Samstag, 24. Januar 2015

Propaganda am Impftag

Novartis, Pfizer, GSK, Sanofi Pasteur MSD: Die weltgrößten Impfstoff-Hersteller fungierten wie üblich als Sponsoren. Und am Podium wechselten sich die Experten mit Referaten ab, deren Titel von ihrer Tendenz her wenig Spielraum ließen. Die "Keynote Lecture" hieß: "Wie schaffen wir heute Bewusstsein zu impfen". Ein weiterer Vortrag: "Wie gehe ich mit Argumenten von Impfgegnern um". Die Impfpropaganda auf die Spitze trieb aber eine Mitarbeiterin des deutschen Paul Ehrlich Instituts.
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400 Ärzte lauschten den Impfreferaten beim österr. Impftag in Wien. Foto: grassl/zoom
Der Vortrag der Pharmazeutin Karin Weißer lautete "Aluminium - Das neue Gift?". Die Mitarbeiterin der deutschen Behörde ließ von Beginn an wenig Zweifel zu, wie diese rhetorische Frage zu beantworten ist.
Beim Aluminium-Forum des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), das im November in Berlin statt fand, hatte Weißer ihren Vortrag kurzfristig und ohne Angabe von Gründen abgesagt. Nun wetterte sie gegen "Aluminium-Horrormeldungen" und sprach die u.a. vom Al-ex Institut heftig kritisierten toxischen Wirkverstärker von jeglichen schädlichen Einflüssen auf die Gesundheit frei. "In den vergangenen Jahren gab es vor allem in deutschsprachigen Ländern immer wieder Aluminium-Horrormeldungen - von dadurch ausgelöstem Brustkrebs, Allergien, Schädigungen, die bis hin zur Auslösung von Morbus Alzheimer reichen sollen", wird Weißer in einer APA Aussendung zitiert. Doch: "Nichts davon ist bewiesen."
Schließlich kommt Weißer rasch zum eigentlichen Thema: Den Aluminiumsalzen, die in etwa zwei Drittel der Impfungen als Wirkverstärker (Adjuvantien) eingesetzt werden. Zunächst einmal sei die in Impfungen enthaltene Dosis sehr gering. "20 im Lauf eines Lebens erfolgende Impfungen tragen zur Speichermenge laut Schätzungen gerade mal 0,5 Milligramm Aluminium bei", erklärte Weißer. Das sei nur ein Hundertstel der Menge, die aus sonstigen Quellen - wie etwa Lebensmitteln - aufgenommen werde. 

Der einzige Zeuge
Wie kommt Weißer auf so eine Zahl, wenn bereits bei einem einzigen Impftermin für Babys zwischen 0,82 und 1,82 Milligramm Aluminium-Ionen verimpft werden? Auf Nachfrage erklärte Weißer, dass 98% des Aluminiums wieder ausgeschieden werde, nur 2 Prozent bleiben langfristig im Körper zurück. Als Beleg für diese Annahme nannte Weißer eine mehr als zehn Jahre alte Arbeit von Nicholas Priest, jenem britischen Toxikologen, der seit Jahrzehnten Gutachten im Auftrag der diversen Aluminium-Lobbys erstellt. (Priest war auch Sprecher der Alu-Industrie im Dokumentarfilm "Die Akte Aluminium", wo er z.B. die Opfer einer Aluminium-Kontamination in einem englischen Trinkwasser-Werk als Betrüger bezeichnete, welche es nur auf das Entschädigungs-Geld abgesehen hätten.).
Wenn man Weißers Angaben in der Medizinliteratur prüfen möchte, erlebt man große Überraschungen: Es gibt nämlich gerade mal eine Handvoll Arbeiten, welche die Frage untersuchen, was mit dem über Impfstoffe injizierten Aluminium passiert und wieviel davon ausgeschieden wird. Tatsächlich ist Nicholas Priest einer der wenigen Wissenschaftler, welcher hier Untersuchungen durchführte - und meines Wissens der einzige, der überhaupt eine Studie am Menschen dazu machte. Der Wiener Wissenschaftler René Fries, der (zusammen mit Sabine Gressler) für das österr. Gesundheitsministerium eine kritische Übersichtsarbeit zu Aluminium verfasste, fand daneben eine Arbeit an 2 (!) Kaninchen, wo diese wichtige Frage ebenfalls untersucht wurde. 
Sogar in diesen wenigen Arbeiten stellte sich klar heraus, dass die Rechnung von Weißer zumindest für Babys im ersten Lebensjahr keineswegs stimmen kann. Denn dort heißt es, dass Impfungen die bedeutendste Quelle für  die Aufnahme von Aluminium darstellen. Sie liegen - nicht wie von Weißer behauptet um das Hundertfache unter der Aufnahme von Nahrungsmitteln, sondern im Gegenteil: um das etwa Vierfache darüber. (Keith LS et al, Vaccine 2002).
Priests Studie, auf die sich Weißer in ihrem Vortrag beruft, hatte gerade mal einen einzigen Studienteilnehmer. Er erhielt Aluminium injiziert, das mit einem radioaktiven Marker kombiniert wurde. Priest fand, dass binnen 24 Stunden die Hälfte des injizierten Aluminiums über Stuhl und Harn ausgeschieden wurde. Nach 13 Tagen war noch 15 Prozent im Organismus, nach 1178 Tagen noch 4 Prozent. Die Frage ist, ob man Priests Experiment an einem einzigen Probanden überhaupt vertrauen kann. Weißer tut das zweifellos - und halbiert auch gleich noch die Restmenge von 4 Prozent, um auf ihren eigenen Wert von 2 Prozent zu kommen.

Flucht vor der wissenschaftlichen Konfrontation
Wenn Karin Weißer den Mut gehabt hätte, in Berlin beim BfR Forum aufzutreten, so hätte sie ihren Vortrag mit anwesenden kritischen Wissenschaftlern diskutieren müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie diese Auseinandersetzung - noch dazu in Anwesenheit von Presse und kritischer Öffentlichkeit - nicht führen wollte. Den in Österreich versammelten Impfexperten kamen meines Wissens keine kritischen Fragen über die Lippen und auch der anwesende APA Redakteur nahm Weißers Werbevortrag widerspruchslos hin. Seiner Aussendung gab er den Titel: "Impfstoffe: Entwarnung bei Aluminiumsalz-Zusatzstoffen".
Wir sehen also, wie das Paul Ehrlich Institut seine Aufgabe zur Prüfung der Sicherheit von Impfstoffen in der Realität wahr nimmt: Die kritische Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit wird verweigert. Stattdessen werden methodisch extrem schwache, von Industrievertretern erstellte Arbeiten vollkommen unkritisch als Wahrheit hin genommen. Das Risiko tragen die geimpften Babys.
Wiedermann-Schmidt
Ursula Wiedermann-Schmidt behauptet die Sicherheit der Alu-Impfstoffe, Foto: APA
Die österreichischen Impfexperten machen da keine Ausnahme. Ursula Wiedermann-Schmidt, die wissenschaftliche Leiterin der Tagung, sagte auf der Pressekonferenz zum Impftag, sie möchte bei Impfskeptikern vor allem die Gerüchte über allfällige Nebenwirkungen von Impfungen entkräften. Auf Platz eins der Vorbehalte rangiert laut Wiedermann-Schmidt Aluminiumhydroxid. "Dabei ist die durchschnittliche Aluminiumaufnahme von Erwachsenen über Nahrung 130 mal mehr als durch eine Impfung."
An dieser Aussage der Impfexpertin verwundert zweierlei: Zum einen die Gleichsetzung der Aufnahme über Essen mit einer Injektion ins Muskelgewebe. Der Magen-Darm-Trakt ist beim Durchschleusen von giftigen oder unverträglichen Bestandteilen aus der Nahrung ziemlich erfahren und gut gerüstet. Somit bleibt von oral aufgenommenem Aluminium laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) weniger als ein Prozent im Organismus zurück. Eine Impfung wird unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes direkt in den Muskel gespritzt. Deshalb werden zunächst einmal 100 Prozent im Körper aufgenommen.
Ob die oben zitierten Annahmen von Priest & Co. überhaupt stimmen, dass Aluminium so rasch von der Injektionsstelle verschwindet und ausgeschieden wird, ist höchst ungewiss. Ich persönlich habe Priest als Lobbyisten kennen gelernt, dem jeder Trick recht ist und traue ihm nicht.
Französische Untersuchungen der Forschergruppe um Romain Gherardi von der Universität Paris zeigten zudem in hunderten Muskel-Biopsien bei Patienten mit MMF (Makrophagische Myofasziitis), dass Aluminium-Depots an der Impfstelle oft noch nach vielen Jahren vorhanden sind. "Im Schnitt lagen die letzten Impfungen bei unseren Patienten 66 Monate zurück", erklärte mir dazu Prof. Gherardi. Es ist also höchst unseriös, oral aufgenommenes Aluminium mit injiziertem Aluminium gleich zu setzen.

Babys erhalten eine höhere Alu-Dosis als Erwachsene
Der zweite seltsame Aspekt in der Aussage von Wiedermann-Schmidt ist der Bezug auf Erwachsene. Denn in erster Linie sind es Babys, die ab einem Alter von drei Monaten den Impfprogrammen unterworfen werden. Wie sehr hier die Relationen verschwimmen zeigt der Grenzwert für Aluminium in Impfstoffen, der im Europäischen Arzneibuch für Erwachsene ebenso wie für Kinder mit 1,25 Milligramm pro Dosis angegeben wird. Bei einem Besuch beim Impfarzt bekommt ein drei Monate altes Baby, das die in Österreich üblichen Impfstoffe (Sechsfach- plus Pneumokokken-Impfung) erhält, eine Menge von 1,32 Milligramm Aluminium gespritzt. Wenn dann - wie es von einigen Impfexperten empfohlen wird - auch noch die neue Meningokokken-Impfung dazu verabreicht wird, steigt die Alu-Dosis auf 1,82 Milligramm an.
Niemand von den Impfexperten kommt auf die Idee, diese Vorgaben in Frage zu stellen. Niemand von den Impfexperten kommt auf die Idee, dass es höchste Zeit wäre, die wichtige Frage der Sicherheit und Ausscheidung von Aluminium auf seriöser Basis zu messen - mit deutlich mehr Probanden als einem Menschen und zwei Hasen.
Doch jeder der Impfexperten wundert sich, warum die Impfskepsis in der Bevölkerung ständig wächst.

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Samstag, 20. Dezember 2014

Was unsere Kinder chronisch krank macht

Am 6. Januar 2015 um 21:35 Uhr läuft im Programm von ARTE mein neuer Dokumentarfilm "Alte Freunde - Neue Feinde". In dieser 90-Minuten Doku gehen wir der Frage nach, warum in unserer Zeit von Frieden und Wohlstand immer mehr Kinder an chronischen Krankheiten leiden.


Zum Vorspann des Films: aufs Foto klicken.

Im Film geht es um den Einfluss von superhygienischen Lebensmitteln - die keinerlei Bakterien, dafür aber jede Menge Zusatzstoffe enthalten. Es geht um die vorsorgliche Verschreibung von Antibiotika sowie die nie zuvor so zahlreich verabreichten Impfungen. Alle diese Medikamente manipulieren und overrulen das kindliche Immunsystem - natürlich stets mit guter Absicht.

Ein Kernthema des Films ist die Entdeckung des humanen Mikrobioms - jenen Milliarden von Bakterien und sonstigen Mikroorganismen, die auf und in uns Leben.
Wir sind in Wahrheit ein Zoo und beherbergen einen Genpool, der unser eigenes Genom um das 150-fache übertrifft.

Mit Kameramann Christian Roth am Hafen von Jakarta (Foto stammt von Tonmeister Michael Hensel)
Die holländische Wissenschaftlerin Maria Yazdanbakhsh reist in entlegenste Gebiete Indonesiens, „um einen Blick auf Lebensumstände zu werfen, wie wir sie bei uns vor 200 Jahren vorfanden“. Wir begleiteten sie in die Region von Nangapanda auf der indonesischen Insel Flores. 


Mit Maria Yazdanbakhsh (Prof. für Parasitologie an der Univ. Leiden, NL) in Nangapanda

In den Dörfern rund um Nangapanda gibt es keine Toiletten, keine Wasserleitungen. Alle Kinder sind verwurmt und bleiben im Vergleich zu den Stadtkindern etwas im Wachstum zurück. Zivilisationskrankheiten wie Asthma oder Allergien sind hier jedoch vollständig unbekannt. 
Kinder präsentieren stolz eine eben erlegte Schlange

Starköchin Sarah Wiener unternimmt im Film den Versuch, Supermarktkekse nach zu backen und erlebt dabei schon bei den Zutaten eine Überraschung. Anstelle von Butter, Mehl und Eiern muss sie ihre Kekse „aus einem regelrechten Chemielabor“ zaubern. 
Hier erzählt sie über die Probleme mit Lebensmitteln aus dem Industrielabor:
Interview mit der kritischen TV-Köchin Sarah Wiener
Wir haben - denke ich - einen interessanten Film zu einem brisanten Thema hin gekriegt. Und ich würde mich sehr über Reaktionen  und Kritik hier im Blog freuen.
Also nicht vergessen: Am 6. Januar - um 21:30 Uhr ARTE einschalten. 


Sonntag, 30. November 2014

"Die chronische Aufnahme von Aluminium führt zu Alzheimer"

Mittwoch und Donnerstag fand in Berlin eine Konferenz des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zum Thema Aluminium statt, an der ich teilgenommen habe. Die weiteste Anreise hatte die Alzheimer-Expertin Judie R. Walton, Professorin an der University of New South Wales in Sydney. Sie präsentierte in ihrem Vortrag 20 Belege für die These, dass Aluminium die Alzheimer Krankheit auslöst. Basis ihres Vortrages ist ihr "Opus Magnum", ein Übersichtsartikel, der kürzlich im Journal of Alzheimer's Disease publiziert wurde. Die Arbeit ist 74 Seiten lang, bietet 488 Quellverweise in die wissenschaftliche Literatur und lässt im Titel keinen Raum für Zweifel: "Chronic Aluminium Intake Causes Alzheimer's Disease".
Walton JR BfR
Prof. JR Walton (r.) mit Moderatorin Dr. Adelheid Müller-Lissner vom Tagesspiegel, Foto: Ehgartner
Während ihres Vortrags zeigte Walton ein acht Minuten langes Video, in dem sie eine über drei Jahre geführte Fütterungsstudie mit Ratten dokumentierte. Die 30 Tiere erhielten drei verschiedene Dosierungen von Aluminium ins Trinkwasser gemischt, wie sie der unteren, der mittleren und der oberen Belastung entsprechen, welche US-Amerikaner über Nahrungsmittel aufnehmen. Einmal wöchentlich machte sie mit den Tieren einen standardisierten Gedächtnistest. Die Ratten mit der geringsten Alu-Dosis schnitten dabei im höheren Alter genauso gut ab, wie im mittleren. Das älteste Tier aus dieser Gruppe erreichte ein auf Menschenzeit umgerechnetes Alter von 105 Jahren. Im Video sieht man, wie die greise Ratte - obwohl an den Hinterbeinen bereits lahm - noch immer die richtige Stelle für das Futter findet. In der mittleren Gruppe versagten 20 Prozent beim Gedächtnistest, in der höheren Alu-Dosis waren es 70 Prozent.
Hier ein Interview mit Prof. Judie R. Walton zu ihren Thesen.
(Bert Ehgartner vom BfR Forum in Berlin)
Was ist Ihrer Ansicht nach die Ursache der Alzheimer Krankheit?
JR Walton: Die Ursache der Alzheimer Krankheit liegt in der chronischen Aufnahme von Aluminium. Das kann über Nahrungsmittel passieren, über Trinkwasser, über Kosmetikprodukte wie etwa die Antitranspirantien, über Impfungen die Aluminium-haltige Hilfsstoffe enthalten und  zahlreiche andere Produkte. Erwähnen möchte ich auch kontaminierte Luft in der Wohnumgebung oder einen Arbeitsplatz, wo man mit Aluminiumdämpfen oder Stäuben konfrontiert ist. Aluminium ist ein Nervengift und wir kennen ja bereits eine andere Form der Demenz - die so genannte Dialyse-Demenz – wo Aluminium eindeutig als Verursacher überführt worden ist.
Wie konkret kann man sich das vorstellen?
JR Walton: Sehr geringe Mengen von Aluminium reichern sich laufend im Hirngewebe an, speziell in jenen Regionen, wo auch die Gedächtnis-Verarbeitung passiert. Wenn das Gehirn diesem Neurotoxin 40 bis 50 Jahre ausgesetzt ist und dazu noch die normalen biologischen Alterungsprozesse greifen, so kann das in jene Veränderungen münden, welche wir als Alzheimer-Krankheit bezeichnen.
Kann der Anstieg nicht eine Folge dessen sein, dass die Menschen früher einfach nicht alt genug wurden, um überhaupt an Alzheimer zu erkranken?
JR Walton: Immer mehr ältere Menschen haben diese durchschnittliche Aluminium-Zeitspanne von 40 bis 50 Jahren mit erlebt. Bei genetisch empfänglichen Personen kann auch eine kürzere Periode ausreichen, um die Krankheit zu entwickeln. Doch wenn die Aluminiumdosis niedrig genug ist – auf einem Level wie in der vorindustriellen Zeit – so erreichen die Menschen ein hohes Alter ohne Anzeichen von Demenz.
Was sind die wichtigsten Resultate Ihrer Studien mit Ratten?
JR Walton: Ratten altern 35 mal schneller als Menschen. Wir sind also in der Lage, die Alzheimer entsprechende Demenz in Ratten binnen zwei bis drei Jahren zu erforschen, wofür wir beim Menschen viele Jahrzehnte brauchen würden. Wenn man es von der anderen Seite betrachtet, so leben wir alle inmitten eines Belastungs-Experiments, wo wir etwa über die Nahrungsmittel einer täglichen Dosis von 0,4 bis 1,6 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht ausgesetzt sind. Die Rattenstudien zeigen uns, dass die Sicherheitszone sehr eng ist. Eine fiktive Person, die als Baby Muttermilch erhalten hat anstelle der Aluminium-belasteten Ersatzmilch, die keine Alu-haltigen Impfungen bekommen hat, keine Alu-haltigen Medikamente nimmt, deren Trinkwasser-Belastung unter 0,02 mg pro Liter liegt, die sich von frischen Nahrungsmitteln ernährt, welche selbst zubereitet oder gekocht werden, die keine Alufolie verwendet und auch keine Alu-Deos – so eine Person wird mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals an Alzheimer erkranken. Menschen, welche diese Regeln brechen – und das sind fast alle hier unter uns – entwickeln hingegen nach einigen Jahrzehnten ein konkretes Alzheimerrisiko.
Wie ist ihr Ratten-Experiment im Detail abgelaufen?
JR Walton: Das erste Jahr über haben wir alle Tiere mit einer Aluminium-armen Diät gefüttert, damit sich ihr Gehirn normal entwickeln konnte. In dieser Zeit trainierten wir sie mit einem der üblichen Standard-Gedächtnistests. Als die Tiere ein Jahr alt waren, haben wir sie verschiedenen Gruppen zugelost, die fortan mit dem Trinkwasser Aluminium in drei Dosierungen aufnahmen. Die Menge haben wir nach dem unteren, dem mittleren und dem oberen Gehalt bemessen, wie es der durchschnittlichen menschlichen Ernährung entspricht. Das haben wir bis zum Lebensende der Ratten so beibehalten.
Und was waren die Unterschiede?
JR Walton: Körperlich blieben die meisten Tiere gesund, aber die Mehrzahl der Tiere in der Gruppe mit der höchsten Aluminium-Dosis verloren ihr Kurzzeit-Gedächtnis. Ab einem Alter von 28 Monaten war kein einziges Tier aus dieser Gruppe mehr in der Lage, den Gedächtnistest zu machen. Langzeit-Experimente mit Ratten werden oft im Alter von 23 Monaten – das entspricht einem Menschenalter von 70 Jahren – abgebrochen. Unsere Laborratten starben meist an Altersschwäche. Das älteste Tier wurde 36 Monate alt, was einem Menschenalter von 105 Jahren entspricht.
Die Resultate Ihrer Studien stimmen nicht mit anderen Studien überein, wo teils viel höhere Dosen an Aluminium verwendet wurden.
JR Walton: Das liegt daran, dass sich Aluminium unterschiedlich auswirkt, je nachdem ob sie hohe oder niedrige Dosen einsetzen. Es kommt sehr auf die Dauer einer Exposition an, weil sich die Konsequenzen gegenseitig verstärken können. Wenn sie den Tieren höhere Dosen geben, so haben sie den kognitiven Schaden schon im jungen Alter. Das gleicht eher einer Vergiftung. Bei einer niedrigen Aluminiumdosis beobachten wir hingegen eine lange Vorlaufphase, die weitgehend symptomfrei ist. Unsere Arbeit gleicht eher den epidemiologischen Studien beim Menschen, die gezeigt haben, dass die Bevölkerung in einem Trinkwasser-Gebiet mit hohem Aluminiumgehalt ein höheres Alzheimerrisiko hat.
Allgemein heißt es, dass die Ansicht vor 20 Jahren widerlegt worden ist, dass Aluminium die Alzheimer Krankheit verursacht.
JR Walton: Dieses Statement wird heute noch genauso verbreitet wie vor 20 Jahren. Ich lade alle ein, meine 16 publizierten Studien zu diesem Thema zu lesen, dann können Sie ja entscheiden, ob Sie das noch immer glauben.
Erst kürzlich sind zwei Übersichtsartikel publiziert worden, welche behaupten, dass die Aluminiumhypothese zur Erklärung der Alzheimer-Erkrankung tot ist.
JR Walton: In meiner aktuellen Übersichtsstudie gehe ich derselben Frage nach und komme zu einem diametral gegensätzlichen Resultat. In meiner Arbeit zitiere ich beinahe 500 wissenschaftliche Quellen zur Neurotoxizität von Aluminium und seinen Effekten. Ich fühle mich recht sicher mit meiner Position, dass die Aluminiumhypothese mehr denn je am Leben ist und die Waagschale der Evidenz ein recht eindeutiges Ergebnis liefert.
Es heißt, dass sich Aluminium erst später im Gehirn anreichert, nachdem der Schaden schon angerichtet ist.
JR Walton: Diese Ansicht ist extrem fadenscheinig.  Aluminium gelangt auf verschiedene Arten in Nervenzellen des Gehirns, wo es sich akkumuliert und die Zellfunktion stört. Ich habe diesen Vorgang in sechs Stadien eingeteilt, die einen zeitlichen Verlauf haben und in verschiedenen Zellen ähnlich ablaufen. Irgendwann ist aber immer der Punkt erreicht, wo die zellulären Reparaturmechanismen und deren  Fähigkeit zur Kompensation den angerichteten Schaden nicht mehr ausgleichen kann und die Zelle ihre Funktion verliert.
Kupfer und Eisen werden ebenfalls als mögliche Auslöser der Alzheimer-Krankheit diskutiert. Was halten Sie davon?
JR Walton: Kupfer und Eisen sind essentielle Spurenelemente, die im Organismus die verschiedensten wichtigen Funktionen erfüllen. Diese Metalle unterliegen strengen Kontrollmechanismen. Es gibt Proteine, welche die Aufgabe haben, sie einzufangen und an sicheren Orten zu lagern, wenn sie einen bestimmten Grenzwert übersteigen. Aluminium ist nicht essentiell. Es wird für gar nichts im Körper gebraucht – und sowohl bei der Alzheimer Krankheit als auch bei Dialysedemenz oder der Knochenerweichung finden sie stets hohe Aluminiumspiegel im Serum.
JR Walton  Don Bryson-Taylor
Prof. Judie R. Walton mit Partner Don Bryson-Taylor, Foto: B. Ehgartner

Das Interview ist auf der Seite des Al-ex Institut erschienen wo auch noch eine Reihe anderer Artikel zum BfR Forum zu lesen sind.
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Sonntag, 31. August 2014

HPV Impfungen in der Schule: Schutz oder Gefahr?

Grimmig schaut das Mädchen, fröhlich der Bub: als Ritter verkleidet werben sie in der Kampagne des österreichischen Gesundheitsministeriums für die seit heuer kostenfrei angebotene Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV). "Wir be-schützen uns!" 
Doch ist dem wirklich so? Dass die Impfung das Immunsystem gegen die Viren scharf macht, ist unbestritten. Von einem künstlich aggressiv gemachten Immunsystem kann jedoch eine weitaus größere Gefahr ausgehen, als von den im Normalfall vollständig harmlosen Viren.



In Österreich wird Gardasil, der Weltbestseller des US-Konzerns Merck für Kinder der 4. Schulstufe kostenfrei im Rahmen des bestehenden Impfprogramms angeboten. Die Impfung soll gegen einige der Krankheiten schützen, die mit humanen Papillomaviren assoziiert sind. Dazu zählt vor allem Krebs am Gebärmutterhals (Zervix) und dessen Vorgänger- und Frühformen, sowie Genitalwarzen. Da die Viren vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, wird die Impfung für beide Geschlechter angeboten.


Viele offene Fragen

Von den humanen Papillomaviren gibt es rund 100 unterschiedliche Typen. Sie zählen zu den Herpesviren und sind normalerweise harmlos. Gardasil richtet sich gegen vier Virentypen, davon zählen zwei zu den so genannten Hochrisikotypen (Typ 16 und 18). Doch auch mit diesen Typen werden 80 Prozent der Menschen zumindest zeitweilig besiedelt. Und bei fast allen verschwinden die Viren wieder. Weil sie jedoch überproportional oft bei Krebspatienten gefunden werden, gelten die Viren als wahrscheinliche Auslöser des Krebsgeschehens.

Wie es sich auswirkt, wenn das Immunsystem gegen einzelne Virentypen scharf gemacht wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Bei anderen ähnlichen Impfkonzepten kam es zu einer Verdrängung (z.B. bei der Pneumokokken-Impfung). Andere Typen übernahmen die Rolle der "weg-geimpften" Keime und wurden selbst zu Hochrisikotypen. Dass dieser "Replacement Effekt" auch bei der HPV-Impfung auftreten wird, ist recht wahrscheinlich. Eine weitere Sorge von Impfskeptikern ist die Verschiebung des Virenkontaktes in ein höheres Alter mit einem möglichen höheren Krebsrisiko.

Bereits 2008 haben 13 angesehene deutsche und österreichische Wissenschaftler ein kritisches Manifest veröffentlicht, in dem sie die offenen Fragen ansprechen, die vor einer öffentlichen Impfempfehlung der deutschen STIKO (Kommission der Impfexperten am Berliner Robert Koch Institut) zu klären gewesen wären. Die STIKO hielt jedoch an ihrer Empfehlung zur HPV Impfung fest. Deren Vorsitzender, der Mainzer Kinderarzt Heinz Joseph Schmitt - wechselte wenig später auf einen Vorstandsposten bei einem großen Impfstoff-Konzern.

In Österreich dauerte es etwas länger, bis sich die HPV-Lobby mit ihrer Forderung nach einer öffentlich finanzierten Impfkampagne durchsetzen konnte. Doch nun ist es auch hier so weit:
Kinder zwischen 9 und 12 Jahren werden zweimal geimpft. Bei älteren Kindern wird eine dritte Dosis gegeben, weil die Immunantwort mit steigendem Alter schwächer wird. Wie lange die Wirkung anhält und ob Auffrischungen nötig sind, kann derzeit noch niemand sagen. Nachdem der Großteil der Krebs-Todesfälle im Alter zwischen 50 und 80 Jahren auftritt, müsste die Wirkung aber viele Jahrzehnte anhalten. Es käme einem Wunder gleich, wenn dafür keine späteren Booster-Impfungen empfohlen würden. Zumindest die Marketing-Abteilungen der Herstellerfirmen werden wohl kräftig in diese Richtung drängen.


Mangelnde Aufklärung über Risiken

Eltern müssen vor der Impfung ein Formular unterschreiben. Die Aufklärung über Nebenwirkungen der Impfung beschränkt das Ministerium auf häufige (1 bis 10%) bzw. sehr häufige (tritt bei mehr als 10% der Impfungen auf) Vorfälle. Sehr häufig sind Schwellungen an der Einstichstelle sowie Kopfschmerzen. Als häufige Nebenwirkungen werden ein Bluterguss an der Einstichstelle, Fieber, Übelkeit und Gliederschmerzen genannt. Gerade eine einzige seltenere Nebenwirkung - nämlich Urtikaria (Nesselsucht) wird angeführt. Dabei handelt es sich um eine allergische Reaktion, welche ein stark juckendes Ekzem hervorrufen kann. Die Nesselsucht kann chronisch - also dauerhaft - oder vorübergehend auftreten.

Keine Informationen gibt das Bundesministerium über die selteneren Nebenwirkungen, welche z.B. in der US-Fachinformation zu Gardasil angeführt werden. Da wird über Vorfälle berichtet, welche unter den Teilnehmern der Zulassungsstudien beobachtet wurden. Besonders Besorgnis erregend sind hier die Krankheiten mit autoimmunem Hintergrund, wie etwa rheumatoide Arthritis, Diabetes Typ 1 oder Autoimmunstörungen der Schilddrüse. Insgesamt sind bei 2,3 Prozent der Teilnehmerinnen solche und andere neu aufgetretenen Krankheiten beobachtet worden.


Tricks von Merck gingen bei Behörden durch

Bei Gardasil - wie auch beim Konkurrenzprodukt Cervarix (von GlaxoSmithKline) - wurden neu entwickelte verstärkte Aluminiumverbindungen eingesetzt, um das Immunsystem in die für nötig erachtete Angriffsstimmung gegen die Viren zu versetzen. Diese Wirkverstärker (Adjuvantien) lösen an der Einstichstelle Zellschäden und Entzündungen aus - und versetzen das Immunsystem im gesamten Organismus in höchste Alarmbereitschaft.
Weil aus verschiedenen Studien bekannt ist, dass es dabei zu überschießenden Immunreaktionen (Allergien) oder auch zu autoaggressiven Störungen kommen kann, sind solche Zusatzstoffe besonders problematisch. Der Großteil der unerwünschten Impfreaktionen kommt von diesen toxischen Chemikalien.
Die tatsächlichen Wirkstoffe der HPV-Impfung - die abgetöteten Humanen Papillomaviren - sind sowohl von ihrer Menge als auch von ihrem Nebenwirkungsrisiko dem gegenüber vollständig vernachlässigbar. Ohne die Zugabe von Aluminium würde das Immunsystem auf diese Virentrümmer wenig bis gar nicht reagieren. (Das Immunsystem reagiert schon auf die lebenden humanen Papillomaviren sehr zurückhaltend, hält diese nicht wirklich für gefährlich. Deshalb brauchte es die verstärkten Alu-Verbindungen, um es scharf zu machen.)

Um die durch die neuartige Alu-Verbindung ausgelösten Nebenwirkungen und Schäden zu vertuschen, griff der US-Konzern Merck beim Design der Zulassungsstudien zu einem Trick. Es gehe schließlich darum, den Wirkstoff zu testen - verlautbarten die PR Strategen von Merck - deshalb könne man die Alu-Verbindung ruhig auch der Placebogruppe verimpfen.
Merck schlug also vor, die eine Gruppe mit Gardasil zu impfen und der Kontrollgruppe eine Placeboimpfung zu geben, welche alle Inhaltsstoffe von Gardasil - minus der Virentrümmer - enthielt. Die Kontrollgruppe der Mädchen und jungen Frauen sollte also mit der neuartigen verstärkten Aluminiumverbindung geimpft werden, für die keinerlei Sicherheitstests am Menschen vorlagen.

Was die Behörden getrieben hat, dem zuzustimmen, ist mir vollständig rätselhaft. Möglicherweise handelte es sich ja um ganz profane Bestechung.
Jedenfalls wurde die Zulassungsstudie nach diesem Design durchgeführt und es gab - Überraschung - sowohl in der Gardasil - als auch in der Kontrollgruppe - exakt gleich viele Nebenwirkungen.


Was für Deos gilt soll für Impfungen nicht gelten?

Im Juni 2014 präsentierte Gesundheitsminister Alois Stöger eine große Studie zum Einsatz von Aluminium in "körpernahen Anwendungen". Stöger riet dazu, "vorsorglich auf Produkte zu verzichten, die Aluminium enthalten."
Damit waren vor allem Kosmetikprodukte gemeint.

Warum allerdings warnt Stöger vor aluminiumhaltigen Mitteln, die auf die Haut aufgetragen werden - sieht aber keinerlei Problem bei Mitteln, die unter die Haut - tief ins Muskelgewebe - injiziert werden?

Und warum gibt es anscheinend niemand im Ministerium, der sich um die Sicherheit der für Schulkinder empfohlenen Arzneimittel sorgt?
Keine Reaktion kam dazu auch von Stögers Nachfolgerin an der Spitze des Gesundheitsministeriums, der Kinderärztin Sabine Oberhauser.

Stattdessen wird ein problematisches Arzneimittel von einem Staat zum anderen durch gewunken und für Kinder und Jugendliche frei gegeben, nachdem die Hürde der Zulassungsbehörden - mit welchen Tricks auch immer - genommen wurde.


Ständig Meldungen zu gefährlichen Nebenwirkungen

Hier im Blog habe ich schon mehrfach über die mangelnde Sicherheit der HPV-Impfstoffe geschrieben. Zuletzt als die japanische Regierung ihre Impfempfehlung wegen einer Serie schwerer Nebenwirkungen zurück zog.
Gardasil führt in den meisten Melderegistern die Liste der Nebenwirkungen in der jeweiligen Altersgruppe mit großem Vorsprung an.
Zur Zeit gibt es wieder neue beunruhigende Meldungen aus Kolumbien. Sie betreffen eine Serie von Nebenwirkungen. Die Regierung in Bogota hatte im August 2012 die generelle HPV-Impfung beschlossen. Nun sind im Norden Kolumbiens in einer Stadt mehr als 200 Mädchen nach der Impfung erkrankt. Sie leiden an Kopfschmerzen, Taubheitsgefühlen in den Händen und verlieren immer wieder das Bewusstsein. Alle Mädchen waren zuvor mit Gardasil geimpft worden. Ob es sich um Probleme mit einer Charge des Impfstoffs handelt, oder ob die Häufung sonstige Ursachen hat, ist derzeit noch nicht geklärt.


Gebärmutterhalskrebs ist vergleichsweise selten

Laut dem letzten verfügbaren Jahresbericht der Statistik Austria starben im Jahr 2012 insgesamt 9.553 Frauen an Krebs. Angeführt wird das Risiko von Brustkrebs (1.528 Todesfälle) und Lungenkrebs (1.357), als nächstes folgen Darmkrebs (1.001) und Bauchspeicheldrüsenkrebs (836). Das Zervixkarzinom ist ein eher seltenes Risiko mit 146 Todesfällen.
Seltsamerweise behauptet die Informationsseite des Gesundheitsministeriums, dass es sich dabei um die zweithäufigste Krebsform und die dritthäufigste Todesursache handelt.

Das Risiko, am Zervixkarzinom zu sterben, ist in der Bevölkerung sehr ungleich verteilt. Arme und bildungsferne Bevölkerungsgruppen, vor allem Zuwanderer, sind stärker betroffen. Neben dem Sozialstand sind Rauchen, Drogenkonsum und häufig wechselnde Partnerschaften weitere Risikofaktoren. Im Lauf der letzten Jahrzehnte ist das Sterberisiko stark zurück gegangen - seit der Jahrtausendwende stagniert es jedoch auf einem Niveau von 120 bis 180 Todesopfern. Die Neuerkrankungen pro Jahr gingen von rund 600 Fällen auf weniger als 400 Fälle zurück.


Kaum Todesfälle in Finnland

In Ländern wie Finnland oder den Niederlanden wurde ein staatlich organisiertes Screening eingeführt. In diesen Länden werden alle Frauen zu einem auf höchstem Qualitätsniveau durchgeführten Gebärmutter-Abstrich eingeladen. Diese Abstriche werden von eigens ausgebildeten Hebammen und Krankenschwestern entnommen und in Zentral-Labors von erfahrenen Spezialisten ausgewertet. Wenn die Befunde unauffällig sind, ist der nächste Abstrichtermin erst wieder nach drei bis fünf Jahren nötig. Mit diesem staatlich organisierten Programm gelang es die Todesfälle auf weniger als die Hälfte der Zahlen in Deutschland oder Österreich zu reduzieren. - Ganz ohne HPV Impfung.


Ärzte-Lobbys verhindern lebensrettendes Früherkennungs-Programm

In Deutschland und Österreich haben bislang die Lobbys der Gynäkologen, Chirurgen und Laborärzte die Einführung eines solchen Leben rettenden Programms verhinderten. Da machen weiter die Gynäkologen nach Gutdünken - und meist jährlich - ihre Abstriche, die in einem von vielen - nicht spezialisierten Laboren - ohne Qualitätssicherung ausgewertet werden. Das Resultat ist eine enorme Übertherapie mit viel falschem Alarm und enormen Fallzahlen bei Konisationen (chirurgische Eingriffe an der Gebärmutter, welche u.a. das Risiko von nachfolgenden Fehlgeburten erhöhen). Trotz dieser oftmals unnötigen Eingriffe ist gleichzeitig die Qualität der Abstriche so schlecht, dass bestehende Tumoren häufig übersehen werden.
Ein weiterer ungünstiger Effekt dieses "wilden Screenings" ist die schlechte Erfassung der Riskogruppen, weil es kein Einladungssystem gibt. Jene, die gesundheitsbewusst sind - und ohnehin ein enorm geringes Krebsrisiko haben - werden übertherapiert. Frauen aus sozial schwachen Gruppen - darunter viele Migranten - die seltener zum Arzt gehen, werden gar nicht erst untersucht.
Während in Finnland in den meisten Jahren gar keine Todesfälle bei Frauen im Alter unter 50 Jahren auftreten, sterben in Österreich jährlich mehrere Dutzend jüngere Frauen aus dieser Altersgruppe.


Impfexperten als bezahlte Lobbyisten

Ginge es in der Gesundheitspolitik um logische sachliche Entscheidungen, die zum Wohl der betroffenen Menschen nach bestem Wissen getroffen werden, so gäbe es bei der Vermeidung des Zervix-Karzinoms nur einen vernünftigen Weg: Aus den Erfahrungen Finnlands zu lernen und ein organisiertes Qualitäts-gesichertes Früherkennungs-Programm zu schaffen.
Das wäre - bei wirklichem Willen - sofort umsetzbar und würde den Frauen auch sofort helfen. Die Niederlande und Großbritannien sind Finnland nachgefolgt und haben den Leidensdruck beim Zervix-Karzinom stark und dauerhaft reduziert.

In Deutschland und Österreich wird hingegen eine zynischer Doppelstrategie forciert: Zum einen behalten die Gynäkologen ihre guten Einnahmen durch wildes Screening auf tiefem Niveau - mit teils grauenhaften Folgen für die betroffenen Frauen.
Zum anderen wird eine Menge Geld investiert, um mit der Impfung von 9-jährigen ein Risiko zu bekämpfen, das erst in vielen Jahren schlagend wird.
Ob diese Impfung jemals dazu beitragen wird, das Krebsrisiko in einigen Jahrzehnten zu reduzieren, weiß heute niemand. Es gibt bisher noch keine Erfahrungen, wie lange die Impfung wirkt - und ob spätere Booster-Impfungen etwas bringen.
Dafür handeln wir uns das konkrete Risiko ein, dass die Zahl der Autoimmunerkrankungen und Allergien bei den geimpften Kindern und Jugendlichen weiter ansteigt.

Einzige Profiteure sind die Herstellerkonzerne und die so genannten Impfexperten, welche in der Öffentlichkeit die um die Gesundheit der Kinder besorgten Mediziner vorspielen - sich aber in Wahrheit für eine Stange Geld als Lobbyisten der Industrie einspannen lassen.

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