu den Impfungen der COVID-19-Fälle teilweise unvollständig sind und somit eine Untererfassung der geimpften COVID-19-Fälle wahrscheinlich ist, wird die Wirksamkeit der Impfstoffe eher überschätzt", heißt es im Bericht. Auch das unterschiedliche Testverhalten bei Geimpften und Ungeimpften (die viel häufiger getestet werden) sei eine mögliche Fehlerquelle. 

Und schließlich ist auch noch die Definition von "Impfdurchbruch" relevant: Laut RKI gilt ein Impfdurchbruch nämlich nur dann als solcher, wenn eine Covid-typische Symptomatik vorliegt. Ist eine Person zwar im Test positiv, hat aber keine Symptome, wird sie demnach nicht als Impfdurchbruch gewertet. Wo solche Fälle dann allerdings mitgezählt werden, bleibt ein Geheimnis.


Ausschnitt aus dem RKI 'Wochenbericht'

Geimpfte als "Tarnkappen-Bomber"

Der Virologe Alexander S. Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) hält es unter diesen Umständen für unverantwortlich, Geimpfte zu bevorzugen und Ungeimpfte – etwa durch die 2G-Regel – von öffentlichen Aktivitäten auszuschließen. 

"Während die häufig proklamierte 'Welle der Ungeimpften' anhand der Tests und Krankenhauseinweisungen sichtbar und berechenbar ist", schreibt er in einem Kommentar im Focus, "rauscht die Welle der Geimpften wie ein Tarnkappen-Bomber durch die Bevölkerung."


Impf-Musterland Israel auf Schwedens Bannliste

Besonders pikant ist unter diesen Umständen eine Mitteilung der schwedischen Regierung. Sie erließ mit Gültigkeit ab 6. September ein Einreiseverbot für die Angehörigen einiger Länder mit aktuell hoher Inzidenz, allen voran Israel und die USA. Gerade das Impf-Musterland Israel, das sich die exklusive Vorab-Belieferung mit Impfstoffen von BioNTech/Pfizer damit sicherte, indem es rund den doppelten Kaufpreis hinlegte, wird nun von einem Land gebannt, das lange als Lockdown-Verweigerer und 'Outlaw' gebrandmarkt worden war. 

Israel verzeichnet derzeit die höchste Covid-Inzidenz seit Beginn der Pandemie

Bereits Ende Juli ist ein alarmierender Bericht der israelischen Behörden erschienen, wonach die Wirksamkeit der Impfung gegen Covid-Infektion auf 39%, jene gegen symptomatische Erkrankung auf 41% abgefallen ist. Personen, die zur ersten Impfgruppe gehörten und bis zum Januar geimpft waren, verfügen sogar nur noch über einen Impfschutz von 16%. 

Die israelischen Behörden beruhigen zwar, dass der Schutz vor schwerer Erkrankung und Hospitalisierung immer noch hoch sei, doch auch hier zeigt die Schutzrate deutlich nach unten. 

"Dritte Dosis dringend notwendig"

Während bei uns die Ungeimpften als Haupt-Risikogruppe gelten und der Druck auf sie ständig erhöht wird, ist Israel bereits einen Schritt weiter: Ministerpräsident Naftali Bennett bekam bereits seine dritte Dosis. Kürzlich wandte er sich in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung und verkündete: "Es gibt viele junge geimpfte Patienten in den Krankenhäusern, die ernsthaft krank sind." Gerade die zweimal Geimpften erklärte Bennett seien nun die am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe. Und zwar deshalb, weil sie rumlaufen, am normalen Leben teilnehmen und sich geschützt wähnen. Das jedoch sei ein großer Irrtum. Denn wegen Delta sei die Wirksamkeit der Impfung so stark zurück gegangen, dass die zweimal Geimpften jetzt ein hohes Risiko auf schwere Verläufe und Hospitalisierung haben. Deshalb sei es dringend notwendig, sich sofort die 3. Dosis geben zu lassen. 

Die Altersgruppe ab 60 Jahren ist mittlerweile großteils durch, derzeit laufen in Israel die Impfungen für Personen ab 40 Jahren. Dass der Absturz der Wirksamkeit nach der 3. Dosis ausbleibt, glaubt allerdings niemand. Insofern erweist sich das Impfprogramm als Abonnement auf unbestimmte Zeit. 

Ein Ausstieg aus dem Abonnement scheint schwierig, denn Geimpfte haben nur eine eingeschränkte Immunität - verglichen mit Genesenen. Denn Genesene erwerben eine wahrscheinlich jahrzehntelang anhaltende Immunität gegen das gesamte Virus mit seinen verschiedenen Proteinen. Geimpfte hingegen nur gegen die Spike-Proteine. Wenn die Viren an dieser Stelle mutieren, stürzt die Schutzrate ab. Und es braucht wieder neue Impfstoffe mit angepasstem Schutz gegen die neuartigen Spike-Varianten. 


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Montag, 9. August 2021

Rätsel, Gerüchte, Impfverträge: Meldungen aus dem Covid-Mittsommerloch

Mitten in der Urlaubszeit steigt bei Politik und Gesundheitsbehörden die Nervosität, was die steigenden Corona-Infektionszahlen wohl bedeuten und wie ihnen zu begegnen ist. Die US-Behörde CDC hat nun die Maskenpflicht in Innenräumen für alle Menschen im Alter über 2 Jahren empfohlen. Für besondere Aufregung sorgte, dass dies auch für bereits geimpfte Personen gilt, weil immer mehr Daten das Nachlassen des Impfschutzes belegen. Dessen ungeachtet sehen viele Experten die Rettung in Impfquoten von mindestens 85%. Angesichts der wachsenden Skepsis in der Bevölkerung sind derartige Quoten ohne gesetzliche Impfpflicht jedoch vollständig illusorisch. 


Normaler wird der Sommer nicht mehr - langsam klingt der Corona-Herbst an (Foto: SJ Golding)


Zur Lage in Israel 

In Israels Krankenhäusern sieht die Belegung mit Covid-Patienten mit Stand vom 6. August so aus.

Ernsthaft Kranke der Altersgruppe über 60 Jahren:
  • 196 sind vollständig geimpft
  • 5 sind einmal geimpft
  • 65 sind ungeimpft
Ernsthaft Kranke der Altersgruppe unter 60 Jahren:
  • 15 sind vollständig geimpft
  • 1 ist einmal geimpft
  • 46 sind ungeimpft
Ende Juli hatte die israelische Gesundheits-Behörde noch verlautbart, dass zwar der Schutz vor Infektionen bei Covid-Geimpften abnimmt (auf zuletzt 39%), dass jedoch der Schutz vor schweren Krankheitsfällen mit 91% unverändert hoch bleibt und die Geimpften zu 88% vor Hospitalisierung abgesichert sind. 
Mit den aktuellen Daten gilt das nicht mehr. In der Gruppe unter 60 Jahren liegt der Schutz vor Covid-bedingter Einweisung ins Krankenhaus zwischen 70 und 80%, in der Gruppe der Menschen über 60 Jahren nur mehr bei 65%. 

Die Gesundheits-Behörde versuchte einer negativen Impf-Stimmung gegenzusteuern, indem sie betonte, dass das Risiko einer Hospitalisierung bei ungeimpften älteren Menschen immer noch signifikant höher ist als bei geimpften. Verschwiegen wird bei dieser Rechnung jedoch, dass in Israel fast nur noch jene älteren Menschen ungeimpft sind, die zu schwach für eine Impfung sind. Dabei handelt es sich um Menschen über 80 mit erheblichen Vorerkrankungen. Und dass diese Gruppe ein höheres Risiko einer schwer verlaufenden Covid-Infektion hat, liegt auf der Hand. 

Besorgniserregend ist der zeitliche Trend des abnehmenden Impfschutzes auch insofern, als sich die Zahl der Covid-positiven Patienten, die täglich in Israels Krankenhäusern aufgenommen werden müssen, seit Anfang Juli von rund 5 pro Tag auf 40 pro Tag vervielfacht hat. 

Seit Anfang Juli steigen die Infektionszahlen in Israel und den USA rasant an

Die Infektionszahlen sind sogar um das Zehnfache angestiegen, liegen derzeit so hoch wie zuletzt Anfang März mit rund 4.000 Fällen pro Tag. Die Kurve weist weiter steil nach oben. Aus dem Expertenkreis des Gesundheitsministerium kommen immer mehr Stimmen, die für die September-Ferien in Israel einen landesweiten Lockdown fordern. 

Geimpfte genauso infektiös wie Ungeimpfte


Die britische Behörde "Public Health England" (PHE) gab bekannt, dass in der Vorwoche veröffentlichte Beobachtungen der US-Behörde CDC aktuell auch auf Großbritannien zutreffen: 
"Einige erste Ergebnisse ... deuten darauf hin, dass die Viruskonzentration bei Menschen, die sich mit Delta infizieren, nachdem sie bereits geimpft wurden, ähnlich hoch sein könnten wie bei ungeimpften Menschen. Dies könnte Auswirkungen auf die Ansteckungsfähigkeit von Menschen haben, unabhängig davon, ob sie geimpft wurden oder nicht."
Von den bestätigten Delta-Fällen, die seit dem 19. Juli ins Krankenhaus eingeliefert wurden, waren laut PHE 55,1% nicht geimpft, während 34,9% zwei Dosen eines COVID-19-Impfstoffs erhalten haben.

Deutscher Zweck-Optimismus

Das Robert Koch Institut (RKI) liefert im Gegensatz zu diesen eher ernüchternden Erkenntnissen einen regelrechten Jubelbericht ab, der die großartigen Effekte der Covid-Impfung feiert. 
Trotz seines Erscheinungsdatums (2. September 2021, online vorab) klingen die präsentierten Daten - im Zuge der aus den Israel, den USA und Großbritannien einlangenden Fakten – schon jetzt überholt.  
Zitat RKI-Bericht:
"Unsere hier präsentierten Daten belegen den überragenden Nutzen der COVID-19-Impfung bereits in den ersten 6,5 Monaten der Impfkampagne in Deutschland 2021. Unter anderem aufgrund einer noch nicht ausreichend hohen Impfquote unter den 18- bis 59-Jährigen und der sich derzeit ausbreitenden Delta-Variante steigen jedoch die Fallzahlen aktuell wieder an und Deutschland steht am Anfang einer vierten Welle. Um das Ausmaß einer vierten Welle so gering wie möglich zu halten, ist es notwendig, dass der Anteil der geimpften Bevölkerung schnellstmöglich erhöht wird, sodass ein vollständiger Impfschutz bei einer möglichst hohen Anzahl an Menschen besteht. Im Rahmen einer mit diesem Modell durchgeführten und früher publizierten Analyse ist hierfür eine Impfquote von 85 % in der Altersgruppe 12 bis 59 Jahre und eine Impfquote von 90 % bei Personen ≥ 60 Jahren notwendig."
Ohne allgemeine Impfpflicht sind solche Impfquoten kaum erreichbar. Doch wozu dienen derart hoch gesteckten Ziele überhaupt, wenn die Impfung schlecht vor SARS CoV-2 Infektionen schützt und damit die Erlangung einer Herdenimmunität in der Bevölkerung vollständig illusorisch macht?

Fauci fordert Impfpflicht

Anthony Fauci, der mittlerweile 80-jährige "Chief Medical Advisor" von US-Präsident Joe Biden liefert keine Antwort auf diese Frage, doch er fordert vehement eine Impfpflicht. Und zwar deshalb, "weil sich sonst das Virus weiter verbreiten und verändern könnte." Und dann, so Fauci, bestehe die Gefahr, dass sich am Ende eine Variante entwickle, die noch problematischer ist als Delta und vor der die aktuellen Impfstoffe gar keinen Schutz mehr bieten. 

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC haben mittlerweile 59 Prozent aller Bürger mindestens eine Impfdosis erhalten. Nach rasantem Start der Impfkampagne kommt sie angesichts verbreiteter Skepsis in der Bevölkerung mittlerweile aber nur noch schleppend voran. US-Präsident Joe Biden und hochrangige Regierungsvertreter rufen die Bevölkerung zunehmend verzweifelt auf, sich impfen zu lassen. Fauci erhöht mit seiner Forderung nach "Impfpflichten auf lokaler Ebene" den Druck. Die CDC hat ihre Forderung nach einer Maskenpflicht in Innenräumen letzten Sonntag auf "alle Menschen ab 2 Jahren" erweitert. 

STIKO soll verschwinden

Seit sich die deutsche STIKO ('Ständige Impfkommission' am Robert Koch Institut in Berlin) gegen eine allgemeine Impfung der Kinder ab 12 Jahren ausgesprochen hat, läuft die Politik Sturm gegen diese widerborstigen Impfexperten, angeführt vom Ulmer Virologen Thomas Mertens.
Manne Lucha, Gesundheitsminister aus Baden-Württemberg, kritisierte beispielsweise, dass die STIKO dazu neigt, Entscheidungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erstmal eher nicht gutzuheißen. „Wir sind der Überzeugung, dass die Impfung für Jugendliche eine große Chance ist, und sind da auch selbstbewusster geworden.“
Der Tenor der politischen Offensive lautet: Wenn die EMA etwas zulässt, dann haben das gefälligst auch die deutschen Impfexperten zu empfehlen. Deshalb wird nun rundum von allen möglichen Bundes- und Landespolitikern die Gründung eines 'Bundesgesundheitsamtes' angeregt - anstelle der STIKO. 
Natürlich könne man sich immer andere Strukturen vorstellen, erklärte STIKO-Chef Mertens. Etwas Neues sollte aber besser sein als das Alte. „Ein Bundesgesundheitsamt gab es ja bereits früher.“
Tatsächlich ist das damalige Bundesgesundheitsamt im Jahr 1994 infolge eines Skandals um kontaminierte Blutpräparate aufgelöst worden. Um ein möglichst unabhängiges, frei von finanziellen Eigeninteressen agierendes Expertengremium zu schaffen, wurde in der Folge die STIKO gegründet. 

"Die wahren Covidioten"

Gereicht hat das Mittsommertheater offenbar dem ehemaligen SPD-Bundesfinanzminister und Ex-Chef der Linkspartei Oskar Lafontaine. Gestern ließ er auf seinem Facebook-Account eine richtige Wutrede los: 
"Als ich die geleakten Verträge mit Pfizer/Biontech auf den NachDenkSeiten gelesen habe, verschlug es mir die Sprache. Dort steht doch tatsächlich: „Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind… Der Käufer erklärt sich hiermit bereit, Pfizer, BioNTech (und) deren verbundene Unternehmen (…) von und gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste, Schäden, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und Ausgaben freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten.”
Die Politiker, die solche Verträge abschließen, sind die wahren Covidioten. 
Unter Machtmissbrauch und Größenwahn fällt die Empfehlung der Gesundheitsminister der Länder, auch Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren Impfstoffe anzubieten. Was fällt diesen politischen Laiendarstellern eigentlich ein? Kennen sie, im Gegensatz zum Hersteller, die langfristigen Wirkungen des Impfstoffs und wissen sie bereits, dass der Impfstoff keine unerwünschten Wirkungen haben wird? Angefangen vom Bankkaufmann, Politikwissenschaftler und Pharmalobbyisten Spahn – auf welche Fachkompetenzen berufen sich diese Damen und Herren eigentlich?"
Diesem "Wort zum Sonntag" von Oskar Lafontaine ist wenig hinzuzufügen. 

Freitag, 6. August 2021

Schikanen für Ungeimpfte und Genesene

Die Pandemie-Inszenierung geht in die nächste Runde. Die Wirrologen und Modellierkünstler haben mal kurz Pause. Denn jetzt schlägt die Stunde der Polit-Demagogen und der Experten des Folter- und Erpressungswesens. 

Es geht darum, wie man die Daumenschrauben so stark anzieht, dass Ungeimpfte und Genesene mit abgelaufener Genesungsfrist am gesellschaftlichen Leben möglichst nicht mehr teilnehmen können. Täglich regnet es Vorschläge, die sich an Perfidie übertreffen.

So sollen ungeimpfte Jugendliche weiterhin dreimal wöchentlich testen müssen und als einzige in der Klasse mit Maske sitzen, deutlich sichtbar als Impfgegner-Plagen gekennzeichnet: zum Abschuss freigegeben für alle Lehrer mit Virentodesangst und entsprechendem Aggressionspotenzial.

Das sei aber keine Zwei-Klassen-Gesellschaft, sagte der oberste Bildungsministrant Fassmann, weil man seinen Status jederzeit ändern könne, "und in dem Augenblick, wo ich mich impfe, gehöre ich zur anderen Klasse."

Erwachsenen, die sich nach Genesung oder generell nicht impfen lassen wollen, steht es künftig frei,  den Beruf zu wechseln. Denn immer mehr politisch dominierte Sparten - wie Schulen oder Krankenanstalten - kündigen an, dass Mitarbeiter ohne die gerade aktuelle Anzahl an Impfungen und notwendigen Auffrischungen (1, 2, 3, …) nicht länger erwünscht sind. 

Nachdem Österreich als Weltmeister der Gurgel- und Nasenbohr-Testerei derzeit eine Reihe findiger Firmengründer, Polit-Querschläger,  Uni-Profitoren und Laborbetreiber zu Multimillionären macht, sind Schlaumeier wie der oberste Ärztekämmerer auf die Idee gekommen, dass es nun aber wirklich genug ist, mit der Steuergeld-Verschleuderung. Wer künftig noch Tests braucht, soll sie gefälligst selber zahlen. 

Die Zeit der Gratis-Tests ist vorbei: wer künftig ins Theater
oder in den Supermarkt will, soll zahlen (Foto:7C0)

Damit niemand mit einem Kino-, Friseur- oder Restaurant-Streik billig davon kommt, wurde - unter anderem vom deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn und seinen Experten – eine Testpflicht für den Supermarkt-Einkauf und den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln ins Spiel gebracht. 

Man kann es sich schön vorstellen, das schmierige Grinsen, wenn ihnen wieder eine neue Schikane eingefallen ist. 


Und ganz wichtig: Es gilt auch weiterhin, die allgemeine Wahrnehmung der Gefahr hoch zu halten. Denn nur so finden sich genügend freiwillige Hilfs-Sheriffs und Blockwarte, die mit Einsatz von Mobbing und Denunziation dafür sorgen, dass die Moral aufrecht bleibt.

Auch Schul-Schließungen sind hierfür ein probates Mittel. In einer von der deutschen Kultusministerkonferenz in Auftrag gegebenen Studie heißt es dazu:  "Darüber hinaus werden Schulschließungen als Zeichen der Ernsthaftigkeit der Epidemie wahrgenommen und können persönliche Einschränkungen verstärken."

Mit den Ungeimpften und den Schülern werden also die Schuldigen für die panisch erwartete VIERTE WELLE aufgebaut. Das dafür nötige Vorurteils- und Lügenmosaik wird über alle Medien simultan vermittelt, damit alles perfekt geframed ist und sitzt, wenn der potemkinsche Impfpalast – wie jetzt schon absehbar – scheppernd zusammen kracht. 

Wir steuern auf einen gruseligen Herbst zu.


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Donnerstag, 22. Juli 2021

Die Stunde der Impfpflicht

Kein Tag vergeht ohne dass irgendjemand vehement in der Öffentlichkeit für die Impfpflicht eintritt. Im September läuft sogar ein Volksbegehren für die Impfpflicht an. 
Weil mittlerweile mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus Überzeugung - oder infolge des schon über Monate aufgebauten massiven Drucks - geimpft ist, schneidet die Forderung nach einer Impfpflicht auch in den Umfragen immer besser ab. Was man selbst gemacht hat, ist ja immer schon eine Richtschnur dafür gewesen, wie sich gefälligst auch die anderen zu verhalten haben.

Ärzte in einem kalifornischen Impfzentrum warten auf den Ansturm (credit)

 
Eine ältere Dame, die sich vorwiegend über die diversen Nachrichten-Formate des ORF informiert, drückte ihren Standpunkt kürzlich im Gespräch mir gegenüber so aus:
"Mir gehen diese Ungeimpften unglaublich auf die Nerven. Was glauben die eigentlich? Dass sie etwas Besseres sind? Die gefährden die Gesundheit aller Menschen. Da gehört ein Impfzwang her. Auch bei den Kindern. Von denen kommen ja die meisten Infekte her."

Vor zwei Wochen hat mir dieselbe Dame noch erzählt, dass sie nach der 2. Impfdosis drei Tage lang hohes Fieber und Schüttelfrost hatte, so dass sie glaubte, ihre letzte Stunde habe geschlagen. "Ein zweites Mal würde ich mich sicher nicht mehr impfen lassen", hatte sie damals betont.
Darauf angesprochen sagt sie jetzt: "Ja, mir ist es schlecht gegangen. Aber mit Corona wäre ich wahrscheinlich gestorben."

Soweit also der medial geschulte Volksmund, der sich laut diversen Umfragen bereits auf 50 bis 70% Zustimmung zur Impfpflicht aufsummiert.

Nachdem sich die meisten Politiker an solchen Umfragen orientieren, und außerdem auch noch selbst geimpft sind, wird das Bedürfnis, eine Impfpflicht gesetzlich vorzuschreiben, immer verführerischer.


Die Spirale dreht sich rasch. Und überall blüht Polarisierung und Anlass-Gesetzgebung. Wer nicht geimpft ist, wird nicht mehr angestellt. Wer nicht geimpft ist, darf nicht in die Disko. Wer nicht geimpft ist, wird entlassen. Genesene werden zunehmend aus der 3 G Regel ausgenommen. Begründung: "Weil es so ist! - Warum solle jemand belohnt werden, der sich infiziert hat?"


Mittlerweile sind laut Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen in Österreich rund 9 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Die Risikogruppen sind zu mehr als 90% durchgeimpft.

Im Vorjahr betrug um diese Zeit die Durchimpfungsrate noch 0%.

Was sich massiv geändert hat, ist die Anzahl der Tests. Österreich hat sich seit dem Vorjahr zum Test-Weltmeister entwickelt. Die Zahl der Tests liegt beim 40-fachen wie noch im Juli 2020. 

Insofern wundert es nicht, wenn auch die positiven Fälle angestiegen sind. 

Die positiven Fälle (blau) liegen deutlich über den Werten des Vorjahres


Die große Mehrzahl der positiv Getesteten hat keine Symptome. Getestet wird nicht, weil der Verdacht auf eine Krankheit besteht, sondern weil die Personen ins Gasthaus oder zum Friseur wollen. 

Aussagekräftiger als die Tests sind die Zahlen der aus den Krankenhäusern gemeldeten Fälle. 

Vergleich der Krankenhaus-Belegung mit Covid-Patienten zum Vorjahr


Wenn man die Bettenbelegung auf Normal- und Intensivstationen vom Juli 21 mit dem Juli 20 vergleicht, merkt man in den Kurven kaum einen Unterschied. Außer, dass es heuer mehr Covid-positive Intensivpatienten gibt.

Wieso hat sich da so wenig zum Besseren verändert, wo doch die Risikogruppen geimpft sind?
Handelt es sich um lauter Ungeimpfte, die in den Krankenhäusern liegen?
Wenn das tatsächlich so wäre, gäbe es längst unzählige Medienberichte, die das in Schlagzeilen und News-Berichten thematisieren. 
Doch hier ist Schweigen im Walde. Es gibt keine Angaben zum Impfstatus der hospitalisierten Corona-Patienten. Der Verdacht liegt somit nahe, dass es umgekehrt ist: dass im Spital großteils Geimpfte liegen.


Wenn die Covid-Kurve im Herbst ähnlich stark ansteigen sollte, wie im Vorjahr, dann wird der Teufel los sein.
Denn auszusprechen, dass die Impfung wenig gebracht hat, kommt für die regierenden Politiker und deren Expertenklüngel keinesfalls in Frage. Es braucht andere Schuldige.
Also wird zum Halali auf die Impfverweigerer geblasen. Der Absturz in die Barbarei ist nahe.

Bleibt nur, auf ein Wunder zu hoffen: Dass die Impfung doch besser wirkt, als sich das jetzt bereits abzeichnet
Oder auf das Wunder der Erkenntnis: Dass es doch keine so gute Idee war, die Menschheit einem hoch riskanten wissenschaftlichen Experiment zu unterziehen. 

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Mittwoch, 30. Juni 2021

Inakzeptabel hohe Kohlendioxidwerte unter Gesichtsmasken bei Kindern

Der Kohlendioxidgehalt in der Atemluft steigt bei Kindern unter Gesichtsmasken auf inakzeptabel hohe Werte von über 13.000 parts per million (ppm) schon nach 3 Minuten, fand eine Studie, die heute im renommierten Journal JAMA Pediatrics online publiziert wurde. 

Das könnte erklären, warum über 68% der Kinder einer großen Befragung der Universität Witten/Herdecke über Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung, und schlechte Stimmung klagen. Denn zu viel Kohlendioxid ist schädlich, wie das Umweltbundesamt schon 2008 feststellte: Mehr als 2.000 ppm (oder 0,2 vol%) sollten nicht in der Atemluft vorhanden sein. In der Atemluft im Freien liegt der Kohlendioxidgehalt bei etwa 400 ppm (0,04 vol%).

Jüngere Kinder können sich oft gar nicht mehr
an eine "maskenlose Zeit" erinnern (Foto: Brian Evans)

Die Forschung kam aufgrund einer Elterninitiative zustande und wurde koordiniert von Prof. Harald Walach, der an der Kinderklinik der Medizinischen Universität Poznan in Polen tätig ist, sowie als Gastprofessor an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. „Die Eltern kamen auf uns zu, weil ihre Kinder über Probleme klagten“, sagt der Immunologe und Toxikologe Prof. Stefan Hockertz, der die Studie initiierte und vor Kurzem ein Buch zum Thema publiziert hat („Generation Maske“). Helmut Traindl, promovierter Ingenieur aus Wien führte die Messungen durch, mit denen er langjährige Erfahrung hat. „Wir haben die Methode an Pilotmessungen erprobt“, sagt Traindl. „Die Kinder erhielten einen kleinen Messschlauch in Nasennähe befestigt, so dass wir den Kohlendioxidgehalt in 15 Sekunden-Abständen sauber bestimmen konnten.“ Andreas Diemer und Ronald Weikl, zwei Ärzte, begleiteten die Studie medizinisch. Sie sorgten auch für gute Durchlüftung des Messraumes. Dafür stellte die Kinderpsychotherapeutin Anna Kappes ihre Praxis in Müllheim zur Verfügung. Sie kümmerte sich um das Wohlbefinden der Kinder und der begleitenden Eltern. 

Die Forscher maßen zunächst ohne Maske, dann in zufälliger Reihenfolge mit einer OP-Maske und einer FFP2-Maske, und schließlich nochmals ohne Maske das eingeatmete Kohlendioxid. „Uns interessierte vor allem der Kohlendioxidgehalt der eingeatmeten Luft“, erklärt Dr. Traindl. „Es erstaunte mich, dass dieser so rasch, nämlich bereits nach 1 Minute so hoch anstieg und ohne große Schwankungen auf hohem Niveau stabil verweilte.“ Wie kommt das zustande? „Der Totraum in der Maske ist für Kinder im Verhältnis zu ihrem Gesicht besonders groß. Dort sammelt sich das ausgeatmete Kohlendioxid, mischt sich mit der einströmenden Luft und wird rückgeatmet“, erklärt der Arzt und Physiker Andreas Diemer den Vorgang. „Weil bei Kindern der Atemvorgang schneller geht und auch weniger Druck erzeugt, ist gerade bei ihnen das Problem des mangelnden Gas-Austausches besonders groß“, sagt Diemer. „Auch Kindermasken lösen das Problem nicht. Solche hatten wir nämlich auch“, meint Diemer.

„Die Daten sprechen eine klare Sprache“, sagt Prof. Walach, der Leiter der Studie, der die Daten ausgewertet hat. „Die Effekte sind sehr groß, klinisch hoch bedeutsam und statistisch sehr signifikant. Einen Unterschied zwischen den Masken sehen wir kaum, obwohl die FFP2-Masken mit 13.910 ppm einen höheren Wert erzeugen als die OP-Masken. Aber dieser ist mit 13.120 ppm immer noch mehr als 6-fach über dem, was das Umweltbundesamt als Grenze der Gesundheitsgefährdung einstuft. Daher wäre es aus unserer Sicht ein politisches und juristisches Gebot der Stunde, das Maskentragen bei Kindern als gesundheitsgefährdend einzustufen und keinesfalls mehr als pauschale Maßnahme zu verordnen. Schulen, Ämter und Behörden, die dies verlangen, machen sich aus unserer Sicht der Körperverletzung schuldig“, sagt Professor Walach. Professor Hockertz, der in seinem Buch die vielfältigen Probleme aufzeigt unterstützt dies und sagt: „Es ist ein Skandal, dass unsere Behörden solche Maßnahmen verordnet haben, ohne auch nur einen Anhaltspunkt für die Unbedenklichkeit von Gesichtsmasken bei Kindern gehabt zu haben. Eigentlich hätte eine solche Studie von Oberschulämtern durchgeführt werden müssen. Aber zwei Schulen, in Blaubeuren und im Landkreis Passau, die auf uns zugekommen sind, damit wir diese Studie dort durchführen, erhielten von ihren Oberschulämtern ein Verbot, eine solche Studie durchführen zu lassen. Wir hoffen sehr, dass durch unsere Daten etwas mehr Vernunft und Sachlichkeit in die Debatte kommt. Denn das Risiko für ein Kind, an COVID-19 zu erkranken ist wesentlich geringer, als einen psychischen oder körperlichen Schaden durch das Tragen der Masken zu erleiden“, meint Hockertz. 

„Besonders die kleinen Kinder sind stark betroffen“, sagt Juliane Prentice aus Müllheim, eine der Organisatorinnen. „Das Kind mit den höchsten Kohlendioxidwerten, mit 25.000 ppm in der Einatemluft, also mehr als das 10fache dessen, was das Umweltbundesamt als Gefährdungsgrenze einstuft war nur 7 Jahre alt.“ Insgesamt wurden 45 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren gemessen. „Der Kohlendioxidgehalt der Einatemluft nahm mit dem Alter deutlich ab. Aber selbst das Kind mit den niedrigsten Werten, ein 15-Jähriger, hatte mit 6.000 ppm Kohlendioxidgehalt noch das Dreifache des Grenzwertes in der Einatemluft,“ kommentiert Dr. Ronald Weikl, Arzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde in Passau, der zu den Organisatoren und Betreuern der Studie gehört. „Es führt kein Weg daran vorbei: Das Tragen von Masken bei Kindern ist eine ungeeignete Methode des Gesundheitsschutzes. Es schadet mehr, als es nutzt“, sagt der Arzt.

Zitation:

Walach, H., Weikl, R., Prentice, J., Diemer, A., Traindl, H., Kappes, A., & Hockertz, S. (2021). Experimental assessment of carbon dioxide content in inhaled air with or without face masks in healthy children: A randomized clinical trial. JAMA Pediatrics. doi:10.1001/jamapediatrics.2021.2659, published online 30th June 2021

Bei diesem Artikel handelt es sich um den Abdruck einer Presse-Mitteilung




Freitag, 25. Juni 2021

Die eingebildeten und die wirklichen Risiken

Die SARS CoV-2 Viren befinden sich in der Sommerpause. Dennoch hören wir ein beständiges Grundrauschen in den Medien. Experten überbieten sich in Warnungen und katastrophalen Prognosen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit publizierte die US-Behörde CDC nun einen Bericht über 1.226 gemeldete Fälle von Herzmuskel-Entzündungen bei Geimpften. 

Speziell junge Männer sind von Herzmuskel-Entzündungen betroffen (Foto:7C0

Laufend ist in den Medien von der gefährlichen "Delta" Mutation zu lesen. Das nationale Impfgremium in Österreich empfiehlt mit Hinweis auf Delta die Verkürzung der Impfintervalle, auch zweifach geimpfte Personen sollen in sensiblen Bereichen weiterhin mindestens einmal pro Woche getestet werden. Denn Delta sei bereits für 25% der Infektionen verantwortlich. Virologen warnen vor "allzu großzügigen Öffnungsschritten".

 Tatsächlich zeigt eine Auswertung der britischen Gesundheitsbehörden von mehr als 30.000 Delta-Infektions-Fällen, dass diese Variante mit einer Letalität von 0,3% deutlich unter jener der altbekannten Alpha Variante (2,0%) liegt.

Vergleich der Letalität der verschiedenen Varianten in England

Offenbar sollen Meldungen über Mutationen eine gewisse Grundangst in der Bevölkerung hoch halten, um damit die Impf-Bereitschaft speziell bei den jüngeren Menschen zu fördern. 

Über Nebenwirkungen der Impfung hört man von Impfexperten und Medien deutlich weniger. Dabei gibt es da mindestens ebenso relevante Dinge zu berichten - die in eine informierte Impfentscheidung einfließen sollten. 

Vorgestern veröffentlichte die US-Gesundheitsbehörde CDC einen Bericht über die bisher aufgetretenen Fälle von Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und Perikarditis (Herzbeutelentzündung) nach mRNA Impfungen (Pfizer/BioNTech, Moderna). Bis zum 11. Juni sind im Impfschadens-Register VAERS  1.226 Fälle gemeldet worden. Der Großteil betrifft Jugendliche und junge Erwachsene. Das höchste Risiko besteht kurz nach der 2. Impfdosis. 


In der Tabelle sieht man die gemeldeten Fälle nach Alter und Geschlecht aufgelistet. Im Zeitfenster von nur 7 Tagen nach der Impfung übertraf die Anzahl der beobachteten (observed) Fälle jene, die erwartbar (expected) waren, um ein Vielfaches. 

  • Speziell gefährdet sind die 12-17 Jahre alten Jungen. Hier tritt pro 15.900 Impfungen ein Fall auf. 
  • Nur unwesentlich dahinter liegt die Altersgruppe der 18-24 jährigen. Hier kommt 1 Myokarditis/Perikarditis-Meldung auf 19.800 Impfungen.

Hier ist allerdings davon auszugehen, dass es eine beträchtliche Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle gibt. Bei einem passiven Meldesystem wie VAERS kommen auf einen gemeldeten Fall im Schnitt mindestens neun nicht gemeldete. Die wahren Verhältnisse liegen deshalb eher im Bereich von 1:1500 bis 1:2000.

Die entscheidende Frage ist nun, wie die Krankheitsfälle ausgelöst werden. Üblicherweise sind bakterielle oder virale Infekte der Herzregion die Ursache für einen Angriff des Immunsystems. Im knappen Zeitfenster von nur 7 Tagen nach der Impfung, ist jedoch davon auszugehen, dass das Phänomen von der Impfung ausgelöst wird, schon allein deshalb, weil das Immunsystem infolge der Impfung extrem angriffslustig ist. 

Und einiges spricht dafür, dass sich die Immun-Attacke gegen das Herz in Wahrheit gegen den Impfstoff richtete. Ein über ein Gerichtsurteil ("Freedom of Information") ausgehobenes Pfizer-internes Dokument zeigt, dass der Impfstoff nämlich nicht – wie allgemein angenommen – an der Impfstelle im Oberarm-Muskel verbleibt, sondern sich ein großer Teil relativ rasch im Organismus verteilt. 

Das Pfizer-interne Dokument zeigt, wie sich
radioaktiv markierter Impfstoff im Organismus verteilt

Für die Studie wurde den Ratten radioaktiv markierter mRNA Impfstoff ins Muskelgewebe injiziert. Bereits nach einer Stunde war 3% der Dosis in der Leber nachweisbar, nach 8 Stunden sogar 18%. Damit war in der Leber bereits fast gleich viel Impfstoff wie an der Injektionsstelle. 

Stark betroffen waren auch die Nebennieren,  Knochenmark, Lunge, Herz, Hirn, sowie bei weiblichen Tieren die Eierstöcke (andere Graphik). 

Je nachdem, welche Zellen von den mRNA Nanopartikeln 'befallen' werden, werden diese Zellen dazu veranlasst, Unmengen der viralen Spike-Proteine herzustellen. Weil die Zellen der Immunabwehr von außen erkennen können, was die Zellen im Inneren herstellen, vermuten sie die Aktivität von Viren und die Zellen werden zum Angriffsziel. 

Immunreaktionen sind normalerweise zeitlich beschränkt, sie können sich aber auch chronifizieren. Die Folgen wären Autoimmunreaktionen, die immer wieder auftreten. 

"Diese Hintergründe gilt es dringend aufzuklären, bevor die Impfkampagne auf die jüngere Bevölkerung ausgedehnt wird." – So würden sich verantwortungsvolle und kompetente Impfexperten äußern. Da in Österreich im Nationalen Impfgremium jedoch hauptsächlich Personen mit intellektuellen Interessenskonflikten und Impf-Lobbyisten sitzen, werden wir stattdessen weiterhin mit Kommentaren zu Delta- und sonstigen Mutanten überflutet. 


PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Donnerstag, 3. Juni 2021

"Die Covid-Impfung ist kein Lakritzbonbon"

Mit der forschen Ansage, dass nun die Teenager und Jugendlichen geimpft werden, wurde offenbar ein Bogen überspannt. Rundum hagelt es Kritik. Und eine Reihe unangenehmer neuer Erkenntnisse zu möglichen Nebenwirkungen der Covid-Impfstoffe trägt auch nicht zur Entspannung bei. 


'Die Zeit': "Kinder jetzt schnell zu impfen wäre neues Unrecht"

Ende Mai ist im 'New England Journal of Medicine' die Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit der Pfizer/BioNTech Impfung 'Comirnaty' für Kinder ab 12 Jahren veröffentlicht worden. Am Montag dieser Woche erteilte die EMA (Europäische Arzneimittel Behörde) die Zulassung. Die Medien berichteten begeistert über eine Wirksamkeit von 100%. 
Bei genauerem Hinsehen erscheinen die Resultate weniger eindrucksvoll. Zum einen handelte es sich um eine recht kleine Studie mit 2.260 Teilnehmern in Impf- und Placebogruppe. Zum zweiten wurde die Studie in kürzester Zeit durchgezogen, 30 Tage nach der 2. Dosis wurde bereits 'abgerechnet'. Seltene Nebenwirkungen, oder Nebenwirkungen, die erst später auftreten, sind damit nicht zu erfassen. 
 
Und auch die 100%ige Wirksamkeit relativiert sich, wenn man weiß, dass sie auf gerade mal 16 PCR-positiven Fällen in der Placebogruppe basiert. Diese 16 Covid-Infektionen verliefen allesamt mild. 
Der Münchner Kinderarzt Steffen Rabe fasst diese Resultate so zusammen: "Nach der vorliegenden Studie müssten 67 Jugendliche geimpft werden, damit ein Fall eines banalen Luftwegsinfektes durch SARS-CoV-2 verhindert wird."

Im Vergleich dazu berichteten bis zu 80% der Geimpften über Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit und teils hohes Fieber. Der Anteil der Kinder, die Schmerzmittel bekamen war mit 37% (1. Dosis) bzw. 51% (2.Dosis) enorm. 

Die dänische Wissenschaftlerin und Professorin für 'Globale Gesundheit' Christine Stabell Benn merkt an, dass die Impfung laut dieser Studie ganz offensichtlich gefährlicher für die Kinder ist als die Infektion. 

Gestützt wird diese Aussage speziell durch die in der Studie beobachteten ernsten Nebenwirkungen. In der Altersgruppe 12-15 Jahre sind unter den Geimpften 7 Fälle von "severe events" ("schwerwiegende Ereignisse") aufgetreten - gegenüber 2 Fällen in der Kontrollgruppe. 
In der Gruppe der jungen Erwachsenen waren in der Impfgruppe 9 Personen von schwerwiegenden Ereignissen betroffen, in der Kontrollgruppe 3 Personen. 
Zusammen gerechnet lag das Risiko solcher Vorfälle in der Impfgruppe beim 3,3 fachen der Kontrollgruppe. 

Übersicht zu den "schwerwiegenden Ereignissen" in Impf- und Kontrollgruppen 

 
"Wie die EMA bei solchen Daten feststellen konnte, dass der Nutzen der Impfung höher ist als deren Risiko, bleibt ein vollständiges Rätsel", kritisiert Bell die Zulassung der Impfstoffe.


Politik und Ärztekammern machen Druck


Die obersten Gesundheitspolitiker beeindrucken solche Details wenig. Sowohl Jens Spahn, als auch der Österreicher Wolfgang Mückstein und die Schweizerin Anne Lévy  wollen nun rasch zur Tat schreiten. Der Sommer soll dafür genutzt werden, um möglichst viele Kinder gegen Covid zu immunisieren. 

Der deutsche Ärztetag setzte im Mai mit der Forderung, die Impfung von Kindern gegen das Covid-19-Virus verpflichtend einzuführen, noch eins drauf: "Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden", heißt es im Beschluss-Protokoll. "Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück."

Seither formiert sich jedoch ein ebenso starker wie unerwartet breit gefächerter Widerstand. Zahlreiche Ärzte probten unter dem Hashtag #nichtmeinaerztetag den Aufstand und stellten ablehnende Videos ins Netz. Eine Petition gegen die Impfpflicht erreichte binnen kurzem mehr als 700.000 Unterschriften. Und sogar die bisher so linientreue "Zeit" raffte sich in der aktuellen Ausgabe zu einer kritischen Coverstory zur Impfung der Kinder auf (siehe oben).


STIKO lässt sich von Politik nicht drein reden


Und auch die STIKO ('Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut') sieht die Corona-Impfung für Kinder skeptisch. Nur weil die EMA die Impfung zugelassen hat, bedeute das nicht automatisch, dass eine Empfehlung ausgesprochen wird. STIKO-Vorsitzender Thomas Mertens wies darauf hin, dass eine SARS CoV-2 Infektion für Kinder im Normalfall kein sonderliches Risiko darstellt, sondern sich ähnlich darstellt wie eine Influenza. Und auch hier gibt es in Deutschland keine generelle Impfempfehlung für Kinder. "Was haben die Kinder für einen Vorteil von einer Empfehlung? Diese Frage muss, so gut das eben möglich ist, gelöst werden", sagte Mertens in einem Interview mit dem NDR. "Den Kindern bietet man ja kein Lakritzbonbon an, sondern es ist ein medizinischer Eingriff und der muss entsprechend indiziert sein." Hinweise auf Fälle von 'Long-Covid' bei Kindern sieht Mertens bislang als Einzelfälle, bei denen noch zu viele Fragen offen sind, um sie als brauchbare Argumente für die Impfung zu nehmen. Studien zeigen zudem, dass nur eines von 10.000 Kindern nach einer Covid-Infektion im Krankenhaus behandelt werden muss. Das Sterberisiko liegt bei 1:1.000.000. 
Jens Spahn erklärte daraufhin unbeeindruckt, er werde auch ohne STIKO-Empfehlung ein Impfangebot machen. "Die Eltern können dann ja mit ihren Kindern entscheiden, ob sie das annehmen, oder nicht."

Auch international äußern sich zahlreiche Impfexperten skeptisch. Die Mehrzahl dieser Ärzte, Virologen und Immunologen ist dabei bisher nicht als Impfskeptiker aufgefallen. Doch bei der Covid-Impfung sehen viele eine Grenze überschritten. Im Vordergrund steht die Sorge, dass – nach dem Astra Zeneca Debakel – eine weitere eilig organisierte Impfaktion nach hinten los geht. 
Zumal Kinder SARS-CoV-2-Infektionen im Normalfall problemlos überstehen. Umso gravierender wäre es, wenn Covid-Impfungen bleibende Schäden bei den Kindern und Jugendlichen anrichten. 
Und da haben sich in den letzten Tagen und Wochen eine ganze Reihe unangenehmer Indizien angesammelt.


Nebenwirkung steht nun als "häufig" in der Fachinformation


Den Anfang machten Berichte über Vaxzevria, den SARS CoV-2 Impfstoff von Astra Zeneca.  An sich seltene Thrombosen, welche beispielsweise Blutgefäße im Gehirn verstopfen können, traten gehäuft auf. In Deutschland bekamen die Ärzte bereits Mitte April brisante Post von Paul Ehrlich Institut, EMA und Astra Zeneca: Ein "Rote Hand Brief" mit der Information, dass das Risiko einer "Thrombozytopenie" in der Fachinformation zur Impfung nunmehr als  "häufig" eingetragen werden muss. 
Häufig bedeutet, dass 1-10% der Geimpften diese Nebenwirkung erleiden. Und eine Thrombozytopenie ist keine Kleinigkeit. Sie stellt aus medizinischer Sicht einen Notfall dar und bezeichnet einen unerklärlichen Abfall von Thrombozyten (Blutplättchen) mit erhöhter Blutungsneigung.
Wie hoch die Gesamtzahl der Betroffenen ist, bei denen diese Störung des Immunsystems auftritt, ist bislang nicht bekannt. Möglich wäre es sogar, dass 100% der AZ-geimpften Autoantikörper gegen die eigenen Blutplättchen entwickeln. 
Das gleichzeitige Auftreten von Thrombosen mit Thrombozytopenie wurde mit der Häufigkeitsstufe "sehr selten" (weniger als 1 Fall pro 10.000 Impfungen) ebenfalls in die Fachinformation aufgenommen. 
Man kennt mittlerweile bereits die Ursache für diese Gerinnungsstörung. Es handelt sich um eine Autoimmunreaktion gegen die Thrombozyten. Sie bekam einen eigenen Fach-Begriff zugeordnet und heißt "Impfstoff-induzierte prothrombotische Immunthrombozytopenie (VIPIT)" (englisch vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia, VITT). Die Zerstörung der Blutplättchen durch das Immunsystem führt  - durch Verklumpung und Entzündung - zur Entstehung von Thrombosen. Wie viele dieser Vorfälle subklinisch ablaufen, ohne erkannt und richtig zugeordnet, bzw. therapiert zu werden, ist derzeit unbekannt. Seriös wäre es unter diesen Umständen, die Impfung mit Vaxzevria schleunigst einzustellen, bis diese Problematik geklärt ist. (Das gilt genauso für den Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson, bei dem ein ähnliches Risiko besteht.) Dennoch wird z.B. in Österreich nach wie vor weiter geimpft - auch junge Leute. 

Dass sich das Thrombose Risiko ausschließlich auf die Vektor-basierten Impfstoffe (Vaxzevria, Janssen, Sputnik V) beschränkt, ist biologisch wenig plausibel. Zumal auch die mRNA Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna denselben Wirkmechanismus bedienen. 
Die einen nehmen einen Umweg über den Zellkern, die anderen liefern direkt die mRNA Fäden in der Zelle ab. Doch beide codieren die Spike-Proteine der Covid-Viren, die dann in den Zellen massenhaft erzeugt werden. Eine Studie der Oxford Universität kam denn auch zum Schluss, dass sich das Thrombose-Risiko gleichmäßig über alle Impfungen verteilt. 

Diese Studie zeigte auch, dass die Covid-Infektion selbst eine massive Gefahr für die Bildung von Thrombosen darstellt. Je älter die Patienten, desto höher ist dieses Risiko. Hier ist allerdings zu beachten, dass dieses Risiko nicht unbedingt etwas mit der Covid-Infektion zu tun hat, sondern hoch betagte Menschen mit Vorerkrankungen generell ein Thrombose-Risiko von bis zu 20 Prozent haben, speziell wenn sie bettlägerig werden. Und nachdem die Haupt-Risikogruppe bei Covid genau in diese Kategorie fällt, ist die Überschneidung auch logisch.
Experten, welche die Nebenwirkungen der Impfung gegen das Thrombose-Risiko der Krankheit aufrechnen, vergessen allerdings häufig diesen Umstand zu erwähnen. 
Thrombosen bei gesunden jüngeren Menschen sind sehr selten - und insofern wäre ein von den Impfungen ausgehendes Risiko jedenfalls relevant. 


Was passiert mit dem Impfstoff im Körper?


Die Covid-Impfstoffe haben einen Wirk-Mechanismus, der sich vollständig von herkömmlichen Impfungen unterscheidet. Sie benutzen nämlich den Körper der Geimpften als eine Art Biogenerator. Der eigentliche Wirkstoff wird erst im Menschen erzeugt. 
Und das funktioniert, indem die Inhaltsstoffe der Impfung die Zellen an der Einstichstelle zur Produktion spezieller Stachel-Proteine der Coronaviren ('Spikes') zwingen. Weil diese Spikes an der Oberfläche der Zellen sichtbar sind, werden diese 'gekaperten' Zellen von Abwehrzellen des Immunsystems entdeckt. Diese gehen so vor, wie sie das auch tun würden, wenn die Zelle tatsächlich von Viren infiziert wäre: Sie zerstören die Zelle und nehmen eine Probe der verdächtigen Proteine mit, die hier erzeugt werden. In der Folge werden vom Immunsystem Unmengen an Antikörpern erzeugt, die spezifisch auf die Spike-Proteine der Viren "scharf gemacht" werden. 

Soweit das neuartige Funktionsprinzip der Corona-Impfungen. 
Die durchgeführten Studien bestätigen ihnen - zumindest kurz nach der 2. Dosis - eine hohe Wirksamkeit. 

Doch nun tauchen Fragen von eminenter Wichtigkeit auf: Zum einen stellt sich die Frage, ob der Impfstoff an der Einstichstelle verbleibt und vor allem Muskelzellen zur Produktion der Spike-Proteine zwingt. - Oder ob sich der Impfstoff im Körper verteilt und auch alle möglichen anderen Zellen 'befällt'. 

In den EMA-Berichten wird diese Frage eher oberflächlich behandelt und auf Tierstudien verwiesen, die in anderem Zusammenhang gemacht worden sind. Bestätigt wird, dass sowohl Impfstoff als auch die gebildeten Spike Proteinen verschwinden, das einzige was zurück bleibt ist die Immunreaktion, die sich in Form von Antikörpern materialisiert.

Diese "offizielle" Version zur Sicherheit der Covid-Impfstoffe gerät jedoch zunehmend ins Schwanken. So weisen Wissenschaftler darauf hin, dass sich die rund 50 Milliarden Viren-Partikel, die etwa in einer Dosis Astra-Zeneca oder Janssen Impfstoff enthalten sind, massiv im Organismus verteilen. "24 Stunden nach der Injektion wurden geringe Virusmengen in allen Geweben (einschließlich Blut, Gehirn, Herz, Niere, Leber, Lunge, Keimdrüsen und Milz) nachgewiesen", schreibt der englische Wissenschaftler Hamid Merchant im British Medical Journal. Für die mRNA Impfstoffe gelte wahrscheinlich ähnliches. Doch haben die Arzneimittel-Behörden keine eigenen Studien zur Verteilung im Organismus vorgeschrieben. Und somit wurden diese auch nicht gemacht. 
Tatsächlich 'infizieren' die Impfstoffe demnach alle möglichen Zellen im Organismus und zwingen diese zur Erzeugung von Spike-Proteinen. Dadurch, so Merchant, steigt aber das Risiko von Fehlreaktionen des Immunsystems, wenn es in der Folge nicht nur gegen die Spikes, sondern gleich gegen den ganzen Zelltyp vorgeht. "Das kann beispielsweise zu einer Autoimmunreaktion gegen Thrombozyten führen", erklärt Merchant. "Die daraus resultierende Thrombozytopenie kann zu inneren Blutungen und spontanen Blutgerinnseln führen." Besonders übel wären die Folgen im Gehirn: "Der Impfstoff könnte die Gehirnzellen dazu anregen, Spike-Proteine zu produzieren, was zu einer Immunantwort gegen die Gehirnzellen führen könnte."


Bleiben die Spike-Proteine tatsächlich in den Zellen gefangen?


Die nächste Frage lautet: Was passiert mit den Spike-Proteinen? Bleiben diese in der Zelle gefangen, oder setzen die Zellen diese Spike-Proteine frei, so dass sie sich im Organismus verbreiten können. 
Diese Frage ist alles andere als banal, weil die Spike-Proteine der Coronaviren auch losgelöst von den Viren Schaden anrichten können. 

Spike Protein bestehen aus zwei Untereinheiten, S1 und S2. Die S1-Untereinheit enthält eine Domäne, die für die Bindung an den Wirtszellrezeptor verantwortlich ist. Die S2-Untereinheit vermittelt das Andocken und Verschmelzen zwischen der Virus- und der Wirtszellmembran.Würden millionenfach Spike-Proteine über den Blutkreislauf in alle Teile des Organismus verteilt, so wäre dies verheerend. Denn sie wären in der Lage, an Zellen zu docken, Verklumpungen und unzählige Mikro-Entzündungen auszulösen. 

In allen Berichten zur Sicherheitsprüfung der Impfstoffe wird deshalb darauf hingewiesen, dass dies nicht möglich ist: "Das Spike-Protein wird nicht freigesetzt, um frei durch den Blutkreislauf zu wandern, denn es hat eine Transmembran-Ankerregion, die es festsitzen lässt", erklärt der US-Biochemiker Derek Lowe. "Die Spikes sitzen auf der Oberfläche von Muskel- und Lymphzellen oben in Ihrer Schulter und wandern nicht durch Ihre Lungen und machen dort Ärger."

Doch auch diese These wurde nun über eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Harvard University in Boston kräftig erschüttert. Ein Forscherteam rund um David R. Walt wies nämlich mit einem eigens entwickelten hoch sensiblen Testverfahren nach, dass sich die Spikes sehr wohl im Körper verteilen. Dazu wurden 13 junge Mitarbeiter im Gesundheitsbereich mit dem Moderna-Impfstoff geimpft und ihnen laufend nach der ersten und zweiten Impfdosis Plasmaproben abgenommen. 
Dabei zeigte sich, dass bei 11 der 13 Versuchsteilnehmer bereits am 1. Tag nach der Impfung die S1-Spike Proteine im Blutkreislauf nachweisbar waren. Ihre höchste Konzentration erreichten sie am 5. Tag nach der Impfung. Bei drei Teilnehmern waren sogar die vollständigen Spike-Proteine (incl. S1 + S2) im Plasma nachweisbar. 
Erst mit der einsetzenden Immunreaktion verschwanden die viralen Proteine zunehmend. Nach der 2. Dosis war die Immunreaktion bereits so weit ausgebildet, dass alle Spikes abgefangen wurden und sie nicht mehr im Plasma nachweisbar waren. 
Nach der ersten Dosis können die Spikes demnach aber alles mögliche anrichten. 
Für den Impfexperten Byram Bridle, Professor für virale Immunologie an der University of Guelph in Kanada, ist mit dieser Entdeckung der Beweis erbracht, dass die Impfstoffe gefährlich sind. "Wir haben einen großen Fehler gemacht, das hätten wir niemals erwartet", erklärte er in einem viel beachteten Interview. "Wenn die Spikes an die Rezeptoren der Blutplättchen und auch an die Zellen in den Gefäßen binden, dann ist das wahrscheinlich die Ursache für die Gerinnungsstörungen nach der Impfung, die wir weltweit gesehen haben."


Herzmuskel-Entzündungen speziell bei jungen Geimpften

Damit wäre auch eine mögliche Erklärung gefunden für eine Entdeckung, die in Israel für Aufregung sorgte. Das Land wurde mit der Impfung von Pfizer/BioNTech weitgehend durchgeimpft. Bereits im April wurden Berichte an die Medien weiter gegeben, in denen von einer Häufung von Fällen von Myokarditis (Entzündungen des Herzmuskels) die Rede war. 

Nun bestätigt eine umfassende Analyse im Auftrag des israelischen Gesundheitsministeriums den Verdacht: Das Risiko, eine Myokarditis zu erleiden, sei für junge Männer um den Faktor 5 bis 25 erhöht, heißt es im Bericht, ein kausaler Zusammenhang von Impfung und Erkrankung sei wahrscheinlich. Am stärksten betroffen sei die jüngste, bisher geimpfte Altersgruppe, die 16- bis 19-jährigen. Hier treten ein bis zwei Fälle pro 6.000 Impfungen auf. 

Und damit schließt sich endgültig der Kreis zur Impfung der Kinder und Jugendlichen. "Wir sollten uns mit Impfungen von Kindern und Jugendlichen zurückhalten, bis die Risiken wirklich geklärt sind", sagte Klaus-Michael Debatin, Direktor der Universitätskinderklinik in Ulm, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. 

Ein Ende der unangenehmen Impf-Überraschungen ist nicht in Sicht. Denn weltweit mehren sich nun auch noch Berichte über ungewöhnlich starke vaginale Blutungen. Damit stellt sich die Frage, ob die Covid-Impfungen Zyklusstörungen auslösen können. Experten halten das durchaus für möglich.

Laufend kommen demnach neue Erkenntnisse, es bleibt spannend. Für Erwachsene – speziell aber für Kinder und Jugendliche – zahlt sich Zurückhaltung aus. Und jede Form von Erpressung oder Nötigung zur Impfung erweist sich unter diesen Umständen zunehmend als kriminell. 


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