Seit Jahrzehnten steigen Entwicklungsstörungen wie ADHS, Autismus oder Lernschwäche massiv an. Besonders in den USA, mit zeitlicher Verzögerung aber auch in Europa. Häufig hört man den Einwand, dass sich die Aufmerksamkeit verändert habe und die Kriterien für die Diagnosen ausgeweitet wurden. Und der Anstieg deshalb überschätzt wird. Doch auch wenn man kürzere Zeiträume vergleicht - in der einheitliche Kriterien angewendet werden - zeigt sich, dass der Trend real ist und unsere westlichen Gesellschaften beim Gesundheitszustand der Kinder einer Katastrophe zusteuern.
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| Seit 2019 stiegen die Autismus Diagnosen in den USA um 42% an |
Das Ausmaß belegt nun eine neue Studie aus den USA. Vor wenigen Tagen ist der "National Health Interview Survey" veröffentlicht worden, ein große Erhebung der Behörde CDC, die von 2019 bis 2024 reicht. Im Zeitraum von fünf Jahren wurden knapp 40.000 Eltern befragt, ob ihre Kinder (Altersgruppe 3 bis 17 Jahre) eine diesbezügliche medizinische Diagnose erhalten haben. Die Interviews wurden von Mitarbeitern der Behörde im persönlichen Kontakt durchgeführt und dann bei Bedarf noch telefonisch vertieft. Die Kriterien waren einheitlich, der Zeitraum kurz und dennoch zeigte sich ein enormer Anstieg beim Zuwachs der Störungen.
Bei der zweiten Befragung 2023/24 war bereits jedes fünfte Kind betroffen.
- Die häufigste Störung war ADHS (12% der Kinder) mit einem Anstieg von 26%.
- 8,9% der Kinder haben eine diagnostizierte Lernschwäche.
- Und 4,5% eine Diagnose aus dem Autismus Spektrum. Hier stellten die Statistiker der CDC den größten Anstieg fest: Eine Zunahme um 42,4% binnen fünf Jahren.
- Das bedeutet, dass nun jedes 22. Kind in den USA "im Spektrum" ist, wie es so schön heißt.
- Überdurchschnittlich betroffen sind sozial schwächer gestellte Familien.
Im Diskussionsteil der Studie wird viel über die möglichen Ursachen dieses unerwartet rasanten und dramatischen Anstiegs spekuliert. Und wieder werden die alten Klischees aufgewärmt. Möglicherweise sei die Aufmerksamkeit für Entwicklungsstörungen - speziell im Lauf der Covid-Pandemie - gestiegen? Eventuell sind deshalb mehr Eltern - speziell aus der unteren sozialen Schicht - zu Ärzten gegangen?
Impfungen als Elefant im Raum
Dass in diesem Zeitraum viele Kinder gegen Covid geimpft wurden, wird hingegen nicht mal erwähnt. Ebenso, dass in Kalifornien, New York und anderen Bundesstaaten strengere Impfvorschriften in Kraft getreten sind. Der Impfplan für Kinder wurde um weitere Impfungen erweitert. Ebenso der Impfplan für Schwangere.
"Jede ehrliche Untersuchung der Ursachen für diesen starken Anstieg der Prävalenz von Entwicklungsstörungen müsste bei diesen offensichtlichen Faktoren ansetzen. Die Autoren erwähnen aber nichts davon, weil sie ihren Job verlieren würden, wenn sie kritische Fragen zur Kausalität stellen", ärgert sich der Autismus-Experte Toby Rogers vom Brownstone Institut. "Sie lassen jegliche Dringlichkeit, Neugier oder Empathie vermissen, um ihre Gehorsamkeit gegenüber der allmächtigen Pharmaindustrie zu signalisieren. Aber irgendwann wird diese Unterwürfigkeit lächerlich."
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| Toby Rogers bei seiner Anhörung vor dem US-Senat |
Rogers, der seine Dissertation an der Universität Sidney zur "Politischen Ökonomie von Autismus" geschrieben hat, forderte - unter anderem auch bei einem Hearing vor dem US-Senat - endlich eine vorurteilsfreie Forschung zu den Ursachen von Autismus - in die auch Impfungen einbezogen werden. In seinem im Mai 2025 veröffentlichten Opus Magnum "Mapping the entire field of autism causation studies in one article“ ("Übersicht über das gesamte Forschungsfeld der Autismusursachenforschung in einem Artikel") analysierte Rogers mehr als 850 Studien, schied unbrauchbare Studien mit Designfehlern aus und teilte den Rest in folgende vier Gruppen:
1) Große genetische Studien (Hunderte von Papers):
Mit enormer Vehemenz und einem finanziellem Aufwand von 2,3 Milliarden US-Dollar ist versucht worden, die genetischen Ursachen von Autismus zu finden. Das ist gescheitert. Es gebe keine „Gene für Autismus“, die den massiven Anstieg seit den 1980er-Jahren erklären könnten. Zwillingsstudien und andere Arbeiten zeigten, dass Genetik höchstens einen begrenzten Anteil (etwa 30–38 %) erkläre und nicht die zeitliche Zunahme. Neuartige Mutationen könnten nach Rogers Ansicht durch toxische Einflüsse mitverursacht sein.
2) Epigenetische Studien
Sie seien methodisch besser als die reinen Genetik-Arbeiten, untersuchten aber nicht ausreichend die Impfexposition als möglichen Auslöser und seien deshalb unzuverlässig.
3) Studien, die keinen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Autismus finden (22 große Arbeiten seit 2000)
Rogers wirft diesen Arbeiten vor, dass es hier keine ungeimpften Kontrollgruppen gab. Stattdessen wurden sozusagen 7-fach geimpfte mit 16-fach geimpften verglichen. Bei Autismus gäbe es aber keine reine Dosis-Wirkung Beziehung. Bereits eine oder zwei Impfungen können bei empfänglichen Kindern die entscheidende Gehirnentzündung auslösen. Ohne echte ungeimpfte Kontrollgruppe könne man den Effekt von Impfstoffen nicht messen. Diagnostische Veränderungen und bessere Erkennung erklärten nur einen kleinen Teil des Anstiegs.
4) Die übrig bleibenden guten Studien (6 Arbeiten)
Rogers nennt vor allem Arbeiten von Mawson (2017a, 2017b, 2025), Gallagher & Goodman (2008, 2010) und Hooker & Miller (2021). Nach seiner Auswertung erhöhen Impfungen das Autismus-Risiko im Schnitt etwa um den Faktor 4. In Subgruppen steige das Risiko noch stärker:
- Impfung bei Frühgeborenen: um das ca. 14,5-fache
- Impfung ohne Stillen: um das ca. 12,5-fache
- Impfung plus Kaiserschnitt: um das ca. 18,7-fache
Weitere toxische Faktoren, die Rogers aus der Literatur heraushebt, sind u. a. Pestizide/Herbizide, bestimmte Pharmazeutika (Schmerzmittel wie Paracetamol, Antibiotika), Schwermetalle und andere Umweltgifte. Impfstoffe seien aber der dominierende Treiber.
Rogers kritisiert, dass die Mainstream-Forschung durch regulatorische und finanzielle Einschränkungen blockiert ist. Er fordert die Aufhebung des "National Childhood Vaccine Injury Act", ein im Jahr 1986 unter Präsident Ronald Reagan beschlossenes Gesetz, dass es unmöglich macht, Impfstoff-Produzenten zu klagen.
In seinem aktuellen Blog-Beitrag schreibt Rogers: "Die amerikanische Medizin beginnt, den dunkelsten Tagen des sowjetischen Systems zu ähneln, in denen Wissenschaftler nur noch Dinge wiederholten, von denen sie wussten, dass sie unwahr sind, nur um sich der geforderten Darstellung der Realtität anzupassen. Das Ergebnis dieser extremen Vereinnahmung ist sowohl in der ehemaligen Sowjetunion als auch in den heutigen USA ein enormer Vertrauensverlust und das Absterben der Wissenschaft."
Abschließend sei noch erwähnt, dass Rogers Ausführungen natürlich im Widerspruch zum Konsens der großen medizinischen Fachgesellschaften stehen. Diese finden keinen kausalen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Autismus. Der Anstieg sei vor allem auf breitere Diagnosekriterien, bessere Erkennung und Meldepraxis zurückzuführen.










