Mittwoch, 29. Mai 2024

"Impfen soll wieder ein normaler Teil der Wissenschaft werden"

Der österreichische Autor und Filmemacher Bert Ehgartner startet in der ersten Juniwoche mit einer Vortragsreise nach Deutschland und gibt spannende Einblicke in seine internationalen Recherchen zum Impfwesen, das er seit 25 Jahren journalistisch begleitet. Im aktuellen Interview spricht Ehgartner über den Reformbedarf im Impfwesen und die massiven Probleme des aktuellen Wissenschaftsjournalismus. 

Die einzelnen Stationen sind: Landshut (4.6.), Parchim (5.6.), Kiel (6.6.), Hamburg (7.6.), Hannover (8.6.), Bad Zwischenahn (9.6.) und Heidelberg (10.6.). - In Kiel und Heidelberg wird Ehgartners Dokumentarfilm "Unter die Haut" gezeigt. An den anderen Orten hält er einen Vortrag zu seinem neuen Buch "Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten". Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es im Veranstaltungskalender

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Das fiel dem KI-Bildgenerator von Microsoft ein zum Auftrag:
"Bilde positive und negative Aspekte des Impfwesens ab" 


Herr Ehgartner, auf Ihrer Homepage finden sich die Zeilen: „Nur dort, wo der Austausch kritischer Argumente gepflegt wird, ist Innovation möglich.“ Wo sehen Sie in diesem Zusammenhang das Hauptproblem?

Wissenschaftsjournalismus hat in den letzten Jahren eine Richtung eingeschlagen, die ich gefährlich finde. Vielfach sieht er sich in der Rolle, ein bestehendes Narrativ, das von Politik oder Wirtschaft favorisiert wird, wortreich zu erklären und zu verteidigen. Die Konfrontation der herrschenden Meinung mit Gegenargumenten gilt beinahe schon als Sakrileg. Psychologen haben dafür den Kampfbegriff der "falschen Ausgewogenheit" erfunden. Das wurde während der Corona-Pandemie in vielen Redaktionen als Totschlagargument hergenommen, wenn jemand einen "falschen Experten" zitieren wollte. Denn wenn 95% der Experten eine andere Meinung hätten, würden damit ja Verschwörungstheorien transportiert. Dass die Medien selbst dafür verantwortlich sind, dass der falsche Eindruck einer einheitlichen wissenschaftlichen Sichtweise besteht, das wurde und wird heute noch immer schlichtweg ignoriert.

Wie würden Sie Ihre Arbeitsweise beschreiben?

Mir geht es in meiner Arbeit vor allem darum, eine Kontinuität zu beschreiben, nicht in einer Art „Jubeljournalismus“ Zufalls- oder Augenblicks-Meldungen zu bringen, sondern in Bezug auf die Themen – meist eben wissenschaftliche Entdeckungen – über Jahre hinweg zu recherchieren, diese in ein Kontinuum zu setzen und zu schauen: Wohin führt dieser Weg? Wer sind die beteiligten Wissenschaftler, wer finanzierte die Studien und wie aussagekräftig sind sie? Um daraus dann – wie das bei manchen meiner Bücher oder Filmen geschehen ist – eigene Thesen zu entwickeln. Und zwar nicht, weil ich etwas erfinde, sondern weil ich mir die Freiheit nehme, die Erkenntnisse verschiedener Fachbereiche zu einer Gesamtschau zu verbinden. 

Ein Zitat des deutschen Philosophen und Wissenschaftler Carl Friedrich von Weizsäcker lautet: „Die Wissenschaft hat schon recht mit dem, was sie sagt, sie hat aber Unrecht mit dem, was sie verschweigt!“

Das ist ein sehr heikler Punkt. Denn die meisten Wissenschaftler, die an der Erstellung pharmazeutischer Studien beteiligt sind, können gar nichts anderes als schweigen, weil sie Knebelverträge unterschreiben müssen, damit sie überhaupt Aufträge aus der Wirtschaft bekommen. Politiker werden laufend von Lobbyisten umschwärmt. Alle wichtigen Posten in den Arzneimittelbehörden sind mit Günstlingen der Industrie besetzt. Wir sind längst in einer Diktatur der Konzerne angelangt. 

Welche gesamtgesellschaftliche Aufgabe erwächst aus dieser Gemengelage?

Im Sinne der Kindergesundheit müssen wir endlich die Kontrollfunktion unserer demokratischen Institutionen wahrnehmen und dürfen die Wissenschaft nicht der Pharmaindustrie überlassen, die sie schamlos für ihre eigenen Interessen einsetzt. Länder wie die USA haben es geschafft, dass trotz eines Rekordbudgets für Gesundheitsausgaben 50% der Kinder chronisch krank sind und regelmäßig Medikamente brauchen. Ich lege das ausführlich in meinem Buch und den Vorträgen dar. In Europa liegt diese Quote bei etwa 30%. Wenn wir dem nicht Einhalt gebieten, werden solche Zahlen immer mehr anwachsen. Denn die interne Logik der Konzerne erzeugt eine Gesellschaft, in der möglichst alle Menschen laufend therapiert werden: vom Kaiserschnitt bis zur finalen Chemotherapie.

Auch beim Impfen merkt man diesen Trend, wenn heute dreimal so viele Impfungen im Kalender stehen als noch in den 80er Jahren. 

Ja, das ist ein Fakt. Dass die Kinder deshalb dreimal so gesund sind, ist hingegen eher zweifelhaft. Ich bin weder Impfgegner noch kritikloser Befürworter, jede Impfung hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Doch eines haben Impfungen gemeinsam: Sie greifen unmittelbar in die Funktionen des Immunsystems ein. Im Idealfall folgt daraus eine lebenslange Immunität. Wenn es weniger ideal läuft, ein lebenslanger Impfschaden. Und das sind durchaus keine Einzelfälle, wie das häufig dargestellt wird. Denn fast alle modernen Krankheiten - wie Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Entwicklungsstörungen - haben mit einem aus der Bahn geworfenen, hyperaggressiven Immunsystem zu tun. Wie hoch der Anteil der Impfungen an dieser Problematik ist, liegt im Dunkeln, weil die Aufklärung verweigert wird. 

Wie erklären Sie sich, dass das Impfthema so sehr polarisiert?

Bei fast jeder Impfung ist die Studienlage auf Seiten der Impfung. Insofern fällt es den meisten Journalisten schwer, hier eine kritische Sichtweise einzunehmen. Es scheint, als wäre die Angelegenheit von vornherein klar: Impfungen wirken und sie sind sicher. Von außen wirkt das Impfgebäude prachtvoll - und die meisten Mainstream-Journalisten haben weder die fachliche Ausbildung noch die Zeit, sich hier näher einzulassen.
Tatsächlich ist das Impfwesen heute zu einer Art Glaubensgemeinschaft geworden, in dem sich die einzelnen Player ständig gegenseitig bestätigen. Etwa 95 Prozent der Studien sind von den Herstellern finanziert und von vorn bis hinten kontrolliert. Da werden die Resultate von der Marketing-Abteilung in bestem Licht präsentiert. Auch die Behörden empfehlen Impfstoffe, bewerben sie regelrecht, weil sie ehrgeizige Impfquoten erreichen wollen. Gleichzeitig sollen sie streng kontrollieren und die eigenen Empfehlungen in Frage stellen: das ist nicht vereinbar. 
Auf der anderen Seite sind die Leute nicht blöd und haben z.B. bei Covid gesehen, dass das nicht stimmen kann, was sie ständig in den Medien lesen und hören. Zu gegensätzlich waren die Erfahrungen, die sie in ihrem Alltag machten: wo die Geimpften trotzdem krank wurden, und oftmals auch noch ernste Nebenwirkungen hatten. Und dann steigt eben generell das Misstrauen und der Widerspruch. Und man fragt sich beispielsweise, warum die Deos jetzt fast alle frei von toxischem Aluminium sind, ich aber für mein Baby nirgends einen aluminiumfreien Impfstoff kriegen kann. 

Derzeit befinden sich eine ganze Reihe neuer mRNA Impfstoffe in den Zulassungsstudien. Was halten Sie von dieser Technologie, die in der Covid-Zeit mit "warp speed" - wie es Donald Trump nannte - eingeführt wurde? 

Ich habe den Verdacht, dass die ganze Covid-Pandemie den Zweck verfolgt hat, endlich diese Technologie einzuführen, die ja eine Revolution in der Herstellung von Impfstoffen und anderen Arzneimitteln darstellt. Früher war das eine aufwändige und teure Arbeit. Der Chef von Moderna hat damit angegeben, dass sie grad mal eine Woche für ihren Covid-Impfstoff gebraucht haben. Die Konzerne ersparen sich die Herstellung des Wirkstoffes, weil dieser erst im Menschen selbst erzeugt wird. Die Produktion wird ausgelagert und die Geimpften tragen alle Risiken. Denn natürlich duldet es das Immunsystem nicht, wenn Millionen von Zellen plötzlich damit beginnen Spike-Proteine oder andere Fremdkörper zu erzeugen. Die Zellen werden allesamt getötet. Und die vielen Fälle von Myokarditis oder Perikarditis, die passiert sind, weil beim Impfen zufällig eine Vene getroffen wurde - und ein Teil des Impfstoffs direkt ins Herz floss - konnten nicht mal von den Wissenschafts-Umdeutern der Mainstream Medien schöngeredet werden. 

Was würden Sie sich wünschen?

Ich wünsche mir, dass das Impfwesen wieder zu einem normalen Teil der Wissenschaft wird. Derzeit wird sie als "Heilige Kuh" behandelt, die niemand kritisieren darf. Ich wünsche mir, dass problematische Impfungen korrekt evaluiert und sofort vom Markt genommen werden, wenn sie den Anforderungen nicht entsprechen. 
Wenn immer mehr Menschen unsichere Impfstoffe verweigern und nach Alternativen fragen, so wird es auch in diesem Bereich zu Verbesserungen kommen. Das ist meine Hoffnung - und dafür habe ich auch mein Buch geschrieben, das die Vor- und Nachteile aller gebräuchlichen Impfungen erklärt.

Und was passiert, wenn wieder eine neue Impfpflicht kommt?

Dann passiert das Gegenteil. Dann haben die Konzerne überhaupt keinen Anlass mehr, ihre Impfstoffe zu verbessern.


BERT EHGARTNER, Jahrgang 1962, ist Wissenschaftsjournalist, Autor von Sachbüchern und Filmemacher. Vor der Covid-Zeit erschienen seine Filme bei ZDF, WDR oder ARTE (z.B. „Die Akte Aluminium“ über die Umwelt- und Gesundheits-Gefahren von Aluminium). Der Nachfolgefilm „Unter die Haut“ ist als Download oder DVD erhältlich.

Aktuelle Arbeiten liefen bei Servus TV (Die Reportage „Im Stich gelassen“ vom Januar 2022 war die erste größere Thematisierung von Impfnebenwirkungen). Bei OVAL Media Berlin erschien im März 2021 „Corona.Film - Prologue“. 

Im Dezember 2023 ist im Hamburger Klarsicht Verlag Ehgartners neues Buch „Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten“ erschienen. 

Das Interview wurde von Rainer Wisiak für das Magazin 'freigeist' geführt und von Bert Ehgartner in einigen Teilen ergänzt und aktualisiert. Der Beitrag kann im Sinne der Creative Commons frei übernommen werden. 

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