Donnerstag, 5. November 2026

Das Geschäft mit der Verzögerung von Diabetes Typ 1

Die Fälle von Diabetes Typ 1 im Kinder- und Jugendalter sind seit den 1990er Jahren um das Dreifache angestiegen. Warum das so ist, versteht man bis heute nicht. Irgendwas mit Genen und Umweltfaktoren, vermutet die Wissenschaft. Nun gibts neue Hoffnung, jubeln die Medien. Nein, nicht auf Heilung, sondern auf frühere Erkennung des Diabetes - noch bevor er ausgebrochen ist. Hinter der Initiative steckt ein internationaler Pharmakonzern, der ein sündteures neues Medikament vermarkten möchte.

Diabetes Typ 1 erfordert eine lebenslange Insulin-Therapie (Foto: Sweet Life)


Beim Kinderarzt wird immer häufiger das Angebot gemacht, Kinder auf ihr Risiko von Typ 1 Diabetes (T1D) testen zu lassen. Dabei wird an der Fingerkuppe ein Tropfen Blut abgenommen und auf vier Arten von Antikörpern analysiert, die an der Entstehung der Autoimmunerkrankung beteiligt sein können. 

In Deutschland haben bereits mehr als 200.000 Kinder im Rahmen der "Fri1da-Studie" derartige Tests absolviert. Anfangs wurden nur solche Kinder ins Visier genommen, bei denen im Familienumfeld solche Fälle von Diabetes vorkommen. Nun soll das Screening ausgeweitet werden. Harald Sourij, der Präsident der Österreichischen Diabetes Gesellschaft forderte heute im Ö1 Morgenjournal, dass generell in der Gesamtbevölkerung getestet werden soll, "weil die Beschränkung auf Risikogruppen nicht ausreicht". 

Der versteckte Sponsor

Hauptsponsor der erwähnten Fr1da-Studie ist eine internationale Non-Profit-Organisation namens "Breakthrough T1D", die sich auf die Finanzierung von Forschung zu Typ-1 Diabetes konzentriert. Im Vorjahr wurde mehr als 1 Million US-Dollar zugeschossen. Wer nun glaubt, dass dieses Geld mehrheitlich von Kleinspendern stammt, die mühsam eigesammelt wurden, irrt. Hinter "Breakthrough T1D" steckt nämlich der Groß-Sponsor Sanofi. 

Und dieser französische Konzern hat kürzlich ein US-Unternehmen gekauft, das ein interessantes Medikament entwickelt hat. Es ist ein Immunpräparat namens 'Teplizumab', das unter dem Handelsnamen 'Teizeild' im Januar 2026 die Marktzulassung für Europa erhalten hat. Studien hatten nahegelegt, dass 'Teizeild' den Ausbruch von Diabetes um rund 2 Jahre verzögern kann. 

Derzeit gibt es kein Konkurrenzprodukt und entsprechend wurde auch der Preis festgelegt: eine Behandlung kostet 160.000 Euro pro Person. Und da sind Rabatte für den Massen-Ankauf durch Krankenkassen schon eingerechnet, denn in Deutschland ist das Medikament aktuell erstattungspflichtig. In Österreich setzte das Pharma-Lobbying offenbar verspätet ein. Denn hier hat sich das Bewertungsboard des Ministeriums in einer ersten Begutachtung gegen eine Kostenübernahme entschieden. Die nächste Evaluierung erfolgt aber bereits im Frühling 2027. 

Starker Anstieg während der COVID-Zeit

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der ein fehlgeleitetes Immunsystem auf die Bauchspeicheldrüse losgeht und die dort erfolgende Produktion des Hormons Insulin zerstört. Auslöser sind bestimmte Autoantikörper. Sie richten sich nicht gegen Eindringlinge, sondern gegen körpereigene Moleküle. In dem Fall die Insulin-produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. 

Normalerweise werden solche gefährlichen Antikörper vom Immunsystem selbst zerstört. Warum das oftmals nicht gelingt, ist der Wissenschaft ein Rätsel. Als Ursache wird die Genetik genannt, abgeleitet von dem Befund, dass betroffene Familien ein erhöhtes Risiko haben, dass auch die Kinder dieselbe Krankheit entwickeln. Doch Gene ändern sich nicht so rasch, dass damit ein so rascher Anstieg bei Diabetes Typ 1 erklärbar wäre. 

In Deutschland und Österreich liegt die Neuerkrankungsrate pro Jahr bei 25 bis 35 Fällen pro 100.000 Kindern. Die meisten Fälle werden im Alter zwischen 7 und 13 Jahren entdeckt. Zu Beginn der 1990er Jahre lag die Inzidenz noch bei weniger als 10 pro 100.000.

Eine zweite von der Wissenschaft genannte Ursache für die Entstehung der Autoimmunerkrankung sind Infekte. Dies würde auch erklären, warum es während der COVID Zeit von 2021 bis 22 zu einem Höhepunkt bei den Neu-Erkrankungen kam. Infekte versetzen das Immunsystem unter Stress - und bei Stress passieren Fehler, lautet der Erklärungsansatz. 

Baby-Impfungen enthalten chemische Zustäze, welche das Immunsystem in Alarm versetzen

Dieser Zusammenhang trifft allerdings genauso für manche Impfungen zu. So genannte Tot-Impfungen enthalten abgetötete Wirkstoffe, die spezielle Inhaltsstoffe benötigen, um das Immunsystem zu stressen. Dazu zählen Aluminiumverbindungen und andere so genannte Adjuvantien, die an der Einstichstelle Entzündungen auslösen und damit erst die Immunreaktion in Gang bringen. Lebend-Impfungen brauchen solche chemischen Hilfsmittel nicht, weil sie abgeschwächte aber lebende Viren oder Bakterien enthalten, welche die Immunreaktion eigenständig auslösen. 

Kein Fall von Diabetes bei den ungeimpften Kindern

Den Verdacht, dass Impfungen ein relevantes Risiko für Diabetes darstellen, haben bereits mehrere Studien nahe gelegt, in denen geimpfte und ungeimpfte Kinder verglichen wurden. Zuletzt wurde ein solche Studie im Film "An Inconvenient Study" ("Eine unbequeme Studie") präsentiert. Im Beobachtungszeitraum ist hier in der Impfgruppe unter 16.500 Teilnehmern bei 42 Kindern Diabetes Typ 1 diagnostiziert worden. Die Kontrollgruppe war mit 2.000 ungeimpften Kindern zwar deutlich kleiner. Dennoch wären statistisch 5 Fälle erwartbar gewesen. Tatsächlich ist hier jedoch kein einziger Fall aufgetreten. 

Eventuell befürchtet auch der Konzern Sanofi einen negativen Einfluss auf seine Therapie. In der Fachinformation heißt es jedenfalls dezidiert, dass alle vorgesehenen Impfungen möglichst vor der Verabreichung von 'Teizeild' durchgeführt werden sollen. 


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