Donnerstag, 15. November 2012

Brustkrebs durch Deodorants?


Philippa Darbre ist eine fröhliche, selbstbewusste Frau Mitte fünfzig. Sie hat eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere mit Stationen an verschiedenen britischen Universitäten absolviert und ist seit nunmehr 21 Jahren an der Universität Reading im Norden Londons tätig, wo sie als Assistenzprofessorin im Fach der Krebsheilkunde arbeitet. Neben ihrer Forschungstätigkeit unterrichtet sie mehr als 300 Studenten.
Philippa Darbre, University of Reading (Foto: Ehgartner)

Darbres Spezialgebiet ist Brustkrebs, der häufigste Tumor der Frauen mit dem höchsten Sterberisiko. Im weiten Feld der Tumorforschung auf diesem Gebiet untersucht Darbre speziell die Rolle von Hormonen und hormon-ähnlichen Stoffen, die zur Entstehung von Krebs führen oder dessen Wachstum fördern.
Vor etwa 15 Jahren erhielt Darbre in der Diskussion mit ihren Studenten einen Hinweis, der ihr nicht mehr aus dem Kopf ging und der ihre weitere Forschungsrichtung entscheidend beeinflusste. Ein Student sagte in der Diskussion, dass bei ihm zu Hause – auf Grund mehrerer Ereignisse im Umfeld seiner Familie – die Meinung vorherrsche, dass Kosmetikprodukte Brustkrebs auslösen könnten.
Dieser Hinweis fiel bei ihr auf fruchtbaren Boden. Hatte sie doch bereits seit Langem die Tatsache irritiert, dass Brustkrebs überproportional häufig im sogenannten „äußeren oberen Quadranten“ der Brust auftritt. „Die weibliche Brust wird in vier Quadranten und einen zentralen Bereich um die Brustwarze aufgeteilt, die etwas gleich groß sind“, erklärt Darbre. Wenn man das simpel dividiert, hätte also jeder dieser Bereiche eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent, dass dort ein Tumor wächst. „Dem ist aber nicht so“, sagt Darbre, „denn in der Realität finden sich in jenem äußeren oberen Quadranten unmittelbar neben den Achselhöhlen fast dreimal so viele Tumore wie in den anderen Bereichen der Brust.“
Die Krebsforschung erklärt diese Tatsache damit, dass dieser Quadrant besonders dichtes Gewebe hat. Hier verlaufen die Lymphbahnen hin zur Achsel, hier seien auch besonders viele Milchdrüsen und Milchbahnen, die zur Brustwarze führen. Und weil Krebs vor allem aus diesen epithelialen Zellen entsteht, welche sich rund um die Milchbahnen anheften, wäre dies auch eine adäquate Erklärung für die beschriebene Beobachtung.
Doch Darbre gab sich damit nicht zufrieden und suchte in den Medizinarchiven nach Angaben, ob die Häufigkeit in diesem Quadranten immer schon so hoch lag. Und sie staunte nicht schlecht, als sie auf umfassende Untersuchungen aus den 1930er Jahren stieß, welche hier ganz andere Verteilungen fanden: „Damals lag die Häufigkeit von Brustkrebs in diesem Quadranten neben der Achselhöhle gerade mal bei 30 Prozent, nun halten wir bei 50 bis 60 Prozent“, sagt Darbre. „Das spricht eindeutig dafür, dass über die Jahrzehnte hier ein negativer Umwelteinfluss stärker geworden ist und sich hier negativ auswirkt.“
Einiges spricht dafür, dass der negative Einfluss tatsächlich aus dem Bereich der Kosmetik kommt, so wie es der Student hinausposaunt hatte. Und am meisten unter Verdacht sind die Deodorants bzw. noch genauer: die Antiperspirants.
Dass die Haut eine unüberwindbare Barriere bildet, welche keine Stoffe durchlässt, wurde bereits mehrfach widerlegt. Im Gegensatz zu Seife, Shampoo oder Duschgel bleibt ein Deo deutlich länger auf der Haut. Es soll ja dafür sorgen, dass man den ganzen Tag – oder noch länger – nicht schwitzt und gut riecht.

Hauptsächlicher Wirkstoff in Deos ist Aluminium, meist in Verbindung mit Chlor, z. B. Aluminium Chlorohydrat. Sobald das Deo auf die Haut aufgetragen wird, reagiert der Wirkstoff mit den Zellen der Haut. Dabei bindet das Aluminium an die Hautzellen und verändert diese so sehr, dass die Schweißdrüsen verstopft werden.
„Die Alu-Verbindung macht in Deos bis zu 25 Prozent des Inhalts aus“, erklärt Darbre. „Das ist keine kleine Menge, welche wir hier auf die Haut auftragen.“
Aluminium-Ionen sind sehr schwer zu beobachten. Um ihre Spur zu verfolgen, müssen sie besonders markiert werden, indem sie beispielsweise mit fluoreszierenden Teilchen kombiniert werden. Bereits vor Jahren haben Wissenschaftler demonstriert, dass Aluminium die Haut problemlos durchdringt und sich die Ionen später in der Blutbahn oder in Organen wiederfinden. Wenn Aluminium über belastete Nahrungsmittel beim Essen oder Trinken aufgenommen wird, so bleibt nur relativ wenig davon im Organismus, weil der Magen-Darm-Trakt relativ gut darin eingespielt ist, unbrauchbare Fremdkörper durchzuschleusen. Über die Haut gelingt das deutlich schlechter. Hier verbleibt deutlich mehr Aluminium im Körper. Und am meisten natürlich in jenen Regionen, wo das Aluminium aufgetragen wird.
Ob Aluminium selbst in der Lage ist, Brustzellen so zu verändern, dass Krebs entsteht, entwickelte sich schon früh zur Kernfrage in Darbres Forscherteam[1]. Doch wie sollte man diese Frage anständig beantworten? Gemeinsam mit Chris Exley führte sie eine Studie durch, in der sie Brustgewebe auf seinen Gehalt an Aluminium untersuchten. Dabei zeigte sich eine signifikante Abnahme, je weiter man von der Sprühzone unter den Achseln wegkam[2].
In einem neuen, noch nicht publizierten Experiment entschloss sich Darbre, den Einfluss von Aluminium auf Brustzellen möglichst naturgetreu nachzuahmen. Dazu setzte sie Zellen im Labor einer ganz niedrigen Dosis Aluminium Chlorohydrat aus. „Da viele Menschen über lange Zeiträume immer wieder ihre Deos verwenden, haben wir beschlossen, uns auch auf diesen Langzeiteffekt zu verlegen.“ Über ein Jahr blieb die Zellkultur also in Nährlösung im Schrank – bei gleichbleibender Temperatur. Einmal eine Zell-Linie mit Alu - und die Kontroll-Linie ohne Alu.
Während ich Philippa Darbre in ihrem Labor besuche, wirft sie einen Blick auf die Kulturen, die im Fermentor bei gleichbleibender Temperatur gelagert sind. Sie wirkt aufgeregt, als sie verschiedene der Schalen mit der darin enthaltenen leicht rosafarbenen Flüssigkeit unter dem Mikroskop untersucht. Ich frage, was sie hier tut, und sie sagt: „Es scheint tatsächlich zu stimmen. Sehen Sie mal.“ Und dann zeigt sie mir normale Zellkulturen ohne Aluminium. „Sie haben sich kaum verändert, seit wir sie vor Monaten angelegt haben.“ Dann legt sie andere Kulturen unter das Mikroskop und hier merke ich als Laie auf den ersten Blick, dass hier ein gewaltiger Unterschied besteht. In der mit Alu versetzten Brustzellen-Kultur finden sich häufig seltsame Zellverbände, manchmal auch große schwarze Riesenzellen. „Diese tumorartigen Gebilde“, sagt Darbre, „das ist Brustkrebs im Anfangsstadium.“
Nun ist eine Zellkultur im Labor kein lebendiger Organismus und es ist nicht zulässig, diese Resultate eins zu eins auf den Menschen zu übertragen. Doch beruhigend sind diese Beobachtungen keineswegs. Zumal andere Forschergruppen unter leicht veränderten Umständen genau dieselben Resultate erzielen.
Zu Jahresbeginn 2012 publizierte eine Forschergruppe der Universität Genf eine Versuchsreihe mit Zellen aus dem Brustgewebe, die mit einer Lösung aus Aluminiumchlorid versetzt wurden[3]. Die Aluminiumlösung wurde dabei in 100.000-fach niedrigerer Dosis beigesetzt, als sie in Deodorants enthalten ist, orientierte sich aber an jenen Konzentrationen, die in Brustgewebe gefunden wurden. Bereits nach einer Zeitspanne von sechs Wochen zeigten sich deutliche Unterschiede im Vergleich zu einer nicht mit Aluminium versetzten Kontroll-Kultur.
Jene Epithelial-Zellen sind in der weiblichen Brust dicht um die Milchgänge angeheftet und ihre Aufgabe ist es, Muttermilch zu erzeugen. Im Labor heften sich die Zellen an die Oberfläche des Kulturgefäßes. Ohne diesen Kontakt würden sie nicht gedeihen. Die Schweizer Wissenschaftler beschreiben aber nun, dass sich die Zellen unter dem Einfluss von Aluminiumchlorid lösten und einen untypischen Wachstumsprozess starteten. Nähere Untersuchungen zeigten rapid gealterte, vergreiste Zellen sowie zahlreiche Brüche in beiden Strängen der DNA-Doppelhelix.
„Schäden an der Erbsubstanz sind immer die erste Voraussetzung für Krebs“, erklärt Darbre. Und dazupassend erlaubt sie mir noch einen weiteren Blick in die Zukunft ihrer künftigen Veröffentlichungen.
Sie untersucht nämlich in einem recht aufwändigen Experiment gemeinsam mit einigen Doktoranden, ob Aluminium noch einen weiteren negativen – ja einen tödlichen Einfluss nimmt: „Wir versuchen zu messen, ob Aluminium auch noch die Bewegung, die Absiedelung der Krebszellen negativ beeinflusst“, erklärt Darbre. „Das ist besonders bedeutsam, weil niemand an einem Knoten in der Brust stirbt. Die Frauen sterben hingegen an den Absiedelungen, den Metastasen, die sich im Körper auf entfernte Organe wie Lunge oder Leber ausbreiten.“
Und tatsächlich erweist sich auch dieser Verdacht als hoch wahrscheinlich. Es sind zwar bisher nur Stichproben unter Beobachtung. „Doch wenn sich der Trend so fortsetzt, wird das ein sehr heftiges Resultat abgeben.“
Dass diese Grundlagenarbeit im Labor keine Ausflüge in versponnene Ideen ohne Relevanz im wirklichen Leben sind, zeigte Darbre mit zwei weiteren Arbeiten, die kürzlich in angesehenen Journalen erschienen sind.
Eine war eine Zusammenarbeit mit einer italienischen Forschergruppe und untersuchte den Gehalt an Aluminium in der Brustflüssigkeit von Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren[4]. Diese Werte wurden mit jenen von gesunden Frauen verglichen. Insgesamt nahmen 35 Frauen an diesem Experiment teil. Über eine Vakuumpumpe wurden ein paar Tropfen Flüssigkeit aus den Brustnippeln abgesaugt. Bei den Frauen mit Brustkrebs lag der Aluminiumgehalt der Nippel-Flüssigkeit im Mittel bei 268 Mikrogramm pro Liter (μg/l). Die gesunden Frauen kamen im Durchschnitt auf einen Wert von 131μg/l.
Aluminium hat in der weiblichen Brust – so wie im gesamten menschlichen Körper – nichts verloren und keinerlei Funktion. Alle Spuren von Aluminium sind also „Spuren der Zivilisation“. Dass das Brustgewebe von dieser Kontamination besonders stark betroffen ist, zeigt ein Vergleich mit der Konzentration in Blut.[5] Dort beträgt die Aluminium-Kontamination im Mittel nur vergleichsweise niedrige 6μg/l. Und sogar in der Muttermilch liegt der Mittelwert mit 25μg/l deutlich niedriger.
Die weitaus größte Belastung der Brust geht von den Deodorants aus, warnt Darbre. Dies gilt nicht nur für die Entstehung von Krebs, sondern auch von gutartigen Zysten. Dabei handelt es sich um verschlossene Hohlräume im Brustgewebe, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. „Wenn ein Deo eine Schweißdrüse verschließen kann“, sagt Darbre, „warum soll es dann nicht auch die Kanäle für die Gewebsflüssigkeit verstopfen können?“
Zysten erzeugen enormen Stress, die betroffenen Frauen ertasten Knoten und fürchten das Schlimmste. Wenn dann vom Arzt die Entwarnung kommt, ist die Erleichterung meist groß. „Und das ist auch verständlich“, sagt Darbre. „Doch anstatt nun weiterzumachen wie bisher, sollte die Neigung zu Zysten als Warnung gesehen werden.“ Zum einen weil man weiß, dass die Neigung zu Zysten auch ein höheres Krebsrisiko bedeutet. Und zum anderen, weil der Prozess auch wieder umkehrbar ist. „Zahlreiche Frauen haben mir berichtet, dass die Zysten verschwunden sind, nachdem sie mit den Alu-Deos Schluss gemacht haben.“
So wie es großes Leid ersparen kann, mit dem Rauchen aufzuhören, gilt dasselbe scheinbar auch für die Anwendung dieser aluminiumhaltigen Kosmetik-Produkte. Natürlich ist der konkrete Wirkmechanismus noch nicht hundertprozentig und in allen Einzelheiten erforscht. Dazu bräuchte es Forschung, die jemand finanzieren müsste. Die Pharmakonzerne werden hier kein eigenes Geld investieren, weil es nichts zu verdienen gibt. Das ist gar nicht böse gemeint. Es liegt in der Natur des Systems, dass Pharmafirmen versuchen, Arzneimittel zu erzeugen, mit denen man Krankheiten heilen oder Symptome lindern kann. Wenn die Forschung aber darauf hinauslaufen würde, eine Substanz einfach zu vermeiden – und beispielsweise keine Aluminiumhaltigen Deodorants mehr zu kaufen – so ist damit nichts zu verkaufen und auch nichts zu verdienen.
Außer natürlich für das öffentliche Gesundheitssystem. Hier wären die Einsparungen enorm, wenn weniger Frauen mit Brustkrebs operiert und behandelt werden müssten. Ganz zu schweigen vom unendlichen Leid – und auch den Kosten – die es bedeutet, wenn Frauen weit vor der Zeit sterben, Kinder zu Waisen und Ehemänner zu Witwern werden.
Darauf zu warten, dass die Gesundheitsbehörden aufwachen und eigene Arbeiten in Auftrag geben, ist müßig. Dazu müsste erst ein gehöriger Ruck durch diese Instanzen gehen, der die Notwendigkeit einer völligen Umorientierung in ihrem Selbstverständnis deutlich macht. Derzeit gleichen die Behörden – wie ich sie kennengelernt habe – eher einer Selbstbeschäftigungsanstalt mit Neigung zum Tagträumen. Weil das nicht geschieht, sind wir auf Beobachtungen und Indizien angewiesen, welche die Studien Darbres und anderer Wissenschaftler aber in Hülle und Fülle bieten. Man muss die Botschaft nur erfahren und daraus die geeigneten Schlüsse ziehen.
Beim Absetzen der Deos braucht man etwas Geduld, weil viele Hautzellen vom Aluminiumchlorid derart geschädigt wurden, dass sie abgestorben sind und sich unter beträchtlichem Gestank erneuern. Wer diese kurze Phase übersteht, kann aufatmen und hat die Aluminiumzeit endgültig hinter sich. Philippa Darbre selbst verwendet seit 15 Jahren keine Deodorants mehr. „Ich wasche mich zweimal am Tag, das genügt vollständig.“




[1] Darbre PD et al. „Underarm cosmetics and breast bancer“ J. Appl. Toxicol 2003; 23: S.89–95
[2] Exley C et al. „Aluminium in human breast tissue“ J Inorg Biochem 2007; 101(9): S.1344–1346
[3] Sappino AP et al. „Aluminium chloride promotes anchorage-independent growth in human mammary epithelial cells“ J Appl Toxicol 2012; 32(3): S.233–243
[4] Mannello F et al. “Analysis of aluminium content and iron homeostasis in nipple aspirate fluids from healthy women and breast cancer-affected patients“ J Appl Toxicol 2011; 31(3): S.262–269
[5] Darbre PD et al. „Aluminium and human breast diseases“ J Inorg Biochem 2011; 105(11): S.1484–1488


PDF-Download dieses Probekapitels aus "Dirty Little Secret - Die Akte Aluminium" von Bert Ehgartner Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden 
wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen. 

Kommentare:

  1. super-super-super erklärt, danke! ich bin dozentin und fachbuchautorin für klinische aromatherapie - in irland lebend und in deutschsprachigen ländern lehrend. immer und immer wieder vesuche ich frauen auf dieses thema aufmerksam zu machen. nicht nur das aluminium ist hier thema, sondern auch synthetische lipophile duftstoffe, welche sicher nicht gerade gesundheitsfördernd sind, da sie vermutlich von der achselhaut bestens aufgenommen werden. darf ich in meinem blog aus diesem text zitieren? http://blog.aromapraxis.de (zwischen 700 und 800 besuche pro tag)

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  2. Ja gerne, zitieren Sie, was immer Sie möchten. Dazu sind blogs ja da, dass man sich gegenseitig vernetzt, zitiert und verlinkt :-)

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  3. Meine Frau und ich haben den Film live in ORF gesehen und waren äußerst bedrückt und gleichzeitig höchst begeistert vom Inhalt dieses Films.
    Ganz großes Kompliment - ich habe in meinen Blogs bereits kurz berichtet, den Film aufgezeichnet und auf YouTube gestellt!
    Ich hoffe, ich darf das!

    Vielen Dank!
    Johanna und Heinz Tindl

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  4. danke, hab' ich gemacht, bin gespannt auf die reaktionen und ob jemand hierher hüpft!

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  5. Hallo Herr Ehgartner,

    vielen Dank für diesen informativen Bericht!
    Ich will Ihre Ausführungen gerne glauben u. mein erster Impuls war, ab sofort kein Deo mehr zu benutzen.
    Gleichzeitig kam aber auch die Frage auf, welche Auswirkungen die Benutzung von Deo auf Männer hat. Mein Mann u. ich benutzen seit Jahren das gleiche Deo. Gibt es hierüber auch Erfahrungswerte?
    Würde mich wirklich sehr interessieren!

    Vielen Dank!
    Marlies Sch.

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  6. Lieber Herr Ehgartner,

    ich bin eine Kollegin von Eliane Zimmermann und durch sie auf Ihren Blog aufmerksam geworden. Tolle Arbeit die sie hier machen. Ich würde Sie gerne auf meiner Blogseite www.vivere-aromapflege.blogspot.com verlinken.
    Ich unterrichte seit 10 Jahren Pflegekräfte zum Thema Aromapflege/-therapie und mache diese immer wieder auf die Problematik der Deodorantien aufmerksam. Viele wundern sich, dass sie davon noch nie zuvor gehört haben....

    Liebe Grüße
    Sabrina Herber

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  7. @ Herber-Schmieden: Ja, gerne, vielen Dank
    @ Marlies Sch.: Männer-spezifische Studien gibt es dazu meines Wissens keine. Doch wenn gesichert ist, dass diese Alu-Verbindung DNA Schaden bei den Zellen von Frauen auslöst, so wird das bei Männerzellen nicht viel anders sein.
    Besser ist: Fort damit, egal welches Geschlecht

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  8. Vielen Dank für Ihre Antwort! Ich benutze das Deo seit über 2 Wochen nicht mehr u. habe festgestellt, Seife u. Parfüm geht auch! Jetzt überzeuge ich auch noch meinen Mann.
    Beste Grüße
    Marlies Sch.

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  9. Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel !!
    Anfang Februar 2013 wurde bei mir im „äußeren oberen Quadranten“, genau an der Stelle, die von Frau Darbre genannt wird, ein Tumor diagnostiziert.
    Und ich muß gestehen, daß ich sehr schockiert war!
    Vor allem, weil ich mir nicht erklären konnte, warum da plötzlich aus dem nichts Krebs entstanden sein könnte. Ich achte nämlich sehr auf mich, auf meine Ernährung (bin u.a. Vegetarier), bewege mich, tanke frische Luft, trinke ausschließlich Wasser, gönne mir Ruhepausen usw. ...
    Dann wurde ich auf Aluminium in Deos aufmerksam gemacht und habe festgestellt, daß es bei meinem Deo sogar an zweiter Stelle aufgeführt war!
    Ich hatte mindestens 5 Deos - in jeder Handtasche, damit ich auch unterwegs sofort auftragen konnte, wenn ich anfing zu schwitzen und sogar in verschiedenen Zimmern daheim (auch auf dem Nachttisch), damit ich auch hier sofort, wenn ich anfing zu schwitzen, Deo auftragen konnte!!
    Und nun stellt sich heraus, daß alle diese Deos meinen Brustkrebs verursacht haben!!!
    Es ist nicht zu fassen!!!!!
    Als Betroffene bin ich entsetzt darüber, daß diese Tatsache überhaupt nicht bekannt ist - und wenn ich mit Ärzten darüber spreche, ich regelrecht belächelt und nicht für voll genommen werde!
    Natürlich tut die Industrie einiges dafür, daß diese Tatsache verschwiegen wird, damit ihre Deos verkauft werden - aber sind die Bürger und die Betroffenen nicht stärker als ein paar Leute, die hier das Sagen haben??
    Was können wir tun, damit alle Frauen wegen dieser Problematik gewarnt werden - und das dann aber auch wirklich ernst nehmen????

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    1. Bitte schreiben Sie mir eine Mail, oder rufen Sie mich an. Es gibt derzeit eine Initiative, die gerade entsteht, von der ich Ihnen gerne berichten würde.
      mfg, BE

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  10. interessanter artikel. habe sie auf meinem blog verlinkt. freue mich, wenn sie das umgekehrt auch tun. alles liebe, sabine fisch. http://fischismus.blogworld.at

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  11. Vielen Dank für die ausführlichen Informationen.
    Ich geriet über Umwege auf diese Seite, zuvor googelte ich
    Aluminiumchlorchydrat, mir gefror die Blutbahn als ich lesen musste
    dass mit dem Umgang von 30% - iger Lösung äusserst vorsichtig umgegangen werden muss.
    Kein Hautkontakt geschweige denn Augenkontakt.Nur bei guter Belüftung,Atemschutz etc. .Horrend.
    Ich hätte nie gedacht dass unsere Regierung so korrupt ist und uns
    als Versuchskaninchen im dunkeln stehen lässt.
    Mir kam kurz ein paranoider Gedanke: Wen störts wenn die Bevökerung schwindet?.
    Hätte Global nur Vorteile...traurig aber wahr.. wer könnte so denken?.
    Politiker und Putin, nebst anderen selbsternannten "Hoheiten".
    Obama mal ausgeklammert, obwohl, wer weiss schon.
    Höchste Zeit eine neue Partei zu gründen; BP, Bürgerpartei.
    Eine Partei die sich in erster Linie um die Bürger kümmert und Aussenpolitik in die 2 te Reihe stellt. Baden-Württemberg und Saarland schliessen sich der Schweiz an. Der Euro wird 2015 abgeschafft. Idee und Parteiname freigegeben...viel Glück

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  12. Vielen Dank für diesen gut recherchierten Artikel!
    Durch das leidige Thema "Impfungen" habe ich angefangen mich kritisch mit dem Inhaltsstoff Aluminium auseinanderzusetzen! Nach der auf arte ausgestrahlten Doku "Akte Aluminium" haben mein Mann und ich vor ca. 6 Wochen unsere Deos weggeworfen. Umso "schockierter" bin ich nun über den letzten Abschnitt des Artikels! Denn diesen unangenehmen Achselgeruch kann ich sofort bestätigen, anfangs dachte ich es hätte mit den Schwangerschaftshormonen zu tun, aber das ist schon 8 Monate her! Jetzt bin ich schlauer! Ich hoffe, dass es bald besser wird, selbst mehrmaliges Waschen und die Benutzung eines aluminiumfreien Deos helfen nicht sonderlich gegen die Geruchsplage!

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  13. Die Arbeit der Dame wird wissenschaftlich nicht anerkannt. Alle seriösen Studien kamen zu einem anderen Ergebnis. Die Meinung die sie hier versuchen zu vertreten beruht auf einem Hoax, Falschinformation und dem Einfluss unserer Esoterik Gemeinde. Lustig auch die beiden Damen der Armotherapie, denn diese kommt genau aus diesem Milieu ;-)

    Sie verlinken hier ja so gerne, dann bitte auch die Gucken Sie doch mal hier:

    http://www.test.de/Aluminium-in-Deos-Schweisshemmend-und-umstritten-4570934-0/

    und hier:

    http://wissen.schwitzen.com/antitranspirant/irrtuemer-und-fehleinschaetzungen/item/646-antitranspirant-brustkrebs.html

    Besonders der zweite Artikel erläutert wie es zu dieser "Meinung" gekommen ist.

    Hoffe der Kommentar wird nicht gelöscht.

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    1. Die Arbeit von Philippa Darbre wird wissenschaftlich nicht anerkannt? Von wem? Von diesem seltsamen Blogautor auf den Sie verweisen, der seinen Blog mit dem programmatischen Slogan "Gegen Schweiß und Geruch" schmückt und anscheinend denkt, ohne seine Alu-Deos nicht leben zu können. Der Artikel enthält so viele haarsträubende Fehler, dass es zu weit führen würde, das hier zu erörtern.

      Vom BfR kann ich Ihnen übrigens ausrichten, dass derzeit der ganze Bereich des Einsatzes von Alu-Verbindungen in Kosmetikprodukten überarbeitet wird, weil seit den letzten Stellungnahmen, die großteils entwarnenden Charakter hatten, viel neue Evidenz dazu gekommen ist.
      Auch auf EU-Ebene ist hier einiges in Bewegung geraten.

      Wenn Sie das Gefährdungspotenzial von Aluminium generell für einen Hoax halten, so sollten Sie auch mal an die EFSA, die Europäische Lebensmittelbehörde schreiben und nachfragen, warum im Jahr 2008 die Grenzwerte für die Aluminiumbelastung von 7mg pro kg Körpergewicht auf 1 mg pro kg radikal abgesenkt wurden.
      Das BfR kommentiert diese Maßnahme so: "Das Komitee kam zum Schluss, dass Aluminium die Fortpflanzung und das Nervensystem bereits in niedrigeren Dosen beeinträchtigen kann, als bisher angenommen wurde."
      Nachzulesen, z.B. hier in dieser Risikoanalyse des BfR zum Aluminiumgehalt in Babynahrung:
      http://www.bfr.bund.de/cm/343/aluminiumgehalte-in-saeuglingsanfangs-und-folgenahrung.pdf

      Ähnliche Ergebnisse wie jene von P. Darbre lieferten vergangenes Jahr übrigens Wissenschaftler der Universität Genf.
      http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/aluminium-schaedigt-brustzellen-1.14244583
      Die Französische Agentur für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten schlug kürzlich vor, die Konzentration von Alu-Verbindungen in Kosmetikprodukten generell auf 0,6 % zu beschränken.

      Derzeit enthalten Deos einen Aluminium-Chlorohydrat Anteil von bis zu 20% des gesamten Inhaltes.

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  14. Ihr Artikel ist unseriös und Sie sind wissenschaftlich nicht ernstzunehmen.
    An alle Leser, hier ein Wiki Eintrag über Herrn Ehgartner:

    http://www.psiram.com/ge/index.php/Bert_Ehgartner

    Besonders erschrocken war ich über Ihre Einstellung zum Impfen... sehr traurig, und alles sehr pseudowissenschaftlich.

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    1. Im Gegensatz zu Ihnen, der hier anonym postet und eine Webseite von Feiglingen verlinkt, welche kritische Personen im Internet denunziert und verleumdet, stelle ich mich hier mit meinem vollen Namen her und belege die Aussagen, die ich mache mit Links zu seriösen und nachprüfbaren Quellen.

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  15. Hallo,
    ich habe den Artikel sehr interessiert gelesen und auch alle Kommentare. Zum letzteren Eintrag möchte ich sagen, es gibt nicht nur das Recht der freien Meinungsäußerungen, sondern es nimmt sich ja auch jeder dieses wenn er seine Gedanken ect. im Netz niederschreibt, das sollte respektiert werden. Diese Nichtachtsamkeit und Entwertung von anderem Gedankengut ob nun wissenschaftlich untermauert oder nicht ist für mich im gegenseitigen Miteinander auf einem anderen Blatt geschrieben...schließlich sind wir alle des Denkens fähig und können uns selbst eine Meinung darüber bilden....geschrieben steht genug auf dem Papier....nur weil es eine Studie über ein Thema gibt, heißt es es ist wissenschaftlich bewiesen?...ich arbeite auch im Wissenschaftsbereich und weiß nur zu gut wie wichtig die Beschreibung der Parameter einer Studie sind - und Wissenschaft heißt nicht dass das dann alles gleich voll bare Münze ist........es gibt so vieles was die Menschheit schon bewiesen haben wollte...und sich alles wendete....es sind doch meist nur Theorien...
    auf jeden Fall mag ich Leute nicht die so abwertend kommentieren und das nicht mal mit ihrem Namen unterschreiben können...schade.....aber ich werde weiter recherchieren....das Thema interessiert mich und auch einige andere Themen aus Ihrem Block....zum Impfen habe ich auch eine sehr geteilte Einstellung...es gibt Impfungen die ich durchaus für sinnvoll halte, aber einige Impfungen sind meiner Meinung nach nicht sinnvoll...die Entscheidungen welche Impfungen ich meinem Kind "angetan" habe, mußte ich selber tun....nach langer Recherche und ich habe inzwischen auch eine HA in meinem Studium darüber geschrieben....inzwischen bin ich allerdings mehr ein Gegner gegen Impfungen aus verschiedenen Gründen...aber jeder muss das für sich selbst entscheiden....das ist mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden....ja und Infos gibt es genug darüber....und die Entscheidung habe ich mir nie leicht gemacht....auf jeden Fall glaube ich nicht alles einfach so weil es mir jemand sagt...ich hinterfrage meist alles und mache mir meine eigenen Gedanken....so nun wünsche ich Ihnen weiterhin viel Kraft und Elan Ihren selbstgewählten Weg zu gehen...manche Kommentare haben eben nichts mit konstruktiver Kritik zu tun...aber ich fand Ihre Antworten äußerst professionell....mfg Karola Schmidt

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  16. Sie schreiben am Ende des Artikels (= Buchkapitels?):
    "Beim Absetzen der Deos braucht man etwas Geduld, weil viele Hautzellen vom Aluminiumchlorid derart geschädigt wurden, dass sie abgestorben sind und sich unter beträchtlichem Gestank erneuern."
    Ich halte diese Aussage - vorsichtig ausgedrückt - für äußerts gewagt:Haben Sie irgendwelche Belege dafür, daß Aluminiumchlorid Hautzellen derart schädigt, daß sie absterben?´
    Weiter: daß die ERNEUERUNG unter "beträchtlichem Gestank" erfolge? Was bitte soll denn da stinken: etwa die Neubildung von Zellen?????

    Unsere Haut - ein verhornendes Plattenepithel - ist so aufgebaut, daß von unten her laufend neue Zellen nachgeliefert werden, die "verhornen" (= absterben) und dann an der Oberfläche als feine Hautschüppchen abgeschilfert werden. Ich wüßte nicht, daß dieser Vorgang von "Gestank" begleitet wäre.
    Also erklären Sie bitte näher, was sie da schreiben / behaupten. (Zitat: "...stelle ich mich hier mit meinem vollen Namen her und belege die Aussagen, die ich mache mit Links zu seriösen und nachprüfbaren Quellen."
    Falls Sie das nicht belegen oder sonstwie plausibel machen können, sollten Sie diese eigenartige Aussage zurückziehen.
    HJM

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  17. Die wichtigste Grundlage der Ursachenforschung - etwa zu Ursachen von Krebserkrankungen - ist die Epidemiologie. Ich nenne Ihnen ein Beispiel:
    Barbara Laumbacher et al. (Arbeitsgruppe Prof. R.Wank, Immunologie ?LMU München) hat vor einigen Jahren ein sehr merkwürdiges Ergebnis veröffentlicht, nämlich daß langjährige Hundehalterinnen ein um Faktor ca. 3 erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, nicht aber Katzenhalterinnen. (Ich zitiere aus dem Gedächtnis.)
    Dies legt die Vermutung (Arbeitshypothese) nahe, daß eine wahrscheinlich chronische Infektion, die wohl keine auffällligen Krankheitserscheinungen macht, für die Krebsentstehung (mit)verantwortlich ist. (Anderes, sehr gut belegtes Beispiel ist die Entstehung des Gebärmutterhals-Krebses, kann ich hier als bekannt voraussetzen.)
    Bemerkenswert ist, daß von den Eskimos / Inuit, die ja nun lebenslang intensiv mit Hunden zu tun haben, praktisch kein Brustkrebs bekannt sein soll...

    Nicht 100% der Bevölkerung bzw. der Frauen benutzen (häufig / ständig) Al-haltige Deos: es müßte doch ein Leichtes sein, Frauen, die beispielsweise zur BK-Vorsorgeuntersuchung kommen, nach ihrem Deo-Gebrauch zu befragen (und zwar so, daß der Alu-Gehalt geklärt werden kann), und dann über die folgenden Jahre eine Korrelation zur Brustkrebs-Entstehung zu untersuchen, und zwar mit besonderer Aufmerksamkeit auf den Brustquadranten, der betroffen ist.
    DAS wäre eine im Prinzip ganz einfache Studie, die die - zweifellos interessante und wichtige - Frage klären könnte (nicht wilde Spekulationen über Verschluß von Ausführungsgängen, Zystenbildung - aber nicht in der Achsel?!?!? - usw., oder aufwendige Zellkultur-Forschung!).

    Ich bin wirklich in hohem Maße irritiert, daß dieser einfache, gradlinige, zielführende Ansatz bisher NICHT beschritten wird, oder habe ich etwas überlesen (oder gleich wieder vergessen)?
    Dr. HJM

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  18. Auch ich bin irritiert, dass so wenig geforscht wird. Erstes Ziel meiner Bücher und Filme ist es, auf das Thema aufmerksam zu machen und seriöse, möglichst objektive Forschung in diesem wichtigen Bereich einzufordern.

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