Montag, 12. April 2021

Unser Dokumentarfilm zur Corona-Krise

Ich habe gerade einen Dokumentarfilm zur Corona-Krise fertig gestellt, bei dem ich zusammen mit Robert Cibis Regie geführt habe. Cutterin war die erfahrene und hoch talentierte Amy Meyer, die viele Jahre für die BBC gearbeitet hat, bevor sie der Brexit zurück nach Berlin trieb.  

Noch vor wenigen Jahren wäre der Film wahrscheinlich im Rahmen eines Themenabends bei ARTE, im Programm von ZDF, 3SAT oder dem ORF gelaufen - so wie viele andere meiner Dokus. In Zeiten wie diesen muss die Produktionsfirma OVALmedia den Film jedoch "übers Internet" vertreiben, weil den meisten Sendern die Darstellung der Thematik nicht passt.  Denn man hat sich festgelegt, wie die Corona-Krise erzählt werden soll - und da werden keine Ausreißer geduldet. 

Schon gar nicht, wenn auch Mediziner und Wissenschaftler im Film vorkommen, die öffentlich geächtet werden. Leute wie Wolfgang Wodarg, der – vor seinen Aussagen zu Corona – ein geschätzter Lungenfacharzt und Gesundheitspolitiker der SPD war. Jetzt hat dort ein Mann wie Karl Lauterbach das Sagen - und Wodarg gilt als gefährlicher Verschwörer bzw. als Fake-News Produzent. 

Genauso wie John Ioannidis, Professor an der Standford University und einer der meist zitierten und angesehensten Wissenschaftler der Welt. –  Vor der Corona-Krise. Doch dann hat er öffentlich gewarnt, dass wir aufpassen müssen, dass es uns mit der genannten Pandemie nicht so geht, wie einem Elefanten, der sich vor einer Maus erschreckt, zur Seite springt, den Halt verliert und den Hang runter stürzt. 

Ioannidis hat diese Warnung vor mehr als einem Jahr ausgesprochen. Aber so wie es aussieht, haben wir es genauso gemacht: wir haben uns gewaltig erschreckt und sind den Hang sowas von hinunter gerasselt, dass wir nicht mehr wissen, ob wir da jemals wieder heil rauf kommen. 

Unser Film sollte also über die Video Plattform Vimeo verkauft werden. Doch Facebook, Google - und wie wir rausgefunden haben - auch Vimeo haben den Auftrag der Politik, abweichende bzw. "gefährliche" Meinungen auszuforschen. Sie beschäftigen dafür Mitarbeiter, die das Netz auf so genannte Fake News durchkämmen. Oft sind es auch Hilfssheriffs aus der Bevölkerung, die hier mithelfen, indem sie verdächtige Beiträge melden oder anzeigen. 

Jedenfalls hat es genau 2 Tage gedauert, bis unser Film – samt dem ganzen Kanal der Produktionsfirma – gesperrt worden ist. Wir leben offensichtlich wieder in Zeiten der Zensur.

Die Produktionsfirma stellt den Film nun öffentlich zur Verfügung. Er kann auf diversen Kanälen angesehen werden.

Hier gelangen Sie zur Homepage des Filmes: Corona.Film

Und hier zur Übersicht, wo der Film zu sehen ist. (Wer eine gute Internet-Verbindung hat, kann den Film werbe-frei bei Odysee oder Bitchute sehen. Bei Youtube wäre ein Ad-Blocker angesagt.)



Und hier ist der Pressetext zum Film:


Corona.Film – Questioning the Narrative

Ein Jahr nach dem ersten Lockdown vom März 2020 befinden wir uns noch immer im "pandemischen" Ausnahmezustand. "Social Distancing", "7-Tage-Inzidenz", "messenger RNA": Wir haben viele neue Wörter gelernt, die wir gar nicht lernen wollten. Und unser Leben hat sich in einem Ausmaß verändert, wie das undenkbar schien. 

Was zum Teufel ist hier eigentlich passiert? Sind wir Opfer eines "bösen Plans" geworden, oder haben wir durch die "Maßnahmen" einen noch schlimmeren "exponentiellen" Verlauf verhindert? Waren wir gut beraten durch Politik und Experten, oder sind wir durch ein eigenartiges Gemenge aus Vorsicht, Angst und Lobby-Interessen erst so richtig ins Dilemma rein geschlittert? 

Das sind die Ausgangsfragen, denen sich ein Team der Berliner Produktionsfirma OVALmedia im Projekt Corona.Film stellt. 

Wir leben in diesem Film das schrägste Jahr des Jahrhunderts noch einmal durch: Wie alles begann in Wuhan - und wie die chinesischen Viren dann landeten in der Lombardei. Wie die Armee kam, um die Särge zu transportieren - und daraufhin eine Regierung nach der anderen im panischen Domino-Effekt die Schranken runterließ: Grenzen zu, Läden dicht, Hausarrest.  

Der Film schiebt diesen Handlungen und den entscheidenden Aussagen aus Politik und Wissenschaft immer eine zweite faktische Ebene hinten nach. Und die zeigt Zusammenhänge, die man erst später verstand, oder bis heute nicht verstehen möchte: weil man sich für eine Linie entschieden hat, und von der nicht mehr runter konnte. 

Der Film porträtiert die Aktivitäten der Berliner Juristin und Hutmacherin Viviane Fischer und des niederländischen Biowissenschaftlers und Tanzlehrers Willem Engel. Zwei Protagonisten, die nicht so Viren-fokussiert sind wie die Virologen und Modellierer der tonangebenden Universitäten - dafür aber offener für die Seitenstränge der Krise: die massive Einschränkung der Grundrechte, das einsame Sterben in den Pflegeheimen, die enorme psychische Belastung der Kinder und Jugendlichen - den Verlust der körperlichen Nähe und der Geselligkeit. 

Corona.Film zeigt, welche enorme Rolle dem von einem Team um den Berliner Virologen Christian Drosten gleichsam in Lichtgeschwindigkeit produzierten PCR-Test zukommt. Einem Test, dem fortan alles untergeordnet wurde, der von Experten als Mess-Latte für das Management einer globalen Krise verwendet wurde - ohne dessen gefährlichen Unzulänglichkeiten überhaupt näher zu verstehen. So konnte es passieren, dass vollständig gesunde Menschen unter Hausarrest gestellt wurden, während zur gleichen Zeit unentdeckt infizierte Personen die Viren auf die Intensivstationen und Pflegeheime einschleppten. 

Alles ist anders als es schien. Nichts hätte so kommen müssen. Nicht in Oberitalien, wo schreckliche Fehlentscheidungen und politische Show-Effekte ein globales Trauma auslösten. Und auch nicht in der offiziellen Darstellung der Pandemie in den Medien, wo eine einzige Wahrheit durchgedrückt wurde, um das herrschende Narrativ nur ja nicht durch Zwischentöne und Relativierungen zu stören. 

Corona.Film stört. Und er stört gut. 

Donnerstag, 18. März 2021

Erhöhen die Covid-Impfungen das Risiko einer Corona-Infektion?

Eine große dänische Studie zeigt, dass Geimpfte im Zeitraum nach der ersten Impfdosis mit dem Pfizer/BioNTech Impfstoff ein massiv erhöhtes Risiko einer SARS CoV-2 Infektion haben. Das könnte die hohen Fallzahlen während der Impfaktion in Israel und in anderen Ländern erklären. Und auch die Frage drängt sich auf, ob es nicht sicherer wäre, alle Impf-Aktionen zu verschieben bis das Infektionsrisiko nachlässt. 

Impfstudie in Dänemark belegt "Abwehrschwäche" nach 1. Impfdosis

Warum stiegen die Covid-Fallzahlen in Israel und anderen Ländern nach dem Beginn der Covid-Impfungen so steil an? 

Warum hört man so häufig von Impf-Kampagnen in Pflegeheimen und Krankenhäusern - wo kurz darauf viele Geimpfte positiv getestet wurden? 

Und auch im persönlichen Umfeld habe ich mehrfach Berichte gehört, dass Freunde und Bekannte ausgerechnet nach der Impfung erkrankt sind. 

War das tatsächlich nur Pech? Lag es daran, dass eben zufällig auch die Corona-Infektionen wieder mal einen Gang zugelegt haben? Oder spielte auch die Impfung selbst eine Rolle?


Ein überraschendes Detail 

Der New Yorker Kinderarzt Allan Cunningham weist im British Medical Journal auf Studienresultate hin, die bislang nicht beachtet worden sind. Und diese Daten lassen einen Zusammenhang mit den Impfungen als sehr wahrscheinlich erscheinen. 

Bei der Studie handelt es sich um eine aufwändig gemachte Untersuchung der dänischen Behörden, die am 9. März am Preprint-Server medRxiv publiziert worden ist. 

Die Studie begleitete eine im Dezember 2020 gestartete Impf-Kampagne mit dem Pfizer/BioNTech Impfstoff an 39.000 Bewohnern von Pflege- und Altersheimen sowie an 331.000 Angestellten im dänischen Gesundheitssystem. 

Dabei ergab sich eine Wirksamkeit der Impfung von 64% bzw. 90% - im Zeitraum von 7 Tagen nach der 2. Dosis. Das wurde weithin als sehr gutes Resultat betrachtet, zumal es die erste große Wirksamkeits-Studie unter "real world" Bedingungen - außerhalb des eher künstlichen Studien-Umfeldes - war. 

Doch niemand achtete bisher auf die Auswirkungen der Impfung im Zeitraum von 14 Tagen nach der 1. Dosis. Sie finden sich in Tabelle 2 der Studie und werden im Text seltsamerweise nicht mal erwähnt. 

Doch sie haben es in sich. Denn sie zeigen dass die Geimpften nach der 1. Dosis offenbar eine zwei Wochen andauernde Phase der Abwehrschwäche durchmachen und in der Folge die Viren regelrecht "magnetisch" anziehen:

  • Demnach hatten die Bewohner der Altenheime ein um 40% höheres Risiko einer SARS CoV-2 Infektion als Ungeimpfte.
  • Die Angehörigen der Gesundheitsberufe hatten sogar ein mehr als doppelt so hohes Risiko, sich zu infizieren. 

Die Resultate waren statistisch signifikant.  

"Warum", fragt Cunningham nun in seinem Beitrag im BMJ, "finden sich zu diesen 14 Tagen nach der ersten Impfdosis keinerlei Angaben in den Zulassungsstudien von Pfizer, Moderna oder Astra Zeneca? - Verstecken die Herstellerfirmen unangenehme Daten?"


Effekt ist auch von anderen Impfungen bekannt 

Cunningham erklärt, dass es nicht das erste Mal wäre, das so etwas vorkommt. Bei einer Hib-Impfung für Kinder war ebenfalls das Risiko einer Hib-Erkrankung in der ersten Woche nach der Impfung stark erhöht. Und dasselbe wurde in einer dänischen Studie zur Schweinegrippe Pandemie gefunden. Damals hatten die Geimpften eine Woche nach der Impfung sogar ein um das 3,6-fache höheres Risiko einer Hospitalisierung  und ein mehr als doppelt so hohes Risiko einer Labor-bestätigten Influenza-Infektion. 

Wenn sich diese Effekte nun auch für die Covid-Impfungen bestätigen, so wäre es sinnvoll, die Geimpften für zwei Wochen vollständig abzuschotten. Oder man wartet mit der Impfung zu, bis der Infektionsdruck aus der Umgebung gegen null geht, was nach den Erfahrungen des Vorjahres bis zum Frühsommer der Fall sein sollte. 



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Mittwoch, 10. März 2021

Die Gefahren, mitten in eine Epidemie hinein zu impfen

Die aktuell heiß diskutierten, gefährlichen Virus-Mutanten kommen aus Brasilien, Südafrika und England. Zufällig handelt es sich dabei um jene Länder, wo ein großer Teil der Zulassungsstudien für die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Astra Zeneca durchgeführt worden sind. Zufällig? - Wenn die Thesen des belgischen Impfexperten Geert Vanden Bossche stimmen, dann stehen uns harte Zeiten bevor. 

Geert Vanden Bossche fordert einen sofortigen Stop der Impfkampagnen

"Die Menschheit ist gerade dabei, ein für die meisten Personen eher harmloses Virus durch die Massenimpfungen in ein unkontrollierbares Monster zu verwandeln", lautet die wichtigste Warnung von Geert Vanden Bossche. Der belgische Wissenschaftler ist alles andere als ein Impfgegner. Er hat seine ganze Karriere der Erforschung von Impfstoffen gewidmet, an Universitäten ebenso wie beim Impfstoff-Konzern GSK oder im Auftrag der Gates Foundation. 

Doch nun setzt er einen Notruf ab und macht sich damit wahrscheinlich bei allen ehemaligen Auftraggebern gleichzeitig unbeliebt. 

"Ich bin mehr als besorgt über die katastrophalen Auswirkungen, die dies auf unsere menschliche Rasse haben würde. Die Menschen würden nicht nur den Impfschutz verlieren, sondern auch ihre kostbare, angeborene Immunität wäre enorm geschwächt",  erklärte er Anfang März in einem Vortrag am "Vaccines Summit" in Ohio, USA. "Bereits in den ersten Semestern an der Universität lernen die Studenten einen Kernsatz der Immunologie: Wenn sich Viren vor dem Hintergrund einer nicht optimalen Immunantwort vermehren, so ermöglicht das die Immunflucht hoch mutierender Viren." 

Und das, so Bossche passiert derzeit über die Impfkampagne. "Ich habe noch nie etwas so ernst gemeint, wie diese öffentliche Warnung."


Der natürliche Ablauf der Infektion

Ohne Impfungen würde der Großteil der Bevölkerung die neuartigen Viren problemlos neutralisieren. "Ermöglicht wird das durch ein kompetentes angeborenen Immunsystem, das vor allem auf natürliche Killerzellen sowie rasch gebildete IgM-Antikörper baut." Speziell die jüngere Bevölkerung würde dabei nicht mal besondere Symptome zeigen und eine natürliche Immunität gegen die Viren aufbauen. Dies, so Bossche führt zu einer Herdenimmunität, welche dann auch den Risikogruppen Schutz bietet. In der Folge wären die SARS CoV-2 Viren "gezähmt" und unterscheiden sich in ihren Auswirkungen nicht mehr wesentlich von den sonstigen, längst endemischen Coronaviren. 

Wenn hingegen mitten in einer aktive Infektion hinein geimpft wird, so führt das zu dramatisch anderen Abläufen im Immunsystem, warnt der Wissenschaftler, denn "Massen-Impfkampagnen beschleunigen das Auftreten von noch infektiöseren Virus-Varianten."

Grundsätzlich bedeutet das auch ein höheres Risiko für bislang ungeimpfte Personen, weil die Viren neben einer höheren Infektiosität auch andere unangenehme Eigenschaften annehmen können. 


Viren werden resistent gegen die Impfung

Die höchste Gefahr betrifft jedoch ältere Menschen mit schwächerem Immunsystem, die bereits ihre Impfung erhalten haben. "Da die im Zuge der Impfung gebildeten Antikörper vor allem das Spike-Protein der Covid-19 Viren angreifen, wird das Virus nun vermehrt Mutationen in diesem speziellen Teil des Spike-Proteins forcieren, da diese es dem Virus am ehesten ermöglichen, den impf-induzierten Antikörpern zu entkommen", erklärt Vanden Bossche. "Dies wird unweigerlich eine Resistenz gegen den Impfstoff hervorrufen. Als Folge der Massenimpfung werden speziell die älteren Menschen, die als erste geimpft wurden, plötzlich nicht mehr geschützt sein und trotz Impfung einer Welle von katastrophaler Morbidität und Mortalität zum Opfer fallen."

Doch auch in der jüngeren Altersgruppe wirkt die Impfung kontraproduktiv. "Denn die durch die Impfung erzeugten, spezifischen Antikörper verdrängen die breit schützenden IgM-Antikörper unserer normalen Immunabwehr, da diese nicht so fest an die Viren binden können wie die Impf-Antikörper." Die neuen zirkulierenden Corona-Mutanten könnten deshalb der unspezifischen Linie der Immunabwehr des Wirts entkommen. "Und somit werden auch die Personen außerhalb der Risikogruppen anfälliger für schwere Krankheitsverläufe." 

Nicht umsonst kommen die aktuellen Mutationen des Virus aus Ländern, wo davor die meisten Impfstoff-Studien durchgeführt wurden: aus Brasilien, England und Südafrika. 

Geert van den Bossche appelliert eindringlich, die weltweite Impfkampagne sofort einzustellen. Ansonsten steigt die Gefahr, dass wir es bald mit israelischen und anderen Super-Mutanten zu tun bekommen. 



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Dienstag, 9. März 2021

Impf-Weltmeister Israel hat auch bei den Corona-Fällen die Nase vorn

Rundum wird Israel als Vorbild präsentiert wie man der Corona-Krise beikommt. Österreichs Kanzler Kurz hat seinen Gratulationsbesuch bereits absolviert und wird den israelischen grünen Impfpass weiterhin in der EU bewerben. Nach diesen Plänen soll künftig der Eintritt in Flugzeug, Sportplatz oder Restaurant nur noch mit dem Nachweis der Immunität möglich sein. 

Israel sperrt Gastronomie und Kinos wieder auf: für Geimpfte (Foto: Verch)

Israel startete am 20. Dezember eine massive Impfkampagne und hat mittlerweile die Risikogruppen fast gänzlich immunisiert. Insgesamt haben bereits 40% der Bevölkerung 2 Dosen des Pfizer/BioNTech Impfstoffes erhalten.

Israel gilt als Real-Life-Studienland für den Pfizer/BioNTech Impfstoff


Wenn man sich die offiziellen Daten Israels ansieht, so wirkt das aber nicht gerade wie ein strahlendes Vorbild:

Nach wie vor hat Israel tägliche Fallzahlen positiv Getesteter, die beim doppelten Wert Österreichs und bei vierfachen Wert von Deutschland und der Schweiz liegen. Regelmäßig kommt es zu Ausbrüchen bei bereits geimpften Menschen. 

Parallel zum Impfbeginn am 20. Dezember stiegen die Fallzahlen massiv

Am vielen Testen können die hohen Zahlen auch nicht liegen, weil Impf-Weltmeister Israel hier gegen Test-Weltmeister Österreich keine Chance hat. Österreich testet derzeit dreimal so viel wie Israel und 15mal so viel wie Deutschland oder die Schweiz. 


Beim Testen hat Österreich die Nase vorn

Viel wahrscheinlicher liegt die Ursache in der schlechten Wirksamkeit der Impfung begraben. Eine eben veröffentlichte  Studie der Universität Düsseldorf untersuchte die Immunantwort einer Gruppe jüngerer Personen (<60 Jahre) und verglich die Resultate mit älteren Menschen  (>80 Jahre). Dabei zeigte sich, dass nur 2,2% der Jüngeren, aber ein überraschend hoher Anteil von 31,3% der Älteren nach der Impfung keinerlei neutralisierende Antikörper bilden (siehe Grafik). 

Enorme Alters-Unterschiede in der Produktion neutralisierender Antikörper

Es zeigt sich hier also dasselbe Phänomen, das man bereits von anderen Impfungen - wie z.B. jener gegen Influenza - kennt: ein altes Immunsystem reagiert schlechter. Der Fachbegriff dafür lautet: "Immunseneszenz".

Diese Erkenntnis ist nicht überraschend. Doch was folgt daraus? 


Rettung durch Herdenschutz?

Wahrscheinlich werden von der politischen Hausverstands-Fraktion sofort Forderungen laut werden, dass nun eben alle Jungen geimpft werden müssen, um damit ein immunologisches Schutzschild für die älteren Menschen zu bilden. 

Diese Taktik funktioniert allerdings schon bisher nur bei recht wenigen Impfstoffen (z.B. bei den Lebendvirus-Impfungen gegen Masern oder Röteln). Bei den allermeisten versagt dieser Ansatz jedoch. 

Bei Influenza ist es beispielsweise schon bei den Jüngeren schwierig, eine Schutzwirkung über 50% zustande zu bringen. Und jene, die trotz Impfung erkranken, haben laut aktuellen Studien eine höhere Virenlast in ihrer Ausatem-Luft als Influenza-Kranke, die nicht geimpft worden sind. 

Noch katastrophaler ist die Situation bei Keuchhusten, wo lange eine Kokon-Strategie versucht wurde: Demnach sollten sich rund um eine Risikoperson alle nahen Kontakte impfen lassen. Das ist genauso gescheitert wie der gesamte Ansatz der Herdenimmunität. Mittlerweile gibt es sogar Studien, die zeigen, dass Keuchhusten-geimpfte ein über die Lebenszeit berechnet höheres Erkrankungsrisiko haben, als Ungeimpfte. Manche Ausbrüche in Schulen gehen von geimpften Kindern aus, die andere geimpfte Kinder anstecken, während nicht geimpfte Mitschüler verschont bleiben. 

Dennoch wird weiter geimpft, weil die Behörden über dieses Desaster lieber schweigen und Impfstoff-Konzerne die Forschungskosten für neue Impfkonzepte scheuen. Viel-versprechende Ansätze wurden gestoppt, weil die Konzerne verlangen, dass der Staat die teuren Studien bezahlt. 

Diese finanzielle Einsatz-Teilung hat auch bei den Covid-Impfstoffen prächtig funktioniert: die Entwicklung passiert auf Steuerzahler-Kosten, die Gewinne werden privatisiert.  


Too expensive to fail

Nach und nach wird sich also die Einsicht etablieren, dass auch bei den SARS CoV-2 Impfungen dasselbe gilt, wie bei allen anderen Impfstoffen: Dass diese bei jüngeren Menschen besser wirken und bei älteren Menschen öfter versagen. 

Das Impf-Paradoxon hat also wieder zugeschlagen: Die jüngere Altersgruppe wird durch die Impfung vor einer Infektion geschützt, die für sie ohnedies kaum ein Risiko dargestellt hätte. Die Älteren, für die diese Milliarden in Impfstoffe vorrangig investiert worden sind, erhalten hingegen nur einen unsicheren Schutz, der wahrscheinlich nicht lange anhält.

Das ganze jetzt als Fehlschlag zu bezeichnen, wird sich die Politik und die versammelte Impf-Expertenschaft jedoch hüten. Dafür war der Spass eindeutig zu teuer. Es wird also wohl darauf hinaus laufen, dass künftig öfter geimpft werden muss - und die Impfungen jeweils an die aktuellen Mutationen angepasst werden. 

Das ist ein Resultat, mit dem zweifellos auch die Impfstoff-Hersteller gut leben können. 


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Freitag, 5. März 2021

Das Zauberlehrling-Dilemma: Wie jetzt wieder aufhören mit dem ganzen Mist?

Die Impfungen werden von der Politik jetzt allerorten als eine Art solidarische Messe inszeniert, bei der "die Guten" zusammen kommen, um gemeinsam die bösen Viren mittels "Impf-Exorzismus" auszutreiben.

Es kommt dabei gar nicht so sehr darauf an, ob die Impfungen auch tatsächlich wirken. Man hofft das natürlich, und man hofft auch, dass sie beim Wirken nicht allzu viel Schaden anrichten. 

In erster Linie hat die ganze Aktion aber eher esoterischen Charakter. Es geht darum, sich das "normale Leben" zurück zu holen. Sich damit die Freiheit zu sichern, endlich nicht mehr über dieses verfluchte Thema nachdenken zu müssen. Endlich die Wirtschaft, die Kultur, den Sport und alles was das eigene Leben sonst noch ausmacht, wieder normal laufen zu lassen.

Und dafür braucht es eben eine Zeremonie, welche die gemeinsamen Anstrengungen und Entbehrungen des letzten Jahres noch einmal ordentlich würdigt. Und nach der Predigt folgt die Frohbotschaft mit der anschließenden Impfung. 

Impftag in Kalifornien - mit Unterstützung der Nationalgarde (credit)


Diese Taktik ist politisch clever und sie bedient natürlich den weit verbreiteten Wunsch nach Normalität. Viele stimmen hier zu. Konsequenter Weise müsste man in der Folge dann allerdings auch das Testen einstellen, denn sonst funktioniert diese Taktik nur auf kurze Zeit. Dass Mutationen auftreten, die von den Impfungen nicht erfasst werden, oder die 7-Tages-Inzidenz wieder mal auf 300 ansteigt, ist nämlich recht wahrscheinlich. 

Viren haben ihre Hoch-Zeiten. Mal löst das eine stärkere Grippe-Welle aus, mal eine schwächere. Dass ist vielfach passiert in den letzten Jahrzehnten. Doch noch nie wurde so ein spezieller Virentyp durch millionenfaches Testen und Sequenzieren mehr oder weniger live übertragen und in alle Haushalte vermittelt. 

Weltweit wurde in Rekordzeit eine gigantische Test-Industrie samt zugehöriger Infrastruktur aufgebaut. Und niemand hat derzeit die Macht und den politischen Mut, das ganz einfach wieder abzudrehen. 

Doch solange diese Maschinerie aufrecht bleibt, perpetuiert sich das Desaster und wir gehen in noch eine und noch eine Pandemie-Saison.

Oder die Politik liefert einen Sündenbock, der dann gemeinsam schikaniert und durchs Land gejagt wird. Hier bieten sich natürlich jene Teile der Bevölkerung an, die den Maßnahmen kritisch gegenüber stehen. Bereits ein ganzes Jahr lang wurde eifrig an Rufmord-Taktiken gearbeitet, Verleumdung und Ausgrenzung in bester Stürmer-Tradition perfektioniert. Und wenn diese Bio-Terroristen sich nun auch der Impfung widersetzen, dann wird man eben zu noch schärferen Maßnahmen greifen. Denn nur Impfen macht frei. 

Die virologischen und epidemiologischen Experten, die Modellierer und Hochrechner werden ebenfalls nicht so schnell aufhören, sich zu Wort zu melden, nachdem sie sich so prächtig an ihre Wichtigkeit gewöhnt haben.

Und auch die Medien sind nicht so flexibel, wie sich das manche Politiker wünschen. Speziell die links-liberalen Blätter sind ja mittlerweile auf eine perverse Art der Fürsorge und Solidarität gepolt. Und vor allem auf das wütende Ausleben der Angst vor der eigenen Sterblichkeit.

Die Redakteure so unvermittelt von ihrer tief verinnerlichten Virenangst abzuschneiden, würde wohl heftige Entzugserscheinungen mit schwer vorhersehbaren Ausschlägen auf der Tastatur auslösen.

Wenn also weiter auf breiter Basis getestet wird, so wird diese Krise nicht aufhören. Die Tests selbst abzuschaffen, wird sich die Politik nicht trauen. Denn auf diesem PCR-Gerüst war ja die ganze Pandemie aufgebaut. Und das jetzt einfach abzuschaffen, würde breite Teile der Bevölkerung auf die Idee bringen, gleich eine ganze Reihe weiterer Entscheidungen des zurückliegenden Jahres in Frage zu stellen. Und dann kracht es ordentlich im Gebälk.

Nein, es wird sich wohl leider weiter so dahin schleppen. Die Corona-Hardliner sind untereinander bestens vernetzt. Und so lange sie es schaffen, den Polit-Fürsten damit zu drohen, dass nur ihre weisen Ratschläge das Viren-Monster halbwegs unter Kontrolle halten, werden sie als Brahmanen und Hohepriester einer ins Absurde verzerrten Wissenschaft die Strategien auch weiterhin bestimmen.

Oft denke ich an die Worte des schwedischen Epidemiologen Anders Tegnell, der vor einem Jahr warnte, dass es recht einfach sei, ein Land in den Lockdown zu schicken. "Das Problem ist nur: Wie hole ich es nachher wieder heraus."

Und wie recht er damit hatte, erleben wir derzeit jeden Tag.



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Mittwoch, 10. Februar 2021

Corona-Krise: Solidarisch in den Abgrund

Zeiten der Corona-Pandemie sind Zeiten der schlechten Nachrichten. Im Stakkato berichten die Medien über das Risiko von Krankheit und Tod. Seit Monaten werden wir in vielen Lebensbereichen in unseren Rechten, in unserer Freiheit, in unseren Tätigkeiten eingeschränkt. Und die Regeln ändern sich ständig. Wenn eine Maßnahme nichts nützt, wird sie nicht in Frage gestellt, sondern verstärkt oder verlängert. Und überall wird an unsere Solidarität appelliert. 


Massenproteste gegen Maßnahmen weiten sich aus


Nun stellen Experten sogar das seit dem Frühjahr gebetsmühlenartig wiederholte Mantra, dass uns die Impfung - und nur die Impfung - aus der Misere befreien wird, in Frage. Denn offenbar sorgen virale Mutationen dafür, dass manche Impfungen nun deutlich schlechter oder gar nicht mehr wirken. Die Virologin und Merkel-Beraterin Melanie Brinkmann erklärte dazu in bester apokalyptischer Bildersprache, dass uns die Mutanten nun überrennen, weil "die Viren einen Raketenantrieb bekommen haben". Und mittlerweile sind sogar die Mutanten mutiert, wie uns verzweifelte Berichte berichten. Was immer das bedeuten mag. Viele Menschen hören bei all dem schon gar nicht mehr zu. 


Die wahre Quelle der Fake News

Eine Umfrage unter 3.606 Personen – organisiert vom Psychologen Manuel Schabus von der Universität Salzburg – ergab, dass die Hauptsorge der Bevölkerung längst nicht mehr die Corona-Infektion ist, sondern das, was die Maßnahmen angerichtet haben. Viele haben existenzielle Ängste, fürchten um den Verlust der Lebensqualität, sehen die Demokratie insgesamt in Gefahr. Und gleichzeitig zeigt sich, dass die Menschen vollständig falsch informiert sind über ihr konkretes Krankheitsrisiko. Die Wahrscheinlichkeit in Folge einer SARS CoV-2-Infektion auf der Intensivstation zu landen, wurde je nach Alter der befragten Personen um das 6 bis 56-fache überschätzt. 

Und daran sind alle schuld, die schlechte Nachrichten weitergeben und übertreiben, allen voran die so genannten Experten. Hier sind die wirklichen "Fake News" Produzenten am Werk. Wir müssen uns wappnen gegen einen Menschenschlag, dessen Fokus einzig und allein auf den Viren liegt. Wir müssen raus aus der mutwilligen Überhöhung der Gefahr. 

Und deshalb braucht es bei allen diesen Experten unbedingte Transparenz. Sie müssen offenlegen, woher sie ihre Weisheiten beziehen. Sie müssen angesprochen werden auf ihre Interessenskonflikte. 

Wenn ein Experte Tests entwickelt hat, so muss dies erwähnt werden, wenn er für mehr Tests wirbt. 

Wenn eine Expertin ihre Karriere darauf aufgebaut hat, Impfungen zu promoten und zu verkaufen, so muss das erwähnt werden, wenn sie Impfungen als einzigen Ausweg aus der Krise anpreist.


Missbrauch der Solidaridät

Besonders müssen wir uns wappnen gegen die schleichende Umdeutung des Wortes Solidarität. Immer öfter liest man wütende oder verzweifelte Aufrufe von Menschen mit Vorerkrankungen oder Abwehrschwächen, die von ihrer Umwelt verlangen, dass sie geschützt werden. Dass sie "das verdammte Recht haben einzukaufen oder ins Büro zu gehen, ohne dabei in Lebensgefahr gebracht zu werden": Von den potenziell tödlichen Keimen der anderen. 

Diese Auslegung des Solidaritäts-Gedankens kommt auf den ersten Blick authentisch und aufrichtig daher - doch die Folgen dieser Idee sind katastrophal.

Wenn sich Menschen als gefährdet sehen, weil sie Vorerkrankungen haben oder weil sie Medikamente nehmen, die ihre Abwehrkräfte unterdrücken, so sind es nicht die anderen Menschen, die hier solidarisch in die Pflicht genommen werden dürfen, die Abstand halten oder Maske tragen oder geimpft sein müssen, um nur ja keine Keime zu übertragen. Denn dies würde das Tor öffnen zu einer neuen Hygiene-Doktrin. 

Wenn an erster Stelle der Schutz der Schwachen – und die Solidarität der Mehrheit steht – so bedeutet dies, dass das Immunsystem der Mehrheit manipuliert werden muss. Dies ist das Einfallstor aller möglichen präventiven Ideen, mit denen sich eine Unmenge an Geld verdienen lässt. 


Immunschutz für alle - am Beispiel der Tierfabriken

Gut umgesetzt sieht man dieses ins mörderische Gegenteil verdrehte Vorsorge-Prinzip in den Tierfabriken und Massenhaltungen der modernen Landwirtschaft. Hier wird die Mehrheit der Tiere vorsorglich gegen alle nur möglichen Krankheiten behandelt, geimpft und mit Antibiotika traktiert, sobald sich der geringste Infektions-Verdacht ergibt. Schrittweise hat hier die Pharmaindustrie das Immunsystem ersetzt. 

Allerdings zeigt sich nun die Inkompetenz der medizinischen Hochstapler. Denn was ist die Konsequenz?

Die Mehrzahl der Tiere schafft es zwar mit Müh und Not bis zum Schlachttermin, ein normales Leben in natürlicher Umgebung ist allerdings nicht mehr möglich. Viele der Hochleistungs-Puten und Mast-Ochsen würden keine Woche überleben, wären sie der mikroskopischen Vielfalt einer natürlichen Wiese ausgesetzt.

Der Zugang zu den modernen Ställen muss deshalb über Hygiene-Schleusen abgesichert werden, wie ein OP-Saal im Krankenhaus. Denn jeder kleinste eingeschleppte Keim kann eine Epidemie auslösen und tausende Hühner oder Schweine töten. 

Die pharmazeutische Fürsorge kann niemals das leisten, was ein kompetentes Immunsystem vermag. Im Gegenteil, sie nivelliert die Abwehrschwäche von Einzelfällen auf die Gesamtheit. 

Deshalb ist jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Dies kann und darf nicht als moralische Bringschuld auf die Allgemeinheit umgewälzt werden. Denn damit gehen wir in dieselbe Falle, wie die konventionelle Landwirtschaft, welche die Gesundheit ihrer Tiere den Veterinären überlässt. Es ist keine gute Idee, wenn wir diesem Beispiel folgen und unsere Immunabwehr privatisieren und auslagern. 



Supermacht Hygiene-Bürokratie

Wenn wir diesen Teufelskreis kranker Gedanken nicht abschütteln, so war tatsächlich 2019 das letzte "normale" Jahr, wie wir es bisher kannten. Dann führt tatsächlich kein Weg mehr zurück. Dann wird die Hunderter-Packung FFP-2 Masken und die Immunitäts-ID unser täglicher Begleiter. Dann können nur noch jene in die U-Bahn einsteigen, die alle aktuellen Impf-Updates intus haben, so dass die Hygiene-App grün leuchtet. Alle anderen sind ausgeschlossen vom Kino- oder Theater Besuch, vom Zoo, von der Bibliothek, vom Reisen und bald auch vom Einkaufen. 

Es ist jetzt klar und deutlich absehbar, dass der Weg in diese Richtung führt. Und niemand soll später sagen, er oder sie sei nicht gewarnt worden. Es ist sonnenklar, dass sich die Hygiene-Bürokratie zu einer Supermacht ausdehnt und unsere Gesellschaft vollständig umformt, wenn niemand sie hindert und wir diesen lebensfeindlichen Unfug nicht stoppen. 


Heraus aus der Isolation!

Wenden wir uns wieder dem zu, was ein gutes Leben ausmacht. Lassen wir nicht mehr zu, dass weltfremde Paranoiker unser wirtschaftliches Überleben gefährden, das gesellschaftliche Leben stören, den Sport und die Kultur verbieten, das Tanzen und die Freude unter Generalverdacht setzen.  

Wir befinden uns inmitten einer schweren Grippe-Epidemie. So etwas kommt alle paar Jahre vor und immer gibt es bestimmte Regionen, wo die Lage aus unterschiedlichen Gründen besonders schlimm ist. Wir unterschätzen die Gefahr nicht und wir bieten Unterstützung an, wenn Ausrüstung, Medikamente oder professionelle Helfer fehlen. So zeigen wir nationale und internationale Solidarität.

In unserem persönlichen Umfeld befolgen wir ein paar simple Regeln: Wir gehen möglichst nicht aus dem Haus, wenn wir krank sind und halten uns mit Grippe-Symptomen von anderen Menschen fern. 

Das reicht. 

Menschen einzusperren, die Grenzen und die Geschäfte zu schließen, sinnlose Dauertests anzuordnen und die ganze Bevölkerung überstürzt zugelassenen Impfstoffen auszusetzen, das hingegen hat nichts mit Solidarität zu tun. Das ist Wahnsinn. 


PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



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Dienstag, 19. Januar 2021

Die SARS CoV 2 - Impfungen im Sicherheits-Vergleich

Zwei Impfstoffe der Herstellerfirmen Pfizer/BioNTech sowie Moderna sind bereits von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen worden. Der so genannte Oxford Impfstoff des Unternehmens Astra Zeneca steht kurz davor. Ich habe aus den Studien Vergleichsdaten gesammelt, um für eine informierte Entscheidungsfindung Anhaltspunkte zu geben. Im Teil 1 habe ich die Wirksamkeit der Impfstoffe behandelt, hier geht es nun um die Sicherheit.  

Ein frisch geimpfter Busfahrer fühlt sich immun gegen Corona (Foto CC)

Bei der Abwägung, ob eine Impfung Sinn macht, oder nicht, ist es zunächst hilfreich, das persönliche Risiko einer SARS CoV-2 Infektion einzuschätzen. 

Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Infektion so schwer zu erkranken, dass eine Einweisung ins Krankenhaus notwendig wird, unterscheidet sich nach Altersgruppe und Geschlecht wesentlich. Die Schweiz bietet hier eine gute statistische Übersicht über alle Personen, die seit März 2020 ein positives Testergebnis erhalten haben.

Hospitalisierungsrate

Stand vom 19. 1. 2021 (offizielle Schweizer Daten, aufbereitet von Rob Salzer)

 Das sind Richtzahlen für die Durchschnittsbevölkerung. Bei schlechter gesundheitlicher Verfassung, Vorerkrankungen und Risikofaktoren (z.B. Übergewicht, Rauchen) erhöht sich die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufes, bei gesunden Menschen verringert sich das Risiko.  

Nur 2% der Todesfälle geschehen in der Altersgruppe unter 60 Jahren. 72% der Todesfälle hingegen bei Menschen über 80 Jahren. In den meisten Ländern liegt das durchschnittliche Sterbealter an SARS CoV 2 etwa gleich hoch wie die durchschnittliche Lebenserwartung. In einigen Ländern - wie z.B. der Schweiz - sogar knapp darüber. 

Je besser die persönliche Gesundheit, desto höher ist die Chance, eine Covid-Erkrankung problemlos zu überstehen. Die meisten Patienten berichten über relativ milde Symptome. Sehr verbreitet ist der Verlust des Geruchs- und Geschmacks-Sinns, der jedoch in den meisten Fällen nach einigen Wochen wieder vollständig zurückkehrt. 

Je geringer das Risiko der Erkrankung ist, desto mehr fallen mögliche Nebenwirkungen durch die Impfung ins Gewicht. Die Studiendaten zeigen, dass die neuen Impfungen wesentlich mehr Nebenwirkungen machen, als wir das von bisherigen Impfungen gewohnt waren. Speziell die zweite Impfung kann starke Reaktionen verursachen (siehe auch die Übersichtsgraphik weiter unten).

  • Bei beiden mRNA-Impfstoffen entwickeln 10 bis 17 Prozent der Geimpften Fieber über 38 Grad. 
  • Bei Moderna klagen 12-21% der Teilnehmer - jüngere mehr als ältere - über Übelkeit bis zum Erbrechen. 
  • Deutlich mehr als die Hälfte der Teilnehmer in allen Impfstoff-Studien berichten über Schwäche, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gliederschmerzen. 

Meist sind diese Symptome vorübergehend und verschwinden nach einigen Tagen vollständig. Sie zeigen zudem an, dass die Impfung anschlägt und dementsprechend auch wirkt. Doch natürlich kann das für den Organismus belastend sein, speziell wenn Menschen geschwächt und fragil sind. 

In Norwegen wurden während der ersten Wochen der Impfkampagne mit dem Pfizer/BioNTech Impfstoff beispielsweise bereits 33 Todesfälle verzeichnet, die meisten davon bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. 

Die Gesundheitsbehörden, die ursprünglich empfohlen hatten, die Risikogruppe der Ältesten bevorzugt zu impfen, haben diesbezüglich einen Rückzieher gemacht. Nun rät die Behörde zur Vorsicht - speziell bei Menschen mit Grunderkrankungen, die offensichtlich am Ende ihres Lebens stehen. Sie sollen nicht mehr geimpft werden. 

Die Impfung stellt eine schwere Belastung für den Organismus dar, der für jüngere oder gesunde Menschen unproblematisch ist, bei diesen Hochrisiko-Patienten aber Lebensgefahr auslösen kann. So wie auch die Infektion selbst. Der Epidemiologe Gerald Garlehner von der Donauuniverstität Krems warnte, dass man angesichts dieser Erkenntnisse bei der Impfung schwerkranker und hochbetagter Personen besondere Vorsicht walten lassen sollte. 

In den Medien kommt es in den Berichten zu diesen Vorfällen zu einer eigenartigen Argumentations-Umkehr. Im selben Ausmaß wie Corona-Todesfälle zuvor dramatisiert wurden, werden Todesfälle, die kurz nach dem Impftermin auftreten, bagatellisiert. Hier werden nun speziell das hohe Alter und die schweren Vorerkrankungen als Begründungen angeführt. 

Eine Untersuchung wert sind auch die vielen Corona-Infektionen, die im Zusammenhang mit den Impf-Aktionen auftreten. Möglicherweise ist die Impfung so belastend für das Immunsystem, dass die Abwehr gegen Infektionen für kurze Zeit sogar sinkt. Ähnliche Effekte werden seit langem auch bei anderen Impfstoffen (z.B. Influenza, Sechsfach-Impfung,...) beobachtet. 

Besonders vorsichtig sollten jedenfalls jene Personen sein, die bereits bei der ersten Teilimpfung heftig reagiert haben. Denn die Daten aus den Zulassungsstudie belegen, dass die zweite Teilimpfung im allgemeinen wesentlich schlechter vertragen wird. Dies gilt sowohl für die Pfizer als auch die Moderna-Impfung. 


Was ist mit Personen die bereits Covid-positiv waren?

In Deutschland hatten bereits mehr als 2 Millionen, in der Schweiz 500.000 und in Österreich 400.000 Einwohner einen positiven SARS CoV-2 Test. Personen, die bereits infiziert waren, zeigen in den Untersuchungen eine solide Immunität. Sollte diese nach Monaten oder Jahren schwinden, so ist zumindest von einer gewissen Kreuz-Protektion auszugehen, wenn es zu einer neuerlichen Infektion mit eng verwandten Viren kommt. 

Aussagen, dass die natürlich erworbene Immunität rasch abnimmt, bezogen sich auf das Verschwinden einzelner Antikörper. Dabei wurde jedoch übersehen, dass viele Faktoren für den Immunschutz verantwortlich sind. Es gibt zahlreiche spezifische Antikörper und darüber hinaus auch die zelluläre Immunität. Diese ist etwas schwerer zu messen - doch sie bietet einen verlässlichen Schutz. Eine im Journal "Nature" publizierte Studie zeigte, dass Überlebende der SARS-Ausbrüche von 2003 auch 17 Jahre nach dieser Infektion noch immer eine solide T-Zell Immunität gegen diese speziellen Coronaviren haben. 

Bei leichten Verläufen und speziell bei Kindern spielt diese zelluläre Immunität ebenfalls eine große Rolle. Oftmals bilden Kinder gar keine Antikörper aus, weil die zelluläre Abwehr so stark ist, dass Viren bereits auf den Schleimhäuten abgewehrt werden und die Kaskade zur Erzeugung von Antikörpern gar nicht erst angeworfen wird. 

Die größte bisher durchgeführte Studie zur Re-Infektion von Menschen, die bereits Covid-positiv waren, stammt aus England. Aus einer Kohorte von 6.614 Personen kam es bei 42 Personen zu einer weiteren Infektion, das ist deutlich weniger als 1 Prozent. Die Fälle gelten zudem nicht als gesichert, da auch Testfehler möglich sind. "Reinfektionen sind selten und wenn sie trotzdem auftreten, verlaufen sie meist mild", erklärt Susan Hopkins, die Leiterin der Studie.

Wenn Menschen, die bereits eine Corona Erkrankung hinter sich hatten, geimpft werden, so ist es offenbar möglich, dass die Nebenwirkungen etwas heftiger ausfallen. Die belgische Virologin Susan Nasif berichtete von Personen, die vor mehr als drei Monaten PCR-positiv waren und sehr schlecht auf die erste Impfdosis von Pfizer reagierten, mit wochenlang andauernden Nebenwirkungen. "Ich empfehle deshalb Antikörper-Tests vor der Impfung", schrieb sie auf Twitter. 

Der österreichische Impfexperte Florian Krammer, der in New York eine Professur für Impfwissenschaft innehat, antwortete darauf, dass er ähnliches auch schon gehört habe. Nach seinen Informationen löst bei bereits immunen Personen die Impfung stärkere Nebenwirkungen aus - vergleichbar der 2. Impfdosis bei nicht Immunen (siehe Übersichtstabelle weiter unten).


Testen lassen vor der Impfung

Um zu prüfen, ob bereits eine Immunität gegen SARS CoV-2 vorliegt, sind Antikörpertests ebenso kommerziell erhältlich wie Nachweise für die Prüfung der zellulären Immunität. 

In China ist es bei der Einreise ins Land vorgeschrieben, dass neben einem PCR Test parallel dazu ein IgM-Antikörper Test vorgenommen wird. Diese Gruppe von Antikörpern ist die erste, die vom Immunsystem gebildet wird und erscheint etwa parallel mit dem Auftreten der Symptome. - So ein Doppeltest ist wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass es in China kaum falsch positive Test-Ergebnisse gibt. Denn wenn beide Tests, PCR + Antikörper, positiv sind, so liegt die Wahrscheinlichkeit einer aktiven, gerade ablaufenden Infektion bei annähernd 100 Prozent. 

Antikörper der Gruppe IgA erscheinen etwas später. Antikörper der Gruppe IgG zeigen den Langzeitschutz an. Es werden zahlreiche Tests angeboten. 

Tests zur zuverlässigen Bestimmung der T-Zell Immunität sind etwas rarer, doch auch sie gibt es bereits. Ein entsprechender Test der Firma Biovis kostet beispielsweise rund 150 Euro. 


Antigen-Schnelltest statt PCR?

Wissenschaftler der Universität Oxford zeigen in einer aktuellen Studie, dass gute Antigen-Schnelltests gegenüber PCR-Tests sogar Vorteile haben. Schnelltests liefern zwar deutlich weniger positive Ergebnisse - dort jedoch, wo sie ein positives Resultat anzeigen, handelt es sich meist um Personen mit hoher Viruslast. So genannte Super-Spreader werden mit einer Zuverlässigkeit von 90% erkannt. 

Je höher die Umlaufzahl (CT) der PCR Tests, desto geringer ist die Virenlast und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Getesteten niemand mehr anstecken können, weil sie längst immun sind. Bei CTs über 30 finden sich nur noch bei einer Minderheit der test-positiven Personen Viren, die noch angezüchtet werden können. Die PCR reagiert hier auf Gen-Reste und kann prinzipiell nicht unterscheiden zwischen intakten und abgetöteten Viren. Dennoch gelten Resultate mit CTs bis 37 als "positiv", Resultate zwischen 37-40 als "schwach positiv". In seiner Ursprungs-Publikation hatten Test Erfinder Drosten und sein Team sogar CTs bis 45 verwendet. Wenn man den Test lange genug laufen lässt, wird jeder Test positiv. 

Nach wie vor gibt es keine einheitlichen Richtlinien für die Kriterien, nach denen ein Labor-Befund als positiv gewertet wird. Dies ist ein schweres Versäumnis der Gesundheitspolitik und verursacht ein enormes Daten-Chaos.  Wahrscheinlich wurde noch nie eine weltweite Krise derart gigantischen Ausmaßes auf der Basis eines derart wackeligen und unsicheren Mess-Instruments gemanagt. 


Die mRNA-Impfungen von Pfizer/BioNTech und Moderna

mRNA Impfstoffe sind völliges Neuland. Nicht nur im Impfwesen, sondern insgesamt in der Pharmaindustrie. Sie haben das Potenzial, eine technologische Revolution einzuleiten. 

Herkömmliche Impfstoffe benötigen einen Bioreaktor, wo die Viren auf lebenden Zellen gezüchtet und vermehrt werden. Das ist teuer und mühsam. 

Bei mRNA Impfstoffen werden ausgewählte Gensequenzen mit Hilfe bestimmter Enzyme geklont, die Transkriptionsreaktionen laufen daraufhin automatisiert ab. Die Herstellung erfolgt schnell und kostengünstig, zumal gar keine Wirkstoffe erzeugt werden, sondern nur die genetische Information zur Herstellung der Wirkstoffe. 

Das Revolutionäre an der mRNA-Technologie ist, dass sie den Mensch selbst als Bioreaktor einsetzt. Mit so einer Impfung werden Millionen von Gensequenzen injiziert, welche als Botschaften in die Zellen rund um die Einstichstelle eindringen und dort eine hektische Betriebsamkeit auslösen. Ribosomen - die Protein-Fabriken der Zellen produzieren nach dem Rezept der Gen-Schnipsel die gewünschten Moleküle. Hier sind es die berühmten "Spikes" die Zacken an der Oberfläche der neuartigen Coronaviren.

Und wenn die Immunzellen feststellen, dass die Zellen Virenmaterial produzieren, ist der Zweck dieser Impfung erreicht. Denn dann wird eine Immunreaktion eingeleitet- die Spikes sind fortan verdächtige Merkmale - und sowohl Zellen als auch Antikörper des Immunsystems sind alarmiert, falls SARS CoV-2 Viren auf den Schleimhäuten von Hals oder Nase landen sollten. 


Problemstoff PEG: Risiko von allergischen Reaktionen

Weil das Immunsystem hoch sensibel und manchmal unberechenbar aggressiv reagiert, wenn körpereigene Zellen plötzlich eigenartige Substanzen erzeugen, stellt jede Infektion - genauso wie jede Impfung - ein gewisses Risiko dar. 

Anders ist es, wenn das Immunsystem auf Inhaltsstoffe der Impfung selbst reagiert. Gefürchtet sind anaphylaktische Reaktionen, welche in lebensgefährliche Immunkaskaden ausarten können. Solche Sofortreaktionen sind bei den bisherigen Impfaktionen bereits aufgetreten. Normalerweise wird die Wahrscheinlichkeit eines solchen Zwischenfalls - der meist in der Intensivstation landet - mit 1 zu 1 Million angegeben. Eine erste Untersuchung in den USA zählte aber bereits 6 Fälle bei gerade mal 272.000 Impfungen. 

Die mRNA-Fäden kleben an Fett-Nanopartikeln. Die Gesamtladung dieser Melange ist positiv, sie binden deshalb an die negativ geladene Oberfläche der Zellen. Über diesen Mechanismus wird das Eindringen der Nanopartikel in die Zellen erleichtert. Sowohl die RNA-Moleküle als auch die Fettkügelchen fungieren als Adjuvantien. Es brauchte deshalb keine anderen zusätzlichen Wirkverstärker. 

Allerdings enthalten beide Impfstoffe Polyethylenglykol (PEG), um die Fetthülle zu stabilisieren. PEG wird in zahlreichen Kosmetikprodukten und Medikamenten eingesetzt. In Impfstoffen erlebt es nun seine Premiere. Das Problem dabei: PEG gilt als so genanntes verstecktes Allergen. Personen mit bekannten Allergien gegen Inhaltsstoffe der Impfungen sollen sich nicht impfen lassen, steht in den Fachinformationen. Doch wer weiß schon von allen bestehenden Allergien? Wissenschaftler gehen davon aus, dass 7% der Bevölkerung so stark gegen PEG sensibilisiert sind, dass anaphylaktische Reaktionen möglich sind. Hier braucht es jedenfalls eine strikte Kontrolle aller auftretenden Fälle, um die praktische Dimension dieses Phänomens zu erfassen. 


Wenn Antikörper das Problem vergrößern

Nicht vollständig geklärt ist auch der Mechanismus des "antibody dependant enhancement" - in welcher die von der Impfung gebildeten Antikörper anstatt zu schützen, die Krankheit sogar verstärken können.

Dies kann geschehen, wenn die Antikörper die Viren nicht neutralisieren, sondern nur markieren. Dadurch können sich Viren z.B. in der Lungenregion verbreiten - und werden dann bei späterer Gelegenheit - von einer besonders heftigen Angriffswelle erfasst, welche schwere Schäden an der Lunge verursacht. Derartige Phänomene sind in der Vergangenheit bei verschiedenen Impfstoffen beobachtet worden, beispielsweise bei einem experimentellen RSV-Impfstoff und jüngst bei einem Impfstoff gegen Dengue Fieber. 

Die zweite mögliche Auswirkung dieses Phänomens wäre, wenn die Viren von den Antikörpern nur markiert - aber nicht neutralisiert werden - und dann von Makrophagen des Immunsystems gefressen werden. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Viren innerhalb der Immunzellen vermehren - und dann umso massiver ausbrechen. 

Bisher ist das Phänomen der "Antikörper-Verstärkung" bei den aktuellen Impfstoffen noch nicht definitiv nachgewiesen worden. Ob es überhaupt auftritt, werden die nächsten Monate zeigen. 

Anlass zur wissenschaftlichen Aufarbeitung gibt eine Beobachtung der US-Behörde CDC, wonach schwere allergische Reaktionen bisher überdurchschnittlich häufig bei Frauen auftreten. Der CDC Report berichtet, dass während der ersten 20 Tage der Anwendung des Impfstoffes Moderna 10 Fälle von Anaphylaxien gemeldet worden sind (2,4 Fälle pro Million Teilnehmer). Alle betrafen Frauen im Alter von 31 bis 57 Jahren, verstorben ist glücklicherweise niemand. Generell, so die Behörde, treten solche dramatischen Sofort-Reaktionen auch bei anderen Impfstoffe zu 80% bei Frauen auf. Wieso das so ist, blieb bisher ein Rätsel. 


Vergleich der Nebenwirkungen der beiden mRNA-Impfstoffe

Positiv hervorzuheben ist, dass in beiden mRNA Zulassungsstudien neutrale Salzwasser-Placebos in der Kontrollgruppe verwendet wurden. Dass die Behörden darauf bestanden haben, ist wirklich lobenswert und setzt eine Qualitätsmarke - hoffentlich auch für alle zukünftigen Impfstoff-Studien.

Für alle Impfstoffe gilt, dass sie in einer extrem Rekordgeschwindigkeit entwickelt, getestet und zugelassen worden sind. Insofern gibt es bislang noch keine Daten zu sehr seltenen Nebenwirkungen und auch keine Daten zu möglichen Langzeitschäden. 

Was es aber gibt, ist eine Übersicht zu den Nebenwirkungen, die definitiv und sofort auftreten, dann aber zumeist auch wieder binnen weniger Tage wieder verschwinden:


Während der Studienzeit traten bei Pfizer/BioNTech insgesamt 3.410 Verdachtsfälle von Covid-19 Infektionen auf. Das heißt, die Teilnehmer fühlten sich krank und hatten Symptome eines Infekts. Daraufhin wurden die Personen einem PCR-Test unterzogen. In gerade mal 170 Fällen schlug der Test positiv an, 8 mal in der Impfgruppe, 162 mal in der Kontrollgruppe. Aus diesem Verhältnis wurde die Wirksamkeit der Impfung errechnet. 

Das Verhältnis zeigt aber auch, wie verbreitet die Symptome waren: rund 20 mal häufiger als die "echte" Corona-Infektion. Die meisten Symptome waren mild. Ohne Test hätte niemand den Unterschied sagen können, wer mit SARS CoV-2 und wer mit Rhino-, Pavo- oder Influenzaviren infiziert war. 


Der "Oxford Impfstoff" von Astra Zeneca

Der Impfstoff von Astra Zeneca hat einen gewaltigen Vorteil: DNA ist deutlich haltbarer und stabiler als RNA. Deshalb kann der Impfstoff ganz normal im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die mRNA Impfstoffe hingegen müssen bei minus 70 Grad eingefroren werden, "damit sich ihre Struktur nicht auflöst" - was immer das konkret heißen mag. Das Handling dieser Arzneimittel ist jedenfalls nicht eben einfach. 

Im Gegenzug zeugen die bisherigen Publikationen rund um den Impfstoff von Astra Zeneca von einem recht holprigen Weg zur Zulassung. 

Im Lauf der Studie hatten von den rund 12.000 Teilnehmern der Impfstoff-Gruppe 52 Personen ein SARS-CoV 2 positives Testergebnis. In der Kontrollgruppe waren es 173 Personen. Daraus errechnet sich für den Astra Zeneca Impfstoff eine Wirksamkeit von rund 70% - das ist deutlich weniger als bei den beiden mRNA Impfstoffen. 

In Presseberichten wird die Wirksamkeit häufig mit 90% angegeben, doch das gilt nur für eine Untergruppe und ist wohl ein Versuch, den Impfstoff - im Vergleich zu den mRNA Impfstoffen - nicht allzu unterlegen darzustellen. 

Während der klinischen Prüfung des Impfstoffs gaben die Forscher einigen Freiwilligen unwissentlich nur eine halbe Dosis. Überraschenderweise war die Impfstoffkombination, bei der die erste Dosis nur halb so stark war, in der klinischen Studie zu 90 Prozent wirksam bei der Prävention von Covid-19. Im Gegensatz dazu führte die Kombination aus zwei Volldosen-Impfungen nur zu 62 Prozent Wirksamkeit. Die Forscher vermuten, dass die niedrigere erste Dosis die Erfahrung einer Infektion besser nachahmte und so eine stärkere Immunreaktion bei der Verabreichung der zweiten Dosis förderte.

Die Studien wurden in Brasilien, Großbritannien und Südafrika durchgeführt. Nur in Südafrika wurde eine Salzwasser-Lösung als Placeboimpfung verwendet. Die Mehrzahl der Teilnehmer der Kontrollgruppe erhielten eine Meningokokken Impfung. Außerdem erhielten zahlreiche Teilnehmer standardmäßig Paracetamol nach den Impfungen, was die Erfassung der Nebenwirkungen ebenfalls erschwert.

Die aktuelle Publikation der Astra Zeneca Studie im Journal Lancet enthielt nur eine oberflächliche Beschreibung der Nebenwirkungen: 

  • 75% der Teilnehmer klagten über Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle. 
  • 73% der Teilnehmer litten an Erschöpfung, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Muskelschmerzen.

Bei zwei Teilnehmern - jeweils in der Impf- und in der Kontrollgruppe - traten Fälle von transverser Myelitis auf. Sie wurden von Expertenkomitees als nicht mit der Impfung in Zusammenhang stehend eingeschätzt. 

Ein junger Teilnehmer aus Brasilien starb kurz nach der Impfung. Er gehörte jedoch zur Kontrollgruppe und hatte die Meningokokken-Impfung erhalten. 

Es ist eine der schweren Nachteile dieser Studie, dass statt einem echten Salzwasser-Placebo eine Impfung mit eigenständigen Nebenwirkungen als Kontrolle zugelassen wurde. Damit versuchen die Finanziers in Impfstoff-Studien, das Nebenwirkungs-Profil günstiger aussehen zu lassen. Dass die Behörde dieses Design genehmigt hat, ist eine schwerer Fehler, weil damit eine objektive Erhebung der Nebenwirkungen absichtlich unterbunden wird.

Ein weiterer schwerer Fehler im Studiendesign betrifft das Alter der Teilnehmer. 79% gehörten nämlich zur Altersgruppe zwischen 18 und 55 Jahren.  Nur 9% der Teilnehmer waren älter als 69 Jahre. 

Die eigentliche Risikogruppe war also schwer unterrepräsentiert. Die Studie wurde mehrheitlich bei jungen Menschen getestet, die nur ein minimales Risiko einer ernsthaften Covid-Infektion haben.  

Welche Belastung die Impfung für den Organismus darstellt, zeigte ein vierwöchiges Monitoring einer Untergruppe von 54 Teilnehmern aus der Impfgruppe. Bei ihnen wurden regelmäßig die Blutwerte kontrolliert. Dabei wurde bei 46% dieser Gruppe eine Neutropenie - ein vorübergehender starker Abfall der weißen Blutkörperchen - beobachtet.  Während so einer Phase besteht ein höheres Risiko für Infekte. (Auch bei einem von zwei getesteten Pfizer/BioNTech Impfstoffen wurde in der 1. Studienphase ein starker Abfall der Lymphozyten beobachtet. Eine gleichzeitig getestete 2. Version des Impfstoffes schnitt hier deutlich besser ab. Und diese 2. Version wurde dann zur Zulassung eingereicht. Bei Moderna-Impfungen ist mir derzeit nicht bekannt, ob as Auftreten dieses Phänomens geprüft wurde.)

 

Unmut der Politik - Druck auf die Behörden

Ursprünglich galt der Astra-Zeneca Impfstoff als Favorit der Politik. Die EU schloss Vorverträge über 300 bis 400 Millionen Dosen ab. Die veröffentlichten Resultate erweisen ihn aber klar als die schlechtere Wahl. Und auch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA zögert mit ihrer Entscheidung. Zu schwach scheinen die Wirknachweise - speziell für die ältere Bevölkerungsgruppe. 

Politiker wie der österreichische Kanzler Sebastian Kurz verstehen das Zögern der Behörde gar nicht. Kurz will gemeinsam mit anderen EU-Ländern darauf drängen, dass die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff rasch und unbürokratisch zulässt. Im Interview mit dem TV-Sender Puls 4 machte er seinem Unmut Luft.  Sollte eine schnelle Zulassung nicht gelingen, "würde ihm irgendwann der Geduldsfaden reißen". 

Ob Kurz auch die Verantwortung für die Sicherheit übernimmt, falls Geimpfte zu Schaden kommen, sagte er jedoch nicht. 

PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Sonntag, 17. Januar 2021

Wir und die Viren - Eine komplexe Beziehung

Über viele hundert Millionen Jahre hat sich die Beziehung von Lebewesen und Viren im Lauf der Evolution entwickelt. Ohne den Einfluss der Viren gäbe es kein Immunsystem und schon gar keine Menschen. Neuartige Impfungen versuchen nun in diese evolutionäre Arbeit einzugreifen und wollen das für schwach gehaltene Immunsystem aufrüsten.

Evolutionäre Schönheit (Foto: Anna Leask)


Viren befallen fremde Zellen, und schmuggeln ihre eigene Bauanleitung in deren Genpool ein. Sie benutzen die Zelle also als Hilfsmittel zur eigenen Vermehrung. Manche Viren betreiben dieses Spiel so aggressiv, dass die gekaperten Zellen zugrunde gehen. Sie zwingen die befallenen Zellen bis zur Erschöpfung Unmengen von Kopien ihrer selbst herzustellen, bis die Wirtszellen ausgebrannt sind und absterben. Ein Beispiel dafür ist das Ebola-Virus, das nicht nur die Zellen der Leber und anderer Organe befällt, sondern auch Lymphknoten und Abwehrzellen des Immunsystems. Ein Großteil der Virenopfer stirbt rasch. Aus Sicht der Viren sind Menschen damit freilich ein Fehlwirt, da sie oft nicht mal lange genug leben, um die Viren weiterzugeben. Die meisten der bisher beobachteten Ebola-Ausbrüche waren deshalb auch schnell wieder zu Ende. 


Sparringpartner der Evolution

Die überwiegende Mehrzahl der Viren pflegt deshalb einen deutlich weniger radikalen aber wesentlich erfolgreicheren Stil. Besonders schlau machen es die rund 200 verschiedenen Erkältungsviren zu denen neben den Rhinoviren, Adeno- und Influenzaviren auch die Coronaviren gehören. Sie haben den Höhepunkt ihrer Verbreitung in der kalten Jahreszeit und nutzen als Eintrittspforte in den Organismus vorwiegend die Schleimhäute des Nasen- und Rachenraumes. Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind die Folge. Entzündungen bilden sich, die Nase „läuft“ – und Unmengen frisch geschlüpfter Viren laufen mit, um sich neue Wirte zu suchen. Husten und Nies-Attacken verbreiten die Viren in der Umgebung. Die Viren verwenden das Immunsystem also gleichsam als Helfer bei ihrer Vermehrung.

Tatsächlich haben Viren und Immunsystem eine gemeinsame Vergangenheit, die bis in die Urzeit zurückreicht. Reaktion erzeugte schon immer Gegenreaktion – kein Lebewesen war als reine Virenfabrik überlebensfähig. Also musste der Einfluss der Viren beschränkt oder unterbunden werden. Aus dieser Aufgabe heraus bildeten schon die ersten Lebewesen ein primitives Abwehrsystem, das im Laufe der Evolution durch den Druck der Viren, später auch der Bakterien und anderer Einflüsse, ständig herausgefordert und ausgebaut wurde. Die heutigen hoch komplexen Mechanismen des Immunsystems, speziell seine Fähigkeit zu lernen und sich anzupassen, wären ohne die viralen Sparringpartner nicht denkbar.

Herbert W. Virgin, Professor für Immunologie und Mikrobiologie der University of Washington in St. Louis, verblüffte bei einem Festvortrag am Nationalen Gesundheitsinstitut der USA sein Publikum mit einer Auflistung recht bekannter Viren. Darunter solche Schreckgespenster wie Humane Papilloma Viren, HIV, Hepatitis B und C Viren, verschiedene Herpesviren, Cytomegalie-, Epstein Barr- und Varicella Viren. „Jeder von Ihnen hier im Saal beherbergt mindestens zehn von diesen Virenarten“, erklärte Virgin. „Und sie finden sich besser damit ab, denn sie werden diese Viren niemals los werden.“

In der Folge brachte Virgin althergebrachte Ansichten ins Wanken, indem er erklärte, dass Viren oftmals nicht von außen kommen, sondern immer schon da waren.  Es gibt tausende Virenarten, die nur als Spuren in unserem Erbgut existieren. Bei der Entschlüsselung des humanen Genoms wurden diese viralen Kontaminationen noch als „genetischer Junk“ abgetan. Die Viren schlafen dort als genetische Information und können – wie sich jetzt heraus stellt - jederzeit wieder erwachen.

Im Genom von Schafen finden sich beispielsweise 27 Kopien von Retroviren, die eng mit einem Virus verwandt sind, das bei den Tieren eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. An der Universität Glasgow wurde nun entdeckt, dass einige dieser schlafenden Viren Zugänge haben, über die sie aktiviert werden können. Die „Schläfer“ werden genau dann geweckt, wenn eine Infektion durch ihre wild lebenden „Geschwister“ droht. „Sie sind in der Lage, den Vermehrungszyklus der eindringenden Viren gleich an mehreren Stellen zu blockieren“, erklärt Massimo Palmarini, der Leiter der schottischen Forschungsgruppe. „Offenbar wurden die Viren im Lauf der Evolution aktiv ausgewählt, um den Schafen Schutz zu bieten.“ Mit dieser Aufgabe allein scheinen die Viren jedoch noch nicht ausgelastet zu sein. Weitere Versuche zeigten, dass weibliche Schafe, deren virales Erbgut ausgeschaltet wurde, keine Embryonen in der Gebärmutter einnisten konnten. Offenbar steuerten die viralen Gene also den Kontakt zwischen mütterlichem Organismus und Fetus. Mittlerweile ist bekannt, dass dies nicht nur für Schafe, sondern für alle Säugetiere gilt. Von Viren stammende Gene sind also für die Ausbildung der Plazenta unerlässlich notwendig.

Viren bilden ein ungeheures Reservoir an genetischer Information. Vor einigen Jahren wurden Informationsmoleküle identifiziert, die über Mikro-RNAs die Kommunikation zwischen den Zellen steuern. Diese so genannten Exosome steuern mehr als die Hälfte der menschlichen Gene und sie kommunizieren dabei ganz eng mit Viren. Genetische Information werden in beide Richtungen ausgetauscht. Virgin schaut aus seinem Büro im 28. Stock auf ein belebtes Innenstadtviertel. „Stellen Sie sich vor, die anderen Wolkenkratzer sind Zellen. Dann sind diese gelben winzigen Vehikel da unten die Transportmoleküle“. Er zeigt auf zahlreiche Taxis in den Straßen. „Nun wissen Sie, wie stark das Mikroskop sein muss, um drauf zu kommen, dass es in diesen Vehikeln auch nochmal eigene Lebensformen gibt, die miteinander kommunizieren.“

In zahlreichen Experimenten ist Virgins Team der Nachweis gelungen, dass die Anwesenheit von Viren vor dem Ausbruch verschiedenster Krankheiten schützt.  Derzeit sind sie dabei, die genauen Mechanismen zu klären. Und dabei verschwimmen – auf genetischer Ebene – alle Grenzen zwischen dem was wir einst so simpel als fremdes und eigenes Gewebe getrennt hatten. 

Und möglicherweise ist dies auch ein Schlüssel zum Verständnis der Influenza. Denn mittlerweile gibt es unzählige Hinweise, dass es Anstöße aus der Umwelt braucht, um Viren zu aktivieren. Dass beispielsweise Licht- und Vitaminmangel ausreichen, um körpereigene schlafende Viren aufzuwecken. Dies würde auch erklären, warum die Grippe an weit voneinander entfernten Orten gleichzeitig in unzähligen Menschen ausbrechen kann.

Als Herbert Virgin in seinem Vortrag am NIH zum Ende kommt, meldet sich eine Zuhörerin mit einem Handzeichen. „Ist das nicht alles schrecklich kompliziert“, fragt sie. „Ja sicher“, antwortet Virgin. „Aber das ist nicht meine Schuld.“


Göttlicher Zufall

Viren sind die am meisten unterschätzten Mikroorganismen. Während bei Bakterien die Aufarbeitung der Arten in vollem Gange ist, steckt unser Wissen über Viren noch ganz am Anfang. In Meeren etwa finden sich zehnmal mehr Viren als zelluläre Organismen. „Jede einzelne Spezies hat zahlreiche auf sie spezialisierte Viren“, erklärt Patrick Forterre, Direktor der Abteilung für Mikrobiologie des Pariser Pasteur-Instituts. Forterre zählt zur Minderheit jener Wissenschaftler, die Viren für Lebewesen halten. Er bezweifelt die Lehrbuch-These von Viren als „Taschendieben“, die sich aus den Zellen Erbgut klauen und damit selbstständig machen. Die umgekehrte Variante sei biologisch wesentlich plausibler. „Nahezu 20 Prozent unseres Genoms haben eindeutig viralen Ursprung.“ 

Im Lauf der Evolution hätte es einen gewaltigen Nachteil bedeutet, parasitäre Mikroben, die nur ihren eigenen Vorteil bedienen, in lebendige Systeme einzubinden. Stattdessen wurde die Bildung von Symbiosen klar bevorzugt. Organismen, die es nicht schafften, sich mit ihren Mikroben abzustimmen, starben aus.

Offenbar herrschte in den Ur-Ozeanen bei der Evolution des Lebens ein reger Tauschhandel. Anstatt bestimmte Techniken selbst zu erfinden, wurden einfach Viren oder Bakterien eingebürgert, die besondere Fähigkeiten mitbrachten. Als im Meer treibende Einzeller Bakterien schluckten, die Photosynthese beherrschten, war das der Startschuss für die Evolution der Pflanzenwelt. Und auch die Fähigkeit mancher Bakterien zur Energiegewinnung bot den Zellen Vorteile. Wie neuere Forschungen zeigen, waren es Viren, die den Zellen bei dieser Einbürgerung halfen. 

Für Forterre und sein Forschungsteam am Pasteur-Institut standen die Viren ganz am Anfang des Lebens. „Der Konflikt zwischen zellulären und viralen Organismen war der zentrale Motor der biologischen Evolution.“ Ohne den Einfluss von Viren gäbe es demnach die ganze Menschheit nicht. Viren trieben die Entwicklung stets voran, auch wenn sie selbst nie wussten, wohin es gehen sollte. Doch gerade die Eigenschaft, ihre Gene wie ein Kuckucksei in fremdes Erbgut einzuschleusen und so über Versuch und Irrtum im gekaperten Genom Reproduktionsfehler, Mutationen und sonstige Zufälle zu fördern, machte die Herausbildung höheren Lebens möglich. 

Aber nicht nur ihre Eigenschaft als Quälgeister machte evolutionär gesehen Sinn, auch ihre Struktur war von Nutzen. Aus der viralen Welt stammen viele Neuerungen, die an Zellen weitergegeben wurden. Viren schafften es beispielsweise, die Erbsubstanz DNA so zu verändern, dass es möglich war, wesentlich längere und größere Biomoleküle zu bilden. Die bekannte Struktur der DNA als Doppelhelix war demnach eine Erfindung von Viren. Auch dass unsere Zellen heute einen Kern haben als „Hirn“ und Schaltzentrale, ist durch die Eingliederung viraler Bestandteile gelungen. 

Begriffe wie „gut“ und „böse“ spielten in der Entwicklungsgeschichte des Lebens ohnehin nie eine Rolle: Was taugte und Vorteile bot, wurde verwendet, der Rest ging unter. „Aus evolutionärer Sicht kann man mit einigem Recht behaupten“, bringt Forterre es auf den Punkt, „dass Viren bei der Entstehung des Lebens die treibende Kraft waren. In gewisser Weise nahmen sie die Rolle von Gott ein.“


Die Arbeit des Immunsystems

Einer der Strategien, der viralen Gefahr wirksam zu begegnen, erwies sich als evolutionärer Kunstgriff: Die Zellen der Lebewesen begannen nämlich damit, auf ihrer Oberfläche alle Moleküle anzuzeigen, die in ihrem Inneren produziert werden. Dieser "Zell-Ausweis" wird von den patrouillierenden Immunzellen regelmäßig kontrolliert. Und solange es sich bei den angezeigten Substanzen um normale Stoffwechsel-Produkte des eigenen Organismus handelt, ziehen die Immunzellen weiter. Wenn die Zelloberfläche jedoch verdächtige Aktivitäten anzeigt - dass im Zellinneren beispielsweise virale Proteine produziert werden - geben die Immunzellen Alarm und zerstören alle derart befallenen Zellen. 

Wenn die Auslöser dem Immunsystem unbekannt sind, werden sie in die Lymphknoten oder die Thymusdrüse gebracht und dort werden die Informationen gespeichert und verarbeitet. Killerzellen der Immunabwehr reagieren fortan mit sofortigen Attacken, wenn Viren oder infizierte Zellen gesichtet werden. Gleichzeitig werden Antikörper erzeugt, die milliardenfach im Blut zirkulieren.  Sobald neue Viren eindringen, werden sie von den Antikörpern angegriffen und meist auch neutralisiert. Antikörper heften sich zudem an infizierte Zellen und markieren diese als Angriffsziel für Fresszellen des Immunsystems. 

Ein weit verbreiteter Irrtum besteht in dem Glauben, dass die Viren daran schuld sind, dass es uns während einer Infektionskrankheit schlecht geht. Es ist jedoch immer die Immunreaktion, die bei den betroffenen Personen die Krankheitssymptome auslöst. Eine Immunreaktion ist für den Organismus extrem aufwändig, weil Milliarden von Zellen dafür mobilisiert werden müssen. Im Zuge der Immunreaktion erzeugt das Immunsystem laufend Entzündungen, um das Gewebe aufzuschwemmen und besser zugänglich zu machen. Auch dies dient der Jagd nach Keimen und infizierten Zellen.

Oft kommt Fieber dazu. Auch diese Reaktion wird vom Immunsystem eingeleitet, indem es die Hypophyse im Zwischenhirn beauftragt, die Temperatur zu erhöhen. Zweck ist es, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen und die eingedrungenen Viren zu schwächen. (Das Fieber künstlich zu senken ist demnach ähnlich produktiv, wie der Feuerwehr bei einem Löscheinsatz die Wasserzufuhr zu kappen.) 

Andererseits ist es auch das Immunsystem, das uns während einer Infektion töten kann. Die bei Corona-Infekten so gefürchtete zweite Phase der Krankheit beginnt, wenn das Immunsystem die Lunge der Patienten massiv attackiert, um Viren, die sich dort vermehren zu bekämpfen. Hierbei entstehen die bei Corona so gefürchteten Lungenschäden. Und hieraus entspringt die kritische Phase, welche den gesamten Kreislauf der Patienten massiv belastet und akute Lebensgefahr bedeutet.


Das Wirkprinzip der Impfungen

Die Impfungen versuchen im Prinzip, dieselben Immunmechanismen zu aktivieren wie das auch eine echte virale Infektion machen würde, dabei aber gleichzeitig schwere Verläufe der Infektion möglichst zu vermeiden. 

Die meisten Nebenwirkungen der Impfung entspringen demnach ebenfalls den Aktivitäten des Immunsystems. Das können die typischen Zeichen eines banalen Infekts mit Fieber, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen sein. Wenn die Symptome mild bleiben, zeigen sie im Prinzip an, dass die Impfung funktioniert. 

Es gibt verschiedene Mechanismen, wie Impfungen arbeiten. Und alle diese Mechanismen haben ihre Vor- und Nachteile. 

In der Pionierzeit des Impfwesens waren diese Ansätze noch recht banal: 

  • Für Lebendimpfungen wurden lebende Erreger, die mit verschiedenen Methoden abgeschwächt wurden, verwendet. Diese Impfungen funktionieren im Prinzip wie die eigentliche Infektion - doch wesentlich schwächer. Auf Basis der Lebendimpfungen gelangen die großen historischen Erfolge des Impfwesens wie die Ausrottung der Pocken sowie der Schutz vor Polio oder Masern. 
  • Alte Totimpfungen wie die Tollwut-, die FSME- oder die Keuchhusten-Impfung enthalten Viren oder Bakterien, die zuvor abgetötet wurden - meist mit Hilfe von Formaldehyd. Weil das Immunsystem auf abgetötete Keime aber kaum oder gar nicht reagiert, brauchen diese Impfungen Wirkverstärker, so genannte Adjuvantien. In den meisten alten Impfungen dieser Art werden dafür Aluminium-Verbindungen verwendet. Ihre Aufgabe ist es, das Immunsystem zu schocken, so dass es eine Immunreaktion einleitet und dabei auch die toten Wirkstoffe findet und "ernst nimmt". Die Corona-Impfstoffe enthalten nur vereinzelt solche Alu-Zusätze. Beispielsweise die beiden chinesischen Covid-Impfstoffe Sinovac und Sinopharm, die am ehesten noch den alten Impfungen entsprechen. 

Moderne Impfstoffe werden heute fast ausnahmslos mit Hilfe der Gentechnik hergestellt. Ob es sich dabei um Lebend- oder Totimpfstoffe handelt ist gar nicht mehr so leicht zu sagen.

Für jene, die sich über die Wirksamkeit und Sicherheit der aktuellen SARS CoV-2 Impfungen interessieren, habe ich eigenständige Artikel geschrieben, die hoffentlich eine informierte Entscheidungsfindung erleichtern. 

PS: Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite


Samstag, 9. Januar 2021

Corona-Impfstoffe: Wie vertrauenswürdig ist die angeblich so hohe Wirksamkeit?

Zum Wochenbeginn erschien auf der Seite des "British Medical Journal" ein Beitrag des Wissenschaftlers Peter Doshi von der University of Maryland in Baltimore. Doshi analysierte die Studien-Unterlagen der Impfstoff-Hersteller und der US-Behörden. Und er fand gravierende Fragezeichen, die an der Glaubwürdigkeit der überall hinaus posaunten "95-prozentigen Wirksamkeit" kratzen.  Ich ergänze deshalb hiermit meinen Artikel zur Wirksamkeit der mRNA Impfstoffe.

Peter Doshi (Foto) hat sich in seiner Forschung auf die Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln spezialisiert. Er gilt international als einer der hervorragendsten Experten im Bereich der Evidenz-basierten Medizin.

Nachdem die US-Behörde FDA die beiden Impfstoffe von Moderna und Pfizer zugelassen haben, analyisierte Doshi die erst jetzt zugänglichen Hintergrund-Daten, Sitzungsprotokolle und Veröffentlichungen von zusammen rund 400 Seiten. 

Darin fand er interessante Informationen, die in den Studien-Zusammenfassungen, die im New England Journal erschienen waren, fehlten. 

In TV-Berichten und Zeitungsartikeln wird meist nur die hohe Wirksamkeit der Impfstoffe von  knapp 95 Prozent erwähnt. Diese errechnet sich - am Beispiel der Pfizer/BioNTech Impfung - aus dem Unterschied von 8 PCR-bestätigten Corona-Infektionen in der Impfgruppe versus 162 PCR-positiven Tests in der Placebogruppe. Die wichtigste Werbe-Aussage zur Impfung beruht also auf gezählten acht Fällen, bei Moderna sind es mit elf Fällen nur unwesentlich mehr. 

Bei so einer kleinen Zahl hätte jeder zusätzliche Corona-Fall in der Impfgruppe einen massiven Absturz in der Wirksamkeit von mehreren Prozentpunkten bedeutet. 


Tausende Fälle mit COVID-Verdacht

In den Papieren der FDA steht nun, dass in den beiden Gruppen während der Studienphase 3.410 Fälle von COVID-Verdacht aufgetreten sind, 1.594 in der Impfgruppe, 1.816 in der Placebogruppe. Nur ein winziger Bruchteil der Personen mit "Grippe-ähnlichen Symptomen" hatten dann jedoch auch tatsächlich einen positiven Test. 

Doch wie verlässlich ist dieser PCR-Test? Oft war in kritischen Artikeln zur Covid-Pandemie die Rede von falsch positiven Resultaten. Bei bis zu zwei Prozent der Getesteten zeigt der Test fälschlicherweise ein positives Resultat, obwohl die Personen nicht infiziert sind. Das bedeutet eine Spezifität von mindestens 98%.

Deutlich schwächer ist jedoch die Sensitivität des Tests. Sie bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass eine infizierte Person auch tatsächlich erkannt wird. Eine Übersichtsarbeit der Johns Hopkins University ergab jedoch, dass die Sensitivität des Tests im optimalen Fall gerade mal 80% beträgt. Und zwar exakt am 4. Tag der Covid-Symptome. Davor fällt die Trefferquote steil ab - danach etwas flacher. Doch insgesamt bedeutet das, dass rund 35% der Testpositiven nicht erkannt werden, die Sensitivität des PCR-Tests im Praxis-Einsatz also nur bei bescheidenen 65% liegt. 

Was also, wenn in der Impfgruppe Corona-infizierte Personen übersehen wurden? - Dann würde die behauptete Wirksamkeit der Impfung steil abstürzen. 

Doshi stellt die Frage, welche Bedeutung es überhaupt hat, ob jemand test-positiv ist oder nicht. "Wenn jene mit 'vermutetem Covid-19' im Wesentlichen den gleichen klinischen Verlauf hatten wie die mit bestätigtem Covid-19, wozu braucht es dann überhaupt die Unterscheidung?" 

Vergleicht man die beiden Gruppen, so konnte die Impfung das Risiko eines grippalen Infekts nach Doshis Berechnung nur um 19 bis 29% reduzieren. "Und das ist weit entfernt von der behördlich geforderten Mindest-Wirksamkeit von 50%." 

In den Studien kamen also 20-mal mehr Verdachtsfälle als bestätigte Fälle von Covid-19 vor. Zudem waren die Studien nicht darauf ausgelegt, zu beurteilen, ob die Impfstoffe die Virusübertragung unterbrechen können. Ebenso wenig wie sie Aussagen über die Reduktion von Krankenhausaufenthalten, die Einlieferung auf Intensivstationen oder das Sterberisiko ermöglichen. "Ohne diese Daten", erklärt Doshi, "stellt sich die Frage, ob die Impfungen überhaupt die Fähigkeit haben, die Pandemie einzudämmen." 


Verschwundene Studienteilnehmer

Es ist immer verdächtig, wenn in einer Studie Teilnehmer verloren gehen. Noch verdächtiger ist es, wenn die Teilnehmer der Verum-Gruppe sich aus der Studie verabschieden. Das geschah beispielsweise bei dem Covid-Medikament Remdesivir. In der Remdesivir Gruppe gab es offenbar so starke Nebenwirkungen, dass 12% der Teilnehmer nicht mehr mitmachen wollten. Die Zahl der Aussteiger war mehr als doppelt so hoch wie in der Placebogruppe. Schließlich musste deswegen sogar die ganze Studie abgebrochen werden. 

Dennoch wurde das Mittel, dessen Wirksamkeit höchst umstritten ist, von der US-Behörde FDA wie auch von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Eine Behandlung mit Remdesivir kostet rund 2.000 Euro

Trotz der dubiosen Umstände kaufte die EU kürzlich um 1 Milliarde Euro beim Remdesivir-Hersteller Gilead ein. Das ist übrigens dasselbe Unternehmen, das den Wirkstoff Oseltamivir entwickelt und dann als Grippemittel unter dem Namen Tamiflu verkauft hatte. Auch dieses Mittel erwies sich als in der praktischen Anwendung als wenig hilfreich. Zumeist gab es mehr Nebenwirkungen als gewollte Wirkungen. Doch mit Hilfe mächtiger Lobbyisten machte Gilead und sein europäischer Partner Roche Milliardengewinne.  

Als mächtiger Lobbyist und Ankurbler der Zulassungen betätigte sich dieses Mal Donald Trumps Covid-Berater Anthony Fauci. Der 80-jährige wendige Immunologe wird nach dem öffentlich zelebrierten Zerwürfnis mit Trump auch in Präsident Bidens Kabinett die Position des medizinischen Chef-Beraters übernehmen. 


Man sieht also, dass in pandemischen Zeiten, wo alles rasch gehen muss und die Politik einen enormen Druck auf die Behörden ausübt, auch sehr fragwürdige Wirkstoffe unter fragwürdigen Bedingungen rasch zugelassen werden.

Nun aber zurück zu den Impfungen: In der behördlichen Überprüfung des Pfizer-Impfstoffes fand Doshi ein verdächtiges Detail: 371 Personen sind "wegen schwerwiegender Protokollabweichungen" von der Studienleitung ausgeschlossen worden. Besonders beunruhigend findet Doshi das Ungleichgewicht der Ausschlüsse: 311 stammen aus der Impfstoffgruppe, nur 60 Teilnehmer wurden aus der Placebo-Gruppe geworfen. 

Im Gegensatz dazu wurden in der Moderna-Studie nur 36 Teilnehmer wegen solcher Protokollabweichungen ausgeschlossen - 12 in der Impfstoffgruppe gegenüber 24 in der Placebogruppe.

"Was waren diese Protokollabweichungen in der Studie von Pfizer", fragt Doshi, "und warum wurden in der Impfstoffgruppe fünfmal mehr Teilnehmer ausgeschlossen?" Weder FDA noch Pfizer machen dazu Angaben. 

Die Antwort darauf wäre jedoch sehr interessant. Und die Konsequenzen gravierend - speziell wenn unter den ausgeschlossenen Teilnehmern auch solche mit positivem PCR-Test waren. 


Funktionierte die Verblindung?

Die Studien werden als "oberserver-blinded" bezeichnet. Das bedeutet, dass das Studien-Personal nicht wissen sollte, welche Teilnehmer zu welcher Studiengruppe gehören. 

Weil die Impfgruppe jedoch 3-4 mal so viele Fieber- und Schmerzmittel benötigte wie die Teilnehmer der Placebogruppe, zweifelt Peter Doshi, dass diese Verblindung  auch tatsächlich wirksam war. Zumal diese Angaben in den Teilnehmer-Protokollen vermerkt waren. 

"Es ist schwer vorstellbar, dass die Teilnehmer und die Untersucher keine begründeten Einschätzungen darüber abgeben konnten, zu welcher Gruppe sie gehörten", erklärt Doshi. Das sei aber von großer Bedeutung, "denn die Covid-19 Fälle wurden von einem Komitee gezählt, das die Kriterien bewertete." 

Es geht aus den Unterlagen nicht hervor, welche Kriterien hier konkret bewertet wurden. Zumal es doch eigentlich bloß darum gehen hätte sollen, die von den Testpersonen berichteten Symptome zu protokollieren und PCR-Testergebnisse zu veranlassen und einzutragen.  Warum war ein solches Komitee also überhaupt notwendig?

"Es ist auch wichtig zu verstehen, wer in diesen Ausschüssen saß", schreibt Doshi. "Während Moderna sein vierköpfiges Entscheidungskomitee benannt hat - alles Ärzte, die der Universität angehören - sagt das Protokoll von Pfizer, dass drei Pfizer-Mitarbeiter die Arbeit gemacht haben. Ja, Mitarbeiter von Pfizer."

Angesichts dieser Ungereimtheiten und diverser offenen Fragen fordert Doshi den sofortigen Zugang zu den Rohdaten der Studien. 

Sowohl Pfizer als auch Moderna boten das bisher nur für die ferne Zukunft an: "Zwei Jahre nach Abschluss der Studien" sollen die Unterlagen veröffentlicht werden. 

PS: Informationen zur Einschätzung der Sicherheit der SARS CoV-2 Impfungen liefere ich in diesem Artikel

Wenn Ihnen dieser Blog interessant und wichtig erscheint, würde ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen.



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