Bert Ehgartner live

Montag, 16. Dezember 2019

Alu-Deos: "Zeit-online" gibt Entwarnung

Keine Alu-Deos benutzen, rät das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung in einer aktuellen Aussendung. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie krank machen. "Experten widersprechen", schreiben die beiden Zeit-online Journalisten Hinnerk Feldwisch-Drentrup und Jakob Simmank - und blasen in ihrem Artikel gleich auch zur Jagd auf kritische Forscher.


Wie problematisch sind Aluminiumverbindungen wirklich?
Ich geb's ja zu, dass ich eine gewisse Mitschuld trage, dass heute die meisten Deos im Drogeriemarkt den Aufdruck "Aluminium-frei" tragen. Bevor im Jahr 2013 meine Doku "Die Akte Aluminium" auf ARTE lief - war das Verhältnis noch genau umgekehrt: da musste man nachfragen, wo die paar Öko-Deos stehen, die auch damals schon ohne Aluminiumchlorohydrat oder ähnliche Inhaltsstoffe auskamen.
Im Film porträtiere ich einige Wissenschaftler, die gesundheitsschädigende Effekte der Aufnahme von Aluminium in den Körper befürchten und dafür eine Reihe von Indizien präsentierten.
Die britische Onkologin Philippa Darbre zeigte beispielsweise, dass der Anteil der Tumoren, die im äußeren oberen Quadranten der weiblichen Brust (neben den Achseln) diagnostiziert werden, seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts massiv zugenommen haben. Während in der Zeit vor der massenhaften Verwendung von Aluminium-Deos gerade 30 Prozent der Tumoren in dieser Region auftraten, stieg der Anteil im Lauf der Jahrzehnte nahezu linear an und lag zuletzt bei 60 Prozent.

Eine Studie der Universität Innsbruck fand, dass im Gewebe Brustkrebs-kranker Frauen im Schnitt mehr als doppelt so viel Aluminium enthalten ist als im Gewebe einer Vergleichsgruppe gesunder Frauen, die sich einer Brust-Verkleinerung unterzogen haben.

Japanische Wissenschaftler beschreiben, dass bereits rund 200 biochemische Abläufe im menschlichen Körper entdeckt wurden, die von Aluminium negativ beeinflusst werden.

Eine einzige sinnvolle Funktion von Aluminium in einem gesunden Organismus wurde hingegen bisher noch nicht entdeckt.


Warnung der Behörden

Mitte November 2019 hat das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ebenfalls eine eindringliche Warnung veröffentlicht, solche Alu-Deos und andere Kosmetikprodukte möglichst zu meiden. Denn "es sei nicht auszuschließen, dass sie krank machen".
Zwei Reporter von "Zeit online" ärgerten sich offenbar maßlos über diese amtliche Warnung und kündigen im Vorspann ihres Artikels an: "Experten widersprechen."
Als Kronzeuge für die Entwarnung wird vor allem der Umweltmediziner Hans Drexler genannt. Er hat in einer Studie 21 gesunde Personen gebeten, 14 Tage lang Alu-Deos zu verwenden. Dann wurden Alu-Werte in Harn und Plasma gemessen - und mit den Werten vor dem Versuch verglichen.
In den "Conclusions" der Studie liest man: "No measurable contribution to the overall systemically available aluminum load due to daily use of an antiperspirant for 14 days could be shown, but real-life data concerning long-term use or higher concentrations are still lacking."
Was heißt das nun?
Zum einen ist es gar nicht so beruhigend, wenn Aluminium nicht ausgeschieden wird. Denn möglicherweise ist es im Gewebe gebunden. Zum anderen - so betonen auch Drexler und seine Mitarbeiter - fehlen Studien die über einen Zeitraum von 14 Tagen hinaus gehen.


Keine Forschungsförderung  für kritische Fragestellungen

Was aber machen die Zeit-Autoren? Anstatt bessere Studien zu fordern, die diese Frage sorgfältiger prüfen, attackieren sie jene, die - dem Vorsorgeprinzip entsprechend - vor dem durchaus vermeidbaren Risiko warnen.
Dabei wird gleich auch massiv verleumdet.
Besonders wurmt die Autoren, dass das BfR in seiner Warnung Studien des Aluminium-Experten Chris Exley - zitiert, der sich an der britischen Keele-University seit bald 40 Jahren der Erforschung des Metalls widmet. Exley sei "radikal" und "isoliert" - und als wichtigstes Argument: er wird von Impfgegnern unterstützt.

Tatsächlich wird es für Exley seit etwa 20 Jahren zunehmend schwieriger öffentliche Förderungsgelder zu generieren. Während es in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch einige Dutzend akademische Teams gab, die sich der Erforschung der gesundheitlichen Auswirkung des Einsatzes von Aluminiumverbindungen in sensiblen Lebensbereichen widmeten, sind inzwischen kaum noch welche übrig. Dem ging eine massive Lobbying-Offensive der Industrie voraus, in der ein gesundheitlicher Schaden durch Alu-haltige Inhaltsstoffe bestritten - und Alu-kritische Forschung als vollständig unnötig und als "Geldverschwendung" attackiert wurde.

Im Lauf der Jahre gelang es damit tatsächlich, die Forschungsgelder umzulenken und den ungeliebten Fachbereich auszutrocknen. Auch in Keele wurde das Umfeld zunehmend feindlicher. "Sobald in einem Forschungsantrag Aluminium in einem kritischen Zusammenhang genannt wird, kann man nahezu sicher sein, dass die Förderung abgelehnt wird", sagte mir Exley schon vor Jahren.


Wer darf unabhängige Forschung finanzieren?

Niemand kommt normalerweise auf die Idee, einen Wissenschaftler oder dessen Studien von vornherein zu disqualifizieren, weil der Finanzier und Auftraggeber der Studie ein Pharmakonzern war. Denn dann müsste der Großteil der klinischen Studien für ungültig erklärt werden.
Dabei kontrollieren sie penibel den Fortgang der Projekte, zwingen die teilnehmenden Wissenschaftler vertraglich zum absoluten Stillschweigen und entscheiden schließlich, ob die Resultate für eine Veröffentlichung taugen. Ergeben die Studien nicht die gewünschten Resultate, wird häufig mit Hilfe von Experten so lange am Design der Arbeit geschraubt, bis die Zulassungsbehörden zufrieden sind. Kaum jemand kritisiert diese Zustände.
Sogar Konzerne, die in Betrugsverfahren verwickelt waren und Milliarden an Entschädigungszahlungen für geschädigte Patienten oder deren Angehörige zahlen mussten, finanzieren munter weiter Studien, um ihre neuen Produkte auf den Markt zu bringen.

Doch was passiert, wenn das Geld aus privaten Quellen kommt? z.B. von reichen Philanthropen, die eine Industrie-unabhängige Forschung ermöglichen wollen?
Oder von den Eltern chronisch kranker Kinder, die frustriert vom auf Symptom-Linderung beschränkten Medizinbetrieb Geld sammeln, um die Forschung nach tatsächlichen Heilmitteln zu unterstützen?

Um überhaupt noch forschen zu können, griff Exley auf die Hilfe solcher nicht-akademischer Fördermittel zurück. Speziell das Childrens Medical Safety Research Institute wurde ein wichtiger Geldgeber. Diese Organisation widmet sich besonders der Erforschung der Wirkungsweise von Impfungen auf das Immunsystem.
Chris Exley, alles andere als ein Impfgegner, widmete sich den aluminium-haltigen Adjuvantien und publizierte dazu eine Reihe von Arbeiten.

Und damit geriet Exley gleich ins Schützenfeuer der so genannten "Skeptiker", die überall Verschwörung und Esoterik vermuten, wo z.B. Impfungen einer kritischen Untersuchung unterzogen werden. Denn ja, Alu-Verbindungen werden in etwa zwei Drittel aller Impfungen als Wirkverstärker eingesetzt. Doch nach Ansicht vieler Journalisten und "Experten" genießen Impfungen im Bereich der Medizin einen Sonderstatus: Sie dürfen keinesfalls einer kritischen öffentlichen Diskussion ausgesetzt werden, weil damit die "Impffreudigkeit der Bevölkerung" gefährdet werden könnte - wie das einmal ein Direktor des Paul-Ehrlich-Institutes mir gegenüber so schön formuliert hat.

Ich hab diese bodenlose Schwarz-Weiß Malerei, deren Ziel offenbar ein rigoroses Diskussionsverbot ist, sowas von satt.
Sollte sich eines Tages heraus stellen, dass von diesen Alu-Zusätzen tatsächlich ein relevantes Gesundheitsrisiko ausgeht, so trägt dieser elende Meinungs-Journalismus, der ohne jegliche Scham zur Hexenjagd auf kritische Wissenschaftler bläst, kräftig Mitschuld daran, dass viele Jahre Forschungsarbeit verloren gehen und unzählige Menschenleben gefährdet wurden.

Zu den vielen offenen Fragen bzgl. der Sicherheit von Aluminium verweise ich auf diesen reich verlinkten aktuellen Blog-Beitrag von Chris Exley.

Freitag, 13. September 2019

Impfpflicht per Fake-News

Nun wird auch auf EU-Ebene eine Impfpflicht gefordert. Die meisten der genannten Argumente halten einem Faktencheck nicht stand. Was reitet EU und WHO Politiker wirklich?

Im Jahr 2009 waren Masernkranke in Europa im Schnitt 10 Jahre alt.
Bis 2019 kletterte das Durchschnittsalter auf 17 Jahre
"Zeit online" berichtete gestern über einen "Weltimpfgipfel", zu dem die WHO geladen hatte und auch führende Vertreter der EU teilnahmen. Im Artikel heißt es:
Juncker verwies auf die Zunahme von Krankheiten wie Masern. Die Zahl der durch Masern verursachten Todesfälle habe sich in Europa versechsfacht. "Und diese Fälle betreffen vor allem nicht geimpfte Menschen."
"In Europa sterben Kinder an vermeidbaren Krankheiten", sagte der Generaldirektor der der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Nach WHO-Angaben wurden in der ersten Jahreshälfte 2019 weltweit fast dreimal so viele Masernfälle registriert wie im gesamten Jahr 2018. Ausschlaggebend dafür ist ein gewachsenes Misstrauen gegen Impfstoffe, ausgelöst durch die Verbreitung von Fehlinformationen. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis plädierte für eine Impfpflicht in Ländern mit sinkenden Impfraten. 
Versuchen wir einen Faktencheck:

Wie sieht es tatsächlich aus mit den Masern-Todesfällen in Europa?

Auf der Webseite der EU Behörden findet sich dazu folgende aktuelle Graphik mit den gemeldeten Todesfällen im Zeitraum Juli 2018 bis Juni 2019:

In den meisten EU-Ländern gibt es keine Todesfälle bei Masern.
Es gab demnach nur drei EU-Länder, in denen im letzten Jahr Todesfälle aufgetreten sind. Spanien und Rumänien hatten jeweils einen Todesfall, Italien drei. Italien hat aber bereits die Impfpflicht.


Wie entwickeln sich die Fallzahlen in Europa?

Fallzahlen in Europa während der letzten drei Jahre (Quelle: ECDC)
Nach den Zahlen der EU-Behörden hat sich in den letzten drei Jahren keine sonderlich bedrohlicher Trend ergeben. Insgesamt sind von Jahresmitte 2018 bis Mitte 2019 im Europäischen Wirtschaftsraum (EU Länder incl. Island, Norwegen, Liechtenstein) 13.102 Fälle von Masern aufgetreten. Die meisten in den Impfplicht Ländern Frankreich (2.367) und Italien (1.831).

In den Medien werden weitaus höhere Masernzahlen für Europa genannt.


Woher stammen diese hohen Zahlen für Europa?

Tatsächlich liest man von bis zu 100.000 Masernfällen sowie dutzenden Todesfällen, die "allein im ersten Halbjahr 2019" in Europa aufgetreten sind.
Diese Zahlen beziehen sich aber nicht auf den Europäischen Wirtschaftsraum, sondern auf die "WHO Region Europa". Und hierzu zählen auch Länder wie Russland, Türkei, Ukraine, Israel, Aserbeidschan oder Tadschikistan.

Masernzahlen beziehen sich auf die "Europäische Region" der WHO
Und aus diesem Umstand werden auch die hohen Zahlen verständlich.
Allein die Ukraine meldete im ersten Halbjahr 2018 mehr als 50.000 Masernfälle mit bisher 18 Todesfällen. Das Land befindet sich inmitten einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Impfstoffe sind rar und von teils schlechter Qualität. Zahlreiche Berichte von abgelaufenen oder gefälschten Impfstoffen mit schweren Impfschäden lassen die Impffreudigkeit in der Bevölkerung nicht eben wachsen. Jene Ukrainer, die es sich leisten können, importieren Impfstoffe aus der EU oder lassen ihre Kinder im Ausland impfen.
Um diesen Missstand abzustellen, braucht es Hilfe. Eine Impfpflicht in Ländern wie Deutschland oder Österreich wird den Problemen der Ukrainer sicherlich nicht helfen.


Welche Altersgruppe ist von Masern betroffen?

In den Wortmeldungen der Politiker ist stets die Rede von den armen, betroffenen Kindern. Die in Deutschland angedachte Impfpflicht betrifft ebenso die Kinder.
Dabei gibt es hier das geringste Problem. In den meisten Ländern der EU haben mehr als 95% der Kinder die erste Masernimpfung und mehr als 90% die zweite.
Die aktuellen Masern-Ausbrüche zeigen jedoch, dass sich das Grundproblem bei Masern deutlich verschoben hat. In der Zeit bevor geimpft wurde, erkrankten Kinder meist im Vorschulalter an Masern und waren dann ein Leben lang immun. Das hat sich mit den großen Impfaktionen dramatisch verändert. Im Jahr 2009 lag das durchschnittliche Alter für Masern laut ECDC-Daten bereits bei zehn Jahren, im Jahr 2019 liegt es nun in Europa im Schnitt bei 17 Jahren. In Deutschland liegt der Anteil Erwachsener im heurigen Jahr bereits bei 57 Prozent.
Hier - bei den Erwachsenen - haben wir laut Analyse der Ausbrüche in der EU während der letzten drei Jahre – eine laufend wichtiger werdende Problemgruppe bei Masern. Zwei Drittel der betroffenen Personen im Alter über 20 Jahren waren nicht geimpft. Wenn schon Impfpflicht, so fielen in die Zielgruppe auch ungeimpfte Erwachsene.

Der Anteil Erwachsener nimmt laufend zu
Anlass zur Sorge gibt das dritte Drittel der Masernfälle bei Erwachsenen. Denn der Anteil der einmal oder sogar zweimal geimpften Personen steigt laufend an. Dieser unerfreuliche Trend lässt den von der WHO für 2020 fest gelegten Termin für die geplante Eliminierung der Masern, der bereits mehrfach verschoben worden ist, auch dieses Mal utopisch erscheinen.
Eine Impfpflicht für Erwachsene wurde bisher nicht einmal von den politischen Hardlinern des Zwangsimpfens eingefordert. Wohl aus Angst, dass damit der Widerstand wüchse und auch die negativen Aspekte der Impfkampagne öffentlich debattiert werden müssten. Angesichts dieser unerfreulichen Perspektive nehmen Juncker und Co. lieber Zuflucht zu Fake-News.

Dienstag, 10. September 2019

Die ungelösten Probleme des Impfwesens

In der Öffentlichkeit wird von Gesundheitspolitik und Medien die Ansicht verbreitet, dass es beim Impfen nur ein einziges Problem gibt: die Impfgegner. In Wahrheit sind die Verhältnisse deutlich komplexer. Fehlplanungen und systemimmanente Missstände werden seit Jahren verschleiert. Das Impfwesen entwickelt sich immer mehr zu einer abgeschotteten Community, die sich selbst mit alternativen Fakten versorgt. 


Gutes Image und fehlende Kontrolle - eine fatale Kombination

Die eigenen Entscheidungen einer strengen Prüfung zu unterziehen, die begangenen Fehler anschließend in einem öffentlichen Verfahren zu diskutieren und notfalls um 180 Grad zu korrigieren, so etwas klingt zwar edel - gehört aber im Normalfall nicht zu den vorherrschenden menschlichen Eigenschaften. Solche Prozesse mögen einzelne Individuen im Zuge von Lebenskrisen durchmachen - bei mächtigen Institutionen ist kritische Selbstreflexion hingegen unwahrscheinlich, speziell wenn die Angelegenheit kompliziert und schwierig ist.
Deshalb gibt es Kontrollinstanzen wie Rechnungshöfe. Niemand käme z.B. auf die Idee, dem Amt für Straßenbau die Aufgabe zu übertragen, den Bau einer Autobahn – von der Ausschreibung der Arbeiten bis zur Abrechnung – vollständig unabhängig durchzuführen und sich dann selbst zu prüfen. Zum einen würde das Korruption fördern, zum anderen den Lerneffekt verhindern, den die unabhängige Sicht fremder Fachleute immer bringt. Das Fehlen derartiger Kontroll-Instanzen führt zu institutionellem Selbstbetrug. Geduldet wird schließlich nur noch, was die zuvor getroffenen Entscheidungen rechtfertigt.


Ein System, das sich selbst kontrolliert

Auf das Impfwesen treffen viele dieser Beschreibungen zu. Dieselben Behörden, welche die Impfpläne erstellen und für eine möglichst hohe Impfquote werben, kontrollieren anschließend den Erfolg ihrer Empfehlungen. Das ist bereits insofern absurd, als es derzeit kaum Möglichkeiten gibt, die Resultate einer Impfempfehlung überhaupt seriös zu messen und zu bewerten. Die Behörden haben es nämlich bisher verabsäumt, ein elektronisches Impfregister einzuführen, bei dem die durchgeführten Impfungen mit den individuellen Gesundheitsdaten verknüpft werden können. Mit so einem Impfregister wäre es möglich, auf Knopfdruck den Erfolg vieler Impfungen zu messen und der Bevölkerung eine Schaden-Nutzen Abwägung zu präsentieren, welche für eine informierte Entscheidungsfindung notwendig wäre.

Am Beispiel der Influenza-Impfung könnte man damit etwa folgende Fragen beantworten:

  • Erspart man sich mit der Influenza-Impfung Krankenstände bzw. Pflegeurlaub - und falls ja, wie viele Tage? 
  • Welche Altersgruppen profitieren am meisten von der Impfung, welche am wenigsten?
  • Gibt es auffällige Nebenwirkungen der Impfung?
  • Welche Produkte sind nach diesen Kriterien die besten Impfungen, welche sollten vom Markt genommen werden?


In einem intelligent organisierten Gesundheitssystem sollten die Behörden für jede Impfung ein Anforderungsprofil schaffen mit bestimmten Zielen. Außerdem müssten Sicherheits-Standards festgelegt werden: Was ist an Nebenwirkungen tolerierbar, was wäre eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf.
Weil die Daten von Millionen Menschen einfließen, wäre es möglich auch seltene Risiken statistisch zu klären. Und dann könnte mit Hilfe des Impfregisters jedes Jahr geprüft werden, ob die jeweilige Impfung die an sie gestellten Anforderungen erfüllt.
Ohne ein derartiges Impfregister ist hingegen jede Impfung aus wissenschaftlicher Sicht ein "Schuss ins Dunkle".  Wirkung und Sicherheit der Impfungen können derzeit nur über statistische Umwege abgeschätzt werden. Und damit ergibt sich ein Graubereich der Interpretation, der fehleranfällig ist und zu Beschönigungen einlädt.


Impfpflicht als Eigentor

Im Mittelpunkt der Diskussion steht derzeit meist die Masern. In Deutschland plant die schwarz-rote Koalition eine Impfpflicht. Seit Monaten überziehen die Medien - speziell auch die so genannten Qualitätsmedien – die Bevölkerung mit Fake News, in denen es beispielsweise heißt, dass die Masern in Deutschland laufend häufiger werden.
zum Impfpflicht Fakten-Check

Als Folge der medialen Fehlinformation stieg der Anteil der Befürworter einer gesetzlichen Impfpflicht laut Umfragen auf mehr als 70 Prozent an. Offenbar versucht die große Koalition, sich hier anzubiedern.

Die meisten Impfexperten warnen hingegen vor derartigen populistischen Aktionen. Schon jetzt sei die Impfquote bei Masern - speziell bei den Kindern - sehr hoch. (97 Prozent der Schulanfänger haben die erste MMR Impfung, 93 Prozent die zweite.) Mit Hilfe einer gesetzlichen Impfpflicht kann diese Quote kaum weiter erhöht werden. Im Gegenzug wächst hingegen die Gefahr, dass diese Aktion nach hinten los geht. Immerhin geschieht damit – erstmals seit der alten Pocken-Impfung – wieder ein tiefer Eingriff in zentrale Grundrechte unserer Verfassung wie z.B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Recht der Eltern, die Erziehung und Pflege ihrer Kinder selbst zu bestimmen. Wenn der Amtsarzt mit Polizeibegleitung zur Zwangsimpfung schreiten muss, ergibt sich eine dramatische Polarisierung, welche einer informierten Entscheidungsfindung nicht zuträglich ist.
In Frankreich stieg - nach der Ausweitung der Impfpflicht durch die Regierung Macron - die Zahl der Impfkritiker auf Rekordwerte. Laut aktueller Daten des britischen "Wellcome Trust" stufen 33 Prozent der befragten Franzosen Impfungen als "unsicher" ein. Ein absoluter Spitzenwert in Westeuropa.
Ob es gelingen kann, die Masern auszurotten, ist derzeit – mit oder ohne Impfpflicht – höchst zweifelhaft. Und mit jedem Jahr, das verstreicht, werden die Chancen geringer, weil bei einem Teil der geimpften Erwachsenen der Schutz schwindet.


Windpocken: Das programmierte Desaster

Anstatt nun von diesen Problemen zu lernen und neue Fehler möglichst zu vermeiden, sind die Behörden derzeit dabei, bei Windpocken dieselben Fehler zu machen. Bei dieser meist vollständig unkompliziert verlaufenden Kinderkrankheit wird seit 2004 die Impfung empfohlen. Im Vergleich zu Masern ist hier der Impfschutz mit rund 80 Prozent deutlich geringer. Außerdem besteht überhaupt keine Chance, die Windpocken-Viren jemals auszurotten. Diese Varizellen bleiben nämlich sowohl nach durchgemachter Krankheit als auch nach einer Impfung im Körper zurück und "schlafen" dort am Ende von Nervensträngen. Wenn wir Glück haben ein Leben lang.
Wenn wir kein Glück haben, brechen die Varizellen wieder aus - diesmal jedoch nicht in Form der Windpocken, sondern als Gürtelrose (Herpes zoster). Die Viren verbreiten sich entlang der Nervenstränge und lösen auf der Haut unangenehme, teils extrem schmerzhafte Ausschläge aus, die schwer zu behandeln sind.
In den USA wurde die Windpocken-Impfung zehn Jahre vor Deutschland eingeführt. Und seit langem wird dort von einer starken Zunahme der Fälle von Herpes zoster berichtet. Epidemiologische Studien zeigten einen überraschenden Zusammenhang: Das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken war umso höher, je weniger Kontakt die betroffene Person mit windpocken-kranken Kindern hatte. Offenbar braucht das Immunsystem der Erwachsenen ab und zu diese Erinnerung, um auf die schlafenden Windpocken Viren besser acht zu geben. Heute gibt es in den USA bereits mehr Fälle von Gürtelrose als von Windpocken.
In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) die Fälle von Windpocken seit 2005 um 71 bis 88 Prozent zurückgegangen. Eine erste Erhebung der Behörde zur Häufigkeit der Gürtelrose zeigt nun, dass die US-amerikanischen Verhältnisse auch hierzulande einkehren. Mit jedem Jahr nehmen die Krankenhaus-Einweisungen mit der Diagnose Herpes zoster zu. Lag die Zahl im Jahr 2005 noch bei 14.446 Fällen, mussten 2015 bereits 23.463 Personen deshalb in einer Klinik behandelt werden.
Dass die eigene Impfempfehlung dafür verantwortlich ist, will die Behörde aber nicht zugeben: "Ob die beobachtete ständige Zunahme der Inzidenz von Herpes zoster bei Erwachsenen mit der Windpocken-Impfung der Kinder zusammen hängt, bleibt unklar", heißt es im Bericht des RKI.

Die Zunahme der Gürtelrose ist allerdings nur eines der Probleme, welche durch das Impfprogramm ausgelöst wurde. Wie bei Masern entstehen auch bei Windpocken neue Risikogruppen. In den USA hat sich das durchschnittliche Alter in dem die Kinder erkranken von rund 4 bis 5 Jahren auf 11 bis 12 Jahre mehr als verdoppelt. Ähnlich wie bei Röteln bilden die Windpocken aber ein starkes Risiko für Schwangere, weil die Viren das ungeborene Kind angreifen und schwer schädigen kann. "In spätestens zehn Jahren wird dann die Windpocken-Impfpflicht gefordert werden, weil es mehr und mehr Schwangere geben wird, die - ob geimpft oder nicht - keine verlässliche Immunität haben", erklärt der Münchner Kinderarzt Martin Hirte. "Dann müssen entweder die Schwangeren oder die Ungeimpften in Dauer-Quarantäne. Was für ein selbsteingebrocktes Szenario!"


Befangene Impfexperten

Die Empfehlung zur Windpocken-Impfung abzuschaffen wäre wohl die sinnvollste Variante. Noch besteht dazu die Möglichkeit. Doch einmal getroffene Beschlüsse wieder zurück zu nehmen, das steht für die Behörde nicht zur Diskussion.
Die Impfempfehlungen erstellt die "Ständige Impfkommission (STIKO)" am Robert Koch Institut in Berlin. Ihr kommt eine gewaltige Verantwortung zu, indem hier entschieden wird, welche Impfstoffe die Mehrzahl der deutschen Kinder bekommt. In der STIKO wird aber auch entschieden, wie viel Steuergeld für das Impfen ausgegeben wird. Und das ist eine ganze Menge: Im Jahr 2017 belief sich der Aufwand der gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland für Impfungen auf immerhin 1,23 Milliarden Euro.
Insofern wäre es eine Selbstverständlichkeit für ein zivilisiertes Land, dass die Auswahl der Mitglieder dieses Gremiums nach strengsten Kriterien der Transparenz und der wissenschaftlichen Objektivität stattfindet. Dass finanzielle Verbindungen mit Impfstoff-Herstellern nicht geduldet werden und auch von der intellektuellen Einstellung des jeweiligen Experten eine gewisse geistige Unabhängigkeit erwartet wird.
Seit langem gleicht die STIKO hingegen einem Club von Pharma-Lobbyisten, die neue Impfungen anstandslos durchwinkt. Speziell in der Ära ihres Langzeit-Vorsitzenden Heinz-Josef Schmitt wurden mit der Empfehlung der Immunisierung gegen Windpocken, Meningokokken oder Pneumokokken laufend neue Impfungen in den Impfkalender gehievt. Den Höhepunkt bildete im Jahr 2007 die Empfehlung der brandneuen, 450 Euro teuren Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV), die als erstes Land Europas - kurz nach der Eilzulassung in den USA übernommen wurde.
Kurz davor hatte sich Schmitt noch mit einem Geldpreis für die "Förderung des Impfgedankens" auszeichnen lassen, der ausgerechnet vom Herstellerkonzern der HPV Impfung finanziert worden war. "Das sind öffentliche Bestechungen", schimpfte Wolfgang Becker-Brüser, der Herausgeber des unabhängigen "arznei-telegramm". Zahlreiche Medien schlossen sich der Kritik an. Heinz-Josef Schmitt war beleidigt und wechselte endgültig zur Industrie, wo er zuletzt als Direktor im Impfbereich des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer tätig war.

In der Folge wurde die Pflicht zur Offenlegung der finanziellen Interessenskonflikte der STIKO-Mitglieder eingeführt. Insofern hat sich eine gewisse Besserung der Zustände ergeben. Die Mehrzahl der 18 Mitglieder hat jedoch nach wie vor enge Beziehungen zur Industrie.
Im Bereich der Prävention sollte es eine strenge Trennung geben zwischen den Behörden, die Impfpläne erstellen - und einer unabhängigen Kontrollinstanz, welche mögliche unerwünschte Folgen sammeln und wissenschaftlich objektiv beurteilt.
Derzeit gibt es diese Trennung nicht: Die Behörden sind alles in einer Instanz. Im Wirtschaftsbereich ist es klar, dass Interessenskonflikte ein „No Go!“ darstellen und sich der zu Kontrollierende nicht selbst kontrollieren soll. Hier jedoch erwartet man plötzlich Wunder an Zivilcourage. Wunder, die nicht passieren.


Von Bert Ehgartner ist kürzlich der Ratgeber "Gute Impfung - Schlechte Impfung" erschienen (Verlag Ennsthaler). Darin wird für jede der gebräuchlichen Impfungen ein eigenes Nutzen-Risiko Profil erstellt. (siehe Bestell-Hinweise in der Spalte rechts)

Mittwoch, 17. Juli 2019

Deutschlands Regierung gibt grünes Licht für Masern-Impfpflicht

Heute hat das deutsche Bundeskabinett den Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Einführung einer Impfpflicht gegen Masern bestätigt. 
Zur Aufnahme in eine Kita oder die Volksschule soll ab Herbst der Nachweis der zweimaligen Masernimpfung Pflicht sein. Für bereits aufgenommene Kinder muss der Nachweis bis spätestens Sommer 2020 vorgelegt werden, sonst drohen Strafen bis zu 2.500 Euro. 
Die schwarz-rote Regierung hat damit ein Gesetz auf den Weg gebracht, vor dem zahlreiche Fachexperten – die meisten davon Impfbefürworter – eindringlich warnen. Den Ausschlag für die Initiative gaben populistische Kampagnen in zahlreichen Medien und Umfragen in der Bevölkerung, welche sich klar für die Zwangsimpfung ausgesprochen haben. 


Fehlende Einzelimpfstoffe ergeben gleich auch eine Impfpflicht gegen Mumps und Röteln

Um die Masern ausrotten zu können wird von der WHO ein Grenzwert von 95% genannt. Damit ist der Anteil der Menschen gemeint, die gegen Masern immun sein sollten.
Deutschland liegt diesbezüglich darunter, heißt es. Zwar konnten bei den Schuleingangs-Untersuchungen zuletzt 97,1% der Kinder die Bestätigung für die erste Masern-Impfung vorweisen. Allerdings haben im Bundes-Durchschnitt nur 93% der Kinder die 2. MMR. Und deshalb braucht es – laut Jens Spahn & Co. – die Impfpflicht.

93% ist weniger als 95%, das stimmt.
Aber heißt das nun, dass 7% der Kinder nicht immun sind?

Rechnen wir das kurz mal nach:

  • 97,1% der Kinder haben die erste MMR. Das heißt 2,9% der Kinder sind vollkommen ungeschützt.
  • 93% der Kinder haben die zweite MMR. Diese Gruppe hat einen offiziell angegebenen Schutz von 99% - das heißt hier sind 0,9% ungeschützt.
  • Die Differenz der nur einmal geimpften Kinder beträgt 4,1 Prozent. Diese Gruppe ist zu 95% geschützt. Hier sind also weitere 0,2% ungeschützt.
  • Zählen wir das zusammen, so ergibt sich, dass derzeit 96% der Kinder nach den offiziellen Kriterien einen ausreichenden Maserntiter haben und nur 4% ungeschützt sind. 


Deutschland erfüllt bei den Kindern also längst die Kriterien der WHO.

Wie es bei den Erwachsenen aussieht - speziell bei den Masern-geimpften Erwachsenen, die langsam ihre Titer einbüßen - wäre die wohl wesentlich wichtigere Frage, wenn man die Chancen der Ausrottung der Masern realistisch einschätzen möchte.
Doch die Beantwortung dieser Frage würde eine komplexe Analyse der Gesamt-Situation erfordern. Und das ist nicht im Sinn einer Gesundheitspolitik, die nichts mehr fürchtet als eine objektive wissenschaftliche Prüfung und eine kritische Selbstreflexion der getroffenen Entscheidungen im Impfwesen.


Die Schwächen des Masern-Impfprogramms

Bei der Einführung von Impfungen gibt es meist keine objektivierbaren Zielvorgaben, die mit der Maßnahme erreicht werden sollen. Und wenn sich im Nachhinein zeigt, dass das Programm Schwächen hat, so werden diese überall gesucht, bloß nicht bei den eigenen behördlichen Maßnahmen. Dies gilt für Impfprogramme allgemein - und auch für an sich erfolgreiche und sinnvolle Impfungen wie z.B. jene gegen Masern.

Wer trägt also die Schuld daran, dass die von der WHO mehrfach angekündigte Ausrottung der Masern heute irrealer scheint denn je?

Sind es tatsächlich die paar Impfgegner, die nicht erreicht werden können? Und liegt die einzige Chance tatsächlich in der Impfpflicht wie Ärztekammer-Funktionäre, Gesundheitspolitiker und viele Medien suggerieren?
Oder hat möglicherweise das Impfprogramm selbst Schwächen und es wird bloß ein Sündenbock gesucht, um davon abzulenken?
Für diese Variante spricht tatsächlich einiges.

So wurde bei der Einführung des Masern-Impfprogramms nicht bedacht, dass damit neue Risikogruppen entstehen können. Dass geimpfte Mütter ihren Babys einen geringeren Nestschutz mitgeben und diese deshalb ein höheres Risiko haben, im ersten Lebensjahr zu erkranken. Es wurde auch übersehen, dass es für die Aufrechterhaltung einer lebenslangen Immunität wichtig ist, dass Erwachsene immer mal wieder einem masernkranken Kind begegnen, welches rundum massenhaft Viren ausstreut und mit jedem Hustenstoß seiner ganzen Umgebung eine Auffrischungsimpfung verpasst. Der Wegfall dieser "natürlichen Durchseuchung" mündete in einem überraschenden Abfall der Wirksamkeit der Impfstoffe. Die epidemiologische Aufarbeitung der letzten Masern-Ausbrüche zeigt, dass der Anteil Erwachsener bereits bei knapp 50 Prozent liegt. Und die meisten waren einst geimpft worden.

Dieses Problem wird künftig immer deutlicher hervortreten. Insofern wird das Ziel einer erfolgreichen weltweiten Ausrottung der Viren mit jedem Jahr unwahrscheinlicher. Speziell wenn in den europäischen "Hotspots der Impfverweigerung" – in Ländern wie der Ukraine und in Teilen Rumäniens beinahe schon Zustände herrschen wie in der Vorimpf-Ära. An den Umtrieben von Impfgegnern, wie in unseren Medien dargestellt, liegt das aber sicherlich nicht. In beiden Ländern gibt es enorme Versorgungsprobleme. Die Ausbrüche in Rumänien betreffen vor allem die Volksgruppe der Roma. Diese haben in ihren ghettoartigen Siedlungen – auch abseits der Impfungen – kaum Zugang zu Gesundheitsleistungen.
In der krisengebeutelten Ukraine hat die Bevölkerung längst das Vertrauen in ihr Gesundheitssystem verloren. Korruption und Versorgungsmängel sind Alltag. Die Menschen fürchten sich vor abgelaufenen Impfstoffen zweifelhafter Qualität. Überall grassieren Gerüchte von schweren Schäden. Wohlhabendere Ukrainer lassen ihre Kinder mit importierten Impfstoffen impfen oder reisen dafür eigens in den Westen. Ohne internationale Hilfe werden diese strukturellen Probleme nicht zu lösen sein.


Verbesserte Impfungen - statt Zwang

Das in Deutschland geplante Gesetz bezieht sich exklusiv auf die Impfung gegen Masern. Am Markt ist jedoch bloß die Dreierimpfung MMR - gegen Masern, Mumps und Röteln, oder die Viererimpfung, die auch noch die Windpocken-Komponente enthält, erhältlich. Das ist ein weiterer schwerer Mangel des Impfprogramms: Es gibt kaum Alternativen - etwa Einzelimpfstoffe oder Impfstoffe, die man schlucken oder Inhalieren kann.
Und zwar nicht deswegen, weil es diese Impfstoffe nicht gibt. Prinzipiell stünden Einzelimpfstoffe ebenso zur Verfügung wie Impfstoffe, die man inhalieren kann. Sie müssten jedoch mit einigem Aufwand importiert werden, oder sind gar nicht behördlich zugelassen. Mit innovativen Impfstoffen wäre es längst möglich gewesen, die Impfquote weiter zu erhöhen. Impfkritische Personen oder Menschen mit Nadelphobie (immerhin rund 10 Prozent der Bevölkerung) wären damit sicherlich leichter erreichbar.

Eine Impfpflicht allein ist dazu jedenfalls kaum in der Lage. Sie schürt vielmehr die allgemeine Skepsis gegen Impfungen. In Frankreich, wo die Regierung Macron Pflichtimpfungen gegen elf Krankheiten gesetzlich verankert hat, bezeichnen sich in Umfragen rund 40 Prozent der Bevölkerung als impfkritisch. Kein Land der EU hat einen ähnlich hohen Anteil.
Und auch der Erfolg der Zwangsimpfungen ist zweifelhaft. Im Jahr 2018 verzeichnete Frankreich 2913 Masernfälle, fünfmal mehr als Deutschland (532 Fälle).

Weitere Informationen zur Impfpflicht findet Ihr auf der Webseite der "Ärzte für Individuelle Impfentscheidung". Der Verein hat kürzlich in Berlin eine Petition mit 143.000 Unterschriften gegen die Impfpflicht an das Gesundheitsministerium übergeben. 

Mittwoch, 3. April 2019

Das Versagen der Qualitätsmedien in der Impfdebatte

Zwang anstelle informierter Entscheidungsfindung. Propaganda statt objektiver Aufbereitung von Fakten. Ein aktuelles Beispiel für Journalismus in seiner feigsten und dümmsten Variante.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hält mit leicht irrem Blick eine Spritze hoch. Darüber steht in Großbuchstaben: "Impfen auf Befehl". Die Coverstory des aktuellen "Spiegel" widmet sich dem "bizarren Streit um den Schutz unserer Kinder".
Wer sich hier eventuell noch einen ausgewogenen Artikel erwartet, wird fünf Seiten weiter im Inhaltsverzeichnis bereits eines besseren belehrt. Dort wird in der Rubrik "Titel" der Artikel nämlich folgendermaßen angekündigt: "Warum eine Impfpflicht die einzig vernünftige Lösung für einen ideologisch aufgeheizten Streit ist". Der Spiegel bringt demnach als Coverstory ganz offen einen Aufruf für die Einführung von Zwangsimpfungen.

Die Coverstory des Spiegel ist ein offen deklariertes Plädoyer für Zwangsimpfungen

Anspruch eines Qualitätsjournalismus wäre es normalerweise, einen ausgewogenen Artikel mit den besten fachlichen Argumenten der jeweiligen Kontrahenten zu bringen. Und sich "nicht gemein zu machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten", wie es der Doyen des deutschen Journalismus, Hanns Joachim Friedrichs, einst formulierte. Derartige Zurückhaltung ist den elf (!) Spiegel-Redakteuren, die als Autorenteam den Artikel verantworten, fremd.

Als schauriger Einstieg in die Story dient die Leidensgeschichte einer Familie aus Bayern. Tochter Angelina war fünf Jahre alt, als sie plötzlich von Krämpfen überfallen wurde.  "Angelina wirkte verwirrt und wiederholte Sätze, die sie gerade gesagt hatte." Bald habe sie alles verlernt, erzählt die Mutter Gina R. den Spiegel Leuten. "Sie konnte nicht mehr laufen, nicht mehr sprechen, nicht mehr sitzen, sie konnte nicht einmal mehr schlucken."
Die Diagnose lautete auf SSPE - eine atypische chronische Gehirnentzündung, die als seltene, aber stets tödliche Spätfolge der Masern gilt. Offenbar ist das Mädchen im Alter von 6 Monaten infiziert worden. Zu einem Zeitpunkt als es noch nicht geimpft werden konnte. Wie und wo sich Angelina angesteckt hat, wissen die Eltern nicht. Doch nachdem Wildviren im Hirnwasser gefunden wurden, gilt der Ablauf als gesichert.
Impfgegner, berichtet Gina R., hätten ihr vorgeworfen, sie habe ihr Kind falsch behandelt, denn Fieber zu senken sei bei Masern falsch. "Sie schrieben", heißt es im Artikel, "ich solle meiner Tochter grüne Smoothies geben oder Globuli, dann werde sie wieder gesund."
Doch das, so die Spiegel-Autoren, "wird sie nie wieder sein". Das heute 13-jährige Mädchen, "ist ein Opfer der Masern geworden, weil es in Deutschland nicht gelungen ist, diese Krankheit auszurotten."


Wo waren die vielen SSPE Fälle in der Vorimpf-Ära?


Damit ist auch schon die Stoßrichtung des ganzen Artikels vorgegeben: Unschuldige Kinder sterben, weil esoterisch verbohrte Impfgegner ihre eigenen Kinder als Bioterroristen herum laufen lassen, die überall ihre Viren ausstreuen. Wenn dieses gemeingefährliche Verhalten durch einen Impfzwang per Gesetz abgeschafft würde, wäre das Problem gelöst. So einfach, so klar.

Doch ganz so simpel, wie der Spiegel suggeriert, ist das Leben nicht.
Das beginnt schon bei dem hier geschilderten SSPE Fall. Die Häufigkeit für SSPE liegt laut Spiegel bei "etwa 1 von 3300 Masernkindern unter fünf Jahren". Wenn das stimmen würde, hätte es in der Zeit vor den großen Impfprogrammen in Deutschland, als noch beinahe jedes Kind an Masern erkrankte, jedes Jahr mehr als 150 SSPE-Fälle geben müssen.
Davon kann jedoch keine Rede sein. Die ersten Impfungen waren zu Beginn der 70er Jahre verfügbar und erst zur Mitte der 80er Jahre war ein Großteil der Kinder geimpft. Eine Literatur-Recherche in der internationalen Medizin-Datenbank "pubmed" zeigt, dass während der 50er und 60er Jahre kaum wissenschaftliche Studien und Berichte zur SSPE erschienen sind. Wenn die Masern tatsächlich so viele Todesfälle bei Kindern verursacht hätten, wäre das Thema wohl kaum übersehen worden. Zumal sich dieses Sterben bei SSPE ja meist über viele Jahre hin zieht und damit tausende Kinder gleichzeitig betroffen gewesen wären.

Eine 1978 veröffentlichte epidemiologische Arbeit erfasste alle SSPE Fälle der DDR. Im Zeitraum von 1968 bis 1977 sind demnach insgesamt 156 Kinder erkrankt. Eine Studie aus Italien kam für die zehn Jahre von 1972 bis 1981 auf 207 Fälle. Das entspricht für Kinder und Jugendliche einem Risiko von 1,24 Fällen pro Million Einwohnern.
In allen diesen zeitgenössischen Berichten wird auch die Frage diskutiert, ob die Impfungen das SSPE Risiko erhöhen. Das wird zwar durchgehend verneint, doch dass auch Impfviren als Auslöser in Frage kommen, steht für die meisten Autoren außer Zweifel. In einer Studie aus den USA errechnen die Wissenschafter nach Wildvirus-Infektion ein etwa zehnmal höheres Risiko für eine SSPE als nach der Impfung.
Heute wird von den Behörden die Ansicht verbreitet, dass ausschließlich Wildviren die tödliche Komplikation auslösen können. Dies scheint jedoch nicht realistisch, zumal fast alle aktuellen SSPE Opfer geimpft worden sind - und der Nachweis der Masern-Erkrankung oft nur auf Vermutungen beruht.
SSPE als Schreckgespenst einzusetzen, um damit die Leute zum Impfarzt zu treiben, scheint tatsächlich eine wirksame Taktik. Seriös ist das allerdings nicht, solang die Umstände dieser Krankheit weitgehend im Dunklen liegen. Dass nur Wildviren diese atypische Infektion auslösen können, die abgeschwächten aber ansonsten weitgehend identischen Impfviren jedoch nicht, erscheint biologisch zudem vollständig unplausibel.

In der US-Fachinformation des Masern-Mumps-Röteln (MMR) Impfstoffs der Herstellerfirma Merck steht SSPE demnach auch in der Liste der möglichen Nebenwirkungen aufgeführt. Sogar die Wahrscheinlichkeit wird konkret beziffert: "Based on estimated nationwide measles vaccine distribution, the association of SSPE cases to measles vaccination is about one case per million vaccine doses distributed." ("Basierend auf der geschätzten nationalen Verbreitung der Masern-Impfung, tritt pro 1 Million Impfungen etwa ein Fall von SSPE auf.")
In der deutschsprachigen Fachinformation desselben MMR Impfstoffes desselben Herstellers fehlt diese Passage. Stattdessen beginnt der Absatz hier mit der Behauptung: "Es gibt keinen Beleg dafür, dass Masern-Impfstoffe SSPE verursachen können."
Die Spiegel Redakteure haben wohl nur den deutschen Text gelesen.


Stimmungsmache mit Impfquoten

Um zu zeigen, welch gewaltige Impflücken sich im Land auftun, werden die Landkreise mit der geringsten Masernimpfquote in einer Graphik hervor gehoben. Verheerend steht es demnach offenbar um Sachsen. Denn die Rekordhalter bei der Verweigerung der 2. Masernimpfung sind mit Görlitz (73,5%) und dem Erzgebirgskreis (74%) im ansonsten als besonders impffreudig bekannten Osten angesiedelt. Wolfsburg in Niedersachsen bringt es vergleichsweise auf stolze 97,9%.
Es handelt sich jedoch nicht um den dunklen Einfluss von Impfgegnern, wie der Spiegel hier suggeriert, sondern um das Gegenteil: Sachsen leistet sich als einziges Bundesland Deutschlands eine eigene Impfkommission, welche die Empfehlungen der Berliner STIKO noch in einigen Punkten überflügelt. So wird beispielsweise eine Meningokokken-Impfung bereits im Alter von 3 Monaten und die jährliche Influenza Impfung mit Beginn im 7. Lebensmonat empfohlen. Damit ist der sächsische Impfkalender deutlich dichter gepackt, als der gesamtdeutsche.
Offenbar war nicht mehr genügend Platz im Impfplan. Denn während die STIKO die zweite Masernimpfung in engem zeitlichem Zusammenhang zur Erstimpfung (11 - 14 Monate) vorschreibt, spätestens jedoch bis zum 23. Lebensmonat, empfehlen die sächsischen Hardcore Impf-Experten die zweite Impfung erst ab einem Alter von 46 Monaten.
Es handelt sich also nicht um sächsische Widerstandsnester gegen die Masernimpfung - sondern im Gegenteil - um behördliche Anweisungen.  Derartige Hintergrund-Details fehlen im Spiegel Artikel, gilt es doch die Notwendigkeit von Zwangsimpfungen heraus zu streichen.

In Wahrheit ist die Bereitschaft zur Masernimpfung in Deutschland bereits jetzt enorm. Den EU Behörden wird für die erste Impfung eine Quote von 95% gemeldet. Bei der Schuleingangs-Untersuchung im Jahr 2016 waren im Schnitt 93 Prozent der deutschen Kinder zweimal gegen Masern geimpft.
Was soll nun eine Impfpflicht bezwecken? - Denken die Behörden tatsächlich, dass eine weitere minimale Anhebung der Durchimpfung von 93 Prozent auf 95 Prozent den erhofften Durchbruch zur Ausrottung bringt? Sind es diese zwei Prozent wert, die Rechte der Eltern massiv zu beschränken und einen Schritt Richtung Medizindiktatur zu gehen?
Und was, wenn sich aus der Impfpflicht eine Gegenreaktion ergibt, eine enorme Verhärtung der Fronten, welche Impfkritiker vollständig unerreichbar macht für die "Argumente der Pharmamafia"? - Wird man dann einen elektronischen Impfpass brauchen, damit sich die Türen zur U-Bahn öffnen? Werden Seuchenwächter in der Fußgängerzone Spontankontrollen durchführen? Macht der Impfarzt Hausbesuche - in Begleitung einer Spezialeinheit der Polizei?


Impfpflicht trägt wenig zur Vermeidung von Masern bei

Die Masernimpfung enthält abgeschwächte, aber lebende Viren welche im Normalfall eine natürliche Reaktion des Immunsystems auslösen. Deutlich mehr als 90 Prozent der Geimpften sind in der Folge vor Masern geschützt. Die zweite Impfdosis dient nur dazu, die restlichen 10 Prozent der "Impfversager" zu erreichen. Bei zweifacher Impfung wird die Schutzwirkung mit nahezu 99 Prozent angegeben.
Es wäre demnach nur ein Katzensprung, um die von der WHO genannte Marke von 95 Prozent zu erreichen, die es laut WHO braucht, um die Masern auszurotten.

Dennoch kommt es weltweit laufend zu Masern-Ausbrüchen. Etwa in den USA, wo bis Ende März 390 Fälle gemeldet wurden, die zweithöchste Zahl seit dem Jahr 2000, wo etwas vorschnell die "Eliminierung" der Masern verlautbart worden war.
In den USA werden Touristen und illegale Einwanderern für die Masern-Invasion verantwortlich gemacht. In Deutschland liegt die Schuld laut Spiegel bei impfkritischen Ärzten, Waldorf-Schulen und esoterisch angehauchten Eltern, die sich von dubiosen Quellen im Internet aufhetzen lassen.
Doch auch in China, wo Impfpflicht herrscht bei einer Quote von angeblich 99 Prozent, wurden im letzten Jahrzehnt im Schnitt 39.000 Fälle pro Jahr gemeldet.
Und Frankreich, wo die Regierung Macron nicht nur die Impfung gegen Masern, sondern auch gegen zehn weitere Krankheiten gesetzlich vorgeschrieben hat, meldete im Vorjahr sechsmal so viele Masernfälle wie das bislang zwangsfreie Deutschland.
Auch ein Vergleich zwischen der Schweiz und Italien spricht nicht eben für die Erfolge der Impfpflicht. In der Schweiz traten in den letzten Jahren im Schnitt 6 Masernfälle pro Million Einwohner auf. In Italien waren es 43. Ohne Zwang bringt es die Schweiz auf eine Impfrate von 92 Prozent, Italien hält bei bescheidenen 85 Prozent.
Länder ohne Impfpflicht schlagen sich also an sich ganz gut. Der Zwang trägt wenig zur Steigerung der "Impffreudigkeit" der Bevölkerung bei. Im Gegenteil.

Schlicht falsch ist deshalb auch die Behauptung von Gesundheitsminister Spahn, wonach "immer mehr deutsche Kinder an Masern erkranken". Als Spahn diese Aussage in der ARD-Tagesschau wiederholte, musste das im hauseigenen "Faktenfinder" nachträglich korrigiert werden. Dort heißt es: "Dass "immer mehr" Kinder erkranken würden, wie Gesundheitsminister Spahn behauptet, ist nicht belegt.“
Hier eine Auflistung der tatsächlich gemeldeten Masernfälle im Vergleich zu den Vorjahren:

Graphik erstellt von Steffen Rabe aus den Meldedaten des Robert Koch Institut

Das bislang stärkste Masern-Jahr der jüngeren Vergangenheit war 2015 und fiel mit dem massenhaften Ansturm der Flüchtlinge aus den Krisenregionen zusammen. Die ersten Fälle in Berlin gingen von einer Unterkunft für Asylwerber aus. Als dann ein Kind an Masern starb, flammte erstmals die Forderung nach einer Impfpflicht heftig auf.
Was damals in der Berichterstattung unter den Tisch fiel, war die schwere angeborene Herzkrankheit des Buben. Obwohl der Sprecher der Charité dies den Medien mitteilte, fand es kaum ein Journalist wert, dieses nicht unwesentliche Faktum an die Öffentlichkeit weiter zu geben. Zumal die meisten anderen Infekte für das Kind ebenfalls Lebensgefahr bedeutet hätten.
Auch im aktuellen Spiegel-Bericht wird der Todesfall wieder hervor gekehrt ohne diese Zusatz-Information zu erwähnen.

In dieser Tonart geht es weiter. Als hauptsächliches Argument für die Impfung wird das enorme Sterbe- und Komplikationsrisiko der Erkrankung angegeben. Während das Robert Koch Institut vor einigen Jahren das Risiko einer Gehirnentzündung nach Masern noch mit 1 : 10.000 bezifferte, liegt es nun laut Spiegel bereits bei 1:1000 bis 1:2000. Beinahe gleich hoch, wie das allgemeine Sterberisiko bei Masern, das mit 1:1000 angegeben wird. Das ist insofern absurd, als eine Virus-Enzephalitis nur in seltenen Fällen tödlich verläuft.


Die Schwächen der Impfkampagne

Die Attacken auf Impfgegner-Nester werden immer wütender. Der Meinungsdruck wird auf allen Ebenen erhöht. Dazu trug auch die WHO bei, welche die Impfskepsis kürzlich in die Liste der zehn  größten akutellen Gesundheits-Gefahren aufnahm. Auf gleichem Rang wie der Klimawandel oder die elenden Lebensbedingungen in den Slum-Städten mancher Entwicklungsländer.

Doch ist dieser Vergleich tatsächlich angemessen? Oder verbirgt sich dahinter die Verzweiflung, dass es trotz jahrzehntelang laufender Impfprogramme weder bei Polio noch bei Masern gelingt, endlich den globalen Triumph der Ausrottung dieser Viren zu verkünden. Es ist ohne Zweifel frustrierend, das Scheitern der eigenen Ziele zu beobachten - doch möglicherweise liegen die Gründe dafür gar nicht bei den bösen Impfgegnern. Vielleicht wird ja hier ein wütendes Scheingefecht abgezogen, das von den Schwächen der eigenen Programme ablenken soll.

Für ein wirkliches Verständnis der Zusammenhänge wäre es deshalb im Artikel eines Qualitätsmediums auch dringend nötig gewesen, die Schwachstellen der Impfkampagne zu analysieren. Doch weder im Spiegel-Artikel noch in der offiziellen Gesundheitspolitik finden sich auch nur Ansätze einer kritischen Selbstreflexion.

Unerwähnt bleibt die Tatsache, dass geimpfte Mütter weniger Nestschutz an ihre Babys weiter geben und damit das Risiko von Erkrankungen im ersten Lebensjahr deutlich angestiegen ist. Wäre es möglich, dieses Manko durch Verbesserung der Impfung zu beheben? Wie müsste so eine Impfung aussehen, dass sie eine nachhaltigere Immunreaktion auslöst?

Und was ist mit der Dauer des Impfschutzes? Es erscheint mittlerweile recht unsicher, ob die Wirkung der Impfung, so wie einst versprochen, tatsächlich ein Leben lang anhält. Bei den Ausbrüchen der Masern während der letzten Jahre lag der Anteil der Erwachsenen bereits bei rund 50 Prozent.
Bereits die Untersuchung von Soldaten bei der Musterung zeigt, dass der Impfschutz rascher schwindet als erwartet. Eine slowenische Studie ergab, dass nur noch 85 Prozent der Jungmänner ausreichende Antikörper im Blut hatten.
Wie rasch das Problem voran schreitet, belegt eine aktuelle Studie aus Südkorea, wo bei 7.411 Mitarbeitern im Gesundheitssystem die Masern-spezifischen Antikörper gemessen wurde. Die älteren Menschen hatten die Masern noch natürlich mit gemacht. Sie hatten fast alle ausreichende Titer. Personen des Geburtsjahrgangs 1986 hatten im Schnitt nur noch zu 85% einen ausreichenden Antikörper-Titer. In der Kohorte des Jahrgangs 1995 lag der Wert dann bei alarmierend niedrigen 42%.
Wie diesen Herausforderungen begegnet werden soll, ist unklar, zumal eine Auffrischungsimpfung bei Erwachsenen meist rasch verpufft.

Und was bedeuten diese Erkenntnisse für andere Impf-Kampagnen? Wird man daraus lernen und Fehler vermeiden?
Der Umgang mit Windpocken lässt nicht darauf schließen. Während die Schweiz und viele andere Länder gut damit fahren, nur jene zu impfen, die keine natürliche Krankheit durchgemacht haben, wird in Deutschland der Behördenapparat aktiv, wenn in einer Kita die überwiegend harmlose Kinderkrankheit ausbricht. Ungeimpfte Kinder werden wochenlang ausgeschlossen. Die Eltern müssen Pflegetage nehmen und ihre kerngesunden Sprösslinge hüten. Mit solchen Zwangsmaßnahmen sollen die Eltern zum Impfarzt getrieben werden.
Doch mit welchen Ziel? Eine Ausrottung ist bei Windpocken biologisch unmöglich. Zudem steigt durch die Impf-Kampagne - wie man aus den Erfahrungen der USA weiß - die Verbreitung von Gürtelrose in der Bevölkerung. Ein höheres Infektionsalter birgt - so wie bei Masern auch - ein höheres Komplikationsrisiko. Windpocken in der Schwangerschaft sind ähnlich gefährlich wie Röteln.
So wie derzeit die Weichen gestellt werden, kommt der Verdacht auf, dass in der Koordination der Impfpolitik das vollständige Chaos herrscht: mit 160 km/h in die Sackgasse.


Bessere Impfstoffe - bessere Argumente

Wer meinen Blog verfolgt, oder mein aktuelles Buch "Gute Impfung - Schlechte Impfung" gelesen hat, weiß dass ich trotz aller dieser Punkte ein grundsätzlicher Befürworter der Masernimpfung bin. Zumal in Zeiten, wo ein Masernausbruch medial das Echo einer Cholera-Epidemie auslöst, eine Umkehr zu alten Verhältnissen der Vorimpf-Ära ohnehin unmöglich wäre.

Um die Akzeptanz der impfkritischen Bevölkerung zu erhöhen, wäre es jedoch dringend nötig,  das Angebot zu verbessern. Derzeit ist meist nur die Dreier-Variante der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln leicht zu beschaffen. Oder die Vierer-Impfung, die auch noch den Windpocken-Wirkstoff enthält. Einzelimpfungen gegen Masern wurden hingegen weltweit aus dem Sortiment genommen und ihre Produktion (mit wenigen Ausnahmen) eingestellt.
Eine Masern-Einzelimpfung, die man über eine Atemmaske inhalieren kann, wurde zwar entwickelt, dann aber von den Behörden nicht zugelassen. Dabei entspräche die Inhalation der Viren dem natürlichen Infektionsweg und würde die Akzeptanz kritischer Eltern, die wegen der Dreifach-Spritzimpfung skeptisch sind, deutlich erhöhen.
Verbesserungsbedarf gäbe es auch bei den Inhaltsstoffen. Warum müssen in einer Zeit, wo gesunde Bio-Nahrung für viele Familien selbstverständlich ist, noch immer Antibiotika und Zellen aus dubiosen tierischen und menschlichen Quellen in der Impfung enthalten sein?
Hier wäre tatsächlich dringender Innovationsbedarf. Doch anstatt auf die Hersteller-Konzerne Druck auszuüben, endlich Geld und Hirnschmalz in die Entwicklung einer wirklichen "Bio-Impfung" zu investieren, drangsalieren die Behörden anscheinend lieber die eigene Bevölkerung.

Es gibt zudem zahlreiche Fachargumente, die man hätte nennen können, um die Zweifler und Skeptiker unter den Eltern zu überzeugen. Der im Netz kursierende Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und Autismus wurde kürzlich in einer großen dänischen Studie wieder einmal widerlegt. Negative Nebenwirkungen der Impfung sind tatsächlich extrem selten. MMR gehört zu den sichersten Babyimpfungen, die wir haben.
Im Gegensatz zu manchen negativen Auswirkungen, sind die positiven Effekte der Impfung auf das Immunsystem der Kinder tatsächlich erwiesen. Seit 20 Jahren liefern unzählige Studien Belege, dass Kinder nach der Masernimpfung seltener an Infekten erkranken als ungeimpfte Kinder.
Der Wert der Masernimpfung ist demnach enorm. Die Sterberate der Kinder in Hochrisiko-Ländern konnte nur durch diese Maßnahme um die Hälfte reduziert werden. "Und das sogar in Jahren, wo wir gar keine Masernwellen hatten", berichtet der dänische Wissenschaftler Peter Aaby, dessen Team die "unspezifischen Effekte" der Masernimpfung entdeckt hat. (Hier finden sich einige der wichtigsten Studien zu dieser Thematik.)
Die Impfung wirkt offenbar wie ein Trainingscamp. Ein in der Folge kompetenteres und besser eingespieltes Abwehrsystem schützt auch die Kinder in den Industrieländern. Studien aus Dänemark, den Niederlanden und den USA zeigen, dass Masern-geimpfte Kinder ein signifikant geringeres Risiko haben, auf Grund einer Atemwegs-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert zu werden.


Massen-Impfzwang durch die Hintertür?

Warum liest man in der acht Seiten umfassenden Spiegel-Titelstory rein gar nichts von diesen erfreulichen Fakten? Warum ignorieren erfahrene Wissenschaftsjournalisten diese handfesten positiven Argumente für die Impfung und greifen stattdessen auf primitive Gruselpropaganda zurück?

Die Antwort liegt wahrscheinlich darin begründet, dass mit der Anerkennung der positiven Effekte der Lebendimpfungen auch die negativen Effekte der inaktivierten Impfstoffe erwähnt hätte werden müssen. Tatsächlich haben Aaby und sein internationales Wissenschaftler-Team auch zahlreiche Studien veröffentlicht, welche zeigen, dass die meist aluminium-haltigen Totimpfungen die Abwehrkräfte der Kinder schwächen und das Risiko einer tödlichen Lungenentzündung, Malaria oder Durchfall-Erkankung in den Monaten nach dem Impftermin stark ansteigt.
An solch unangenehmen Fakten wollte die Task-Force der Spiegel-Eleven offenbar nicht einmal anstreifen.

Und wer weiß schon, welche Impfungen dann in der legistischen Umsetzung tatsächlich erfasst werden. Auch in Italien und Frankreich war in der Öffentlichkeit zunächst immer lediglich von der Gefahr der Masern die Rede. Als das Gesetzes-Paket zur Zwangsimpfung im Parlament verabschiedet wurde, war dann jedoch plötzlich die Impfung gegen zehn bzw. elf Krankheiten vorgeschrieben.


PS: Die "Ärzte für individuelle Impfentscheidung" haben heute eine Petition gegen die Einführung der Impfpflicht veröffentlicht. Wer gegen Zwangsimpfungen ist, muss jetzt aktiv werden, denn wie es aussieht schreitet die Politik bald zur Tat.

Dienstag, 22. Januar 2019

"Eingeimpft" und abgewertet

In Deutschland wurde noch selten ein Film so bösartig verrissen wie "Eingeimpft" von David Sieveking. Rechtzeitig zur Premiere ist die Negativ-Kampagne nun auch in Österreich angelaufen. Dabei ist der Film durchaus interessant. Er zeigt in humorvollen und berührenden Szenen die Bemühungen der Eltern um die Auswahl der richtigen Impfungen für ihre Kinder. Ab Freitag läuft der Film in den Kinos. Er ist - trotz aller Abwertung in den Medien - einen Besuch wert.


Der Berliner Filmemacher David Sieveking recherchiert zu Impfungen
Montag dieser Woche brachte das Mittagsjournal einen erschreckend einseitigen Beitrag von Marlene Nowotny, der später auch in der Rubrik Science auf orf.at gepostet wurde. Einseitig auch deshalb, weil nur eine einzige Meinung eingeholt wurde - und zwar jene der Tropenmedizinerin und Impf-Lobbyistin Ursula Wiedermann-Schmidt.
Nowotnys Beitrag trug den Titel "Argumente gegen Impfskepsis". Welche Argumente darin präsentiert wurden, darauf möchte ich hier noch einmal näher eingehen.


Unspezifische Effekt von Impfungen

Das erste Argument bezieht sich auf die wissenschaftliche Arbeit des Bandim Health Projects, das vor 40 Jahren vom dänischen Anthropologen und Mediziner Peter Aaby in Guinea-Bissau in Westafrika gegründet wurde. Aaby und sein Team haben seither hunderte Fachartikel in erstklassigen Journalen veröffentlicht.
Die Auswirkungen von Impfungen waren schon von Beginn an ein Forschungs-Schwerpunkt des Gesundheits-Projektes. Mittlerweile sind rund eine halbe Million Menschen in Langzeit-Studien eingeschlossen worden. Jene, die gegen Ende der 70er Jahre registriert wurden, sind heute bereits Großeltern. Rund 150 Mitarbeiter besuchen regelmäßig die Haushalte, kontrollieren die Impfpässe, wiegen und messen die Kinder, registrieren Schwangerschaften und Todesfälle. Bis heute gibt es kein wissenschaftliches Zentrum, das über so lange Zeit auf so hohem Niveau die Lebensumstände in einem Hochrisikoland erforscht hat.


Sieveking auf Spurensuche im Bandim Health Project in Westafrika 
In den letzten 20 Jahren begründeten Aaby und Co. die wissenschaftliche Basis für ein Phänomen, das derzeit weltweit auf Konferenzen heiß diskutiert wird: die "unspezifischen Effekte" von Impfungen. Damit ist gemeint, dass Impfungen nicht bloß eine einzige spezifische Aufgabe im Immunsystem erfüllen – dass also z.B. die Masernimpfung gegen Masern schützt und sonst keine Spuren hinterlässt. "Tatsächlich machen Impfungen wesentlich mehr, wenn sie eine Immunreaktion auslösen", erklärt dazu Peter Aaby. "Nach Jahren der Forschung bin ich mir heute sicher, dass die unspezifischen Effekte der Impfungen wichtiger und bedeutsamer sind, als der spezifische Grund, aus dem die Impfungen eigentlich gegeben werden."
(Wer sich für dieses Thema näher interessiert sei auf einen Vortrag verwiesen, den die derzeitige Leiterin des Bandim-Health-Projektes, Christine Stabell Benn kürzlich dazu gehalten hat. Ausgewählte wichtige Studien zu den unspezifischen Effekten von Impfungen finden sich hier. )

In diesen Studien ergaben sich zwei starke und einheitliche Trends:

  • Lebendimpfungen (z.B. Masern, BCG, Polio Schluckimpfung) haben überwiegend positive Auswirkungen auf die Abwehrkräfte der Kinder und tragen dazu bei, dass die Kinder ein geringeres Risiko haben an Malaria, Lungenentzündung oder Durchfall-Erkrankungen zu sterben. 
  • Totimpfungen mit inaktivierten Wirkstoffen (z.B. Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten) haben negative Effekte auf die Abwehrkräfte. Sie erhöhen das Sterberisiko der Kinder - besonders jenes der Mädchen - um ein Vielfaches.

Während der erste Teil dieser Resultate international mehrfach bestätigt wurde und mittlerweile als etabliert gilt, ist der zweite Teil hoch umstritten. Wie sollte eine Impfung, die von WHO und internationalen Impfexperten empfohlen wurde, negative Auswirkungen haben können? Das ist - aus Sicht der internationalen Impf-Behörden - schwer möglich. Und so hat die WHO Studien finanziert, die andere, wesentlich günstigere Resultate erbrachten.
Peter Aaby und seine Mitarbeiter haben diese Studien vielfach zerpflückt und die schweren Fehler erklärt, die von der WHO gemacht worden sind. Unter anderem wurden beispielsweise verstorbene Babys, deren Impfpass nicht mehr auffindbar war, im Nachhinein als "ungeimpft" deklariert. (Nähere Information dazu in meinem aktuellen Buch "Gute Impfung - Schlechte Impfung".)


Wiedermann-Schmidt erklärt wie es wirklich ist

Im ORF-Beitrag heißt es, dass Aabys Thesen wissenschaftlich nicht haltbar seien. Zur Begründung sagt Ursula Wiedermann-Schmidt, dass die WHO ganz andere Resultate raus gebracht hat…

…wo man dann auch die richtigen Kontrollgruppen mit einbezogen hat - denn in der ersten Studie wurden keine ungeimpften Kinder angeschaut und man hat dann gesehen, dass im selben Alter wie die geimpften Kinder ebenso dieselben Sterberaten auftreten können und dass das gar nichts mit der Impfung zu tun hat

Mit diesem Argument wird also erklärt, warum Aabys Resultate "wissenschaftlich nicht haltbar" sind. Ich habe diese Passage aus dem Radio-Beitrag wortwörtlich abgeschrieben und den Text mehrfach gelesen, ob das irgend einen Sinn ergibt. Leider kam ich nicht, dahinter, was die Expertin damit konkret aussagen möchte. Verstanden habe ich nur, dass sie selbst offenbar Aabys Arbeiten nicht verstanden hat - oder diese gar nicht kennt.

Bezeichnender Weise gibt es auch keine Quellen zu dieser Aussage. Man weiß nicht, worauf sich Wiedermann-Schmidt überhaupt bezieht.


Wie viel Aluminium kriegt ein Baby ab?

Mindestens ebenso eigenartig ist das zweite Argument, das geliefert wird. Marlene Nowotny behauptet in ihrem Beitrag, dass in Sievekings Dokumentarfilm Skepsis gegen den Zusatz von Aluminium-Verbindungen in Impfstoffen geschürt werde. Das sei jedoch irreführend, erklärt Expertin Wiedermann-Schmidt, denn Aluminium sei ohnehin überall und…

…ein Baby hat allein durch die Ernährung Kontakt damit und der ist ungefähr 35 mal so hoch als durch die Gesamtanzahl an Impfungen passieren kann

Soweit die Behauptung von Österreichs oberster Impfexpertin.

Dann rechnen wir hier mal kurz nach.
Für Babys sind im österreichischen Impfkalender während der ersten sechs Lebensmonate sieben Aluminium-haltige Impfungen empfohlen. (2 mal 6-fach Impfung, 2 mal Pneumokokken, 3 mal Meningokokken B)
Nehmen wir an, das Baby wird während dieser Zeit gestillt, so bekommt es als Nahrung vorwiegend Muttermilch. Der Gehalt von Aluminium in Muttermilch liegt laut deutschem Bundesinstitut für Risikobewertung bei rund 0,01 Milligramm pro Liter. Wenn Aluminium in Nahrung enthalten ist, so werden - nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft – davon 0,1 bis höchstens 1 Prozent im Körper aufgenommen. Der Rest wird – über den auf Giftstoffe gut eingestellten Magen-Darm-Trakt –durchgeschleust und geht schnurstracks wieder in die Windel. Damit hätte das Baby demnach eine Aluminiumlast von 0,0001 Milligramm pro Liter Milch zu verkraften.

Bekommt das Baby alle sieben empfohlenen Impfungen, so werden damit - je nach den verwendeten Impfstoffen - bis zu 4,16 Milligramm Aluminium tief in die Oberschenkel-Muskel injiziert. Da bei Impfungen der Magen-Darm-Trakt umgangen wird, werden zunächst mal 100 Prozent der Gesamtmenge im Organismus behalten. Niemand kann sagen, was das Aluminium im Organismus macht - und wie es sich konkret verteilt. Und niemand kann sagen, ob es Monate oder Jahre dauert, bis dieses Aluminium ausgeschieden wird. Das ist nämlich schlicht und einfach nicht untersucht.

Doch bleiben wir bei Wiedermann-Schmidts Vergleich: Sie sagt, dass der Kontakt über die Ernährung "35 mal so hoch ist als das über Impfungen passieren kann".
Ich weiß ja nicht, womit sich die Babys in Wiedermanns Vergleich ernähren. Aber wenn es Muttermilch ist, geraten wir ins Absurde. Damit ein Baby über Muttermilch so viel Aluminium aufnimmt, wie über die Impfungen, müsste es 41.600 Liter Muttermilch trinken, das wären 227 Liter pro Tag.
Und das müsste man - laut Expertise von Wiedermann-Schmidt - dann noch mit 35 multiplizieren.

Offenbar verwendet Österreichs oberste Impfexpertin vollständig andere Basisdaten für ihre Rechnung. Doch woher sie diese hat und auf welcher wissenschaftlichen Grundlage diese erhoben wurden, erfahren wir wieder nicht. Es gibt dafür keine Quelle.

Ursula Wiedermann-Schmidt (im Zentrum) mit ihren Mitarbeitern der Universität Wien

Ebenfalls nicht erwähnt werden die finanziellen Interessenskonflikte von Ursula Wiedermann-Schmidt, die im Zuge Ihrer universitären Arbeit am Institut für Tropenmedizin und Spezifische Prophylaxe mit mehreren Herstellerkonzernen von Impfstoffen kooperiert. Nebenher ist sie Vorsitzende des Österreichischen Impfgremiums sowie Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Vakzinologie. Außerdem betreibt sie zusammen mit Herwig Kollaritsch, ihrem Vorgänger an der Universität, das Zentrum für Reisemedizin, wo man sich u.a. mit Impfungen für Fernreisen eindecken kann.
Dass eine Impf-Lobbyistin wie Wiedermann-Schmidt als oberste Beraterin des Gesundheitsministerium fungiert, hat sicherlich auch mit dazu beigetragen, dass Österreich mittlerweile das dichteste Impfprogramm Europas hat.
Dies dürfte ganz im Sinne der WHO sein, die gerade das Impfgegnertum zur globalen Bedrohung erklärt hat.

Was mir persönlich extrem aufstößt, ist der Rufmord an einer dänischen Wissenschaftler-Gruppe und die substanzlose Vorverurteilung eines Filmemachers, der sich sehr wohl bemüht hat, umfassend - und in jede Richtung - zu recherchieren.
Wenn es um Impfungen geht, ist gebückte Haltung und unterstes Niveau offenbar oberste Journalistenpflicht.

Filmstart von "eingeimpft" ist am 25. Januar. Die bisher fixierten Vorstellungen kann man hier nachlesen.