Donnerstag, 22. Juli 2021

Die Stunde der Impfpflicht

Kein Tag vergeht ohne dass irgendjemand vehement in der Öffentlichkeit für die Impfpflicht eintritt. Im September läuft sogar ein Volksbegehren für die Impfpflicht an. 
Weil mittlerweile mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus Überzeugung - oder infolge des schon über Monate aufgebauten massiven Drucks - geimpft ist, schneidet die Forderung nach einer Impfpflicht auch in den Umfragen immer besser ab. Was man selbst gemacht hat, ist ja immer schon eine Richtschnur dafür gewesen, wie sich gefälligst auch die anderen zu verhalten haben.

Ärzte in einem kalifornischen Impfzentrum warten auf den Ansturm (credit)

 
Eine ältere Dame, die sich vorwiegend über die diversen Nachrichten-Formate des ORF informiert, drückte ihren Standpunkt kürzlich im Gespräch mir gegenüber so aus:
"Mir gehen diese Ungeimpften unglaublich auf die Nerven. Was glauben die eigentlich? Dass sie etwas Besseres sind? Die gefährden die Gesundheit aller Menschen. Da gehört ein Impfzwang her. Auch bei den Kindern. Von denen kommen ja die meisten Infekte her."

Vor zwei Wochen hat mir dieselbe Dame noch erzählt, dass sie nach der 2. Impfdosis drei Tage lang hohes Fieber und Schüttelfrost hatte, so dass sie glaubte, ihre letzte Stunde habe geschlagen. "Ein zweites Mal würde ich mich sicher nicht mehr impfen lassen", hatte sie damals betont.
Darauf angesprochen sagt sie jetzt: "Ja, mir ist es schlecht gegangen. Aber mit Corona wäre ich wahrscheinlich gestorben."

Soweit also der medial geschulte Volksmund, der sich laut diversen Umfragen bereits auf 50 bis 70% Zustimmung zur Impfpflicht aufsummiert.

Nachdem sich die meisten Politiker an solchen Umfragen orientieren, und außerdem auch noch selbst geimpft sind, wird das Bedürfnis, eine Impfpflicht gesetzlich vorzuschreiben, immer verführerischer.


Die Spirale dreht sich rasch. Und überall blüht Polarisierung und Anlass-Gesetzgebung. Wer nicht geimpft ist, wird nicht mehr angestellt. Wer nicht geimpft ist, darf nicht in die Disko. Wer nicht geimpft ist, wird entlassen. Genesene werden zunehmend aus der 3 G Regel ausgenommen. Begründung: "Weil es so ist! - Warum solle jemand belohnt werden, der sich infiziert hat?"


Mittlerweile sind laut Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen in Österreich rund 9 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Die Risikogruppen sind zu mehr als 90% durchgeimpft.

Im Vorjahr betrug um diese Zeit die Durchimpfungsrate noch 0%.

Was sich massiv geändert hat, ist die Anzahl der Tests. Österreich hat sich seit dem Vorjahr zum Test-Weltmeister entwickelt. Die Zahl der Tests liegt beim 40-fachen wie noch im Juli 2020. 

Insofern wundert es nicht, wenn auch die positiven Fälle angestiegen sind. 

Die positiven Fälle (blau) liegen deutlich über den Werten des Vorjahres


Die große Mehrzahl der positiv Getesteten hat keine Symptome. Getestet wird nicht, weil der Verdacht auf eine Krankheit besteht, sondern weil die Personen ins Gasthaus oder zum Friseur wollen. 

Aussagekräftiger als die Tests sind die Zahlen der aus den Krankenhäusern gemeldeten Fälle. 

Vergleich der Krankenhaus-Belegung mit Covid-Patienten zum Vorjahr


Wenn man die Bettenbelegung auf Normal- und Intensivstationen vom Juli 21 mit dem Juli 20 vergleicht, merkt man in den Kurven kaum einen Unterschied. Außer, dass es heuer mehr Covid-positive Intensivpatienten gibt.

Wieso hat sich da so wenig zum Besseren verändert, wo doch die Risikogruppen geimpft sind?
Handelt es sich um lauter Ungeimpfte, die in den Krankenhäusern liegen?
Wenn das tatsächlich so wäre, gäbe es längst unzählige Medienberichte, die das in Schlagzeilen und News-Berichten thematisieren. 
Doch hier ist Schweigen im Walde. Es gibt keine Angaben zum Impfstatus der hospitalisierten Corona-Patienten. Der Verdacht liegt somit nahe, dass es umgekehrt ist: dass im Spital großteils Geimpfte liegen.


Wenn die Covid-Kurve im Herbst ähnlich stark ansteigen sollte, wie im Vorjahr, dann wird der Teufel los sein.
Denn auszusprechen, dass die Impfung wenig gebracht hat, kommt für die regierenden Politiker und deren Expertenklüngel keinesfalls in Frage. Es braucht andere Schuldige.
Also wird zum Halali auf die Impfverweigerer geblasen. Der Absturz in die Barbarei ist nahe.

Bleibt nur, auf ein Wunder zu hoffen: Dass die Impfung doch besser wirkt, als sich das jetzt bereits abzeichnet
Oder auf das Wunder der Erkenntnis: Dass es doch keine so gute Idee war, die Menschheit einem hoch riskanten wissenschaftlichen Experiment zu unterziehen. 

Mittwoch, 30. Juni 2021

Inakzeptabel hohe Kohlendioxidwerte unter Gesichtsmasken bei Kindern

Der Kohlendioxidgehalt in der Atemluft steigt bei Kindern unter Gesichtsmasken auf inakzeptabel hohe Werte von über 13.000 parts per million (ppm) schon nach 3 Minuten, fand eine Studie, die heute im renommierten Journal JAMA Pediatrics online publiziert wurde. 

Das könnte erklären, warum über 68% der Kinder einer großen Befragung der Universität Witten/Herdecke über Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung, und schlechte Stimmung klagen. Denn zu viel Kohlendioxid ist schädlich, wie das Umweltbundesamt schon 2008 feststellte: Mehr als 2.000 ppm (oder 0,2 vol%) sollten nicht in der Atemluft vorhanden sein. In der Atemluft im Freien liegt der Kohlendioxidgehalt bei etwa 400 ppm (0,04 vol%).

Jüngere Kinder können sich oft gar nicht mehr
an eine "maskenlose Zeit" erinnern (Foto: Brian Evans)

Die Forschung kam aufgrund einer Elterninitiative zustande und wurde koordiniert von Prof. Harald Walach, der an der Kinderklinik der Medizinischen Universität Poznan in Polen tätig ist, sowie als Gastprofessor an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. „Die Eltern kamen auf uns zu, weil ihre Kinder über Probleme klagten“, sagt der Immunologe und Toxikologe Prof. Stefan Hockertz, der die Studie initiierte und vor Kurzem ein Buch zum Thema publiziert hat („Generation Maske“). Helmut Traindl, promovierter Ingenieur aus Wien führte die Messungen durch, mit denen er langjährige Erfahrung hat. „Wir haben die Methode an Pilotmessungen erprobt“, sagt Traindl. „Die Kinder erhielten einen kleinen Messschlauch in Nasennähe befestigt, so dass wir den Kohlendioxidgehalt in 15 Sekunden-Abständen sauber bestimmen konnten.“ Andreas Diemer und Ronald Weikl, zwei Ärzte, begleiteten die Studie medizinisch. Sie sorgten auch für gute Durchlüftung des Messraumes. Dafür stellte die Kinderpsychotherapeutin Anna Kappes ihre Praxis in Müllheim zur Verfügung. Sie kümmerte sich um das Wohlbefinden der Kinder und der begleitenden Eltern. 

Die Forscher maßen zunächst ohne Maske, dann in zufälliger Reihenfolge mit einer OP-Maske und einer FFP2-Maske, und schließlich nochmals ohne Maske das eingeatmete Kohlendioxid. „Uns interessierte vor allem der Kohlendioxidgehalt der eingeatmeten Luft“, erklärt Dr. Traindl. „Es erstaunte mich, dass dieser so rasch, nämlich bereits nach 1 Minute so hoch anstieg und ohne große Schwankungen auf hohem Niveau stabil verweilte.“ Wie kommt das zustande? „Der Totraum in der Maske ist für Kinder im Verhältnis zu ihrem Gesicht besonders groß. Dort sammelt sich das ausgeatmete Kohlendioxid, mischt sich mit der einströmenden Luft und wird rückgeatmet“, erklärt der Arzt und Physiker Andreas Diemer den Vorgang. „Weil bei Kindern der Atemvorgang schneller geht und auch weniger Druck erzeugt, ist gerade bei ihnen das Problem des mangelnden Gas-Austausches besonders groß“, sagt Diemer. „Auch Kindermasken lösen das Problem nicht. Solche hatten wir nämlich auch“, meint Diemer.

„Die Daten sprechen eine klare Sprache“, sagt Prof. Walach, der Leiter der Studie, der die Daten ausgewertet hat. „Die Effekte sind sehr groß, klinisch hoch bedeutsam und statistisch sehr signifikant. Einen Unterschied zwischen den Masken sehen wir kaum, obwohl die FFP2-Masken mit 13.910 ppm einen höheren Wert erzeugen als die OP-Masken. Aber dieser ist mit 13.120 ppm immer noch mehr als 6-fach über dem, was das Umweltbundesamt als Grenze der Gesundheitsgefährdung einstuft. Daher wäre es aus unserer Sicht ein politisches und juristisches Gebot der Stunde, das Maskentragen bei Kindern als gesundheitsgefährdend einzustufen und keinesfalls mehr als pauschale Maßnahme zu verordnen. Schulen, Ämter und Behörden, die dies verlangen, machen sich aus unserer Sicht der Körperverletzung schuldig“, sagt Professor Walach. Professor Hockertz, der in seinem Buch die vielfältigen Probleme aufzeigt unterstützt dies und sagt: „Es ist ein Skandal, dass unsere Behörden solche Maßnahmen verordnet haben, ohne auch nur einen Anhaltspunkt für die Unbedenklichkeit von Gesichtsmasken bei Kindern gehabt zu haben. Eigentlich hätte eine solche Studie von Oberschulämtern durchgeführt werden müssen. Aber zwei Schulen, in Blaubeuren und im Landkreis Passau, die auf uns zugekommen sind, damit wir diese Studie dort durchführen, erhielten von ihren Oberschulämtern ein Verbot, eine solche Studie durchführen zu lassen. Wir hoffen sehr, dass durch unsere Daten etwas mehr Vernunft und Sachlichkeit in die Debatte kommt. Denn das Risiko für ein Kind, an COVID-19 zu erkranken ist wesentlich geringer, als einen psychischen oder körperlichen Schaden durch das Tragen der Masken zu erleiden“, meint Hockertz. 

„Besonders die kleinen Kinder sind stark betroffen“, sagt Juliane Prentice aus Müllheim, eine der Organisatorinnen. „Das Kind mit den höchsten Kohlendioxidwerten, mit 25.000 ppm in der Einatemluft, also mehr als das 10fache dessen, was das Umweltbundesamt als Gefährdungsgrenze einstuft war nur 7 Jahre alt.“ Insgesamt wurden 45 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren gemessen. „Der Kohlendioxidgehalt der Einatemluft nahm mit dem Alter deutlich ab. Aber selbst das Kind mit den niedrigsten Werten, ein 15-Jähriger, hatte mit 6.000 ppm Kohlendioxidgehalt noch das Dreifache des Grenzwertes in der Einatemluft,“ kommentiert Dr. Ronald Weikl, Arzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde in Passau, der zu den Organisatoren und Betreuern der Studie gehört. „Es führt kein Weg daran vorbei: Das Tragen von Masken bei Kindern ist eine ungeeignete Methode des Gesundheitsschutzes. Es schadet mehr, als es nutzt“, sagt der Arzt.

Zitation:

Walach, H., Weikl, R., Prentice, J., Diemer, A., Traindl, H., Kappes, A., & Hockertz, S. (2021). Experimental assessment of carbon dioxide content in inhaled air with or without face masks in healthy children: A randomized clinical trial. JAMA Pediatrics. doi:10.1001/jamapediatrics.2021.2659, published online 30th June 2021

Bei diesem Artikel handelt es sich um den Abdruck einer Presse-Mitteilung




Freitag, 25. Juni 2021

Die eingebildeten und die wirklichen Risiken

Die SARS CoV-2 Viren befinden sich in der Sommerpause. Dennoch hören wir ein beständiges Grundrauschen in den Medien. Experten überbieten sich in Warnungen und katastrophalen Prognosen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit publizierte die US-Behörde CDC nun einen Bericht über 1.226 gemeldete Fälle von Herzmuskel-Entzündungen bei Geimpften. 

Speziell junge Männer sind von Herzmuskel-Entzündungen betroffen (Foto:7C0

Laufend ist in den Medien von der gefährlichen "Delta" Mutation zu lesen. Das nationale Impfgremium in Österreich empfiehlt mit Hinweis auf Delta die Verkürzung der Impfintervalle, auch zweifach geimpfte Personen sollen in sensiblen Bereichen weiterhin mindestens einmal pro Woche getestet werden. Denn Delta sei bereits für 25% der Infektionen verantwortlich. Virologen warnen vor "allzu großzügigen Öffnungsschritten".

 Tatsächlich zeigt eine Auswertung der britischen Gesundheitsbehörden von mehr als 30.000 Delta-Infektions-Fällen, dass diese Variante mit einer Letalität von 0,3% deutlich unter jener der altbekannten Alpha Variante (2,0%) liegt.

Vergleich der Letalität der verschiedenen Varianten in England

Offenbar sollen Meldungen über Mutationen eine gewisse Grundangst in der Bevölkerung hoch halten, um damit die Impf-Bereitschaft speziell bei den jüngeren Menschen zu fördern. 

Über Nebenwirkungen der Impfung hört man von Impfexperten und Medien deutlich weniger. Dabei gibt es da mindestens ebenso relevante Dinge zu berichten - die in eine informierte Impfentscheidung einfließen sollten. 

Vorgestern veröffentlichte die US-Gesundheitsbehörde CDC einen Bericht über die bisher aufgetretenen Fälle von Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und Perikarditis (Herzbeutelentzündung) nach mRNA Impfungen (Pfizer/BioNTech, Moderna). Bis zum 11. Juni sind im Impfschadens-Register VAERS  1.226 Fälle gemeldet worden. Der Großteil betrifft Jugendliche und junge Erwachsene. Das höchste Risiko besteht kurz nach der 2. Impfdosis. 


In der Tabelle sieht man die gemeldeten Fälle nach Alter und Geschlecht aufgelistet. Im Zeitfenster von nur 7 Tagen nach der Impfung übertraf die Anzahl der beobachteten (observed) Fälle jene, die erwartbar (expected) waren, um ein Vielfaches. 

  • Speziell gefährdet sind die 12-17 Jahre alten Jungen. Hier tritt pro 15.900 Impfungen ein Fall auf. 
  • Nur unwesentlich dahinter liegt die Altersgruppe der 18-24 jährigen. Hier kommt 1 Myokarditis/Perikarditis-Meldung auf 19.800 Impfungen.

Hier ist allerdings davon auszugehen, dass es eine beträchtliche Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle gibt. Bei einem passiven Meldesystem wie VAERS kommen auf einen gemeldeten Fall im Schnitt mindestens neun nicht gemeldete. Die wahren Verhältnisse liegen deshalb eher im Bereich von 1:1500 bis 1:2000.

Die entscheidende Frage ist nun, wie die Krankheitsfälle ausgelöst werden. Üblicherweise sind bakterielle oder virale Infekte der Herzregion die Ursache für einen Angriff des Immunsystems. Im knappen Zeitfenster von nur 7 Tagen nach der Impfung, ist jedoch davon auszugehen, dass das Phänomen von der Impfung ausgelöst wird, schon allein deshalb, weil das Immunsystem infolge der Impfung extrem angriffslustig ist. 

Und einiges spricht dafür, dass sich die Immun-Attacke gegen das Herz in Wahrheit gegen den Impfstoff richtete. Ein über ein Gerichtsurteil ("Freedom of Information") ausgehobenes Pfizer-internes Dokument zeigt, dass der Impfstoff nämlich nicht – wie allgemein angenommen – an der Impfstelle im Oberarm-Muskel verbleibt, sondern sich ein großer Teil relativ rasch im Organismus verteilt. 

Das Pfizer-interne Dokument zeigt, wie sich
radioaktiv markierter Impfstoff im Organismus verteilt

Für die Studie wurde den Ratten radioaktiv markierter mRNA Impfstoff ins Muskelgewebe injiziert. Bereits nach einer Stunde war 3% der Dosis in der Leber nachweisbar, nach 8 Stunden sogar 18%. Damit war in der Leber bereits fast gleich viel Impfstoff wie an der Injektionsstelle. 

Stark betroffen waren auch die Nebennieren,  Knochenmark, Lunge, Herz, Hirn, sowie bei weiblichen Tieren die Eierstöcke (andere Graphik). 

Je nachdem, welche Zellen von den mRNA Nanopartikeln 'befallen' werden, werden diese Zellen dazu veranlasst, Unmengen der viralen Spike-Proteine herzustellen. Weil die Zellen der Immunabwehr von außen erkennen können, was die Zellen im Inneren herstellen, vermuten sie die Aktivität von Viren und die Zellen werden zum Angriffsziel. 

Immunreaktionen sind normalerweise zeitlich beschränkt, sie können sich aber auch chronifizieren. Die Folgen wären Autoimmunreaktionen, die immer wieder auftreten. 

"Diese Hintergründe gilt es dringend aufzuklären, bevor die Impfkampagne auf die jüngere Bevölkerung ausgedehnt wird." – So würden sich verantwortungsvolle und kompetente Impfexperten äußern. Da in Österreich im Nationalen Impfgremium jedoch hauptsächlich Personen mit intellektuellen Interessenskonflikten und Impf-Lobbyisten sitzen, werden wir stattdessen weiterhin mit Kommentaren zu Delta- und sonstigen Mutanten überflutet. 


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Donnerstag, 3. Juni 2021

"Die Covid-Impfung ist kein Lakritzbonbon"

Mit der forschen Ansage, dass nun die Teenager und Jugendlichen geimpft werden, wurde offenbar ein Bogen überspannt. Rundum hagelt es Kritik. Und eine Reihe unangenehmer neuer Erkenntnisse zu möglichen Nebenwirkungen der Covid-Impfstoffe trägt auch nicht zur Entspannung bei. 


'Die Zeit': "Kinder jetzt schnell zu impfen wäre neues Unrecht"

Ende Mai ist im 'New England Journal of Medicine' die Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit der Pfizer/BioNTech Impfung 'Comirnaty' für Kinder ab 12 Jahren veröffentlicht worden. Am Montag dieser Woche erteilte die EMA (Europäische Arzneimittel Behörde) die Zulassung. Die Medien berichteten begeistert über eine Wirksamkeit von 100%. 
Bei genauerem Hinsehen erscheinen die Resultate weniger eindrucksvoll. Zum einen handelte es sich um eine recht kleine Studie mit 2.260 Teilnehmern in Impf- und Placebogruppe. Zum zweiten wurde die Studie in kürzester Zeit durchgezogen, 30 Tage nach der 2. Dosis wurde bereits 'abgerechnet'. Seltene Nebenwirkungen, oder Nebenwirkungen, die erst später auftreten, sind damit nicht zu erfassen. 
 
Und auch die 100%ige Wirksamkeit relativiert sich, wenn man weiß, dass sie auf gerade mal 16 PCR-positiven Fällen in der Placebogruppe basiert. Diese 16 Covid-Infektionen verliefen allesamt mild. 
Der Münchner Kinderarzt Steffen Rabe fasst diese Resultate so zusammen: "Nach der vorliegenden Studie müssten 67 Jugendliche geimpft werden, damit ein Fall eines banalen Luftwegsinfektes durch SARS-CoV-2 verhindert wird."

Im Vergleich dazu berichteten bis zu 80% der Geimpften über Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit und teils hohes Fieber. Der Anteil der Kinder, die Schmerzmittel bekamen war mit 37% (1. Dosis) bzw. 51% (2.Dosis) enorm. 

Die dänische Wissenschaftlerin und Professorin für 'Globale Gesundheit' Christine Stabell Benn merkt an, dass die Impfung laut dieser Studie ganz offensichtlich gefährlicher für die Kinder ist als die Infektion. 

Gestützt wird diese Aussage speziell durch die in der Studie beobachteten ernsten Nebenwirkungen. In der Altersgruppe 12-15 Jahre sind unter den Geimpften 7 Fälle von "severe events" ("schwerwiegende Ereignisse") aufgetreten - gegenüber 2 Fällen in der Kontrollgruppe. 
In der Gruppe der jungen Erwachsenen waren in der Impfgruppe 9 Personen von schwerwiegenden Ereignissen betroffen, in der Kontrollgruppe 3 Personen. 
Zusammen gerechnet lag das Risiko solcher Vorfälle in der Impfgruppe beim 3,3 fachen der Kontrollgruppe. 

Übersicht zu den "schwerwiegenden Ereignissen" in Impf- und Kontrollgruppen 

 
"Wie die EMA bei solchen Daten feststellen konnte, dass der Nutzen der Impfung höher ist als deren Risiko, bleibt ein vollständiges Rätsel", kritisiert Bell die Zulassung der Impfstoffe.


Politik und Ärztekammern machen Druck


Die obersten Gesundheitspolitiker beeindrucken solche Details wenig. Sowohl Jens Spahn, als auch der Österreicher Wolfgang Mückstein und die Schweizerin Anne Lévy  wollen nun rasch zur Tat schreiten. Der Sommer soll dafür genutzt werden, um möglichst viele Kinder gegen Covid zu immunisieren. 

Der deutsche Ärztetag setzte im Mai mit der Forderung, die Impfung von Kindern gegen das Covid-19-Virus verpflichtend einzuführen, noch eins drauf: "Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden", heißt es im Beschluss-Protokoll. "Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück."

Seither formiert sich jedoch ein ebenso starker wie unerwartet breit gefächerter Widerstand. Zahlreiche Ärzte probten unter dem Hashtag #nichtmeinaerztetag den Aufstand und stellten ablehnende Videos ins Netz. Eine Petition gegen die Impfpflicht erreichte binnen kurzem mehr als 700.000 Unterschriften. Und sogar die bisher so linientreue "Zeit" raffte sich in der aktuellen Ausgabe zu einer kritischen Coverstory zur Impfung der Kinder auf (siehe oben).


STIKO lässt sich von Politik nicht drein reden


Und auch die STIKO ('Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut') sieht die Corona-Impfung für Kinder skeptisch. Nur weil die EMA die Impfung zugelassen hat, bedeute das nicht automatisch, dass eine Empfehlung ausgesprochen wird. STIKO-Vorsitzender Thomas Mertens wies darauf hin, dass eine SARS CoV-2 Infektion für Kinder im Normalfall kein sonderliches Risiko darstellt, sondern sich ähnlich darstellt wie eine Influenza. Und auch hier gibt es in Deutschland keine generelle Impfempfehlung für Kinder. "Was haben die Kinder für einen Vorteil von einer Empfehlung? Diese Frage muss, so gut das eben möglich ist, gelöst werden", sagte Mertens in einem Interview mit dem NDR. "Den Kindern bietet man ja kein Lakritzbonbon an, sondern es ist ein medizinischer Eingriff und der muss entsprechend indiziert sein." Hinweise auf Fälle von 'Long-Covid' bei Kindern sieht Mertens bislang als Einzelfälle, bei denen noch zu viele Fragen offen sind, um sie als brauchbare Argumente für die Impfung zu nehmen. Studien zeigen zudem, dass nur eines von 10.000 Kindern nach einer Covid-Infektion im Krankenhaus behandelt werden muss. Das Sterberisiko liegt bei 1:1.000.000. 
Jens Spahn erklärte daraufhin unbeeindruckt, er werde auch ohne STIKO-Empfehlung ein Impfangebot machen. "Die Eltern können dann ja mit ihren Kindern entscheiden, ob sie das annehmen, oder nicht."

Auch international äußern sich zahlreiche Impfexperten skeptisch. Die Mehrzahl dieser Ärzte, Virologen und Immunologen ist dabei bisher nicht als Impfskeptiker aufgefallen. Doch bei der Covid-Impfung sehen viele eine Grenze überschritten. Im Vordergrund steht die Sorge, dass – nach dem Astra Zeneca Debakel – eine weitere eilig organisierte Impfaktion nach hinten los geht. 
Zumal Kinder SARS-CoV-2-Infektionen im Normalfall problemlos überstehen. Umso gravierender wäre es, wenn Covid-Impfungen bleibende Schäden bei den Kindern und Jugendlichen anrichten. 
Und da haben sich in den letzten Tagen und Wochen eine ganze Reihe unangenehmer Indizien angesammelt.


Nebenwirkung steht nun als "häufig" in der Fachinformation


Den Anfang machten Berichte über Vaxzevria, den SARS CoV-2 Impfstoff von Astra Zeneca.  An sich seltene Thrombosen, welche beispielsweise Blutgefäße im Gehirn verstopfen können, traten gehäuft auf. In Deutschland bekamen die Ärzte bereits Mitte April brisante Post von Paul Ehrlich Institut, EMA und Astra Zeneca: Ein "Rote Hand Brief" mit der Information, dass das Risiko einer "Thrombozytopenie" in der Fachinformation zur Impfung nunmehr als  "häufig" eingetragen werden muss. 
Häufig bedeutet, dass 1-10% der Geimpften diese Nebenwirkung erleiden. Und eine Thrombozytopenie ist keine Kleinigkeit. Sie stellt aus medizinischer Sicht einen Notfall dar und bezeichnet einen unerklärlichen Abfall von Thrombozyten (Blutplättchen) mit erhöhter Blutungsneigung.
Wie hoch die Gesamtzahl der Betroffenen ist, bei denen diese Störung des Immunsystems auftritt, ist bislang nicht bekannt. Möglich wäre es sogar, dass 100% der AZ-geimpften Autoantikörper gegen die eigenen Blutplättchen entwickeln. 
Das gleichzeitige Auftreten von Thrombosen mit Thrombozytopenie wurde mit der Häufigkeitsstufe "sehr selten" (weniger als 1 Fall pro 10.000 Impfungen) ebenfalls in die Fachinformation aufgenommen. 
Man kennt mittlerweile bereits die Ursache für diese Gerinnungsstörung. Es handelt sich um eine Autoimmunreaktion gegen die Thrombozyten. Sie bekam einen eigenen Fach-Begriff zugeordnet und heißt "Impfstoff-induzierte prothrombotische Immunthrombozytopenie (VIPIT)" (englisch vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia, VITT). Die Zerstörung der Blutplättchen durch das Immunsystem führt  - durch Verklumpung und Entzündung - zur Entstehung von Thrombosen. Wie viele dieser Vorfälle subklinisch ablaufen, ohne erkannt und richtig zugeordnet, bzw. therapiert zu werden, ist derzeit unbekannt. Seriös wäre es unter diesen Umständen, die Impfung mit Vaxzevria schleunigst einzustellen, bis diese Problematik geklärt ist. (Das gilt genauso für den Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson, bei dem ein ähnliches Risiko besteht.) Dennoch wird z.B. in Österreich nach wie vor weiter geimpft - auch junge Leute. 

Dass sich das Thrombose Risiko ausschließlich auf die Vektor-basierten Impfstoffe (Vaxzevria, Janssen, Sputnik V) beschränkt, ist biologisch wenig plausibel. Zumal auch die mRNA Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna denselben Wirkmechanismus bedienen. 
Die einen nehmen einen Umweg über den Zellkern, die anderen liefern direkt die mRNA Fäden in der Zelle ab. Doch beide codieren die Spike-Proteine der Covid-Viren, die dann in den Zellen massenhaft erzeugt werden. Eine Studie der Oxford Universität kam denn auch zum Schluss, dass sich das Thrombose-Risiko gleichmäßig über alle Impfungen verteilt. 

Diese Studie zeigte auch, dass die Covid-Infektion selbst eine massive Gefahr für die Bildung von Thrombosen darstellt. Je älter die Patienten, desto höher ist dieses Risiko. Hier ist allerdings zu beachten, dass dieses Risiko nicht unbedingt etwas mit der Covid-Infektion zu tun hat, sondern hoch betagte Menschen mit Vorerkrankungen generell ein Thrombose-Risiko von bis zu 20 Prozent haben, speziell wenn sie bettlägerig werden. Und nachdem die Haupt-Risikogruppe bei Covid genau in diese Kategorie fällt, ist die Überschneidung auch logisch.
Experten, welche die Nebenwirkungen der Impfung gegen das Thrombose-Risiko der Krankheit aufrechnen, vergessen allerdings häufig diesen Umstand zu erwähnen. 
Thrombosen bei gesunden jüngeren Menschen sind sehr selten - und insofern wäre ein von den Impfungen ausgehendes Risiko jedenfalls relevant. 


Was passiert mit dem Impfstoff im Körper?


Die Covid-Impfstoffe haben einen Wirk-Mechanismus, der sich vollständig von herkömmlichen Impfungen unterscheidet. Sie benutzen nämlich den Körper der Geimpften als eine Art Biogenerator. Der eigentliche Wirkstoff wird erst im Menschen erzeugt. 
Und das funktioniert, indem die Inhaltsstoffe der Impfung die Zellen an der Einstichstelle zur Produktion spezieller Stachel-Proteine der Coronaviren ('Spikes') zwingen. Weil diese Spikes an der Oberfläche der Zellen sichtbar sind, werden diese 'gekaperten' Zellen von Abwehrzellen des Immunsystems entdeckt. Diese gehen so vor, wie sie das auch tun würden, wenn die Zelle tatsächlich von Viren infiziert wäre: Sie zerstören die Zelle und nehmen eine Probe der verdächtigen Proteine mit, die hier erzeugt werden. In der Folge werden vom Immunsystem Unmengen an Antikörpern erzeugt, die spezifisch auf die Spike-Proteine der Viren "scharf gemacht" werden. 

Soweit das neuartige Funktionsprinzip der Corona-Impfungen. 
Die durchgeführten Studien bestätigen ihnen - zumindest kurz nach der 2. Dosis - eine hohe Wirksamkeit. 

Doch nun tauchen Fragen von eminenter Wichtigkeit auf: Zum einen stellt sich die Frage, ob der Impfstoff an der Einstichstelle verbleibt und vor allem Muskelzellen zur Produktion der Spike-Proteine zwingt. - Oder ob sich der Impfstoff im Körper verteilt und auch alle möglichen anderen Zellen 'befällt'. 

In den EMA-Berichten wird diese Frage eher oberflächlich behandelt und auf Tierstudien verwiesen, die in anderem Zusammenhang gemacht worden sind. Bestätigt wird, dass sowohl Impfstoff als auch die gebildeten Spike Proteinen verschwinden, das einzige was zurück bleibt ist die Immunreaktion, die sich in Form von Antikörpern materialisiert.

Diese "offizielle" Version zur Sicherheit der Covid-Impfstoffe gerät jedoch zunehmend ins Schwanken. So weisen Wissenschaftler darauf hin, dass sich die rund 50 Milliarden Viren-Partikel, die etwa in einer Dosis Astra-Zeneca oder Janssen Impfstoff enthalten sind, massiv im Organismus verteilen. "24 Stunden nach der Injektion wurden geringe Virusmengen in allen Geweben (einschließlich Blut, Gehirn, Herz, Niere, Leber, Lunge, Keimdrüsen und Milz) nachgewiesen", schreibt der englische Wissenschaftler Hamid Merchant im British Medical Journal. Für die mRNA Impfstoffe gelte wahrscheinlich ähnliches. Doch haben die Arzneimittel-Behörden keine eigenen Studien zur Verteilung im Organismus vorgeschrieben. Und somit wurden diese auch nicht gemacht. 
Tatsächlich 'infizieren' die Impfstoffe demnach alle möglichen Zellen im Organismus und zwingen diese zur Erzeugung von Spike-Proteinen. Dadurch, so Merchant, steigt aber das Risiko von Fehlreaktionen des Immunsystems, wenn es in der Folge nicht nur gegen die Spikes, sondern gleich gegen den ganzen Zelltyp vorgeht. "Das kann beispielsweise zu einer Autoimmunreaktion gegen Thrombozyten führen", erklärt Merchant. "Die daraus resultierende Thrombozytopenie kann zu inneren Blutungen und spontanen Blutgerinnseln führen." Besonders übel wären die Folgen im Gehirn: "Der Impfstoff könnte die Gehirnzellen dazu anregen, Spike-Proteine zu produzieren, was zu einer Immunantwort gegen die Gehirnzellen führen könnte."


Bleiben die Spike-Proteine tatsächlich in den Zellen gefangen?


Die nächste Frage lautet: Was passiert mit den Spike-Proteinen? Bleiben diese in der Zelle gefangen, oder setzen die Zellen diese Spike-Proteine frei, so dass sie sich im Organismus verbreiten können. 
Diese Frage ist alles andere als banal, weil die Spike-Proteine der Coronaviren auch losgelöst von den Viren Schaden anrichten können. 

Spike Protein bestehen aus zwei Untereinheiten, S1 und S2. Die S1-Untereinheit enthält eine Domäne, die für die Bindung an den Wirtszellrezeptor verantwortlich ist. Die S2-Untereinheit vermittelt das Andocken und Verschmelzen zwischen der Virus- und der Wirtszellmembran.Würden millionenfach Spike-Proteine über den Blutkreislauf in alle Teile des Organismus verteilt, so wäre dies verheerend. Denn sie wären in der Lage, an Zellen zu docken, Verklumpungen und unzählige Mikro-Entzündungen auszulösen. 

In allen Berichten zur Sicherheitsprüfung der Impfstoffe wird deshalb darauf hingewiesen, dass dies nicht möglich ist: "Das Spike-Protein wird nicht freigesetzt, um frei durch den Blutkreislauf zu wandern, denn es hat eine Transmembran-Ankerregion, die es festsitzen lässt", erklärt der US-Biochemiker Derek Lowe. "Die Spikes sitzen auf der Oberfläche von Muskel- und Lymphzellen oben in Ihrer Schulter und wandern nicht durch Ihre Lungen und machen dort Ärger."

Doch auch diese These wurde nun über eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Harvard University in Boston kräftig erschüttert. Ein Forscherteam rund um David R. Walt wies nämlich mit einem eigens entwickelten hoch sensiblen Testverfahren nach, dass sich die Spikes sehr wohl im Körper verteilen. Dazu wurden 13 junge Mitarbeiter im Gesundheitsbereich mit dem Moderna-Impfstoff geimpft und ihnen laufend nach der ersten und zweiten Impfdosis Plasmaproben abgenommen. 
Dabei zeigte sich, dass bei 11 der 13 Versuchsteilnehmer bereits am 1. Tag nach der Impfung die S1-Spike Proteine im Blutkreislauf nachweisbar waren. Ihre höchste Konzentration erreichten sie am 5. Tag nach der Impfung. Bei drei Teilnehmern waren sogar die vollständigen Spike-Proteine (incl. S1 + S2) im Plasma nachweisbar. 
Erst mit der einsetzenden Immunreaktion verschwanden die viralen Proteine zunehmend. Nach der 2. Dosis war die Immunreaktion bereits so weit ausgebildet, dass alle Spikes abgefangen wurden und sie nicht mehr im Plasma nachweisbar waren. 
Nach der ersten Dosis können die Spikes demnach aber alles mögliche anrichten. 
Für den Impfexperten Byram Bridle, Professor für virale Immunologie an der University of Guelph in Kanada, ist mit dieser Entdeckung der Beweis erbracht, dass die Impfstoffe gefährlich sind. "Wir haben einen großen Fehler gemacht, das hätten wir niemals erwartet", erklärte er in einem viel beachteten Interview. "Wenn die Spikes an die Rezeptoren der Blutplättchen und auch an die Zellen in den Gefäßen binden, dann ist das wahrscheinlich die Ursache für die Gerinnungsstörungen nach der Impfung, die wir weltweit gesehen haben."


Herzmuskel-Entzündungen speziell bei jungen Geimpften

Damit wäre auch eine mögliche Erklärung gefunden für eine Entdeckung, die in Israel für Aufregung sorgte. Das Land wurde mit der Impfung von Pfizer/BioNTech weitgehend durchgeimpft. Bereits im April wurden Berichte an die Medien weiter gegeben, in denen von einer Häufung von Fällen von Myokarditis (Entzündungen des Herzmuskels) die Rede war. 

Nun bestätigt eine umfassende Analyse im Auftrag des israelischen Gesundheitsministeriums den Verdacht: Das Risiko, eine Myokarditis zu erleiden, sei für junge Männer um den Faktor 5 bis 25 erhöht, heißt es im Bericht, ein kausaler Zusammenhang von Impfung und Erkrankung sei wahrscheinlich. Am stärksten betroffen sei die jüngste, bisher geimpfte Altersgruppe, die 16- bis 19-jährigen. Hier treten ein bis zwei Fälle pro 6.000 Impfungen auf. 

Und damit schließt sich endgültig der Kreis zur Impfung der Kinder und Jugendlichen. "Wir sollten uns mit Impfungen von Kindern und Jugendlichen zurückhalten, bis die Risiken wirklich geklärt sind", sagte Klaus-Michael Debatin, Direktor der Universitätskinderklinik in Ulm, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. 

Ein Ende der unangenehmen Impf-Überraschungen ist nicht in Sicht. Denn weltweit mehren sich nun auch noch Berichte über ungewöhnlich starke vaginale Blutungen. Damit stellt sich die Frage, ob die Covid-Impfungen Zyklusstörungen auslösen können. Experten halten das durchaus für möglich.

Laufend kommen demnach neue Erkenntnisse, es bleibt spannend. Für Erwachsene – speziell aber für Kinder und Jugendliche – zahlt sich Zurückhaltung aus. Und jede Form von Erpressung oder Nötigung zur Impfung erweist sich unter diesen Umständen zunehmend als kriminell. 


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Mittwoch, 12. Mai 2021

Covid-19 kam mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Labor

Die gefährlichen Experimente mit Coronaviren der Fledermaus wurden gar nicht sonderlich geheim gehalten. In Förderanträgen und Publikationen wird konkret beschrieben, was in Wuhan ablief: Die Viren  sollten durch Manipulation ihrer Gene so verändert werden, dass sie auf Menschen übertragbar wären. Dazu liefen zahlreiche Experimente mit humanisierten Versuchsmäusen (Mäuse mit menschlichen Zellen). Anschließend sollten Impfstoffe entwickelt werden, die gegen alle derartigen Mutationen wirken. 
Weil diese Art von Forschung wegen ihrer Gefährlichkeit in den USA verboten war, förderten US-Behörden und private Investoren die chinesische Universität in Wuhan, wo diesbezüglich keine Bedenken bestanden. Dort kam es dann – in Folge eines Unfall oder aus Fahrlässigkeit – zur Freisetzung der Viren. Der Rest ging als Covid-19 Pandemie in die Weltgeschichte ein. 

Zahlreiche hochrangige Wissenschaftler lieferten Indizien und Beweise für diesen Hergang. Der englische Wissenschaftsjournalist Nicholas Wade – Autor vielfach ausgezeichneter Sachbücher und langjähriger Mitarbeiter von Nature, Sciene oder New York Times – hat nun die wichtigsten Belege zusammen getragen und zu einem Gesamtbild kombiniert.  In seinem Artikel liefert er die bislang umfangreichste Recherche zum Ursprung der SARS CoV-2. Und die spricht eindeutig für die Labor-Hypothese und gegen die These der zufälligen Mutation. Die durchschnittliche Lesezeit für Wades Artikel ist mit 43 Minuten angegeben. Ich fasse die Eckpunkte hier kurz zusammen. 


 Die Bat-Lady und ihre Viren-Experimente

Die chinesische Virologin Shi Zheng-li ist in China eine wissenschaftliche Berühmtheit. In den Medien wird sie als "Bat Lady" bezeichnet, weil sie zahlreiche Expeditionen in die Fledermaus-Höhlen von Yunnan in Südchina unternommen hat, um dort frisches Viren-Material für ihre Forschungsarbeit zu sammeln. Im Institut für Virologie in Wuhan leitete Shi Zheng-li eine Abteilung, wo so genannte "Gain of Function" (GOF) Forschung betrieben wurde. Dabei geht es darum, Viren so zu verändern, dass die Viren zusätzliche Eigenschaften gewinnen. Funktionen, die ihnen zum Beispiel die Fähigkeit verleihen, Artengrenzen zu überspringen und auch Menschen zu infizieren. 

Zum einen dienen diese Experimente militärischen Zielen. Es geht aber nicht nur um biologische Kriegsführung, sondern auch um Prävention. GOF-Forschung soll die Voraussetzungen schaffen, sich für potenzielle Ausbrüche gefährlicher Viren durch die Entwicklung von Medikamenten und Impfungen zu schützen. Dabei kann aber auch viel schief gehen.

Das Labor in Wuhan richtete für diese gefährlichen Experimente ein brandneues Labor mit der höchsten Sicherheitsstufe 'BSL-4' ein. Ein Bericht des US-State Department aus dem Jahr 2018 besagt, dass es jedoch einen Mangel an entsprechend ausgebildeten Technikern und Mitarbeitern gab, um dieses High-Tech Labor sicher zu betreiben. 

Dazu kommt die Abneigung der meisten Virologen unter BSL-4 Bedingungen zu arbeiten. Das gilt nicht nur für Wuhan, sondern weltweit: In BSL-4 Umgebung muss man einen Raumanzug tragen, strengste Standards einhalten und akzeptieren, dass alles extrem ungemütlich ist und doppelt so lange braucht. Also wurde es möglichst vermieden, das BSL-4 Labor zu benutzen. Das gab Shi Zheng-li auch offen zu. In einem Interview mit dem Magazin 'Science' sagte sie: "Die Coronavirus-Forschung machen wir in BSL-2 oder BSL-3 Laboren."

‘Bat-Lady‘ Shi Zheng-li, die Leiterin des Labors in Wuhan.
BSL-4 Raumanzüge sind unter Virologen höchst unbeliebt.



Fledermaus-Alarm

Als zum Jahreswechsel 2019/20 erstmals über Fälle atypischer Lungenentzündung in Wuhan berichtet wurde, fehlte nirgends der Hinweis, dass fast alle Patienten aus der Nähe eines bekannten Fischmarktes stammten oder dort eingekauft hatten. Neben Fisch sind dort auch noch alle möglichen anderen Tierarten verkauft worden. 

Dies erinnerte Experten an die Abstammung der SARS-1 Viren, die sich in den Jahren 2002/03 ausgehend von Südchina weltweit verbreitet und mehr als 700 Menschenleben gefordert hatten. Diese Coronaviren-Mutation wurde von Wissenschaftlern genauestens nachverfolgt. Die genetische Spur führte vom Menschen zurück zu Zibetkatzen, die wiederum von Fledermausviren infiziert worden waren. Binnen weniger Wochen gelang es, die wesentlichen genetischen Veränderungen, die den Übergang von Fledermäusen zu Katzen und schließlich zum Menschen ermöglicht hatten, genauestens zu lokalisieren. 

Dasselbe geschah dann im Jahr 2012 noch einmal. Ebenfalls wieder mit Coronaviren, allerdings mit anderen Wirtstieren. Diesmal sprangen Fledermausviren auf Kamele über und mutierten dabei so, dass sie auch Menschen gefährlich werden konnten. 
Geographisches Zentrum des Ausbruchs war hier Saudi Arabien. Die Letalität war enorm hoch, etwa jeder dritte Infizierte starb. Doch die Viren waren zum Glück nicht gut auf den Menschen angepasst, die Übertragung von einer Person zur anderen gelang nur sehr schwer und somit versandete MERS ohne weiteren Schaden anzurichten. 

Bei SARS CoV-2  lief jetzt hingegen alles in fataler Weise perfekt - für die Viren. Sie sind enge Verwandte von SARS und MERS aber im Vergleich zu ihnen geradezu ideal ausgestattet für die Infektion von Menschen. Der Sprung von einer infizierten Personen auf eine andere gelang ohne Probleme und damit geriet der Ausbruch binnen weniger Wochen zur Pandemie.

Virologen erklärten wortreich, dass so ein Wildtier-Markt wie in Wuhan die ideale Brutstätte für Viren sei. Es genügte eine Ahnung, eine Geschichte, die sich logisch anhört, um sie sofort als Wahrheit erscheinen zu lassen. Die Medien verbreiteten unisono die These von der natürlichen Mutation weltweit. Kein News-Channel, kein Fachjournal, kein Wissenschaftsjournalist eines größeren Magazins fragte näher nach. Auch nicht, als die Recherchen der chinesischen Behörden ergaben, dass die frühesten Covid-Fälle meist gar keine Verbindung zum Fischmarkt hatten. 


Meinungskampf

Von Beginn an gab es jedoch zahlreiche Hinweise - sowohl aus chinesischen Quellen, als auch von ausländischen Virologen mit Detailwissen über GOF-Forschung - dass an der offiziellen Darstellung vieles verdächtig ist oder schlicht nicht stimmen kann. "Wenn jemand behauptet, das Virus kann keinesfalls aus dem Labor stammen, kauf es ihnen nicht ab: Labore rund um den Globus kreieren seit Jahren synthetische Viren", erklärt der Gentech-Experte Yuri Deigin, der in Kanada ein Biotech-Unternehmen leitet. Bereits im April 2020 veröffentlichte Deigin ausführliche Analysen der Viren-Entstehung, die den offiziellen Darstellungen diametral widersprachen. Im November präzisierte er zusammen mit der Mikrobiologin Rossana Segreto von der Universität Innsbruck im Journal 'BioEssays' die gemeinsame Expertise, die zu folgendem Resultat kam: 
Die chimäre Struktur von SARS-CoV-2 und die Furin-Spaltstelle sind wahrscheinlich das Ergebnis einer genetischen Manipulation

„Die Suche nach dem Ursprung des Virus ist politisch brisant“, erklärte Rossana Segreto gegenüber der Tageszeitung 'Kurier'. „Ich wünschte, ich hätte diese Zusammenhänge nie gefunden." 

Der angesehene Hamburger Nanowissenschaftler Roland Wiesendanger bekam dies massiv zu spüren, als er nach monatelangen Recherchen ebenfalls eine Studie zum Ursprung der neuartigen Coronaviren vorlegte. Er kam zu dem Ergebnis, "dass sowohl die Zahl als auch die Qualität der Indizien für einen Laborunfall am virologischen Institut der Stadt Wuhan als Ursache der gegenwärtigen Pandemie sprechen".

Daraufhin bezog er - speziell im deutschsprachigen Raum - ordentlich Prügel. Bezeichnenderweise nicht von hochrangigen Kollegen, sondern meist von Journalisten und Studenten. Das Statement des Studierenden-Ausschuss der Uni Hamburg ist ein gutes Beispiel für Zielrichtung und Niveau dieser Angriffe:

Die „Studie“ von Herrn Wiesendanger der Uni Hamburg entspricht nicht den wissenschaftlichen Standards, die wir von einer Universität erwarten. Sie spielt stattdessen nur Verschwörungstheoretiker*innen in die Hände und schürt anti-asiatischen Rassismus.

Wiesendanger nahm dazu in einem Interview mit Servus TV (ab Minute 8:50) ausführlich Stellung. Die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Covid-19 Ursache bezifferte er mit "weniger als 1 Prozent". Eigentlich wären mittlerweile längst die Vertreter dieser These in der Pflicht, ihre Beweise vorzulegen. "Das können sie aber offenbar nicht." Angriffe auf seine Reputation nehme er in kauf, "denn es gibt eine Verantwortung für die Gesellschaft."  Im Vordergrund steht Wiesendangers Sorge, "dass diese gefährliche Forschung nach wie vor finanziert wird, auch von den USA. Es kann deshalb jederzeit zu neuen Ausbrüchen von möglicherweise noch viel gefährlicheren Viren aus den Laboren kommen."


Die China-Connection

Während die chinesischen Behörden  der Welt einen spektakulären Kampf gegen die Viren vorführten, wurden die Spuren, die auf einen möglichen Laborunfall in Wuhan hindeuten, sorgfältig verwischt. Davor zugängliche Datenbanken wurden vom Netz genommen. Mitarbeiter, von denen es heißt, dass sie erste Opfer der Infektion geworden seien, verschwanden spurlos. Ihre Porträts wurden kommentarlos von der Webseite des Instituts gelöscht. Dissidenten berichten von der gnadenlosen Verfolgung jeglicher Äußerungen, die der offiziellen Linie widersprechen. 

Auf internationaler Ebene besorgte dieses Geschäft eine Gruppe hochrangiger Virologen – großteils aus den USA, von deutscher Seite war nur Christian Drosten vertreten. Sie publizierten bereits im Februar 2020 ein gemeinsames Statement im Journal 'The Lancet', in dem Sie Kritik an der offiziellen Linie gleich mal ordentlich abkanzeln: 

Wir weisen gemeinsam Verschwörungstheorien entschieden zurück, die besagen, dass COVID-19 keinen natürlichen Ursprung hat.
Die Unterzeichner bringen keine eigenen Beweise für diese Aussage. Als Beleg verweisen sie lediglich auf chinesische Virologen-Kollegen, die diesbezüglich nichts Auffälliges entdeckt haben. Die neuartigen Viren, so deren häufigstes Argument, haben 96,5 Prozent ihres Erbgutes mit Coronaviren der Fledermaus gemeinsam. Und bei den fehlenden 3,5 Prozent werde es sich wohl um natürliche Mutationen handeln. 

Es stellte sich später heraus, dass das Lancet-Statement der internationalen Virologen-Prominenz von Peter Daszak organisiert worden war (siehe Ausschnitt unten). Daszak ist ein britisch-amerikanischer Zoologe und eine der schillerndsten Figuren im internationalen Viren-Gewerbe. Als Präsident der 'EcoHealth Alliance' mit Sitz in New York war Daszak seit vielen Jahren mit dem Virologischen Institut in Wuhan im Geschäft. 
Er fungierte als Verbindungsstelle zur USA und förderte die gefährlichen Experimente. Im Fall eines Laborunfalles wäre er natürlich auch potenziell haftbar gewesen für den unendlichen finanziellen Schaden, den die Pandemie weltweit verursacht hat. Dieser klare Interessenskonflikt wurde im Brief an die Lancet Leser aber mit keinem Wort erwähnt: Im Gegenteil, dort heißt es: "Wir haben keine Interessenskonflikte."



Zoologe Peter Daszak zieht im Hintergrund die Fäden (Foto: ecohealth)

Zum Jahresbeginn 2021 organisierte die WHO schließlich eine Expertenreise nach Wuhan, die den Vorwürfen nachgehen sollte. Ernüchternd war die Auskunft der chinesischen Behörden, dass "trotz intensiver Suche" während eines ganzen Jahres keine genetischen Spuren gefunden wurde, wie die Mutationen am Übergang von der Fledermaus zum Menschen abgelaufen waren.  Dies ist umso verblüffender, als dies bei SARS-1 sowie MERS binnen weniger Wochen lückenlos aufgeklärt werden konnte. 

Und somit spricht auch hier einiges für die Labor-These. Denn die im SARS CoV-2 Virus vorgefundenen "Mutationen" sind für Experten ganz klare logische Eingriffe, so wie sie im Sinne der GOF gemacht werden würden, wenn man Fledermausviren so umbauen möchte, dass sie Menschen gefährlich werden. (Die genaue Beweisführung sprengt den Rahmen dieses Berichtes. Wer sich hier für die Details interessiert: Nicholas Wade erklärt die komplexe Materie sehr gut - und auch für Nicht-Virologen verständlich.)

Was dann nach der China-Reise öffentlich vermittelt wurde in den Presse-Erklärungen der Experten-Kommission klang dennoch wie ein Schulterschluss mit den chinesischen Behörden. Denn auch hier war es wieder Peter Daszak, der mit einer Gruppe gleichgesinnter VirologInnen den Ton angab. Die WHO hatte den hoch befangenen US-Amerikaner, der über beste Kontakte in die Top-Etagen von Weißem Haus und Pentagon verfügt, tatsächlich als führendes Mitglied der China-Exkursion ausgewählt. Und so kam Daszaks Resüme nicht ganz überraschend: "Die Idee, dass das Virus aus dem Labor entkommen ist", erklärte Daszak in Interviews, "ist reiner Blödsinn."

„Daszak ist enger Kooperationspartner des Instituts für Virologie in Wuhan“, kritisiert die Mikrobiologin  Rossana Segreto diesen offensichtlichen Interessenskonflikt. „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass hier eine neutrale Untersuchung stattfand.“


"Message Control" und die Folgen

Wer die Kette an Indizien, die in den Berichten von Deigin oder Wade aufgelistet werden, vorurteilsfrei prüft, tut sich schwer, die offizielle Darstellung einer zufälligen Mutation auch nur halbwegs plausibel zu finden. Sie entpuppt sich stattdessen als Produkt einer professionell durchgezogenen "Message Control", die im Kern auf dem guten Image "der Wissenschaft" und ihrer herausragenden Vertreter aus dem Fachbereich der Virologie aufbaut. 

Doch genau diese Virologen, merkt Nicholas Wade in seinem Artikel an, waren es, die weltweit massiv für die Aufhebung der Beschränkungen für die hoch riskante GOF-Forschung lobbyiert haben. Eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge würde demnach vielen dieser Experten sowie generell "der Wissenschaft" einen massiven Ansehens-Verlust eintragen. 

Wenn allerdings die "Message Control" so gut läuft, wie sie aktuell gelaufen ist, dann passiert genau das Gegenteil. Das Ansehen "der Wissenschaft" stieg raketengleich. Virologen trieben mit ihrer Expertise die Politik vor sich her und sie bestimmten schließlich weltweit – nach chinesischen Lockdown- und Quarantäne Rezepten – wie mit den neuartigen Viren umzugehen ist. 

Genauso absurd geht es weiter: Einer der wichtigsten Anlässe, diese gefährlichen Viren im Labor zu erzeugen, war der Versuch damit einen Vorsprung bei der Produktion von Impfstoffen gegen Coronaviren zu gewinnen. Dieser Versuch ist vollständig gescheitert. Bevor eine Impfung entwickelt werden konnte, waren die Viren längst entwichen. 
Doch auch hier haben die Auslöser der Katastrophe nun auf Umwegen doch noch erreicht, was sie wollten: Die Impfstoff-Forschung wurde mit Milliarden-Förderungen regelrecht zugeschüttet, Impfungen gelten als einziger Ausweg aus der Krise. 

Manchmal scheint es, als erlebten wir gerade die Live-Übertragung einer von George Orwell inspirierten Farce zur Umwertung der Werte, wo Wahlsprüche wie „Freiheit ist Sklaverei“ oder „Unwissenheit ist Stärke“ gerade mit ihrer brutalen Willkür den Machtanspruch dokumentieren. Als gelte es, ein Narrativ – und sei es noch so absurd – auf allen Kanälen als Wahrheit durchzupeitschen. 
Diesem ebenso selbstbewusst wie aggressiv verbreiteten Meinungsterror der internationalen "Message Control" zu widerstehen, ist nichts für schwache Nerven. Zumal es jetzt für die Politik darum geht, mit Hilfe von Erpressung und Repressalien die Abweichler auf Linie zu bringen und dann dieses leidige Thema SARS-CoV-2 endlich siegreich abzuschließen. Impf-Abonnements, die alle 6 Monate aufzufrischen sind, inklusive. 

Was ich als Wissenschaftsjournalist und Filmemacher tun kann, ist dranbleiben: recherchieren, Artikel schreiben, Filme machen und Informationen unter die Menschen bringen, die vielleicht eines Tages mithelfen, die Wahrheit über die Hintergründe der Covid-Pandemie und ihrer vielen Profiteure lückenlos aufzuklären. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Donnerstag, 15. April 2021

Aggressive 'No-Covid'-Sekte dominiert die Politik

Ein Teil der Covid-Experten driftet zunehmend in den Extremismus ab. Sie treiben die von ihnen beratenen Politiker in immer aggressivere Maßnahmen. Dabei gibt es längst vernünftige und gesicherte Strategien für eine Rückkehr zu einem weitgehend normalen Leben. 

Seit mehr als einem Jahr bestimmt die Virenangst unseren Alltag (Credit)

In Niederösterreich und Wien wurde der Lockdown bis in den Mai hinein verlängert. In Deutschland sind weitere Verschärfungen des Infektionsschutz-Gesetzes in Planung, welche die bundesweite Umsetzung von Maßnahmen garantieren soll. Im Zentrum steht die Einführung eines Lockdown-Automatismus. Wenn in einem Landkreis 3 Tage lang eine Inzidenz von 100 überschritten wird, müssen Geschäfte schließen und nächtliche Ausgangssperren treten in kraft. Ab einer Inzidenz von 200 sperren Kitas und Schulen automatisch zu. Als wichtigster Grund für die Maßnahmen wird die drohende Überlastung der Krankenhäuser und speziell der Intensivstationen genannt. 

Gleichzeitig teilt das Statistische Bundesamt Wiesbaden mit, dass die Sterbezahlen vom März 2021 um 11% unter dem Durchschnitt der Vorjahre liegen. Auch ein Blick auf die Europa-Landkarte des von den dänischen Behörden eingerichteten Euromomo-Systems zur Erfassung von Übersterblichkeit zeigt, dass die Lage weitgehend im grünen Bereich liegt. Von den 29 Ländern, die hier wöchentlich ihre Mortalitäts-Daten übermitteln, meldeten 24 Länder für die Kalenderwoche 14 "no excess mortality". Ein Vergleich mit derselben Kalenderwoche vor drei Jahren ergibt ein recht ähnliches Szenario. Woher kommt also diese allgemeine Untergangs-Stimmung?


Kalenderwoche 14/18
Kalenderwoche 14/21


Vorsicht ist gewiss sinnvoll. Doch mittlerweile sollte es sich herumgesprochen haben, dass die Maßnahmen im sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Bereich höchst negative Auswirkungen haben und es alles andere als gewiss ist, dass insgesamt der Nutzen überwiegt. 

Das Kinderspital Zürich meldet beispielsweise rückblickend auf das Jahr 2020 einen steilen Anstieg bei Essstörungen und Suizidversuchen von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz. "Die Pandemie belastet Junge stark", sagt Chefpsychologe Markus Landolt, "Wir laufen am Limit."

Dasselbe gilt für die Tourismus, Gastronomie, Kulturbetrieb, Sport und viele andere Bereiche. Alles steht still. Zahllose Menschen, Betriebe, Vereine verlieren gerade ihre Existenzgrundlage. Die dramatischen Folgen werden sich noch über Jahre hin zeigen.  

Warum werden trotzdem so restriktive Vorschriften erlassen?

Es geht um die bedrohliche Lage auf den Intensivstationen hört man laufend von Experten in den Nachrichten. Und um hier den Nachschub zu unterbinden, muss das Infektionsrisiko in der Bevölkerung minimiert werden. Und dafür fällt Experten und Politik keine andere Lösung ein, als die Bevölkerung möglichst wirksam einzusperren. 

Die Frage ist nur, warum diese Rechnung nun plötzlich aufgehen sollte, wo wir uns doch seit bereits einem halben Jahr im Dauer-Lockdown befinden. 


Die 'No-Covid'-Sekte

Welche Art von Experten berät hier die Politik? Auffällig ist, dass die Berater-Zirkel relativ klein sind. Kritiker des Lockdowns sowie Verfechter einer weniger radikalen Linie wurden von vorn herein ausgegrenzt, angegriffen und teils auch massiv verleumdet. Täter waren hier vor allem die 'richtigen' Experten, welche im Verein mit Politik und Medien die Richtung vorgaben. 'Falsche Experten', wie Martin Sprenger oder John Ioannidis wurden ausgegrenzt, Mediziner wie Wolfgang Wodarg oder Sucharit Bhakdi beinahe kriminalisiert. 

Den Ton gaben fortan Leute wie Christian Drosten, Melanie Brinkmann, Herwig Kollartisch oder Dorothee van Laer an. Eine kleine Gruppe von Virologen, Epidemiologen, Mathematikern und Simulationsexperten erklärt in den Medien, was Sache ist. Was sie eint ist ihre beinahe idente Sicht auf die Pandemie. 

Von Beginn an waren sie Verfechter der 'No-Covid'-Strategie. Die Viren sollten möglichst ausgerottet - zumindest aber auf einem minimalen Niveau gehalten werden, bis die rettende Impfung kommt. Diesem Prinzip wurde alles andere untergeordnet. Und wenn die Maßnahmen nicht so wirkten, wie sie sollten, wurden sie – nach Experten-Ratschlag – verschärft oder verlängert. 

Gleichzeitig wurden in den Medien bestimmte Personengruppen als Schuldige vorgeführt (z.B. Party-People, Urlauber, Demonstranten,…). Selbstkritik hingegen vernimmt man so gut wie nie. Stattdessen kommen laufend neue deprimierende Prophezeiungen. Die Virologin van Laer kündigt beispielsweise jetzt schon eine neuerliche starke Virenwelle für den Herbst an, wo dann mit verbesserten Impfungen nachgeimpft werden muss. Melanie Brinkmann droht, dass wir das ganze Jahr im Dauer-Lockdown bleiben, wenn wir nicht endlich zu aggressiveren Maßnahmen greifen. 


Langsam reicht's

Mit den neuen Verschärfungen und dem wachsenden Zorn und Unverständnis der Bevölkerung kommen nun auch in manchen Mainstream-Medien vermehrt kritische Artikel. Etwa von Susanne Gaschke, ehemalige SPD-Oberbürgermeisterin von Kiel. "Im Kanzleramt regiert eine 'No-Covid'-Sekte",  schrieb sie in der 'Welt'.  

Der frühere hessische CDU-Ministerpräsident Roland Koch diagnostizierte in der FAZ, dass nach einem Jahr Krise manche Politiker immer noch Entscheidungen treffen wie am ersten Tag der Pandemie: "Die Bundesregierung hat den Bezug zur Wirklichkeit verloren."

Und in der NZZ rechnet der Physiker Frank Scheffold mit den Modellierern ab, "deren Szenarien so oft daneben lagen, dass das die Politik endlich mal eingestehen müsste." Bessere Beispiele wären Vorgangsweisen wie im US-Bundesstaat Texas, wo Anfang März alle staatlich angeordneten Massnahmen aufgehoben worden sind. "Trotz panischen Warnungen der Lockdown-Befürworter", schreibt Scheffold, "sinken die Fallzahlen seitdem weiter, und das gesellschaftliche Leben hat sich weitestgehend normalisiert."

Auch Detlev H. Krüger, dem Vorgänger von Christian Drosten als Leiter der Virologie in der Berliner Charité, platzte nun der Kragen. In einem offenen Brief wandte er sich gegen den "Unsinn, die Inzidenz der Infektionen als Bewertungsgrundlage für die Auswahl von Schutzmaßnahmen zu nehmen."


Sinnvolle Maßnahmen

Poltiker wie Angela Merkel versuchen, die aktuellen Maßnahmen als "alternativlos" darzustellen,  doch gestimmt hat diese Ansage nie. Es gibt mittlerweile unzählige Fachleute, die den herrschenden Strategien widersprechen und dies auch durchwegs mit Fakten belegen. 

Hier eine Auflistung solcher sinnvoller Maßnahmen (die ich in den nächsten Tagen weiter ergänzen werde):

  • Menschen mit überstandener Covid-Infektion brauchen keine Impfungen

Zahlreiche Studien zeigen, dass die natürlich erworbene Immunität nach durchgemachter Krankheit stabil ist und lange andauert. Bereits im Juli 2020 zeigte beispielsweise eine im Journal Nature publizierte Studie, dass Patienten, die im Jahr 2003 an SARS-1 erkrankt waren, 17 Jahre später noch immer eine aufrechte und stabile Immunität aufweisen. 

Auf natürliche Immunität baut auch die Strategie der "Great Barrington Declaration", welche inzwischen von 14.000 Wissenschaftlern, 42.500 Medizinern und 780.000 'besorgten Bürgern' unterzeichnet worden ist. Im Kern geht es darum, die gefährdete Risikogruppe zu schützen, während die Mehrheit der Menschen unter Einhaltung üblicher Hygiene-Regeln zu einem normalen Leben zurück kehren.

'No-Covid'-Vertreter hatten lange Zeit gegen derartige Ansichten regelrecht Krieg geführt. Das Erreichen einer Herdenimmunität - einem der normalsten und natürlichsten Vorgänge im Zusammenspiel von Mensch und mikrobieller Umwelt - wurde kriminalisiert und als versuchter Massenmord denunziert. 

Gleichzeitig wurde versucht, die durch Impfungen erzielte Immunität als weit überlegen darzustellen. Belegt wurde das vor allem mit dem hohen Titer der Spike-Protein-spezifischen Antikörper, welcher durch die Impfung erzeugt wird. Das mag schon stimmen. Dieses Argument ignoriert jedoch vollständig, dass Immunität ein viel komplexeres Geschehen umfasst, als bloß das Vorhandensein eines einzigen Antikörper-Typus. Und das zeigt sich auch in der Praxis.
Belgische Wissenschaftler verglichen den humoralen und zellulären Immunstatus von Altenheim-Bewohnern, die geimpft wurden, mit einer Gruppe, welche die SARS CoV-2 Infektion bereits durchgemacht hatte. Dabei zeigte sich, dass eine mit BioNTech/Pfizer geimpfte Gruppe vier Wochen nach der ersten Dosis nur noch zu 37% geschützt war. Bei früher bereits Erkrankten waren die Werte mit 97% hingegen deutlich besser.

Insofern erscheint es vollständig sinnlos und eine Vergeudung von Ressourcen, wenn Menschen, die bereits immun sind, trotzdem noch geimpft werden sollen. 


  • Schluss mit der Behinderung von Aktivitäten und Veranstaltungen im Freien

Irische Gesundheitsbehörden veröffentlichten kürzlich eine Übersicht zum Ansteckungsrisiko im Freien. Unter den bis Ende März 2021 im Inselstaat aufgetretenen 232.164 Covid-Fällen waren gerade einmal 262 Fälle auf eine Infektion im Freien zurück zu führen.  

Ins selbe Horn bläst ein kürzlich veröffentlichtes Positionspapier der deutschen Gesellschaft für Aerosol-Forschung. "Ansteckungen finden drinnen statt - und nicht draußen", lautet der Kernsatz der Wissenschaftler. In einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel, Gesundheitsminister Jens Spahn und weitere Politiker schreiben sie: 

"Die andauernden Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder das Radfahren haben sich längst als kontraproduktiv erwiesen. Wenn unseren Bürgerinnen und Bürgern alle Formen zwischenmenschlicher Kontakte als gefährlich vermittelt werden, verstärken wir paradoxerweise die  überall erkennbare Pandemiemüdigkeit. Nichts stumpft uns Menschen bekanntlich mehr ab als ein permanenter Alarmzustand."

 

  • Statt wahlloser Massentests: vernünftige Handhabung der PCR-Tests
Österreich hat sich in den letzten Monaten zum Test-Weltmeister entwickelt. Seit Mitte Januar wird in allen Bereichen des Lebens laufend getestet: in Schulen, am Arbeitsplatz, vor dem Friseurbesuch. Die Test-Frequenz liegt beim Zehnfachen der Schweiz und beim beinahe Zwanzigfachen Deutschlands. Gebracht hat das wenig. Sowohl bei den gemeldeten Infektionen wie bei den Covid-Todesfällen liegt Österreich deutlich vor den Nachbarländern.

"Testen-Testen-Testen" lautet Österreichs Corona-Maxime


Wesentlich sinnvoller wäre es, wenn die Behörden endlich die Handhabung und Interpretation der PCR-Tests verbessern würden. 

In welche Richtung das gehen könnte, zeigt eine dänische Studie, die den Zusammenhang von Alter, Umlaufzyklen im PCR-Test (Ct-Wert) sowie dem Ansteckungsrisiko untersuchte. 

Was sind nun diese Umlaufzyklen? 
PCR bedeutet "Polymerase Kettenreaktion". Die Tests suchen eine bestimmte Gensequenz der SARS CoV-2 Viren im Abstrichmaterial der getesteten Personen. Werden solche Sequenzen gefunden, werden sie mit Hilfe des Enzyms Polymerase verdoppelt. Dieser Vorgang wiederholt sich mit jedem Umlaufzyklus. Der Reaktion wird zudem ein Fluoreszenz-Farbstoff beigemischt, der sich in die Erbsubstanz einlagert und sich ebenfalls mit jedem Umlaufzyklus verdoppelt.
 Je mehr Gensequenzen gefunden werden, desto stärker ist das Lichtsignal und desto früher wird ein Grenzwert überschritten, der den Test als "positiv" ausweist. Dies ergibt die "Cycle threshold" - abgekürzt Ct - und bezeichnet die Anzahl der Umlaufzyklen, die zum Erreichen des Grenzwertes notwendig waren. Ein Ct-Wert von 28 bedeutet, dass die Polymerase-Kettenreaktion 28 mal abgelaufen ist, bis der Test positiv wurde. 
Die normale Bandbreite, in der ein Test als positiv gewertet wird, liegt zwischen 18 und 38 Zyklen. Je niedriger der Ct-Wert, desto höher ist die Virenlast in der Probe. Bei einem Ct-Wert von 18 befinden sich viele Millionen Mal mehr Viren in der Probe, als bei einem Ct-Wert von 38.

Je höher der Ct-Wert ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die gefundenen Gensequenzen zu Viren gehören, die bereits vom Immunsystem unschädlich gemacht worden sind. Der PCR Test kann nämlich nicht zwischen Viren, die noch vermehrungsfähig, bzw. infektiös sind und inaktiven - bereits zerstörten - Virentrümmern unterscheiden. 
Ein Ct-Wert über 30 bedeutet, dass nur noch eine sehr geringe Menge an viralem Material gefunden wurde. Laut Protokoll der Berliner Charité ist es dann nicht mehr möglich, Viren aus dem Abstrich anzuzüchten. Das heißt, diese Person ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr infektiös, sondern – im Gegenteil – immun. 

Diese Information ist von enormer praktischer Relevanz, wenn man weiß, dass je nach Inzidenz, mehr als die Hälfte aller positiven Tests Ct-Werte von 30 und mehr aufweisen. Es wurden und werden also sehr viele Menschen sinnlos in Quarantäne gesteckt.

Doch nun zurück zur dänischen Studie: Unter den 9,4 Millionen durchgeführten Tests wurden bis zum Stichtag des 25. Januar 2021 insgesamt 66.311 Personen als positiv getestet. 
Die Verknüpfung mit dem Melderegister ergab, dass die Covid-Positiven mit rund 213.576 weiteren Personen zusammen in einem Haushalt leben. Diese Kontaktpersonen wurden – nach dem oben genannten Stichtag – getestet und davon erhielten 103.389 Personen (48%) ebenfalls ein positives Testresultat. 

Die Studie belegt also, was seit längerem bekannt ist: Der gemeinsame Haushalt ist die mit Abstand stärkste Infektionsquelle. Dies liegt vor allem an der langen Kontaktzeit. Speziell während des Schlafs in einem Bett oder einem Zimmer bilden sich über die Ausatemluft Aerosole, welche den Viren ideale "Luftbrücken" zur Infektion anderer Personen bieten. 
Besonders interessant und neu ist der starke Zusammenhang zwischen dem Ct-Wert und dem Ansteckungsrisiko. 



Bei einem Ct-Wert von 18 beträgt das Ansteckungsrisiko demnach im Schnitt 43% (siehe Grafik oben).
Bei Ct-Werten über 30 fällt das Ansteckungsrisiko hingegen rasch unter einen Wert von 20%. Und das obwohl hier nur Personen gewertet wurden, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. 

    Das Übertragungsrisiko steigt mit niedrigen Ct-Werten und höherem Alter 

    Eine ähnlich starke lineare Abhängigkeit sehen wir beim Alter und dem Infektionsrisiko. Je älter eine Person ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Infektion auf den Partner oder ein anderes Haushalts-Mitglied übertragen wird. 
    Eine Ausnahme stellen lediglich Kinder im Alter unter 10 Jahren dar. Bei Ct-Werten unter 20 (höchste Virenlast) steigt auch bei ihnen das Übertragungsrisiko auf 34% (siehe Grafik). Dies liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass kleine Kinder häufiger mit Eltern oder anderen Geschwistern im selben Zimmer schlafen. Von Personen im Alter von 10 bis 30 Jahren geht auch bei niedrigen Ct-Werten kaum ein Übertragungsrisiko aus.

    Welche praktischen Schlüsse kann man daraus ziehen?
    • Zunächst sollte eine infizierte Person möglichst nicht mit anderen Personen in einem gemeinsamen Zimmer schlafen. Das gilt speziell für ältere Menschen. 
    • Positive PCR-Tests sollten - so wie in Dänemark - verpflichtend die Angabe über die gemessenen Umlaufzyklen enthalten.
    • Tests mit Ct-Werten über 30 sollten bei asymptomatischen Personen nicht mit Quarantäne geahndet werden, weil die Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht infektiös, sondern bereits immun sind (sicherheitshalber kann man zwei Tage zuwarten, ob noch Symptome kommen, oder noch einen Wiederholungstest machen). 
    • Behörden, die ein PCR-Test-Resultat für die Verhängung von Quarantäne-Maßnahmen einsetzen, ohne die Ct-Zahl zu berücksichtigen, handeln grob fahrlässig. 

    • Frisch Geimpfte sollten für 14 Tage in Quarantäne

    Eine Studie aus Dänemark prüfte unter "real-life"-Bedingungen die Wirksamkeit des BioNTech-Pfizer Impfstoffes. Dabei bestätigte sich dessen hohe Wirksamkeit. 
    Allerdings – und das kann von großer Bedeutung sein – setzt diese Wirksamkeit erst schrittweise - ab dem Zeitpunkt von zwei Wochen nach der ersten Impfdosis ein. 
    Davor haben frisch Geimpfte sogar ein deutlich höheres Risiko einer Infektion. Offenbar geht die Impfung mit einer vorübergehenden Schwächung der Abwehrkräfte einher. Dies würde auch den anfangs starken Anstieg der Covid-Fälle in Ländern wie Israel oder Chile erklären, wo sehr rasch sehr viel geimpft wurde.
    Möglicherweise erklärt das auch einen Teil des jetzt in vielen Ländern beobachteten Anstiegs der Fallzahlen.
    Insofern ist es jedenfalls hoch sinnvoll, wenn Geimpfte zum Selbstschutz nach der ersten Impfdosis eine 14-tägige Quarantäne einhalten. Angehörige eines Haushalts sollten sich zudem möglichst gleichzeitig impfen lassen. 


    • Besserer Schutz von Seniorenheimen und Krankenhäusern

    Der größte Nachteil der PCR-Tests ist seine geringe Sensibilität. 
    Jene, die auf die offiziellen Angaben im Beipacktext der Tests vertrauen, werden sich vielleicht wundern, weil dort Sensitivitäts-Marken von 99% angegeben werden. Das mag für Laborversuche unter kontrollierten Bedingungen auch zutreffen. Im realen Leben lassen sich solche Werte jedoch nicht wiederholen. Denn hier zeigt sich: Je nach Qualität und Zeitpunkt der Abstrich-Entnahme werden nur ca. ein Drittel der Infizierten auch tatsächlich erkannt. 
    Dies ergab eine von Wissenschaftlern der Johns Hopkins Universität durchgeführte Meta-Analyse, die 7 Studien zum Thema zusammen fasste. 
    Die besten Chancen, eine infizierte Person auch tatsächlich zu identifizieren bestehen am 8. Tag der Corona Infektion, bzw. am 3. Tag des Auftretens von Symptomen. Hier liegt das Risiko, übersehen zu werden aber immer noch bei 20%. 
    Im Schnitt erhält eine von drei Infizierten ein falsch-negatives Testergebnis. Und hier liegt der eigentliche Grund, warum es so schwierig ist, sensible Bereiche des Gesundheitssystems auch tatsächlich virenfrei zu halten. Wenn negativ getestete Pfleger, Ärzte oder Patienten die Viren auf die Intensivstationen einschleppen, dann hilft ein landesweiter Lockdown genau gar nichts, um dieses Problem zu lösen. 

    Eine Möglichkeit, dieses Risiko deutlich zu verringern,  bestünde darin, den PCR-Test mit einem Test auf IgM-Antikörper zu koppeln. Dies ist die in China praktizierte Methode. Sie wird auch bei der Einreise ins Land verlangt. 

    Wenn es schnell gehen muss – z.B. beim Testen von Besuchern im Pflegeheim – sind auch IgM-Schnelltests verfügbar, welche einen Blutstropfen von der Fingerspitze analysieren. Hier liegt das Resultat binnen 15 Minuten vor. 

    IgM-Antikörper sind die so genannten "schnellen" Antikörper, die etwa zeitgleich mit den Symptomen als erste Phase der Immunabwehr gebildet werden. Diese Antikörper bestehen nur über kurze Zeit. Eine dauerhafte Immunität kann ca. 2 Wochen nach der Infektion über den Nachweis von IgG Antikörper nachgewiesen werden. 


    PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



    Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
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