Montag, 4. Oktober 2021

Was schützt besser: Impfung oder Infektion?

Nimmt man die Situation in Deutschland, scheint die Antwort klar: 6 Monate nach einer Covid-Infektion verlieren Genesene ihren Status - und fallen wieder in die Kategorie „ungeimpft“. Sogar dann, wenn reichlich Antikörper vorhanden sind. 

Für das neue Format von OVALmedia "Numbers" habe ich Folge #02 (mit)gestaltet. Wir untersuchen, ob die aktuell praktizierte Politik den Kontakt zur wissenschaftlichen Realität verloren hat.  Das Test-Resultat - soviel vorweg - ist leider positiv.




Politische Hardliner bringen Sportvereine mit 2G-Regeln unter Druck

Die Wiener 2G-Willkür betrifft die Sportvereine massiv. Friedhofsstimmung herrschte am Sonntag im Stadion von Rapid obwohl die Wiener gegen WSG Tirol mit 5:2 siegten. Die treuesten Fans haben aus Protest gegen 2G das Heimspiel boykottiert, der Rapid-Block auf der Südtribüne blieb nahezu leer.  

Fans bleiben weg - auch die Sportler stehen unter Druck (Bericht)


Wissenschaftlich ist die 2G Regel nicht begründbar, denn zum einen ist das Ansteckungsrisiko im Freien minimal. Zum zweiten wäre es auch nicht schlimm, wenn sich junge Menschen außerhalb der Risikogruppe mit Corona infizieren, zumal die natürliche Immunität der künstlichen Impf-Immunität bei weitem überlegen ist

Zum dritten würden bei der bisher laut offiziell gültiger Covid-Verordnung praktizierten 3G-Regel  ja ohnehin nur negativ Getestete zugelassen. 

Es handelt sich also um reine Schikane, um den Impfdruck zu erhöhen. 

Viele nicht so prominente Sportvereine sind gleichermaßen betroffen. SpielerInnen, die sich nicht impfen lassen möchten, werden ausgeschlossen, oder bleiben von sich aus weg. 

Im Sommer brachte der Wiener Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker sogar die 1G-Regel ins Spiel. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sympathisierte sogleich damit, zumal die Modellierer im August noch eine gewaltige Welle vorhergesagt haben. Obwohl die Welle ausblieb, geistert Hackers 1G-Aussage nach wie vor noch durch die Sportvereine. Sie werde bald kommen, erfahren z.B. die SpielerInnen in Wiener Volleyball-Vereinen. Auch Genesene müssten sich dann nochmal impfen lassen.

Viele Vereine haben bereits im Zuge der Lockdowns und des Indoor-Sportverbots ganze Jahrgänge verloren. 

Nun werden Sie auch noch für die Impfpropaganda missbraucht.

Die Rapid-Ultras setzen hier ein starkes Zeichen der Solidarität, das Respekt verdient.

Dienstag, 28. September 2021

Abstimmung zur Impfpflicht

 Ein sehr interessantes Experiment: Dieselben Proponenten starten zwei Volksbegehren: eines für eine Covid-Impfpflicht ("Notfalls JA!") - eines gegen eine Impfpflicht ("Striktes NEIN!"). 

Das Resultat spiegelt nun die Interessenslage in der Bevölkerung wider: 65.729 stimmten für die Impfpflicht, 269.391 dagegen. 

Dies sollten sich speziell jene Politiker vor Augen halten, die sich derzeit alle möglichen Schikanen einfallen lassen, um zögerliche Jugendliche und gesunde Erwachsene außerhalb der Risikogruppen zur Impfung zu drängen. 

  • Wer bei PflegerInnen, bei LehrerInnen oder Kindergarten-PädagogInnen den Zwang weiter hoch schraubt, ist mitverantwortlich für eine Massenflucht aus diesen Berufen. 
  • Wer in den Schulen weiterhin den Selbst-Test-Wahn mit toxischen Chemikalien anordnet, braucht sich über die vielen Abmeldungen vom Schul-Unterricht nicht zu wundern.
  • Wer in Sport oder Kultur nur noch 2G zulässt - oder sogar, wie man das von Wien hört, mit 1G sympathisiert, bekommt bei den nächsten Wahlen die Rechnung präsentiert. 

Es gibt einen relativ hohen Anteil an Menschen in Führungspositionen (Politik, Ärztekammern, Behörden,...), die charakterlich nicht in der Lage sind, sich zurückzuhalten, wenn sie sich auf Seiten der Mehrheit wähnen. Sie versuchen dann ihre Sicht der Dinge mit Zwang durchsetzen. Sie fühlen sich vollständig im Recht und lassen ihren diktatorischen Fantasien freien Lauf, um die Unbelehrbaren notfalls mit Gewalt auf Linie zu bringen. 

Kritische Reflexion ist ihre Sache nicht. Es sind Fanatiker. Und der gesellschaftliche Scherbenhaufen, den sie anrichten, ist ihnen vollständig egal.

Deshalb sei allen Menschen in Führungspositionen dringend geraten, diese Fanatiker in ihren Reihen in die Schranken zu weisen. Auch wenn das Zivilcourage braucht.

Freitag, 3. September 2021

Covid: Bereits 40% Impfdurchbrüche in Deutschland

Laut Wochenbericht des Robert Koch Instituts vom 2. September befinden sich unter den aktuellen Covid-Erkrankungen bei Menschen im Alter über 60 Jahren erstmals mehr als 40% vollständig geimpfte. Seit Anfang August – als der Anteil noch bei 27,5% lag – sind die Impfdurchbrüche  demnach dramatisch gestiegen. Damit wiederholen sich in Deutschland die Erfahrungen anderer Länder, wo ebenfalls ein starker Abfall der Wirksamkeit der Impfungen beobachtet wurde. 

Wenn Sie den Inhalt dieses Artikels lieber als Video sehen: Hier geht es zu "Numbers 01"

Jeden Donnerstag veröffentlicht das Robert Koch Institut einen ausführlichen Wochenbericht zur aktuellen Lage der Pandemie und der Gegenmaßnahmen. Gestern dauerte es ziemlich lange, erst spät abends war der Bericht online. Und die Nachrichten waren nicht sonderlich gut. 

Sowohl in der Altersgruppe 60+ als auch bei den 18-59jährigen ist der Anteil der Impfdurchbrüche neuerlich gestiegen. 


Der nachlassende Infektionsschutz der Covid-Impfungen wird angesichts einer Flut internationaler Daten mittlerweile nicht mehr geleugnet. Allerdings manchmal recht gut getarnt: Österreichs Behörde AGES gibt zum Beispiel keine aktuellen Vergleichsdaten an, sondern nennt die Impfdurchbrüche immer im Verhältnis zur Gesamtzahl der bisher aufgetretenen Covid-Fälle. Die 2.871 registrierten Impfdurchbrüche entsprechen laut Behörden demnach einem Anteil von lediglich 1,91%. Und das klingt deutlich besser als die aktualisierten deutschen Zahlen, die sich jeweils auf den Vormonat beziehen.


Impfpropaganda ersetzt seriöse Information

Weiterhin aufrecht bleibt die Behauptung, dass die Impfung nach wie vor großartig vor schweren Verläufen und Hospitalisierung schützt. 

Auf der Facebook-Seite der deutschen Bundesregierung wurde am 25. August folgende Graphik gepostet: 

Irreführende Impfpropaganda by Bundesregierung

Der Anteil der Impfdurchbrüche wird hier bei den stationär behandelten Fällen mit 8,1% (261 Fälle von 3.235) angegeben, auf den Intensivstationen mit 5,5% (17 Fälle von 309).

Damit ergibt sich - allein über die optische Aufmachung - der Eindruck einer überragenden Schutzwirkung der Impfung. Ungeimpfte, so die Botschaft der Bundesregierung, belegen mehr als 90% der Betten auf den Covid-Stationen der Krankenhäuser. 

Tatsächlich ist die Graphik jedoch sehr manipulativ, weil der rote Kreis nicht aufgeschlüsselt wird. Es wird suggeriert, dass dies die Ungeimpften seien. Doch hier sind auch die unvollständig geimpften inkludiert, ebenso wie Personen, zu denen keine Informationen über den Impfstatus erhältlich waren. Ein erschütterndes Beispiel öffentlicher Informationspolitik, das purer Impfpropaganda gleich kommt.

Wie unplausibel die Daten sind, erkennt man an einem Vergleich zum August des Vorjahres, als bei einer Impfquote von 0% deutlich weniger Intensivbetten (im Schnitt rund 240) belegt waren als heuer. 

Wären Ungeimpfte tatsächlich so gefährdet, wie mit obiger Graphik suggeriert wird, hätten im Vorjahr nicht weniger, sondern deutlich mehr Patienten auf den Intensivstationen liegen müssen. 

Diesen Artikel gibt es auch als Videobeitrag


Impf-Optimismus vs. Realität

Nur eine Woche nach dem Facebook-Posting der Bundesregierung finden sich im aktuellen RKI Bericht über den Monat August (Stand vom 1. September 2021) ganz andere Zahlen:

Bei den über 60-jährigen Patienten auf Normalstation wird der Anteil der Impfdurchbrüche bereits mit 18,8% angegeben. Auf Intensivstationen liegt er bei 15,9%. Der Anteil der Patienten, die an einem wahrscheinlichen Impfdurchbruch verstorben sind, wird mit 26% angegeben.

Und auch diese Zahlen können zu impf-optimistisch sein und täuschen, erklärt das RKI im Kleingedruckten: "Da die Angaben zu den Impfungen der COVID-19-Fälle teilweise unvollständig sind und somit eine Untererfassung der geimpften COVID-19-Fälle wahrscheinlich ist, wird die Wirksamkeit der Impfstoffe eher überschätzt", heißt es im Bericht. Auch das unterschiedliche Testverhalten bei Geimpften und Ungeimpften (die viel häufiger getestet werden) sei eine mögliche Fehlerquelle. 

Und schließlich ist auch noch die Definition von "Impfdurchbruch" relevant: Laut RKI gilt ein Impfdurchbruch nämlich nur dann als solcher, wenn eine Covid-typische Symptomatik vorliegt. Ist eine Person zwar im Test positiv, hat aber keine Symptome, wird sie demnach nicht als Impfdurchbruch gewertet. Wo solche Fälle dann allerdings mitgezählt werden, bleibt ein Geheimnis.


Ausschnitt aus dem RKI 'Wochenbericht'

Geimpfte als "Tarnkappen-Bomber"

Der Virologe Alexander S. Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) hält es unter diesen Umständen für unverantwortlich, Geimpfte zu bevorzugen und Ungeimpfte – etwa durch die 2G-Regel – von öffentlichen Aktivitäten auszuschließen. 

"Während die häufig proklamierte 'Welle der Ungeimpften' anhand der Tests und Krankenhauseinweisungen sichtbar und berechenbar ist", schreibt er in einem Kommentar im Focus, "rauscht die Welle der Geimpften wie ein Tarnkappen-Bomber durch die Bevölkerung."


Impf-Musterland Israel auf Schwedens Bannliste

Besonders pikant ist unter diesen Umständen eine Mitteilung der schwedischen Regierung. Sie erließ mit Gültigkeit ab 6. September ein Einreiseverbot für die Angehörigen einiger Länder mit aktuell hoher Inzidenz, allen voran Israel und die USA. Gerade das Impf-Musterland Israel, das sich die exklusive Vorab-Belieferung mit Impfstoffen von BioNTech/Pfizer damit sicherte, indem es rund den doppelten Kaufpreis hinlegte, wird nun von einem Land gebannt, das lange als Lockdown-Verweigerer und 'Outlaw' gebrandmarkt worden war. 

Israel verzeichnet derzeit die höchste Covid-Inzidenz seit Beginn der Pandemie

Bereits Ende Juli ist ein alarmierender Bericht der israelischen Behörden erschienen, wonach die Wirksamkeit der Impfung gegen Covid-Infektion auf 39%, jene gegen symptomatische Erkrankung auf 41% abgefallen ist. Personen, die zur ersten Impfgruppe gehörten und bis zum Januar geimpft waren, verfügen sogar nur noch über einen Impfschutz von 16%. 

Die israelischen Behörden beruhigen zwar, dass der Schutz vor schwerer Erkrankung und Hospitalisierung immer noch hoch sei, doch auch hier zeigt die Schutzrate deutlich nach unten. 

"Dritte Dosis dringend notwendig"

Während bei uns die Ungeimpften als Haupt-Risikogruppe gelten und der Druck auf sie ständig erhöht wird, ist Israel bereits einen Schritt weiter: Ministerpräsident Naftali Bennett bekam bereits seine dritte Dosis. Kürzlich wandte er sich in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung und verkündete: "Es gibt viele junge geimpfte Patienten in den Krankenhäusern, die ernsthaft krank sind." Gerade die zweimal Geimpften erklärte Bennett seien nun die am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe. Und zwar deshalb, weil sie rumlaufen, am normalen Leben teilnehmen und sich geschützt wähnen. Das jedoch sei ein großer Irrtum. Denn wegen Delta sei die Wirksamkeit der Impfung so stark zurück gegangen, dass die zweimal Geimpften jetzt ein hohes Risiko auf schwere Verläufe und Hospitalisierung haben. Deshalb sei es dringend notwendig, sich sofort die 3. Dosis geben zu lassen. 

Die Altersgruppe ab 60 Jahren ist mittlerweile großteils durch, derzeit laufen in Israel die Impfungen für Personen ab 40 Jahren. Dass der Absturz der Wirksamkeit nach der 3. Dosis ausbleibt, glaubt allerdings niemand. Insofern erweist sich das Impfprogramm als Abonnement auf unbestimmte Zeit. 

Ein Ausstieg aus dem Abonnement scheint schwierig, denn Geimpfte haben nur eine eingeschränkte Immunität - verglichen mit Genesenen. Denn Genesene erwerben eine wahrscheinlich jahrzehntelang anhaltende Immunität gegen das gesamte Virus mit seinen verschiedenen Proteinen. Geimpfte hingegen nur gegen die Spike-Proteine. Wenn die Viren an dieser Stelle mutieren, stürzt die Schutzrate ab. Und es braucht wieder neue Impfstoffe mit angepasstem Schutz gegen die neuartigen Spike-Varianten. 


PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



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Montag, 9. August 2021

Rätsel, Gerüchte, Impfverträge: Meldungen aus dem Covid-Mittsommerloch

Mitten in der Urlaubszeit steigt bei Politik und Gesundheitsbehörden die Nervosität, was die steigenden Corona-Infektionszahlen wohl bedeuten und wie ihnen zu begegnen ist. Die US-Behörde CDC hat nun die Maskenpflicht in Innenräumen für alle Menschen im Alter über 2 Jahren empfohlen. Für besondere Aufregung sorgte, dass dies auch für bereits geimpfte Personen gilt, weil immer mehr Daten das Nachlassen des Impfschutzes belegen. Dessen ungeachtet sehen viele Experten die Rettung in Impfquoten von mindestens 85%. Angesichts der wachsenden Skepsis in der Bevölkerung sind derartige Quoten ohne gesetzliche Impfpflicht jedoch vollständig illusorisch. 


Normaler wird der Sommer nicht mehr - langsam klingt der Corona-Herbst an (Foto: SJ Golding)


Zur Lage in Israel 

In Israels Krankenhäusern sieht die Belegung mit Covid-Patienten mit Stand vom 6. August so aus.

Ernsthaft Kranke der Altersgruppe über 60 Jahren:
  • 196 sind vollständig geimpft
  • 5 sind einmal geimpft
  • 65 sind ungeimpft
Ernsthaft Kranke der Altersgruppe unter 60 Jahren:
  • 15 sind vollständig geimpft
  • 1 ist einmal geimpft
  • 46 sind ungeimpft
Ende Juli hatte die israelische Gesundheits-Behörde noch verlautbart, dass zwar der Schutz vor Infektionen bei Covid-Geimpften abnimmt (auf zuletzt 39%), dass jedoch der Schutz vor schweren Krankheitsfällen mit 91% unverändert hoch bleibt und die Geimpften zu 88% vor Hospitalisierung abgesichert sind. 
Mit den aktuellen Daten gilt das nicht mehr. In der Gruppe unter 60 Jahren liegt der Schutz vor Covid-bedingter Einweisung ins Krankenhaus zwischen 70 und 80%, in der Gruppe der Menschen über 60 Jahren nur mehr bei 65%. 

Die Gesundheits-Behörde versuchte einer negativen Impf-Stimmung gegenzusteuern, indem sie betonte, dass das Risiko einer Hospitalisierung bei ungeimpften älteren Menschen immer noch signifikant höher ist als bei geimpften. Verschwiegen wird bei dieser Rechnung jedoch, dass in Israel fast nur noch jene älteren Menschen ungeimpft sind, die zu schwach für eine Impfung sind. Dabei handelt es sich um Menschen über 80 mit erheblichen Vorerkrankungen. Und dass diese Gruppe ein höheres Risiko einer schwer verlaufenden Covid-Infektion hat, liegt auf der Hand. 

Besorgniserregend ist der zeitliche Trend des abnehmenden Impfschutzes auch insofern, als sich die Zahl der Covid-positiven Patienten, die täglich in Israels Krankenhäusern aufgenommen werden müssen, seit Anfang Juli von rund 5 pro Tag auf 40 pro Tag vervielfacht hat. 

Seit Anfang Juli steigen die Infektionszahlen in Israel und den USA rasant an

Die Infektionszahlen sind sogar um das Zehnfache angestiegen, liegen derzeit so hoch wie zuletzt Anfang März mit rund 4.000 Fällen pro Tag. Die Kurve weist weiter steil nach oben. Aus dem Expertenkreis des Gesundheitsministerium kommen immer mehr Stimmen, die für die September-Ferien in Israel einen landesweiten Lockdown fordern. 

Geimpfte genauso infektiös wie Ungeimpfte


Die britische Behörde "Public Health England" (PHE) gab bekannt, dass in der Vorwoche veröffentlichte Beobachtungen der US-Behörde CDC aktuell auch auf Großbritannien zutreffen: 
"Einige erste Ergebnisse ... deuten darauf hin, dass die Viruskonzentration bei Menschen, die sich mit Delta infizieren, nachdem sie bereits geimpft wurden, ähnlich hoch sein könnten wie bei ungeimpften Menschen. Dies könnte Auswirkungen auf die Ansteckungsfähigkeit von Menschen haben, unabhängig davon, ob sie geimpft wurden oder nicht."
Von den bestätigten Delta-Fällen, die seit dem 19. Juli ins Krankenhaus eingeliefert wurden, waren laut PHE 55,1% nicht geimpft, während 34,9% zwei Dosen eines COVID-19-Impfstoffs erhalten haben.

Deutscher Zweck-Optimismus

Das Robert Koch Institut (RKI) liefert im Gegensatz zu diesen eher ernüchternden Erkenntnissen einen regelrechten Jubelbericht ab, der die großartigen Effekte der Covid-Impfung feiert. 
Trotz seines Erscheinungsdatums (2. September 2021, online vorab) klingen die präsentierten Daten - im Zuge der aus den Israel, den USA und Großbritannien einlangenden Fakten – schon jetzt überholt.  
Zitat RKI-Bericht:
"Unsere hier präsentierten Daten belegen den überragenden Nutzen der COVID-19-Impfung bereits in den ersten 6,5 Monaten der Impfkampagne in Deutschland 2021. Unter anderem aufgrund einer noch nicht ausreichend hohen Impfquote unter den 18- bis 59-Jährigen und der sich derzeit ausbreitenden Delta-Variante steigen jedoch die Fallzahlen aktuell wieder an und Deutschland steht am Anfang einer vierten Welle. Um das Ausmaß einer vierten Welle so gering wie möglich zu halten, ist es notwendig, dass der Anteil der geimpften Bevölkerung schnellstmöglich erhöht wird, sodass ein vollständiger Impfschutz bei einer möglichst hohen Anzahl an Menschen besteht. Im Rahmen einer mit diesem Modell durchgeführten und früher publizierten Analyse ist hierfür eine Impfquote von 85 % in der Altersgruppe 12 bis 59 Jahre und eine Impfquote von 90 % bei Personen ≥ 60 Jahren notwendig."
Ohne allgemeine Impfpflicht sind solche Impfquoten kaum erreichbar. Doch wozu dienen derart hoch gesteckten Ziele überhaupt, wenn die Impfung schlecht vor SARS CoV-2 Infektionen schützt und damit die Erlangung einer Herdenimmunität in der Bevölkerung vollständig illusorisch macht?

Fauci fordert Impfpflicht

Anthony Fauci, der mittlerweile 80-jährige "Chief Medical Advisor" von US-Präsident Joe Biden liefert keine Antwort auf diese Frage, doch er fordert vehement eine Impfpflicht. Und zwar deshalb, "weil sich sonst das Virus weiter verbreiten und verändern könnte." Und dann, so Fauci, bestehe die Gefahr, dass sich am Ende eine Variante entwickle, die noch problematischer ist als Delta und vor der die aktuellen Impfstoffe gar keinen Schutz mehr bieten. 

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC haben mittlerweile 59 Prozent aller Bürger mindestens eine Impfdosis erhalten. Nach rasantem Start der Impfkampagne kommt sie angesichts verbreiteter Skepsis in der Bevölkerung mittlerweile aber nur noch schleppend voran. US-Präsident Joe Biden und hochrangige Regierungsvertreter rufen die Bevölkerung zunehmend verzweifelt auf, sich impfen zu lassen. Fauci erhöht mit seiner Forderung nach "Impfpflichten auf lokaler Ebene" den Druck. Die CDC hat ihre Forderung nach einer Maskenpflicht in Innenräumen letzten Sonntag auf "alle Menschen ab 2 Jahren" erweitert. 

STIKO soll verschwinden

Seit sich die deutsche STIKO ('Ständige Impfkommission' am Robert Koch Institut in Berlin) gegen eine allgemeine Impfung der Kinder ab 12 Jahren ausgesprochen hat, läuft die Politik Sturm gegen diese widerborstigen Impfexperten, angeführt vom Ulmer Virologen Thomas Mertens.
Manne Lucha, Gesundheitsminister aus Baden-Württemberg, kritisierte beispielsweise, dass die STIKO dazu neigt, Entscheidungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erstmal eher nicht gutzuheißen. „Wir sind der Überzeugung, dass die Impfung für Jugendliche eine große Chance ist, und sind da auch selbstbewusster geworden.“
Der Tenor der politischen Offensive lautet: Wenn die EMA etwas zulässt, dann haben das gefälligst auch die deutschen Impfexperten zu empfehlen. Deshalb wird nun rundum von allen möglichen Bundes- und Landespolitikern die Gründung eines 'Bundesgesundheitsamtes' angeregt - anstelle der STIKO. 
Natürlich könne man sich immer andere Strukturen vorstellen, erklärte STIKO-Chef Mertens. Etwas Neues sollte aber besser sein als das Alte. „Ein Bundesgesundheitsamt gab es ja bereits früher.“
Tatsächlich ist das damalige Bundesgesundheitsamt im Jahr 1994 infolge eines Skandals um kontaminierte Blutpräparate aufgelöst worden. Um ein möglichst unabhängiges, frei von finanziellen Eigeninteressen agierendes Expertengremium zu schaffen, wurde in der Folge die STIKO gegründet. 

"Die wahren Covidioten"

Gereicht hat das Mittsommertheater offenbar dem ehemaligen SPD-Bundesfinanzminister und Ex-Chef der Linkspartei Oskar Lafontaine. Gestern ließ er auf seinem Facebook-Account eine richtige Wutrede los: 
"Als ich die geleakten Verträge mit Pfizer/Biontech auf den NachDenkSeiten gelesen habe, verschlug es mir die Sprache. Dort steht doch tatsächlich: „Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind… Der Käufer erklärt sich hiermit bereit, Pfizer, BioNTech (und) deren verbundene Unternehmen (…) von und gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste, Schäden, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und Ausgaben freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten.”
Die Politiker, die solche Verträge abschließen, sind die wahren Covidioten. 
Unter Machtmissbrauch und Größenwahn fällt die Empfehlung der Gesundheitsminister der Länder, auch Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren Impfstoffe anzubieten. Was fällt diesen politischen Laiendarstellern eigentlich ein? Kennen sie, im Gegensatz zum Hersteller, die langfristigen Wirkungen des Impfstoffs und wissen sie bereits, dass der Impfstoff keine unerwünschten Wirkungen haben wird? Angefangen vom Bankkaufmann, Politikwissenschaftler und Pharmalobbyisten Spahn – auf welche Fachkompetenzen berufen sich diese Damen und Herren eigentlich?"
Diesem "Wort zum Sonntag" von Oskar Lafontaine ist wenig hinzuzufügen. 

Freitag, 6. August 2021

Schikanen für Ungeimpfte und Genesene

Die Pandemie-Inszenierung geht in die nächste Runde. Die Wirrologen und Modellierkünstler haben mal kurz Pause. Denn jetzt schlägt die Stunde der Polit-Demagogen und der Experten des Folter- und Erpressungswesens. 

Es geht darum, wie man die Daumenschrauben so stark anzieht, dass Ungeimpfte und Genesene mit abgelaufener Genesungsfrist am gesellschaftlichen Leben möglichst nicht mehr teilnehmen können. Täglich regnet es Vorschläge, die sich an Perfidie übertreffen.

So sollen ungeimpfte Jugendliche weiterhin dreimal wöchentlich testen müssen und als einzige in der Klasse mit Maske sitzen, deutlich sichtbar als Impfgegner-Plagen gekennzeichnet: zum Abschuss freigegeben für alle Lehrer mit Virentodesangst und entsprechendem Aggressionspotenzial.

Das sei aber keine Zwei-Klassen-Gesellschaft, sagte der oberste Bildungsministrant Fassmann, weil man seinen Status jederzeit ändern könne, "und in dem Augenblick, wo ich mich impfe, gehöre ich zur anderen Klasse."

Erwachsenen, die sich nach Genesung oder generell nicht impfen lassen wollen, steht es künftig frei,  den Beruf zu wechseln. Denn immer mehr politisch dominierte Sparten - wie Schulen oder Krankenanstalten - kündigen an, dass Mitarbeiter ohne die gerade aktuelle Anzahl an Impfungen und notwendigen Auffrischungen (1, 2, 3, …) nicht länger erwünscht sind. 

Nachdem Österreich als Weltmeister der Gurgel- und Nasenbohr-Testerei derzeit eine Reihe findiger Firmengründer, Polit-Querschläger,  Uni-Profitoren und Laborbetreiber zu Multimillionären macht, sind Schlaumeier wie der oberste Ärztekämmerer auf die Idee gekommen, dass es nun aber wirklich genug ist, mit der Steuergeld-Verschleuderung. Wer künftig noch Tests braucht, soll sie gefälligst selber zahlen. 

Die Zeit der Gratis-Tests ist vorbei: wer künftig ins Theater
oder in den Supermarkt will, soll zahlen (Foto:7C0)

Damit niemand mit einem Kino-, Friseur- oder Restaurant-Streik billig davon kommt, wurde - unter anderem vom deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn und seinen Experten – eine Testpflicht für den Supermarkt-Einkauf und den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln ins Spiel gebracht. 

Man kann es sich schön vorstellen, das schmierige Grinsen, wenn ihnen wieder eine neue Schikane eingefallen ist. 


Und ganz wichtig: Es gilt auch weiterhin, die allgemeine Wahrnehmung der Gefahr hoch zu halten. Denn nur so finden sich genügend freiwillige Hilfs-Sheriffs und Blockwarte, die mit Einsatz von Mobbing und Denunziation dafür sorgen, dass die Moral aufrecht bleibt.

Auch Schul-Schließungen sind hierfür ein probates Mittel. In einer von der deutschen Kultusministerkonferenz in Auftrag gegebenen Studie heißt es dazu:  "Darüber hinaus werden Schulschließungen als Zeichen der Ernsthaftigkeit der Epidemie wahrgenommen und können persönliche Einschränkungen verstärken."

Mit den Ungeimpften und den Schülern werden also die Schuldigen für die panisch erwartete VIERTE WELLE aufgebaut. Das dafür nötige Vorurteils- und Lügenmosaik wird über alle Medien simultan vermittelt, damit alles perfekt geframed ist und sitzt, wenn der potemkinsche Impfpalast – wie jetzt schon absehbar – scheppernd zusammen kracht. 

Wir steuern auf einen gruseligen Herbst zu.


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Donnerstag, 22. Juli 2021

Die Stunde der Impfpflicht

Kein Tag vergeht ohne dass irgendjemand vehement in der Öffentlichkeit für die Impfpflicht eintritt. Im September läuft sogar ein Volksbegehren für die Impfpflicht an. 
Weil mittlerweile mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus Überzeugung - oder infolge des schon über Monate aufgebauten massiven Drucks - geimpft ist, schneidet die Forderung nach einer Impfpflicht auch in den Umfragen immer besser ab. Was man selbst gemacht hat, ist ja immer schon eine Richtschnur dafür gewesen, wie sich gefälligst auch die anderen zu verhalten haben.

Ärzte in einem kalifornischen Impfzentrum warten auf den Ansturm (credit)

 
Eine ältere Dame, die sich vorwiegend über die diversen Nachrichten-Formate des ORF informiert, drückte ihren Standpunkt kürzlich im Gespräch mir gegenüber so aus:
"Mir gehen diese Ungeimpften unglaublich auf die Nerven. Was glauben die eigentlich? Dass sie etwas Besseres sind? Die gefährden die Gesundheit aller Menschen. Da gehört ein Impfzwang her. Auch bei den Kindern. Von denen kommen ja die meisten Infekte her."

Vor einigen Wochen hat mir dieselbe Dame noch erzählt, dass sie nach der 2. Impfdosis drei Tage lang hohes Fieber und Schüttelfrost hatte, so dass sie glaubte, ihre letzte Stunde habe geschlagen. "Ein weiteres Mal würde ich mich sicher nicht mehr impfen lassen", hatte sie damals betont.
Darauf angesprochen sagt sie jetzt: "Ja, mir ist es schlecht gegangen. Aber mit Corona wäre ich wahrscheinlich gestorben."

Soweit also der medial geschulte Volksmund, der sich laut diversen Umfragen bereits auf 50 bis 70% Zustimmung zur Impfpflicht aufsummiert.

Nachdem sich die meisten Politiker an solchen Umfragen orientieren, und außerdem auch noch selbst geimpft sind, wird das Bedürfnis, eine Impfpflicht gesetzlich vorzuschreiben, immer verführerischer.


Die Spirale dreht sich rasch. Und überall blüht Polarisierung und Anlass-Gesetzgebung. Wer nicht geimpft ist, wird nicht mehr angestellt. Wer nicht geimpft ist, darf nicht in die Disko. Wer nicht geimpft ist, wird entlassen. Genesene werden zunehmend aus der 3 G Regel ausgenommen. Begründung: "Weil es so ist! - Warum sollte jemand belohnt werden, der sich infiziert hat?"


Mittlerweile sind laut Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen in Österreich rund 9 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Die Risikogruppen sind zu mehr als 90% durchgeimpft.

Im Vorjahr betrug um diese Zeit die Durchimpfungsrate noch 0%.

Was sich massiv geändert hat, ist die Anzahl der Tests. Österreich hat sich seit dem Vorjahr zum Test-Weltmeister entwickelt. Die Zahl der Tests liegt beim 40-fachen wie noch im Juli 2020. 

Insofern wundert es nicht, wenn auch die positiven Fälle angestiegen sind. 

Die positiven Fälle (blau) liegen deutlich über den Werten des Vorjahres


Die große Mehrzahl der positiv Getesteten hat keine Symptome. Getestet wird nicht, weil der Verdacht auf eine Krankheit besteht, sondern weil die Personen ins Gasthaus oder zum Friseur wollen. 

Aussagekräftiger als die Tests sind die Zahlen der aus den Krankenhäusern gemeldeten Fälle. 

Vergleich der Krankenhaus-Belegung mit Covid-Patienten zum Vorjahr


Wenn man die Bettenbelegung auf Normal- und Intensivstationen vom Juli 21 mit dem Juli 20 vergleicht, merkt man in den Kurven kaum einen Unterschied. Außer, dass es heuer mehr Covid-positive Intensivpatienten gibt.

Wieso hat sich da so wenig zum Besseren verändert, wo doch die Risikogruppen geimpft sind?
Handelt es sich um lauter Ungeimpfte, die in den Krankenhäusern liegen?
Wenn das tatsächlich so wäre, gäbe es längst unzählige Medienberichte, die das in Schlagzeilen und News-Berichten thematisieren. 
Doch hier ist Schweigen im Walde. Es gibt keine Angaben zum Impfstatus der hospitalisierten Corona-Patienten. Der Verdacht liegt somit nahe, dass es umgekehrt ist: dass im Spital großteils Geimpfte liegen.


Wenn die Covid-Kurve im Herbst ähnlich stark ansteigen sollte, wie im Vorjahr, dann wird der Teufel los sein.
Denn auszusprechen, dass die Impfung wenig gebracht hat, kommt für die regierenden Politiker und deren Expertenklüngel keinesfalls in Frage. Es braucht andere Schuldige.
Also wird zum Halali auf die Impfverweigerer geblasen. Der Absturz in die Barbarei ist nahe.

Bleibt nur, auf ein Wunder zu hoffen: Dass die Impfung doch besser wirkt, als sich das jetzt bereits abzeichnet
Oder auf das Wunder der Erkenntnis: Dass es doch keine so gute Idee war, die Menschheit einem hoch riskanten wissenschaftlichen Experiment zu unterziehen. 

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