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Mittwoch, 1. Juli 2015

Frühgeborene: Belastungstest Impftermin

Frühgeborene mit niedrigem Geburtsgewicht zu impfen, ist eine riskante Praxis. Das zeigt die größte bislang dazu durchgeführte Studie mit knapp 14.000 Babys. In den drei Tagen nach einer Impfung steigt das Risiko einer Sepsis auf das Siebenfache, die Notwendigkeit für künstliche Beatmung verdoppelt sich. Und auch Todesfälle treten vermehrt auf.


Impfungen sind für Frühgeborene eine enorme Belastung
(Foto: Pan American Health Organisation)
Für Mitarbeiter auf Frühgeborenen-Stationen stellt es oft eine schwierige Entscheidung dar, wenn die Impftermine der Babys näher rücken: Soll man sie später impfen, gar nicht impfen? Oder ist es speziell bei diesen winzigen Persönchen umso notwendiger, die Impfungen rechtzeitig zu geben, um sie damit vor Infektionen zu schützen?
Es gibt zahlreiche Arbeiten, die an Frühgeborenen-Abteilungen durchgeführt worden sind und diese Fragen untersuchen. Sie sind jedoch oft recht klein und von bescheidener Qualität. Zudem ergaben sie widersprüchliche Resultate. Einige Arbeiten fanden ein höheres Risiko für die Entstehung von Fieber und Atemproblemen nach dem Impftermin, andere gaben Entwarnung.

Erhöhte Temperatur kann den Kreislauf des unreifen Organismus überfordern. Fieber stellt aber auch ein indirektes Risiko dar. Denn dabei schwingt immer auch der Verdacht einer lebensgefährlichen Sepsis mit. Und um dies zu prüfen, müssen die Kinderärzte eine Reihe von belastenden Untersuchungen an den fragilen Babys vornehmen: Blut wird abgenommen, Harn gesammelt. Oft wird vorbeugend auch noch Antibiotika gegeben, was eine weitere Belastung für das entstehende Immunsystem und die Abwehrkräfte der Babys darstellt.
Das Dilemma lautet nun: Was ist relevanter für die Babys, ein möglicher Schaden durch eine impfpräventable Krankheit oder ein Schaden durch die Impfung selbst?

Der Osteopath Stephen D. DeMeo von der pädiatrischen Abteilung der Duke University School of Medicine in Durham, North Carolina, unternahm nun zusammen mit einem Ärzteteam den Versuch, diese Frage systematisch zu untersuchen. Die Mediziner sammelten dazu aus mehreren Kliniken die Daten von insgesamt 13.926 Babys, die bei der Geburt weniger als ein Kilogramm gewogen hatten. Die Resultate dieser mit Abstand größten bisher durchgeführten Studie wurde im Juni auf der Webseite des Fachjournals JAMA-Pediatrics veröffentlicht.


Krisen und Todesfälle 

Die Wissenschaftler verglichen einen Zeitraum von drei Tagen vor und drei Tagen nach der Impfung und fanden folgende Unterschiede:
  • Die Notwendigkeit der Beatmung der Babys verdoppelte sich von 0,7 auf 1,4 Prozent (pro Tag und Baby)
  • Die Notwendigkeit zur Intubation stieg von 0,2 auf 0,4 Prozent
  • Das Risiko einer Sepsis-Evaluierung stieg von 0,5 auf 2 Prozent
In den Tagen vor einer Impfung war die belastende Prozedur demnach bei einem von 200 Babys notwendig, in den Tagen nach der Impfung bei einem von 50 Babys. Das Risiko hatte sich vervierfacht.
Gleichzeitig stiegen eigenartigerweise auch die positiven Resultate der Laboruntersuchung auf Bakterien im Blut um das mehr als Siebenfache an. Von den 235 Blutuntersuchungen, die im Zeitraum vor einer Impfung gemacht wurden, waren gerade mal 5 positiv (2,1%). Im Zeitraum nach der Impfung waren hingegen 39 der 1.035 veranlassten Blutkulturen positiv (3,8%).

In den drei Beobachtungstagen nach der Impfung kam es in der Studie zu fünf Todesfällen. Nur bei drei Babys wurde eine Todesursache in die Akten eingetragen. Diese lauteten:
  • Perforierter Darm 
  • Darmentzündung mit vermuteter Sepsis
  • Lungenentzündung mit Atemstillstand


Kombi-Impfungen sind nicht riskanter als Einzelimpfungen

Anstatt näher auf diese Todesfälle einzugehen, widmen sich die Autoren der Frage, welches Risiko es für die Frühgeborenen bedeuten könnte, wenn Impfungen verschoben werden. Ein Fünftel der Impfungen werden wegen instabiler Gesundheit der Babys nicht zu den vorgesehenen Terminen gegeben, heißt es in der Arbeit. "Das Verschieben von Impfungen bedeutet für diese ohnehin schon sehr fragile Patientengruppe eine erhöhte Gefährdung, während des ersten Lebensjahres an impfpräventablen Krankheiten zu erkranken und zu sterben."
Die Autoren verweisen auf mehrere Studien, welche den Impfstatus von Frühgeborenen untersuchen. Verweise auf Arbeiten, welche den postulierten Schutzeffekt von Impfungen überprüft haben, gibt es jedoch keine. Offenbar handelt es sich bei dieser Aussage also um eine bloße Annahme, die bislang nicht durch Daten untermauert ist.

Im Gegensatz dazu liefert die aktuelle Studie viele Daten zu den konkreten Auswirkungen der einzelnen Impfungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Babys:
Mehr als 90 Prozent der Studienteilnehmer erhielten mindestens drei Impfungen. Am häufigsten gegeben wurde die Pneumokokken-Impfung, gefolgt von HiB-Einzelimpfung und der Fünffachimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio und Hepatitis B.
Impfstoffe mit Lebendviren- oder bakterien wurden nicht gegeben, es handelte sich ausschließlich um Totimpfstoffe mit Aluminiumsalzen als Wirkverstärker.
Die einzelnen Impfstoffe unterschieden sich nur wenig in ihren Auswirkungen. Atemprobleme traten am ehesten nach der Fünffach-Impfung sowie der gemeinsamen Gabe von Hepatitis B und HiB-Impfung auf. Bei der zuletzt genannten Kombo gab es auch am häufigsten Sepsis-Verdacht. Am meisten intubiert wurde nach Diphtherie-Tetanus-Pertussis Dreierimpfung sowie der Polio-Einzelimpfung. "Insgesamt fanden wir keine Hinweise, dass Kombinationsimpfungen belastender sind als Einzelimpfungen", folgern die Studienautoren.

Sie warnen zum Schluss ihrer Arbeit noch, dass ihre Ergebnisse keinen Beweis für die Auswirkungen der Impfungen darstellen, sondern lediglich als Evidenz für eine Korrelation taugen. Um zu sicheren Aussagen zu gelangen, bräuchte es neue eigens dafür ausgerichtete Studien, welche die Auswirkungen der einzelnen Impfungen prospektiv untersuchen und damit Aufschlüsse geben können, welches Timing am wenigsten Nebenwirkungen auslöst. Nur so eine Studie, schreiben die Autoren, könne Sicherheit schaffen.


Aluminium-Schock für Frühgeborene

In einer weiteren etwas älteren Studie untersuchten die Wissenschaftler am Tag nach der Impfung den Aluminiumgehalt im Blut der Frühchen.
Sie hatten sich Sorgen gemacht, weil andere Studien gezeigt hatten, dass Frühgeborene, die mit spezieller Fertigmilch ernährt werden, eine hohe Aluminiumbelastung abkriegen. "Solche Nahrung enthält mehr als 4 bis 5 µg/kg/d Aluminium und es wurde gezeigt, dass sich dies in einer verzögerten Entwicklung des Nervensystems auswirkt", schreiben die Studienautoren einleitend. "Nach US-amerikanischem Impfplan bekommen die Babys jedoch beim 2-Monats Check-Up Termin gleich mehrere Aluminium-haltige Impfungen in die Muskeln mit einer Gesamtmenge von bis zu 1225 µg Aluminium. Diese Dosis liegt deutlich über den Sicherheitsgrenzen, die für die Ernährung der Frühgeborenen gelten."

An der Studie nahmen 15 Frühchen teil. Sie erhielten nach Impfplan im Alter von zwei Monaten drei Impfungen mit einem Aluminiumgehalt von 1,2 Milligramm. Am Tag nach der Impfung wurde ihnen Blut abgenommen und der Harn gesammelt.

Was war nun das Resultat?
"Wir fanden, dass sich der Aluminiumgehalt im Harn und im Blut nach der Impfung nicht signifikant veränderte."
Die Autoren interpretierten das als gute Nachricht.
Fragt sich bloß warum. Denn wenn das Aluminium nicht ausgeschieden wird, so heißt das ja nichts anderes, als dass es im Organismus der Frühgeborenen bleibt und dort alles mögliche anstellen kann.

Die Autoren freuen sich des weiteren, dass sie - nach ihrem Wissensstand - die erste Arbeit an Menschen durchgeführt haben, die diese Frage überhaupt untersucht hat: "Wir kennen keine Arbeit, wo der Aluminiumspiegel im Blut von Babys nach Impfungen gemessen wurde", schreiben sie. "Unsere Studie ist mit 15 Teilnehmern zwar klein, aber die wichtigste Studie, die diesen Effekt des Anstiegs von Aluminium nach Impfungen bisher untersucht hatte, war eine Studie an 6 Kaninchen."

Die Wissenschaft vom Impfen scheint voller Abgründe: Auf der Basis von Studien mit wenigen Tieren wird also die Impfung von Abermillionen gesunder Babys durchgeführt.

Die Autoren fanden allerdings noch einen weiteren interessanten Effekt der Impfung. Sie untersuchten ihre Blutproben außerdem auf ihren Gehalt an essentiellen (lebensnotwendigen) Elemente im Organismus wie Eisen, Mangan, Zink oder Selen.
Alle Werte dieser wichtigen Spurenelemente sanken stark ab.
In der Medizinliteratur fanden sie Beispiele, wo das ebenfalls passiert: "Dieselben essentiellen Elemente zeigen auch bei Entzündungen infolge von Trauma oder Verbrennungen einen starken Abfall."
Die Impfung von Frühgeborenen hat also ähnliche Auswirkungen auf die Spurenelemente im Blut wie ein schwerer Autounfall. Das klingt nicht sehr beruhigend!

Zum Abschluss ihrer Arbeit warnen die Autoren noch:
"Weil Spurenelemente eine wichtige Rolle spielen in der Entwicklung der Nerven und des Immunsystems, sollte der Effekt von Impfungen auf diese Elemente noch genauer untersucht werden."


Mein persönliches Resümee: 

Es ist erstaunlich mit welcher Naivität die Autoren der zweiten Studie ihre Resultate berichten. Eigentlich ist es ein handfester Skandal, auf welches bodenlose Unwissen man stößt, sobald im Impfwesen auch nur ein wenig tiefer gebohrt wird. Frühgeborene zählen zu den am meisten bedrohten Risikopatienten. Und sie mit potenziell neurotoxischen Substanzen zu bombardieren, von deren Wirkung man noch nicht einmal die primitivsten Grundlagen kennt, ist unglaublich fahrlässig.
Wenn die Autoren am Schluss die Hoffnung äußern, dass jemand die Effekte der Alu-Zusätze auf den beobachteten Abfall der lebensnotwendigen Spurenelemente untersuchen sollte, so ist das fast rührend naiv. Wo sie doch selbst offenbar die ersten waren, die überhaupt mal auf die Idee gekommen sind, bei Babys die Aluminiumwerte zu messen.
Doch weiter so, nur Mut! Es braucht eine ganze Legion solcher jungen neugierigen Forscher, die ein Wissens-Vakuum füllen, das ihnen die Vorgänger-Generationen hinterlassen haben.

Ebenso gut gemacht aber deutlich aufwändiger ist die erste Studie, in der die Wissenschaftler die Daten von fast 14.000 extremen Frühchen gesammelt und ausgewertet haben. Auch sie ist ein Pionierwerk, eine dringend nötige Arbeit, welche die widersprüchlichen Resultate der vielen kleinen Vorgänger-Studien an Aussagekraft deutlich übertrifft. Dort hatten einige Arbeiten suggeriert, dass die Impfung von Frühgeborenen keinerlei Belastung darstellt; andere fanden das Gegenteil. Nun sollte eigentlich die Notwendigkeit für die von den Autoren geforderten Nachfolge-Studien klar und deutlich dargelegt sein.

Um den Nutzen der Impfung von Frühgeborenen objektiv beurteilen zu können, bräuchte es zudem eine verlässliche Abschätzung des Risikos, das von den impfpräventablen Krankheiten aus geht. Nur damit wäre eine informierte Entscheidung möglich. Derzeit ist nur das Risiko abschätzbar, welches die Impfungen selbst für die Frühgeborenen darstellen. Der Nutzen wird hingegen nur behauptet, ist aber bislang nicht konkret gemessen worden.
Wenn immerhin fünf von 14.000 Babys binnen drei Tage nach der Impfung sterben und bei mehr als 1.000 Babys schwere gesundheitliche Krisen mit Fieber, Atemaussetzern und Verdacht auf Sepsis auftreten, so zeigt dies deutlich, dass Impfungen ein hohes Risiko für die Gesundheit der Frühgeborenen darstellen.

Aber ob das ausreicht, um auch die "Impfexperten" und die Bedenkenträger in den Ethik-Kommissionen von der Notwendigkeit einer sorgsam geplanten vergleichenden Studie mit einer deutlich später zu impfenden Kontrollgruppe zu überzeugen, ist weniger gewiss.
Wenn sich die Hardcore-Impflobby ohne Rücksicht auf Verluste an den Status Quo klammert und objektive wissenschaftliche Forschung weiterhin behindert, trägt sie dazu bei, dass die Skepsis in der Bevölkerung gegenüber dem Impfen laufend weiter steigt.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden 
wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen. 

Samstag, 11. Mai 2013

Simons Tod - und die beschämenden Vorgänge um die FSME-Impfung

Im Vorjahr starb ein Kind "nach Zeckenbiss". Der tragische Vorfall wurde von den beteiligten Medizinern zum Anlass genommen, heftig für die Schutzimpfung – speziell bei Kindern – zu werben. Nun starb ein bislang kerngesundes Kind einen Tag nach der FSME-Impfung – doch diesmal sieht niemand einen Zusammenhang. 

Kurier Bericht vom 3. Mai 2013
Am Montag vergangener Woche war der zweijährige Simon aus dem OÖ-Innviertel noch gesund und munter. Am Vormittag erhielt er eine FSME Impfung. In der Nacht auf Dienstag setzte hohes Fieber ein. Am Morgen bemerkte seine Mutter, die 27-jährige Silke S. dann auch noch blaue Flecken am Körper. Sie fuhr ihren Bub ins nächste Krankenhaus nach Passau. "Da haben ihn mir die Ärzte aus den Armen gerissen, weil er alles hängen gelassen hat", erzählte die Mutter Reportern der Tageszeitung Kurier (siehe Faksimile links). Doch alle Eile war umsonst. Simon starb noch am selben Tag.
"Trotz ausgeprägter Intensivmaßnahmen konnten wir das Kind leider nicht retten", erklärte Matthias Keller, der ärztliche Direktor der Passauer Klinik. Als Todesursache nannte er eine Blutvergiftung durch Meningokokken. Die kurz davor verabreichte FSME-Impfung, beteuerten eine ganze Reihe von Medizinern und Impfexperten, hatte mit dem Todesfall "ganz sicher nichts zu tun". Das sei eine vollkommen zufällige zeitliche Überschneidung.

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Tod nach Zeckenstich

Vergangenes Jahr ergab sich ein genau gegensätzliches Szenario. Ein 9-jähriges Mädchen aus Ledenitzen am Faaker See starb im Landeskrankenhaus Klagenfurt an einer Gehirnentzündung. Wilhelm Kaulfersch, der Leiter der Abteilung, erklärte gegenüber dem ORF Kärnten, dass FSME Viren den Todesfall verursacht hätten und betonte die Wichtigkeit der Schutzimpfung. Das Mädchen sei zwar geimpft gewesen, sagte der Primar, "allerdings nur ein Mal". Dann habe man von weiteren Impfungen Abstand genommen, "weil das Mädchen sie schlecht vertragen hat." Das sei sogar so schlimm gewesen, dass der Hausarzt der Familie von weiteren Impfungen abgeraten habe. Ein fataler Fehler, sagte Kaulfersch auf meine Nachfrage. "Wäre das Mädchen weiter geimpft worden, würde es wahrscheinlich heute noch leben."

Mit einer Impfquote von 93 Prozent hält Kärnten wohl den Weltrekord an einer von den Menschen selbst zu bezahlenden Impfung. Und sicherlich trug der Vorfall dazu bei, den Verkauf der beiden Bestseller der Firmen Baxter ("FSME-Immun") und Novartis ("Encepur") noch weiter anzukurbeln.


Falsche Angaben?

Auf meinen Bericht zu diesem Vorfall hier im Blog meldete sich ein Arzt, der berichtete, er sei in den Kärntner Ort gefahren und habe die trauernde Familie besucht. Dabei habe sich der Fall, so wie er in den Medien transportiert worden war, als "satte und waschechte Lüge" erwiesen.
Er habe sich den Impfpass des Mädchens zeigen lassen, erklärte der Arzt, und da war nicht eine FSME Impfung eingetragen, wie Kaulfersch behauptet hatte, sondern deren gleich zwei. Der Arzt habe auch Einblick in die Befunde des Mädchens erhalten. Darin las er von einem ausreichend hohen Antikörperspiegel gegen FSME. Der IgG Wert lag demnach bei mehr als 1000 VIEU (Vienna-Units) und das werde von den Impfexperten normalerweise "als Schutz über weitere fünf Jahre" interpretiert. Demnach wäre das Mädchen also gegen FSME-Viren geschützt gewesen.

Was ist nun die Wahrheit?
Woran ist das Mädchen tatsächlich gestorben, wenn es laut Blutbefund einen so hohen Antikörper-Titer hatte?
Wurden die FSME Viren beim Kind tatsächlich fest gestellt, oder wurde nur indirekt auf das Vorhandensein dieser Viren geschlossen?
Und warum hat das Kind damals die FSME-Impfungen so schlecht vertragen, so dass sogar der an sich impffreudige Hausarzt von weiteren Impfungen abgeraten hatte.

Schließlich fragte der Arzt die Mutter des toten Mädchens noch nach dem Zeitpunkt des Zeckenstiches. Das sei gar nicht sicher, dass sie einen Zeckenstich gehabt hat, lautete die Antwort. Sie selbst habe jedenfalls keine Zecke bei ihrer Tochter gesehen. Das sei nur eine Vermutung des Großvaters gewesen.


Propaganda ersetzt Information

Mich erinnert diese Informationspolitik an einen Vorfall der sich vor beinahe 30 Jahren zugetragen hat. Damals war ein junger ungeimpfter Soldat des österreichischen Bundesheers "nach Zeckenbiss", wie es hieß, "ins Koma gefallen". Tagelang waren die Titelseiten der Zeitungen besetzt mit News von diesem tragischen Geschehen. Die FSME-Impfung erlebte damals in Österreich einen enormen Höhenflug. Das Unternehmen Immuno, wie es vor der Einverleibung in den US-amerikanischen Baxter Konzern hieß, kam kaum mit dem Produzieren des Impfstoffes nach.
Damals bot das Unternehmen nicht nur eine aktive Impfung an, wie sie jetzt noch am Markt ist, sondern auch die so genannte "passive Impfung", welche nach einem Zeckenstich gegeben wurde. Dabei wurde den Betroffenen eine Menge von fertigen Antikörpern (Immunglobuline) verabreicht, die mit den seit Zeckenstich vergangenen Stunden multipliziert wurde. Das konnten, wenn der Stich bereits längere Zeit zurück lag, regelrechte Elefantenspritzen sein.

Nach einigen Wochen im Koma starb der Bundesheer Soldat. In der Folge wurde beim Heer die FSME-Impfung verpflichtend eingeführt. Auch in vielen Schulen und Kindergärten wurde vor Ausflügen ein Impfnachweis von den Kinderen verlangt, sonst könnten sie nicht teilnehmen. Der tragische Fall des armen Soldaten galt überall als ernste Mahnung, ja nicht ungeschützt in Wiese oder Wald zu gehen.
Einige Monate nach dem Tod des Soldaten hielt der damalige Vorstand des Institutes für Virologie der Universität Wien, Christian Kunz, der mit seinem Team die "Zeckenimpfung" entwickelt hatte, einen Vortrag. Beiläufig erwähnte Kunz dabei etwas, das mich damals fast umgeworfen hat. "Wir sollten etwas vorsichtiger mit der Indikation für die Passiv-Impfung sein", sagte der Professor, "sonst haben wir noch mehr Fälle wie jenen des armen Soldaten."
Der Soldat war also nicht aufgrund des Zeckenstiches, sondern nach der Passiv-Impfung ins Koma gefallen. Ein nicht unwichtiges Detail, das damals in allen Medienberichten gefehlt hatte. Ein tragischer Todesfall auf Grund der "passiven Impfung" wurde also ohne jeden Genierer für die Impfwerbung eingesetzt!
Diese FSME-Immunglobuline standen später noch viele Jahre im Verdacht, dass sie überdurchschnittlich häufig schwere Nebenwirkungen mit dauernder Behinderung oder sogar Todesfälle verursachten. In Deutschland wurde diese "passive Impfung" rasch für die Anwendung bei Kindern verboten. In Österreich - dem Heimatland des FSME-Impf-Wirtschafts-Wunders – mahlten die Mühlen wie üblich langsamer. Hier wurde die Impfung – nach Jahrzehnten des Einsatzes ohne ordentliche Sicherheitsprüfung – erst vor kurzem abgeschafft.


Nutzen-Schaden-Bilanz der FSME Impfung

Von offizieller Seite wird die FSME-Impfung stets als Erfolgsgeschichte dargestellt. In Normaljahren ereignen sich in Österreich zwischen 50 und 100 Fälle zeckenbedingter Viruserkrankungen. Wenn es die Impfung nicht gäbe, würden wir jährlich mehr als 400 FSME-Fälle zählen, heißt es in Aussendungen des Wiener Virologie-Institutes, das sich über jahrelange gute und lukrative Zusammenarbeit mit den Impfstoff-Herstellern freut.
Doch wie sicher ist die FSME-Impfung? Welche Nebenwirkungen hat sie - jetzt mal abgesehen von leichtem Fieber oder den rasch abklingenden Rötungen an der Einstichstelle?
Was ist dran an den episodischen Berichten über das Auftreten von Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen in zeitlicher Nähe zu einer FSME-Impfung?
Wie steht es um den Zusammenhang mit Asthma, mit Neurodermitis?
Und was ist mit Allergien und erworbenen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten wie der immer häufiger diagnostizierten Fruktoseintoleranz?
Das sind Fragen, die man nach jahrzehntelanger Anwendung der FSME-Impfung und Milliardenumsätzen auf Seiten der Impfstoff-Hersteller jedenfalls beantworten können sollte. - Doch Fehlanzeige.
Die Fachinformation zur Baxter-Impfung "FSME-Immun" liest sich wie ein Sammelsurium unbekannter Risiken.
Als "Gegenanzeige" - also als Ausschlussgrund für die Impfung – werden Überempfindlichkeit auf die in der Impfung enthaltenen Zusätze Formaldehyd, Neomycin, Gentamicin und Protaminsulfat genannt. Bei schwerer Überempfindlichkeit gegen Ei oder Hühnereiweiß drohe ein anaphylaktischer Schock. Doch wer kennt solche Risiken im Voraus? Auch eine intravasale Injektion sei "unbedingt zu vermeiden", da dies "zu schweren Reaktionen, einschließlich Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schock, führen kann."

Wie steht es um FSME Impfungen in Schwangerschaft und Stillzeit?
Es gebe weder aussagekräftige Studien zur Anwendung der Impfung bei schwangeren Frauen, noch Reproduktionsstudien am Tier, heißt es in der Fachinfo. "Auch ist nicht bekannt, ob FSME-Immun in die Muttermilch übertritt."
Bei "bekannter oder vermuteter Autoimmunerkrankung eines Impflings", heißt es weiters, sollte das Risiko einer FSME Infektion "gegen das Risiko einer ungünstigen Beeinflussung der Autoimmunerkrankung durch die Impfung abgewogen werden".
Wie aber sollte ein Impfarzt derartige Risiken gegeneinander abwägen? - Daten dazu gibt es nicht. Und offiziell heißt es stets, dass eine FSME-Impfung keinesfalls Autoimmunerkrankungen auslöst.

Die Fachinformation ist also nicht viel mehr als eine Pflichtübung zur juristischen Absicherung des Herstellers.


Woran starb Simon wirklich?

Offiziell starb Simon - wie erwähnt - an einer durch Meningokokken ausgelösten Sepsis, also an einer durch Bakterien ausgelösten Blutvergiftung. "Die FSME-Impfung hat damit nicht das geringste zu tun", lautete der Tenor der von den Medien befragten Impfexperten.

Eine Meningokokken-Infektion hat eine Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen. Etwa zehn Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome wurde geimpft.
Wie wirkt sich eine Impfung auf eine zufällig parallel dazu ablaufende Infektion aus?
Gar nicht, wenn man den diversen Impfexperten glaubt. "Das Kind ist ursächlich an einer Meningokokken-Infektion verstorben, das hat definitiv nichts mit der FSME-Impfung zu tun", erklärt etwa der Wiener Impfexperte Wolfgang Maurer. Derartige Spekulationen seien Schwachsinn und entbehrten jeder wissenschaftlichen Grundlage.
Also Schwamm drüber. - Die einzige Lehre, die Maurer aus dem tragischen Vorfall erkennen kann: Das Kind hätte – statt gegen FSME – lieber rechtzeitig gegen Meningokokken geimpft werden sollen!

Demnach wäre es also vollkommen zufällig gewesen, dass Simon am Vormittag geimpft wurde?

Sehen wir uns dazu zunächst die Funktionsweise einer Impfung an, welche - so wie die FSME-Impfung - Aluminiumhydroxid enthält. Dieser Bestandteil - der in der Fachinformation großzügig ignoriert wird - ist essentiell für die Funktion der Impfung.
Was also macht die Alu-Verbindung im Organismus? In den vergangenen Jahren sind einige wissenschaftliche Arbeiten erschienen, welche das "Dirty Little Secret" der Immunologie ein wenig gelüftet haben. Lange Zeit wusste man ja nicht viel mehr über den Wirkmechanismus der Alu-Verbindung als dass die Impfung ohne Aluminium leider nicht wirkt.
Mittlerweile weiß man, dass die toxische Alu-Verbindung an der Einstichstelle im Muskel Zellen abtötet und damit für einen gewaltigen Schock im Organismus sorgt. Die absterbenden Zellen setzen körperinterne Signalstoffe frei, welche das Immunsystem im gesamten Körper in unspezifische Alarmbereitschaft versetzen.
Im Idealfall sollten die Immunzellen dann die im Zentrum der Entzündung neben den Alu-Partikeln treibenden,  abgetöteten FSME-Viren finden, und diese für die Verursacher der Zellschäden halten.  Aufgabe der Alu-Verbindung ist es also, dem Immunsystem einen falschen Verdächtigen als Brandstifter im Gewebe unterzujubeln. Wenn die Immunzellen den Köder annehmen und daraufhin massenhaft Antikörper gegen die FSME-Viren erzeugen, wäre der Impfzweck erfüllt.

Dummerweise wird das Immunsystem aber unspezifisch - also ungezielt - alarmiert. Die Zellen wissen am Beginn so einer Alarm-Kaskade noch nicht, wovon die Gefahr ausgeht. Und wenn sich Abermillionen von Immunzellen in Angriffslaune befinden, so kann das auch gewaltig nach hinten los gehen.

Simon starb an einer Meningokokken-Sepsis.
"Der Sepsis liegt ein Versagen des Immunsystems zugrunde", heißt es im zugehörigen Artikel auf Wikipedia, wo aktuelle wissenschaftliche Studien zum Thema gut zusammen gefasst werden:
In der Folge kommt es, meist über den Blutkreislauf, zu einer Ausbreitung der Infektion auf den gesamten Körper. Die im Falle einer Lokalinfektion sinnvolle Entzündungsreaktion entwickelt sich nun zum eigentlichen Motor der Sepsis. In einer überschießenden Reaktion freigesetzte große Mengen an Überträgerstoffen führen zu einer Entzündung des gesamten Körpers unter anderem mit Schwellungen, Durchblutungsstörungen und Sauerstoffmangel, ohne dass sie der Erregerbekämpfung nützten. Sind einmal lebenswichtige Organe davon betroffen, kann der daraus folgende Verlust ihrer Funktionsfähigkeit schnell zum eigentlichen begrenzenden Faktor für das Überleben der Patienten werden.
Simons Immunsystem hat also versagt, weil es auf die Bakterien in "einer überschießenden Reaktion" eine "Entzündung des gesamten Körpers" ausgelöst hat.
Genau dieses "Auslösen einer starken Immunreaktion" ist aber die Aufgabe des Wirkverstärkers Aluminiumhydroxid in der FSME Impfung. Wenn bereits eine Immunreaktion (gegen Meningokokken) im Anlaufen ist - und dann noch verstärkt wird (über die FSME-Impfung), kann dies dazu führen, dass das Immunsystem Amok läuft.
Das erscheint mir als die wahrscheinlichste Interpretation des Vorfalles - zumindest sollte diese Möglichkeit diskutiert werden. Doch Fehlanzeige: mir ist keine einzige Aussage bekannt, wo einer der Experten auf diesen nahe liegenden Zusammenhang auch nur eingegangen wäre.

Was wissen Impfexperten? - Was nehmen Impfexperten?

Es wäre das mindeste, wenn sich Mediziner und besonders die selbst ernannten "Impfexperten" mit den Basis-Kenntnissen immunologischer Abläufe vertraut machen würden.

Es wäre weiters zu empfehlen, befangene Experten - also jene, die seit vielen Jahren am finanziellen Tropf der Impfstoff-Hersteller hängen - nicht mehr als erste Auskunftsquelle und als Garant für unabhängige wissenschaftliche Informationen zu betrachten. Dazu zähle ich in Bezug auf die FSME speziell auch die "Impfexperten" am Wiener Institut für Virologie.

Und schließlich sollte eine verantwortungsvolle Gesundheitspolitik (hallo - ist da wer?!) dafür sorgen, dass nach Jahrzehnten der Gelddruckerei über den hemmungslosen Verkauf der Zeckenimpfung, seriöse Studien angeordnet und finanziert werden, welche endlich auch einmal das Risiko der Impfung messen. Und zwar nicht nur die örtlichen Nebenwirkungen über einen Zeitraum von wenigen Tagen. Um seriöse Aussagen treffen zu können, bräuchte es größere Studien mit einer wirklichen Kontrollgruppe und einer zuverlässigen Verblindung – und natürlich ein ausreichend langes Beobachtungsintervall.

Ich habe keinen Zweifel an der Wirksamkeit der FSME-Impfung und das hier im Blog an Hand der wenigen dazu verfügbaren Literatur auch schon im Detail dargelegt. Mit ihrer Hilfe ist es tatsächlich gelungen, die Fälle Zeckenstich-bedingter Gehirnentzündungen dramatisch zu senken.

Doch wie ernsthaft waren diese Ereignisse im Vergleich zu den Nebenwirkungen? Bevor der oben beschriebene Todesfall des Kärntner Mädchens den Zecken in die Schuhe geschoben wurde, gab es in der gesamten Medizinliteratur keine dauerhaften Schäden bei Kindern. Speziell kleine Kinder vor dem Schulalter vertragen den Kontakt mit Viren normalerweise ausgezeichnet. Nicht von ungefähr empfiehlt die Schweiz die FSME-Impfung erst ab einem Alter von sechs Jahren. Doch auch bei älteren Kindern gleicht die FSME von ihren Symptomen eher einer Sommergrippe denn einer dieser katastrophalen Verläufe mit unerträglichen Schmerzen und bleibenden Lähmungen, wie sie über die Impfwerbung suggeriert werden.
Eine der wenigen guten Studien zu Ausmaß und Häufigkeit der Bedrohung wurde in der Steiermark durchgeführt, jenem Bundesland, das mit Abstand die meisten FSME Opfer in Österreich zählt. Seit 1981 wurden dort 116 Fälle von FSME bei Kinder im Alter unter 16 Jahren gezählt. In der Mehrzahl verlief die Krankheit mild. Insgesamt waren nur bei sechs Kindern Aufenthalte in der Intensivstation notwendig. Bei fünf dieser Kinder heilten die Symptome vollständig aus. Nur ein einziges blieb halbseitig gelähmt. Und gerade dieses Kind war vollständig geimpft.

Eine objektive Nutzen-Schadens-Bilanz zu ziehen ist bei den heute zur Verfügung stehenden Informationen vollständig unmöglich. Es wäre durchaus möglich, dass die FSME-Impfung mehr gesundheitlichen Schaden anrichtet als die von den Zecken übertragenen Viren - speziell bei den Kindern.

Dieses Nichtwissen um die selteneren, aber umso ernsthafteren Nebenwirkungen blockiert auch die qualitative Verbesserung der Impfung. Seitdem vor mehr als zehn Jahren das toxische Quecksilber als Konservierungsmittel weg gelassen wurde, gab es keine weiteren Änderungen der Rezeptur. Braucht man unbedingt das problematische Formaldehyd in der Impfung? Könnte man das Antibiotikum Neomycin weg lassen? Und wie steht es mit dem Hilfsstoff Aluminiumhydroxid, der im Tierversuch Allergien und Autoimmunreaktionen auslöst?

Welchen Schutz bietet die FSME Impfung tatsächlich? Welchen Schaden richtet sie an?
Und womit bezahlen wir unser Nichtwissen?

Mit unerklärlichen Todesfällen "aus heiterem Himmel", so wie bei Simon und einer unbekannten Anzahl chronisch kranker Menschen, welche eine auf Angstmache statt auf seriöser Information basierende Kampagne zu den Impfärzten getrieben hat.

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