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Freitag, 8. April 2022

Weg mit der Impfpflicht für Gesundheitsberufe!

 Im deutschen Bundestag wurde gestern überraschend deutlich die allgemeine Impfpflicht abgelehnt. Der von Abgeordneten der Regierungskoalition eingebrachte Gesetzesentwurf erhielt 296 Stimmen. Dagegen stimmten 378 Abgeordnete. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach erklärte nach der Abstimmung, um „unnötige Opfer im Herbst zu vermeiden, sollte der Versuch nicht aufgegeben werden, bis dahin trotzdem eine Impfpflicht zu erreichen“. Olaf Scholz sieht dies offenbar anders. Er finde die Entscheidung des Bundestags „sehr eindeutig“, sagte der Kanzler. „Und es wäre nicht sehr demokratisch, so zu tun, als wäre die Entscheidung ein Unfall oder sowas.“

Dringend nötig wäre es, nun auch noch die Einrichtungs-bezogene Impfpflicht für Gesundheitsberufe abzuschaffen. Ich habe dazu mit einem Team von OVALmedia einen neuen Film gemacht. 

Mit Klick aufs Bild oder hier hin könnt Ihr den Film ansehen. Er dauert eine halbe Stunde.


Anfangs wusste niemand, wie gefährlich das neuartige Corona-Virus war. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte mussten dennoch ihre Arbeit tun. Sie riskierten ihr Leben für ihren Beruf, für ihre Patienten. Viele steckten sich an. Egal ob geimpft oder ungeimpft. 
Nun sind die meisten genesen. Doch für die Politik sind nur geimpfte Pfleger gute Pfleger. Zwei Tage nach der Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler beschloss der deutsche Bundestag als erstes Gesetz die Impfpflicht in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen. Nun soll es umgesetzt werden. Tausenden Gesundheitsberuflern droht die Kündigung. Doch das Klinikpersonal wehrt sich.


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Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf seiner Homepage


Mittwoch, 3. November 2010

Comeback der Sonnenkur

Wer sich die altehrwürdigen Sanatorien in den „Luftkurorten“ Österreichs oder der Schweiz an sieht, dem stechen vor allem die großzügigen Sonnenterrassen ins Auge. Hier sollten die Kranken täglich einige Stunden verbringen um bei guter Luft und den wohltuenden Strahlen der Sonne Heilung zu erlangen. „Das Sonnenlicht führt reine positive Lebensgeister aus dem kosmischen Äther mit sich“, heißt es etwa in einer „Anleitung zur Sonnenkur“ aus dem 19. Jahrhundert. Kurorte wie Davos, oder die bekannten Sanatorien am Semmering warben mit ihren zahlreichen „Sonnentagen“, welche den Gästen auch dann noch Sonnenbäder ermöglichten, wenn die Täler längst in den Herbst- und Winternebeln versunken waren.

Seit dieser Zeit hat der Ruf der Sonne einige Schrammen abbekommen. Ausgehend von der hohen Hautkrebsrate der Australier ging über mehrere Jahre ein regelrechte Lawine von Schockmeldungen durch die Medien. Sonne wurde zum Synonym für Melanome – die bösartigste Form von Schwarzem Hautkrebs. Und an manchen Stränden hatte man den Eindruck, die Designer der aktuellen Bademode seien allesamt strenggläubige Taliban. Wer seine Haut dennoch der Sonne aussetzen wollte, wappnete sich – angeleitet durch die mediale Hysterie – mit einem Sonnenschutzfaktor von 25 aufwärts.

Mittlerweile ist die Kampagne etwas abgeebbt. Studien erscheinen, die keinen Unterschied finden zwischen dem Hautkrebs-Risiko traditionell verhüllter Moslem-Frauen und jenen, die nichts dabei finden im Bikini an den Strand zu gehen. Zudem zeigt sich bei Hautkrebs, ebenso wie bei den meisten anderen Krebsarten ein deutliches Nord-Süd Gefälle. Ebenso bei Osteoporose, Rachitis und bei vielen Krankheiten der Seele. Unser Problem scheint demnach eher der Mangel an Sonne.

Langsam erlebt die Einsicht ein Comeback, dass der Stern, dem wir alles Leben auf Erden verdanken, doch nicht so schlecht sein kann. Über neue wissenschaftliche Erkenntnisse materialisieren sich nun auch die „Lebensgeister“, die im Sonnenlicht enthalten sind. Es handelt sich dabei vor allem um Vitamin D, das über den Einfluss von UV-Strahlen in den äußeren Hautschichten gebildet wird und im Stoffwechsel wesentlich effektiver verwertet werden kann als über Nahrungsmittel oder Vitaminpillen. Immer mehr Mediziner raten deshalb dazu, wann immer sich die Gelegenheit bietet, Sonne zu tanken – speziell im Herbst und Winter. Und besonders gilt dieser Rat – so wie in den alten Zeiten der Sonnenkuren – für kranke und gebrechliche Menschen. Die generelle Einführung von Sonnenterassen in Alten- und Pflegeheimen – und die eifrige Nutzung derselben, wäre demnach ein konsequenter und vor allem heilsamer Schritt.

Dieser Kommentar erschien in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift LebensWEGE.