Dienstag, 19. Oktober 2021

Wenn die Alarmglocken läuten...

Während die Wirkung der Covid Impfstoffe rasch verpufft, kann man das von manchen Nebenwirkungen nicht behaupten. Noch nie in der Geschichte der Impfstoffe sind so viele Schadensmeldungen bei den Behörden eingegangen. Doch anstatt die Warnsignale ernst zu nehmen und seriös zu untersuchen, erhöht die Politik den Impfdruck. Während die erwachsene Bevölkerung zu Booster-Impfungen genötigt wird, steht nun bereits die Impfung für Kinder im Alter von 5-12 Jahren kurz vor der Zulassung.

In vielen Ländern gibt es Meldesysteme für Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach Impfungen. Damit soll frühzeitig erkannt werden, wenn ein Impfstoff unsicher ist. 

Als Pionier gilt das US-Meldesystem VAERS ("Vaccine Adverse Events Reporting System"), das bereits 1990 etabliert wurde. Seit gegen Covid geimpft wird, gibt es eine Meldeflut, die in der Medizingeschichte einmalig ist. 

In normalen Jahren werden hier zwischen 20.000 und 50.000 mögliche Impfschäden gemeldet. Bis Ende August 2021 gingen hingegen mehr als 470.000 Verdachtsmeldungen ein.  

Die Folien stammen aus einem Vortrag von Dr. Jessica Rose

Ganz ähnlich ist der Trend bei den gemeldeten Todesfällen nach Impfungen.
In den Vorjahren wurde nie die Zahl 200 erreicht - und nun sind es mehr als 7000



Wie reagieren die Behörden auf diese Meldeflut?
Großteil mit Ignoranz. Stattdessen unterstützen sie die von vielen Politikern forcierten Pläne für Zwangsimpfungen bzw. für Schikanen, welche die Leute zu Impfungen und Auffrischungen zwingen.

Numbers #04


Diesem Thema habe ich mich in der aktuellen Ausgabe von Numbers #04 gewidmet. (Alle Numbers-Beiträge findet Ihr auf dieser Seite von ovalMEDIA.)



Laut VAERS mündet jede 2000ste Impfung in einer ernsthaften Nebenwirkung. Die kanadische Wissenschaftlerin Jessica Rose widmet sich in sehenswerten Vorträgen allen Details dieses Meldesystems. Sie spricht von einer Entwicklung, bei der alle Alarmglocken läuten sollten.  

Zudem in solchen passiven Meldesystemen bei weitem nicht alle aufgetretenen Fälle auch tatsächlich gemeldet werden. Wie im Film dargestellt, wird z.B. nur etwa jeder 100. Todesfall, der im Zeitraum von vier Wochen nach einer Impfung auftritt, auch tatsächlich als Verdachtsfall einer Nebenwirkung gemeldet. 

Insofern sind Meldesysteme von Bedeutung, bei denen jeder aufgetretene Todesfall - egal welcher Ursache - gezählt wird. Denn hier gibt es kein "Underreporting". Allerdings tritt dann natürlich wieder die Frage auf, wodurch eine gemessene Übersterblichkeit ausgelöst wurde. 

Dazu werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen bei EuroMOMO. 


Warnsignal auf EuroMOMO

„Ziel des EuroMOMO-Projekts ("European monitoring of excess mortality for public health action") ist es, in möglichst vielen europäischen Ländern eine koordinierte, zeitnahe Mortalitätsüberwachung und -analyse durchzuführen“, heißt es auf der Webseite von euromomo.eu.

„EuroMOMO zielt darauf ab, die europäischen Kapazitäten zur Bewertung und Bewältigung schwerwiegender Risiken für die öffentliche Gesundheit wie Grippepandemien und andere neu auftretende Infektionen zu verbessern. Die Daten können als Frühwarnung vor drohenden Katastrophen dienen und eine rasche Bewertung der Auswirkungen von Bedrohungen ermöglichen, um die weitere Planung und das Risikomanagement zu steuern.“

Interessant ist die Entwicklung der Übersterblichkeit bis zur aktuellen Kalenderwoche 40. In der kumulativen Darstellung wird Woche für Woche die Zahl der aufgetretenen übermäßigen Sterbefälle (im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre in der jeweiligen Altersgruppe) ermittelt und addiert. 

Sieht man sich die Übersterblichkeit der einzelnen Altersgruppen des heurigen Jahres an, so verläuft die Kurve der Kinder (0-14 Jahre) für das Jahr 2021 (hellblau) weitgehend unter der "Baseline". Bis zur Kalenderwoche 25 gab es demnach sogar Untersterblichkeit verglichen mit dem Durchschnitt der Vorjahre.


In der Altersgruppe von 15-44 Jahren wird es seltsam. Zunächst verläuft die hellblaue Linie noch weitgehend parallel zu den Vorjahren - mit Kalenderwoche 12 wird die graue Linie (2019) abgeschüttelt und ab Ende Juni (KW 25) steigt sie auch deutlich über das Niveau von 2020. Bis Mitte Oktober ergibt sich demnach eine Übersterblichkeit, die um rund 2.000 bzw. 3.300 Todesfälle über jener der Vorjahre liegt. 


 In der nächsten Kategorie (45-64 Jahre) liegt 2021 von Beginn an vorne. Im starken Anstieg zu Jahresbeginn zeigen sich möglicherweise die Covid-bedingten Todesfälle, so wie das im Jahr davor (2020, dunkelblau) ab Ende März sichtbar ist, als die erste Covid-Welle Europa erfasste. 

Doch während die Kurve ab Mitte Mai 2020 weitgehend gerade weiterlief - ohne größeren Anstieg - stieg die Kurve ein Jahr später nahezu linear über den Sommer bis in den Herbst weiter an. Aktuell zählen wir in den an EuroMOMO beteiligten Ländern und Regionen rund 12.000 überzählige Todesfälle mehr als im Vorjahr und 23.000 mehr als 2019.

Nahezu dasselbe Bild ergibt sich in der Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren. Bloß mit dem Unterschied, dass hier der Abstand zu den Vorjahren mit einem Plus von rund 16.500 Todesfällen zu 2020 und 36.500 zu 2019 nochmal größer wird. Wieder steigt über den Sommer die hellblaue Linie ungewöhnlich an.

 

Kommen wir nun zur Altersgruppe von 75 bis 84 Jahren. Hier sieht man den massiven Einfluss von Covid im Frühjahr 2020 noch deutlicher. Die beiden blauen Linien kreuzen sich. Doch abermals holt die 2021-er Kurve das Vorjahr bis Oktober ein.  


Die meisten überzähligen Todesfälle traten in der Altersgruppe ab 85 Jahren auf. Hier liegt das Pandemie-Jahr 2020 klar voran. 

 

Fassen wir also zusammen: Nur bei den Kindern hatten die beiden Pandemiejahre keine sichtbaren Auswirkungen auf die Sterblichkeit. Und nur in dieser Altersgruppe liegt das Jahr 2019 in der Übersterblichkeits-Statistik noch immeer voran. 

Am anderen Ende, bei den ganz Alten über 85 Jahren, ist der Einfluss von Covid massiv und schlägt sich deutlich in der Übersterblichkeit nieder. 

Was aber geschah in den Altersgruppen dazwischen?

Warum flachte sich die Sterbekurve im Jahresverlauf nicht ab - so wie 2020, sondern stieg weiter linear an?

An Covid kann das nicht mehr liegen. Denn ab Mitte April fielen die Infektions-bedingten Sterbezahlen in Europa stark ab, wie die Graphik zeigt:



Zeigt sich hier die Post-Covid-Depression, die sich in einigen Ländern in einer höheren Selbstmord-Rate niederschlug?

Oder gab es mehr Autounfälle, weil die Lockdowns aufgehoben wurden? - Nun, dies hätte sich aber auch in den Kurven von 2019 zeigen müssen, als es noch keinerlei Lockdowns gab.

Oder hat die Covid-Impf-Kampagne Einfluss auf die Übersterblichkeit? Bloß nicht wie gewünscht in positiver, sondern in negativer Hinsicht.

 Anfang Mai waren 10% der Bevölkerung vollständig geimpft, Ende August bereits 60%.

Liegt hier ein verborgener Einfluss auf die fortgesetzte Übersterblichkeit während des Sommers?

Unterstützt wird diese These, durch die Übersterblichkeit in der jüngeren Altersgruppe (15-44 Jahre), die parallel zur Impfkampagne erst später – ab Juni – deutlich ansteigt. (siehe oben).


Dasselbe Phänomen wird in GB beobachtet. Dort kam es ab Mai 2021 – parallel zum Beginn der Impfkampagne in dieser Altersgruppe – zu einer um bis zu 47 Prozent überhöhten Sterblichkeit insbesondere in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen. Betroffen waren vor allem junge Männer. Ebenso war ein deutlicher Anstieg der Notrufe wegen Herz- und Atemstillstand sowie Bewusstlosigkeit zu verzeichnen.

Achtung: Updates folgen

Ich habe diesen Artikel an mehrere Wissenschaftler verschickt und um Erklärungen für die beschriebenen Phänomene gebeten. Sobald hier Antworten kommen, werde ich das im Text ergänzen. 

Gerne könnt auch Ihr in den Kommentaren Eure Thesen zu dieser Frage darstellen:

Welchen Einfluss hat die Impfkampagne auf die Gesundheit der Bevölkerung und wie müsste ein wissenschaftlicher Ansatz aussehen, der diesen Einfluss zweifelsfrei misst. 

Zensur auf Facebook

Facebook hat das aktuelle Numbers Video noch um Mitternacht desselben Tages gelöscht und mich für 7 Tage gesperrt. Gründe wurden dafür, wie üblich, nicht genannt. 


PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.




Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
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Montag, 11. Oktober 2021

Robert Koch Institut unter Beschuss


In unserem neuen Videobeitrag "Numbers #03" erklären wir, mit welchen Tricks das Robert Koch Institut versucht hat, den Werbeslogan von der „Pandemie der Ungeimpften“ mit Daten zu stützen. Nun ist das Gerüst eingebrochen, die neuen Zahlen ergeben ein dramatisch verändertes Bild. Das RKI ist in seiner Glaubwürdigkeit erschüttert, Lothar Wieler schwer angezählt.
Es ist dringend nötig, die Behörden aus der Umklammerung der Politik zu befreien.

Wie sehr die Politik deren "Unabhängigkeit" untergräbt, sah man am Beispiel der österreichischen AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit). Franz Allerberger, der dort als Leiter der Abteilung für Öffentliche Gesundheit tätig war, wurde durch seine Maßnahmen-kritischen Interviews immer mehr zum Feindbild der Politik. Als er in der OVALmedia Sendereihe "Narrative" erklärte, dass die Covid-Pandemie "ohne PCR-Tests niemandem aufgefallen wäre", war das der Anlass für Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, den widerspenstigen Beamten vorzeitig in Pension zu schicken. 

Auch die AGES verwendet dieselben Tricks, wie das Robert Koch Institut, indem sie in den Covid-Berichten nur die Anzahl der "Impfdurchbrüche" bekannt gibt. Damit erweckt sie den Eindruck, dass alle Covid-Patienten, die dieser engen Definition nicht entsprechen, "ungeimpft" wären. Das entspricht aber ganz und gar nicht den Tatsachen. 

Wann erhalten wir endlich Behörden, die wissenschaftlich korrekt arbeiten und sich nicht ausschließlich als Erfüllungsgehilfen der Politik verstehen?

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Schmutzige Tricks und Fehlinformationen

Persönliches Risiko richtig einzuschätzen, fällt wissenschaftlichen Laien schwer genug. Zumal die Informationen, welche uns über Medien, Politik und Behörden erreichen, oft genug ein Zerrbild der Realität darstellen. Wer das Risiko übertreibt oder falsch darstellt, fördert Angst. Und daraus entsteht eine ungute Polarisierung der Gesellschaft. – Die Informationen zur Covid-Pandemie liefern dafür ein hervorragendes Beispiel. (UPDATE, 12. 10. 2021)

Fehlinformation der Behörden führt zu Hetze in den Medien

An dem Tag, als die Kronen Zeitung (siehe Ausschnitt) berichtete, dass eine Krebspatientin keine Augen-Operation bekommt, weil die Intensivstation mit ungeimpften Covid-Infizierten voll ist, meldete Wien an die AGES eine Belegung von weniger als 100 Covid-Patienten, 275 waren noch frei. Eine negativ getestete Krebs-Patientin kommt zudem überhaupt nicht auf die Covid-Station.

Wie entstehen solche absurden Artikel?

Der beschriebene Fall wurde in der Kronen Zeitung als Coverstory gedruckt. Er vermittelt das Bild, dass ungeimpfte Patienten in Massen die Intensivbetten belegen - und dadurch arme Krebspatienten nicht behandelt werden können.

Solche Artikel entstehen aus Zorn und Unverständnis: Wie können die Menschen so dumm sein, sich nicht impfen zu lassen? Wo sie doch sich selbst und andere damit massiv gefährden. 

Doch stimmt es überhaupt, dass wir uns in einer Pandemie der Ungeimpften befinden?

Aktuelle Daten aus Großbritannien vermitteln nämlich ein ganz anderes Bild.

Aber der Reihe nach.


Transparenz-Vorbild England

An sich sollte man meinen, dass es bei positiv auf Covid getesteten Patienten im Krankenhaus vier Kategorien gibt:

  • vollständig geimpft (> 14 Tage nach der letzten Dosis)
  • unvollständig geimpft (< 14 Tage nach der letzten Dosis)
  • nicht geimpft
  • Impfstatus unbekannt

Die Behörde 'Public Health England' gibt das in seinen Wochenberichten auch so an. (siehe Table 5)

Das ist transparent und für alle verständlich.

Transparenz bedeutet für die Politik jedoch ein erhebliches Risiko. Denn wenn etwas schief geht, so erfährt das die Öffentlichkeit sofort und man gerät in Erklärungsnot.

Und so ist es jetzt auch.

Die Daten der letzten Wochen zeigen für England, dass in der Altersgruppe ab 50 Jahren... 

  • 89,7% der Covid-Infizierten 
  • 77,4% der mit positivem Test Hospitalisierten 
  • 74,6% der mit positivem Test Verstorbenen 

vollständig geimpft waren. 

Hier ein Überblick zur Verteilung der Todesfälle mit Covid-Diagnose während des letzten Monats (Anfang September bis Anfang Oktober 2021). Die Daten finden sich in Table 4.


Anders sieht es aus, wenn das Sterberisiko auf die entsprechende Altersgruppe der Geimpften oder Ungeimpften hoch gerechnet wird. Dann sind die Geimpften im Vorteil. 

In der Altersgruppe von 18 bis 29 sterben 4 pro Million Ungeimpfte - aber nur 1 pro Million Geimpfte. 

In der Altersgruppe von 30 bis 39 erhöht sich das Verhältnis auf 10 zu 1 (pro Million).

Dies steigert sich in der Altersgruppe über 80 Jahren auf 481 zu 1332 Todesfälle (pro Million).

Um eine ausgewogene Nutzen/Schadens Bilanz aufzustellen, müsste hier jedoch auch das Risiko mit einbezogen werden, das die Impfung mit sich bringt. Denn Personen, die nach der Impfung sterben - und nicht Covid-infiziert sind - werden hier natürlich nicht angeführt. Dieses Phänomen ist - speziell bei den älteren Menschen - jedoch nicht selten. Einige Länder haben behördliche Aufrufe an Ärzte erlassen, unbedingt abzuwägen, ob Menschen in fragilem Gesundheitszustand die durch die Impfung ausgelöste Belastung für den Organismus überhaupt verkraften können. 

In der jüngeren Altersgruppe müsste das Impf-bedingt höhere Risiko für Myokarditis (Herzmuskelentzündungen), Thrombosen, Schlaganfälle, etc. mit einberechnet werden.

 

Geimpfte haben ein höheres Infektionsrisiko als Ungeimpfte

Besonders interessant ist die Verteilung des Infektionsrisikos quer durch alle Altersgruppen. Hierzu liefert Public Health England eine eigene Aufschlüsselung (Siehe Table 2). Dabei wird gezeigt, wie viele positiv getestete Fälle pro Altersgruppe von jeweils 100.000 vollständig geimpften oder ungeimpften Personen im letzten Monat aufgetreten sind. Zu beachten ist hierbei auch, dass Ungeimpfte – speziell in der jüngeren Altersgruppe – viel mehr getestet werden, als Personen die einen gültigen Impfpass vorzeigen können. 

Abgesehen von den Jungen (bis 29 Jahre) haben die vollständig Geimpften
ein höheres Infektionsrisiko als Ungeimpfte

Zu beachten ist hier außerdem, dass in der jüngeren Altersgruppe die Impfung im Schnitt nicht so lange zurück liegt, wie bei den Älteren - und deshalb noch besser wirkt. 

Dass ab einem Alter von 30 Jahren geimpfte Personen durchwegs ein höheres Infektionsrisiko haben als ungeimpfte, ist ein Effekt, der im aktuellen Monatsbericht erstmals sichtbar wurde. Und er zeigt abermals, wie rasch die Wirkung der Impfung verpufft.

Diese Botschaft ist jetzt natürlich image-technisch nicht so optimal.


"Impfdurchbruch": die Tücke steckt im Detail

Doch wie steht es bei uns?

Um den Werbeslogan von der "Pandemie der Ungeimpften" nicht durch solche Transparenz zu gefährden, haben sich Behörden und Gesundheitspolitik in Deutschland und Österreich einige Tricks ausgedacht. 

Der wichtigste besteht darin, in den offiziellen Berichten nur die so genannten "Impfdurchbrüche" bekannt zu geben.

Als "Impfdurchbruch" gilt, wer trotz vollständiger Impfung SYMPTOMATISCH an Covid erkrankt ist. 

Und diese Definition beinhaltet zwei relativ leicht zu beeinflussende Details:

  1. Ob jemand Covid-Symptome hat, oder nicht, obliegt der subjektiven Einschätzung der Ärzte. Wenn jemand mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder als Unfallopfer ins Krankenhaus kommt, steht klarerweise die Hauptdiagnose im Vordergrund. Wenn diese Patienten dann positiv auf Corona getestet werden, so muss bewertet werden, ob die Patienten nebenher auch noch husten oder den Geruchssinn verloren haben. Nur dann zählen sie nämlich als "Impfdurchbruch". Hier besteht also ein relativ großer Interpretations-Spielraum.
  2. Die nächste Unbekannte ist der Zeitpunkt der Symptome. Die Patienten werden ja laufend getestet. Welcher Test wird herangezogen, um die Symptomatik festzumachen? Wenn die Covid-Symptome vergehen, die Folgen des Herzinfarktes aber noch therapiert werden müssen, handelt es sich dann um einen Impfdurchbruch, oder nicht? 

Ich habe sowohl das deutsche RKI als auch die österreichische AGES gebeten, mir diese Frage zu beantworten. Beide verwiesen mich nur auf die allgemeine Definition des Impfdurchbruchs. - Und dort steht das eben NICHT drin.

Ein Impfdurchbruch gilt nur "mit klinischer Symptomatik" als Versagen der Impfung

Mit diesen Tricks gelingt es bislang, die Öffentlichkeit zu täuschen und - so recht und schlecht - den Impf-Werbeslogan von der "Pandemie der Ungeimpften" aufrecht zu halten. 

Dazu trägt auch bei, dass viele Journalisten sofort den Umkehrschluss ziehen - und z.B. bei "6% Impfdurchbrüchen auf Intensivstationen" folgern: "94% der Intensivpatienten sind ungeimpft". 

Fake News am Beispiel ZDF

Sie vergessen dabei jedoch, dass im großen Topf der Nicht-Impfdurchbrüche auch Patienten ohne Symptome, Teilgeimpfte sowie Personen, bei denen der Impfstatus unbekannt ist, mitgezählt werden. Und damit kann sich der Anteil der angeblich ungeimpften mehr als halbieren. 

Damit verlieren dann auch die zahlreichen Hetzartikel gegen Ungeimpfte, welche Krebs- und sonstigen Patienten die Betten wegnehmen, ihre Fakten-Basis. 

Irregeleitete Medien fördern die Polarisierung in der Bevölkerung 

Da sich die Wirksamkeit der Impfung aber nicht nur in Großbritannien sondern überall (auch in D + Ö)  im Sturzflug befindet, kommt es laufend zu Dammbrüchen und die tatsächliche Faktenlage sickert durch.  

Bei uns halt etwas später als in Ländern mit seriöser Informationspolitik.


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Montag, 4. Oktober 2021

Was schützt besser: Impfung oder Infektion?

Nimmt man die Situation in Deutschland, scheint die Antwort klar: 6 Monate nach einer Covid-Infektion verlieren Genesene ihren Status - und fallen wieder in die Kategorie „ungeimpft“. Sogar dann, wenn reichlich Antikörper vorhanden sind. 

Für das neue Format von OVALmedia "Numbers" habe ich Folge #02 (mit)gestaltet. Wir untersuchen, ob die aktuell praktizierte Politik den Kontakt zur wissenschaftlichen Realität verloren hat.  Das Test-Resultat - soviel vorweg - ist leider positiv.




Politische Hardliner bringen Sportvereine mit 2G-Regeln unter Druck

Die Wiener 2G-Willkür betrifft die Sportvereine massiv. Friedhofsstimmung herrschte am Sonntag im Stadion von Rapid obwohl die Wiener gegen WSG Tirol mit 5:2 siegten. Die treuesten Fans haben aus Protest gegen 2G das Heimspiel boykottiert, der Rapid-Block auf der Südtribüne blieb nahezu leer.  

Fans bleiben weg - auch die Sportler stehen unter Druck (Bericht)


Wissenschaftlich ist die 2G Regel nicht begründbar, denn zum einen ist das Ansteckungsrisiko im Freien minimal. Zum zweiten wäre es auch nicht schlimm, wenn sich junge Menschen außerhalb der Risikogruppe mit Corona infizieren, zumal die natürliche Immunität der künstlichen Impf-Immunität bei weitem überlegen ist

Zum dritten würden bei der bisher laut offiziell gültiger Covid-Verordnung praktizierten 3G-Regel  ja ohnehin nur negativ Getestete zugelassen. 

Es handelt sich also um reine Schikane, um den Impfdruck zu erhöhen. 

Viele nicht so prominente Sportvereine sind gleichermaßen betroffen. SpielerInnen, die sich nicht impfen lassen möchten, werden ausgeschlossen, oder bleiben von sich aus weg. 

Im Sommer brachte der Wiener Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker sogar die 1G-Regel ins Spiel. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sympathisierte sogleich damit, zumal die Modellierer im August noch eine gewaltige Welle vorhergesagt haben. Obwohl die Welle ausblieb, geistert Hackers 1G-Aussage nach wie vor noch durch die Sportvereine. Sie werde bald kommen, erfahren z.B. die SpielerInnen in Wiener Volleyball-Vereinen. Auch Genesene müssten sich dann nochmal impfen lassen.

Viele Vereine haben bereits im Zuge der Lockdowns und des Indoor-Sportverbots ganze Jahrgänge verloren. 

Nun werden Sie auch noch für die Impfpropaganda missbraucht.

Die Rapid-Ultras setzen hier ein starkes Zeichen der Solidarität, das Respekt verdient.

Dienstag, 28. September 2021

Abstimmung zur Impfpflicht

 Ein sehr interessantes Experiment: Dieselben Proponenten starten zwei Volksbegehren: eines für eine Covid-Impfpflicht ("Notfalls JA!") - eines gegen eine Impfpflicht ("Striktes NEIN!"). 

Das Resultat spiegelt nun die Interessenslage in der Bevölkerung wider: 65.729 stimmten für die Impfpflicht, 269.391 dagegen. 

Dies sollten sich speziell jene Politiker vor Augen halten, die sich derzeit alle möglichen Schikanen einfallen lassen, um zögerliche Jugendliche und gesunde Erwachsene außerhalb der Risikogruppen zur Impfung zu drängen. 

  • Wer bei PflegerInnen, bei LehrerInnen oder Kindergarten-PädagogInnen den Zwang weiter hoch schraubt, ist mitverantwortlich für eine Massenflucht aus diesen Berufen. 
  • Wer in den Schulen weiterhin den Selbst-Test-Wahn mit toxischen Chemikalien anordnet, braucht sich über die vielen Abmeldungen vom Schul-Unterricht nicht zu wundern.
  • Wer in Sport oder Kultur nur noch 2G zulässt - oder sogar, wie man das von Wien hört, mit 1G sympathisiert, bekommt bei den nächsten Wahlen die Rechnung präsentiert. 

Es gibt einen relativ hohen Anteil an Menschen in Führungspositionen (Politik, Ärztekammern, Behörden,...), die charakterlich nicht in der Lage sind, sich zurückzuhalten, wenn sie sich auf Seiten der Mehrheit wähnen. Sie versuchen dann ihre Sicht der Dinge mit Zwang durchsetzen. Sie fühlen sich vollständig im Recht und lassen ihren diktatorischen Fantasien freien Lauf, um die Unbelehrbaren notfalls mit Gewalt auf Linie zu bringen. 

Kritische Reflexion ist ihre Sache nicht. Es sind Fanatiker. Und der gesellschaftliche Scherbenhaufen, den sie anrichten, ist ihnen vollständig egal.

Deshalb sei allen Menschen in Führungspositionen dringend geraten, diese Fanatiker in ihren Reihen in die Schranken zu weisen. Auch wenn das Zivilcourage braucht.

Freitag, 3. September 2021

Covid: Bereits 40% Impfdurchbrüche in Deutschland

Laut Wochenbericht des Robert Koch Instituts vom 2. September befinden sich unter den aktuellen Covid-Erkrankungen bei Menschen im Alter über 60 Jahren erstmals mehr als 40% vollständig geimpfte. Seit Anfang August – als der Anteil noch bei 27,5% lag – sind die Impfdurchbrüche  demnach dramatisch gestiegen. Damit wiederholen sich in Deutschland die Erfahrungen anderer Länder, wo ebenfalls ein starker Abfall der Wirksamkeit der Impfungen beobachtet wurde. 

Jeden Donnerstag veröffentlicht das Robert Koch Institut einen ausführlichen Wochenbericht zur aktuellen Lage der Pandemie und der Gegenmaßnahmen. Gestern dauerte es ziemlich lange, erst spät abends war der Bericht online. Und die Nachrichten waren nicht sonderlich gut. 

Sowohl in der Altersgruppe 60+ als auch bei den 18-59jährigen ist der Anteil der Impfdurchbrüche neuerlich gestiegen. 


Der nachlassende Infektionsschutz der Covid-Impfungen wird angesichts einer Flut internationaler Daten mittlerweile nicht mehr geleugnet. Allerdings manchmal recht gut getarnt: Österreichs Behörde AGES gibt zum Beispiel keine aktuellen Vergleichsdaten an, sondern nennt die Impfdurchbrüche immer im Verhältnis zur Gesamtzahl der bisher aufgetretenen Covid-Fälle. Die 2.871 registrierten Impfdurchbrüche entsprechen laut Behörden demnach einem Anteil von lediglich 1,91%. Und das klingt deutlich besser als die aktualisierten deutschen Zahlen, die sich jeweils auf den Vormonat beziehen.


Impfpropaganda ersetzt seriöse Information

Weiterhin aufrecht bleibt die Behauptung, dass die Impfung nach wie vor großartig vor schweren Verläufen und Hospitalisierung schützt. 

Auf der Facebook-Seite der deutschen Bundesregierung wurde am 25. August folgende Graphik gepostet: 

Irreführende Impfpropaganda by Bundesregierung

Der Anteil der Impfdurchbrüche wird hier bei den stationär behandelten Fällen mit 8,1% (261 Fälle von 3.235) angegeben, auf den Intensivstationen mit 5,5% (17 Fälle von 309).

Damit ergibt sich - allein über die optische Aufmachung - der Eindruck einer überragenden Schutzwirkung der Impfung. Ungeimpfte, so die Botschaft der Bundesregierung, belegen mehr als 90% der Betten auf den Covid-Stationen der Krankenhäuser. 

Tatsächlich ist die Graphik jedoch sehr manipulativ, weil der rote Kreis nicht aufgeschlüsselt wird. Es wird suggeriert, dass dies die Ungeimpften seien. Doch hier sind auch die unvollständig geimpften inkludiert, ebenso wie Personen, zu denen keine Informationen über den Impfstatus erhältlich waren. Ein erschütterndes Beispiel öffentlicher Informationspolitik, das purer Impfpropaganda gleich kommt.

Wie unplausibel die Daten sind, erkennt man an einem Vergleich zum August des Vorjahres, als bei einer Impfquote von 0% deutlich weniger Intensivbetten (im Schnitt rund 240) belegt waren als heuer. 

Wären Ungeimpfte tatsächlich so gefährdet, wie mit obiger Graphik suggeriert wird, hätten im Vorjahr nicht weniger, sondern deutlich mehr Patienten auf den Intensivstationen liegen müssen. 

Diesen Artikel gibt es auch als Videobeitrag


Impf-Optimismus vs. Realität

Nur eine Woche nach dem Facebook-Posting der Bundesregierung finden sich im aktuellen RKI Bericht über den Monat August (Stand vom 1. September 2021) ganz andere Zahlen:

Bei den über 60-jährigen Patienten auf Normalstation wird der Anteil der Impfdurchbrüche bereits mit 18,8% angegeben. Auf Intensivstationen liegt er bei 15,9%. Der Anteil der Patienten, die an einem wahrscheinlichen Impfdurchbruch verstorben sind, wird mit 26% angegeben.

Und auch diese Zahlen können zu impf-optimistisch sein und täuschen, erklärt das RKI im Kleingedruckten: "Da die Angaben zu den Impfungen der COVID-19-Fälle teilweise unvollständig sind und somit eine Untererfassung der geimpften COVID-19-Fälle wahrscheinlich ist, wird die Wirksamkeit der Impfstoffe eher überschätzt", heißt es im Bericht. Auch das unterschiedliche Testverhalten bei Geimpften und Ungeimpften (die viel häufiger getestet werden) sei eine mögliche Fehlerquelle. 

Und schließlich ist auch noch die Definition von "Impfdurchbruch" relevant: Laut RKI gilt ein Impfdurchbruch nämlich nur dann als solcher, wenn eine Covid-typische Symptomatik vorliegt. Ist eine Person zwar im Test positiv, hat aber keine Symptome, wird sie demnach nicht als Impfdurchbruch gewertet. Wo solche Fälle dann allerdings mitgezählt werden, bleibt ein Geheimnis.


Ausschnitt aus dem RKI 'Wochenbericht'

Geimpfte als "Tarnkappen-Bomber"

Der Virologe Alexander S. Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) hält es unter diesen Umständen für unverantwortlich, Geimpfte zu bevorzugen und Ungeimpfte – etwa durch die 2G-Regel – von öffentlichen Aktivitäten auszuschließen. 

"Während die häufig proklamierte 'Welle der Ungeimpften' anhand der Tests und Krankenhauseinweisungen sichtbar und berechenbar ist", schreibt er in einem Kommentar im Focus, "rauscht die Welle der Geimpften wie ein Tarnkappen-Bomber durch die Bevölkerung."


Impf-Musterland Israel auf Schwedens Bannliste

Besonders pikant ist unter diesen Umständen eine Mitteilung der schwedischen Regierung. Sie erließ mit Gültigkeit ab 6. September ein Einreiseverbot für die Angehörigen einiger Länder mit aktuell hoher Inzidenz, allen voran Israel und die USA. Gerade das Impf-Musterland Israel, das sich die exklusive Vorab-Belieferung mit Impfstoffen von BioNTech/Pfizer damit sicherte, indem es rund den doppelten Kaufpreis hinlegte, wird nun von einem Land gebannt, das lange als Lockdown-Verweigerer und 'Outlaw' gebrandmarkt worden war. 

Israel verzeichnet derzeit die höchste Covid-Inzidenz seit Beginn der Pandemie

Bereits Ende Juli ist ein alarmierender Bericht der israelischen Behörden erschienen, wonach die Wirksamkeit der Impfung gegen Covid-Infektion auf 39%, jene gegen symptomatische Erkrankung auf 41% abgefallen ist. Personen, die zur ersten Impfgruppe gehörten und bis zum Januar geimpft waren, verfügen sogar nur noch über einen Impfschutz von 16%. 

Die israelischen Behörden beruhigen zwar, dass der Schutz vor schwerer Erkrankung und Hospitalisierung immer noch hoch sei, doch auch hier zeigt die Schutzrate deutlich nach unten. 

"Dritte Dosis dringend notwendig"

Während bei uns die Ungeimpften als Haupt-Risikogruppe gelten und der Druck auf sie ständig erhöht wird, ist Israel bereits einen Schritt weiter: Ministerpräsident Naftali Bennett bekam bereits seine dritte Dosis. Kürzlich wandte er sich in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung und verkündete: "Es gibt viele junge geimpfte Patienten in den Krankenhäusern, die ernsthaft krank sind." Gerade die zweimal Geimpften erklärte Bennett seien nun die am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe. Und zwar deshalb, weil sie rumlaufen, am normalen Leben teilnehmen und sich geschützt wähnen. Das jedoch sei ein großer Irrtum. Denn wegen Delta sei die Wirksamkeit der Impfung so stark zurück gegangen, dass die zweimal Geimpften jetzt ein hohes Risiko auf schwere Verläufe und Hospitalisierung haben. Deshalb sei es dringend notwendig, sich sofort die 3. Dosis geben zu lassen. 

Die Altersgruppe ab 60 Jahren ist mittlerweile großteils durch, derzeit laufen in Israel die Impfungen für Personen ab 40 Jahren. Dass der Absturz der Wirksamkeit nach der 3. Dosis ausbleibt, glaubt allerdings niemand. Insofern erweist sich das Impfprogramm als Abonnement auf unbestimmte Zeit. 

Ein Ausstieg aus dem Abonnement scheint schwierig, denn Geimpfte haben nur eine eingeschränkte Immunität - verglichen mit Genesenen. Denn Genesene erwerben eine wahrscheinlich jahrzehntelang anhaltende Immunität gegen das gesamte Virus mit seinen verschiedenen Proteinen. Geimpfte hingegen nur gegen die Spike-Proteine. Wenn die Viren an dieser Stelle mutieren, stürzt die Schutzrate ab. Und es braucht wieder neue Impfstoffe mit angepasstem Schutz gegen die neuartigen Spike-Varianten. 


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