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Freitag, 8. Mai 2026

Wie kam Aluminium in die Impfungen?

1926 - vor exakt 100 Jahren - mischte der englische Chemiker Alexander Glenny zum ersten Mal eine Aluminiumverbindung in einen Impfstoff, um dessen Wirksamkeit zu verstärken. Seither hat sich vieles verändert. Die meisten Deos sind Aluminium-frei. Die EU hat zahlreiche Alu-Zusätze für Lebensmittel verboten. Beim Impfen hingegen blieb alles beim Alten. Noch immer enthalten zwei Drittel der Baby-Impfstoffe dieses toxische Leichtmetall. Hier gehe ich der Frage nach, wie man überhaupt auf diese Idee kam. 

Schüler stehen für die Diphtherie/Tetanus/Keuchhusten-Impfung Schlange

Der erste weit verbreitete Impfstoff - jener gegen Pocken - enthielt alles mögliche. Was genau vermochte man damals noch nicht zu bestimmen. Man hoffte jedoch, dass auch der Wirkstoff gegen Pocken dabei war. Dafür wurden Kälber mit Kuhpocken infiziert - und später, wenn sich am Bauch der Tiere die typischen eitrigen Pusteln bildeten, wurden diese fachmännisch mit Rasiermessern geerntet. Dieses Gemisch enthielt, wie wir heute wissen, hunderte von Viren und Bakterien und dazu jede Menge sonstiges Fremdeiweiß. Die Nebenwirkungen waren so massiv, dass die Impfung beinahe ebenso gefürchtet war, wie die Krankheit. Im Lauf der beinahe 200 Jahre, in denen damit geimpft wurde, entstanden zahlreiche Impfgegner-Vereinigungen. Beinahe jeder kannte jemand, der nach der Impfung schwer geschädigt war oder daran starb. 

Als Louis Pasteur versuchte, einen Impfstoff gegen Tollwut zu entwickeln, war er sich der Gefahr, mit der er hantierte, durchaus bewusst. Mit allen möglichen Verfahren versuchte er das unbekannte Gift - Viren kannte man damals noch nicht - abzuschwächen. Unzählige Versuchstiere mussten dafür sterben. Auch einige Forscherkollegen infizierten sich und erkrankten selbst an der meist tödlich verlaufenden Tollwut.  


Die Entwicklung der Tot-Impfungen 

Dies führte rasch zu einer grundsätzlich anderen Methode des Impfens: Die Erreger wurden abgetötet. Damit wollte man die Sicherheit der Impfungen erhöhen. Auch hier wurde eine Menge Lehrgeld bezahlt, weil es im Herstellungsprozess oft nicht gelang, alle Keime zuverlässig abzutöten. Doch die Methoden wurden perfektioniert und schließlich war gesichert, dass in einer Tot-Impfung auch tatsächlich alle Keime tot waren. 

Das nächste Problem ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn das Immunsystem reagierte auf die abgetöteten Keime nicht mehr mit einer normalen Immunantwort, sondern eher wie die Müllabfuhr. Die toten Viren und Bakterien wurden gesammelt, zerlegt und einem Recycling zugeführt oder als unbrauchbar über die Nieren ausgeschieden. Immunologisch passierte wenig, es wurden kaum Antikörper gebildet. Und das war schlecht. Galt es doch als Beleg, dass die Impfung nicht funktionierte. - Tatsächlich gab es zahlreiche Berichte von Patienten, die an Diphtherie oder Tetanus erkrankten, obwohl sie geimpft waren. 


Die Antikörper werden zum Maß der Wirksamkeit

Dass es so etwas wie Antikörper gibt, wurde schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Paul Ehrlich und anderen Wissenschaftlern entdeckt. Diese als „Antitoxine“ bezeichneten Proteine konnten relativ einfach im Blut nachgewiesen und gemessen werden. 

Die Impfstoff-Entwicklung verlief nach recht pragmatischen Kriterien. Es war zu umständlich und dauerte zu lange, die Wirksamkeit einer Impfung „richtig“ zu prüfen – also zu warten, ob die Geimpften tatsächlich ein geringeres Tetanus- oder Diphtherierisiko hatten. Deshalb brauchte es sogenannte „Surrogat-Marker“. Den Begriff kann man als „Ersatz-Kennzeichen“ übersetzen. Wenn ich beispielsweise wissen möchte, wie hoch die Chancen eines Boxers beim nächsten Wettkampf sind, so kann ich warten, bis das Ereignis stattfindet. Oder ich kann versuchen, aussagekräftige Werte über den Boxer einzuholen. Beispielsweise seine bisherige Kampf-Bilanz oder seine Reichweite. Das wären dann Surrogat-Marker, die es leichter machen, die Chancen auf einen siegreichen Kampf einzuschätzen. 

Anstatt zu warten, ob die Geimpften an Diphtherie erkranken, wurden also ihre Antikörper gemessen. Der Erfolg einer Tot-Impfung wurde danach bewertet, ob die Impfung es schafft, durch ihre Wirkstoffe (Antigene) die Bildung spezifischer Antikörper zu fördern und damit den Antikörpertiter ordentlich in die Höhe zu schrauben. Wenn der Antikörpertiter infolge der Keuchhusten-Impfung eine gewisse Höhe überschritt, so hieß es: „Du wirst den nächsten Kampf gegen Keuchhustenbakterien gewinnen. Du bist geschützt.“ Bei Keuchhustenbakterien - die damals noch als ganze Zellen verwendet wurden - funktionierte das tatsächlich ganz gut. Nach der Impfung stieg der Titer der keuchhustenspezifischen Antikörper zuverlässig an. Die Wirkstoffe in der Diphtherie- oder Tetanus-Impfung wurden vom Immunsystem jedoch allzu oft ignoriert, die Antikörpertiter fielen rasch wieder ab. Deshalb kamen Wissenschaftler auf die Idee, dem Ganzen etwas nachzuhelfen. 


Die Erfindung der Wirkverstärker (Adjuvantien)

Gaston Ramon, ein Mitarbeiter des Pariser Pasteur-Instituts, bemerkte 1924, dass Pferde, denen Diphtherie- oder Tetanus-Toxoide injiziert wurden, eine höhere Antikörperantwort zeigten, wenn sich an der Injektionsstelle Entzündungen bildeten. Dies versuchte Ramon zu fördern, indem er seinen Impfstoffen absichtlich Verunreinigungen beifügte. Er verwendete dafür zum Beispiel Brotkrumen oder Stärkemehl. 

Der englische Chemiker Alexander Glenny, der sich auch schon jahrelang mit dem Problem der rasch schwindenden Immunantwort auf Tetanus- und Diphtherie-Impfungen herumplagte, testete ebenfalls eine Reihe von Substanzen. Er experimentierte mit dem Zusatz von Terpentin, Toluol (Bestandteil von Benzin) oder dem Gasbrand-Bazillus und notierte erfreut, dass diese ebenfalls brauchbare Entzündungen auslösten. Allerdings gingen diese Experimente für die Versuchstiere auch häufig tödlich aus. Insofern galt es, eine Balance zu finden zwischen möglichst hohem Antikörpertiter und den lebensgefährlichen Folgen, wenn man die Dosis übertrieb. 

Glenny: Aluminium erwies sich als weniger toxisch als Benzin oder Gasbrand-Bazillen

Nach eifrigen Testserien stieß Glenny im Jahr 1926 schließlich auf das damals noch recht neue chemische Element Aluminium, das erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in relevanten Mengen hergestellt werden konnte. Glenny experimentierte zunächst mit Kaliumaluminiumsulfat und war erfreut, dass es den erwünschten lokalen Schaden inklusive der darauffolgenden Entzündung an der Einstichstelle auslöste. Und das Ganze bei – im Vergleich zu den anderen getesteten Chemikalien – tolerierbarer Toxizität. 

Noch mehr aber freute er sich, dass daraufhin die Antikörper sprichwörtlich durch die Decke gingen – und dort auch auf längere Zeit blieben. „Die Verbesserung nach dem Zusatz von Aluminium zum Toxoid kann teilweise auf lokale Schädigung zurückzuführen sein, aber wohl hauptsächlich auf die relative Unlöslichkeit der Ablagerung“, notierte Glenny. Die schwer lösliche Metallverbindung band fest an die Wirkstoffe und hielt diese an der Impfstelle gefangen. Daraus entstand eine Art chronische Entzündung von unbekannter Dauer, die Glenny aber nicht als Problem, sondern als Lösung des Problems betrachtete. 


Was ist gefährlicher? Die Alu-Impfung - oder die Krankheit?

Heute weiß man aus vielen Studien, dass Aluminium-Ionen toxisch sind. Die EU-Lebensmittelbehörde hat zahlreiche Alu-Zusätze in Lebensmitteln verboten oder streng reglementiert. Mit dem Hinweis, dass "auch geringere Mengen als bisher gedacht, das heranwachsende Nervensystem schädigen können".

Die Gesundheitsbehörden sperren sich bis heute gegen dieses Argument. Müssten sie sich doch ansonsten der Frage stellen, wie sicher die von ihnen empfohlenen Baby-Impfstoffe sind, wo noch immer die Mehrzahl Aluminiumzusätze enthält. Zu evaluieren, ob die hundert Jahre alten Impfungen überhaupt wirken ist für die Behörden jedoch kein Anliegen. Ebensowenig eine Untersuchung, ob von Krankheiten, die in Krieg und Elendszeiten ein Problem darstellten, heute überhaupt noch eine Gefahr ausgeht. 

Wie die Alu-Zusätze funktionieren und was sie im Körper gesunder Menschen anrichten können, dieser Frage widmet sich mein Film "Unter die Haut". Hier geht es zur Filmseite, wo man den Film auch als günstigen download oder als DVD erwerben kann. 


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Dienstag, 23. September 2025

Kommt nun das Aus für Aluminium in Impfstoffen?

Im Gesundheitswesen der USA weht ein neuer frischer Wind. Dinge sind plötzlich möglich, die davor unveränderlich erschienen. Im Fokus steht dabei das Impfwesen. Für Gesundheitsminister Robert F. Kennedy und sein Team aus Pharma-unabhängigen Fachleuten gilt die einstige 'Heilige Kuh' der Medizin nicht mehr als unantastbar. Präsident Trump hat gestern sogar angekündigt, dass nach Quecksilber bald auch Aluminium aus Impfstoffen verbannt wird. 

Seit vielen Jahren berichte ich über Impfstoffe, deren Inhaltsstoffe und deren Nebenwirkungen. Zur Impfthematik kam ich in den 90er Jahren im Zuge der Diskussion über Quecksilber, das vielen Impfstoffen als Konservierungsmittel beigemischt wurde. Ich interviewte dazu Fachleute, die warnten, dass durch die Zunahme der Impfungen die Quecksilber-Menge, die den Babys zugemutet wurde, längst alle Grenzwerte überschritten hatte. Lange tat sich gar nichts. Die Behörden und viele 'Impfexperten' versuchten zu beruhigen. Es hieß, dass man dann auch keinen Fisch mehr essen dürfte, denn da sei noch viel mehr Quecksilber drin. Unzählige Nebelbomben wurden geworfen. Kritiker als fanatische Impfgegner diffamiert. 

Eingeführt wurde der Zusatz von Quecksilber in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals kamen die Impfärzte mit einem Behälter Impfstoff und impften dann die ganze Schule, wo die Schüler im Gänsemarsch antreten mussten. Der Impfstoff wurde bei jedem Kind eigens aufgezogen und die Spritze so lange verwendet, bis die Nadeln stumpf waren. Anschließend wurde der restliche Impfstoff in die Speisekammer gestellt, um am nächsten Tag in einer anderen Schule weiter verwendet zu werden. 

Bei einer solchen Impfaktion kam es zur Vergiftung zahlreicher Kinder. Bakterien hatten sich im Eimer vermehrt, es gab mehrere Todesfälle. Und das war dann der Anlass, hier mit Quecksilber abzuhelfen. Denn Quecksilber ist giftig genug, um bakterielle Kontaminationen zu verhindern. 


Schüler stehen für die Diphtherie/Tetanus/Keuchhusten-Impfung Schlange (New York, 1944)

Diese Methode wurde mehr als 60 Jahre lang beibehalten. Laufend kamen neue Quecksilber-haltige Impfstoffe auf den Markt. Und kaum jemand hinterfragte den Status Quo. Obwohl mittlerweile längst bessere Hygiene und überall Kühlschränke zur Verfügung standen. Und niemand mehr die Spritze aus Eimern aufzog, sondern mit Einzeldosen-Injektionen impfte. 

Dann endlich, zur Jahrtausendwende, reagierte die US-Gesundheitspolitik und erließ ein Verbot dieses toxischen Konservierungsmittels. Es dauerte einige Jahre, bis endlich das Quecksilber aus allen Herstellungs-Routinen raus war. Aber dann war Schluss. Und niemand vermisste es. Denn es war vollständig unnötig gewesen. 


"Aluminium ist genauso toxisch, aber chemisch wesentlich aggressiver"

Ich berichtete über diese Neuerung, die auch von Europa übernommen wurde. Ein Immunologe der Meduni Wien sagte mir im Interview, dass es ja schön und gut sei, dass nun Quecksilber weg war. "Ein anderer Inhaltsstoff macht mir aber noch viel mehr Sorgen, weil es ebenso toxisch aber chemisch wesentlich aggressiver ist." Und das, so der Professor, war Aluminium. 

Ich erinnere mich noch gut, wie überrascht ich damals war. Aluminium in Impfungen? Ich hatte dieses Element bisher eher mit Coladosen oder billigen Kochtöpfen verbunden. 

Impfungen schienen eigenartige Geheimnisse zu bergen. Ich war jedenfalls angefixt. Das Impfwesen wurde zu einem wichtigen Thema meiner journalistischen Laufbahn. Ich ging deshalb sogar nochmal an die Uni und absolvierte Lehrgänge über Evidenz-basierte Medizin und wissenschaftliches Arbeiten. Ich lernte Studien zu analysieren und nebenher medizinisches Englisch, da alles in englischer Fachsprache verfasst war. 

Zur Impfthematik habe ich mittlerweile eine Reihe von Filmen gedreht und einige Bücher geschrieben. "Die Akte Aluminium" lief 2013 auf ARTE und erreichte ein Millionen-Publikum. Mein Film "Unter die Haut - Was macht Aluminium in Impfungen?" erschien 2021 und beschreibt Funktionsweise und Gefahren dieses Zusatzstoffs. 

Zwei Drittel der heute empfohlenen Impfstoffe enthalten Aluminium-Verbindungen. Und wieder funktioniert es nach demselben Muster. Auf kritische Einwände folgen Beruhigung und Abwertung. Die Behörden verweisen auf die bald 100 jährige Tradition dieses "Wirkverstärkers". (Im Jahr 1926 sind Aluminiumverbindungen erstmals als Zusatz in Diphtherie Impfstoffen eingesetzt worden). 

"Jeder Mensch nimmt tagtäglich Aluminium in gebundener Form über die Luft, das Trinkwasser und die Nahrung auf", schreibt das Paul Ehrlich Institut auf seiner Webseite. "Die zusätzliche Aufnahme von Aluminiumverbindungen über Impfungen im Leben eines Menschen ist im Vergleich dazu minimal." - Dass der Magen-Darm-Trakt evolutionär hervorragend darauf eingestellt ist, toxische Bestandteile der Nahrung zu erkennen und schnellstmöglich wieder auszuscheiden, wird bei diesem Vergleich allerdings unterschlagen. Denn während vom Aluminium, das über den Mund aufgenommen wird, nur etwa 1 Prozent im Körper verbleibt, sind es bei Impfungen, die tief in den Muskel injiziert werden, immer 100 Prozent. Und wohin dieses Aluminium im Körper wandert und was es dort anstellt, ist vollkommen unbekannt. 

Gesichert ist hingegen, dass Aluminium - ähnlich wie Quecksilber, Cadmium und andere Giftstoffe - in der Evolution des Lebens als 'unbrauchbar und gefährlich' ausgeschieden wurden. Vom kleinsten Bakterium bis rauf zum Menschen gibt es keinen einzigen bekannten Bio-Mechanismus, wo Aluminium eine sinnvolle Rolle spielt. Im Gegenteil: Mittlerweile sind mehr als 100 Mechanismen bekannt, wo Aluminium-Ionen die Abläufe im Organismus stören und Schäden anrichten. 

Solche Details werden von den Behörden nicht an die große Glocke gehängt. 


"Wer zur Hölle möchte das in seinen Körper gespritzt bekommen?"

Anders ist die Lage seit kurzem in den USA. Der Anwalt Robert F. Kennedy hat sich in den letzten Jahren ein profundes Wissen im Bereich des Impfwesens angeeignet und dazu auch eine Reihe von Büchern geschrieben. Seit er im Kabinett von Donald Trump als Gesundheitsminister tätig ist, hat er sein Ressort mit Fachleuten besetzt, die den Pharma-hörigen Beamtenapparat massiv aufmischen. 


Präsident Trump kündigte gestern das baldige Aus für Aluminium in Impfstoffen an

Überraschend ist Präsident Trump gestern bei einer Pressekonferenz, in der es um die in den USA grassierende Autismus-Epidemie ging, auf das Thema Aluminium in Impfstoffen umgeschwenkt. 

"Ihr wisst, was Quecksilber ist, Ihr wisst was Aluminium ist: Wer zur Hölle möchte das in den Körper gespritzt bekommen?", fragte Trump die anwesenden Reporter. "Wir haben Quecksilber aus Impfstoffen entfernt und wir sind nun im Prozess, dasselbe mit Aluminium zu tun."

Wie das abläuft, wird sicherlich spannend. Denn während Quecksilber ja nichts anderes war als ein Konservierungsmittel, ist die Lage bei Aluminium wesentlich komplexer. Denn ohne diesen Zusatz wirken die meisten Impfstoffe gar nicht oder wesentlich schlechter. Das liegt an der Beschaffenheit dieser Impfungen. Sie enthalten keine lebenden abgeschwächten Keime, sondern abgetötete Proteine, die das Immunsystem nicht als Gefahr ansieht und deshalb keine Immunreaktion einleitet. Hier braucht es das Aluminium, das an der Einstichstelle massenhaft Zelltod und eine massiver Entzündung verursacht. Erst dadurch werden die Zellen des Immunsystems alarmiert und nehmen dann auch die herumliegenden toten Proteine als mögliche Verursacher des Schadens wahr. 

Wenn Aluminium aus den Impfstoffen verbannt wird, ist die Industrie gezwungen, alternative Wirkverstärker (Adjuvantien) zu erproben. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Kandidaten. Doch wenn die Impfstoffe verändert werden, braucht es neue Zulassungsstudien. Und dann müssten die teils uralten Impfstoffe neu bewertet werden. Und da sind jede Menge weitere Überraschungen möglich. Denn niemand weiß, ob diese Impfstoffe im Zuge einer objektiven Evaluierung die Tests überhaupt bestehen.  - Dann stellt sich vielleicht heraus, dass es diese Impfstoffe gar nicht (mehr) braucht - und - so wie bei Quecksilber - bloß ein paar Jahrzehnte lang vergessen wurde, sie vom Markt zu nehmen. 


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Montag, 28. Juli 2025

Alu-Impfungen schützen doch nicht vor Autismus

Wenn Impfungen unter Verdacht geraten, dass sie Krankheiten auslösen, anstatt vor ihnen zu schützen, gehen im Impfwesen intern die Alarmglocken los. Dann rücken statistisch versierte Wissenschaftler aus, um diesen Verdacht zu untersuchen. Und meist wird er umgehend widerlegt. So auch diesmal bei Alu-Impfungen. Doch offensichtlich ist der Krug mit der Entlastungsbotschaft einmal zu oft zum Brunnen gegangen und zerbrochen. Denn mittlerweile mussten die Autoren die Verwendung falscher Daten einräumen - und plötzlich kehrt sich die Botschaft ins Gegenteil um.  


Studienleiter Anders Hviid lieferte auch in der Vergangenheit verlässlich gute Impf-Nachrichten


Vor einigen Tagen erschien eine vom dänischen Wissenschaftler Anders Hviid geleitete Studie, die sich der Frage widmete, ob Aluminium-haltige Kinderimpfungen ein Risiko für Allergien, Autoimmunerkrankungen oder neuronale Entwicklungsstörungen bedeuten. Insgesamt wurden 50 verschiedene dieser chronischen Krankheiten untersucht - von Asthma bis Autismus, von Nahrungsmittelallergien bis zur juvenilen Diabetes. Die Teilnehmerzahl lag bei über 1,2 Mio. Kindern - die Daten stammten aus dem dänischen "medizinischen Geburtenregister". 
Und was war das Resultat? 
In allen drei Hauptgruppen - bei Allergien, Autoimmunerkrankungen und Entwicklungsstörungen - und bei allen 50 untersuchten Krankheiten zeigte sich kein negativer Einfluss von Alu-Impfungen. Im Gegenteil: Der Trend geht deutlich in die positive Richtung. 
So deutlich, dass es schon an ein Wunder grenzt. 
Bei 11 Krankheiten - sowie in einer Hauptgruppe - bieten Alu-Impfungen sogar einen statistisch signifikanten Schutz. 
Beispielsweise  bei Colitis Ulcerosa (Risikominimierung: -28%), Asthma (-4%), Nesselsucht/Urtikaria (-10%), Nahrungsmittelallergien (-16%), Autismus (-7%) und ADHS (-10%). 

WOW! 

Wunder über Wunder: Alu-Impfungen schützen signifikant vor den gelb markierten Krankheiten 


Wie das biologisch plausibel sein soll, wäre eine interessante Frage gewesen. Immerhin gibt es von Bakterien bis zum Menschen keinen einzigen bekannten biologischen Mechanismus, bei dem Aluminium eine sinnvolle Rolle spielt. Auf der anderen Seite sind mehr als hundert biologische Abläufe bekannt, die von Aluminium-Ionen gestört oder unterbunden werden. Das Element Aluminium ist eindeutig toxisch und wurde während der Evolution als unbrauchbar und gefährlich aussortiert.  Insofern ist es biologisch vollständig unplausibel, dass Aluminium plötzlich vor Autismus schützen soll. Doch diese Frage wurde gar nicht gestellt. 

Die Frohbotschaft geht raus

Das hätte wohl zu sehr abgelenkt von der eigentlichen Botschaft: "Aluminiumhaltige Impfungen haben keinerlei Einfluss auf die ständig zunehmenden chronischen Krankheiten bei Kindern."
Und in diesem Sinne wurde die Studie nach Erscheinen auch weltweit gefeiert. "Impfstoffe verursachen weder Autismus noch Asthma", titelte die Apotheken-Umschau
eltern.de gab mit der Botschaft: "Aluminium in Impfungen - Kein Grund zur Sorge" Entwarnung. Studienautor Anders Hviid wurde folgendermaßen zitiert: "In einer Zeit, die von weit verbreiteten Fehlinformationen über Impfstoffe geprägt ist, ist es von entscheidender Bedeutung, sich auf fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen." Diese fundierten Erkenntnisse kamen - logisch - von ihm selber. 
Die von Bill Gates gegründete globale Impfallianz GAVI verkündete im selben Tenor: "In einer Zeit, in der die Besorgnis über die Sicherheit von Impfstoffen und die Verbreitung von Fehlinformationen zunimmt, sind diese Ergebnisse eine eindeutige Bestätigung für den Wert und die Sicherheit routinemäßiger Impfungen im Kindesalter."

"Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse" sollen vor Fehlinformationen schützen (eltern.de)

Anders Hviid pries seine Studie auf dem Portal LinkedIn so an: "Unsere Studie unterstreicht, dass es keinen Grund zur Sorge über Aluminium in Impfstoffen im Zusammenhang mit den untersuchten Krankheiten gibt. Wir hoffen, dass die Ergebnisse dazu beitragen können, Eltern zu beruhigen, die verständlicherweise besorgt sein können, wenn sie auf die derzeit kursierenden Fehlinformationen über Impfstoffe stoßen."

Peinlicher Fehler 

Nur 2 Tage nach Veröffentlichung der Studie waren die Autoren jedoch gezwungen, ein "Erratum" zu veröffentlichen. Irrtümlich, so Anders Hviid, seien falsche Zahlen ins Supplement der Publikation gerutscht. - Betroffen sind davon die Daten für Entwicklungsstörungen. Die seien aus einer anderen Datenbank - und man habe verabsäumt, sie bei der Publikation durch diese Daten zu ersetzen. Das habe aber keine wesentlichen Änderungen in den Aussagen der Studie verursacht. 


Nun, diese Botschaft ist falsch. Denn die neuen Daten im Supplement ziehen nun einige der Aussagen  im Haupttext der Studie in Zweifel. So etwa die seltsamen Resultate, dass eine höhere Aluminium-Dosis in Impfungen einen statistisch signifikanten Schutz vor ADHS und Autismus bietet.  
Mit den neuen, korrigierten Daten hat sich das nun teilweise ins Gegenteil umgedreht. Kinder aus der höchsten Alu-Gruppe hatten nun nämlich ein signifikant höheres Risiko, mit Autismus oder anderen Entwicklungsstörungen diagnostiziert zu werden, als Kinder aus der mittleren Alu-Gruppe. Im US Magazin "The Defender" wird deshalb zum Rückzug der ganzen Studie aufgerufen. 

Aluminium und dessen "schmutziges kleines Geheimnis"

Im nächsten Jahr sind es genau 100 Jahre, dass erstmals Alu-Verbindungen in Impfungen als Adjuvantien (Hilfsstoffe) eingesetzt wurden. Der englische Chemiker Alexander Glenny versuchte im Jahr 1926 mit der Zugabe von Aluminium die schlecht wirksamen Diphtherie- und Tetanus Impfstoffe aufzupeppen. Tatsächlich zeigten die damit geimpften Versuchstiere einen höheren Antikörper-Titer. Was genau hier im Organismus ablief verstanden weder Glenny noch seine Kollegen. Doch warum lange nachforschen, wenn der Effekt passt. Was zählte war der höhere Titer. Denn er galt als Beleg für eine bessere Wirksamkeit der Impfung. Aluminium galt in der Folge als "dirty little secret" - als "schmutziges kleines Geheimnis" der Immunologie. 
Erst in den letzten 20 Jahren wurden die immunologischen Hintergründe dieses Mechanismus halbwegs aufgeklärt. Lebendimpfungen - wie etwa die Masern oder Mumps-Impfung - enthalten abgeschwächte, aber lebende Viren. Sie brauchen keine Wirkverstärker, weil sie selbst vom Immunsystem erkannt werden und eine normale Immunreaktion auslösen. Bei den Totimpfungen, die über Formaldehyd abgetötete Viren oder Bakterien, oder nur einzelne Proteine enthalten, würde das Immunsystem hingegen kaum reagieren, weil von diesen Viren- und Bakterienteilen keine Gefahr ausgeht. Deshalb der niedrige Titer.
Hier kommt nun Aluminium ins Spiel: Die mit der toxischen Aluminiumverbindung versetzte Impfung wird ins Muskelgewebe injiziert und verursacht dort massenhaft Zelltod. Dies löst eine Entzündung aus und Millionen von Immunzellen strömen an die Einstichstelle. Nun werden auch die toten Wirkstoffe aus der Impfung ernst genommen und erkennungsdienstlich behandelt. Denn theoretisch, so die "Überlegung" des Immunsystems, könnten sie ja an dem Zell-Massaker mitschuldig sein. 
Mit diesem Trick arbeiten Impfungen seit bald 100 Jahren. Ob die Alu-Verbindungen auch sicher sind, galt als zweitrangig. Seriöse Sicherheitsstudien wurden nie durchgeführt. Genauere Details zu diesen abenteuerlichen Vorgängen zeige ich in meinem Film "Unter die Haut - Was macht Aluminium in Impfungen?"

Funktionieren Impfungen wie eine Vergiftung?

Nun hat das dänische Statens Serum Institut unter der Leitung von Anders Hviid also endlich eine Studie zur Sicherheit der Alu-Impfungen durchgeführt. Doch bereits ihr Design erscheint seltsam:
Die Impfungen von mehr als 1,2 Millionen dänischen Kindern wurden ausgewertet und die darin enthaltene Menge an Aluminium bestimmt. In der Folge wurden die Kinder in drei Gruppen eingeteilt. 
  •   42.990 Kinder kamen in die Gruppe mit 0 bis 1,5 Milligramm Aluminium
  • 701.571 Kinder in die Gruppe mit 1,5 bis 3 Milligramm Aluminium
  • 464.378 Kinder in die Gruppe mit mehr als 3 bis 4,5 Milligramm Aluminium

34.547 Kinder wurden aus der Studie ausgeschlossen, weil sie Impfungen mit mehr als 4,5 Milligramm Aluminium erhalten hatten. Das, so die Autoren, erschien ihnen unrealistisch.

Kurios ist auch die statistische Adjustierung, die Anders Hviid und sein Team vornahmen. Weil wenig geimpfte Kinder deutlich seltener beim Arzt waren, wurde das statistisch angepasst. In einem Letter an das Journal 'Annals of Internal Medicine' wies Dr. Paul Koshy darauf hin, dass der Fakt, dass "höhere Aluminiummengen mehr Arztkontakte nach sich ziehen" auch eine "dosisabhängige Reaktion" sein könnte. Statt so etwas zu berücksichtigen wurden daraus resultierende Effekte statistisch geglättet und unsichtbar gemacht.

In der Studie wurden Alu-geimpfte Kinder mit anderen Alu-geimpften Kindern verglichen. Die Resultate basieren auf der Frage, ob es für die Kinder ein Krankheitsrisiko darstellt, wenn die erhaltenen Impfungen etwas mehr oder etwas weniger Aluminium in den kindlichen Organismus einbringen. 
Dieses Studien-Design geht von der Annahme aus, dass sich Krankheiten des Immunsystems gleich entwickeln, wie z.B. eine Bleivergiftung. Dass es also auf die Dosis ankommt. Dabei haben die Autoren der Studie die bekannte Tatsache ignoriert, dass Allergien, Autoimmunerkrankungen und auch die Störungen des autistischen Spektrums massiv von der genetischen Empfänglichkeit abhängen. Während viele Kinder 10 oder mehr Alu-Impfungen ohne sichtbare Symptome vertragen, kann bei empfänglichen Kindern eventuell schon die erste oder zweite Impfdosis einen dauerhaften Schaden anrichten. 


Warum gab es keine ungeimpfte Vergleichsgruppe?

"Es wäre viel einfacher und aussagekräftiger gewesen, wenn man einfach Säuglinge, die nie einen Impfstoff mit Aluminiumzusatz erhalten haben, mit Säuglingen verglichen hätte, die einen solchen Impfstoff erhalten haben", kritisierte der englische Toxikologe und Aluminium-Experte Christopher Exley - ebenfalls in einem Letter an das Journal
Anders Hviid entgegnete darauf, dass vollständig ungeimpfte Kinder relativ selten sind. "Sie sind wahrscheinlich auch nicht mit geimpften Kindern hinsichtlich Faktoren wie Lebensstil vergleichbar", schrieb er. Deshalb lasse sich eine Gruppe ungeimpfter Kinder statistisch nur schwer kontrollieren. 
Ein recht eigenartiges Argument, das offenbar bedeuten soll, dass man gar keine Studien durchführen kann, in denen geimpfte mit ungeimpften Kindern verglichen werden. 
Gerade das wäre aber - nach Ansicht vieler Kritiker - dringend nötig, um die Ausgangsfrage der Studie tatsächlich zu beantworten. 
Zumal es die Daten der ungeimpften Kinder ja gab: 15.237 Kinder hatten laut dänischem Impfregister gar keine Alu-Impfung erhalten. 
Und nun wirds spannend. 


Versteckte Zahlen

Christof Kuhbandner, Professor für Psychologie und ausgewiesener Statistik-Fachmann von der Universität Regensburg entdeckte, dass man die Daten der Kinder, die nie eine Aluminium-Impfung erhalten haben, aus den im Supplement der Studie zur Verfügung gestellten Daten relativ einfach ausrechnen kann. Hier gibt es den download-link für diese Daten, falls jemand selbst statistisch tätig werden möchte.
Bevor die Studie korrigiert wurde, ergab sich auch für die ungeimpften Kinder das kuriose Resultat, dass Aluminium in Impfungen offenbar vor Autismus und ADHS schützen.
Mit den korrigierten Daten kippt der Trend nun aber komplett in die Gegenrichtung. 
In seinem Brief an das Journal schreibt Kuhbandner: "Diese Berechnungen zeigen eine deutliche Verringerung des Krankheitsrisikos bei Kindern, die keine aluminiumadsorbierten Impfstoffe erhalten haben, im Vergleich zu denen, die solche Impfstoffe erhalten haben, mit statistisch signifikanten Ergebnissen für mehrere Endpunkte."

Die Risikoreduktion für Kinder, die keine Alu-Impfung erhalten haben, beträgt 19% für die gesamte Hauptgruppe der Allergischen Krankheiten. Am deutlichsten fällt die Risikoreduktion bei allergischer Bindehautentzündung (-34%) und Neurodermitis (-27%) aus. Auch bei Nahrungsmittelallergien (-23%), Arzneimittelallergien (-22%) und Autismus (-13%) ist der Trend eindeutig. 

Kuhbandner schließt seinen Brief mit folgender Forderung: 
"Da die Studienautoren nicht über das signifikant geringere Krankheitsrisiko bei Kindern berichten, die keinen aluminiumhaltigen Impfstoffen ausgesetzt waren, erscheint eine Überarbeitung ihres Artikels angebracht. Wenn dieser Effekt nach Adjustierung um mögliche Störfaktoren bestehen bleibt, ist auch eine Überarbeitung der Schlussfolgerungen erforderlich. Ohne solche Überarbeitungen besteht die Gefahr, dass irreführende Informationen verbreitet werden."
Statistik-Fachmann Christof Kuhbandner fordert eine Überarbeitung der Studie

Katastrophales Feedback aus der Science Community

Insgesamt sind bisher zehn Briefe an das Journal 'Annals of Internal Medicine' veröffentlicht worden. Alle von ausgewiesenen Fachleuten und alle mit einer einheitlichen Tendenz: Sie kritisieren das Design der Studie heftig, weisen auf schwere Fehler hin und werfen den Herausgebern des Journals vor, dass so eine fehlerhafte Studie in dieser Form nicht hätte erscheinen dürfen. 

Dan Salmon und Stephen Black vom 'Johns Hopkins Institute für Impfstoff-Sicherheit' beziehen sich in ihrem Brief auf die Krankheit Asthma, an der laut WHO weltweit 262 Millionen Menschen laborieren und jährlich  rund 500.000 sterben. "Wichtig ist, dass selbst ein relativ geringfügig erhöhtes relatives Risiko für chronisches Asthma durch Aluminiumbelastung zu einer sehr erheblichen Gesundheitsbelastung führen würde", schreiben sie und verweisen auf eine erst kürzlich von der US-Behörde CDC durchgeführte Studie, nach der von Aluminium in Impfungen ein bis zu 26% erhöhtes Risiko  für Asthma ausgeht. 
Salmon und Black kritisieren, dass die dänische Studie Fehler enthält und beispielsweise auf Arztbesuche adjustiert: "Da Asthmatiker jedoch wahrscheinlich häufiger Arztbesuche machen, könnte diese Anpassung den Zusammenhang zwischen Asthma und der Exposition gegenüber Aluminium abschwächen."  Es brauche endlich Studien, die solche Fehler vermeiden, um den möglichen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber Aluminium in Impfstoffen und dem Risiko chronischer Erkrankungen tatsächlich zu klären.

Die Professorin für globale Gesundheit, Christine Stabell Benn von der Süddänischen Universität, kritisiert mehrere Fehler der Autoren. So etwa, dass Aluminium nur dosisabhängig untersucht wurde und keine Alu-freie Kontrollgruppe analyisiert wurde, obwohl dies - wie auch Christof Kuhbandner fand - an Hand der Daten möglich gewesen wäre. Außerdem seien Diagnosen, die während der ersten beiden Lebensjahre gestellt wurden, in der Auswertung nicht berücksichtigt worden. Dies mache z.B. für die Krankheit 'atopische Dermatitis (Neurodermitis)' einen beträchtlichen Unterschied, weil diese Symptome recht früh erkannt werden. "Hoffentlich werden die Autoren die Ergebnisse für atopische Dermatitis und andere gesundheitliche Folgen berichten, wenn sie Personen vergleichen, die Aluminium ausgesetzt waren, mit solchen, die nicht exponiert waren", schreibt Benn. "Dies könnte mit einem Startalter vor dem zweiten Lebensjahr erfolgen."

Catherine Sarkisian von der Universität von Kalifornien in Los Angeles wirft den dänischen Studienautoren gleich mehrere Fehler vor. Darunter das Faktum, dass signifikante Vorteile der Verabreichung Aluminium-haltiger Impfungen berichtet werden, das allerdings von den Autoren in keiner Weise diskutiert wird. "Was könnte ein bioplausibler Mechanismus dafür sein? Sollten wir Kindern mehr Aluminium empfehlen?", fragt sie sarkastisch und schließt mit dem Statement: 
"Ich habe keine Ahnung, ob Aluminium in Impfstoffen zu schlechten Ergebnissen bei Kindern beiträgt (oder ob es diese verhindert, wie in diesem Artikel behauptet wird), aber ich weiß, dass das Vertrauen in unser Fachgebiet stark gesunken ist, und als Internist und Wissenschaftler bin ich zutiefst bestürzt darüber, dass eine so renommierte Fachzeitschrift wie Annals durch die Veröffentlichung dieser minderwertigen Arbeit das Misstrauen in der Bevölkerung weiter anheizt."

Soweit das Feedback der wissenschaftlichen Community. 


Medien verschweigen Fehler 

Dass dies dazu führt, dass die beinahe euphorische mediale Berichterstattung korrigiert wird, ist nicht zu erwarten. 
Im Gegenteil. Nach wie vor erscheinen Artikel, welche die Fehler der Studie sogar noch durch eigene Recherche Fehler ergänzen.
Beispielsweise ein Artikel von 'orf science' vor zwei Tagen. Da wird die Entwarnung brav berichtet, ohne auf die kritischen Stellungnahmen aus den Briefen an das Journal einzugehen. Und dann fügen die Autoren auch noch ihre eigene Expertise hinzu, dass Aluminium für die Babys kein Problem darstelle, weil "nur ein bis zwei Prozent der aufgenommenen Menge Aluminium überhaupt im Körper gespeichert werden". 
Das Problem bei dieser Aussage: Sie bezieht sich nicht auf Aluminium aus Impfungen, sondern auf Aluminium, das über Nahrungsmittel oral aufgenommen wird. Hier sorgt der gegenüber Vergiftungen erprobte Mechanismus des Magen-Darm-Trakts dafür, dass Giftstoffe durchgeleitet und ausgeschieden werden. 
Impfstoffe werden jedoch – unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes – ins Muskelgewebe injiziert - und damit wird immer 100% des enthaltenen Aluminiums im Körper aufgenommen. 
Wie es sich im Körper verteilt und wieviel davon nach welcher Zeit wieder ausgeleitet wird, ist ein Rätsel, das bislang nie zufriedenstellend geklärt wurde. 

Trotz solcher zweifelhafter journalistischer Schützenhilfe steht fest: Anders Hviid, der als weltweit führender Impfexperte gilt und Impfungen (z.Bsp. CovidMMRHPV) bereits in einigen anderen Studien weiß gewaschen hat, hat sich mit den Schlampereien und fachlichen Fehlern bei der Veröffentlichung dieser Studie einen schweren Image-Schaden eingefangen.

Einen Beleg, dass Alu-Impfungen nichts mit den 50 untersuchten Krankheiten zu tun haben, hat die dänische Studie - trotz aller Behauptungen - ganz eindeutig nicht erbracht. Ganz im Gegenteil. 



PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant erscheint, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Arbeit unterstützen. Mit Ihrer Spende finanzieren Sie unbestechlichen Journalismus und Filmprojekte, die sonst niemand macht.






Montag, 16. Dezember 2019

Alu-Deos: "Zeit-online" gibt Entwarnung

Keine Alu-Deos benutzen, rät das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung in einer aktuellen Aussendung. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie krank machen. "Experten widersprechen", schreiben die beiden Zeit-online Journalisten Hinnerk Feldwisch-Drentrup und Jakob Simmank - und blasen in ihrem Artikel gleich auch zur Jagd auf kritische Forscher.


Wie problematisch sind Aluminiumverbindungen wirklich?
Ich geb's ja zu, dass ich eine gewisse Mitschuld trage, dass heute die meisten Deos im Drogeriemarkt den Aufdruck "Aluminium-frei" tragen. Bevor im Jahr 2013 meine Doku "Die Akte Aluminium" auf ARTE lief - war das Verhältnis noch genau umgekehrt: da musste man nachfragen, wo die paar Öko-Deos stehen, die auch damals schon ohne Aluminiumchlorohydrat oder ähnliche Inhaltsstoffe auskamen.
Im Film porträtiere ich einige Wissenschaftler, die gesundheitsschädigende Effekte der Aufnahme von Aluminium in den Körper befürchten und dafür eine Reihe von Indizien präsentierten.
Die britische Onkologin Philippa Darbre zeigte beispielsweise, dass der Anteil der Tumoren, die im äußeren oberen Quadranten der weiblichen Brust (neben den Achseln) diagnostiziert werden, seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts massiv zugenommen haben. Während in der Zeit vor der massenhaften Verwendung von Aluminium-Deos gerade 30 Prozent der Tumoren in dieser Region auftraten, stieg der Anteil im Lauf der Jahrzehnte nahezu linear an und lag zuletzt bei 60 Prozent.

Eine Studie der Universität Innsbruck fand, dass im Gewebe Brustkrebs-kranker Frauen im Schnitt mehr als doppelt so viel Aluminium enthalten ist als im Gewebe einer Vergleichsgruppe gesunder Frauen, die sich einer Brust-Verkleinerung unterzogen haben.

Japanische Wissenschaftler beschreiben, dass bereits rund 200 biochemische Abläufe im menschlichen Körper entdeckt wurden, die von Aluminium negativ beeinflusst werden.

Eine einzige sinnvolle Funktion von Aluminium in einem gesunden Organismus wurde hingegen bisher noch nicht entdeckt.


Warnung der Behörden

Mitte November 2019 hat das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ebenfalls eine eindringliche Warnung veröffentlicht, solche Alu-Deos und andere Kosmetikprodukte möglichst zu meiden. Denn "es sei nicht auszuschließen, dass sie krank machen".
Zwei Reporter von "Zeit online" ärgerten sich offenbar maßlos über diese amtliche Warnung und kündigen im Vorspann ihres Artikels an: "Experten widersprechen."
Als Kronzeuge für die Entwarnung wird vor allem der Umweltmediziner Hans Drexler genannt. Er hat in einer Studie 21 gesunde Personen gebeten, 14 Tage lang Alu-Deos zu verwenden. Dann wurden Alu-Werte in Harn und Plasma gemessen - und mit den Werten vor dem Versuch verglichen.
In den "Conclusions" der Studie liest man: "No measurable contribution to the overall systemically available aluminum load due to daily use of an antiperspirant for 14 days could be shown, but real-life data concerning long-term use or higher concentrations are still lacking."
Was heißt das nun?
Zum einen ist es gar nicht so beruhigend, wenn Aluminium nicht ausgeschieden wird. Denn möglicherweise ist es im Gewebe gebunden. Zum anderen - so betonen auch Drexler und seine Mitarbeiter - fehlen Studien die über einen Zeitraum von 14 Tagen hinaus gehen.


Keine Forschungsförderung  für kritische Fragestellungen

Was aber machen die Zeit-Autoren? Anstatt bessere Studien zu fordern, die diese Frage sorgfältiger prüfen, attackieren sie jene, die - dem Vorsorgeprinzip entsprechend - vor dem durchaus vermeidbaren Risiko warnen.
Dabei wird gleich auch massiv verleumdet.
Besonders wurmt die Autoren, dass das BfR in seiner Warnung Studien des Aluminium-Experten Chris Exley - zitiert, der sich an der britischen Keele-University seit bald 40 Jahren der Erforschung des Metalls widmet. Exley sei "radikal" und "isoliert" - und als wichtigstes Argument: er wird von Impfgegnern unterstützt.

Tatsächlich wird es für Exley seit etwa 20 Jahren zunehmend schwieriger öffentliche Förderungsgelder zu generieren. Während es in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch einige Dutzend akademische Teams gab, die sich der Erforschung der gesundheitlichen Auswirkung des Einsatzes von Aluminiumverbindungen in sensiblen Lebensbereichen widmeten, sind inzwischen kaum noch welche übrig. Dem ging eine massive Lobbying-Offensive der Industrie voraus, in der ein gesundheitlicher Schaden durch Alu-haltige Inhaltsstoffe bestritten - und Alu-kritische Forschung als vollständig unnötig und als "Geldverschwendung" attackiert wurde.

Im Lauf der Jahre gelang es damit tatsächlich, die Forschungsgelder umzulenken und den ungeliebten Fachbereich auszutrocknen. Auch in Keele wurde das Umfeld zunehmend feindlicher. "Sobald in einem Forschungsantrag Aluminium in einem kritischen Zusammenhang genannt wird, kann man nahezu sicher sein, dass die Förderung abgelehnt wird", sagte mir Exley schon vor Jahren.


Wer darf unabhängige Forschung finanzieren?

Niemand kommt normalerweise auf die Idee, einen Wissenschaftler oder dessen Studien von vornherein zu disqualifizieren, weil der Finanzier und Auftraggeber der Studie ein Pharmakonzern war. Denn dann müsste der Großteil der klinischen Studien für ungültig erklärt werden.
Dabei kontrollieren sie penibel den Fortgang der Projekte, zwingen die teilnehmenden Wissenschaftler vertraglich zum absoluten Stillschweigen und entscheiden schließlich, ob die Resultate für eine Veröffentlichung taugen. Ergeben die Studien nicht die gewünschten Resultate, wird häufig mit Hilfe von Experten so lange am Design der Arbeit geschraubt, bis die Zulassungsbehörden zufrieden sind. Kaum jemand kritisiert diese Zustände.
Sogar Konzerne, die in Betrugsverfahren verwickelt waren und Milliarden an Entschädigungszahlungen für geschädigte Patienten oder deren Angehörige zahlen mussten, finanzieren munter weiter Studien, um ihre neuen Produkte auf den Markt zu bringen.

Doch was passiert, wenn das Geld aus privaten Quellen kommt? z.B. von reichen Philanthropen, die eine Industrie-unabhängige Forschung ermöglichen wollen?
Oder von den Eltern chronisch kranker Kinder, die frustriert vom auf Symptom-Linderung beschränkten Medizinbetrieb Geld sammeln, um die Forschung nach tatsächlichen Heilmitteln zu unterstützen?

Um überhaupt noch forschen zu können, griff Exley auf die Hilfe solcher nicht-akademischer Fördermittel zurück. Speziell das Childrens Medical Safety Research Institute wurde ein wichtiger Geldgeber. Diese Organisation widmet sich besonders der Erforschung der Wirkungsweise von Impfungen auf das Immunsystem.
Chris Exley, alles andere als ein Impfgegner, widmete sich den aluminium-haltigen Adjuvantien und publizierte dazu eine Reihe von Arbeiten.

Und damit geriet Exley gleich ins Schützenfeuer der so genannten "Skeptiker", die überall Verschwörung und Esoterik vermuten, wo z.B. Impfungen einer kritischen Untersuchung unterzogen werden. Denn ja, Alu-Verbindungen werden in etwa zwei Drittel aller Impfungen als Wirkverstärker eingesetzt. Doch nach Ansicht vieler Journalisten und "Experten" genießen Impfungen im Bereich der Medizin einen Sonderstatus: Sie dürfen keinesfalls einer kritischen öffentlichen Diskussion ausgesetzt werden, weil damit die "Impffreudigkeit der Bevölkerung" gefährdet werden könnte - wie das einmal ein Direktor des Paul-Ehrlich-Institutes mir gegenüber so schön formuliert hat.

Ich hab diese bodenlose Schwarz-Weiß Malerei, deren Ziel offenbar ein rigoroses Diskussionsverbot ist, sowas von satt.
Sollte sich eines Tages heraus stellen, dass von diesen Alu-Zusätzen tatsächlich ein relevantes Gesundheitsrisiko ausgeht, so trägt dieser elende Meinungs-Journalismus, der ohne jegliche Scham zur Hexenjagd auf kritische Wissenschaftler bläst, kräftig Mitschuld daran, dass viele Jahre Forschungsarbeit verloren gehen und unzählige Menschenleben gefährdet wurden.

Zu den vielen offenen Fragen bzgl. der Sicherheit von Aluminium verweise ich auf diesen reich verlinkten aktuellen Blog-Beitrag von Chris Exley.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Impfungen und Autismus: Alles anders?

Vergangene Woche ist eine Studie erschienen, in der erstmals die Gehirne verstorbener Autisten auf Aluminium untersucht worden sind. Dabei fanden Wissenschaftler des Teams von Christopher Exley an der britischen Keele University Werte, die um ein Vielfaches über der Normalbelastung lagen. Besonders interessant war die Lokalisation des Aluminiums. Anders als in Alzheimer-geschädigten Gehirnen fanden sich die toxischen Metall-Partikel großteils nicht unmittelbar im Nervengewebe, sondern innerhalb von Zellen des Immunsystems: Diese waren regelrecht geladen mit Aluminium. Ähnliche Zellen sind in anderen Studien im Gewebe rund um die Einstichstelle von Impfungen gefunden worden. "Unsere Resultate sind eine neuartige Entdeckung und könnten sowohl die Herkunft des Aluminiums als auch eine mögliche Rolle im autistischen Krankheitsbild beleuchten", erklärte Exley. 

Rätsel Autismus: Die Ursachen liegen bisher vollständig im Dunklen


Insgesamt standen Exleys Team für diese Untersuchung 15 Gehirne von Menschen zur Verfügung, die mit einer Diagnose von Autismus verstorben waren. Bei fünf dieser Gehirne waren Proben aus verschiedenen Gehirnregionen vorhanden, hier waren genaue Analysen möglich. Der Aluminiumgehalt lag im Schnitt zwischen 2,3 und 3,8 Mikrogramm Aluminium pro Gramm Gehirn-Trockenmasse. Die Spitzenwerte erreichten deutlich mehr als 10 Mikrogramm.
In einem Interview am Rande eines Experten Hearings in Paris erklärte Exley: "Wir haben bisher mehr als 100 menschliche Gehirne auf Aluminium untersucht und in dieser aktuellen Arbeit fanden wir so hohe Werte, wie zuletzt nur in einer Studie bei Menschen, die an der Alzheimer Krankheit verstorben sind."
Nun stelle sich natürlich die Frage, woher bei Menschen im jugendlichen Alter von 13, 14 oder 15 Jahren derartig hohe Kontaminationen stammen. Eine mögliche Antwort darauf bietet laut Exley die Lage der Aluminium Partikel. "Nur ein kleiner Teil des Aluminiums befand sich innerhalb von Nervenzellen, so wie wir das aus unseren bisherigen Studien kannten. Der Großteil des Aluminiums im Gehirngewebe der Autisten lag intra-zellulär in verschiedenen Arten von Entzündungszellen vor. Es ist wahrscheinlich, dass das Aluminium - als Ladung der Immunzellen - über die Blut- und Lymphgefäße in das Gehirn eingewandert ist."
Für Exley bedeuten seine Ergebnisse einen neuartigen Zugang in der Forschung nach den Ursachen von Autismus. "Das heißt nun nicht, dass Aluminium der Auslöser von Autismus ist, aber es ist ziemlich sicher, dass Aluminium in der Entstehung dieser Krankheit eine Rolle spielt."


 Mögliche Quelle des Aluminiums: Impfungen

Mehr als zwei Drittel der Impfstoffe, die Babys ab dem 3. Lebensmonat (und in den USA ab dem 1. Lebenstag) verabreicht werden, enthalten Aluminium. An der Einstichstelle versammeln sich Millionen von Immunzellen, darunter auch Fresszellen, welche Aluminium-Partikel aufnehmen und versuchen es zu entsorgen. Im Tierversuch zeigten der Pathologe Romaine Gherardi und sein Team von der Universität Paris, dass dieses Aluminium im Organismus "ähnlich des Mechanismus eines Trojanischen Pferdes", wie es Gherardi bezeichnet, verschleppt wird, die Blut-Hirn-Schranke überwindet und in geringen Mengen auch ins Gehirn gelangen kann.
Jedoch, erklärte mir Romain Gherardi in einem Interview, gäbe es auch eine spezielle Risikogruppe: "Diese Art der Immunreaktion mit der exzessiven Verschleppung von Aluminium betrifft nur einen geringen Prozentsatz der Menschen, die hier genetisch besonders empfänglich sind. Vielleicht gelingt es, diese Risikogruppe vorab mit Hilfe von Tests zu identifizieren." Dann, so Gherardi, sei es möglich, diese Menschen von Aluminium-haltigen Impfstoffen auszunehmen, oder - dort wo es keine Alternativen ohne Aluminium gibt - das Risiko und den Nutzen sorgsam abzuwägen.
"Bevor wir diese Untersuchung gemacht haben, dachte ich nicht daran, dass Aluminium-haltige Impfungen irgend etwas mit der Entstehung von Autismus zu tun haben", sagt Exley. "Nun bin ich extrem beunruhigt, dass sich diese Variante doch als möglich zeigt. Deshalb sollten wir dringend bei allen Impfstoffen sicher stellen, dass wir auch Aluminium-freie Alternativen verfügbar haben."


Medienecho auf Exleys Studie: Schweigen und Aggression

Die Frage, ob Impfungen an der Entstehung von Autismus beteiligt sind, ist eine der brisantesten, die man im Bereich der Medizin stellen kann. Ergibt sich in den Studien ein Nullergebnis, so ist offenbar alles in Ordnung und es gibt ein breites Medienecho. Finden Wissenschaftler jedoch Resultate, die einen Zusammenhang nahe legen, so tritt gespannte Stille ein.
Die meisten großen Medien warten ab, während aggressive Blogger voran schreiten. Wenn es um die Ehrenrettung von Impfungen geht, sind meist die Science-Blogs zur Stelle. Und allen voran ein prominenter US-Blogger mit dem Pseudonym Orac, der unter dem Titel "Christopher Exley: Wie er mit schlechter Wissenschaft versucht, Aluminium in Impfstoffen zu dämonisieren" eine seiner berüchtigten Frontalattacken reitet.

Christopher Exley wird von anonymen Bloggern heftig angegriffen

Die Kritik beginnt bei den Financiers der Studie, dem "Childrens Medical Safety Research Institute". Dabei handelt es sich um eine privat finanzierte Organisation, welche sich speziell dem Sponsoring Industrie-unabhängiger Forschung im Bereich des Impfwesens widmet. Für Orac handelt es sich dabei um "die tollwütigsten Impfgegner, die ich je gesehen habe". Studien, die von dieser Organisation bezahlt werden, seien deshalb vorn vornherein verdächtig.
Des weiteren wirft er Exley vor, dass seine Messergebnisse unzuverlässig seien, weil der Aluminiumgehalt der einzelnen Messungen stark - manchmal um das zehnfache - variiert.
Chris Exley entgegnete mir gegenüber zu dieser Kritik: "Dieser Mensch hat offenbar keine Ahnung von derartigen Abläufen. Denn Aluminium ist nunmal nicht gleichmäßig im Gehirngewebe verteilt."

Schließlich argumentiert Orac, dass die Resultate nicht vergleichbar seien, weil Exley in seiner Arbeit keine gleichaltrige Kontrollgruppe gewählt hat. Exley entgegnet dem, dass seine Gruppe bislang mehr als 100 Gehirne auf Aluminium untersucht habe, mehr als jedes andere Forschungsinstitut weltweit. Und dabei ergaben sich Referenzwerte in Bezug auf Aluminium mit Normalwerten im Bereich von weniger als 1 Mikrogramm pro Gramm Trockenmasse. "Wenn wir nun im Hinterhaupt-Lappen eines 15-jährigen Autismus-Patienten einen Mittelwert von 8,74 Mikrogramm finden, so stellt sich schon die Frage, woher das kommt."


Der berühmte "Fall Wakefield"

Aggressive Kritik und bösartige Vorwürfe sind im Impfbereich nicht die Ausnahme, sondern die Regel, wenn es um die Diskussion kritischer Forschungsbeiträge geht. Und speziell wenn es um den Vorwurf geht, Impfungen könnten ein Risiko für Autismus darstellen, so ist das Gelände ohnehin weitgehend verbrannt.
Alle erinnern sich an den "Fall Andy Wakefield". Der britische Magen-Darm-Spezialist war ein aufstrebender junger Wissenschaftler am "Royal Free Hospital" in London. Ihm fiel auf, dass Kinder mit Entwicklungsstörungen wie z.B. Autismus häufig auch an chronischen Darmentzündungen und Koliken leiden. Und viele Eltern berichteten, dass die Probleme nach der MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln)  begonnen hatten.
Wakefield schrieb also im Jahr 1998 seinen berühmten "Early Report" im Journal Lancet und berichtete über 12 Fälle von Kindern, die sich zunächst normal entwickelt hatten, dann aber einen starken Einbruch erlitten, Fähigkeiten wieder verlernten, teilweise auch zu sprechen aufhörten. Bei acht dieser Kinder war Autismus diagnostiziert worden. Alle zwölf Kinder litten an schweren Koliken, Durchfällen und Verdauungsstörungen.
In acht der zwölf Fälle waren laut Eltern die Probleme kurz nach der MMR-Impfung aufgetreten. Wakefield sagte auf Pressekonferenzen und in Interviews, dass er die Dreifach-Impfung für einen Risikofaktor für Autismus hält und plädierte dafür, vorsichtshalber einzeln zu impfen. Die Medien berichteten breit über seinen Verdacht - die Impfquote in Großbritannien fiel steil ab. Wakefield geriet daraufhin stark unter Beschuss. Ihm wurde vorgeworfen, er hätte die Studie verfälscht, unethische Methoden angewendet und rund 50.000 Pfund an privaten Forschungsgeldern angenommen, von denen weder seine Co-Autoren noch das Journal etwas wussten. Gegen ihn wurde ein Berufsverbot ausgesprochen, seine Studie wurde zurück gezogen. "Sie haben meine Karriere komplett zerstört", erklärte Wakefield, der alle Vorwürfe des wissenschaftlichen Fehlverhaltens bis heute zurück weist. Wakefield war gezwungen vollständig neu anzufangen. Im Jahr 2001 wanderte er mit seiner Frau und vier Kindern in die USA aus.

Andrew Wakefield: Sein Ansehen und seine Karriere wurden vollständig zerstört


Löst die MMR-Impfung tatsächlich Autismus aus?

Wer die Frage, ob Autismus etwas mit Impfungen zu tun hat, bei Google eingibt, wird viele tausende Treffer finden, die sich alle auf den Fall Wakefield beziehen. Und in minimalen Variationen wird unzählige Male dieselbe Geschichte erzählt: Der Zusammenhang sei falsch und längst widerlegt. Denn er gründet auf einem Wissenschaftsbetrug. Die MMR Impfung habe, so wie alle anderen Impfungen, rein gar nichts mit Autismus zu tun.
Wakefield schlug zurück und präsentierte in seinem Dokumentarfilm "Vaxxed" den Fall des Whistleblowers William Thompson, eines langjährigen Mitarbeiters der US-Gesundheitsbehörde CDC, der sich selbst und die Behörde beschuldigte, Studien verfälscht zu haben. Resultate hätten gezeigt, so Thompson, dass bei Buben afroamerikanischer Herkunft ein signifikantes Risiko besteht, nach der MMR-Impfung an Autismus zu erkranken. Sie hätten diese Unterlagen jedoch verschwinden lassen, um einen möglichen Einfluss der Impfung zu vertuschen. Den CDC-Mitarbeitern sei, so Thompson, als interne Begründung der Behörde genannt worden, "dass der Fall Wakefield schon genug Schaden angerichtet habe und deshalb mit solchen ungünstigen Daten kein weiteres Öl ins Feuer geschüttet werden sollte."

Tatsächlich zeigen die Ausführungen des CDC-Mitarbeiters Thompson, wie parteiisch und unwissenschaftlich die US-Behörde den möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus untersucht hat. Das statistisch signifikante Risiko bei afroamerikanischen Jungen hätte niemals unterschlagen werden dürfen.
Dies andererseits, wie Wakefield es versuchte, als einen Beweis dafür zu nehmen, dass die MMR-Impfung Autismus auslöst, ist ebenfalls vollständig verfehlt. Denn wenn Wakefield diesem Resultat schon so viel Beweiskraft zuspricht, so würde das im Umkehrschluss ja auch bedeuten, dass die MMR-Impfung bei allen anderen Bevölkerungsgruppen - also bei afroamerikanischen Mädchen, sowie bei Kindern beider Geschlechter aus asiatischer oder europäischer Herkunft - KEIN RISIKO für Autismus darstellt. Und damit wäre die MMR-Impfung beim Großteil der Bevölkerung frei gesprochen.

In diese Richtung weisen auch einige epidemiologische Studien. Am bekanntesten ist eine japanische Arbeit, die den Umstand nutzte, dass die MMR-Impfung im Verwaltungsbezirk Yokohama nur einige wenige Jahre verwendet, ab dem Jahr 1993 dann komplett ausgesetzt wurde. Dennoch entwickelte sich dort die Autismus-Rate vollständig unbeeinflusst und stieg - so wie in den meisten anderen Ländern weltweit - stark an. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die MMR-Impfung ein wichtiges Risiko für die Entstehung von Autismus darstellt", schlossen die japanischen Wissenschaftler.

Tatsächlich scheint die wahrscheinlichste Erklärung für das Resultat in der von Thompson an die Öffentlichkeit gebrachten CDC-Studie, dass es sich dabei um einen Zufallsfund handelt, einen statistischen Ausreißer, wie er bei großen epidemiologischen Arbeiten immer passieren kann. Für das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der US-Behörde war die Aktion dennoch verheerend, belegt sie doch klar deren Voreingenommenheit in Fragen der Impfstoff-Sicherheit. Wie soll man einer Behörde vertrauen, wenn diese willkürlich unangenehme Daten verschwinden lässt? Und wie sicher sind derart kontrollierte, von der Behörde empfohlene Impfungen?


Was ist mit den anderen Impfungen?

Doch bedeutet dies nun, dass mit einem Schlag die Frage geklärt ist, dass Impfungen gar nichts mit Autismus zu tun haben? Sicherlich nicht. Es scheint auf Grund der wissenschaftlichen Datenlage bloß recht unwahrscheinlich, dass die Masern-, Mumps- und Röteln Impfungen eine bedeutsame Rolle spielen.
Doch es gibt zahlreiche andere Impfungen während des ersten Lebensjahres, die den Babys laut Impfplan gegeben werden. Impfungen, die sich von der MMR Impfung deutlich unterscheiden.
Bei der MMR Impfung handelt es sich um eine Lebendimpfung, die lebende, abgeschwächte Masern-, Mumps- und Rötelnviren enthält. Die MMR-Impfung wird laut Impfplänen meist erst zu Beginn des zweiten Lebensjahres verabreicht. Davor haben die Babys schon eine ganze Serie anderer Impfungen erhalten, die inaktivierte - also abgetötete - Wirkstoffe enthalten.

Diese Impfstoffe benötigen in den meisten Fällen Wirkverstärker (Adjuvantien). Im Normalfall handelt es sich dabei um die Aluminium-Verbindungen Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphat. Die in Europa meistverwendete Sechsfachimpfung Infanrix hexa enthält beispielsweise gleich alle beiden Metallverbindungen.
Diese Wirkverstärker dienen dazu, das Immunsystem zu alarmieren und eine möglichst starke, nachhaltige Immunreaktion auszulösen. Dies führt meist zur Bildung ausreichender Antikörper-Titer und zum Schutz vor den spezifischen Krankheiten.
Ohne Wirkverstärker würden moderne Impfstoffe deutlich schlechter oder gar nicht funktionieren.

Wie steht es nun um das Gesundheits-Risiko dieser weltweit angewendeten Impfstoffe, die nicht nur zwei Mal - wie die MMR Impfung - sondern um ein Vielfaches häufiger gegeben werden?
Welchen Einfluss hat das bekannt toxische Aluminium auf die Mechanismen, die zur Entstehung von Autismus führen?
Die Antwort ist ebenso eindeutig wie beschämend: Wir wissen es nicht! Mögliche Zusammenhänge wurden bislang noch gar nicht untersucht.

Wir leisten uns den Luxus, die Neugeborenen einem über die Jahre immer massiver gewordenen Impfprogramm zu unterziehen und können wesentliche Fragen zur Sicherheit dieser Intervention nicht beantworten.

Und wenn unbequeme Forschungsresultate eintreffen, wie zuletzt jene der britischen Alu-Experten, wird wütend die "Impfgegner-Keule" ausgepackt und eine konstruktive Diskussion von vorn herein unterbunden.
Schöne neue Science-Welt.



Wenn Ihnen der Artikel interessant und wichtig erscheint, würde

ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen. 
 
Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Montag, 14. November 2016

Impfen: "Besser erst nach dem ersten Lebensjahr"

Der Bürger- und Patientenverband "Gesundheit aktiv" lud in Hamburg zu einem gemeinsamen Vortrag von drei Münchner Kinderärzten zum Pro und Contra der gängigsten Impfungen im Kindesalter. "Impfungen sind hinsichtlich ihrer Sicherheit die am schlechtesten untersuchten Arzneimittel", lautete eine der für viele Zuseher überraschenden Warnungen der Impfexperten.


Steffen Rabe, Martin Hirte und Georg Soldner: "Dogmen haben beim Impfen keinen Platz"

Wogegen soll ich mein Kind impfen? Und wann? Das sind Fragen, mit denen alle frischgebackenen Eltern konfrontiert sind. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (StIKo), schon nach acht Lebenswochen mit einer Sechsfachimpfung zu beginnen, die dann dreimal wiederholt werden muss. Darin enthalten sind Wirkstoffe gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio), Haemophilus influenza B (HiB), Hepatitis B. Meist wird dazu noch die Impfung gegen Pneumokokken gleichzeitig verabreicht. „Mit allem kann man bis nach dem ersten Lebensjahr warten, um dem empfindlichen Immunsystem des Kindes die Gelegenheit zu geben, sich zu stabilisieren“, sagt Georg Soldner. Frühes Impfen, das haben Studien gezeigt, fördert Allergien, das als Wirkungsverstärker zugesetzte Aluminium ist toxisch für das Immun- und Nervensystem. Nach dem ersten Lebensjahr ist das Immunsystem des Kindes nicht mehr so störbar. Impfungen werden dann besser vertragen, ohne dass die Immunantwort leidet.


Deutlich mehr Asthma bei nach Plan geimpften Kindern

Es gebe nirgendwo eine vergleichende Studie, die zeigen würde, dass Kinder gesünder groß werden, wenn sie sehr früh gegen sieben Krankheiten immunisiert werden, betonte Soldner. Wohl aber gebe es Hinweise, die nachdenklich machen: So erkrankten beispielsweise in einer norddeutschen Kinderarztpraxis von dreijährigen Kindern, die nach StIKo geimpft wurden, 8,5 Prozent an Asthma. Wurden die Kinder vorwiegend nach dem 1. Lebensjahr geimpft, waren es nur noch 2 Prozent, von den bis dahin Ungeimpften waren es nur 0,5 Prozent. Auch in Entwicklungsländern verbesserten die typischen Impfstoffe für das 1. Lebensjahr das Gesamtüberleben nicht. Demgegenüber hat die Masernimpfung in Ländern mit Armut und Unterernährung sehr deutlich zur Senkung der Kindersterblichkeit beigetragen. Aber auch diese Impfung wirkt zuverlässiger, wenn sie erst mit 18 Monaten verabreicht wird.


Die Risiken von Impfstoffen werden nicht erforscht

Alle drei Kinderärzte empfehlen, dass die Eltern selbst entscheiden sollten, wann und wogegen sie impfen. Viele Impfstoffe gibt es auch als Einzel-Impfung, so dass ein gezieltes Vorgehen möglich ist. „Dogmen haben beim Impfen keinen Platz“, sagte Dr. Martin Hirte. „Es gibt nicht nur ja oder nein, jedes Elternpaar muss selbst überlegen und entscheiden.“ Dies umso mehr, als sich die Empfehlungen ausschließlich auf Studien der Impfstoff-Hersteller stützen. „Es gibt keine unabhängige Impfstoff-Forschung – Impfungen sind hinsichtlich ihrer Sicherheit die am schlechtesten untersuchten Arzneimittel, die Risiken werden noch nicht einmal halbherzig erforscht. Es wird auch nicht gegen Placebo getestet, sondern immer nur ein neuer Impfstoff gegen einen alten, das würde man bei keinem Medikament durchgehen lassen.“ Welche Seren angeboten und welche Studien aufgelegt werden, entscheiden allein die Pharma-Konzerne.

Dies erscheint umso bedenklicher, als kaum ein anderes europäisches Land so früh so viele Impfungen empfiehlt wie die StIKo. „In den 19 Ländern Westeuropas gleicht keine Impfstrategie der anderen“, sagte Dr. Steffen Rabe. „90 Prozent der europäischen Kinder sind nicht nach den StIKo-Empfehlungen geimpft, es gibt beim Impfen – anders als bei vielen anderen medizinischen Verfahren – keinen internationalen Standard.“

Dieser Text ist eine leicht bearbeitete Presseaussendung des Veranstalters. Ich bin den drei Münchner Ärzten freundschaftlich verbunden und teile viele Ihrer Ansichten. Was auf der Veranstaltung in Hamburg gesagt wurde, weicht zwar vom medizinischen Mainstream ab, ist aber fachlich deutlich besser fundiert als der Großteil der Aussendungen von STIKO oder Paul Ehrlich Institut, die in vielen Bereichen bloß die Sichtweise der Impfstoff-Hersteller weiter geben. 
Bert Ehgartner

Info zur Veranstaltung: Mehr als 450 Eltern und Interessierte kamen am 11. November 2016 in Hamburg im Gebäude der Patriotischen Gesellschaft zusammen, um sich von drei erfahrenen Kinderärzten über Pro und Contra des Impfens informieren zu lassen. Dr. Martin Hirte, Dr. Steffen Rabe und Georg Soldner (alle aus München) plädieren seit vielen Jahren für eine individuelle, auf die Situation der Familie abgestimmte Impfentscheidung. Die Veranstaltung wurde organisiert von dem Bürger- und Patientenverband GESUNDHEIT AKTIV e. V., Berlin, in Kooperation mit der Victor Thylmann Gesellschaft, Hamburg.  (Fotos: Markus Köller, Die Lounge)



Montag, 29. August 2016

Sind Impfstoffe mit Aluminium wirklich sicher?

Immer wieder erscheinen Artikel, die sich der Sicherheit von aluminiumhaltigen Impfstoffen widmen. Etwa vom deutschen Paul Ehrlich Institut oder nun aktuell vom Allergologen und Kinderarzt Thomas Spindler, der sich weitgehend der Argumentation der Behörde angeschlossen hat. Beider Tenor: Es ist alles paletti, es gibt kein Problem! Da sich Dr. Spindler auf meine Arbeit bezieht (u.a. den Film "Die Akte Aluminium") und mir vorwirft "durch mehr oder weniger sachliche Meldungen über die Gefahren von Aluminium in Impfstoffen Ärzte und Patienten zu verunsichern", antworte ich ihm hier in einem offenen Brief. 



Sehr geehrter Herr Dr. Spindler,
ich nehme Bezug auf Ihre kürzlich veröffentlichte Übersichtsarbeit zur "Risikobewertung von Aluminium in Impfstoffen" 
Aus der Art und Weise, wie Sie Informationen sammeln, verkürzen und weitergeben, geht deutlich hervor, dass Sie selektiv jene Mitteilungen auswählen, welche keinerlei relevantes Risiko sehen und den Status Quo unverändert beibehalten wollen.
Ich mache Ihnen deshalb den Vorwurf, dass Sie mit dieser - in der Branche üblichen - Art der unkritischen Entwarnung dazu beizutragen, dass Behörden, Impfexperten und Wissenschaft weiterhin auf der faulen Haut liegen und dringend nötige Forschungsarbeiten zu offenen Fragen unbehandelt bleiben.
Dabei ergeben sich sogar aus Ihrer Zusammenstellung einige Punkte, die entweder unlogisch sind, oder zumindest Anlass zu eigenen Denkansätzen hätten geben können.
Beispielsweise diese:
• Sie erwähnen, dass laut europäischem Arzneibuch ein Grenzwert von 1,25 mg Aluminium pro Impfdosis festgelegt wurde. Warum erwähnen Sie das? Denken Sie, dass es sich dabei um einen Grenzwert handelt, der zur Sicherheit der Geimpften eingeführt wurde? An sich erschiene dies logisch. Zumindest fällt mir kein anderer vernünftiger Grund für die Festsetzung eines solchen Grenzwertes ein. Doch wenn dem so ist, so müsste gleichzeitig auch eine Begrenzung der Anzahl der Alu-haltigen Impfungen pro Arztbesuch angegeben werden - meinen Sie nicht? Derzeit ist es aber durchaus üblich, dass bei einem Arztbesuch zwei oder sogar drei solche Impfungen gleichzeitig gegeben werden.
Wenn nun die Babys die Sechsfachimpfung (Infanrix hexa) und eine Pneumokokkenimpfung (z.B. Synflorix) erhalten, so erhalten Sie bereits eine Aluminiumdosis über dem Grenzwert von 1,25 mg. Wenn dazu noch die Meningokokken-B Impfung Bexsero gegeben wird, wie von einigen Ärztegesellschaften empfohlen, so kommen Sie bereits auf eine Alu-Dosis von knapp 2 mg.
Ist Ihnen diese unlogische Art der Grenzwert-Regelung entgangen?
• Sie geben weiters die Stellungnahme des PEI wieder, wonach es laut Spontanerfassung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) kein Risikosignal aluminiumbedingter Toxizität nach Impfungen gäbe. Haben Sie sich mit der Methodik derartiger UAW-Erfassungen beschäftigt? - Wie sollte das Ihrer Meinung nach funktionieren, dass im Alltagsleben hier relevante Sicherheitssignale auffallen, wenn die große Mehrzahl der Kinder solche Impfungen erhält? Wenn es keinerlei gut durchgeführte Studien - z.B. mit einer Vergleichsgruppe von Kindern ohne Aluminium-Belastung gibt?
Nebenwirkungsmeldungen gibt es zur Genüge, wenn Sie sich z.B. die UAW Datenbank des PEI Instituts ansehen. Was macht Sie so sicher, dass diese Symptome in gleicher Häufigkeit auch in einer Gruppe von Kindern auftreten würden, die keine Alu-Impfstoffe erhält? Ihr Glaube ans Gute? Oder der Wunsch, dass nicht sein kann, was nicht sein darf?
Ihr Hinweis, dass es „keine guten wissenschaftlichen Studien oder Analysen“ gibt, welche eine Gefährung durch aluminiumhaltige Adjuvantien belegen, dreht den Spieß einfach um. Fordert also, dass anstelle eines Belegs der Sicherheit ein Beleg für das konkrete Risiko geliefert wird. Finden Sie das nicht allzu bequem? Laut Vorsorgeprinzip sollten eigentlich jene, die eine Therapie anbieten, umfassende Sicherheitsstudien vorlegen und nicht umgekehrt.
Verdachtsmomente, dass aluminiumhaltige Adjuvantien das Risiko z.B. auf die Entstehung von Autoimmunerkrankungen erhöhen, haben sich in den letzten Jahren jedenfalls in unzähligen Studien ergeben. (Siehe z.B. „Vaccines and Autoimmunity“ Hg. von Y. Shoenfeld et al.)
• Als letzten Punkt (neben zahlreichen anderen, die mir noch einfielen) möchte ich auf den von Ihnen angeführten Vergleich eingehen, dass die Alu-Dosis in Impfungen mengenmäßig von der über Lebensmittel, etc. aufgenommenen Menge an Aluminium weit übertroffen wird. Dass also - falls Aluminium überhaupt ein Risiko darstellt - Impfungen im Vergleich zur normalen Ernährung ein unbedeutendes Problem darstellen.
Wenn Sie diese Sichtweise teilen und verbreiten, so implizieren Sie, dass sich Aluminium, das oral aufgenommen wird, auf das Immunsystem gleich auswirkt, als solches, das injiziert wird.
Falls Sie das wirklich meinen, so könnten Sie ja mal den Seltbstversuch unternehmen, sich eine Wasser-Öl Emulsion (z.B. das komplette Freundsche Adjuvans) zu injizieren - und dieselbe Menge einem Studenten zu trinken geben. Ich denke, danach werden Sie die Gleichwertigkeit der oralen oder intramuskulären Applikation deutlich anders beurteilen.
Außerdem verfügt der Magen-Darm Trakt über ein evolutionär recht gut eingeübtes System zur Ausscheidung bzw. Durchleitung von Schadstoffen. Laut Studien verbleibt gerade mal höchstens ein Prozent der oral aufgenommenen Menge von Aluminium im Organismus. Bei der Injektion in den Muskel sind es hingegen zunächst mal 100 Prozent, welche in den Organismus gelangen. Wieviel davon - über welchen Zeitraum - ausgeschieden wird, ist bislang weitgehend unbekannt und unzureichend erforscht.
Warum tragen Sie mit Ihrer Arbeit wissentlich dazu bei, dieses Unwissen zu bewahren?
Aktuelle Publikation von Thomas Spindler (Allergologie, August 2016, S. 371-374) - PDF auf Wunsch 

Zum Abschluss noch eine Information zur Tätigkeit des „Al-ex Institut zur Wissensvermittlung im Umgang mit Aluminium“. Dort finden sich im Mitgliederbereich (Förderbeitrag 20 Euro pro Jahr) Listen mit den siliziumreichsten Mineralwässern, die in Supermärkten erhältlich sind. Den Gewinn aus dem Kauf der Mineralwässer streichen die Supermärkte bzw. die Herstellerfirmen ein. Das Al-ex Institut handelt weder mit Wasser noch werden Urintests angeboten wie Sie fälschlicherweise schreiben. Dass siliziumreiche Mineralwässer in der Lage sind, im Organismus vorhandenes Aluminium zu binden und über den Urin auszuscheiden, ist in der Literatur (siehe C. Exley et al.) hinreichend belegt,
freundliche Grüße,
Bert Ehgartner