Samstag, 25. Juni 2022

Die alltägliche Zensur umgehen

Als "Mostviertler Antwort auf Davos", bezeichnete Werner Fally, Herausgeber des momag scherzhaft ein Vernetzungstreffen regionaler Unternehmen. Mehr als 200 Teilnehmer mit vorwiegend Maßnahmen-kritischer Grundeinstellung folgten der Einladung in den Boomerang Actionpark nahe Amstetten. Es ging um die Frage, was uns allen im Herbst bevor steht und wie wir uns darauf vorbereiten - bzw. dagegen wehren können. 

GEA-Chef Heini Staudinger war einer der Impulsgeber am Event

Der Name der Veranstaltung 'Event 226' erinnerte ironisch an die Pandemie-strategischen Planspiele von Gates & Co mit denen die Welt auf die nächste Virenkatastrophe eingestimmt worden war. Beim Amstettner Event stand allerdings die Frage im Vordergrund, wie wir aus dieser mit Bedacht inszenierten Pandemie-Show wieder heraus kommen.

Als Vortragende mit dabei waren unter anderem Servus TV Intendant Ferdinand Wegscheider, der Waldviertler Unternehmer Heini Staudinger und Kabarettist Walter Kammerhofer. Auch ich war eingeladen und eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Impulsreferat zum Thema "Die alltägliche Zensur umgehen".

Hier eine leicht gekürzte Version meines Vortrags:


Guten Tag, 

Seit ungefähr 35 Jahren bin ich nun Journalist, seit 25 Jahren auch Dokumentarfilmer.   

Mein Beruf hatte schon immer einen zweifelhaften Ruf. Nur etwa 30 Prozent der Bevölkerung haben – laut einer repräsentativen Umfrage "sehr viel" oder "viel" Respekt vor Journalisten. "Etwas", "wenig" oder "sehr wenig" Respekt empfinden hingegen 70%. 

Noch schlechter beurteilt werden nur noch die Politiker. 

Bis vor wenigen Jahren haben mich solche Umfragen noch irritiert oder geärgert. Mittlerweile denke ich, dass eine Respektquote von 30 Prozent schmeichelhaft hoch ist. Aber vielleicht bin ich bezüglich der Werte ja auch nicht auf dem aktuellen Stand. Die Umfrage stammt nämlich vom Dezember 2019. Und seither hat sich – wie wir alle wissen – im Journalismus und den Medien wieder einiges getan. 

Gleich von Beginn der Corona-Krise wurde scharf auf alles geschossen, was eine andere Meinung äußerte. Bis dahin angesehene Ärzte und Wissenschaftler wurden über Nacht für vogelfrei erklärt. 

"Ja glaubst Du denn nicht an die Wissenschaft?", wurde mein Krankenpfleger-Sohn gefragt, als er skeptisch war gegenüber der Impfung. – Ja, der "Glaube" war groß - und leider wurde daraus bald Verpflichtung und Zwang. Mit immer absurderen Maßnahmen, bei denen der Glaube, der Gruppendruck oder das Bauchgefühl, mehr Einfluss hatten, als eine halbwegs objektive wissenschaftliche Evidenz.


Ich habe während der Corona-Zeit drei Zeitschriften-Abos abbestellt. Darunter Zeitschriften, für die ich viele Jahre gearbeitet habe. 

Ich habe beispielsweise mehr als 30 Coverstorys für das Magazin "profil" geschrieben. Mittlerweile komme ich selbst in solchen Coverstorys vor, wenn es um Maßnahmengegner oder Verschwörungstheoretiker geht. In der Tageszeitung Standard gelte ich gar nicht mehr als Journalist, sondern wurde kürzlich als "Anti-Impf-Aktivist" bezeichnet. 


Meine Dokus liefen früher bei ORF, ZDF oder ARTE. Jetzt auf Servus TV, Telegram, Odysee oder Nuoflix.

Manchmal auch auf Youtube oder Vimeo.

Allerdings nur für kurze Zeit.

Mein Corona.Film für die Berliner Produktionsfirma OVALmedia wurde nach exakt 1,5 Tagen von Vimeo gesperrt. Am englischen Youtube Kanal lief der Film einen halben Tag länger, bis er vom Netz genommen wurde. 

Beim deutschen Youtube-Kanal waren die Zensoren offenbar unaufmerksam. Denn hier hatte die Doku fast eine Million Zuseher, bis sie endlich gelöscht wurde. 

Da sieht man, wie gefährlich so etwas ist, wenn man nicht aufpasst.


Als ich vergangenes Jahr meinen neuen Dokumentarfilm "Unter die Haut" fertig hatte, wollte ich diesen ursprünglich auch über Vimeo vertreiben. Es handelt sich dabei um eine kritische Wissenschafts-Doku zum Einsatz von Aluminiumverbindungen in Impfstoffen. Im ganzen Film kommen keine Impfgegner vor. Um nicht wieder gesperrt zu werden, fragte ich in der Vimeo-Direktion in den USA an, ob sie eventuell den Film vorab prüfen könnten, um mir mitzuteilen, ob der Film die Zensur besteht. 


Die 6 Gebote des Impfens

Nach einigen Tagen - im Mai 2021 - erhielt ich tatsächlich eine Antwort von der Vimeo-Direktion. Ein gewisser Dan R. aus der Abteilung "Safety & Trust" schrieb, dass sie prinzipiell keine Vorab-Prüfungen von Filmen machen. Aber sie haben für das Thema Impfungen eine Liste von 6 Geboten erstellt, die er mir gerne mitteilt.

Das 1. Gebot lautet, dass nicht behauptet werden darf, dass Impfungen irgend etwas mit Autismus zu tun haben. 

Nun gut, das schaffe ich, denn in meinem Film geht es nicht um Autismus. Doch gleich beim 2. Gebot wurde es schwierig.

Das verbietet nämlich die Behauptung, dass natürliche Immunität einer Impf-Immunität überlegen sei. 

Und das fachlich richtig zu argumentieren ist schlicht unmöglich. Denn nicht nur bei Corona - auch bei fast allen sonstigen Infektionskrankheiten - ist eine natürliche Immunität einer Impf-Immunität massiv überlegen. Da können Sie jeden seriösen Immunologen fragen.

Endgültig zum Verhängnis wurde mit dann allerdings das 3. Gebot, ich brauchte die restlichen gar nicht mehr durchlesen. Denn das 3. Gebot untersagte schlicht und einfach die Frage, ob eine Impfung "problematische" oder gar "gefährliche" Inhaltsstoffe enthält. 

Das aber war genau das Thema meines Films. - Denn dort geht es - unter anderem um die Frage, ob der seit 100 Jahren übliche Zusatz von Aluminium-haltigen Wirkverstärkern in Impfstoffen überhaupt jemals auf seine Sicherheit geprüft wurde. 

Ich bin jedenfalls glatt durchgefallen - und schrieb Dan freundlich zurück, dass ich nach seinen Geboten eindeutig in die Kategorie "Sünder" bzw. "Verbrecher" falle und deshalb auf die Dienste von Vimeo verzichten muss. Außerdem regte ich an, die Gebots-Liste noch um einige Punkte zu ergänzen und dann eventuell eine Religion zu gründen. Als Name schlug ich "Vaccinology" vor - um sich damit an ähnlich kommerziell erfolgreichen Glaubensrichtungen wie "Scientology" zu orientieren. 

Nun gut, Dan hat darauf nicht mehr geantwortet.

Einige Monate später - am 2. November 2021 - erhielt ich einen Anruf vom Geschäftsführer eines großen Kinos in St. Pölten, in dem die Film-Premiere von "Unter die Haut" geplant war. Der Mann war verzweifelt. Er sagte, das Kino käme in Teufels Küche, wenn in Zeiten wie diesen ein impfkritischer Film gezeigt würde. Und er sagte die Premiere kurzerhand ab.


Die Kellerkino-Tour

Diese und ähnliche Erfahrungen brachten mich auf die Idee, den Film gänzlich außerhalb des normalen Betriebs zu vertreiben. Ich packe seither bei Veranstaltungen Beamer, Laptop und Lautsprecher ein und sage den Interessenten: Das einzige, was ihr beisteuern müsst, ist ein Raum mit Sitzplätzen, eine Steckdose und eine Leinwand. Zur Not tuts auch eine weiße Mauer. 

Das funktioniert bisher prächtig. 

Ich bin bereits mehrfach quer durch Deutschland und Österreich gefahren. Wir haben den Film bei einer Schneiderin gezeigt, in einem Hotel, in einer Tischlerwerkstatt oder in einer Diskothek. Wir nannten unsere Initiative "Kellerkino-Tour" - als Andenken an die DDR Zeit, wo ja Andersdenkende auch gezwungen waren, sich kulturell und politisch selbstständig zu machen. 

Ein Fliesen-Großhändler, bei dem wir den Film im Schauraum seines Unternehmens zeigten, erklärte mir, dass die Corona-Zeit immerhin etwas Gutes habe: Seither feilschen die Kunden nicht mehr ewig rum, sondern sie zahlen sofort den Preis, der im Angebot steht. - Aus Angst, dass die Ware im nächsten Monat nicht mehr vorrätig ist oder das Doppelte kostet. 


Mir fällt zu Corona nicht viel Positives ein.

Mich erinnern die Ereignisse eher an den alten Chinesischen Fluch "Mögest Du in interessanten Zeiten leben."

Und interessant sind unsere Zeit ja tatsächlich. 

Wer weiß, wo es noch hingeht und was uns im Herbst bevorsteht. 

Ich werde mich jedenfalls dafür einbringen, dass nach wie vor auch "die andere Seite" in den Medien vorkommen. Wenn auch nicht mehr - so wie früher - in den Mainstream Medien.

Und ja, es ist immerhin spannend, Teil einer Widerstands-Bewegung zu sein. Denn wenn sich eines in diesen interessanten Zeiten mit Deutlichkeit heraus gestellt hat, dann dies:

Ich weiß jetzt besser, wer meine wirklichen Freunde sind - und ich habe viele Neue dazugewonnen.

Herzlichen Dank


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Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf seiner Homepage


4 Kommentare:

  1. Lieber Herr Ehgartner,
    herzlichen Dank für Ihr unermüdliches Engagement!

    Offenbar ist die Ohnmacht gegenüber den vielen viel größeren Bedrohungen so massiv, dass es zu "Übersprungshandlungen" kommt: immer absurderen Ausformungen von political correctness, von cancel culture und der Forderung nach Impfungen als Vorbeugung und Universalschutz.

    Ein Artikel von Bianca Ludewig über den HPV-Test und die HPV-Impfung in MALMOE 98 (Dez.2021) verdeutlicht, wie viele junge impf-euphorische Menschen ticken und deshalb in linken Zeitungen Impfungen propagieren.
    https://www.malmoe.org/2021/12/10/mangelhaftes-wissen-%e2%80%a8zu-sexualitaet-und-gesundheit/
    Ab dem Zwischentitel "Kein Thema für Männer" geht es um die HPV Impfung.
    Die Autorin zitiert auch ausführlich aus diesem (im Internet frei zugänglichen) Artikel von Ulf Schleth
    https://taz.de/HPV-und-Impfung/!5537391&s=ulf+schleth/

    PS: Immerhin weist der ORF heute auf einige Umweltfaktoren bei der Krebsentstehung hin: https://science.orf.at/stories/3213835/
    Hier gilt es endlich anzusetzen und beim Stress, dem wir wegen vielerlei Zumutungen ausgesetzt sind!

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  2. Danke, Bert, dass du dabei warst 🙏
    Lg, michie

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  3. Komisch, dass von der "Impkritik" Seite nichts zu dem Skandal kommt, wie die Ärztin Dr. KELLERMAYR von Impfgegnern in den Suizid gehetzt wurde.

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    1. Meist wird eine dieser Hassbotschaften zitiert. Es handelt sich dabei um eine perfide und detaillierte Morddrohung. Was hat eine Morddrohung mit "Impfkritik" zu tun?

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