Donnerstag, 18. März 2021

Erhöhen die Covid-Impfungen das Risiko einer Corona-Infektion?

Eine große dänische Studie zeigt, dass Geimpfte im Zeitraum nach der ersten Impfdosis mit dem Pfizer/BioNTech Impfstoff ein massiv erhöhtes Risiko einer SARS CoV-2 Infektion haben. Das könnte die hohen Fallzahlen während der Impfaktion in Israel und in anderen Ländern erklären. Und auch die Frage drängt sich auf, ob es nicht sicherer wäre, alle Impf-Aktionen zu verschieben bis das Infektionsrisiko nachlässt. 

Impfstudie in Dänemark belegt "Abwehrschwäche" nach 1. Impfdosis

Warum stiegen die Covid-Fallzahlen in Israel und anderen Ländern nach dem Beginn der Covid-Impfungen so steil an? 

Warum hört man so häufig von Impf-Kampagnen in Pflegeheimen und Krankenhäusern - wo kurz darauf viele Geimpfte positiv getestet wurden? 

Und auch im persönlichen Umfeld habe ich mehrfach Berichte gehört, dass Freunde und Bekannte ausgerechnet nach der Impfung erkrankt sind. 

War das tatsächlich nur Pech? Lag es daran, dass eben zufällig auch die Corona-Infektionen wieder mal einen Gang zugelegt haben? Oder spielte auch die Impfung selbst eine Rolle?


Ein überraschendes Detail 

Der New Yorker Kinderarzt Allan Cunningham weist im British Medical Journal auf Studienresultate hin, die bislang nicht beachtet worden sind. Und diese Daten lassen einen Zusammenhang mit den Impfungen als sehr wahrscheinlich erscheinen. 

Bei der Studie handelt es sich um eine aufwändig gemachte Untersuchung der dänischen Behörden, die am 9. März am Preprint-Server medRxiv publiziert worden ist. 

Die Studie begleitete eine im Dezember 2020 gestartete Impf-Kampagne mit dem Pfizer/BioNTech Impfstoff an 39.000 Bewohnern von Pflege- und Altersheimen sowie an 331.000 Angestellten im dänischen Gesundheitssystem. 

Dabei ergab sich eine Wirksamkeit der Impfung von 64% bzw. 90% - im Zeitraum von 7 Tagen nach der 2. Dosis. Das wurde weithin als sehr gutes Resultat betrachtet, zumal es die erste große Wirksamkeits-Studie unter "real world" Bedingungen - außerhalb des eher künstlichen Studien-Umfeldes - war. 

Doch niemand achtete bisher auf die Auswirkungen der Impfung im Zeitraum von 14 Tagen nach der 1. Dosis. Sie finden sich in Tabelle 2 der Studie und werden im Text seltsamerweise nicht mal erwähnt. 

Doch sie haben es in sich. Denn sie zeigen dass die Geimpften nach der 1. Dosis offenbar eine zwei Wochen andauernde Phase der Abwehrschwäche durchmachen und in der Folge die Viren regelrecht "magnetisch" anziehen:

  • Demnach hatten die Bewohner der Altenheime ein um 40% höheres Risiko einer SARS CoV-2 Infektion als Ungeimpfte.
  • Die Angehörigen der Gesundheitsberufe hatten sogar ein mehr als doppelt so hohes Risiko, sich zu infizieren. 

Die Resultate waren statistisch signifikant.  

"Warum", fragt Cunningham nun in seinem Beitrag im BMJ, "finden sich zu diesen 14 Tagen nach der ersten Impfdosis keinerlei Angaben in den Zulassungsstudien von Pfizer, Moderna oder Astra Zeneca? - Verstecken die Herstellerfirmen unangenehme Daten?"


Effekt ist auch von anderen Impfungen bekannt 

Cunningham erklärt, dass es nicht das erste Mal wäre, das so etwas vorkommt. Bei einer Hib-Impfung für Kinder war ebenfalls das Risiko einer Hib-Erkrankung in der ersten Woche nach der Impfung stark erhöht. Und dasselbe wurde in einer dänischen Studie zur Schweinegrippe Pandemie gefunden. Damals hatten die Geimpften eine Woche nach der Impfung sogar ein um das 3,6-fache höheres Risiko einer Hospitalisierung  und ein mehr als doppelt so hohes Risiko einer Labor-bestätigten Influenza-Infektion. 

Wenn sich diese Effekte nun auch für die Covid-Impfungen bestätigen, so wäre es sinnvoll, die Geimpften für zwei Wochen vollständig abzuschotten. Oder man wartet mit der Impfung zu, bis der Infektionsdruck aus der Umgebung gegen null geht, was nach den Erfahrungen des Vorjahres bis zum Frühsommer der Fall sein sollte. 



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Mittwoch, 10. März 2021

Die Gefahren, mitten in eine Epidemie hinein zu impfen

Die aktuell heiß diskutierten, gefährlichen Virus-Mutanten kommen aus Brasilien, Südafrika und England. Zufällig handelt es sich dabei um jene Länder, wo ein großer Teil der Zulassungsstudien für die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Astra Zeneca durchgeführt worden sind. Zufällig? - Wenn die Thesen des belgischen Impfexperten Geert Vanden Bossche stimmen, dann stehen uns harte Zeiten bevor. 

Geert Vanden Bossche fordert einen sofortigen Stop der Impfkampagnen

"Die Menschheit ist gerade dabei, ein für die meisten Personen eher harmloses Virus durch die Massenimpfungen in ein unkontrollierbares Monster zu verwandeln", lautet die wichtigste Warnung von Geert Vanden Bossche. Der belgische Wissenschaftler ist alles andere als ein Impfgegner. Er hat seine ganze Karriere der Erforschung von Impfstoffen gewidmet, an Universitäten ebenso wie beim Impfstoff-Konzern GSK oder im Auftrag der Gates Foundation. 

Doch nun setzt er einen Notruf ab und macht sich damit wahrscheinlich bei allen ehemaligen Auftraggebern gleichzeitig unbeliebt. 

"Ich bin mehr als besorgt über die katastrophalen Auswirkungen, die dies auf unsere menschliche Rasse haben würde. Die Menschen würden nicht nur den Impfschutz verlieren, sondern auch ihre kostbare, angeborene Immunität wäre enorm geschwächt",  erklärte er Anfang März in einem Vortrag am "Vaccines Summit" in Ohio, USA. "Bereits in den ersten Semestern an der Universität lernen die Studenten einen Kernsatz der Immunologie: Wenn sich Viren vor dem Hintergrund einer nicht optimalen Immunantwort vermehren, so ermöglicht das die Immunflucht hoch mutierender Viren." 

Und das, so Bossche passiert derzeit über die Impfkampagne. "Ich habe noch nie etwas so ernst gemeint, wie diese öffentliche Warnung."


Der natürliche Ablauf der Infektion

Ohne Impfungen würde der Großteil der Bevölkerung die neuartigen Viren problemlos neutralisieren. "Ermöglicht wird das durch ein kompetentes angeborenen Immunsystem, das vor allem auf natürliche Killerzellen sowie rasch gebildete IgM-Antikörper baut." Speziell die jüngere Bevölkerung würde dabei nicht mal besondere Symptome zeigen und eine natürliche Immunität gegen die Viren aufbauen. Dies, so Bossche führt zu einer Herdenimmunität, welche dann auch den Risikogruppen Schutz bietet. In der Folge wären die SARS CoV-2 Viren "gezähmt" und unterscheiden sich in ihren Auswirkungen nicht mehr wesentlich von den sonstigen, längst endemischen Coronaviren. 

Wenn hingegen mitten in einer aktive Infektion hinein geimpft wird, so führt das zu dramatisch anderen Abläufen im Immunsystem, warnt der Wissenschaftler, denn "Massen-Impfkampagnen beschleunigen das Auftreten von noch infektiöseren Virus-Varianten."

Grundsätzlich bedeutet das auch ein höheres Risiko für bislang ungeimpfte Personen, weil die Viren neben einer höheren Infektiosität auch andere unangenehme Eigenschaften annehmen können. 


Viren werden resistent gegen die Impfung

Die höchste Gefahr betrifft jedoch ältere Menschen mit schwächerem Immunsystem, die bereits ihre Impfung erhalten haben. "Da die im Zuge der Impfung gebildeten Antikörper vor allem das Spike-Protein der Covid-19 Viren angreifen, wird das Virus nun vermehrt Mutationen in diesem speziellen Teil des Spike-Proteins forcieren, da diese es dem Virus am ehesten ermöglichen, den impf-induzierten Antikörpern zu entkommen", erklärt Vanden Bossche. "Dies wird unweigerlich eine Resistenz gegen den Impfstoff hervorrufen. Als Folge der Massenimpfung werden speziell die älteren Menschen, die als erste geimpft wurden, plötzlich nicht mehr geschützt sein und trotz Impfung einer Welle von katastrophaler Morbidität und Mortalität zum Opfer fallen."

Doch auch in der jüngeren Altersgruppe wirkt die Impfung kontraproduktiv. "Denn die durch die Impfung erzeugten, spezifischen Antikörper verdrängen die breit schützenden IgM-Antikörper unserer normalen Immunabwehr, da diese nicht so fest an die Viren binden können wie die Impf-Antikörper." Die neuen zirkulierenden Corona-Mutanten könnten deshalb der unspezifischen Linie der Immunabwehr des Wirts entkommen. "Und somit werden auch die Personen außerhalb der Risikogruppen anfälliger für schwere Krankheitsverläufe." 

Nicht umsonst kommen die aktuellen Mutationen des Virus aus Ländern, wo davor die meisten Impfstoff-Studien durchgeführt wurden: aus Brasilien, England und Südafrika. 

Geert van den Bossche appelliert eindringlich, die weltweite Impfkampagne sofort einzustellen. Ansonsten steigt die Gefahr, dass wir es bald mit israelischen und anderen Super-Mutanten zu tun bekommen. 



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Dienstag, 9. März 2021

Impf-Weltmeister Israel hat auch bei den Corona-Fällen die Nase vorn

Rundum wird Israel als Vorbild präsentiert wie man der Corona-Krise beikommt. Österreichs Kanzler Kurz hat seinen Gratulationsbesuch bereits absolviert und wird den israelischen grünen Impfpass weiterhin in der EU bewerben. Nach diesen Plänen soll künftig der Eintritt in Flugzeug, Sportplatz oder Restaurant nur noch mit dem Nachweis der Immunität möglich sein. 

Israel sperrt Gastronomie und Kinos wieder auf: für Geimpfte (Foto: Verch)

Israel startete am 20. Dezember eine massive Impfkampagne und hat mittlerweile die Risikogruppen fast gänzlich immunisiert. Insgesamt haben bereits 40% der Bevölkerung 2 Dosen des Pfizer/BioNTech Impfstoffes erhalten.

Israel gilt als Real-Life-Studienland für den Pfizer/BioNTech Impfstoff


Wenn man sich die offiziellen Daten Israels ansieht, so wirkt das aber nicht gerade wie ein strahlendes Vorbild:

Nach wie vor hat Israel tägliche Fallzahlen positiv Getesteter, die beim doppelten Wert Österreichs und bei vierfachen Wert von Deutschland und der Schweiz liegen. Regelmäßig kommt es zu Ausbrüchen bei bereits geimpften Menschen. 

Parallel zum Impfbeginn am 20. Dezember stiegen die Fallzahlen massiv

Am vielen Testen können die hohen Zahlen auch nicht liegen, weil Impf-Weltmeister Israel hier gegen Test-Weltmeister Österreich keine Chance hat. Österreich testet derzeit dreimal so viel wie Israel und 15mal so viel wie Deutschland oder die Schweiz. 


Beim Testen hat Österreich die Nase vorn

Viel wahrscheinlicher liegt die Ursache in der schlechten Wirksamkeit der Impfung begraben. Eine eben veröffentlichte  Studie der Universität Düsseldorf untersuchte die Immunantwort einer Gruppe jüngerer Personen (<60 Jahre) und verglich die Resultate mit älteren Menschen  (>80 Jahre). Dabei zeigte sich, dass nur 2,2% der Jüngeren, aber ein überraschend hoher Anteil von 31,3% der Älteren nach der Impfung keinerlei neutralisierende Antikörper bilden (siehe Grafik). 

Enorme Alters-Unterschiede in der Produktion neutralisierender Antikörper

Es zeigt sich hier also dasselbe Phänomen, das man bereits von anderen Impfungen - wie z.B. jener gegen Influenza - kennt: ein altes Immunsystem reagiert schlechter. Der Fachbegriff dafür lautet: "Immunseneszenz".

Diese Erkenntnis ist nicht überraschend. Doch was folgt daraus? 


Rettung durch Herdenschutz?

Wahrscheinlich werden von der politischen Hausverstands-Fraktion sofort Forderungen laut werden, dass nun eben alle Jungen geimpft werden müssen, um damit ein immunologisches Schutzschild für die älteren Menschen zu bilden. 

Diese Taktik funktioniert allerdings schon bisher nur bei recht wenigen Impfstoffen (z.B. bei den Lebendvirus-Impfungen gegen Masern oder Röteln). Bei den allermeisten versagt dieser Ansatz jedoch. 

Bei Influenza ist es beispielsweise schon bei den Jüngeren schwierig, eine Schutzwirkung über 50% zustande zu bringen. Und jene, die trotz Impfung erkranken, haben laut aktuellen Studien eine höhere Virenlast in ihrer Ausatem-Luft als Influenza-Kranke, die nicht geimpft worden sind. 

Noch katastrophaler ist die Situation bei Keuchhusten, wo lange eine Kokon-Strategie versucht wurde: Demnach sollten sich rund um eine Risikoperson alle nahen Kontakte impfen lassen. Das ist genauso gescheitert wie der gesamte Ansatz der Herdenimmunität. Mittlerweile gibt es sogar Studien, die zeigen, dass Keuchhusten-geimpfte ein über die Lebenszeit berechnet höheres Erkrankungsrisiko haben, als Ungeimpfte. Manche Ausbrüche in Schulen gehen von geimpften Kindern aus, die andere geimpfte Kinder anstecken, während nicht geimpfte Mitschüler verschont bleiben. 

Dennoch wird weiter geimpft, weil die Behörden über dieses Desaster lieber schweigen und Impfstoff-Konzerne die Forschungskosten für neue Impfkonzepte scheuen. Viel-versprechende Ansätze wurden gestoppt, weil die Konzerne verlangen, dass der Staat die teuren Studien bezahlt. 

Diese finanzielle Einsatz-Teilung hat auch bei den Covid-Impfstoffen prächtig funktioniert: die Entwicklung passiert auf Steuerzahler-Kosten, die Gewinne werden privatisiert.  


Too expensive to fail

Nach und nach wird sich also die Einsicht etablieren, dass auch bei den SARS CoV-2 Impfungen dasselbe gilt, wie bei allen anderen Impfstoffen: Dass diese bei jüngeren Menschen besser wirken und bei älteren Menschen öfter versagen. 

Das Impf-Paradoxon hat also wieder zugeschlagen: Die jüngere Altersgruppe wird durch die Impfung vor einer Infektion geschützt, die für sie ohnedies kaum ein Risiko dargestellt hätte. Die Älteren, für die diese Milliarden in Impfstoffe vorrangig investiert worden sind, erhalten hingegen nur einen unsicheren Schutz, der wahrscheinlich nicht lange anhält.

Das ganze jetzt als Fehlschlag zu bezeichnen, wird sich die Politik und die versammelte Impf-Expertenschaft jedoch hüten. Dafür war der Spass eindeutig zu teuer. Es wird also wohl darauf hinaus laufen, dass künftig öfter geimpft werden muss - und die Impfungen jeweils an die aktuellen Mutationen angepasst werden. 

Das ist ein Resultat, mit dem zweifellos auch die Impfstoff-Hersteller gut leben können. 


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Freitag, 5. März 2021

Das Zauberlehrling-Dilemma: Wie jetzt wieder aufhören mit dem ganzen Mist?

Die Impfungen werden von der Politik jetzt allerorten als eine Art solidarische Messe inszeniert, bei der "die Guten" zusammen kommen, um gemeinsam die bösen Viren mittels "Impf-Exorzismus" auszutreiben.

Es kommt dabei gar nicht so sehr darauf an, ob die Impfungen auch tatsächlich wirken. Man hofft das natürlich, und man hofft auch, dass sie beim Wirken nicht allzu viel Schaden anrichten. 

In erster Linie hat die ganze Aktion aber eher esoterischen Charakter. Es geht darum, sich das "normale Leben" zurück zu holen. Sich damit die Freiheit zu sichern, endlich nicht mehr über dieses verfluchte Thema nachdenken zu müssen. Endlich die Wirtschaft, die Kultur, den Sport und alles was das eigene Leben sonst noch ausmacht, wieder normal laufen zu lassen.

Und dafür braucht es eben eine Zeremonie, welche die gemeinsamen Anstrengungen und Entbehrungen des letzten Jahres noch einmal ordentlich würdigt. Und nach der Predigt folgt die Frohbotschaft mit der anschließenden Impfung. 

Impftag in Kalifornien - mit Unterstützung der Nationalgarde (credit)


Diese Taktik ist politisch clever und sie bedient natürlich den weit verbreiteten Wunsch nach Normalität. Viele stimmen hier zu. Konsequenter Weise müsste man in der Folge dann allerdings auch das Testen einstellen, denn sonst funktioniert diese Taktik nur auf kurze Zeit. Dass Mutationen auftreten, die von den Impfungen nicht erfasst werden, oder die 7-Tages-Inzidenz wieder mal auf 300 ansteigt, ist nämlich recht wahrscheinlich. 

Viren haben ihre Hoch-Zeiten. Mal löst das eine stärkere Grippe-Welle aus, mal eine schwächere. Dass ist vielfach passiert in den letzten Jahrzehnten. Doch noch nie wurde so ein spezieller Virentyp durch millionenfaches Testen und Sequenzieren mehr oder weniger live übertragen und in alle Haushalte vermittelt. 

Weltweit wurde in Rekordzeit eine gigantische Test-Industrie samt zugehöriger Infrastruktur aufgebaut. Und niemand hat derzeit die Macht und den politischen Mut, das ganz einfach wieder abzudrehen. 

Doch solange diese Maschinerie aufrecht bleibt, perpetuiert sich das Desaster und wir gehen in noch eine und noch eine Pandemie-Saison.

Oder die Politik liefert einen Sündenbock, der dann gemeinsam schikaniert und durchs Land gejagt wird. Hier bieten sich natürlich jene Teile der Bevölkerung an, die den Maßnahmen kritisch gegenüber stehen. Bereits ein ganzes Jahr lang wurde eifrig an Rufmord-Taktiken gearbeitet, Verleumdung und Ausgrenzung in bester Stürmer-Tradition perfektioniert. Und wenn diese Bio-Terroristen sich nun auch der Impfung widersetzen, dann wird man eben zu noch schärferen Maßnahmen greifen. Denn nur Impfen macht frei. 

Die virologischen und epidemiologischen Experten, die Modellierer und Hochrechner werden ebenfalls nicht so schnell aufhören, sich zu Wort zu melden, nachdem sie sich so prächtig an ihre Wichtigkeit gewöhnt haben.

Und auch die Medien sind nicht so flexibel, wie sich das manche Politiker wünschen. Speziell die links-liberalen Blätter sind ja mittlerweile auf eine perverse Art der Fürsorge und Solidarität gepolt. Und vor allem auf das wütende Ausleben der Angst vor der eigenen Sterblichkeit.

Die Redakteure so unvermittelt von ihrer tief verinnerlichten Virenangst abzuschneiden, würde wohl heftige Entzugserscheinungen mit schwer vorhersehbaren Ausschlägen auf der Tastatur auslösen.

Wenn also weiter auf breiter Basis getestet wird, so wird diese Krise nicht aufhören. Die Tests selbst abzuschaffen, wird sich die Politik nicht trauen. Denn auf diesem PCR-Gerüst war ja die ganze Pandemie aufgebaut. Und das jetzt einfach abzuschaffen, würde breite Teile der Bevölkerung auf die Idee bringen, gleich eine ganze Reihe weiterer Entscheidungen des zurückliegenden Jahres in Frage zu stellen. Und dann kracht es ordentlich im Gebälk.

Nein, es wird sich wohl leider weiter so dahin schleppen. Die Corona-Hardliner sind untereinander bestens vernetzt. Und so lange sie es schaffen, den Polit-Fürsten damit zu drohen, dass nur ihre weisen Ratschläge das Viren-Monster halbwegs unter Kontrolle halten, werden sie als Brahmanen und Hohepriester einer ins Absurde verzerrten Wissenschaft die Strategien auch weiterhin bestimmen.

Oft denke ich an die Worte des schwedischen Epidemiologen Anders Tegnell, der vor einem Jahr warnte, dass es recht einfach sei, ein Land in den Lockdown zu schicken. "Das Problem ist nur: Wie hole ich es nachher wieder heraus."

Und wie recht er damit hatte, erleben wir derzeit jeden Tag.



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